Processing

Please wait...

Settings

Settings

Goto Application

1. WO2013014084 - MEASURING DEVICE THAT CAN BE OPERATED WITHOUT CONTACT AND CONTROL METHOD FOR SUCH A MEASURING DEVICE

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Patentansprüche

1. Geodätisches Vermessungsgerät (1), insbesondere Theodolit oder Totalstation, zur Positionsbestimmung eines

Zielpunkts, mit

• einer Anzieleinrichtung (5) , insbesondere Teleskop, wobei die Anzieleinrichtung (5) gegenüber einer

Basis (11) des Vermessungsgeräts (1) zur Änderung deren Ausrichtung motorisiert schwenkbar ist und zumindest eine eine optische Zielachse (6) definierende

Objektiveinheit (21) aufweist,

• Winkelmessfunktionalität zur hochpräzisen Erfassung der Ausrichtung der Zielachse (6), und

• Auswertemitteln zur Datenspeicherung und Steuerung der Ausrichtung der Anzieleinrichtung (5) ,

gekennzeichnet durch

eine Augenbilderfassungseinrichtung (4, 4'), die ausgelegt ist, Augenbilder eines Auges (3) eines Benutzers zu erfassen,

und dadurch, dass die Auswertemittel zur Ausführung einer automatischen blickrichtungsabhängigen

Anzielfunktionalität derart ausgebildet sind, dass nach Funktionsstart automatisch erfolgen:

• ein Aufnehmen mindestens eines Augenbildes,

• ein Bestimmen einer Blickrichtung des Benutzerauges (3) , oder von Augeninformationen, die geeignet sind, eine Blickrichtung des Benutzerauges (3) abzuleiten, mittels Bildverarbeitung anhand des mindestens einen

Augenbildes, und

• ein motorisiertes Ändern der Ausrichtung der

Anzieleinrichtung (5) abhängig von der Blickrichtung des Benutzerauges (3) oder von den Augeninformationen.

2. Geodätisches Vermessungsgerät (1) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Augenbilderfassungseinrichtung (4, 4') in oder an der Anzieleinrichtung (5) angebracht ist und insbesondere ausgelegt ist, Augenbilder eines an einem benutzerseitigen Ende der Anzieleinrichtung (5) befindlichen Auges (3) eines Benutzers zu erfassen und/oder

mindestens eine Kamera umfasst, die geeignet ist,

• fortlaufend Augenbilder zu erfassen, insbesondere

mindestens drei Augenbilder pro Sekunde, oder

• einzelne Augenbilder zu erfassen.

3. Geodätisches Vermessungsgerät (1) nach Anspruch 1 oder

Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Augeninformationen mindestens umfassen:

• eine Position der Pupille (P) , des Pupillenmittelpunkts oder der Iris im Augenbild;

• eine Verteilung heller und dunkler Flächen im Augenbild;

• einen Abstand der Pupille (P) , des Pupillenmittelpunkts oder der Iris von der Zielachse (6);

• eine Richtung von der Zielachse (6) zur Pupille (P) , zum Pupillenmittelpunkt oder zur Iris;

• einen Durchmesser des Augapfels des Benutzerauges (3) ;

• einen Abstand des Augapfelmittelpunkts (M) von der

Zielachse (6); oder

• einen Winkel ( ) zwischen der Zielachse (6) und der

Blickrichtung .

4. Geodätisches Vermessungsgerät (1) nach einem der

vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Ausrichtung der Anzieleinrichtung (5) auf Basis der Blickrichtung des Benutzerauges (3) oder der

Augeninformationen derart veränderbar ist, dass die

Zielachse (6) der Anzieleinrichtung (5) und die

Blickrichtung des Benutzerauges (3) zusammenfallen.

5. Geodätisches Vermessungsgerät (1) nach einem der

vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

an der Anzieleinrichtung (5) eine Ausrichtungshilfe (26), insbesondere ein Fadenkreuz, vorgesehen ist, und auf Basis der Blickrichtung des Benutzerauges (3) oder der

Augeninformationen die Ausrichtung der Anzieleinrichtung (5) derart veränderbar ist, dass die Blickrichtung des Benutzerauges (3) durch den Mittelpunkt der

Ausrichtungshilfe (26) gerichtet ist.

6. Geodätisches Vermessungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Veränderungsgeschwindigkeit der Ausrichtung der

Anzieleinrichtung (5) oder des Fadenkreuzes (7) abhängig ist von der Blickrichtung des Benutzerauges (3) oder von den Augeninformationen.

7. Geodätisches Vermessungsgerät (1) nach einem der

vorangegangenen Ansprüche

dadurch gekennzeichnet, dass

die Anzieleinrichtung (5) einen Kamerasensor (22) zur Erfassung eines Kamerabildes (2) der anvisierten Zielmarke aufweist, und das Vermessungsgerät (1) Mittel zur

Darstellung dieses Kamerabildes (2) aufweist.

