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1. WO2007096329 - GUIDE RAIL COMPRISING A COVER STRIP FOR A LINEAR BEARING

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Bezeichnung der Erfindung
FÜHRUNGSSCHIENE MIT ABDECKBAND FÜR EIN LINEARLAGER
Beschreibung
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Führungsschiene für ein Linearlager. Bei Linearlagern sind Führungswagen auf einer Führungsschiene längsver-schieblich gelagert. Die Führungsschienen werden in der Regel an einem Gestell oder Maschinenbett angebracht.

Aus DE 101 53 016 A1 beispielsweise ist eine Anordnung eines Abdeckbandes an einer Linearführung bekannt geworden. Die Führungsschiene weist Bohrungen für Befestigungsschrauben auf, wobei ein Abdeckband in eine Längsnut der Führungsschiene eingesteckt ist. Die Nutwände der Längsnut weisen Hinterschneidungen auf. In diese Hinterschneidungen werden Materiallippen des Abdeckbandes unter Umformung hineingedrückt. Dies geschieht in der Weise, dass das Abdeckband, welches teilweise in die Längsnut eingesetzt ist, durch Einrollieren vollständig innerhalb der Längsnut angeordnet wird. In diesem Zustand wird das Abdeckband durch Form-Schluss in den Bereichen der Hinterschneidungen in der Führungsschiene gehalten. Damit eine einwandfreie Verformung der Materiallippen durch auf das Abdeckband ausgeübte Druckkräfte einwandfrei möglich ist, ist das Abdeckband aus zwei Lagen gebildet: Eine obere, der Umgebung ausgesetzte Decklage ist aus korrosionsbeständigem Stahl hergestellt. Eine die Material-lippen tragende Verformungslage ist vorzugsweise aus Reinaluminium gebildet. Reinaluminium lässt sich im Vergleich zu Stahl leicht plastisch verformen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Führungsschiene für ein Linearlager gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 anzugeben, bei der das Abdeckband gegenüber dem bekannten Abdeckband vereinfacht ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zum Einsetzen des Abdeckbandes in die Längsnut das Abdeckband um eine zur Führungschiene parallele Achse plastisch gewölbt ist, sodass seine Erstreckung quer zur Längsnut kleiner als der lichte Abstand zwischen den Nutwänden ist, wobei die konkave Seite des gewölbten Abdeckbandes der Längsnut zugewandt ist, und wobei nach dem Einsetzten in die Längsnut das gewölbte Abdeckband durch plastische Verformung eingeebnet wird, sodass die Halteleisten in die Hinterschnitte hineinverlagert sind. Vorzugsweise sind die Längsnut und das Abdeckband in der Weise aufeinander abgestimmt, dass das Abdeckband nach dem Einebnen in die Ebene der oberen Schienenseite eingeebnet ist.

Ein Vorteil kann darin gesehen werden, dass bei der erfindungsgemäßen Führungsschiene das Abdeckband einlagig ausgebildet sein kann. Es ist nicht erforderlich, weiche Halteleisten vorzusehen, die einfach plastisch zu verformen sind. Durch die plastische Wölbung des Abdeckbandes an sich ist es außerdem möglich mit deutlich reduzierten Andruckkräften das Abdeckband in die Längsnut hineinzudrücken. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Halteleisten einwandfrei an die Hinterschnitte angepasst sein können, sodass während des Einebnens des Abdeckbandes keine zusätzliche plastische Verformung an den Halteleisten erforder-lieh ist.

Im Querschnitt durch das Abdeckband gesehen, können die Halteleisten jeweils als Schulter ausgebildet sein, die an die Nutwand und den Hinterschnitt der Längsnut angepasst ist. Vorzugsweise umfasst die Schulter eine Hochseite und eine zu der Hochseite winklig angeordnete Querseite auf, wobei ein Abstand zwischen den

Hochseiten der beiden Halteleisten des Abdeckbandes an den lichten Abstand zwischen den beiden Nutwänden der Längsnut angepasst ist. Bei dieser erfindungsgemäßen Weiterbildung ist in vorteilhafter Weise eine einwandfreie Ausrichtung des Abdeckbandes in der Längsnut gewährleistet. Die Führung des Abdeckbandes ist durch die beiden Nutwände der Längsnut sichergestellt. Der Abstand zwischen den Hochseiten der beiden Halteleisten kann etwas geringer ausfallen, als der Abstand zwischen den beiden Nutwänden der Längsnut. Auf diese Weise wird das Abdeckband einwandfrei in Längsrichtung der Führungsschiene orientiert. Ferner ist ein Abheben weg von dem Nutgrund der Längsnut ebenfalls dadurch ausgeschlossen, dass die Querseiten der Halteleisten an den Hinterschnitt der Längsnut angepasst sind.

