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1. WO2002024857 - MULTI-PHASE SOAP

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Mehrphasenseifen

Die Erfindung betrifft Mehrphasenseifen, bei denen die einzelnen Phasen bei der Aufsicht und Seitenansicht gut sichtbar sind, ihre Herstellung und ihre Verwendung zur Applikation verschiedener Dufterlebnisse beim Waschvorgang.

In DE-A 3145813 ist die Herstellung und Verwendung von Bild- und Wechselmotivseifen beschrieben. Die Herstellung erfolgt durch Stanzen von verschiedenen horizontalen Seifenschichten, die mittels eines Extruders hergestellt wurden. Diese

Verfahren kann nicht wirtschaftlich betrieben werden, so dass die Verwendung dieser Seifen im Massenkonsummarkt nicht möglich ist. Insbesondere nachteilig an diesem horizontal geschnittenen Seifentyp ist die Tatsache, dass die unterschiedlichen horizontalen Seifenschichten von dem Verbraucher bei der Betrachtung aus einem üblichen Betrachtungswinkel von ca. 45° und größer nicht bzw. nur sehr schwer erkannt werden können. Dieser Effekt verstärkt sich mit zunehmender Verwendungsdauer, da die beiden Phasen durch Abwaschen dünner werden.

Dieser Nachteil gilt auch für die diversen horizontal geschnittenen Seifen, die in EP-A 0366 209, und US 5 198 140 beschrieben sind. In US 5 198 140 wird die Herstellung einer verzahnten Seife mit gesteigerter Festigkeit beschrieben. In EP-A 0 366 209 wird die Herstellung von horizontalen Mehrphasenseifen durch ein Gießverfahren beschrieben. Gießverfahren sind nur für die Herstellung von kleinen Stückzahlen aber nicht für die Produktion von Seifen für den Massenkonsummarkt ge-eignet.

In EP-A 0 594 077 wird die Herstellung von spiralförmigen Mehrphasenseifen beschrieben, die durch die Verwendung eines speziellen Verdichtungskopfes nach radialer Drehung des Seifenstranges hergestellt werden. Insbesondere bei der Ver-wendung von verschiedenen Seifengrundmassen wird die Stabilität des Seifentypes durch die vielen Phasengrenzen in der Anwendung begrenzt sein.

In DE-A 1 924980 wird ein Verfahren für die Herstellung einer Mehrphasenseife mit einem oder mehrerer Mänteln, die einen Kern umschließen, beschrieben. Dieser Seifentyp ist für den Verbraucher vor und auch zwischenzeitlich während der Ver-Wendung optisch nicht von einer normalen Einphasenseife zu unterscheiden, wodurch sich kein anwendungstechnischer Vorteil ergibt.

Analoges ergibt sich auch für Seifen die nach JP-A 62/ 48799 hergestellt sind. Hier wird ein mehrschichtiger runder Strang erzeugt.

Bekannt sind auch Seifen bei denen ein vertikaler Schnitt in der Quer- bzw. in der Längsrichtung der Seife der die beiden Seifenphasen trennt (z.B. JP 1-247499). Bei diesem Seifentyp sind beide Phase gleichzeitig sichtbar. Allerdings zeigt der vertikale Seifentyp in der Anwendung durch den Verbraucher und bei fortschreiten-der Lagerung den entscheidenden Nachteil der geringeren Stabilität des gesamten

Seifenstückes. Aufgrund der kleinen und geraden Kontaktflächen kann schon durch ein einfaches Herunterfallen der Seife eine vertikal geschnittene Seife zerbrechen. Insbesondere bei der Verwendung von verschiedenen Seifenformulierung für die einzelnen Teile der Seife kommt es durch Schrumpfung und Austrocknung zum Zerbrechen der Seife. Auch bei Verwendung von verschiedenen Seifenformulierungen ist die Festigkeit der diagonal geschnittenen Seife im Gegensatz zu vertikal zusammengefügter Seife in der Anwendung durch den Verbraucher über die gesamte Verwendungsdauer gewährleistet. Hierdurch können künftig auch preiswertere mit teureren Seifenformulierungen oder verschiedenen Seifenformulierungen die auf-grund von Schrumpfung inkompatibel sind miteinander für die Herstellung kombiniert werden.

In EP-A 0 545 716 wird die Herstellung einer mehrdimensional gekrümmten Zweiphasenseife beschrieben. Durch die Verwendung des Gießverfahrens wird eine Zwei-phasenseife erstellt, die aufgrund der aufwendigen Herstellung nicht für den Massenkonsummarkt geeignet ist. Da es sich hier um eine gegossene Seife handelt bei der nachträglich kein Druck in Form einer Stanzung ausgeübt wird, ist die Haltbarkeit dieses Seifentypes in der täglichen Anwendung begrenzt.

Weiterhin sind auch marmorierte Seifen bekannt (DE-A 2 455 982, DE 2 431 048, US 1 587 430 und DT 1 953 916). Hier sind verschiedenfarbige Seifenphasen mittels spezieller Presszylinder bzw. Schneckenpressen intensiv miteinander vermischt, so dass ein marmorierter Effekt entsteht. Weiterhin kann die Farbe auch bei der Herstellung der Seife in den Seifenstrom eingespritzt werden. Hierbei handelt es sich um Seifen, die aus einer Phase bestehen.

Eine weitere mehrfarbige Einphasenseife ist in US 4 435 310 beschrieben. Hier wird durch die Injektion von Farbe bei der Herstellung der Seifenstränge und durch manuelles Drehen des Strangpresskopfes ein mehrfarbige sinusförmige Seife aus einem Stück erhalten.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung waren Mehrphasenseifen, bei denen die verschiedenen Phasen verschiedene Inhaltstoffe haben können, die bei der Anwendung eine zur Einphasenseife vergleichbare Stabilität aufweisen. Es sollte insbesondere möglich sein, dass die verschiedenen Phasen verschiedene Parfumöle enthalten, so dass bei der Anwendung unterschiedliche aufeinanderfolgende Dufterlebnisse möglich sind.

Es wurden Mehrphasenseifen, bestehend aus zwei oder mehreren Phasen, gefunden, die dadurch gekennzeichnet, dass diese bei der Aufsicht und Seitenansicht gut sichtbar sind.

Die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen weisen eine überproportionale Festigkeit auf, die fast der Stabilität einer Einphasenseife entspricht.

Besonders bevorzugt sind Mehrphasenseifen bei denen jede Phase in der vertikalen, längs und quer Projektion zu mindestens 15 % bezogen auf die gesamte projizierte Fläche sichtbar ist.

Insbesondere bevorzugt sind Mehrphasenseifen bei denen jede Phase in der vertikalen, längs und quer Projektion zu mindestens 20 % bezogen auf die gesamte projizierte Fläche sichtbar ist.

In einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen sind aneinandergrenzende Phasenflächen diagonal geschnitten und gegeneinander verwölbt. Die Verwölbung erreicht man bei der Herstellung durch Anwendung von Druck. Mehrphasenseifen mit verwölbten Grenzflächen weisen eine besondere Stabilität auf.

Die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen bestehen bevorzugt aus zwei Phasen, die eine unterschiedliche Zusammensetzung haben.

Generell können die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen für alle Waschzwecke verwendet werden, insbesondere für Waschzwecke, bei denen eine Ausbringung von mehr als einem Inhaltsstoff gewünscht ist. Die Ausbringung kann dabei gleichzeitig oder gezielt nacheinander erfolgen.

Insbesondere ist von Vorteil, dass jede Phase der Mehrphasenseife für die jeweilige bevorzugte Anwendung maßgeschneidert werden kann. Über die Zusammensetzung der Seifengrundmasse und gegebenenfalls weiteren Zusatz- oder Füllstoffen kann die jeweilige Seifenphase als Medium gestaltet werden, die für die betreffende Anwendung am besten ist. So können z.B. mittels pH- Wert, Ionenstärke, Wassergehalt, Fettgehalt, Fettzusammensetzung und ähnlichen Parametern die Bedingungen für Inhaltsstoffe optimiert werden.

Die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen können beispielsweise zum Waschen oder Reinigen von Haut, Haar, Textil, Kunststoff, Metall, Holz, Keramik, Glas, Verbundstoffen und dergleichen verwendet werden.

Die Seifengrundmassen für die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen sind an sich bekannt (Soaps and Detergents, Luis Spitz, 0-935315-72-1 und Production of Soap, D. Osteroth, 3-921956-55-2). Beispielsweise können Seifengrundmassen wie Alkaliseifen bestehend aus tierischen und/oder pflanzlichen Stoffen, Syndets bestehend aus synthetischen Tensiden oder Kombinationen von beiden für die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen eingesetzt werden.

Bevorzugt ist die Verwendung von natürlichen pflanzlichen Seifenrohstoffen wie z.B. Glycerin, Castor Öl, Kokosnußöl, Olivenöl, Palmöl, Palmkernelöl, Erdnußöl, Mandelöl, Rizinusöl, Kakaobutter, Mohnöl, Maisöl, Hanföl, Sojabohnenol, Rapssamenöl, Baumwollsamenöl und Sonnenblumenöl.

Bevorzugt ist die Verwendung von natürlichen tierischen Seifenrohstoffen wie z.B. Schweinefett, Rindertalg, Schaftalg oder Fischöl.

Die genannten Öle und Fette bestehen aus Triglyceriden von geradkettigen gesättigten, einfach und mehrfach ungesättigten Säure mit sechs bis dreißig Kohlenstoffatomen. Aus diesen Seifenrohstoffen werden durch Verseiftmg bevorzugt die Natrium - und die Kaliumseifen hergestellt.

Bevorzugt ist die Verwendung von synthetischen Seifenrohstoffen wie z.B.

Alkylsulfoacetaten, Sulfosuccinaten, Monoglyceridsulfaten, Acylisethionaten, Glycerylethersulfonaten, Alkysulfonaten, Ethersulfonaten, Acylsulfonaten oder Alkylacylsulfonaten.

Es können Mittel zur Einstellung eines pH- Wertes oder der Ionenstärke verwendet werden. Es seien beispielsweise genannt Natriumcarbonat, Natriumhydroxid, Phosphorsäure und deren Salze, Natriumacetat, Essigsäure, Citronensäure und deren Salze, Natriumhydrogencarbonat, Triethanolamin, EDTA, Dinatrium-EDTA, Tetranatrium-EDTA.

