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1. WO1997029983 - APRON CONVEYOR

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[ DE ]

Kurvenbandförderer

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Kurvenbandförderer gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1 sowie in einer weiteren Ausführungsform gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 10.

Derartige Kurvenbandförderer sind geeignet, um im wesentlichen gerade und winklig zueinander ausgerichtete Abschnitte von Förderern zu verbinden. Diese
Kurvenbandförderer bestehen im wesentlichen aus einem Paar konisch geformter Umlenkrollen, die am Anfang und Ende des Kurven bandförderers angeordnet sind, und einem um diese Umlenkrollen geführten endlos umlaufenden Band. Das Band weist quer zur Förderrichtung gesehen an der inneren Seite des Kurvenbandförderers eine geringere Länge als an seiner äußeren Seite auf. Die Umlenkrollen und das Band sind in einem Rahmen gelagert, der quer zur Förderrichtung und in Radialrichtung verlaufende sowie voneinander beabstandete Träger aufweist. Die Träger sind über horizontal sowie in Förderrichtung verlaufende Verbindungsträger untereinander befestigt, wodurch eine ebene Tragfläche für das obere Trum des umlaufendes Bandes gebildet wird. Dieses Band wird im Betrieb, insbesondere wenn das Band von gefördertem Stückgut belastet ist, von einer zum Kurveninneren gerichten Radialkraft beaufschlagt, die das Band nach innen von den Umlenkrollen und somit von dem Rahmen herunterziehen würde Daher sind Mittel vorgesehen, um das Band auf den Umlenkrollen des Kurvenbandförderers zu halten.

Aus dem US-Patent 4,955,466 ist ein Kurvenbandförderer bekannt, dessen Band an der kurvenäußeren Seite einen wulstartigen Randbreich aufweist, der zwischen oberen und unteren Rollen gehalten wird. Die Rollen sind derartig winklig gelagert, daß diese den Randbereich an seiner nach innen und in Richtung der jeweiligen Oberfläche der Bänder geneigten Seite führen. Dieser Randbereich neigt bei hohen Umlaufgeschwindigkeiten des Bandes dazu, sich zu verwinden und abzuplatten, so daß das Band nicht ausreichend in der Vertikalrichtung geführt ist.

Des weiteren ist aus dem US-Patent 5,332,082 ein Kurvenbandförderer bekannt, der eine Vielzahl an der kurvenäußeren Seite des Bandes befestigte Rollenelemente aufweist. Die Rollenelemente laufen an einer Führungsfläche ab, die einen in
Förderrichtung verlaufenden Schlitz aufweist, durch den die kurvenäußere Seite des Bandes hindurchgeführt ist. Eine Vertikalbewegung des oberen Trums des Bandes wird bei diesem Kurvenbandförderer durch die Rollenelemente nicht verhindert. Das Band ist vielmehr frei, um sich von dem horizontalverlaufenden Tragelement (32) abzuheben, bis es an dem freien Ende der geschlitzen Führungsfläche schleift. Diese Art der Führung kann zu einem erhöhten Verschleiß und einer Verringerung der Lebensdauer des Bandes führen.

Um diese vorbeschriebenen Probleme des Sichabhebens des Bandes von seiner

Tragfläche zu verhindern, sind Kurvenbandförderer mit zwei Gruppen von
Rollelementen bekannt, wovon die eine Gruppe das Herabrutschen des Förderers in Radialrichtung von der Tragfläche und die andere Gruppe das Abheben des Bandes von der Tragfläche verhindert. Derartige Kurvenbandförderer sind beispielsweise in dem deutschen Patent DE 41 13 051 C2 beschrieben. Die für die zwei Gruppen von

Rollenelementen erforderliche Führung besteht im wesentlichen aus den
Führungsschienen für die Rollenlemente und ist konstruktiv aufwendig gestaltet sowie führt zu einer Erhöhung der Bauhöhe des Kurvenbandförderers. Darüber hinaus wird hierdurch der Abstand zwischen dem Kurvenbandförderer und den angrenzenden geraden Förderabschnitten vergrößert, da ausreichend Raum für die Rollelemente und die Führungsschienen vorhanden sein muß. Die Vergrößerung der Abstände zwischen den aneinander angrenzenden Förderern hat jedoch den Nachteil, daß kleineres Stückgut zwischen die Förderer fallen bzw. zwischen diesen eingeklemmt werden kann. Darüber hinaus führt die große Anzahl der erforderlichen Rollelemente zu einem deutlichen Anstieg der Betriebsgeräusche des Kurvenbandförderers.

