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1. WO2007088089 - MAMMOGRAPHY APPLIANCE

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Beschreibung

Mammografiegerät

Die Erfindung betrifft ein Mammografiegerät mit einem Stativ, an dem eine Geräteträgereinheit befestigt ist, die eine Bestrahlungseinheit und eine Kompressionseinheit umfasst, die einen Objekttisch und eine Kompressionsplatte aufweist.

Mit dem Mammografiegerät werden medizinische Untersuchungen des Weichgewebes der menschlichen Brust mit Röntgenstrahlung durchgeführt, die insbesondere zur Früherkennung von Brustkrebs dienen. Die zu untersuchende Brust wird hierbei zwischen dem Objekttisch und der gegen den Objekttisch ver-schiebbaren Kompressionsplatte eingeklemmt. Anschließend wird mit der als Röntgenstrahler ausgebildeten Bestrahlungseinheit eine Röntgenuntersuchung durchgeführt. Im Objekttisch ist hierbei üblicherweise ein Röntgendetektor integriert. Bei der Bestrahlung wird hierbei eine so genannte weiche Röntgen-Strahlung im Bereich unter 50 kV, insbesondere unter 30 kV eingesetzt .

Die Anmelderin vertreibt unter den Produktnamen "Mammomat 1000", "Mammomat 3000 Nova" und "Mammomat Novation" Mammogra-fiegeräte, die in der konstruktiven Ausbildung ähnlich realisiert sind und stellvertretend am Beispiel des "Mammomat Novation" erläutert werden: Dieses Mammographiegerät weist einen als Stativ ausgebildeten Grundkörper und einen von dem Stativ auskragenden, abgewinkelten Gerätearm auf, an dessen freien Ende eine Strahlungsquelle angeordnet ist. Der Gerätearm ist als Blechkonstruktion realisiert und drehfest mit einer horizontalen Drehachse des Mammographiegeräts verbunden, so dass die Strahlungsquelle um 360° um ein Isozentrum geschwenkt werden kann. Auf dem Gerätearm ist über eine
Drehverbindung ein Objekttisch gelagert, der um 360° um das Isozentrum schwenkbar ist.

Aufgrund des auskragenden abgewinkelten Gerätearms, an dem die Bestrahlungseinheit sowie die Kompressionseinheit befestigt sind, werden hohe mechanische Hebelkräfte ausgeübt, die insgesamt eine aufwändige mechanische Konstruktion erfordern. Diese muss zugleich in der Lage sein, die für die verschiedenen Untersuchungsarten erforderlichen Dreh- oder Schwenkbewegungen ausführen zu können. So wird das Mammografiegerät üblicherweise sowohl für so genannte Screening-Untersuchungen eingesetzt, bei denen sich die Bestrahlungseinheit in einer 0°-Position befindet, bei der die Bestrahlungseinheit und der Objekttisch in Längsrichtung gegenüberliegend zueinander angeordnet sind. Weiterhin ist das Mammografiegerät üblicherweise auch für eine Stereotaxie-Untersuchung ausgebildet, bei der die Brust aus zwei unterschiedlichen Winkeln bestrahlt wird, wobei hier die Bestrahlungseinheit aus der Ruhe-Position um +/- 10° bzw. um +/- 15° um die Horizontalachse bei feststehendem Objekttisch geschwenkt wird. Weiterhin sind mit dem Mammografiegerät oftmals auch so genannte Tomosynthese-Untersuchungen möglich, bei denen die Bestrahlungseinheit kontinuierlich über einen vergleichsweise großen
Winkelbereich, beispielsweise in einem Winkelbereich von +/-25° um die Horizontalachse bei feststehendem Objekttisch verfährt. Weiterhin ist üblicherweise eine MLO- Darstellung (medio-lateralen-oblique) ermöglicht. Bei dieser Untersuchung verfährt die Bestrahlungseinheit ebenfalls über einen großen Winkelbereich, wobei der Objekttisch der Bestrahlungseinheit folgt, so dass Objekttisch und Bestrahlungseinheit zueinander immer in der gleichen Position und im gleichen Abstand zueinander ausgerichtet sind. Das Mammografiegerät erlaubt daher die Aufnahme der zu untersuchenden Brust in Standarddarstellungen, wie z.B. der so genannten cranio-caudalen (CC) oder medio-lateralen-obliquen (MLO) Darstellung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mammografiege-rät mit einem einfachen Aufbau zu ermöglichen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Mammogra-fiegerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Bei diesem Mammografiegerät ist vorgesehen, dass die Bestrahlungseinheit an einem C-bogenartigen Tragarm befestigt ist, der in einer zu einer Horizontalachse senkrechten Schwenkebene liegt. Innerhalb der Schwenkebene ist die Bestrahlungseinheit im Falle beispielsweise einer Stereotaxie- oder Tomosyntheseuntersu-chung schwenkbar.