Es ist dem Fachmann natürlich bekannt, dass kosmetische Zubereitungen zumeist nicht ohne die üblichen Hilfs- und Zusatzstoffe denkbar sind. Hierzu zählen beispielsweise Konsistenzgeber, Füllstoffe, Parfüm, Farbstoffe, Emulgatoren, zusätzliche Wirkstoffe wie Vitamine oder Proteine, Lichtschutzmittel, Stabilisatoren, Insektenrepellentien, Alkohol, Wasser, Salze, antimikrobiell, proteolytisch oder keratolytisch wirksame Substanzen.

Die Mehrphasenseifen können als weitere Inhaltsstoffe beispielsweise Parfümöle, kosmetische Inhaltsstoffe, Wirkstoffe, Farbstoffe und weitere Additive enthalten. Die Mehrphasenseifen können einen oder mehrere der Inhaltsstoffe enthalten.

Inhaltsstoffe, die in den erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen enthalten sein können, können zusätzliche Effekte bewirken. Es seien beispielsweise genannt:
Konservierungsmittel, Abrasiva, Antiakne-Mittel, Mittel gegen Hautalterung, anitbakterielle Mittel, Anticellulitis-Mittel, Antischuppen-Mittel, entzündungs-hemmende Mittel, irritationsverhindemde Mittel, irritationshemmende Mittel, antimikrobielle Mittel, Antioxidantien, Adstringentien, schweisshemmende Mittel, antiseptische Mittel, Antistatika, Binder, Puffer, Trägermaterialien, Chelatbildnder, Zellstimulantien, reinigende Mittel, pflegende Mittel, Enthaarungsmittel, oberflächenaktive Substanzen, deodorierende Mittel, Antiperspirantien, Weichmacher, Emulgatoren, Enzyme, ätherische Öle, Fasern, Filmbildner, Fixateure, Schaumbildner, Schaumstabilisatoren, Substanzen zum Verhindern des Schäumens, Schaumbooster, Fungizide, gelierende Mittel, gelbildende Mittel, Haarpflegemittel, Haarverformungsmittel, Haarglättungsmittel, feuchtigkeitsspendende Mittel, anfeuchtende Substanzen, feuchthaltende Substanzen, bleichende Mittel, stärkende Mittel, fleckenentfernende Mittel, optisch aufhellende Mittel, imprägnierende Mittel, schmutzabweisende Mittel, reibungsverringemde Mittel, Gleitmittel, Feuchtig- keitscremes, Salben, Trübungsmittel, plastifizierende Mittel, deckfähige Mittel, Politur, Glanzmittel, Polymere, Pulver, Proteine, rückfettende Mittel, abschleifende Mittel, Slilcone, hautberuhigende Mittel, hautreinigende Mittel, hautpflegende Mittel, hautheilende Mittel, Hautaufhellungsmittel, hautschützende Mittel, hauterweichende Mittel, kühlende Mittel, hautkühlende Mittel, wärmende Mittel, hautwärmende Mittel, Stabilisatoren, UV-absorbierende Mittel, UV-Filter, Waschmittel, Weichspüler, suspendierende Mittel, Hautbräunungsmittel, Verdickungs-mittel, Vitamine, Öle, Wachse, Fette, Phospholipide, gesättigte Fettsäuren, ein- oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren, α-Hydroxysäuren, Polyhydroxyfettsäuren, Verflüssiger, Farbstoffe, farbschützende Mittel, Pigmente, Antikorrosiva, Aromen,

Geschmackstoffe, Riechstoffe oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen oder dermatologischen Formulierung wie Alkohole, Polyole, Elektrolyte, organische Lösungsmittel oder Silikonderivate.

Besonders bevorzugt ist die Zugabe von verschiedenen Parfumölen, die nacheinander freigesetzt werden können und bei dem Waschvorgang unterschiedliche, aufeinanderfolgende Dufterlebnisse dem Anwender vermitteln, bzw. durch die gleichzeitige Freisetzung der einzelnen Parfümöle einen neuen intensiveren Duft bilden.

Beispiele für Riechstoffe in den Parfümöle für die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen finden sich z.B. in S. Arctander, Perfume and Flavor Materials, Vol. I und II, Montclair, N. J., 1969, Selbstverlag oder K. Bauer, D. Garbe und H. Surburg, Common Fragrance and Flavor Materials, 3rd. Ed., Wiley-VCH, Weinheim 1997.

Im einzelnen seien genannt:
Extrakte aus natürlichen Rohstoffen wie Etherische Öle, Concretes, Absolues, Resine, Resinoide, Balsame, Tinkturen wie z. B. Ambratinktur; Amyrisöl; Angelica-samenöl; Angelicawurzelöl; Anisöl; Baldrianöl; Basilikumöl; Baummoos -Absolue; Bayöl; Beifußöl; Benzoeresin; Bergamotteöl; Bienenwachs-Absolue; Birkenteeröl; Bittermandelöl; Bohnenkrautöl; Buccoblätteröl; Cabreuvaöl; Cadeöl; Calmusöl;

Campheröl; Canangaöl; Cardamomenöl; Cascarillaöl; Cassiaöl; Cassie-Absolue;

Castoreum-absolue; Cedernblätteröl; Cedernholzöl; Cistusöl; Citronellöl; Citronenöl;

Copaivabalsam; Copaivabalsamöl; Corianderöl; Costuswurzelöl; Cuminöl;

Cypressenöl; Davanaöl; Dillkrautöl; Dillsamenöl; Eau de brouts-Absolue; Eichen-moos-Absolue; Elemiöl; Estragonöl; Eucalyptus-citriodora-Öl; Eucalyptusöl; Fenchelöl ; Fichtennadelöl; Galbanumöl; Galbanumresin; Geraniumöl; Grapefruitöl;

Guajakholzöl; Gurjunbalsam; Gurjunbalsamöl; Helichrysum-Absolue; Helichrysum-öl; Ingweröl; Iriswurzel-Absolue; Iriswurzelöl; Jasmin-Absolue; Kalmusöl;

Kamillenöl blau; Kamillenöl römisch; Karottensamenöl; Kaskarillaöl; Kiefemadelöl;

Krauseminzöl; Kümmelöl; Labdanumöl; Labdanum-Absolue; Labdanumresin; Lavandin-Absolue; Lavandinöl ; Lavendel- Absolue; Lavendelöl; Lemongrasöl; Lieb-stocköl; Limetteöl destilliert; Limetteöl gepresst; Linaloeöl; Litsea-cubeba-Öl;

Lorbeerblätteröl; Macisöl; Majoranöl; Mandarinenöl; Massoirindenöl; Mimosa- Absolue; Moschuskörneröl; Moschustinktur; Muskateller-Salbei-Öl; Muskatnußöl;

Myrrhen-Absolue; Myrrhenöl; Myrtenöl; Nelkenblätteröl; Nelkenblütenöl; Neroliöl; Olibanum- Absolue; Olibanumöl; Opopanaxöl; Orangenblüten- Absolue; Orangenöl;

Origanumöl; Palmarosaöl; Patchouliöl; Perillaöl; Perubalsamöl; Petersilienblätteröl;

Petersiliensamenöl; Petitgrainöl; Pfefferminzöl; Pfefferöl; Pimentöl; Pineöl; Poleyöl;

Rosen-Absolue; Rosenholzöl; Rosenöl; Rosmarinöl; Salbeiöl dalmatinisch; Salbeiöl spanisch; Sandelholzöl; Selleriesamenöl; Spiklavendelöl; Stemanisöl; Styraxöl; Tagetesöl; Tannennadelöl; Tea-tree-Öl; Terpentinöl; Thymianöl; Tolubalsam;

Tonka-Absolue; Tuberosen-Absolue; Vanilleextrakt; Veilchenblätter-Absolue;

Verbenaöl; Vetiveröl; Wacholderbeeröl; Weinhefenöl; Wermutöl; Wintergrünöl;

Ylangöl; Ysopöl; Zibet-Absolue; Zimtblätteröl; Zimtrindenöl; sowie Fraktionen davon, bzw. daraus isolierten Inhaltsstoffen;

Einzel-Riechstoffe aus der Gruppe der Kohlenwasserstoffe, wie z.B. 3 -Garen; α-Pinen; ß-Pinen; α-Terpinen; γ-Terpinen; p-Cymol; Bisabolen; Camphen; Caryophyllen; Cedren; Farnesen; Limonen; Longifolen; Myrcen; Ocimen; Valencen; (E,Z)-l,3,5-Undecatrien;

der ahphatischen Alkohole wie z. B. Hexanol; Octanol; 3-Octanol; 2,6-Dimethyl-heptanol; 2-Methylheptanol, 2-Methyloctanol; (E)-2-Hexenol; (E)- und (Z)-3-Hexe-nol; l-Octen-3-ol; Gemisch von 3,4,5,6,6-Pentamethyl-3/4-hepten-2-ol und 3,5,6,6-Tetramethyl-4-methyleneheptan-2-ol; (E,Z)-2,6-Nonadienol; 3 ,7-Dimethyl-7-meth-oxyoctan-2-ol; 9-Decenol; 10-Undecenol; 4-Methyl-3-decen-5-ol; der ahphatischen

Aldehyde und deren l,4-Dioxacycloalken-2-one wie z. B. Hexanal; Heptanal; Octa-nal; Nonanal; Decanal; Undecanal; Dodecanal; Tridecanal; 2-Methyloctanal; 2-Methylnonanal; (E)-2-Hexenal; (Z)-4-Heptenal; 2,6-Dimethyl-5-heptenal; 10-Undecenal; (E)-4-Decenal; 2-Dodecenal; 2,6,10-Trimethyl-5,9-undecadienal; Heptanaldiethylacetal; l,l-Dimethoxy-2,2,5-trimethyl-4-hexen; Citronellyloxyacet-aldehyd;

der ahphatischen Ketone und deren Oxime wie z.B. 2-Heptanon; 2-Octanon; 3-Octanon; 2-Nonanon; 5-Methyl-3-heptanon ; 5-Methyl-3-heptanonoxim; 2,4,4,7-Tetramethyl-6-octen-3-on; der ahphatischen schwefelhaltigen Verbindungen wie z.B.

