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1. WO2020136031 - METHOD FOR PRODUCING A FLUID CONDUIT, AND CORRESPONDING FLUID CONDUIT

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BESCHREIBUNG

Verfahren zum Herstellen einer Fluidleitung sowie entsprechende Fluidleitung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Fluidleitung, die einen Grundkörper mit wenigstens einer aus Kunststoff bestehenden Schicht aufweist. Die Erfindung betrifft weiter hin eine Fluidleitung.

Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift DE 20 2011 109 257 Ul bekannt. Diese beschreibt eine Anordnung mit zumindest einer gebogenen flexiblen Medienleitung, wobei zum Verhindern eines Rückformens einer der flexiblen Medienleitung eingegebenen Biegeform zumindest ein Mittel zur Formstabilisierung vorgesehen ist, wobei das Mittel zur Formstabilisie-rung während des Biegeformens oder nach dem Biegeformen der Medienleitung die Form an nimmt und durch Energietransfer beibehält.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen einer Fluidleitung vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Verfahren Vorteile aufweist, insbesondere dem Herstellen einer gegenüber äußeren Einflüssen besonders geschützten Fluidleitung dient.

Dies wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Herstellen einer Fluidleitung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass auf den Grundkörper eine Scheuer schütz Schicht aus thermoplastischem Polyurethan durch Extrudieren aufgebracht wird.

Die Fluidleitung dient dem Transportieren eines Fluids, insbesondere eines flüssigen oder gas förmigen Fluids. Die Fluidleitung wird beispielsweise im Kraftfahrzeugbereich eingesetzt und kann entsprechend einen Bestandteil eines Kraftfahrzeugs darstellen. Vorzugsweise dient die Fluidleitung als Kraftstoffleitung und somit dem Zuführen eines Kraftstoffs zu einem Antriebs aggregat des Kraftfahrzeugs. Die Fluidleitung ist jedoch grundsätzlich universell anwendbar. Beispielsweise kann sie auch in Form einer Unterdruckleitung, insbesondere einer Bremsunter-druckleitung, einer BlowBy-Feitung, einer Hydraulikleitung, einer Kühlwasserleitung, einer Kurbelgehäuseentlüftungsleitung oder einer Aktivkohlefilterregenerationsleitung vorliegen.

Die Fluidleitung weist den Grundkörper auf, der wiederum über die wenigstens eine Schicht verfügt. Der Grundkörper kann einschichtig ausgestaltet sein und insoweit lediglich eine einzige Schicht aufweisen. Alternativ ist der Grundkörper mehrschichtig und verfügt entsprechend über mehrere Schichten. Die Schicht beziehungsweise die Schichten bestehen aus Kunststoff. Liegen mehrere Schichten vor, so besteht wenigstens eine der Schichten aus Kunststoff, vorzugsweise jedoch mehrere oder sogar alle. Der Kunststoff kann grundsätzlich beliebig gewählt werden.

Häufig wird die Fluidleitung in einem Bauraum eingesetzt, in welchem es zu einem Berührkon takt der Fluidleitung mit einem anderen Bauteil kommen kann. Dies ist insbesondere der Fall, falls die Fluidleitung in einem Motorraum eines Kraftfahrzeugs eingesetzt wird. Der Bauraum in einem solchen Motorraum wird durch die zunehmende Komplexität der Aggregate in Kombina tion mit höheren Sicherheits- und Komfortforderungen immer enger. Dies betrifft vor allem Flu idleitungen, die oft auch im Zuge einer zunehmenden Variantenvielfalt der Kraftfahrzeuge um sich ändernde Bauteile herum angeordnet werden müssen. Die üblichen Konstruktionsrichtlinien für derartige Fluidleitungen, die einen allseitigen Mindestfreigang zu benachbarten Elementen aufgrund von Bauteil-, Kontur- und Einbautoleranzen und nicht zuletzt zum Ausgleich von Be wegungen des Kraftfahrzeugs sowie Verformungen aufgrund von Wärmedehnungen und/oder Dehnungen aufgrund von Innendrücken vorsehen, können teilweise nicht mehr eingehalten wer den.

Dies führt dazu, dass mit Kontaktstellen der Fluidleitung zu einem oder mehreren Bauteilen ge rechnet werden muss. Somit liegt ein statischer oder dynamischer Kontakt der Fluidleitung mit dem Bauteil vor. Dieser darf jedoch über die Lebensdauer des Kraftahrzeugs hinweg nicht dazu führen, dass die Fluidleitung durch Abrieb oder andere Beschädigungen undicht wird oder sogar birst. Somit sind für die Fluidleitung konkrete Maßnahmen für einen Scheuerschutz zu treffen. Beispielsweise kann es hierbei vorgesehen sein, dass ein Scheuerschutzelement formschlüssig und/oder kraftschlüssig an dem Grundkörper angeordnet wird. Dies ist jedoch aufwendig, weil einerseits das Scheuerschutzelement separat von der Fluidleitung hergestellt wird und zum ande ren nachfolgend an ihr angeordnet werden muss.

