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1. WO2009010223 - MACHINING TOOL FOR A WORKPIECE, MACHINING UNIT HAVING AT LEAST ONE SUCH MACHINING TOOL, AND MACHINING METHOD CARRIED OUT USING SUCH A MACHINING UNIT

Note: Text based on automatic Optical Character Recognition processes. Please use the PDF version for legal matters

[ DE ]

Bearbeitungswerkzeug für ein Werkstück, Bearbeitungsmaschine mit mindestens einem derartigen Bearbeitungswerkzeug sowie mit einer solchen Bearbeitungsmaschine durchgeführtes Bearbeitungsverfahren

Die Erfindung betrifft ein Bearbeitungswerkzeug für ein Werkstück nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung eine Bearbeitungsmaschine mit einem derartigen Bearbeitungswerkzeug sowie ein mit einer solchen Bearbeitungsmaschine durchgeführtes Bearbeitungsverfahren.

Ein Bearbeitungswerkzeug der eingangs genannten Art ist aus der EP 1 369 811 Al bekannt. Bei derartigen Bearbeitungswerkzeugen kann es vorkommen, dass die Dateneinheiten nicht mehr ausgelesen werden können. Die dort gespeicherten Daten sind dann verloren. Die nicht mehr auslesbare Dateneinheit muss gegen eine neue ausgetauscht werden, was aufwändig ist. Zudem muss sichergestellt sein, dass die Tausch-Dateneinheit die gleichen Daten enthält wie die auszutauschende, nicht mehr auslesbare Dateneinheit. Auch dies bedingt einen unerwünscht hohen Aufwand.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bearbeitungswerkzeug der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die Standzeit der Dateneinheit erhöht ist.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Bearbeitungswerk-zeug mit den im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.

Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass eine Dämpfung der Dateneinheit mit mindestens einem Dämpfungskörper die auf die Dateneinheit beim Betrieb des Bearbeitungswerkzeugs wirkenden Maximalkräfte so reduziert, dass die Gefahr einer Beschädigung der Dateneinheit praktisch ausgeschlossen ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Lebensdauer der Dateneinheit im Normalbetrieb mindestens genau so hoch ist wie die mechanische Le-bensdauer des B earbeitungs Werkzeugs. Ein Austausch der Dateneinheit ist dann nicht mehr erforderlich. Aufgrund des Einsatzes der Dateneinheit ist eine manuelle Dateneingabe, beispielsweise zu den Werkzeugabmessungen und zum Werkzeugtyp, nicht mehr erforderlich. Die Daten sind unverlierbarer Bestandteil des jeweiligen Bearbeitungswerkzeuges. Die Notwendig-keit einer manuellen Dateneingabe entfällt. Dies vermindert nicht nur Fehler, sondern ermöglicht zudem einen schnelleren Werkzeugwechsel. Die im Speichermedium abgelegten Werkzeugdaten können nicht nur von der Bearbeitungsmaschine, sondern auch z. B. im Rahmen der Werkzeuglagerverwaltung bzw. der Werkzeugkommissionierung verwendet werden. Be-vorzugt ist ein Speichermedium mit permanent, also nicht flüchtig, abgelegten Daten. Die Dateneinheit kann ein wiederbeschreibbares Speichermedium aufweisen, um eine Wiederverwendung der Dateneinheit zu ermöglichen, zum Beispiel wenn das Bearbeitungswerkzeug verschlissen ist. Es kann insbesondere auch ein RFID-Transponder eingesetzt werden, der verschlüsselte Daten versendet. Dies kann zum Beispiel sicherstellen, dass nur Bearbeitungswerkzeuge einer bestimmten Qualität bei der Bearbeitungsmaschine eingesetzt werden. In einem Speichermedium der Dateneinheit kann eine digitale Konstruktionszeichnung des B earbeitungs Werkzeugs abgelegt sein. Dies ermöglicht eine Datenablage in der Dateneinheit derart, dass die Bearbeitungsmaschine oder eine andere externe Einheit, die Zugang zu diesen Daten hat, aus den digitalen Konstruktionszeichnungen sämtliche relevanten Geometriedaten des Bearbeitungswerkzeuges ableiten kann.