Außerdem neigen die bekannten Kurvenbandförderer dazu, geringe Zeiten der Verfügbarkeit aufzuweisen, da die Wartung schwierig und zeitraubend ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Ersatz des Bandes erforderlich ist, der zumeist den Ausbau des gesamten Kurvenbandförderers erfordert. Nach dem Wiedereinbau dieses Kurvenbandförderers sind zusätzlich schwierige Ausrichtarbeiten mit den
angrenzenden Förderern erforderlich, so daß dieses zu einer Erhöhung der
Ausfallzeiten der Förderer führt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kurvenbandförderer zu schaffen, der

Mittel zum Verhindern des Abhebens des Bandes von der Tragfläche des Förderers aufweist, wobei der Abstand zwischen den aneinander angrenzenden Bandförderern und die Bauhöhe der Kurvenbandförderer minimiert sowie gleichzeitig das
Betriebsgeräusch des Förderers reduziert werden soll. Darüber hinaus besteht ein Bedarf für einen Kurvenbandförderer, dessen Band einfach zu montieren und ersetzen ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Kurvenbandförderer mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Eine weitere Lösung für diese Aufgabe ist durch einen Kurvenbandförderer mit den Merkmalen des Anspruches 10 gegeben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen dieser beiden Ausführungsformen der
Kurvenbandförderer sind in den Unteransprüchen 2 bis 9 sowie 11 bis 27 angegeben.

Die vorliegende Erfindung stellt einen Kurvenbandförderer zur Verfügung, der eine äußerst geräuscharme Betriebsweise ermöglicht, wobei gleichzeitig der Abstand zwischen den aneinander angrenzenden Förderern minimiert wird und der Förderer leicht zu warten ist.

Des weiteren ist das endlose Band vom Gewicht her leichter sowie einfacher zu handhaben. Auch ist das Auswechseln des Bandes schnell und einfach möglich, und hierbei müssen nur wenige Bauteile des Kurvenbandförderers demontiert werden.

Erfindungsgemäß weisen die Kurvenbandförderer einen Tragrahmen mit ortsfest angeordneten ersten und zweiten vertikal ausgerichten sowie ersten und zweiten horizontal ausgerichteten Führungsflächen auf. Von diesem Tragrahmen wird das Band endlos umlaufend geführt und abgestützt. Das endlose Band weist Mittel zur Führung des Bandes entlang der vertikalen Führungsflächen auf, um das endlose Band an einem seitlichen Abgleiten von dem Tragrahmen des Kurvenbandförderers zu hindern. Des weiteren ist ein länglicher Streifen aus flexiblem und reibungsarmem Werkstoff an dem endlosen Band befestigt, um über eine Abstützung an den horizontalen Führungsflächen eine Vertikalbewegung des endlosen Bandes zu verhindern.

Vorzugsweise ist der längliche Streifen des reibungsarmen und flexiblen Werkstoffes als technischer Filz ausgebildet und auf der Oberfläche des Bandes befestigt. Als

Mittel zum Führen des Bandes an dem Tragrahmen des Kurvenbandförderers sind Rollenelemente vorgesehen.

Hervorzuheben ist, daß der Tragrahmen T-förmig ausgebildete Anschlußelemente aufweist, an dem die vertikalen und horizontalen Führungsflächen angeordnet sind. An dem Anschlußelement ist freitragend ein Querträger befestigt, von dem das endlose Band getragen wird. Das Anschlußelement weist einen horizontal ausgerichteten zentralen Steg und einen vertikalen oberen und unteren Flanschteil auf. An dem Steg des Anschlußelements ist eine Schiene aus einem Flachprofil angeordnet, die sich ausgehend von dem Steg nach oben und unten erstreckt, um die vertikalen
Führungsflächen zur Verfügung zu stellen. An den Enden Der Flanschteile sind jeweils weitere Schienen befestigt, die sich parallel zu dem Steg erstrecken und die horizontalen Führungsflächen bilden. Hierdurch ist eine besonders kompakte
Bauweise des Führungsteils des Tragrahmens möglich.