Unter C-bogenartigem Tragarm wird hierbei ein Tragarm verstanden, welcher C-förmig gebogen ist. Dieser C-Bogen ist hierbei innerhalb der Schwenkebene angeordnet, erstreckt sich daher nicht in Richtung der Horizontalachse. Dadurch wirken im Vergleich zu dem herkömmlichen, abgekröpften Gerätearm geringere Hebelkräfte auf das Stativ. Durch die C-bogenartige Ausbildung des Tragarms ist eine Kreisbahn definiert, auf der die Bestrahlungseinheit bei einer Schwenkbewegung verfährt.

Durch die Verwendung des C-bogenartigen Tragarms werden daher insbesondere auch die wirkenden Hebelmomente wechselseitig aufgehoben oder zumindest wechselseitig geschwächt, so dass die auf das Stativ einwirkenden Hebelmomente gering sind. Durch den C-Bogen ist daher insgesamt eine sehr stabile
Ausführung bei gleichzeitig sehr kompakter Bauweise erzielt. Gleichzeitig ist durch den C-Bogen zwischen der
Bestrahlungseinheit und dem Objekttisch ein von Tragelementen freier Freiraum geschaffen, der nunmehr für andere
funktionelle Baugruppen zur Verfügung steht.

Um die Schwenkbarkeit der Bestrahlungseinheit zu ermöglichen, ist gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung der Tragarm selbst schwenkbar gelagert. Alternativ oder ergänzend ist der Tragarm teleskopartig ausgebildet und die Bestrahlungseinheit ist an einem verfahrbaren Teleskoparm angeordnet. Diese
Ausgestaltung erlaubt es, den Tragarm selbst unbeweglich und fest anzuordnen und lediglich den Teleskoparm zur
Ermöglichung der Schwenkbewegung der Bestrahlungseinheit aus-oder einzufahren. Da der Tragarm insgesamt C-bogenartig ausgebildet ist, ist der Teleskoparm entsprechend der Biegung des C-Bogens ebenfalls gebogen ausgeführt. Beim Ausfahren des Teleskoparms wird daher die Bestrahlungseinheit entlang einer Kreislinie verfahren.

Bei einer Kombination des teleskopartig ausgebildeten Trag-arms mit der schwenkbaren Lagerung des Tragarms sind diese beiden Schwenkmechanismen vorzugsweise derart aufeinander abgestimmt, dass mit der teleskopartigen Schwenkbewegung beispielsweise die für die Stereotaxie-Untersuchung üblicherweise erforderliche Schwenkbewegung um +/- 10° bzw. +/-15° oder auch für eine Tomosynthese-Untersuchung um +/- 25 "ausführbar ist. Ist eine weitergehende Drehbewegung für die MLO-Untersuchung erwünscht, so wird der Tragarm insgesamt geschwenkt, insbesondere gemeinsam mit dem Objekttisch. Diese Variante hat den Vorteil, dass die Schwenkbewegung des
Tragarms vorzugsweise unmittelbar mit der Schwenkbewegung des Objekttisches gekoppelt ist so dass also eine starre Verbindung zwischen dem Tragarm und dem Objekttisch besteht. Demgegenüber bleibt bei dem Ausfahren des Teleskoparms der Objekttisch in seiner üblicherweise horizontalen Ausgangs-Stellung.