Aus diesem Grund ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Scheuerschutzschicht durch Extrudieren auf den Grundkörper aufgebracht wird. Das bedeutet, dass die Scheuerschutzschicht stoffschlüssig mit dem Grundkörper beziehungsweise der Außenschicht des Grundkörpers ver bunden wird. Als Extrudieren kann hierbei beispielsweise ein Aufextrudieren oder ein Coextru-dieren verwendet werden. Das Aufextrudieren der Scheuer schütz Schicht auf den Grundkörper erfolgt nach dem Ausbilden des Grundkörpers. Es wird also zunächst der Grundkörper herge stellt beziehungsweise ausgebildet, vorzugweise ebenfalls durch Extrudieren. Anschließend wird die Scheuer schütz Schicht auf den bereits ausgebildeten, insbesondere extrudierten, Grundkörper aufextrudiert. Die Scheuer schütz Schicht weist beispielsweise eine Schichtstärke von mindestens 0,1 mm bis höchstens 0,5 mm auf. Vorzugsweise beträgt sie mindestens 0,3 mm bis höchstens 0,5 mm.

Besonders bevorzugt wird die Scheuer schütz Schicht gleichzeitig mit dem Grundkörper ausgebil det und hierbei stoffschlüssig mit diesem verbunden. Hierzu kommt insbesondere das Coextru-dieren zum Einsatz, bei welchem sowohl der Grundkörper als auch die Scheuerschutzschicht gleichzeitig durch Extrudieren ausgebildet und aneinander befestigt werden. Das Extrudieren der Scheuer schütz Schicht erfolgt beispielsweise mithilfe eines Querkopfextruders, insbesondere ei nes dreizonigen Einschnecken-Extruders. Der Extruder verfügt vorzugsweise über ein Kompres sionsverhältnis von mindestens 2,5 und/oder ein L:D- Verhältnis von mindestens 20 bis höchs tens 40, insbesondere von mindestens 25 bis höchstens 30. Der Extruder ist vorzugsweise strö mungsgünstig gestaltet, um eine thermische Beschädigung des Materials, nämlich des Po lyurethans, in Totzonen zu vermeiden.

Die Scheuer schütz Schicht besteht aus dem thermoplastischen Polyurethan. Das thermoplastische Polyurethan gehört zu Produktklasse der thermoplastischen Elastomeren (TPE). Es kann in ver netzter oder unvernetzter Form eingesetzt werden. Die Eigenschaften des Polyurethans können in einem weiten Rahmen anwendungsspezifisch variiert werden. Je nach Vemetzungsgrad und/oder eingesetzter Isocyanat- oder OH- Komponente erhält man ein Duroplast, ein Thermo plast, ein Elastomer oder ein thermoplastisches Elastomer. Das thermoplastische Polyurethan, welches auch als TPU oder TPE-U bezeichnet werden kann, ist ein thermoplastisches Elastomer, also ein Kunststoff, der sich bei Raumtemperatur vergleichbar den klassischen Elastomeren ver hält, sich jedoch unter Wärmezufuhr plastisch verformen lässt und somit ein thermoplastisches Verhalten zeigt. Dies ist insbesondere für die Verarbeitung von großer Bedeutung.

Das thermoplastische Polyurethan kann extrudiert, spritzgeformt oder auch blasgeformt werden. Es ist ein Blockpolymer, das bedeutet, dass die Hartsegmente und die Weichsegmente in einem Molekül scharf voneinander getrennt sind. Das thermoplastische Polyurethan kann auf gute Hyd rolyseeigenschaften, Mineralölbeständigkeit, Wärmeformbeständigkeit, Kälteflexibilität, UV-und/oder Ozonstabilität und/oder Festigkeit eingestellt werden. Der E-Modul des thermoplasti schen Polyurethans wird vorzugsweise derart eingestellt, dass er zwischen Elastomeren und Po lyamiden liegt. Die Härte wird bevorzugt in einem Bereich von 60 Shore (A) bis 95 Shore (A) eingestellt. Damit ist eine Thermoverformbarkeit der Fluidleitung mit geringem Rückstellverhal- ten erzielbar. Die Glasübergangstemperatur des Polyurethans liegt vorzugsweise zwischen -30 °C und -40 °C. Hierdurch wird eine ausreichende Kälteflexibilität der Fluidleitung erzielt.