Des weiteren ist das endlose Band in Draufsicht gesehen in Form eines
Kreisringabschnitts ausgebildet, dessen Innenseite entsprechenderweise eine geringere Länge als die Außenseite aufweist. An der in Radialrichtung gesehen äußeren Seite des endlosen Bandes sind eine Vielzahl von in Förderrichtung gesehen voneinander beabstandet angeordneten Führungselementen angeordnet, um das Band an einem Abgleiten von dem Tragrahmen zu hindern. Die Führungsmittel sind vorzugsweise als Rollenelemente ausgebildet, die an den im wesentlichen vertikal ausgerichteten Führungsflächen des Tragrahmens ablaufen.

Ferner ist vorteilhafterweise vorgesehen, an dem Anschlußelement einerseits einen senkrechten Ständer zu befestigen und andererseits auch eine Tragfläche für das Band anzuordnen, auf der dieses gleitet. Des weiteren sind an dem Anschlußelement erste, zweite und dritte Führungsflächen befestigt. Um das Band auf der gekrümmten Bahn des Kurvenbandförderers zu führen, sind eine Vielzahl von Führungselementen vorgesehen, die an dem endlosen Band angeordnet sind. Eine erste Gruppe von Führungselementen ist derart an dem Band angeordnet, daß sie an der als Schiene ausgebildeten ersten Führungsfläche abrollen. Um das Band an dem zweiten und dritten, ebenfalls als Schiene ausgebildeten Führungsflächen zu führen, sind die Führungsmittel als längliche Streifen aus reibungsarmem und flexiblem Material ausgebildet, die an dem endlosen Band befestigt sind.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist mindestens ein Führungsmittel vorgesehen, das an der ebenfalls in Radialrichtung gesehen äußeren Seite des Bandes angeordnet ist und an den oberen und unteren im wesentlichen horizontal verlaufenden Führungsflächen abläuft, um die Vertikalbewegung des Bandes zu verhindern.

Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung der Führungsmittel als Rollenelemente, die Laufflächen aus Polymerkunststoff aufweisen. Die Führungsflächen sind dann vorzugszweise aus Metall hergestellt. Für den Fall, daß die Führungsmittel als flexibler und reibungsarmer Streifen ausgebildet sind, wird das endlose Band über die
Gleitreibung zwischen dem Streifen und den horizontalen Führungsflächen von einem Abheben von dem Querträger gehindert.

Diese und andere Bestandteile, Vorteile und Merkmale der Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Kurvenbandförderer,

Fig. 2 eine Ansicht von Fig. 1 entlang der Schnittlinie II - II,

Fig. 3 die Fig. 2, wobei das Band entfernt ist,

Fig. 4 eine Ansicht von Fig. 3 entlang der Schnittlinie IV - IV,

Fig. 5 eine Ausschnittsvergrößerung von Fig. 2 aus dem Bereich der Führung des Bandes, Fig. 6 eine Ansicht gemäß Fig. 2 in einer anderen Ausführungsform der
Führung für das Band und

Fig. 7 eine Ausschnittsvergrößerung von Fig. 6.