Die Erfindung richtet sich zusätzlich auf ein Verfahren zum Einsetzen des Abdeck- bandes in die Längsnut, wie es durch die oben erwähnten Verfahrenschritte beschrieben ist, bei dem insbesondere als vorteilhaft angesehen werden kann, dass das plastisch gewölbte Abdeckband mit geringer Andruckkraft in die Längsnut eingeebnet werden kann.

Nachstehend wird die Erfindung anhand eines in insgesamt drei Figuren abgebildeten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine erfindungsgemäße Führungsschiene für ein Linearlager in perspektivischer Darstellung,

Figur 2 einen Verfahrensschritt zur Herstellung der erfindungsgemäßen Führungsschiene und

Figur 3 einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Führungsschie- nen in vergrößerter Darstellung.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

Die in Figur 1 abgebildete erfindungsgemäße Führungsschiene 1 trägt einen Führungswagen 2, der längsverschieblich an der Führungsschiene 1 gelagert ist. Die Führungsschiene 1 ist an ihrer oberen Schienenseite mit einem Abdeckband 3 versehen, das in einer Längsnut 4 angeordnet ist. Das Abdeck- band 3 deckt Durchgangsöffnungen 5 für die Aufnahme von Befestigungselementen ab, wobei diese Durchgangsöffnungen 5 entlang der Längsnut 4 in Abstand hintereinander angeordnet sind.

In den Figuren 2 und 3 ist abgebildet, wie das Abdeckband 3 in die Führungsschiene 1 eingesetzt wird.

Die Längsnut 2 ist begrenzt durch gegenüberliegende Nutwände 6, wobei jede Nutwand 6 mit einem Hinterschnitt 7 versehen ist.

Das Abdeckband 3 weist an seinen Längsseiten jeweils eine Halteleiste 8 auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Halteleisten jeweils als Schulter 9 ausgebildet, die eine Hochseite 10 und eine winklig dazu angeordnete Querseite 1 1 aufweist.

Figur 2 zeigte deutlich eine plastische Wölbung des Abdeckbandes 3, wobei die konkave Seite der konkaven Wölbung der Führungsschiene 1 und der Längsnut 4 zugewandt ist. Die Erstreckung des plastisch gewölbten Abdeckbandes 3 quer zur Längsnut 4 ist kleiner als ein lichter Abstand zwischen den Nutwänden 6 der Längsnut 4.

Das Abdeckband 3 wird zunächst in die Längsnut 4 lediglich eingelegt. Ein hier schematisch angedeutetes Druckwerkzeug 12 drückt gegen die konvexe Seite des plastisch gewölbten Abdeckbandes 3, bis dieses schließlich in die Ebene der Längsnut 4 eingeebnet ist, sodass das Abdeckband 3 bündig mit der Schienenoberseite abschließt. Unter der plastischen Deformation des plastisch gewölbten Abdeckbandes 3 wird dessen Erstreckung quer zur Längsnut 4 größer. Unter dieser plastischen Deformation greifen die Schultern 9 des Abdeckbandes 3 in die Hinterschnitte 7 der Führungsschiene 1 ein. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Abdeckband 3 einwandfrei in der Längsnut 4 gehalten ist. Das Abdeckband 3 kann nicht nach oben aus der Längsnut 4 herausgezogen werden, denn die Querseite 1 1 der Schulter 9 schlägt an eine Wand 13 des Hinterschnitts 7 an. Eine einwandfreie Ausrichtung in Längsrichtung der Führungsschiene ist dadurch gegeben, dass die Hochseiten 10 der Schultern 9 an den Nutwänden 6 ausgerichtet sind.

Das Abdeckband 3 kann auf einfache Weise in die Längsnut 4 eingesetzt werden, wobei in einem einzigen Arbeitsgang ohne Aufbringung großer Einpresskräfte das Abdeckband sicher in die Längsnut 4 eingebracht und darin gehalten werden kann.

Bezugszahlenliste

1 Führungsschiene
2 Führungswagen
3 Abdeckband
4 Längsnut
5 Durchgangsöffnung
6 Nutwand
7 Hinterschnitt
8 Halteleiste
9 Schulter
10 Hochseite
1 1 Querseite
12 Druckwerkzeug
13 Wand