Das thermoplastische Polyurethan wirkt besonders bevorzugt schwingungsdämpfend, was sich positiv auf die Akustik der Fluidleitung während einer Durchströmung mit dem Fluid auswirkt. Das Polyurethan weist ebenso eine hohe Kälteschlagfestigkeit auf. Die Wärmeformbeständigkeit kann ebenso wie die Dauergebrauchstemperatur in einem weiten Bereich eingestellt werden. Die chemische Beständigkeit gegenüber im Automobilbereich verwendeten Medien sowie gegen Streusalz ist gut. Besonders bevorzugt ist die Abriebfestigkeit des thermoplastischen Po lyurethans durch Zugabe eines EVA-basierten Masterbatches weiter verbessert, wobei die Zudo-sierung besonders bevorzugt zwischen 1 % und 10 % liegt. Weiterhin kann es vorgesehen sein, einen Reibkoeffizient der Oberfläche des thermoplastischen Polyurethans durch wenigstens ein Additiv auf polymerer Basis zu senken.

Die Abriebfestigkeit der Fluidleitung kann weiterhin durch das Ausbilden einer Oberflächen struktur auf der Scheuerschutzschicht verbessert werden. Hierzu werden beispielsweise während des Extrudierens beziehungsweise durch das Extrudieren auf der Scheuerschutzschicht Längs streifen ausgebildet, die sich bezüglich einer Längsmittelachse der Fluidleitung in axialer Rich tung erstrecken, insbesondere durchgehend erstrecken. Zusätzlich oder alternativ können auf der Scheuer schütz Schicht Querstreifen oder eine Kreuzstruktur aus Längsstreifen und Querstreifen ausgebildet werden. Bevorzugt ist es vorgesehen, dass bei dem Extrudieren das thermoplastische Polyurethan in Form eines Granulats zugeführt wird. Zur Verbesserung der Extrudierbarkeit kann dem Granulat ein Gleitmittel beigemengt sein. Selbstverständlich ist es auch möglich, das thermoplastische Polyurethan vor dem Aufbringen zu färben. Hierzu wird beispielsweise das Granulat gefärbt beziehungsweise dem Granulat ein Farbbatch beigemengt.

Zur zusätzlichen Erhöhung der Sicherheit kann es vorgesehen sein, dass die Scheuerschutz schicht mit einer Flammschutzschicht versehen wird. Die Flammschutz Schicht liegt hierbei vor zugweise auf der dem Grundkörper abgewandten Seite der Scheuerschutzschicht vor, sodass die Flammschutz Schicht insoweit eine Außenschicht der Fluidleitung darstellt. Zusätzlich oder alter nativ kann es vorteilhafterweise vorgesehen sein, zwischen dem Grundkörper und der Scheuer schutzschicht eine Metallschicht anzuordnen, und/oder die Fluidleitung mit wenigstens einem Heizleiter zu versehen. Die Metallschicht dient beispielsweise zur Erhöhung einer Flammenbe ständigkeit der Fluidleitung. Die Metallschicht weist beispielsweise ein Metallgeflecht oder eine Metallfolie auf, die zwischen dem Grundkörper und der Scheuerschutzschicht angeordnet ist.

Die Metallschicht kann vor dem Extrudieren oder während des Extrudierens auf den Grundkör-per aufgebracht werden. Nach dem Extrudieren ist die Metallschicht von der Scheuerschutz schicht zuverlässig an dem Grundkörper gehalten.

Zusätzlich oder alternativ kann der Heizleiter an beziehungsweise in der Fluidleitung vorliegen. Beispielsweise ist der Heizleiter in dem Grundkörper eingebettet oder liegt zwischen dem Grundkörper und der Scheuer schütz Schicht vor. Der Heizleiter dient einem Beheizen der Fluid leitung mit elektrischer Energie. Insoweit ist in die Fluidleitung eine elektrische Heizung inte griert. Beispielweise kann mit einer solchen ein Erstarren des Fluids in der Fluidleitung unter bunden werden beziehungsweise ein erstarrtes Fluid wieder aufgetaut werden. Während es selbstverständlich vorgesehen sein kann, dass der Heizleiter nach dem Ausbilden der Fluidlei tung an dieser befestigt werden kann, ist dies jedoch aufgrund der dazu notwendigen manuellen Arbeit aufwendig und kostenträchtig. Aus diesem Grund wird der Heizleiter bevorzugt bei dem Extrudieren der Scheuerschutzschicht auf den Grundkörper aufgebracht. Beispielsweise wird der Heizleiter wendelförmlich in einer Schraubenlinie zugeführt. Die schraubenförmige Gestalt si chert eine gute Biegbarkeit der Fluidleitung auch nach einem Ablängen und dem Aufextrudieren der Scheuerschutzschicht.