Die Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Kurvenbandförderer 10,110 mit einem endlosen Band 12,112 das endlos umlaufend um eine angetriebene Umlenkrolle 14, 1 14 und eine freilaufende Umlenkrolle 16,116 geführt ist. Die Umlenkrollen
14, 16, 1 14, 116 sind jeweils am Anfang und Ende des Kurvenbandförderers 10,110 angeordnet. Bedingt durch die Kurvenform des Kurvenbandförderers 10,110 weist das endlose Band 12,112 in der Draufsicht gesehen die Form eines Kreisringabschnittes auf, wobei in Radialrichtung gesehen der Rand 13 an der Innenseite 26,126 des Förderers 10,110 eine geringere Länge als der Rand des Bandes 12, 112 an der Außenseite 22,122 aufweist. Das endlose Band 12,112 ist vorzugsweise einteilig und endlos umlaufend ausgebildet. Es ist auch möglich, ein endloses Band 12,112 aus einem endlichen Bandabschnitt zu bilden, wobei die Enden des Bandes 12,112 mechanisch über gelenkige Verbindungsmittel miteinander verbunden werden. Des weiteren kann das Band 12, 112 auch aus mehreren kreisringförmigen Abschnitten von Bandelementen bestehen, die zu einem endlos umlaufenden Band zusammengefügt werden. Die Umlenkrollen 14,16,114 und 1 16 sind konisch ausgebildet und treiben das endlose Band 12,112 über seine gesamte Breite reibschlüssig an. Hierfür wird das Band 12,1 12 zwischen den beiden Umlenkrollen 14,16,1 14 und 1 16 gespannt. Die Umlenkrollen 14,16,114 und 116 sowie das endlose Band 12,112 werden von einem Tragrahmen 18,1 18 aufgenommen.

Der Tragrahmen 18,118 weist an der Außenseite 22,122 vertikale Ständer 20,120 zur Abstützung des Kurvenbandförderers 10,110 auf dem Boden auf und Querträger 24,124, die sich freitragend ausgehend von dem Ständer 20,120 horizontal erstrecken (s. Fig. 3). Die freitragende Ausbildung des Querträgers 24,124 ist bevorzugt, wenn das endlose Band 12,112 einteilig und somit endlos ausgebildet ist, da hier ein

Auswechseln des Bandes nur durch ein seitliches Abschieben des Bandes 12,112 insgesamt von den Querträgern 24,124 möglich ist. Sollte das Band 12,112 teilbar ausgebildet sein, kann dieses auch von einem nicht freitragend ausgebildeten
Querträger 24,124 leicht ausgewechselt werden.

Der freitragende Querträger 24 ist über eine Vielzahl von Anschlußelementen 28,128 an den vertikalen Ständern 20,120 befestigt, wobei die Anschlußelemente 28,128 jeweils voneinander beabstandet entlang der in Radialrichtung des
Kurvenbandförderers 10,110 gesehen äußeren Seite 22,122 angeordnet sind. Die Querträger 24 sind vorzugsweise als fachwerkartig und somit versteifte Tragelemente

30,130 ausgebildet sind, die im wesentlichen aus einer ebenen Tragfläche 32,132 besteht, die sich unterhalb des gesamten Obertrums des endlosen Bandes 12,112 erstreckt. Diese Tragfläche 32,132 wird über Verstrebungen 36,136 von quer zur Förderrichtung verlaufenden Profilen 34,134 getragen, die unterhalb der Tragfläche 32,132 verlaufen. Die Verstrebungen 36,136 sind jeweils mit einem Ende an dem Profil

34,134 und mit dem anderen Ende an der Tragfläche 32,132 angeschweißt sind (s. Figur 4). Die in Radialarichtung des Kurvenbandförderers 10,110 gesehen inneren Enden der Tragfläche 32,132 und jedes Profils 34,134 sind mit einem
Abschlußelement 27,127 verschweißt. An der gegenüberiiegenden Außenseite 22,122 ist jedes Profil 34,134 jeweils verwindungssteif an dem zugeordneten
Anschlußelement 28,128 über nicht in der Zeichnung dargestellte Befestigungsmittel verbunden, die sich von außen durch das Anschlußelement 28,128 über eine hierin angeordnete Öffnung 38,138 erstrecken. Auf der Außenseite 22,122 des
Kurvenbandförderers 10,110 ist die Tragfläche 32,132 verwindungssteif über eine plattenförmige Schiene 40,140 mit dem Anschlußelement 28,128 verbunden. Die

Schiene 40, 140 erstreckt sich hierbei über die gesamte Länge des
Kurvenbandförderers 10,110. Durch die verwindungssteife Verbindung der Profile 34,134 und der Tragfläche 32,132 an einem Ende mit den Verbindungselementen 28,128 und an dem anderen Ende an dem Abschlußelement 27,127 in Verbindung mit der fachwerkartigen Aussteifung über die Verbindungselemente 36 wird ein sehr steifes Tragelement 30,130 geschaffen, über das in freitragender Weise die durch die Förderung des Stückguts hervorgerufenen Belastungen aufnehmbar sind. Eine zusätzliche Versteifung kann durch die Verwendung einer erhöhten Anzahl von
Versteifungselementen 36,136 erreicht werden. Grundsätzlich ist es möglich, die Tragfläche 32,132 für das Band 12,112 auch durch andere Tragmittel, die nicht freitragend ausgebildet sind, zu stützen.