Alternativ ist auch bei der Stereotaxie- und/oder der
Tomosynthese- Untersuchung eine Schwenkbewegung des gesamten Tragarms vorgesehen. Hierbei ist zweckdienlicherweise der Objekttisch von der Schwenkbewegung des Tragarms entkoppelt oder entkoppelbar, so dass der Objekttisch in seiner normalen horizontalen Position verbleibt. Gleichzeitig ist der
Objekttisch für eine MLO-Untersuchung mit der Schwenkbewegung des Tragarms koppelbar.

Um die auf das Stativ wirkenden Hebelkräfte möglichst gering zu halten, ist gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung der Tragarm in der Schwenkebene unmittelbar vor dem Stativ oder alternativ ober- bzw. unterhalb des Stativs angeordnet. Im ersten Fall ist daher der C-Bogen parallel zu der Vorderseite des Stativs unmittelbar an dieser Vorderseite angrenzend angeordnet. Unter unmittelbar angeordnet wird hierbei ein Abstand von maximal wenigen Zentimetern verstanden. Bei der zweiten Alternative ist der Tragarm in Längsrichtung des Stativs gesehen stirnendseitig an diesem angeordnet. Bei dieser stirnendseitigen Anordnung sind das Stativ und der Tragarm in Längsrichtung bevorzugt fluchtend zueinander angeordnet, so dass keine Hebelkräfte auf das Stativ einwirken. Bei der Anordnung oberhalb des Stativs ist das Stativ bodenseitig befestigt und bei der Anordnung unterhalb des Stativs ist dieses an einer Decke befestigt. Die bodenseitige Anordnung des Stativs weist hierbei eine besonders hohe mechanische Stabi-lität auf, da hier sowohl die Gewichtskraft des Stativs als auch die des Tragarms entlang der Längsrichtung in den Boden übertragen werden.

Gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung ist am Stativ ein Lagerelement angeordnet, an dem der Tragarm befestigt ist. Bei der Ausführungsvariante, bei der der Tragarm selbst schwenkbar am Stativ befestigt ist, ist der Tragarm am Lagerelement um die Horizontalachse drehbar gelagert. Bei der Ausführungsvariante, bei der der Tragarm stirnendseitig am Sta-tiv angeordnet ist, ist der Tragarm über das Lagerelement am Stativ befestigt.

Zweckdienlicherweise ist hierbei der Tragarm mit einem end-seitigen Lagerende am Lagerelement gelagert. Am anderen Ende des Tragarms ist die Bestrahlungseinheit angeordnet. Bestrahlungseinheit und Lagerpunkt sind daher an den beiden Enden des C-Bogens in der Regel gegenüberliegend angeordnet. Alternativ hierzu ist der Tragarm im Tragelement nach Art einer Schiebelagerung geführt, so dass der Tragarm am Lagerelement entlang geführt wird. Bei dieser Variante variiert daher bei einer Schwenkbewegung des Tragarms der Winkelabstand zwischen dem Lagerpunkt (Lagerelement) und der Bestrahlungseinheit.

Um einen möglichst kompakten Aufbau zu erzielen, ist in einer zweckdienlichen Ausgestaltung die Kompressionseinheit ebenfalls am Lagerelement und insbesondere um die Horizontalachse drehbar befestigt. Tragarm und Kompressionseinheit sind daher gemeinsam am Lagerelement befestigt. Die Kompressionseinheit ist hierbei zweckdienlicherweise mit dem Tragarm starr verbunden. Alternativ ist die Kompressionseinheit entkoppelt und damit vom Tragarm unabhängig am Lagerelement drehbar befestigt .

Um die Anwendungsmöglichkeiten des Mammografiegeräts zu erhöhen, ist in einer bevorzugten Weiterbildung vorgesehen, dass die Geräteträgereinheit zusätzlich eine Biopsieeinheit um-fasst, die von einer Parkposition in eine Biopsieposition verfahrbar ist. Im Rahmen der Biopsie wird üblicherweise mit Hilfe einer Nadel eine Gewebeprobe entnommen. Zweckdienlicherweise ist die Parkposition hierbei in einem von dem C-bo-genartigen Tragarm umspannten und freien Parkraum angeordnet. Der durch die Verwendung des C-Bogens geschaffene Freiraum wird für diese Parkposition herangezogen. Der Parkraum liegt innerhalb der Schwenkebene. Aufgrund der C-Bogen-Aus-gestaltung besteht selbst bei einem Schwenken des Tragarms bzw. der Bestrahlungseinheit keine Kollisionsgefahr mit der Biopsieeinheit .