3-Methylthiohexanol; 3-Methylthiohexylacetat; 3-Mercaptohexanol; 3-Mercapto-hexylacetat; 3-Mercaptohexylbutyrat; 3-Acetyltlιiohexylacetat; l-Menthen-8-thiol;

der ahphatischen Nitrile wie z.B. 2-Nonensäurenitril; 2-Tridecensäurenitril; 2,12-Tri-decensäurenitril; 3,7-Dimethyl-2,6-octadiensäurenitril; 3,7-Dimethyl-6-octensäure-nitril;

der ahphatischen Carbonsäuren und deren Ester wie z.B. (E)- und (Z)-3-Hexenylfor-miat; Ethylacetoacetat; Isoamylacetat; Hexylacetat; 3,5,5-Trimethylhexylacetat; 3-Methyl-2-butenylacetat; (E)-2-Hexenylacetat; (E)- und (Z)-3-Hexenylacetat; Octyl-acetat; 3-Octylacetat; l-Octen-3-ylacetat; Ethylbutyrat; Butylbutyrat; Isoamylbutyrat; Hexylbutyrat; (E)- und (Z)-3-Hexenylisobutyrat; Hexylcrotonat; Ethylisovalerianat; Ethyl-2-methylpentanoat; Ethylhexanoat; Allylhexanoat; Ethylheptanoat; Allyl-heptanoat; Ethyloctanoat; Ethyl-(E,Z)-2,4-decadienoat; Methyl-2-octinat; Methyl-2-noninat; Allyl-2-isoamyloxyacetat; Methyl-3,7-dimethyl-2,6-octadienoat;

der acyclischen Terpenalkohole wie z.B. Citronellol; Geraniol; Nerol; Linalool; Lavadulol; Nerolidol; Farnesol; Tetrahydrolinalool; Tetrahydrogeraniol; 2,6-Di-methyl-7-octen-2-ol; 2,6-Dimethyloctan-2-ol; 2-Methyl-6-methylen-7-octen-2-ol; 2,6-Dimethyl-5,7-octadien-2-ol; 2,6-Dimethyl-3,5-octadien-2-ol; 3,7-Dimethyl-4,6-octadien-3-ol; 3,7-Dimethyl-l,5,7-octatrien-3-ol 2,6-Dimethyl-2,5,7-octatrien-l-ol; sowie deren Formiate, Acetate, Propionate, Isobutyrate, Butyrate, Isovalerianate, Pentanoate, Hexanoate, Crotonate, Tiglinate, 3-Methyl-2-butenoate;

der acyclischen Terpenaldehyde und -ketone wie z.B. Geranial; Neral; Citronellal; 7-Hydroxy-3,7-dimethyloctanal; 7-Methoxy-3,7-dimethyloctanal; 2,6,10-Trimethyl- 9-undecenal; Geranylaceton; sowie die Dimethyl- und Diethylacetale von Geranial, Neral, 7-Hydroxy-3 ,7-dimethyloctanal;

der cyclischen Terpenalkohole wie z.B. Menthol; Isopulegol; alpha-Terpineol; Terpinenol-4; Menthan-8-ol; Menthan-1-ol; Menthan-7-ol; Borneol; Isoborneol;

Linalooloxid; Nopol; Cedrol; Ambrinol; Vetiverol; Guajol; sowie deren Formiate, Acetate, Propionate, Isobutyrate, Butyrate, Isovalerianate, Pentanoate, Hexanoate, Crotonate, Tiglinate, 3-Methyl-2-butenoate;

der cyclischen Terpenaldehyde und -ketone wie z.B. Menthon; Isomenthon; 8-Mer-captomenthan-3-on; Carvon; Campher; Fenchon; alpha-Ionon; beta-Ionon; alpha-n-Methylionon; beta-n-Methylionon; alpha-Isomethylionon; beta-Isomethylionon; alpha-Iron; alpha-Damascon; beta-Damascon; beta-Damascenon; delta-Damascon; gamma-Damascon; 1 -(2,4,4-Trimethyl-2-cyclohexen- 1 -yl)-2-buten- 1 -on; 1 ,3 ,4,6,7,8a-Hexahydro- 1 , 1 ,5,5-tetramethyl-2H-2,4a-methanonaphthalen-8(5H)-on;

Nootkaton; Dihydronootkaton; alpha-Sinensal; beta-Sinensal; Acetyliertes Cedem-holzöl (Methylcedrylketon);

der cyclischen Alkohole wie z.B. 4-tert.-Butylcyclohexanol ; 3,3,5-Trimethylcyclo-hexanol; 3-Isocamphylcyclohexanol; 2,6,9-Trimethyl-Z2,Z5,E9-cyclododecatrien-l-ol; 2-Isobutyl-4-methyltetrahydro-2H-pyran-4-ol;

der cycloaliphatischen Alkohole wie z.B. alpha,3,3-Trimethylcyclohexylmethanol; 2-Methyl-4-(2,2,3-trimethyl-3-cycloρent-l-yl)butanol; 2-Methyl-4-(2,2,3-trimethyl-3-cyclopent- 1 -yl)-2-buten- 1 -ol; 2-Ethyl-4-(2,2,3-trimethyl-3-cyclopent- 1 -yl)-2-buten-1-ol; 3-Methyl-5-(2,2,3-trimethyl-3-cyclopent-l-yl)-pentan-2-ol; 3-Methyl-5- (2,2,3-trimethyl-3-cyclopent-l-yl)-4-penten-2-ol; 3,3-Dimethyl-5-(2,2,3-trimethyl-3-cyclopent- 1 -yl)-4-penten-2-ol; 1 -(2,2,6-Trimethylcyclohexyl)pentan-3-ol; 1 -(2,2,6-Trimethylcyclohexyl)hexan-3-ol;

der cyclischen und cycloaliphatischen Ether wie z.B. Cineol; Cedrylmethylether;

Cyclododecylmethylether; (Ethoxymethoxy)cyclododecan; alpha-Cedrenepoxid; 3a,6,6,9a-Tetramethyldodecahydronaphtho[2,l-b]furan; 3a-Ethyl-6,6,9a-trimethyl-dodecahydronaphtho[2, 1 -bjfuran; 1 ,5,9-Trimethyl- 13-oxabicyclo[ 10.1.0]trideca-4,8-dien; Rosenoxid; 2-(2,4-Dimethyl-3-cyclohexen-l-yl)-5-methyl-5-(l-methylpropyl)-1,3-dioxan;

der cyclischen Ketone wie z.B. 4-tert.-Butylcyclohexanon; 2,2,5-Trimethyl-5-pentyl-cyclopentanon; 2-Heptylcyclopentanon; 2-Pentylcyclopentanon; 2-Hydroxy-3-methyl-2-cyclopenten- 1 -on; 3-Methyl-cis-2-penten- 1 -yl-2-cyclopenten- 1 -on; 3-Methyl-2-pentyl-2-cyclopenten-l-on; 3-Methyl-4-cyclopentadecenon; 3-Methyl-5-cyclopentadecenon; 3-Methylcyclopentadecanon; 4-(l-Ethoxyvinyl)-3,3,5,5-tetra-methylcyclohexanon; 4-tert.-Pentylcyclohexanon; 5-Cyclohexadecen-l-on; 6,7-Dihydro- 1 , 1 ,2,3 ,3-pentamethyl-4(5H)-indanon; 5-Cyclohexadecen- 1 -on; 8-Cyclo-hexadecen-1-on; 9-Cycloheptadecen-l-on; Cyclopentadecanon;

der cycloaliphatischen Aldehyde wie z.B. 2,4-Dimethyl-3-cyclohexencarbaldehyd; 2-Methyl-4-(2,2,6-trimethyl-cyclohexen- 1 -yl)-2-butenal; 4-(4-Hydroxy-4-methylpen-tyl)-3-cyclohexencarbaldehyd; 4-(4-Methyl-3-penten-l-yl)-3-cyclohexencarbalde-hyd;

der cycloaliphatischen Ketone wie z. B. l-(3,3-Dimethylcyclohexyl)-4-penten-l-on; 1 -(5,5-Dimethyl- 1 -cyclohexen- 1 -yl)-4-penten- 1 -on; 2,3 ,8,8-Tetramethyl-l,2,3,4,5,6,7,8-octahydro-2-naphtalenylmethylketon; Methyl-2,6,10-trimethyl-2,5,9-cyclododecatrienylketon; tert.-Butyl-(2,4-dimethyl-3-cyclohexen- 1 -yl)keton;

der Ester cyclischer Alkohole wie z.B. 2-tert-Butylcyclohexylacetat; 4-tert Butyl-cyclohexylacetat; 2-tert-Pentylcyclohexylacetat; 4-tert-Pentylcyclohexylacetat; Deca-hydro-2-naphthylacetat; 3-Pentyltetrahydro-2H-pyran-4-ylacetat; Decahydro-2,5,5, 8a-tetramethyl-2-naphthylacetat; 4,7-Methano-3a,4,5,6,7,7a-hexahydro-5, bzw. 6-indenylacetat; 4,7-Methano-3a,4,5,6,7,7a-hexahydro-5, bzw. 6-indenylpropionat;

4,7-Methano-3a,4,5,6,7,7a-hexahydro-5, bzw. 6-indenylisobutyrat; 4,7-Methano-octahydro-5, bzw. 6-indenylacetat;

der Ester cycloaliphatischer Carbonsäuren wie z. B. Allyl-3-cyclohexylpropionat; Allylcyclohexyloxyacetat; Methyldihydrojasmonat; Methyljasmonat; Methyl-2-hexyl-3-oxocyclopentancarboxylat; Ethyl-2-ethyl-6,6-dimethyl-2-cyclohexencarb-oxylat; Ethyl-2,3,6,6-tetramethyl-2-cyclohexencarboxylat; Ethyl-2-methyl-l,3-di-oxolan-2-acetat;

der aromatischen Kohlenwasserstoffe wie z. B. Styrol und Diphenylmethan;

der araliphatischen Alkohole wie z.B. Benzylalkohol; 1-Phenylethylalkohol; 2-Phenylethylalkohol; 3-Phenylpropanol; 2-Phenylpropanol; 2-Phenoxyethanol; 2,2-Dimethyl-3-phenylpropanol; 2,2-Dimethyl-3-(3-methylphenyl)propanol; 1,1-Di-methyl-2-phenylethylalkohol; l,l-Dimethyl-3-phenylpropanol; l-Ethyl-l-methyl-3-phenylpropanol; 2-Methyl-5-phenylpentanol; 3-Methyl-5-phenylpentanol; 3-Phenyl-2-propen- 1 -ol; 4-Methoxybenzylalkohol; 1 -(4-Isopropylphenyl)ethanol;