Ein Mehrschicht-Aufbau des Dämpfungskörpers nach Anspruch 2 erlaubt eine präzise Anpassung der Dämpfungswirkung des Dämpfungskörpers an die Betriebsbedingungen, insbesondere an die auf die Dateneinheit wirkenden Kräfte.

Unterschiedlich aufgebaute Schichten nach Anspruch 3 ermöglichen beispielsweise eine progressive Dämpfung der Dateneinheit durch den Dämpfungskörper oder einen in anderer Weise nichtlinearen Dämpfungsverlauf. Alternativ können die Schichten des Dämpfungskörpers auch gleich aufge-baut sein, wobei beispielsweise ein Luftkisseneffekt zwischen den benachbarten Schichten genutzt werden kann.

Schichten aus unterschiedlichen Materialien nach Anspruch 4 erlauben eine einfache Realisierung eines vorgegebenen Dämpfungsverlaufs, der mit einem einzigen Material nicht erreicht werden kann. Alternativ oder zusätzlich zu einem Schichtaufbau aus unterschiedlichen Materialien kann der Dämpfungskörper auch eine Schichtenfolge mit elastischen oder starren Materialien mit zwischenliegenden Federelementen, beispielsweise mit zwischenliegenden Teller- oder Schraubenfedern, aufweisen.

Ein Elastomer nach Anspruch 5 ermöglicht einen kostengünstigen Aufbau des Dämpfungskörpers. Bei dem Elastomer kann es sich beispielsweise um Kautschuk oder Polyurethan handeln.

Ein Dämpfungskörper nach Anspruch 6 mit einem Silikonbestandteil, insbesondere ausgeführt als Silikonschaum, führt zu einer guten Dämpfungswirkung bei gleichzeitig hoher Standzeit des Dämpfungskörpers.

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Dies gilt entsprechend für einen Dämpfungskörper nach Anspruch 7. Eine Acrylpaste lässt sich zudem einfach in eine für den Dämpfungskörper innerhalb des Befestigungsabschnitts vorgesehene Aufnahme einbringen.

Ein Spiel nach Anspruch 8 gewährleistet eine erwünschte Relativbewegung der Dateneinheit zum Befestigungsabschnitt, sobald auf die Dateneinheit während des Betriebs des Bearbeitungswerkzeugs eine Kraft wirkt. Dies gewährleistet, dass auftretende Belastungskräfte auf die Dateneinheit während des Betriebs des B earbeitungs Werkzeugs reduziert sind. Dies erhöht bei gegebener Widerstandsfähigkeit die Standzeit der Dateneinheit. Alternativ können bei gegebener Standzeit kostengünstigere Dateneinheiten zum Einsatz kommen.

Eine Stärke des Dämpfungskörpers nach Anspruch 9 hat sich in der Praxis für typische Materialien des Dämpfungskörpers als ausreichend herausgestellt.

Was die Bearbeitungsmaschine angeht, ist die eingangs gestellte Aufgabe gelöst durch eine Bearbeitungsmaschine nach Anspruch 10.

Die Vorteile der Bearbeitungsmaschine entsprechen denjenigen, die vorstehend schon im Zusammenhang mit dem B earbeitungs Werkzeug erläutert wurden.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein mit einer Bearbeitungsmaschine mit dem erfindungsgemäßen Bearbeitungswerkzeug durchführbares Bearbeitungsverfahren anzugeben, welches auch bei notwendigen Werkzeugwechseln effizient durchführbar ist.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Bearbeitungsverfahren nach Anspruch 11.