Jedes Anschlußelement 28,128 weist einen T-förmigen Querschnitt auf mit einem zentralen Steg 39a, 139a und Flanschteile 39b, 139b. An dem freien Ende des im wesentlichen horizontalverlaufenden Steges 39a, 139a ist eine erste plattenförmig ausgebildete Schiene 40 befestigt, die eine erste Führungsfläche mit oberen und unteren und im wesentlichen vertikal ausgerichteten Führungsflächen 40a und 40b bildet. Diese beiden Führungsflächen 40a und 40b verlaufen entlang der gesamten Länge der Außenseite 22 des Kurvenbandförderers 10. Des weiteren sind zweite und dritte Führungsflächen in Form von Schienen 41,142 vorgesehen, die an den oberen und unteren Enden des jeweiligen oberen und unteren sowie vertikal verlaufenden Flanschteils 38b befestigt sind. Hierdurch werden obere und untere sowie im
wesentlichen horizontal verlaufende Führungsflächen 41a und 42a gebildet, die sich in Radialrichtung gesehen ausgehend von den Flanschteilen 38b nach innen in Richtung des Kurvenbandförderers 10 sowie horizontal erstrecken.

Um den endlosen Gurt 12 entlang des kurvenförmigen Verlaufes des
Kurvenbandförderers 10 zu führen, sind erste und zweite Gruppen von
Führungselementen 46 und 47 in Form von Rollenelemeπten vorgesehen, die an der in Radialrichtung des Bandes 12 gesehen äußeren Seite des Bandes angeordnet und in

Förderrichtung gesehen voneinander beabstandet sind. Jedes erste Rollenelement 46 weist eine Rolle 54 auf, die über eine Achse 55 an dem Band 12 befestigt ist. Die Achse 55 erstreckt sich hierbei im wesentlichen rechtwinklig zu der Unterseite 12a des Obertrums des Bandes 12 und ist über nicht dargestellte Befestigungsmittel hieran angeordnet. Die Rollen 54 laufen in den oberen und unteren Führungsflächen 40a und 40b ab, wenn das Obertrum des Bandes 12 des Kurvenbandförderers entlang seiner gekrümmten Bahn bewegt wird. Den Figuren 2 und 5 ist zu entnehmen, daß die Rollen 54 an dem Teil des Gurtes 12 angeordnet sind, die dem Querträger 30 zugeordnet sind, und somit auf der Innenseite des endlos umlaufenden Bandes 12.

Jedes Führungselement 47 der zweiten Gruppe weist ebenfalls eine Rolle 56 auf, die wiederum um eine Achse 57 drehbar gelagert ist, die in einem L-förmigen
Befestigungswinkel 58 gelagert ist. Der lange Schenkel des Befestigungswinkels 58 ist auf der Oberseite 12b des Bandes 12 über nicht dargestellte Befestigungsmittel angeordnet und ist derart an dem Band 12 befestigt, daß die Rolle 56 mit ihrer
Lauffläche horizontal ausgerichtet ist (s. Figur 5), um an den ebenfalls horizontal ausgerichteten oberen und unteren Führungsflächen 41a und 42a ablaufen zu können. Hierbei läuft die obere Rolle 56 am Obertrum an der Unterseite der Schiene 41 und die untere Rolle 56 am Untertrum an der Oberseite der Schiene 42 ab.
Entsprechenderweise wie die Rollen 54 sind die Rollen 56 derart an dem Band 12 befestigt, daß sie - quer und horizontal zur Förderrichtung gesehen - innerhalb der von dem Band 12 gebildeten Außenkontur angeordnet sind. Die Berührungsebene der Rolle 56 und der Führungsfläche 41a liegt etwa in einer horizontalen Ebene mit dem Obertrum des Bandes 12.