der Ester von araliphatischen Alkoholen und ahphatischen Carbonsäuren wie z.B.; Benzylacetat; Benzylpropionat; Benzylisobutyrat; Benzylisovalerianat; 2-Phenyl-ethylacetat; 2-Phenylethylpropionat; 2-Phenylethylisobutyrat; 2-Phenylethyliso- valerianat; 1-Phenylethylacetat; alpha-Trichlormethylbenzylacetat; alpha,alpha-Di-methylphenylethylacetat; alpha,alpha-Dimethylphenylethylbutyrat; Cinnamylacetat; 2-Phenoxyethylisobutyrat; 4-Methoxybenzylacetat; der araliphatischen Ether wie z.B. 2-Phenylethylmethylether; 2-Phenylethylisoamylether; 2-Phenylethyl-l-ethoxy-ethylether; Phenylacetaldehyddimethylacetal; Phenylacetaldehyddiethylacetal; Hy-dratropaaldehyddimethylacetal; Phenylacetaldehydglycerinacetal; 2,4,6-Trimethyl-4-phenyl-l,3-dioxane; 4,4a,5,9b-Tetrahydroindeno[l,2-d]-m-dioxin; 4,4a,5,9b-Tetra-hydro-2,4-dimethylindeno[l,2-d]-m-dioxin;

der aromatischen und araliphatischen Aldehyde wie z. B. Benzaldehyd; Phenylace-taldehyd; 3-Phenylpropanal; Hydratropaaldehyd; 4-Methylbenzaldehyd; 4-Methyl-phenylacetaldehyd; 3 -(4-Ethylphenyl)-2,2-dimethylpropanal; 2-Methyl-3 -(4-isopro-pylphenyl)propanal; 2-Methyl-3-(4-tert.-butylphenyl)propanal; 3-(4-tert.-Butyl-phenyl)propanal; Zimtaldehyd; alpha-Butylzimtaldehyd; alpha-Amylzimtaldehyd; alpha-Hexylzimtaldehyd; 3-Methyl-5-phenylpentanal; 4-Methoxybenzaldehyd; 4- Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd; 4-Hydroxy-3-ethoxybenzaldehyd; 3,4-Methylen-dioxybenzaldehyd; 3 ,4-Dimethoxybenzaldehyd; 2-Methyl-3 -(4-methoxyphenyl)pro-panal; 2-Methyl-3-(4-methylendioxyphenyl)propanal;

der aromatischen und araliphatischen Ketone wie z.B. Acetophenon; 4-Methylaceto-phenon; 4-Methoxyacetophenon; 4-tert.-Butyl-2,6-dimethylacetophenon; 4-Phenyl-2-butanon; 4-(4-Hydroxyphenyl)-2-butanon; l-(2-Naphthalenyl)ethanon; Benzo-phenon; 1 , 1 ,2,3 ,3,6-Hexamethyl-5-indanylmethylketon; 6-tert.-Butyl- 1 , l-dimethyl-4-indanylmethylketon; 1 -[2,3 -dihydro- 1 , 1 ,2,6-tetramethyl-3 -( 1 -methylethyl)- 1 H-5-in-denyl]ethanon; 5',6',7',8'-Tetrahydro-3',5',5',6',8',8'-hexamethyl-2-acetonaphthon;

der aromatischen und araliphatischen Carbonsäuren und deren Ester wie z.B. Ben-zoesäure; Phenylessigsäure; Methylbenzoat; Ethylbenzoat; Hexylbenzoat; Benzyl-benzoat; Methylphenylacetat; Ethylphenylacetat; Geranylphenylacetat; Phenylethyl-phenylacetat; Methylcinnmat; Ethylcinnamat; Benzylcinnamat; Phenylethylcinna-mat; Cinnamylcinnamat; Allylphenoxyacetat; Methylsalicylat; Isoamylsalicylat;

Hexylsalicylat; Cyclohexylsalicylat; Cis-3-Hexenylsalicylat; Benzylsahcylat; Phenylethylsalicylat; Methyl-2,4-dihydroxy-3,6-dimethylbenzoat; Ethyl-3-phenyl-glycidat; Ethyl-3 -methyl-3 -phenylglycidat;

der stickstoffhaltigen aromatischen Verbindungen wie z.B. 2,4,6-Trinitro-l,3-dime-thyl-5-tert.-butylbenzol; 3,5-Dinitro-2,6-dimethyl-4-tert.-butylacetophenon; Zimtsäu-renitril; 5-Phenyl-3-methyl-2-pentensäurenitril; 5-Phenyl-3-methylpentansäurenitril; Methylanthranilat; Methy-N-methylanthranilat; Schiff sehe Basen von Methyl-anthranilat mit 7-Hydroxy-3,7-dimethyloctanal, 2-Methyl-3-(4-tert.-butylphenyl)pro-panal oder 2,4-Dimethyl-3-cyclohexencarbaldehyd; 6-Isopropylchinolin; 6-Isobutyl-chinolin; 6-sec-Butylchinolin; Indol; Skatol; 2-Methoxy-3-isopropylpyrazin; 2-Iso-butyl-3 -methoxypyrazin;

der Phenole, Phenylether und Phenylester wie z.B. Estragol; Anethol; Eugenol; Eugenylmethy lether; Isoeugenol; Isoeugenylmethylether; Thy ol; Carvacrol; Di-phenylether; beta-Naphthylmethylether; beta-Naphthylethylether; beta-Naphthyliso-butylether; 1,4-Dimethoxybenzol; Eugenylacetat; 2-Methoxy-4-methylρhenol; 2-Ethoxy-5-(l -propenyl)phenol; p-Kresylphenylacetat;

der heteroeyclischen Verbindungen wie z.B. 2,5-Dimethyl-4-hydroxy-2H-furan-3-on;

2-Ethyl-4-hydroxy-5-methyl-2H-furan-3-on; 3-Hydroxy-2-methyl-4H-pyran-4-on; 2-Ethyl-3-hydroxy-4H-pyran-4-on;

der Lactone wie z.B. 1,4-Octanolid; 3-Methyl-l,4-octanolid; 1,4-Nonanolid; 1,4-Decanolid; 8-Decen-l,4-olid; 1,4-Undecanolid; 1,4-Dodecanolid; 1,5-Decanolid;

1,5-Dodecanolid; 1,15-Pentadecanolid; eis- und trans-l l-Pentadecen-l,15-olid; cis-und trans-12-Pentadecen-l,15-olid; 1,16-Hexadecanolid; 9-Hexadecen-l,16-olid; 10-Oxa- 1 , 16-hexadecanolid; 11 -Oxa- 1 , 16-hexadecanolid; 12-Oxa- 1 , 16-hexadeca-nolid; Ethylen-l,12-dodecandioat; Ethylen-l,13-tridecandioat; Cumarin; 2,3-Di-hydrocumarin; Octahydrocumarin.

Die Parfümöle werden im allgemeinen in einer Menge von 0.05 bis 5 Gew.-%, bevorzugt von 0.1 bis 2.5 Gew.-%, insbesondere bevorzugt von 0.2 bis 1.5 Gew.-%, bezogen auf die Seifengrundmasse, der Seifengrundmasse zugesetzt.

Die Parfümöle können in flüssiger Form, unverdünnt oder mit einem Lösungsmittel verdünnt für Parfümierungen der Seifengrundmasse zugesetzt werden. Geeignete Lösungsmittel hierfür sind z.B. Ethanol, Isopropanol, Diethylenglycolmonoethyl-ether, Glycerin, Propylenglycol, 1,2-Butylenglycol, Dipropylenglycol, Diethyl-phthalat, Triethylcitrat, Isopropylmyristat usw.

Des weiteren können die Parfümöle für die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen an einem Trägerstoff adsorbiert sein, der sowohl für eine feine Verteilung der Riechstoffe im Produkt als auch für eine kontrollierte Freisetzung bei der Anwendung sorgt. Derartige Träger können poröse anorganische Materialien wie Leichtsulfat, Kieselgele, Zeolithe, Gipse, Tone, Tongranulate, Gasbeton usw. oder organische

Materialien wie Hölzer und CelTulose-basierende Stoffe sein.

Die Parfümöle für die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen können auch mikro-verkapselt, sprühgetrocknet, als Einschluss-Komplexe oder als Extrusions-Produkte vorliegen und in dieser Form der zu parfümierenden Seifengrundmasse hinzugefügt werden.

Gegebenenfalls können die Eigenschaften der derart modifizierten Parfümöle durch sog. „Coaten" mit geeigneten Materialien im Hinblick auf eine gezieltere Duftfrei-setzung weiter optimiert werden, wozu vorzugsweise wachsartige Kunststoffe wie z.B. Polyvinylalkohol verwendet werden.

Die Mikroverkapselung der Parfümöle kann beispielsweise durch das sog. Koazerva-tionsverfahren mit Hilfe von Kapselmaterialien z.B. aus Polyurethan-artigen Stoffen oder Weichgelatine, erfolgen. Die sprühgetrockneten Parfümöle können beispielsweise durch Sprühtrocknung einer das Parfümöl enthaltenden Emulsion, bzw. Dis- persion hergestellt werden, wobei als Trägerstoffe modifizierte Stärken, Proteine, Dextrin und pflanzliche Gummen verwendet werden können. Einschluss-Komplexe können z.B. durch Eintragen von Dispersionen von dem Parfümöl und Cyclo-dextrinen oder Harnstoffderivaten in ein geeignetes Lösungsmittel, z.B. Wasser, hergestellt werden. Extrusions-Produkte können durch Verschmelzen der Parfümöle mit einem geeigneten wachsartigen Stoff und durch Extrusion mit nachfolgender Erstarrung, ggf. in einem geeigneten Lösungsmittel, z.B. Isopropanol, erfolgen.

Die Riechstoffe können auch in Form von Precursoren eingesetzt werden.