Die Vorteile des Bearbeitungsverfahrens entsprechen denjenigen, die vor-stehend schon unter Bezugnahme auf das Bearbeitungswerkzeug erläutert wurden.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen

Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Bearbeitungswerkzeug für ein

Werkstück;

Fig. 2 eine Ausschnittsvergrößerung aus Fig. 1 im Bereich eines
Dämpfungskörpers für eine Dateneinheit des Bearbeitungswerkzeugs;

Fig. 3 eine zu Fig. 2 ähnliche Darstellung eines alternativen Dämpfungskörpers;

Fig. 4 eine zu Fig. 1 bis auf den vergrößerten Maßstab ähnliche
Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Bearbeitungswerkzeugs.

Ein in der Fig. 1 insgesamt mit 1 bezeichnetes Bearbeitungswerkzeug ist als Umformwerkzeug ausgebildet. Das Bearbeitungswerkzeug 1 dient zur Bearbeitung eines Werkstücks 2 in Form eines Stahlblechs mit der Dicke 1 mm. Das Werkstück 2 ist in der Fig. 1 nach erfolgter Umformung wiedergegeben, bei der im Werkstück 2 ein Napf 3 geformt ist.

Das Bearbeitungswerkzeug 1 weist zwei Hauptkomponenten auf, nämlich eine in Fig. 1 oberhalb des Werkstücks 2 angeordnete obere Hauptkomponente 4 und eine in der Fig. 1 unterhalb des Werkstücks 2 angeordnete un-tere Hauptkomponente 5. Beide Hauptkomponenten 4, 5 werden von einer ansonsten nicht dargestellten Bearbeitungsmaschine getragen. Je nach Art der Bearbeitungsmaschine kann das Bearbeitungswerkzeug 1 in einer Werkzeugaufnahme, in einer von mehreren Werkzeugaufnahmen oder an einem definierten Werkzeuglagerort untergebracht sein. Die beiden Haupt-komponenten 4, 5 sind in der Fig. 1 mit einem übertrieben großen axialen Abstand zueinander und zum Werkstück 2 dargestellt.

Beim Bearbeiten bzw. Umformen des Werkstücks 2 kommt mit diesem ein oberer Bearbeitungsabschnitt 6 des Bearbeitungswerkzeugs 1 in Form einer Prägematrize und ein unterer Bearbeitungsabschnitt 7 des Bearbeitungswerkzeugs 1 in Form eines Prägestempels in Kontakt. Die Prägematrize 6 ist mit Zylinderschrauben an einem Oberteil 8 der oberen Hauptkomponente 4 festgeschraubt. Der Prägestempel 7 ist mittels einer koaxial zur Werkzeug-Längsachse laufenden Schraube 9 mit einer Feder-Baugruppe ver-schraubt, die eine hülsenförmige PU-(Polyurethan-)Feder 10 aufweist. Den Prägesstempel 7 umgibt ein Abstreiferring 11.

Die obere Hauptkomponente 4 ist über einen oberen Befestigungsabschnitt 12 an der Bearbeitungsmaschine festlegbar. Die untere Hauptkomponente 5 ist über einen unteren Befestigungsabschnitt 13 in Form eines ringförmigen Halteabschnitts ebenfalls an der Bearbeitungsmaschine festlegbar.

Soweit vorstehend beschrieben, ist das B earbeitungs Werkzeug 1 vom Stand der Technik her grundsätzlich bekannt.