Es ist ebenso möglich, dass die Scheuerschutzschicht mehrerer Teilschichten aufweist und der Heizleiter zwischen zweien dieser Teilschichten angeordnet beziehungsweise eingebettet wird. Nicht zuletzt in diesem Fall ist es möglich, einen unisolierten Heizleiter zu verwenden, weil das thermoplastische Polyurethan eine hinreichend gute elektrische Isolationswirkung aufweist. Bei spielsweise können mehrere Heizleiter, insbesondere unisolierte Heizleiter, beabstandet vonei nander, insbesondere parallel beabstandet voneinander, verwendet werden. Es ist auch möglich, den Heizleiter in die Metallschicht zu integrieren, um eine verbesserte Wärmeverteilung zu reali sieren. Beispielsweise wird hierbei der wenigstens eine Heizleiter in das Metallgeflecht eingebet tet, das auf den Grundkörper aufgesetzt wird. Anschließend wird die Scheuerschutzschicht auf den Grundkörper aufgebracht, welche insoweit die Metallschicht und den Heizleiter umschließt.

Mithilfe des Metallgeflechts kann eine sichere Abstandsführung von mehreren Heizleitern erzielt werden. Beispielsweise weist hierzu das Geflecht Poren mit einer bestimmten Porenweite auf. Die Poren erlauben eine lokale Haftung zwischen dem thermoplastischen Polyurethan und dem Grundrohr. Anstelle des Metallgeflechts kann auch ein Textilgeflecht verwendet werden, wel ches vorzugweise elektrisch isolierend ist. In diesem Fall kann der wenigstens eine Heizleiter wiederum unisoliert verwendet werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Heizleiter aus einem elektrisch leitfähigen Textilfaden besteht. Es kann zudem vorgesehen sein, an Ablängstellen der Fluidleitung ein Abmantelungshilfsmaterial zu verwenden. Es ist weiter denkbar, an den Ablängstellen eine Anschlussstelle des Heizleiters vorzusehen, insbesondere indem der Heizleiter in einer Schleife verlegt wird, sodass ein überschüssiger Bereich des Heiz leiters zur Herstellung einer Kontaktstelle zur Verfügung steht. Anstelle des Heizleiters kann grundsätzlich auch ein beliebiger elektrischer Leiter verwendet werden. Ein solcher kann bei spielsweise der Sensierung einer Anbindung der Fluidleitung an weitere Einrichtungen und/oder einer Undichtheit dienen.

Das für die Scheuerschutzschicht verwendete thermoplastische Polyurethan weist beispielsweise eine Dichte von mindestens 1,15 g/cm bis höchstens 1,6 g/cm , insbesondere von mindestens 1,20 g/cm bis höchstens 1,30 g/cm , auf. Zusätzlich oder alternativ weist das Polyurethan eine Härte nach Shore A von mindestens 85 bis höchstens 98 auf. Zusätzlich oder alternativ ist eine Zugfestigkeit von mindestens 26 bis höchstens 40 MPa vorgesehen. Der Abrieb beträgt beson-ders bevorzugt mindestens 35 mm bis 90 mm . Als Polyurethan kann beispielsweise Elasto-llan® verwendet werden, das in unterschiedlichen Typen von BASF vertrieben wird.

Das beschriebene Verfahren zum Herstellen der Fluidleitung führt zu einer integrierten Ausge staltung des Grundkörpers mit der Scheuerschutzschicht, durch welche eine besonders hohe Ab riebfestigkeit der Fluidleitung erzielt wird.

Beispielsweise weist der Grundkörper eine erste Schicht aus einem Fluorpolymer, eine unmittel bar auf die erste Schicht folgende zweite Schicht aus einem Polyamid und eine unmittelbar auf die zweite Schicht folgende dritte Schicht auf. Die genannten Schichten folgen jeweils unmittel bar aufeinander, sodass also die zweite Schicht unmittelbar an der ersten Schicht und die dritte Schicht unmittelbar an der zweiten Schicht anliegt. In anderen Worten ist die zweite Schicht zwischen der ersten Schicht und der dritten Schicht angeordnet und liegt einerseits an der ersten Schicht und andererseits an der dritten Schicht an. Vorzugweise ist die erste Schicht und/oder die zweite Schicht und/oder die dritte Schicht jeweils für sich genommen materialeinheitlich ausge staltet, sodass die jeweilige Schicht vollständig und durchgehend aus dem jeweils bezeichneten Material besteht.

Die erste Schicht der Fluidleitung kann zumindest teilweise, vorzugsweise jedoch vollständig, aus dem Fluorpolymer bestehen. Unter dem Fluorpolymer ist ein fluoriertes Polymer zu verste hen. Es zeichnet sich durch eine hohe Beständigkeit gegenüber Chemikalien und hohen Tempe-

raturen, in anderen Worten also durch eine hohe Chemikalienbeständigkeit und/oder über hohe Temperaturbeständigkeit aus. Das Fluorpolymer kann grundsätzlich beliebig ausgestaltet sein. Beispielsweise liegt es in Form von Ethylen-Tetrafluorethylen-Copolymer (ETFE), Polytetraflu orethylen (PTFE), Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Copolymer (FEP), Polychlortrifluo-rethylen (PCTFE) oder Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen (EFEP) vor. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die erste Schicht auch aus einem anderen Material bestehen kann.