Nicht limitierende Beispiele für Riechstoff Precursoren, mit denen sich die erfindungsgemäße Mehrphasenseife vorteilhaft kombinieren lässt, seien im Folgenden genannt:
Alkohole, bevorzugt Riechstoffalkohole und Aldehyd oder Keton freisetzende Acetale; Alkohole, bevorzugt Riechstoffalkohole freisetzende Orthoester und

Orthocarbonate; Alkohole, bevorzugt Riechstoffalkohole und teilweise Aldehyd oder Keton freisetzende Ester oder Carbonate; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol und teilweise Keton freisetzende ß-Ketoester; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol und Lacton freisetzende Hydroxyester; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol und Lacton und teilweise Keton freisetzende geschützte Hydroxyester; Alkohol, bevorzugt

Riechstoffalkohol oder Aldehyd, bevorzugt Riechstoffaldehyd oder Keton, bevorzugt Riechstoff eton und Benzopyranon freisetzende Arylacrylsäureester; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol freisetzende ß,γ-ungesättigte-δ-Ketoester; Carbonsäuren freisetzende α-Amide; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol freisetzende ß-Amino-ester; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol oder Aldehyd, bevorzugt Riechstoffaldehyd oder Keton, bevorzugt Riechstoffketon freisetzende Organosiloxane; Aldehyd, bevorzugt Riechstoffaldehyd oder Keton, bevorzugt Riechstoffketon freisetzende Iminoalkylpolysiloxane; Aldehyd, bevorzugt Riechstoffaldehyd oder Keton, bevorzugt Riechstoffketon freisetzende Oxazolidine; Aldehyd oder Keton, bevorzugt Citral freisetzende Weinsäuredioxolane; Oxim oder Aldehyd oder Keton und Alkohol oder Lacton freisetzende Oximcarbonsäuren; Keton, bevorzugt Arylketon freisetzende α-Alkoxyarylketone; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol und/oder Keton, bevorzugt Riechstoffketon freisetzende 2-Benzoylbenzoesäureester, 2-Alkanoylbenzoesäureester und -Ketoester; Aldehyd und Keton freisetzende polymer gebundene Imine; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol oder Aldehyd, bevorzugt Riechstoffaldehyd oder Keton, bevorzugt Riechstoffketon freisetzende

Serin Carbonate; Aldehyd, bevorzugt Riechstoffaldehyd oder Keton, bevorzugt Riechstoffketon und Hydroxycarbonsäure freisetzende Dioxolanone; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol freisetzende Kieselsäureester; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol freisetzende cyclische Hydroxyester oder cyclische Ketoester; Thiol freisetzende S-Glycoside; Thiol freisetzende Disulfide; Riechstoffaldehyd freisetzende cyclische Aldehyd Trimere; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol freisetzende α-Alkoxy-α-alkylidenaldehyde; Alkohol, bevorzugt Riechstoffalkohol freisetzende Ester mit zusätzlicher Amidfunktionalität; Alkohole, bevorzugt Riechstoffalkohol freisetzende Betain Ester.

Die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen können Pflanzenteile und Pflanzenextrakte enthalten. Es seien genannt z. B. Arnika, Aloe, Bartflechte, Efeu, Brennnessel, Ginseng, Henna, Kamille, Ringelblume, Rosmarin, Salbei, Schachtelhalm oder Thymian. Tierische Extrakte wie z. B. Gelee royale, Propolis, Proteine oder Thymusextrakte.

Des weiteren können in die Mehrphasenseifen dermal applizierbare kosmetische Öle eingearbeitet sein wie z.B. Neutralöle vom Typ Miglyol 812, Aprikosenkernöl, Avocadoöl, Babassuöl, Baumwollsamenöl, Borretschöl, Distelöl, Erdnussöl, Gamma-Oryzanol, Hagebuttenkernöl, Hanföl, Haselnussöl, Johannisbeersamenöl,

Jojobaöl, Kirschkernöl, Lachsöl, Leinöl, Maiskeimöl, Makadamianussöl, Mandelöl, Nachtkerzenöl, Nerzöl, Olivenöl, Pekannussöl, Pfirsichkemöl, Pistazienkernöl, Rapsöl, Reiskeimöl, Rizinusöl, Safloröl, Sesamöl, Sojaöl, Sonnenblumennöl, Teebaumöl, Traubenkernöl oder Weizenkeimöl.

Die Mehrphasenseifen können UV- Absorber (UV-Filter) wie z.B. Neo Heliopane® zum Schutz vor Verfärbung der Seife bzw. Schutz vor Sonneneinstrahlung auf der Haut enthalten.

Geeignete Lichtschutzmittel sind z.B. organische UV-Absorber aus der Klasse der 4- Aminobenzoesäure und Derivate, Salicylsäure-Derivate, Benzophenon-Derivate, Dibenzoylmethan-Derivate, Diphenylacrylate, 3-Imidazol-4-yl-acrylsäure und deren Ester, Benzofuran-Derivate, Benzylidenmalonat-Derivate, polymere UV-Absorber, enthaltend einen oder mehrere Silizium-organische Reste, Zimtsäure-Derivate, Campher-Derivate, Trianilino-s-Triazin-Derivate, 2-Hydroxyphenylbenzotriazol- Derivate, 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren Salze, Anthranilsäure-menthylester, Benzotriazolderivate.

Die nachfolgend genannten UV-Absorber, die im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.

4-Aminobenzoesäure, 4-Aminobenzoesäureethylester, 4-Dimethylaminobenzoe-säure-2-ethylhexylester, 4-Aminobenzoesäureglycerinester, Salicylsäure-homo-menthylester (Homosalate), Salicylsäure-2-ethylhexylester, Triethanolaminsalicylat, 4-Isopropylbenzylsalicylat, Anthranilsäurementhylester, Diisopropylzimtsäureethyl-ester, p-Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester, Diisopropylzimtsäuremethylester, p-Methoxyzimtsäureisoamylester, p-Methoxyzimtsäure-diethanolaminsalz, p-Methoxy-zimtsäure-isopropylester, 2-Ethylhexyl-2-cyano-3 ,3 -diphenylacrylat, Ethyl-2-cyano-3,3'-diphenylacrylat, 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren Salze, 3-(4'-Trimethylammonium)-benzyliden-bornan-2-on-methylsulfat, Terephthalyliden-di-bornansulfonsäure und Salze, 4-t-Butyl-4'-methoxy-dibenzoylmethan, ß-Imidazol-4(5)-acrylsäure (Urocaninsäure), 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure, Dihydroxy-4-methoxybenzophenon, 2,4-Di-hydroxybenzophenon, Tetrahydroxybenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4,4'-di-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-n-octoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy- 4'-methylbenzophenon, 3-(4'-Sulfo)benzyliden-bornan-2-on und deren Salze, 3-(4'- Methylbenzyliden)campher, 3-Benzylidencampher, 3,3'-(l ,4-Phenylenedimethine)-bis-(7,7-dimethyl-2-oxo-bicyclo-[2.2.1]heptane-l-methansulfonsäure und deren Salze, 4-Isopropyldibenzoylmethan, 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethylhexyl-r-oxy)-1,3,5-triazin, Phenylen-l,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure und deren Salze, besonders die entsprechenden Natrium, Kalium- oder Trierthanolammonium- Salze, insbesondere das Dinatriumsalz, 2,2'-(l,4-Phenylen)-bis-(lH-benzimidazol-4,6-disulfonsäure), Mononatriumsalz, N-[(2 und 4)-[2-(oxoborn-3-yliden)methyl]benzyl]-acrylamid-Polymer, Phenol, 2-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-(2-methyl-3 ( 1 ,3 ,3 ,3 -tetramethyl- 1 -(trimethylsilyl)-oxy)-disiloxy anyl)-propyl), 4,4'-[(6-[4-(l,l-Dimethyl)-aminocarbonyl)-phenylamino]-l,3,5-triazin-2,4-diyl)diimino]-bis-(benzoesäure-2-ethylhexylester), 2,2'-Methylen-bis-(6-(2H-benztri-azol-2-yl)-4- 1 , 1 ,3 ,3-tetramethylbutyl)-phenol), 2,4-bis-[4-(2-ethylhexyloxy)-2-hydroxyphenyl]-l,3,5-ιriazin, Benzylidenmalonat-Polysiloxan, Glyceryl-ethyl-hexanoat-dimethoxycinnamat, Dinatrium-2,2 ' -dihydroxy-4,4 ' -dimethoxy-5,5 ' -di-sulfo-benzophenon, Dipropylenglykolsalicylat, Natrium-hydroxymethoxybenzo-phenon-sulfonat, 4,4 ' ,4-( 1 ,3 ,5 -Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2-ethylhexylester), 2,4-Bis-[{(4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy}-phenyl]-6-(4-methoxyphenyl)-l,3,5-triazin, 2,4-Bis-[{(4-(3-sulfonato)-2-hydroxy-propyloxy)-2-hydroxy} -phenyl]-6-(4-methoxyphenyl)-l ,3,5-triazin-Natriumsalz, 2,4-Bis-[{ (3-(2-Propyloxy)-2-hydroxy-propyloxy)-2-hydroxy}-phenyl]-6-(4-methoxy-phenyl)-l,3,5-triazin, 2,4-Bis-[{4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy}-phenyl]-6-[4-(2-methoxyethyl-carbonyl)-phenylamino]-l,3,5-triazin, 2,4-Bis-[{4-(3-(2-propyloxy)-2-hydroxy-propyloxy)-2-hydroxy}-phenyl]-6-[4-(2-ethylcarboxyl)-phenylamino]-l,3,5-triazin, 2,4-Bis-[{4-(2-Ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy}-ρhenyl]-6-(l-methyl-pyrrol-2-yl-)-l,3,5-triazin, 2,4-Bis-[{4-tris-(trimethylsiloxy-silylpropyloxy)-2-hydroxy}-phenyl]-6-(4-methoxyphenyl)-l,3,5- triazin, 2,4-Bis-[{4-(2"-Methylpropenyloxy)-2-hydroxy}-phenyl]-6-(4-methoxyphenyl)-l,3,5-triazin, 2,4-Bis-[{4-(l',l',l',3'5',5',5'-Hepta-methylsiloxy-2"-methyl-propyloxy)-2-hydroxy}-phenyl]-6-(4-methoxyphenyl)-1,3,5-triazin.

Vorteilhaft enthalten erfindungsgemäße Zubereitungen, die UV-Strahlung absorbieren, wobei UV-A- und/oder UV-B-Filtersubstanzen verwendet werden können. Die Gesamtmenge der Filtersubstanzen beträgt vorzugsweise 0,1 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,2 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

Es können darüber hinaus partikuläre UV-Filter oder anorganische Pigmente eingesetzt werden, die gegebenenfalls hydrophobisiert sein können, wie die Oxide des Titans (TiO2), Zinks (ZnO), Eisens (Fe2O3), Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z.B. MnO), Aluminiums (Al2O3), Cers (z.B. Ce2O3) und/oder

Mischungen.