Im oberen Befestigungsabschnitt 12 ist eine Sackbohrung 14 ausgeführt, die koaxial zur Werkzeug-Längsachse verläuft. Die Sackbohrung 14 ist vom oberen Befestigungsabschnitt 12 her ausgeführt, also von der dem oberen Bearbeitungsabschnitt 6 gegenüberliegenden Seite her. In diese Sackbohrung 14 ist eine Dateneinheit 15 in Form einer RFID-(Radio Fre-quency Identification-)Dateneinheit ausgeführt. Die Dateneinheit 15 hat ein digital auslesbares Speichermedium. Letzteres enthält Daten zu den Abmessungen und zum Typ des Bearbeitungswerkzeugs 1. Zudem hat die Dateneinheit 15 einen Transponder, der Zugriff auf die Daten des Speichermediums hat, also mit letzterem in Signal Verbindung steht. Über den Transponder steht die Dateneinheit 15, wie in der Fig. 1 bei 16 gestrichelt dargestellt, mit einer schematisch in der Fig. 1 wiedergegebenen Leseeinheit 17 der Bearbeitungsmaschine in Signalverbindung. Die Leseeinheit 17 steht wiederum über eine Signalleitung 18 mit einer Steuereinrichtung 19 der Bearbeitungsmaschine zur Steuerung des Bearbeitungswerkzeugs 1 in Signalverbindung.

Beim Bearbeiten des Werkstücks 2, nämlich dann, wenn der obere Bear-beitungsabschnitt 6 mit dem Werkstück 2 in Kontakt kommt, wirkt auf die Dateneinheit 15 eine Bearbeitungskraft, deren Kraftrichtung die in Fig. 1 bei 20 dargestellt ist. In Richtung dieser Bearbeitungskraft 20 stützt sich die Dateneinheit 15 an einem Grundkörper 21 des oberen Befestigungsabschnitts 12 der oberen Hauptkomponente 4 über einen Dämpfungskörper 22 ab, wie in der Fig. 2 vergrößert dargestellt ist.

Der Dämpfungskörper 22 ist am in der Fig. 1 unteren Ende der Sackbohrung 14 untergebracht. Der Außendurchmesser des Dämpfungskörpers 22 entspricht dabei dem Innendurchmesser der Sackbohrung 14, so dass der Dämpfungskörper 22 satt in die Sackbohrung 14 eingepasst ist. Die Dateneinheit 15 wiederum hat einen Außendurchmesser, der kleiner ist als der Innendurchmesser der Sackbohrung 14, so dass zwischen einer äußeren Mantelwand der Dateneinheit 15 und einer Innenwand der Sackbohrung 14 ein Spiel verbleibt, welches mindestens 0, 1 mm beträgt. Sobald Beschleunigungskräfte auf die obere Hauptkomponente 4 des Bearbeitungswerkzeugs 1 wirken, ist daher eine Relativbewegung der Dateneinheit 15 gegenüber dem Grundkörper 21 gegen die Rückstellkraft des Dämpfungskörpers 22 möglich.

In Richtung der Bearbeitungskraft 20 hat der Dämpfungskörper 22 eine Stärke von 2 mm. Auch andere Stärken von mindestens 1 mm sind möglich.

Der Dämpfungskörper 22 ist aus elastischer Silikonmasse. Beim Silikonmaterial des Dämpfungskörpers 22 kann es sich beispielsweise um einen Silikonschaum handeln. Alternativ kann der Dämpfungskörper 22 auch aus einem anderen elastischen Material, z. B. aus einem Elastomer wie Kautschuk oder Polyurethan oder einer Acrylpaste, aufgebaut sein.

Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Dämpfungskörpers 23, der anstelle des Dämpfungskörpers 22 eingesetzt sein kann. Komponenten, die denjenigen entsprechen, die vorstehend schon unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und wer-den nicht nochmals im einzelnen diskutiert.

Der Dämpfungskörper 23 ist in Richtung der Bearbeitungskraft 20 mehrschichtig aufgebaut und hat insgesamt drei Dämpfungsschichten 24, 25, 26, die in der Fig. 1 von oben nach unten durchnummeriert sind. In Richtung der Bearbeitungskraft 20 haben die Dämpfungsschichten 24 bis 26 die gleiche Stärke. Dies ist jedoch nicht zwingend. Die Dämpfungsschichten 24 bis 26 sind aus dem gleichen Material aufgebaut. Bei diesem Material kann es sich um eines der vorstehend im Zusammenhang mit dem Dämpfungs-körper 22 der Ausführung zu den Fig. 1 und 2 beschriebenen Materialien handein.