Die zweite Schicht besteht aus Polyamid, beispielsweise aus PA6, PA612, PA6/66, PA616 oder einem teilaromatischen Polyamid. Unter dem teilaromatischen Polyamid ist ein teilweise kristal lines aromatisches Polyamid zu verstehen, welches auch als Polyphthalamid (PPA) bezeichnet werden kann. Das Polyamid kann zur Verbesserung seiner mechanischen Festigkeit verstärkt sein und hierzu einen Zusatzstoff oder eine Faserverstärkung aufweisen. Als Zusatzstoff kommt beispielsweise gemahlenes Glas beziehungsweise gemahlenes Siliziumdioxid zum Einsatz. Die Faserverstärkung liegt beispielsweise in Form einer Glasfaserverstärkung, einer Kohlenstofffa serverstärkung oder einer Aremidfaserverstärkung vor. Die zweite Schicht beziehungsweise das Polyamid kann jedoch auch verstärkungsfrei ausgestaltet sein.

Die dritte Schicht besteht beispielsweise wiederum aus einem Polyamid, insbesondere einem aliphatischen Polyamid, oder aus Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (auch als EVOH oder EVAL bezeichnet). Das Polyamid ist beispielsweise wiederum PA6, PA66, PA612, PA6/66, PA616 oder PPA. Unter dem Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer ist ein Copolymer zu verstehen, das formal aus den Monomeren Ethylen und Vinylalkohol aufgebaut ist. Das Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer ist ein preiswerter Sperrschichtwerkstoff mit guter Sperrwirkung gegenüber flüchti gen organischen Verbindungen. Das aliphatische Polyamid weist ein Monomer auf, das sich von aliphatischen Grundkörpern ableitet, beispielsweise aus einem Lactam, insbesondere einem Epsi lon-Caprolactam, oder aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure.

Es kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper ausschließlich aus den drei genannten Schichten besteht, sodass die erste Schicht als Innenschicht und die dritte Schicht als Außenschicht vor liegt. In diesem Fall dient also die erste Schicht der Führung eines Fluids in der Fluidleitung, wobei die hervorragende Beständigkeit des Fluorpolymers genutzt wird. Die beschriebene Fluid leitung, bestehend aus den drei Schichten, weist hervorragende Festigkeitseigenschaften, sowie eine hohe Beständigkeit auf. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, zusätzlich zu den bereits ge nannten drei Schichten wenigstens eine weitere Schicht der Fluidleitung zuzuschlagen. Bevor zugt stellt jedoch die erste Schicht stets die Innenschicht dar. An die erste Schicht schließen sich stets die zweite Schicht und die dritte Schicht an, wobei die zweite Schicht unmittelbar an die erste Schicht und die dritte Schicht unmittelbar an die zweite Schicht angrenzt.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Scheuerschutzschicht auf eine Au ßenschicht des Grundkörpers aufgebracht wird, die aus Polyamid, Polypropylen oder Polyphtha-lamid besteht. Beispielsweise besteht der Grundkörper insgesamt aus einem dieser Materialien oder weist eines dieser Materialien zumindest auf. Ist der Grundkörper mehrschichtig aufgebaut, so bildet die zuäußerst liegende der Schichten die Außenschicht. Eine derartige Ausgestaltung der Fluidleitung ist besonders widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Grundkörper vor und/oder bei dem Extrudieren und/oder die Fluidleitung nach dem Aufbringen gekühlt wird. Das Kühlen des Grundkörpers stellt sicher, dass während des Extrudierens der Scheuerschutzschicht eine For mänderung des Grundkörpers weitestgehend oder sogar vollständig vermieden wird. Hierdurch ist eine besonders hohe Formtreue der Fluidleitung erzielbar.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass bei dem Extrudieren das thermoplastische Po lyurethan abwechselnd mit einem anderen Stoff auf den Grundkörper aufgebracht wird. Das Abwechseln zwischen dem Polyurethan und dem anderen Stoff erfolgt vorzugsweise in Längs richtung der Fluidleitung, also in axialer Richtung bezüglich einer Längsmittelachse der Fluidlei tung. Der andere Stoff ist beispielsweise derart gewählt, dass er leichter von dem Grundkörper ablösbar ist als das Polyurethan. Insbesondere wird als anderer Stoff ein gummihaltiger Stoff verwendet. Dieser kann dieselbe Farbe aufweisen wie das Polyurethan oder eine andere Farbe. Der andere Stoff kann derart gewählt sein, dass er abwaschbar ist oder durch mechanische, ther mische oder chemische Behandlung von dem Grundkörper lösbar ist. Durch das Abwechseln der Aufbringung des Polyurethans und des anderen Stoffs werden ein Abmanteln der Fluidleitung und damit eine Installation der Fluidleitung deutlich vereinfacht.