Vorteilhaft ist auch die Einarbeitung von Kühlmitteln in die Mehrphasenseife. Als Kühlmittel seien beispielhaft genannt: 1-Menthol, Menthonglycerinacetal, Menthyllactat, substituierte Menthyl-3-carbonsäureamide (z.B. Menthyl-3-carbon-säure-N-ethylamid), 2-Isopropyl-N,2,3-trimethylbutanamid, substituierte Cyclo-hexancarbonsäureamide, 3 -Menthoxypropan- 1 ,2-diol, 2-Hydroxyethylmenthyl-carbonat, 2-Hydroxypropylmenthylcarbonat, N-Acetylglycinmenthylester, Menthyl-hydroxycarbonsäureester (z.B. Menthyl-3-hydroxybutyrat), Monomenthylsuccinat 2-Mercaptocyclodecanon, Menthyl-2-pyrrolidin-5-oncarboxylat.

Die erfindungsgemäßen Mehrphasenseifen können antimikrobielle Wirkstoffe und Biozide enthalten. Die Biozide können hydrophiler, amphoterer oder hydrophober Natur sein. Als Beispiele seien genannt:
ß-Lactam- Wirkstoffe und deren Salze, Lactone, 2-Pyridone und 2-Pyrithone, α- und ß-Cyclodextrine, Ciprofloxacin, Norfloxacin, Tetracycline, Erythromycin, Amikacin, Triclosan, Deoxycycline, Capreomycin, Chlorhexidine, Chlortetracycline, Oxytetracycline, Clindamycin, Ethambutol, Metronidazol, Pentamidin, Gentamicin, Kanamycin, Lineomycin, Methacycline, Minocycline, Neomycin, Netilmicin, Paromomycin, Streptomycin, Tobramycin, Miconazol, Amanfadin, Quartemäre

Monoammonium Salze wie Cocoaljtylbenzyldimethylammoniumchlorid, (C12- C14)alkylbenzyldimethylammoniumchlorid, l-(3-Chlorallyl)-3,5,7-triaza-l-azo-niaadamantanechlorid (Dowicil®5' Cocoalkyldichlorobenzyldimethylammonium-chlorid, Tetradecylbenzyldimethylammoniumchlorid, Didecyldimethylammonium-chlorid, Dioctyldimethylammoniumchorid, Myristyltrimethylammoniumbromid, Cetyltrimethylammoniumbromid, Monoquartemäre hetreocyclische Aminsalze wie beispielsweise Laurylpyridiniumchlorid, Cetylpyridiniumchlorid, (C12-C1 )alkyl-benzylimidazoliumchlorid, Triphenylphosphonium Salze wie beispielsweise Myristyltriphenylphosphoniumbromid, Polymere Biozide wie beispielsweise aus der Reaktion erhältlich von Epichlorhydrin und Dimethylamin, Diethylamin oder Imidazol, l,3-Dichlor2-proρanol und Dimethylamin oder l,3-Bis(dimethylamino)-2-propanol, Ethylendichlorid und l,3-Bis(dimethylamino)-2-propanol, Bis(2-chloroethyl)ether und N,N'-bis(dimethylaminopropyl)-hamstoff oder -thioharnstoff, polymere Biguanidin-Hydrochloride (z.B. Vantocil IB), Derivate von N-(N'-C8-C18alkyl-3-aminopropyl)glycin, von N-(N'-(N"-C8-C18alkyl-2-aminoethyl)-2-amino-ethyl)glycin, von N-(N,-bis(N'-C8-C18alkyl-2-aminoethyl)glycin, wie beispielsweise

(Dodecyl)(Aminopropyl)glycin oder (Dodecyl)(Diethylendiamin)glycin, Amine wie N-(3-Aminopropyl)-N-dodecyl-l,3-propandiamin, Halogenierte Biozide, beispielsweise Hypochlorite oder Natriumdichloroisocyanurate, phenolische Biozide wie beispielsweise Phenol und seine Derivate, Phenolether, Monoalkylphenole, Poly-alkylphenole, Arylphenole, o-Phenylphenol, p-tert-Butylphenol, 6-n-Amyl-m-kresol,

4,4'-Diamidino-α,ω-diphenoxypropandiisethionat (Propamidinisethionat), 4,4'-Di-amidino-α,ω-diphenoxyhexandiisethionat (Hexamidinisethionat), Alkyl- und/oder Aryl-chlor oder -bromphenole, wie z.B. o-Benzyl-p-chlorphenol, Resorcin und seine Derivate wie z.B. Resorcinmonoacetat, Kresole, p-Chlor-m-Xylol, Dichlor-m-Xylol, 4-Chlor-m-Kresol, halogenierte Diphenylether wie beispielsweise 2',4,4'-Trichloro-2-hydroxydiphenylether (Triclosan) oder 2,2'-Dihydroxy-5,5'-dibromodiphenylether, Chlorophenesin (p-Chlorphenylglycerinether), Bisphenol- Verbindungen, Bis(2-hy-droxy-3,5-dichlorophenyl)sulfid, Bis(2-hydroxy-5-chlorobenzyl)sulfid, Halogenierte Carbanilide wie z.B. 3,4,4'-Trichlorocarbanilid.

Weiterhin geeignet sind Pyrithion, insbesondere die Natrium- und Zink- Verbindungen, Octopirox®, Nuosept®, Nuosept C®, Dimethyldimethylolhydantoin (DMDM, Glydant®), 3-Butyl-2-iodopropinylcarbamat, Glydant Plus®, 3-Iso-thiazolon- Verbindungen, Methylchloroisothiazolinon, Diazolidinylharnstoff (Germall II®), Imidazolidinylhamstoff (Abiol®, Unicide U-13®, Germall 115®),

Benzylalkohol, Bicyclische Polymethoxyoxazolidinone (z.B. Nuosept® C), 2-Bromo-2-nitropropan-l,3-diol (Bronopol®), Iodopropenylbutylcarbamate (Polyphase P100®), Chloroacetamid, Methanamin, l,2-Dibromo-2,4-dicyanobutan (Tektamer®), 5-Bromo-5-nitro-l,3-dioxane (Bronidox®), Phenethylalkohol, o-Phenylphenol, Natrium o-phenylphenol, Natrium Hydroxymethylglycinat (Suttocide A®),

Dimethoxan, Kathon CG®, Thimerosal, Dichlorobenzylalkohol, Captan, Chlor-phenenesin, Dichlorophen, Chlorbutanol, Glyceryllaurat.

Aryl- oder Aryloxy-substituierte, unverzweigte oder ein und mehrfach alkylver-zweigte gesättigte oder ein bis fünffach ungesättigte (bis zu fünf Doppel- oder

Dreifachbindungen, auch gemischte En-In- Verbindungen) Fettalkohole, -aldehyde und -säuren der Kettenlängen C2 bis C40.

Aryl- oder Aryloxy-substituierte unverzweigte oder ein und mehrfach alkylver-zweigte gesättigte oder ein bis fünffach ungesättigte (bis zu fünf Doppel- oder

Dreifachbindungen, auch gemischte En-In- Verbindungen) Alkandiole, Dialdehyde und Dicarbonsäuren der Kettenlängen C2 bis C40.

Mono- und Oligoglyceride (bis 4 Glycerin-Einheiten) Aryl- oder Aryloxy-sub-stituierter unverzweigter oder ein und mehrfach alkylverzweigter gesättigter oder ein bis fünffach ungesättigter (bis zu fünf Doppel- oder Dreifachbindungen, auch gemischte En-In- Verbindungen) Fettalkohole (Mono- und Oligoglycerinmonoalkyl-ether), Fettsäuren (Mono- und Oligoglycerinmonoalkylester), Alkandiole (Mono-und Oligoglycerinmonoalkylether; Bis(mono-/oligoglyceryl)alkyldiether) und Di-carbonsäuren (Mono- und Oligoglycerinmonoalkylester; Bis(mono-/oligoglyceryl)-alkyldiester) der Kettenlängen C2 bis C40.

Fettsäureester unverzweigter oder ein und mehrfach alkylverzweigter gesättigter oder ein bis fünffach ungesättigter (bis zu fünf Doppel- oder Dreifachbindungen, auch gemischte En-In- Verbindungen), ggf. auch Aryl- oder Aryloxy-substituierter Carbonsäuren der Kettenlängen C2 bis C40 mit unverzweigten oder ein und mehrfach alkylverzweigten gesättigten oder ein bis fünffach ungesättigten (bis zu fünf Doppeloder Dreifachbindungen, auch gemischte En-In- Verbindungen), ggf. auch Aryl- oder Aryloxy-substituierten ein- bis sechswertigen Fettalkoholen der Kettenlängen C2 bis C40.

Pflanzliche und tierische Fettsäureschnitte, enthaltend unverzweigte oder ein und mehrfach alkylverzweigte gesättigte oder ein bis fünffach ungesättigte (bis zu fünf Doppel- oder Dreifachbindungen, auch gemischte En-In-Verbindungen), Fettalkohole, -aldehyde und -säuren der Kettenlängen C2 bis C40 (z.B. Kokosfettsäuren, Palmkernfettsäuren, Wollwachssäuren) .

Mono- und Oligoglyceride des Lanolins, von Lanolinalkoholen und Lanolinsäuren (z.B. Glyceryl Lanolat, Neocerit), Glycyrrhezitinsäure und Derivate (z.B. Glycyrrhetinyl Stearate), natürliche und synthetische Cardenolide (z.B. Digitoxin, Dogoxin, Digoxygenin, Gitoxygenin, Strophanthin und Strophanthidin), natürliche und synthetische Bufadienolide (z.B. Scillaren A, Scillarenin und Bufotalin), Sapogenine und Steroid-Sapogenine (z.B. Amyrine, Oleanolsäure, Digitonin, Gitogenin, Tigogenin und Diosgenin), Steroid-Alkaloide pflanzlichen und tierischen Ursprungs (z.B. Tomatidin, Solanin, Solanidin, Conessin, Battachotoxin und Homobatrachotoxin).

Ein- und mehrfach halogenierte Nitrile, Dinitrile, Trinitrile oder Tetranitrile.

Mono- und Oligohydroxyfettsäuren der Kettenlängen C2 bis C24 (z.B. Milchsäure, 2-Hydroxypalmitinsäure), deren Oligo- und/oder Polymere sowie pflanzliche und tierische Rohstoffe dieselben enthaltend.