Alternativ zu einem Aufbau des Dämpfungskörpers 23 mit Dämpfungsschichten 24 bis 26 aus dem gleichen Material können die Dämpfungs-schichten 24 bis 26 auch aus unterschiedlichen Materialien aufgebaut sein. So kann die in der Fig. 1 oberste Dämpfungsschicht 24 aus einem elastischen Material mit einem ersten Elastizitätsmodul, die zweite Dämpfungs-schicht 25 aus einem elastischen Material mit einem zweiten, höheren Elastizitätsmodul und die dritte Dämpfungsschicht 26 aus einem Material mit einem dritten, nochmals höheren Elastizitätsmodul aufgebaut sein. Der Dämpfungskörper 23 hat dann eine progressive Dämpfungscharakteristik, wobei beim Auftreten einer Bearbeitungskraft 20 die Dateneinheit 15 zunächst über die oberste Dämpfungsschicht 24 weich und dann über die mittlere Dämpfungsschicht 25 und die untere Dämpfungsschicht 26 zu-nehmend stärker abgebremst wird.

Aufgrund des Schichtaufbaus des Dämpfungskörpers 23 kann sich an den Grenzen 27 am Übergang zwischen zwei der drei Dämpfungsschichten 24, 25 bzw. 25, 26 vorübergehend oder permanent ein Luftkissen bilden, wel-ches zu einer zusätzlichen Dämpfungswirkung des Dämpfungskörpers 23 führt.

Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform eines Dämpfungskörpers, der ähnlich wie der Dämpfungskörper 23 aus mehreren Schichten aufge- baut ist, liegt eine Schichtenfolge in Richtung der Bearbeitungskraft 20 aus Dämpfungsschichten aus elastischen oder starren Materialien mit zwischenliegenden Federelementen vor. Bei einem dreischichtigen Aufbau eines derart alternativen Dämpfungskörpers kann beispielsweise die mittle-re Dämpfungsschicht (vgl. 25 in der Fig. 3) als Federelement, beispielsweise mit einer Tellerfeder aus Federstahl, ausgebildet sein und die an dieses angrenzenden Schichten (vgl. 24 und 26 in der Fig. 3) können aus elastischem oder starrem Material ausgebildet sein.

Zum Abstützen der Dateneinheit 15 gegen eine in Gegenrichtung zur Bearbeitungskraft 20 wirkende Bearbeitungs-Gegenkraft 28 kann ein weiterer Dämpfungskörper 29 vorgesehen sein, der in der Fig. 1 oberhalb der Dateneinheit 15 dargestellt ist. Der Dämpfungskörper 29 ist aufgebaut wie einer der vorstehend beschriebenen Dämpfungskörper zur Dämpfung der Dateneinheit 15 gegen die Bearbeitungskraft 20.

Über den weiteren Dämpfungskörper 29 stützt sich die Dateneinheit 15 gegen einen Deckel 30 ab, der fest mit dem in Fig. 1 oberen Ende des oberen Befestigungsabschnitts 12 verbunden ist.

Im Beispiel nach Fig. 1 ist als Werkzeugtyp im Speichermedium der Dateneinheit 15 „Umformwerkzeug" angegeben. Je nach dem Bearbeitungswerkzeug 1 , bei dem die Dateneinheit 15 zum Einsatz kommt, kann im Speichermedium ein anderer Werkzeugtyp abgelegt sein, zum Beispiel Rund-, Rechteck-, Quadrat-, Gewindeform-, Langloch-, Präge-, Bogen-, Radius-, Dreieck-, Signier-, Kiemen-, Sicken-, Durchzugs-, Senk- oder Trenn Werkzeug. Auch ein anderer Werkzeugtyp kann angegeben sein, je nachdem, um welches Bearbeitungswerkzeug es sich handelt.