8. Geodätisches Vermessungsgerät (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche

dadurch gekennzeichnet, dass

die Augenbilderfassungseinrichtung (4, 4') zur Erfassung von Augenbildern

• mit einer Beleuchtungseinrichtung ausgestattet ist, die dazu ausgelegt ist, das Auge (3) des Benutzers zu beleuchten, insbesondere mit Infrarotlicht ;

• lichtempfindliche Sensoren beinhaltet, insbesondere CCD- oder CMOS-Bildsensoren; und/oder

• dazu ausgelegt ist, ein Oberflächenprofil des Auges (3) zu erstellen, insbesondere mittels eines Scanners.

9. Verfahren zum Steuern einer Anzieleinrichtung (5) eines geodätischen Vermessungsgeräts (1), insbesondere eines Theodoliten oder einer Totalstation,

dadurch gekennzeichnet, dass

Augenbilder eines Benutzerauges (3) erfasst werden, wobei nach Funktionsstart automatisch erfolgen:

• ein Aufnehmen mindestens eines Augenbildes,

• ein Bestimmen einer Blickrichtung des Benutzerauges (3) oder von Augeninformationen, die geeignet sind, eine Blickrichtung des Benutzerauges (3) abzuleiten, mittels Bildverarbeitung anhand des mindestens einen

Augenbildes, und

• ein motorisiertes Ändern der Ausrichtung der

Anzieleinrichtung (5) abhängig von der Blickrichtung des Benutzerauges (3) oder den Augeninformationen.

10. Verfahren nach Anspruch 9

dadurch gekennzeichnet, dass

die Augeninformationen mindestens umfassen:

• eine Position der Pupille (P) , des Pupillenmittelpunkts oder der Iris im Augenbild; oder

• eine Verteilung heller und dunkler Flächen im Augenbild; oder

• einen Abstand der Pupille (P) , des Pupillenmittelpunkts oder der Iris von der Zielachse (6); oder

• eine Richtung von der Zielachse (6) zur Pupille (P) , zum Pupillenmittelpunkt oder zur Iris; oder

• einen Durchmesser des Augapfels des Benutzerauges (3) ;

• einen Abstand des Augapfelmittelpunkts (M) von der

Zielachse (6); oder

• einen Winkel ( ) zwischen der Zielachse (6) und der

Blickrichtung .

Verfahren nach Anspruch 9 oder Anspruch 10,

dadurch gekennzeichnet, dass

am Vermessungsgerät (1) Auswertemittel bereitgestellt werden, die ein Steuersignal erfassen, falls

• in einer vorbestimmten Anzahl in direkter Folge

erfasster Augenbilder die Blickrichtung des

Benutzerauges (3) oder die Augeninformationen nicht ermittelbar sind, insbesondere aufgrund von Zwinkern durch den Benutzer;

• in einer vorbestimmten Anzahl in direkter Folge

erfasster Augenbilder ein geschlossenes Benutzerauge (3) ermittelt wird; und/oder

• die Augenbilderfassungseinrichtung (4, 4') eine vorab, insbesondere benutzerseitig, definierte Bewegung oder Kombination von Bewegungen der Blickrichtung des

Benutzerauges (3) ermittelt oder anhand der

Augeninformationen ableitet.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,

gekennzeichnet dadurch, dass

die Darstellung des Ziels durch Darstellungen von

Steuerbefehlen überlagerbar oder ersetzbar ist, und

Auswertemittel des Vermessungsgeräts (1) auf Basis der Blickrichtung des Benutzerauges (3) oder der

Augeninformationen einen der dargestellten Steuerbefehle auswählen .

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12,

gekennzeichnet durch

eine Zielpunkterkennungseinrichtung in der Darstellung des anvisierten Ziels nahe der Blickrichtung liegende mögliche Zielpunkte (8) erkennt und markiert und/oder auf Abgabe eines Steuersignals hin als Zielpunkt in einer

Speichereinrichtung speichert.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Darstellung des anvisierten Ziels mittels eines um einen Anker-Displaypunkt angelegten virtuellen Liniennetzes (9) in virtuelle Sektoren (18) eingeteilt ist, welches durch konzentrische Kreislinien (19) um den Anker- Displaypunkt und diese Kreislinien (19) schneidende, von dem Anker-Displaypunkt ausgehende Radiallinien (17) gebildet wird, wobei die Sektoren (18) digitalisierten Werten für eine Ausrichtungsänderungsrichtung und eine Ausrichtungsänderungsgeschwindigkeit entsprechen, und das Ändern der Ausrichtung der Anzieleinrichtung (5) mit der dem jeweiligen Sektor zugeordneten

Ausrichtungsänderungsrichtung und Ausrichtungsän- derungsgeschwindigkeit solange vollzogen wird, wie einer der innerhalb dieses Sektors liegenden Displaypunkte

markiert wird, und die Ausrichtungsänderungsrichtung und Ausrichtungsänderungsgeschwindigkeit entsprechend geändert wird, sobald ein innerhalb eines anderen Sektors liegender Displaypunkt markiert wird, nämlich auf die dem anderen Sektor entsprechende Ausrichtungsänderungsrichtung bzw. Ausrichtungsänderungsgeschwindigkeit .

15. Computerprogrammprodukt mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger gespeichert ist, zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 9 bis 14,

insbesondere wenn das Programm auf einer als

Auswertemittel des Vermessungsgeräts (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildeten elektronischen

Datenverarbeitungseinheit ausgeführt wird.