Um die Biopsieeinheit problemlos in die Biopsieposition verfahren zu können, ist diese gemäß einer zweckdienlichen Ausgestaltung an der Kompressionseinheit insbesondere schwenkbar gelagert. Dies erlaubt einen besonders kompakten und einfa-chen konstruktiven Aufbau.

Der durch den C-Bogen geschaffene Freiraum wird zweckdienlicherweise weiterhin derart ausgenutzt, dass ein Anzeige-und/oder Bedienfeld am Stativ angeordnet ist, und zwar der-art, dass dieses für das Bedienpersonal von vorne einsehbar bzw. zugänglich ist, ohne dass beispielsweise eine Gerätekomponente wie die Bestrahlungseinheit oder die Kompressionseinheit den Zugang oder den Blick auf das Anzeige- und/oder Bedienfeld verstellen.

Um eine Höhenverstellung und damit eine Anpassung an die Körpergröße einer zu untersuchenden Person einstellen zu können, ist in zweckdienlichen Ausgestaltungen entweder das Stativ gemeinsam mit der Geräteträgereinheit höhenverstellbar oder die Geräteträgereinheit ist relativ zum Stativ höhenverstellbar. Bei der ersten Variante ist die Geräteträgereinheit im Hinblick auf die Höhenverstellbarkeit fest mit dem Stativ verbunden und bei der zweiten Variante ist das Stativ selbst nicht in der Höhe verstellbar. Beide Mechanismen zur Höhenverstellung können auch miteinander kombiniert sein.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen jeweils in schematischen und vereinfachten Darstellungen:

FIG IA bis IC eine Vorderansicht auf ein Mammografiegerät in
unterschiedlichen BestrahlungsSituationen, F FIIGG 2 2 eine Draufsicht auf ein Mammografiegerät,

FI G 3 eine Seitenansicht einer alternativen Ausgestaltung eines Mammografiegerätes,
FI G 4A eine Seitendarstellung einer Geräteträgereinheit mit einer Biopsieeinheit in einer Biop- sieposition,
FIG 4B eine Seitenansicht der Geräteträgereinheit gemäß FIG 4A, wobei die Biopsieeinheit in einer
Parkposition angeordnet ist,
FIG 5A ein Mammografiegerät mit einen höhenverstell- baren Stativ,
FIG 5B ein Mammografiegerät, bei dem eine Geräteträgereinheit relativ zum Stativ höhenverstellbar
ist sowie
FIG 5C eine Ausführungsvariante eines Mammografiege- räts, bei dem das Stativ deckenseitig befestigt ist.

In den Figuren sind gleich wirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

In den FIG IA, IB, IC wird in einer Vorderansicht ein Mammo-grafiegerät in denen für eine Mammografie typischen Bestrahlungs- und Untersuchungssituationen gezeigt. FIG IA zeigt hierbei das Mammografiegerät in einer so genannten 0°-Posi-tion für eine Screening-Untersuchung (CC-Aufnähme : Cranio Caudal) . Bei dieser 0°-Position befindet sich eine
Bestrahlungseinheit 2 in einer 12Uhr-Position, ist daher parallel zu einer vertikalen Längsrichtung 4 orientiert. FIG IB zeigt das Mammografiegerät in einer 45°-Position für eine MLO-Aufnähme (Medio - Lateral - Oblique) . In der Darstellung gemäß FIG IB ist die Bestrahlungseinheit 2 um -45° gegenüber der Längsrichtung 4 ausgelenkt. Schließlich zeigt FIG IC die Bestrahlungssituation für eine Stereotaxie-Untersuchung, die begleitend auch bei einer Biopsie durchgeführt wird. Bei dieser Stereotaxie-Untersuchung wird die Bestrahlungseinheit üblicherweise um +/- 10° bzw. +/-15° gegenüber der
Längsrichtung 4 verschwenkt. Die in FIG IA dargestellte
Position wird auch als cranio-caudale (CC) Position, die in

FIG IB gezeigte Position auch als medio-lateral-oblique (MLO) Position bezeichnet.