Unsubstituierte und Alkylsubstituierte Hydrochinone sowie Pflanzenextrakte, dieselben enthaltend (z.B. Salbeiextrakt, Rosmarinextrakt).

Acyclische Terpene: Terpenkohlenwasserstoffe (z.B. Ocimen, Myrcen), Teφen-alkohole (z.B. Geraniol, Linalool, Citronellol), Terpenaldehyde und -ketone (z.B. Citral, Pseudoionon, ß-Ionon); Monocyclische Terpene: Teφenkohlenwasserstoffe (z.B. Terpinen, Terpinolen Limonen), Terpenalkohole (z.B. Terpineol, Thymol, Menthol), Terpenketone (z.B. Pulegon, Carvon) Bicyclische Teφene: Teφenkohlenwasserstoffe (z.B. Caran, Pinan, Bornan), Teφenalkohole (z.B.

Borneol, Isoborneol), Teφenketone (z.B. Campher), Sesquiteφene: Acyclische Sesquiteφene (z.B. Farnesol, Nerolidol), Monocyclische Sesquiteφene (z.B. Bisabolol), Bicyclische Sesquiteφene (z.B. Cadinen, Sehnen Vetivazulen, Guajazulen), Tricyclische Sesquiteφene (z.B. Santalen), Diteφene (z.B. Phytol), Tricyclische Diteφene (z.B. Abietinsäure), Triteφene (Squalenoide; z.B. Squalen),

Tetrateφene.

Klassische Konservierungsmittel (z.B. Formaldehyd, Glutardialdehyd, Parabene (z.B. Methyl-, Ethyl-, Propyl- und Butylparaben), Sorbit, Dibromdicyanobutan, Imidazolidinylharnstoffe („Germall"), Isothiazolinone („Kathon"), Methylchlor-thiazolidin, Methylthiazolidin, organische Säuren (z.B. Benzoesäure, Sorbinsäure, Salicylsäure) sowie deren Ester, Glycole z.B. Propylenglycol, 1,2-Dihydroxyalkane), pflanzliche Konservierungshelfer und Flavonoide (z.B. Lantadin A, Caryophyllen, Hesperidin, Diosmin, Phellandren, Pigenin, Quercetin, Hypericin, Aucubin, Diosgenin, Plumbagin, Corlilagin etc.) sowie deren glycosylierte Derivate (z.B.

Glycosylrutin).

Ethoxylierte, propoxylierte oder gemischt ethoxylierte/propoxylierte kosmetische Fettalkohole, Fettsäuren und Fettsäureester der Kettenlängen C2 bis C40 mit 1 bis 150 E/O- und/oder P/O-Einheiten.

Antimikrobielle Peptide und Proteine mit einer Aminosäurezahl von 4 bis 200, z.B. Magainine, Magainin-Amide, PGLa, PYLa, PGSa, Xenopsin, Xenopsm Precursor Fragments [XPFs], Caerulein, Caerulein Precursor Fragments [CPFs], Caeridine, Brevinine, Esculentine, Bombinine, Dermaseptine, Tachyplesine, Polyphemusine, Lantibiotika [z.B. Epidermin, Gallidermin, Nisin, Subtilin, Pep5, Pediocine,

Plantaricine, Leucocine, Cinnamycin, Duramycin, Ancovenin, Colicine, Pyocine, Bacteriocine, Microcine, Lactococcine, Lactacine, Mersacidine, Actagardine, Lacticine, Streptococcine, Salivarine, Carnocine, Lactocine, Lanthiopeptine etc.], Skin Antimicrobial Peptides (SAPs), Lingual Antimicrobial Peptides (LAPs), humane ß-Defensine (insbes. h-BDl und h-BD2), Tracheal Antimicrobial Peptide

(TAPs), Defensine, Neutrophil-Peptide [z.B. NP-1 bis NP-5; HNP-1 bis HNP-4; GPNP; Cryptidine; RatNP-1 bis RatNP-4, Sapecine, Drosocine, Cecropine, Andropine, Attacine, Sarcotoxine, Diptericine, Coelopterine, Apidaecine, Abaecine, Hymenoptaecine, Melittine, Aedes aegyptii-Defensine, Cathepsin D, Azurocidine, Lactoferrine und deren Hydrolysate sowie daraus gewonnene Peptide,

Bactericidal/Permeability Increasing Proteins [BPIs], Elastasen, Cationic Microbial Proteins [CAPs], Lysozym, Seφrocidine, Myeloperoxidase, Indolicidine; Major Basic Proteins [MBPs], Eosinophil Cationic Proteins [ECPs]; Bactenecine; Macrophage Cationic Peptides [MCPs], Histatine, Amoebapore, Thionine, Cysteinreiche antimikrobielle Peptide aus Pflanzen (z.B. Mj-AMPs, Ac-AMPs, Rs- AFPs, Rs-nsLTPs, Rs-2S) und deren synthetische Analoga enthaltend L- und/oder D-Aminosäuren (z.B. MSI-78).

Gut geeignete Kohlenhydrate oder „Kohlenhydrat-Derivate", die sprachlich kurzgefasst auch unter die Bezeichnung „Kohlenhydrate" fallen sollen, sind Zucker und substituierte Zucker oder Zuckerreste enthaltende Verbindungen. Zu den Zuckern zählen insbesondere auch jeweils die Desoxy- und Didesoxy-Formen. Gut geeignete Monosaccharide sind z.B. Tetrosen, Pentosen, Hexosen und Heptosen. Bevorzugt werden Pentosen und Hexosen. Die Ringstrukturen umfassen Furanosen und Pyranosen, umfaßt sind sowohl D- als auch L-Isomere, ebenso wie α- und ß- Anomere. Geeignet sind auch die Desoxy- und Didesoxy-Formen.

Gut geeignete Disaccharide sind z.B. die durch binäre Verknüpfungen obiger Monosaccharide gebildeten Disaccharide. Verknüpfung kann als α- oder ß-glycosi-dische Bindung zwischen den beiden Untereinheiten erfolgen. Saccharose, Maltose, Lactobiose werden bevorzugt. Ebenso geeignet sind N-Acetyl-Galactosamin- und N- Acetyl Glucosamin-Derivate sowie Silalinsäure-substituierte Derivate.

Gut geeignete Oligosaccharide bestehen aus mehreren, z.B. 2 - 7 Zuckereinheiten, vorzugsweise der unter Mono- und Disaccharide beschriebenen Zucker, insbesondere aus 2 bis 5 Einheiten in den bekannten, durch Kondensation entstandenen Bindungsformen und wie vorstehend genannt. Besonders bevorzugte Oligosaccharide sind neben den Disacchariden die Tri- und Tetrasaccharide. Ebenso geeignet sind N-Acetyl-Galactosamin- und N-Acetyl-Glucosamin-Derivate sowie Silalinsäure-substituierte Derivate.

Gut geeignet sind Mono-, Di- und Oligosaccharide, insbesondere wie vorstehend beschrieben, mit einer oder mehreren Aminograppen, die acyliert, insbesondere acetyliert sein können. Bevorzugt werden Ribosylamin; N-Acetylglucosamin und N-Galactosylamin sowie Sialinsäure-substituierte Derivate.

Weiterhin werden Zuckerester von organischen oder anorganischen Säuren vorteilhaft verwendet, beispielsweise Zuckeφhosphate, Zuckerester mit Carbonsäuren oder sulfatierte Zucker, insbesondere Ester der vorstehend beschriebenen Zucker.

Bevorzugte Zuckerester der Phosphorsäure sind Glucose-1-phosphat; Fructose-1-phosphat, Glucose-6-phosphat oder Mannose-6-phosphat.

Bevorzugte Ester aus Zuckern und Carbonsäuren werden mit Carbonsäuren der

Kettenlänge bis C24, z.B. erhalten, zum Beispiel Cetearylglucosid, Caprylyl/Caprylglucosid, Decylglucosid, Sucroselaurat und -myristat, Sucrose Cocoat, insbesondere aber auch die Zuckeracetate, bevorzugt der vorstehenden Zucker.

Bevorzugt werden auch die Zuckerether aus Zuckem, insbesondere der vorstehenden Zucker, mit ein- und mehrwertigen Alkoholen der Kettenlänge CΪ bis C 4, z.B.

Plantaren® 1200 (Fa. Henkel) oder Plantaren® 2000 (Fa. Henkel).

Weiterhin sind z.B. die Umsetzungsprodukte von Zuckem mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid geeignet, vorzugsweise mit den vorstehenden Zuckem. Geeignet sind E/O- bzw. P/O-Grade von einer bis 40 Ethereinheiten.

Die Polysaccharide können unverzweigt oder verzweigt sein und es sind sowohl die Homopolysaccharide als auch die Hetero-Polysaccharide, jeweils insbesondere mit solchen Zuckem, wie oben beschrieben, geeignet. Bevorzugte Polysaccharide sind Stärke, Glykogen, Cellulose, Dextran, Tunicin, Inulin, Chitin, insbesondere

Chitosane, Chitinhydrolysate, Alginsäure und Alginate, Pflanzengumme, Köφerschleime, Pektine, Mannane, Galactane, Xylane, Araban, Polyosen, Chondroitinsulfate, Heparin, Hyaluronsäure und Glycosaminoglykane, Hemi-cellulosen, substituierte Cellulose und substituierte Stärke, insbesondere jeweils die hydroxyalkylsubstituierten Polysaccharide.

Besonders geeignet sind Amylose Amylopektin, Xanthan, α-, ß- und γ-Dextrin. Die Polysaccharide können z.B. aus 4 bis 1000000, insbesondere 10 bis 100000 Mono-sacchariden bestehen. Vorzugsweise werden jeweils solche Kettenlängen gewählt, die gewährleisten, dass der Wirkstoff in der jeweiligen Zubereitung löslich oder in sie einzuarbeiten ist.

Sphingolipide wie Sphingosin; N-Monoalkylierte Sphingosine; N,N-Dialkylierte Sphingosine; Sphingosin- 1 -Phosphat; Sphingosin- 1 -Sulfat; Psychosin (Sphingosin-ß-D-Galactopyranosid); Sphingosylphosphorylcholin; Lysosulfatide (Sphingosyl-galactosylsulfat; Lysocerebrosidsulfat); Lecithin; Sphingomyelin; Sphinganin.