Bei den Werkzeugabmessungen, die im Speichermedium der Dateneinheit 15 abgelegt sind, handelt es sich insbesondere um die Länge der oberen Hauptkomponente 4, um Daten zur Berechnung des möglichen Werkzeughubes zwischen einer Bearbeitungsposition und einer Freigabeposition des Bearbeitungswerkzeugs 1 sowie um die Länge des Prägestempels 7. Soweit es sich bei den Bearbeitungsabschnitten 6, 7 um nachschleifbare Abschnitte handelt, wird neben der Werkzeuglänge, also der relevanten Abmessung der Bearbeitungsabschnitte 6, 7 parallel zur Werkzeuglängsachse, auch noch die maximale Nachschleiflänge abgelegt. Ferner können Daten zur Form des Prägestempels 7 und der Prägematrize 6 abgelegt sein.

Ein mit dem Bearbeitungswerkzeug 1 durchführbares Bearbeitungsverfahren läuft folgendermaßen ab: Zunächst wird das Bearbeitungswerkzeug 1 einer Werkzeugaufnahme der Bearbeitungsmaschine zugeordnet. Dies kann dadurch geschehen, dass das Bearbeitungswerkzeug in einer entsprechenden Werkzeugaufnahme der Bearbeitungsmaschine festgelegt wird. Bei Bearbeitungsmaschinen, die selbsttätig das Bearbeitungswerkzeug wechseln, kann diese Zuordnung auch dadurch erfolgen, dass das Bearbeitungswerkzeug 1 an den hierfür vorgesehenen Lagerort, auf der Bearbei-tungsmaschine abgelegt wird, von dem aus das B earbeitungs Werkzeug 1 dann einem automatischen Ergreifen und Befestigen in einer Maschinenaufnahme zugänglich ist. Nach der Zuordnung ist der Bearbeitungsmaschine, z. B. durch Zugriff auf eine entsprechende Datentabelle, bekannt, dass in einer Maschinenaufnahme bzw. in einem hierfür vorgesehenen Lagerort das zugeordnete Bearbeitungswerkzeug 1 vorliegt. Diese Zuordnung kann mit Hilfe eines Sensors der Bearbeitungsmaschine, der das Bearbeitungswerkzeug 1 erfasst, erfolgen. Alternativ ist es auch möglich, die Zuordnung auf einem Bedienterminal der Bearbeitungsmaschine manuell vorzunehmen. Anschließend spricht die Leseeinheit 17 automatisch die Dateneinheit 15 an und liest die im Speichermedium der Dateneinheit 15 enthaltenen Daten zum Bearbeitungswerkzeug 1 aus. Die vom Speichermedium der Dateneinheit 15 auf die Leseeinheit 17 über die Funk-Signalverbindung 16 übertragenen Daten werden anschließend von der Leseeinheit 17 auf die Steuereinrichtung 19 übertragen. Zusammen mit weiteren, in der Steuereinrichtung 19 vorliegenden Daten, insbesondere über die Art des zu bearbeitenden Werkstücks 2, wird nun von der Steuereinrichtung 19 ein Bearbei-tungsprozess erstellt, der anschließend abläuft. Da alle hierfür erforderlichen Daten automatisch vorliegen, ist es beispielsweise nicht mehr erfor-derlich, Daten manuell einzugeben, um zum Beispiel einen Bearbeitungshub des Bearbeitungswerkzeugs 1 vorzugeben. Auch die manuelle Eingabe des Werkzeugtyps, von der die Art des Bearbeitungsprozesses abhängt, entfällt.

