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1. WO2018130480 - BRAKE SYSTEM FOR A MOTOR VEHICLE AND TWO METHODS FOR THE OPERATION THEREOF

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Bremsanlage für ein Kraftfahrzeug mit

• zumindest vier hydraulisch betätigbare Radbremsen

(8a-8d) ,

• einer Simulationseinrichtung (3) ,

• einem elektrisch betätigbaren Einlassventil (6a-6d) je Radbremse (8a-8d) zum Einstellen radindividueller Bremsdrücke,

• einer ersten elektrisch steuerbaren Druckbereitstellungseinrichtung (5), die über ein Trennventil (26) mit einer Bremsversorgungsleitung (13) trennbar hydraulisch verbunden ist, an welche die Radbremsen (8a-8d) über jeweils eines der Einlassventile angeschlossen sind, und

• einer zweiten elektrisch steuerbaren Druckbereitstellungseinrichtung (2), die mit der Bremsversorgungsleitung (13) hydraulisch verbunden ist,

wobei in der Bremsversorgungsleitung (13) ein elektrisch betätigbares Kreistrennventil (40) derart angeordnet ist, dass bei geschlossenem Kreistrennventil die Bremsversorgungsleitung (13) in einen ersten und einen zweiten Leitungsabschnitt (13a, 13b) hydraulisch getrennt ist, wobei der erste Leitungsabschnitt (13a) mit zwei der Einlassventile (6a, 6b) hydraulisch verbunden ist und der zweite Leitungsabschnitt (13b) mit den übrigen Einlassventilen (6c, 6d) hydraulisch verbunden ist, und wobei die zweite

Druckbereitstellungseinrichtung (2) mit dem ersten Leitungsabschnitt (13a) hydraulisch verbunden ist und die erste Druckbereitstellungseinrichtung (5) über das Trennventil (26) mit dem zweiten Leitungsabschnitt (13b) hydraulisch verbunden ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die zweite Druckbereitstellungseinrichtung (2) einen

Sauganschluss (23) und einen Druckanschluss (27) umfasst, wobei zur Einstellung oder Regelung des von der zweiten Druckbereitstellungseinrichtung (2) bereitgestellten Druckes ein Überströmventil (32) vorgesehen ist, über welches der Druckanschluss (27) mit dem Sauganschluss (23) hydraulisch verbunden ist.

Bremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Überströmventil (32) stromlos geschlossen ausgeführt ist .

Bremsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Simulationseinrichtung (3) mittels eines Bremspedals (1) betätigt wird, und dass keine mechanische und/oder hydraulische Wirkverbindung zwischen dem Bremspedal und den Radbremsen vorgesehen ist.

Bremsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Druckbereitstellungseinrichtung (2) durch eine Kolbenpumpe, insbesondere Radi-al-Kolbenpumpe, gebildet wird.

Bremsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Druckbereitstellungseinrichtung (2) direkt mit dem ersten Leitungsabschnitt (13a) hydraulisch verbunden ist.

Bremsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kreistrennventil (40) stromlos offen ausgeführt ist.

Bremsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennventil (26) stromlos offen ausgeführt ist.

Bremsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Druckbereitstellungseinrichtung (5) durch eine Zylinder-Kolben-Anordnung mit einem hydraulischen Druckraum (37) gebildet wird, deren Kolben (36) durch einen elektromechanischen Aktuator (35, 39) betätigbar ist, wobei der Druckraum in einem unbetätigten Zustand des Kolbens (36) über zumindest ein Schnüffelloch mit einer Leitung (42) zu einem Druckmittelvorratsbehälter (4) verbunden ist, wobei diese Verbindung bei einer Betätigung des Kolbens (36) getrennt wird.

Bremsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine erste elektronische Vorrichtung (B) , mittels welcher die erste Druckbereitstellungseinrichtung (5) angesteuert wird, und eine zweite elektronische Vorrichtung (A) , mittels welcher die zweite Druckbereitstellungseinrichtung (2) angesteuert wird, umfasst, wobei die zweite elektronische Vorrichtung (A) von der ersten elektronischen Vorrichtung (B) elektrisch unabhängig ist.

Bremsanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste elektronische Vorrichtung (B) von einer ersten elektrischen Energieversorgung versorgt wird oder eine erste elektrische Energieversorgung umfasst, und dass die zweite elektronische Vorrichtung (A) von einer zweiten elektrischen Energieversorgung versorgt wird oder eine zweite elektrische Energieversorgung umfasst, wobei die erste elektrische Energieversorgung von der zweiten elektrischen Energieversorgung unabhängig ist.

Bremsanlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Überströmventil (3) und das Trennventil (26), insbesondere ausschließlich, mittels der zweiten elektronischen Vorrichtung (A) angesteuert und/oder mit elektrischer Energie versorgt werden.

12. Bremsanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassventile, und gegebenenfalls die Auslassventile, insbesondere ausschließlich, mittels der zweiten elektronischen Vorrichtung (A) angesteuert und/oder mit elektrischer Energie versorgt werden.

13. Bremsanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Kreistrennventil (40), insbesondere ausschließlich, mittels der ersten elektronischen Vorrichtung (B) angesteuert und/oder mit elektrischer Energie versorgt wird.

14. Verfahren zum Betrieb einer Bremsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Ausfall der ersten Druckbereitstellungseinrichtung (5) oder elektronischen Vorrichtung (B) oder Energieversorgung das

Trennventil (26) geschlossen wird, mittels der zweiten Druckbereitstellungseinrichtung (2) ein Druckaufbau durchgeführt wird und mittels der Einlassventile (6a-6d), und insbesondere der Auslassventile (7a-7d) , und des Überströmventils (32) radindividuelle Bremsdrücke an den

Radbremsen eingestellt werden.

15. Verfahren zum Betrieb einer Bremsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, insbesondere nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Ausfall der zweiten

Druckbereitstellungseinrichtung (2) oder elektronischen Vorrichtung (A) oder Energieversorgung mittels der erste Druckbereitstellungseinrichtung (5) ein Druckaufbau durchgeführt wird und mittels des Kreistrennventils (40) für den ersten und den zweiten Leitungsabschnitt individuelle Bremsdrücke eingestellt werden.