Die hier beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsvarianten des Mammografiegeräts sind üblicherweise derart ausgebildet, dass sie für alle Bestrahlungsvarianten herangezogen werden können. Es ist ein modularer Aufbau des Mammografiegeräts vorgesehen, so dass alternativ jeweils nur bestimmte Bestrahlungssituationen möglich sind. Bei einer reinen Screening-Anlage ist beispielweise keine separate Schwenkbarkeit gegeben und die Bestrahlungseinheit ist relativ zum
Objekttisch fixiert. Bei einer Stereotaxie-Anlage ist die Schwenkbeweglichkeit der Bestrahlungseinheit 2 beispielsweise durch einen Anschlag auf eine Schwenkbewegung von +/- 10° bzw. +/-15° beschränkt. Dagegen ist bei einer Anlage, die auch für die Tomosynthese vorgesehen ist, eine
kontinuierliche Bewegung über einen großen Winkelbereich vorgesehen. Durch die nachfolgend beschriebenen Konzepte im Aufbau des Mammografiegeräts ist ein modularer Aufbau
gegeben, mit dem wahlweise die jeweiligen Mammografiegeräte für die unterschiedlichen Anwendungsfälle spezifiziert werden können .

Wie sich aus den FIG IA bis IC in Verbindung mit den FIG 2 und 3 ergibt, umfasst das Mammografiegerät ein Stativ 6, an dem eine Geräteträgereinheit 8 befestigt ist (vgl. strichpunktierte Linie gemäß FIG 3) . Die Geräteträgereinheit 8 weist die Bestrahlungseinheit 2, eine Kompressionseinheit 10, ein Lagerelement 12 sowie einen C-bogenartigen Tragarm 14 auf, der auch kurz als C-Bogen bezeichnet wird. Am
Lagerelement 12 sind ein Objekttisch 16 sowie die
Kompressionseinheit 10 angeordnet. Die Kompressionseinheit 10 umfasst eine Kompressionsplatte 18, die relativ zum Objekttisch 16 verschieblich angeordnet ist. Hierzu ist eine Art Schienenführung in der Kompressionseinheit 10 vorgesehen.

In den Ausführungsbeispielen ist der C-Bogen 14 mit seinem einen Ende am Lagerelement 12 befestigt, so dass er mit seinem hierdurch gebildeten Lagerende um eine Horizontalachse 22 (vgl. insbesondere FIG 2,3) drehbar befestigt ist. An seinem anderen Ende trägt der C-Bogen die Bestrahlungseinheit 2. Die Bestrahlungseinheit 2 umfasst hierbei einen Röntgenstrahler und eine Blende, wobei der Röntgenstrahler im Betrieb weiche Röntgenstrahlung emittiert.

Der C-Bogen 14 ist als Teleskopbogen ausgebildet und weist einen ausfahrbaren Teleskoparm 24 auf, an dem endseitig die Bestrahlungseinheit 2 angeordnet ist. Durch das Ein- und Ausfahren des Teleskoparms 24 erfolgt eine Schwenkbewegung der Bestrahlungseinheit 2. Vorzugsweise ist hierbei die durch den Teleskoparm 24 ermöglichte Schwenkbewegung auf einen für die Stereotaxie-Untersuchung notwendigen Schwenkbereich ausge-legt. Für eine Stereotaxie-Untersuchung ist es daher ausreichend, den Teleskoparm ein- bzw. auszufahren. Der C-Bogen 14 selbst wird hierbei nicht verschwenkt. Vorzugsweise sind durch das Teleskopsystem vordefinierte Anschlagspositionen für die Bestrahlungseinheit 2 festgelegt, die diese dann je-weils wechselweise einnimmt. (FIG IC) . Ebenso ist bei einer Tomosynthese-Untersuchung lediglich Verfahren des
Teleskoparms 24 erforderlich, um die Bestrahlungseinheit 2 um +/- 25°zu verschwenken.