Die horizontalen und die vertikalen Führungsflächen 40a,40b,41a und 42a sind mit Führungsschienen 62,64 versehen, die über Verbindungselemente 66 an den
Schienen 40,41 ,42 befestigt sind. In dem Ausführungsbeispiel weisen die Rollen 54 und 56 Laufflächen in Form von Reifen auf, die aus Kunststoff oder Polymeren, wie z.B. Urethan, hergestellt sind. Die Führungsschienen 62,64 sind hierbei aus Metall, vorzugsweise aus Stahl, hergestellt. Alternativ ist es möglich, die Rollen 54 und 56 mit Laufflächen aus Metall, vorzugsweise aus Stahl, und die Führungsschienen 62 und 64 aus Kunststoff oder Polymeren, wie z.B. Urethan, herzustellen. Diese bevorzugte Kombination eines Kunststoff-Metallkontaktes zwischen den Rollen 54 und 56 sowie den Führungsschienen 62 und 64 führt zu einer Reduzierung der Lärmentwicklung des Kurvenbandförderers 10.

Die Führungsschienen 62 und 64 sind vorzugsweise auswechselbar und in diesem Zusammenhang die Verbindungselemente 66 als Klettverschlüsse ausgebildet, wie sie z.B. unter dem Warenzeichen Velcro® vertrieben werden. Hierdurch wird ein schneller

Austausch der Führungsschienen 62 und 64 ermöglicht.

Um das Band 12 austauschen zu können, braucht nur ein einziges Bauteil, und zwar die plattenförmige Schiene 40, entfernt zu werden, wodurch die Rollenelemente 46 und 47 von dem Anschlußelement 28 entfernt werden kann, so daß das Band 12 nach innen von dem Tragrahmen 18 heruntergezogen werden kann.

In den Figuren 6 und 7 ist eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der dort gezeigte Kurvenbandförderer 110 ist vom grundsätzlichen Aufbau her mit der zuvor beschriebenen Ausführungsform des Kurvenbandförderers 10 vergleichbar. Zur Vereinfachung wird auf die dort erfolgte Beschreibung verwiesen, wobei gleiche Bauteile dieser beiden Ausführungsformen mit gleichen Bezugsziffern in der Einer- und Zehnerstelle bezeichnet sind.

Diese Ausführungsform unterscheidet sich in der Art der Ausbildung der Führung des Bandes 12 an den horizontalen Führungsflächen 40. Hier ist anstatt der zuvor beschriebenen rollenden Führung über Führungsemente 47 eine gleitende Führung über Führungsmittel 148 vorgesehen. Diese Führungsmittel 148 sind als längliche Streifen eines reibungsarmen und flexiblen Werkstoffes ausgebildet. Vorzugsweise ist dieser Werkstoff ein technisches Filz, insbesondere ein NPF60-Band der Firma Bode-Leder-Beltech GmbH, Geesthacht/Deutschland. Der Streifen 148 ist auf die Oberseite des Bandes 112 und an dessen in Radialrichtung gesehen äußeren Seite mittels eines Klebstoffes, der vorzugsweise von der Herstellerfirma des Gurtes stammt, befestigt. Den Figuren 6 und 7 ist zu entnehmen, daß der Streifen 148 eine Vielzahl von in seiner Längsrichtung gesehen einander beabstandeten als Versenkbohrungen ausgebildeten Öffnungen aufweist, um Raum für die Befestigung der Achsen 155 für die Rollen 154 zur Verfügung zu stellen. Die Achsen 155 sind über Befestigungsmittel mit dem Band 112 verbunden, die von der Oberseite des Bandes her sich durch die Öffnung in dem Band 112 in Richtung der Achsen 155 erstrecken. Um das endlose