Eine bevorzugte weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zwischen dem thermo plastischen Polyurethan und den Grundkörper ein Haftvermittler aufgebracht wird, insbesondere lediglich bereichsweise. Der Haftvermittler dient einer besseren Anhaftung des Polyurethans an dem Grundkörper. Der Haftvermittler kann bereichsweise entfallen, sodass an der Fluidleitung abwechselnd Bereiche mit Haftvermittler und ohne Haftvermittler vorliegen. Diese Bereiche wechseln sich vorzugsweise wiederum in axialer Richtung bezüglich der Längsmittelachse der Fluidleitung ab. Hierdurch wird wiederum ein einfaches Abmanteln der Fluidleitung realisiert.

Eine bevorzugte weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Fluidleitung nach dem Aufbringen der Scheuer schütz Schicht einer thermischen Nachbehandlung unterzogen wird, und/oder dass dem thermoplastischen Polyurethan vor dem Aufbringen ein Vemetzungsbe-schleuniger beigemengt wird. Nach dem Ausbilden der Scheuerschutzschicht auf den Grundkör-per wird sich über der Zeit eine Nachverletzung des Polyurethans ergeben. Hierbei nehmen die Härte, die Reißfestigkeit und die Verschleißfestigkeit weiter zu. Eine eventuelle Restklebenei-gung nimmt hingegen ab. Diese Nachvemetzung ist ein zeitlicher Prozess, der auch unter norma len Lagerbedingungen stattfindet, mit höheren Temperaturen jedoch beschleunigt werden kann.

Aus diesem Grund wird die Fluidleitung der thermischen Nachbehandlung unterzogen, insbe sondere zeitnah nach der Extrusion. Im Rahmen der thermischen Nachbehandlung wird die Flu idleitung beispielsweise auf mindestens 100 °C bis höchstens 180 °C, vorzugsweise mindestens 150 °C bis höchstens 170 °C erwärmt. Zusätzlich oder alternativ kann dem Polyurethan der Ver netzungsbeschleuniger beigemengt werden, der die beschriebene Nachvernetzung beschleunigt. Zusätzlich oder alternativ kann die Fluidleitung einer Behandlung mit UV-Strahlung unterzogen werden. Im Rahmen der Nachvemetzung kann ein Schrumpfen der Scheuer schütz Schicht auftre-ten, die die mechanische Anbindung an den Grundkörper weiter verbessert.

Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Scheuerschutzschicht aus meh reren Teilschichten ausgebildet wird, wobei die Teilschichten aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Hierauf wurde vorstehend bereits hingewiesen. Vorzugsweise bestehen die Teilschich ten jeweils aus Polyurethan, insbesondere aus unterschiedlichen Polyurethanen. Hierdurch kann insbesondere das Einbringen des Heizleiters und/oder der Metallschicht vereinfacht werden.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Scheuerschutzschicht wenigstens bereichs weise mit Lufteinschlüssen ausgebildet wird. Mithilfe der Lufteinschlüsse wird eine Wärmeleit fähigkeit der Scheuerschutzschicht reduziert, sodass insgesamt eine gute thermische Isolation der Fluidleitung erzielt wird. Die Lufteinschlüsse werden beispielsweise ausgebildet, falls die Fluid leitung als Kühlmittelleitung oder als Kraftstoffleitung ausgebildet ist. Das thermoplastische Po lyurethan weist bevorzugt von sich aus bereits eine recht geringe thermische Leitfähigkeit im Bereich von höchstens 0,19 W/(mK) bis höchstens 0,25 W/(mK) auf. Diese Leitfähigkeit wird durch die Lufteinschlüsse weiter verringert. Beispielsweise sind die Lufteinschlüsse stochastisch in dem Polyurethan verteilt. Dies kann beispielsweise durch ein Aufschäumen des Polyurethans erzielt werden. Das Aufschäumen erfolgt vorzugsweise bei dem Extrudieren der Scheuerschutz schicht.