Ist demgegenüber eine MLO-Untersuchung gewünscht, so erfolgt ein Schwenken des gesamten C-Bogens 14 um die Horizontalachse 22, ohne dass der Teleskoparm verfahren wird (vgl. FIG IB) .

Die Kompressionseinheit 10 ist mit dem Lagerelement 12 verbunden, wobei hier vorzugsweise mit dem C-Bogen 14 eine gemeinsame Drehbarkeit ermöglicht ist, so dass die Bestrahlungseinheit 2 immer in der gleichen Orientierung zum Objekt-tisch 16 ausgerichtet ist (FIG IB) . Vorzugsweise ist das Lagerelement 12 gebildet durch eine mit dem Stativ verbundene Lagerwelle, die hülsenartig von einer drehbaren Lagerschale umgeben ist. Die Lagerschale bildet hierbei das Lagerende des C-Bogens 14. Gleichzeitig ist die Kompressionseinheit 10 mit dieser Lagerschale mechanisch fest verbunden, so dass
zwischen dem Lagerende des C-Bogens 14 und der Kompressionseinheit 10 bei einer Drehbewegung keine Relativbewegung ermöglicht ist.

Alternativ hierzu ist die Kompressionseinheit 10 um die Horizontalachse 22 unabhängig von dem C-Bogen 14 drehbar gelagert. Bei dieser Ausführungsvariante besteht die Möglichkeit, auf die teleskopartige Ausgestaltung des C-Bogens 14 zu verzichten und bei einer Stereotaxie-Untersuchung den C-Bogen 14 zu verschwenken und gleichzeitig die Kompressionseinheit 10 in der horizontalen Ausrichtung zu belassen, wie dies bei einer Stereotaxie-Untersuchung üblich ist.

Bei den Ausführungsvarianten gemäß den FIG IA - IC ist das Stativ 6 mit einer Hub- oder Teleskopeinrichtung ausgestattet, so dass eine Höheneinstellung ermöglicht ist. Insbesondere ist hierbei das Lagerelement 12 an einem ausfahrbaren Hubelement 25 befestigt. Die Geräteträgereinheit 8 ist daher im Wesentlichen oberhalb des Stativs 6 angeordnet bzw.
schließt sich beginnend mit dem Lagerelement 12 im Wesentlichen an das Stativ 6 an.

Im Unterschied hierzu ist bei der Ausführungsvariante gemäß der FIG 3 das Stativ 6 in der Höhe selbst nicht verstellbar. Vielmehr ist hierbei vorgesehen, dass die Geräteträgereinheit 8 relativ zum Stativ 6 höhenverstellbar ist, wie dies durch einen Doppelpfeil angedeutet ist. Insbesondere ist hierbei das Lagerelement 12 in Längsrichtung 4 verstellbar.

Von besonderer Bedeutung ist bei allen Ausführungsvarianten die Ausgestaltung des Tragarms als C-Bogen 14, der innerhalb einer Schwenkebene liegt, zu der die Horizontalachse 22 senkrecht steht. Der C-Bogen 14 selbst spannt daher eine zur Horizontalachse 22 senkrechte Ebene auf. Durch diese Ausführungsvariante steht der Tragarm 14 nicht oder nur kaum nach vorne vom Stativ 6 ab, so dass hier nur geringe Hebelkräfte auf das Stativ ausgeübt werden. Durch die Ausgestaltung des C-Bogens 14 ist daher eine konstruktiv sehr stabile Ausführung erzielt, die zugleich problemlos die notwendigen
Schwenkbewegungen ermöglicht.