Band 112 an einem Abheben von dem Tragelement 130 zu hindern, ist der Streifen 148 gleitend zwischen dem endlosen Band 112, das von dem Tragelement 130 abgestützt wird und der im wesentlichen horizontal ausgerichteten Führungsfläche der Schienen 164 und 165 angeordnet. Die Schiene 164 ist steif an dem oberen Ende des Flanschteils 139b des Verbindungselementes 128 mittels Befestigungsmitteln oder anderer möglicher Verbindungsmittel befestigt und erstreckt sich horizontal über die in Radialrichtung gesehen äußere Seite 122 des Bandes 128 bis zu einem äußeren Führungsteil 168, das das Fördergut an einem Verlassen des Bandes 112 hindert. In gleicher Weise ist die Schiene 165 mit dem unteren Flaπschteil 139b des
Aufnahmeelementes 128 verbunden. Die Schienen 164 und 165 sind vorzugsweise als warm- oder kaltgewalzter Kohlenstoffstahl, rostfreier Stahl oder chrombeschichtet ausgebildet. Des weiteren können die Schienen 164 und 165 mit einer keramischen oder einer Teflon®-Beschichtung versehen sein, um die zwischen den Schienen 164,165 und dem Streifen 148 möglicherweise entstehende Hitze zu reduzieren.

In Versuchen ist festgestellt worden, daß das endlose Band 1 12 in der
erfindungsgemäßen Ausgestaltung für einen weiten Bereich von
Bandgeschwindigkeiten eingesetzt werden kann. In dem Bereich von 1 ,2 bis 1 ,5 m/s erfolgt die Führung des Bandes 112 in Vertikalrichtung ausschließlich über den Streifen 148, der an den Führungsflächen der Schienen 164 und 165 entlanggleitet.

Erst ab Geschwindigkeiten des Bandes über 1 ,5 m/s können zur Entlastung des Streifens 158 zusätzliche Rollenelemente mit Rollen vorgesehen werden, um die Reibung zwischen dem Streifen 148 und den Schienen 164 und 165 zu vermindern. Hierdurch würde auch eine Verminderung der Reibungswärme, die typischerweise bei diesen hohen Geschwindigkeiten entsteht, erzielt werden.

Da der längliche Streifen 148 ein Abheben des Bandes 112 in Vertikalrichtung von dem Tragrahmen verhindert, wird hier grundsätzlich keine zweite Gruppe von
Rollenelementen benötigt, wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform beschrieben. Die Verwendung des Streifens 148 führt dazu, daß eine deutliche Reduzierung der Lärmentwicklung des Kurvenbandförderers erreicht wird und die Bauhöhe des Kurvenbandförderers minimiert wird. Darüber hinaus ist ein Auswechseln des endlosen Bandes 112 einfacher, da die Anzahl der Rollenelemente an dem Band 112 halbiert ist. Hierdurch wird auch erreicht, daß das Band 112 vom Gewicht her leichter und somit leichter zu installieren ist.

Obwohl die zuvor beschriebene Erfindung in bezug auf einen Kurvenbandförderer beschrieben ist, kann sie auch in Bandförderern mit geraden Förderabschnitten sowie Staubandförderern angewandt werden.

Bezuqszeichenliste

10,110 Kurvenbandförderer 58 Haltelement
12,112 Band 62,162 Führungsschiene

12a Oberseite von 12 64 Führungsschiene

12b Unterseite von 12 66,166 Befestigungselement

14,114 angetriebene Umlenkrolle 40 148 Führungsmittel

16,116 freilaufende Umlenkrolle 164,164 Schiene
18,118 Trag rahmen 168 Führungselement

20,120 vertikaler Ständer
22,122 Außenseite des Förderers
24,124 Querträger
26,126 Innenseite des Förderers
27,127 Abschlußelement
28,128 Anschlußelement
30,130 fachwerkartiges Tragelement
32,132 Tragfläche
34,134 Profil
36,136 Verstrebung
38,138 Öffnung
39a, 139a zentraler Steg
39b, 139b Flanschteil
40,140 Schiene
40a, 140a Führungsfläche
40b Führungsfläche
41 Schiene
41a Führungsfläche
42 Schiene
42a Führungsfläche
46,146 Führungselemente
47 Führungselemente
54,154 Rollen von 46,146
55,155 Achse von 54,154
56 Rolle von 47
57 Achse von 56