Beim Bearbeiten erfährt die Dateneinheit 15 je nach der momentanen Bearbeitungsbewegung der oberen Hauptkomponente 4 Kräfte in Richtung der Bearbeitungskraft 20 oder in Richtung der Bearbeitungs-Gegenkraft 28. Durch diese Kräfte wird die Dateneinheit 15 in die jeweiligen Richtungen 20, 28 beschleunigt. Die hieraus resultierende Bewegung der Dateneinheit 15 in Richtung der Bearbeitungskraft 20 wird über die Dämpfungskörper 22, 23 und eine Bewegung in die Richtung der Bearbeitungs-Gegenkraft 28 durch den Dämpfungskörper 29 gedämpft, so dass keine hohen Spitzenkräfte auf die Dateneinheit 15 wirken. Letztere ist daher beim Betrieb des Bearbeitungswerkzeugs 1 sicher vor einer Beschädigung geschützt.

Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bearbeitungswerkzeugs. Komponenten, die denjenigen entsprechen, wie vorstehend schon unter Bezugnahme auf die Fig. 1 beschrieben wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen diskutiert. Auch beim Bearbeitungswerkzeug 1 nach Fig. 4 handelt es sich um ein Umformwerkzeug.

Die Prägematrize 6 ist bei der Ausführung nach Fig. 4 von einer PU-(Polyurethan-)Feder 31 hülsenförmig umgeben. Letztere stützt sich nach oben an einem Justierring 32 ab.

Den Prägestempel 7 umgibt bei der Ausführung nach Fig. 4 eine Abstrei-ferplatte 33, die sich über einen PU-(Polyurethan)Dämpfungsring 34 am unteren Befestigungsabschnitt 13, also an der Stempelaufnahme, abstützt. Der Dämpfungsring 34 spannt die Abstreiferplatte 33 gegen eine ringförmige Hinterschneidung 35 eines Halterings 36 der unteren Hauptkomponente 5 vor. Der Haltering 36 ist mit der Stempelaufnahme 13 verschraubt.

Der Datensatz im Speichermedium der Dateneinheit 15 der Ausführung nach Fig. 4 unterscheidet sich von dem der Ausführung nach Fig. 1 insbesondere durch die Angabe des unterschiedlichen Aufnahmetyps des Bearbeitungswerkzeugs 1. Ansonsten entsprechen die Daten, natürlich mit den jeweils für das Werkzeug nach Fig. 4 korrekten Abmessungen, denjenigen des Datensatzes der Ausführung nach Fig. 1.

Der Transponder der Dateneinheit 15 steht mit einer Leseeinheit und einer Steuereinrichtung der Bearbeitungsmaschine in Verbindung, wie vorste-hend im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben.

Das Bearbeitungs verfahren läuft beim B earbeitungs Werkzeug 1 nach

Fig. 4 entsprechend zu dem ab, was vorstehend zum Bearbeitungswerkzeug

1 bei Fig. 1 erläutert wurde. Die Dateneinheit 15 ist über Dämpfungskörper 22 oder 23 sowie 29 gegen eine zu hohe Kraftwirkung geschützt, wie vorstehend im Zusammenhang mit der Ausführung nach den Fig. 1 und 2 bzw. der Ausführung nach Fig. 3 erläutert.

Zusätzlich zu den oben unter Bezugnahme auf die Dateneinheit 15 diskutierten Daten kann das Speichermedium digitalisierte Zeichnungen des Bearbeitungswerkzeuges 1 enthalten. Hierdurch wird es der Steuereinrichtung 19 der Bearbeitungsmaschine ermöglicht, zusätzlich zu den Einzeldaten, die im Speichermedium der Dateneinheit 15 abgelegt sind, noch weitere, für spezielle Anwendungen ggf. noch relevante, Geometriedaten des Bearbeitungswerkzeugs 1 zu ermitteln.

Durch die in der Dateneinheit 15 abgelegten Daten kann zudem eine Lagerung einer Vielzahl derartiger Bearbeitungswerkzeuge 1 bzw. eine Kom-missionierung von diesen vereinfacht werden.