Ein weiterer entscheidender Vorteil der C-bogenartigen Ausgestaltung ist darin zu sehen, dass zwischen den beiden Enden des C-Bogens ein Freiraum geschaffen ist, in dem keinerlei Tragelemente angeordnet sind. Dieser Freiraum wird im Sinne einer hohen Benutzerfreundlichkeit dahingehend ausgenutzt, dass am Stativ 6 eine Anzeige- und/oder Bedieneinheit 26 angeordnet ist, die von vorne für das Bedienpersonal einsehbar ist, und zwar unabhängig von der jeweiligen Drehposition der Bestrahlungseinheit 2. Das Anzeigefeld 26 ist hierbei - wie aus FIG 3 zu entnehmen ist - in der Höhe oberhalb der
Kompressionseinheit 10 und unterhalb der Bestrahlungseinheit 2 mittig am Stativ 6 angeordnet.

Wie insbesondere aus der Seitendarstellung der FIG 3 zu entnehmen ist, ist der C-Bogen 14 unmittelbar vor der Vorder-seite des Stativs 6 platziert und damit zwischen dem Stativ 6 und der Kompressionseinheit 10. Durch diesen Aufbau ist zwischen der Kompressionseinheit 10 und dem Stativ 6 ein Zwischenraum gebildet, der in einer bevorzugten Ausführungsva- riante als Parkraum 28 für eine Biopsieeinheit 30 herangezogen wird.

Der Aufbau einer Geräteträgereinheit 8 mit integrierter Biop-sieeinheit 30 ist aus den FIG 4A, 4B zu entnehmen. Die Biopsieeinheit 30 umfasst eine Biopsie-Tragsäule 32, an der eine Halterung 36 für ein Stanzbiopsiegerät 37 fixiert ist.
Weiterhin ist eine Biopsie-Kompressionsplatte 34 vorgesehen, die gegen den Objekttisch 16 verfahrbar ist.

Soll eine Biopsie durchgeführt werden, so wird die
Biopsieeinheit 30 in die in FIG 4A vorgesehene Betriebs- oder Biopsiestellung verschwenkt. Die zu behandelnde Brust wird hierbei zwischen dem Objekttisch 16 und der Biopsie-Kompressionsplatte 34 fixiert. Die Biopsie wird in an sich bekannter Weise durchgeführt, indem eine Biopsienadel
eingeführt und Gewebeproben entnommen werden. Vor und nach der Biopsie, sowie gegebenenfalls begleitend zur Biopsie können Röntgenbilder erstellt werden.

Nach Beendigung der Biopsie wird die Biopsieeinheit 30 in ihre Parkposition verfahren und im Parkraum 28 platziert. Beim Ausführungsbeispiel gemäß den FIG 4A, 4B ist zum Verfahren der Biopsieeinheit 30 von der Parkposition in die Biop-sieposition lediglich eine Schwenkbewegung erforderlich.
Hierzu ist die Biopsieeinheit 30 an einem Schwenkarm 38 befestigt, welcher schwenkbar an der Kompressionseinheit 10 angeordnet ist.

Die FIG 5A - 5C zeigen unterschiedliche Ausführungsvarianten des Mammografiegeräts . Bei der Ausgestaltung gemäß FIG 5A ist das Stativ 6 selbst höhenverstellbar ausgebildet und die Geräteträgereinheit 8 ist über das Lagerelement 12 mit dem Stativ 6 verbunden und oberhalb des Stativs 6 angeordnet.

Bei der Ausführungsvariante gemäß FIG 5B ist die Geräteträgereinheit 8 unmittelbar vor der Vorderseite des Stativs 6 angeordnet. Die Geräteträgereinheit 8 ist hierbei relativ zum Stativ 6 höhenverstellbar. Die beiden Varianten gemäß FIG 5A, 5B sind für die Bodenmontage vorgesehen. Aus FIG 5C ist nunmehr eine Variante zur Deckenmontage zu entnehmen, bei dem das als Hubsystem ausgebildete Stativ 6 an der Decke befes-tigt ist. Auch bei dieser Variante ist die Bestrahlungseinheit 2 oberhalb des Objekttisches 16 angeordnet. Das Stativ 6 erstreckt sich hier bis zum unteren Bereich des C-Bogens 14, an dem das hier nicht näher dargestellte Lagerelement 12 vorgesehen ist, um die Schwenkbeweglichkeit zu ermöglichen.