Es kann im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass der Grundkörper vor dem Aufbringen mit einer Oberflächenstruktur versehen wird. Die Oberflä chenstruktur ist beispielsweise eine Wellstruktur, sodass der Grundkörper als gewählte Fluidlei tung vorliegt. Die wellenartige Struktur des Grundkörpers liegt dabei in axialer Richtung bezüg lich der Längsmittelachse der Fluidleitung vor, sodass sich also in axialer Richtung Bereiche mit größerem Durchmesser mit Bereichen mit kleinerem Durchmesser abwechseln. Auch andere Oberflächenstrukturen können selbstverständlich realisiert sein. Durch das Ausbilden der Ober flächenstruktur wird zum einen das Anhaften der Scheuerschutzschicht an dem Grundkörper verbessert. Zum anderen kann die Fluidleitung mit verbesserten Biegeeigenschaften versehen werden.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass zwischen dem Grundkörper und der Scheuer schütz Schicht und/oder in der Scheuerschutzschicht eine Zusatzschicht angeordnet wird, insbesondere bei dem Extrudieren. Die Zusatzschicht dient beispielsweise der Verbesserung des Scheuerschutzes und/oder der Flammenbeständigkeit. Zusätzlich kann mithilfe der Zusatzschicht eine Wärmeleitfähigkeit der Fluidleitung verbessert und/oder ein elektrischer Widerstand verrin gert werden. Beispielsweise sorgt die Zusatzschicht für eine gleichmäßige Temperaturverteilung bei einem Heizen der Fluidleitung mittels einer Heizeinrichtung, insbesondere eines Heizleiters, vor allem, falls die Zusatzschicht in Form einer Metallschicht vorliegt. Der Heizleiter kann in die Zusatzschicht integriert oder wärmeleitend mit ihr verbunden sein, insbesondere mit ihr in Be rührkontakt stehen. Die Zusatzschicht wird vorzugsweise während des Extrudierens der Scheuer schutzschicht aufgebracht. Beispielsweise wird sie bei dem Extrudieren auf den Grundkörper aufgebracht und mit der Scheuerschutzschicht durch das Extrudieren ummantelt. Die Scheuer schutzschicht deckt insoweit die Zusatzschicht vorzugsweise vollständig ab.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die Zusatzschicht in die Scheuerschutzschicht integriert wird. Hierbei wird bei dem Extrudieren die Scheuerschutzschicht derart ausgebildet und die Zu satzschicht derart angeordnet, dass die Zusatzschicht nachfolgend durch die Scheuerschutz schicht von dem Grundkörper beabstandet gehalten und von ihr abgedeckt ist. Die Zusatzschicht besteht beispielsweise aus wenigstens einem der nachfolgend genannten Metalle oder weist die ses zumindest auf: Aluminium, Kupfer, Eisen, Stahl und Zinn. Insoweit kann die Zusatzschicht auch als Metallschicht bezeichnet werden. Vorzugsweise besteht die Zusatzschicht aus lediglich einem einzigen der genannten Metalle oder weist dieses auf. Sie kann jedoch auch mehrere der Metalle aufweisen oder aus ihnen bestehen. Die Zusatzschicht kann ausschließlich aus dem Me-

tall bestehen. Zusätzlich oder alternativ zu dem Metall kann die Zusatzschicht jedoch auch ein anderes Material enthalten oder aus diesem bestehen, wobei als anderes Material beispielsweise ein Kunststoff oder dergleichen verwendet wird. Das andere Material kann ein textiles Material sein, also insbesondere aus wenigstens einer Naturfaser und/oder wenigstens einer Chemiefaser bestehen.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass als Zusatzschicht eine Folie oder ein Flächen gebilde, insbesondere ein Gewebe, Gewirke, Gestrick oder Geflecht, verwendet wird. Die Zu satzschicht kann auf unterschiedliche Art und Weise vorteilhaft ausgebildet sein. Beispielsweise liegt sie in Form einer Folie vor, ist also durchgehend ausgestaltet. Hierdurch werden eine be sonders gute Wärmeleitfähigkeit und ein besonders geringer elektrischer Widerstand der Fluid leitung erzielt. Die Folie führt jedoch zu einer vergleichsweise steifen Fluidleitung. Es kann da her vorgesehen sein, anstelle der Folie das Flächengebilde beziehungsweise textile Flächengebil de zu verwenden, welches aus Metall und/oder dem anderen Material besteht oder dieses zumin dest aufweist. Hinsichtlich des Materials der Zusatzschicht wird auf die weiteren Ausführungen im Rahmen dieser Beschreibung verwiesen.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Fluidleitung, insbesondere hergestellt gemäß dem Verfah ren gemäß den Ausführungen im Rahmen dieser Beschreibung, die einen Grundkörper mit we nigstens einer aus Grundstoff bestehenden Schicht aufweist. Dabei ist vorgesehen, dass auf den Grundkörper eine Scheuer schütz Schicht aus thermoplastischem Polyurethan durch Extrudieren aufgebracht ist.

Auf die Vorteile einer derartigen Ausgestaltung der Fluidleitung beziehungsweise eine derarti gen Vorgehensweise wurde bereits hingewiesen. Sowohl die Fluidleitung als auch das Verfahren zu ihrem Herstellen können gemäß den Ausführungen im Rahmen dieser Beschreibung weiter gebildet sein, sodass insoweit auf diese verwiesen wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispie le näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt:

Figur 1 eine schematische Schnittdarstellung durch eine Fluidleitung,

Figur 2 eine schematische Fängs Schnittdarstellung durch die Fluidleitung in

einer ersten Ausführungsform,

Figur 3 eine schematische Längsschnittdarstellung der Fluidleitung in einer

zweiten Ausführungsform, sowie

Figur 4 eine schematische Längsschnittdarstellung der Fluidleitung in einer

dritten Ausführungsform.

Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Fluidleitung 1, die aus einem Mehr schichtverbund 2 besteht. Der Mehrschichtverbund 2 umgreift zur Ausbildung eines Fluidströ mungsraums 3 der Fluidleitung 1 eine Längsmittelachse 4 der Fluidleitung 1 in Umfang srichtung vollständig. Im Querschnitt gesehen besteht der Mehrschichtverbund 2 aus einer ersten Schicht

5, einer zweiten Schicht 6, einer dritten Schicht 7 sowie einer vierten Schicht 8. Die Schichten 5,

6, 7 und 8 bilden einen Grundkörper der Fluidleitung 1. Auf den Grundkörper ist eine Scheuer schutzschicht 9 aufgebracht. Jede der Schichten 5, 6, 7 und 8 ist in Umfangsrichtung durchge hend ausgebildet und weist bevorzugt in Umfangsrichtung eine konstante Wandstärke auf. Dies kann zudem ebenfalls für die Scheuerschutzschicht 9 gelten.

In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die erste Schicht 5 aus einem Fluorpoly mer, die zweite Schicht 6 aus einem Polyamid, die dritte Schicht 7 aus einem Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer und die vierte Schicht 8 wiederum aus einer Polyamid. Grundsätzlich können die Wandstärken der hier dargestellten Schichten 5, 6, 7 und 8 identisch sein. Bevorzugt weisen die Wandstärke der Schichten 5, 6, 7 und 8 in radialer Richtung nach außen ausgehend von der ersten Schicht 5 zumindest für einige der aufeinanderfolgenden Schichten zu. Die Scheuer schütz Schicht 9 besteht in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel aus thermoplasti schem Polyurethan. Sie ist zudem durch Extrudieren auf den Grundkörper aufgebracht. Hier durch wird eine besonders einfache Herstellung der Fluidleitung 1 und ein zuverlässiger Halt der Scheuer schütz Schicht 9 an dem Grundkörper erzielt.

Die Figur 2 zeigt eine schematische Längsschnittdarstellung der Fluidleitung 1. Angedeutet ist lediglich der Grundkörper, welcher aus Schichten 5, 6, 7 und 8 besteht. Auf diesen ist die Scheu erschutzschicht 9 aufgebracht. Es wird deutlich, dass die Fluidleitung 1 in axialer Richtung be züglich der Längsmittelachse 4 Bereiche 10 sowie Bereiche 11 aufweist, die sich in axialer Rich tung abwechseln. In den Bereichen 10 besteht die Scheuerschutzschicht 9 aus dem thermoplasti schen Polyurethan. In den Bereichen 11 hingegen ist sie aus einem anderen Material ausgebildet, beispielsweise aus einem gummiartigen Material. Dieses andere Material ist vorzugsweise derart gewählt, dass es leichter von dem Grundkörper lösbar ist als das thermoplastische Polyurethan.

Die Figur 3 zeigt eine weitere Längsschnittdarstellung der Fluidleitung 1 in schematische Form. Wiederum liegen die Bereiche 10 und die Bereiche 11 vor. Es ist nun vorgesehen, dass in den Bereichen 10 zwischen der Scheuerschutzschicht 9 und dem Grundkörper ein Haftvermittler 12 vorliegt. Dies ist in den Bereichen 11 nicht der Fall. In diesem ist das thermoplastische Po-lyurethan haftvermittellos auf den Grundkörper aufgebracht. Hierdurch wird ein Abmanteln der Fluidleitung 1, also ein Entfernen der Scheuerschutzschicht 9, in den Bereichen 11 erleichtert. In anderen Worten haftet die Scheuerschutzschicht 9 in den Bereichen 10 stärker an dem Grund körper als in den Bereichen 11.

Die Figur 4 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Fluidleitung 1 im schematischen Längsschnitt. Es ist erkennbar, dass der Grundkörper eine Oberflächenstruktur 13 aufweist, auf welche die Scheuerschutzschicht 9 aufgebracht wird. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel setzt sich die Oberflächenstruktur 13 aus in axialer Richtung voneinander beabstandeten Stegen 14 zusammen, von welchen hier lediglich einige beispielhaft angedeutet sind. Durch die Stege 14 ist der Grundkörper nach Art eines Währrohrs ausgebildet. Die Verwendung der Oberflächenstruk-tur 13 verbessert ein mechanisches anhaften der Scheuerschutzschicht 9 an dem Grundkörper.