Es können auch sogenannte "natürliche" antibakterielle Wirkstoffe eingesetzt werden, meist handelt es sich hierbei um ätherische Öle. Typsiche antibakteriell wirksame Öle sind beispielsweise Öle aus Anis, Citrone, Orange, Rosmarin, Wintergrün, Thymian, Lavendel, Hopfen, Citronella, Weizen, Zitronengras,

Zedernholz, Zimt, Geranium, Sandelholz, Veilchen, Eukalyptus, Pfefferminz, Gum benzoin, Basilikum, Fenchel, Menthol sowie Ocmea origanum, Hydastis carradensis, Berberidaceae daceae, Ratanhiae oder Curcuma longa.

Wichtige antimikrobiell wirksame Substanzen, die in ätherischen Ölen gefunden werden können sind beispielsweise Anethol, Catechol, Camphen, Carvacrol, Eugenol, Eucalyptol, Ferulasäure, Farnesol, Hinokitiol, Tropolon, Limonen, Menthol, Methylsalicylat, Thymol, Teφineol, Verbenon, Berberin, Curcumin, Caryophyllenoxid, Nerolodol, Geraniol.

Es können auch Gemische der genannten Wirksysteme oder Wirkstoffe sowie Wirkstoffkombinationen enthalten diese Wirkstoffe verwendet werden.

Vorzugsweise beträgt die Menge an Wirkstoffen in den Zubereitungen 0,01 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, besonders bevorzugt

0,05 - 10 Gew.%.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können Insekten-Repellents enthalten, d.h. Wirkstoffe gegen Insekten („repellents"): Repellents sind Mittel, die verhindern sollen, dass Insekten die Haut berühren und dort aktiv werden. Sie vertreiben die

Tiere und verdampfen langsam. Am häufigsten verwendeter Repellent ist Diethyltolulamid (DEET). Weitere gebräuchliche Repellentien sind in "Pflegekosmetik", W. Raab, U. Kindl, Gustav-Fischer-Verlag Stuttgart/New York, 1991, S.161, bzw. Ullmann's Encyclopedia of fridustrial Chemistry, VCH Weinheim 1989, Vol. A14, S. 305-308, zu finden.

Es können natürliche Repellents wie Anisöl, Bergamotöl, Cedernholzöl, Citronellol, Citrusschalenöle, Eucalyptusöl, Kiefernadelöl, Lavandinöl, Lavendelöl, Leptospermum-petersonii-Öl, Lorbeerblätteröl, Massoiöl, Mentha-arvensis-Öl, Muskatnußöl, Nelkenblätteröl, Nelkenblütenöl, Neroliöl, Origanumöl, Pfefferminzöl, Poleyöl, Spiklavendelöl, Tagetesöl, Tea-tree-Öl, Thymianöl, Vetiveröl, Zimtblätteröl und Zimtrindenöl oder deren Mischungen; Riechstoffe wie δ-Decalacton, γ-Decalacton, δ-Dodecalacton, γ-Dodecalacton, (E,Z)-2,6-Nonadienal, δ-Nonalacton, γ-Nonalacton, δ-Octalacton, γ-Octalacton, α-Phellandren, δ-Undecalacton, γ-Undeca-lacton, 1,8-Cineol, l-Phenyl-l,3-propandiol, 2-Nonenal, 3,4-Dihydrocoumarin, 3,8-p-Menthandiol, 4a,5,6,7,8,8a-Hexahydrocoumarin, 8-Acetoxy-2-menthanon, Benzyl-benzoat, Campher, Citronellol, Coumarin, Geraniol, Linalool, Octahydrocoumarin, Piperiton, Pulegon, Hexylzimtaldehyd (3-Hexyl-3-phenyl-2-propenal), Zimtaldehyd, Coniferylaldehyd oder deren Mischungen; synthetische Repellents wie N,N-Diethyltoluamid (N,N-diethyl-3-methylbenzamid, DEET), Bis-(dimethylthio-carbamoyl)disulfid(thiram), Ethylenebis(dithiocarbamicacid)-di-Natriumsalz

(nabam), Butoxypoly(propylenglycol), N-Butylacetanilid, 2,3,4,5-bis(Butyl-2-en)tetrahydrofurfural, Butyl-3,4-dihydro-2,2-dimethyl-4-oxo-2H-pyran-6-carboxylat, Dibutyladipat, Di-n-butylsuccinat, 2-Butyl-2-ethyl-l,3-propandiol, Di-n-propyl-pyridin-2,5-dicarboxylat, Isobutyl-2-(2-Hydroxyethyl)piperidin- 1 -carboxylat, Di-butylphthalat, Dimethylphthalat, Indalon und 2-Ethyl-l,3-hexandiol oder deren

Mischungen verwendet werden.

Insbesondere bevorzugt sind Isobutyl-2-(2-Hydroxyethyl)piperidin-l -carboxylat und N.N-Diethyltoluamid oder diese Verbindungen enthaltende Repellent-Mischungen.

Als weitere geeignete Insektizid-Klassen können genannt werden: synthetische (z.B. Chrysanthemate und deren Analoga) oder natürliche Pyrethroide (z.B. Pyrethrine, Cinerine, Jasmoline), Phenylacetatester, Dinitrophenole und deren Derivate, Juvenoide (wie z.B. substituierte 2,6-Nonadienoate oder 2,4-Dodecadienoate), Ethyl [2-(4-phenoxyρhenoxy)-ethyl]carbamat, 2-Ethyl-3-[3-ethyl-5-(4-ethylphenoxy)-pentyl]-2-methyloxiran, Rotenone (z.B. Ellipton, Sumatrol, 15-Hydroxyrotenon, Malaccol, L-a-Toxicarol, 15-Hydroxyellipton, Deguelin), Sabadilla Präparate erhältlich aus gemahlenen Samen von Schoenocaulon officinale (Liliaceae), Präparate erhältlich aus Ryania speciosa (Flacourtiaceae), Ryanodin, Azadirachtin, Extrakte des Neem-Baumes (Azadirachta indica), Organophosphor-Insektizide wie beispiels-weise Phosphorsäureanhydride, Vinylphosphate, aliphatische Phosphorothioate,

Phosphorothioate von Phenolen, Phosphonothioate von Phenolen, Organophosphor-Ester, Dimethylcarbamate heterocychscher Enole. Es können Mischungen oder Kombinationen genannter Repellentien verwendet werden.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können Deodorantien enthalten, d.h.

Wirkstoffe mit deodorierender und schweißhemmender Wirkung. Hierzu zählen Antiperspirantien auf Basis von Aluminium-, Zirkonium- oder Zinksalzen, Deodorantien, bakterizide bzw. bakteriostatische deodoriende Substanzen, wie z. B. Triclosan, Hexachlorophen, Triclocarban, Alkohole und kationaktive Substanzen enthalten, wie z. B. quaternäre Ammoniumsalze und Geruchsabsorber, wie z. B.

®Grillocin (Kombination von Zinkrizinoleat und verschiedenen Zusätzen) oder Tri-ethylcitrat, gegebenenfalls in Kombination mit einem Antioxidans, wie z.B. Butyl-hydroxytoluol oder lonenaustauschharze. In sogenannten Antitranspirantien kann durch Adstringentien - vorwiegend Aluminiumsalze wie Aluminiumhydroxychlorid (Aluminiumchlorohydrat) - die Entstehung des Schweißes unterbunden werden.

Erfindungsgemäß können die Mehφhsenseifen Antioxidantien oder Konservierungsmittel enthalten. Als Antioxidantien oder Konservierungsmittel alle für kosmetische und/oder dermatologische Anwendungen geeigneten oder gebräuchlichen Anti-oxidantien verwendet werden.

Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin, ß-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z.B. Di- hydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thio-redoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cholesteryl-, Glyceryl-, und Oligoglycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthio-dipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester,

Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximin-verbindungen (z.B. Butbioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsul-fone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg), femer (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäu-ren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin, α-Hydroxysäuren (z.B. Zitronensäure,

Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Tannine, Bili-rubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg - Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherole und

Derivate (z.B. Vitamin E - acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin A - palmitat) sowie Konyferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, Femlasäure und deren Derivate, Kaffeesäure und deren Derivate, Sinapinsäure und deren Derivate, Curcuminoide und deren Derivate, Retinoide, Ursolsäure, Levulin-säure, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure,

Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO_ι) Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe. Natürliche Extrakte, z.B. aus Grüntee, Algen, Traubenkernen, Weizenkeimen, Rosmarin; Flavonoide, Quercetin, phenolische Benzylamine.

Weiterhin sind geeignet Coenzyme, wie z.B. Coenzym Q10, Plastochinon, Menachinon, Ubichinole 1-10, Ubichinone 1-10 oder Derivate dieser Stoffe.

Die Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,01 bis 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 - 10 Gew.-%, insbesondere 0,2 - 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.

Sofern Vitamin A, bzw. Vitamin- A-Derivate, bzw. Caroline bzw. deren Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können Feuchthalteregulatoren enthalten.

Als Feuchthalteregulatoren („moisturizer") finden z. B. folgende Stoffe Verwendung: Natriumlactat, Harnstoff, Alkohole, Sorbit, Glycerin, Propylenglykol, Kollagen, Elastin oder Hyaluronsäure, Diacyladipate, Petrolatum, Ectoin, Urocaninsäure, Lecithin, Pantheol, Phytantriol, Lycopen, Algen-Extrakt, Ceramide, Cholesterol, Glykolipide, Chitosan, Chondroitinsulfat, Polyaminosäuren und -zucker, Lanolin,

Lanolinester, Aminosäuren, alpha-Hydroxysäuren (z.B. Zitronensäure, Milchsäure, Äpfelsäure) und deren Derivate, Zucker (z.B. Inositol), alpha-Hydroxy-Fettsäuren, Phytosterole, Triteφensäuren wie Betulinsäure oder Ursolsäure, Algenextrakte.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können hautaufhellende Substanzen wie beispielsweise Ascorbyl-Phosphat, alpha-Hydroxysäuren, (z.B. Zitronensäure, Milchsäure, Apfelsäure) und deren Derivate, Inhibitoren der Stickstoffoxid-Synthese wie z.B., L-Nitroarginin und dessen Derivate, 2,7-Dinitroindazol oder Thiocitrullin, Metallchelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin, α-Hydroxysäuren (z.B. Zitronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure,

Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, Arbutin, Kojisäure, Hydrochinon, Resorcin, Flavonoide, Retinoide, Sojamilch, Serin-Protease-Inhibitoren oder Liponsäure enthalten.

Vorteilhaft ist es auch, Wirkstoffe aus der Gruppe der rückfettenden Substanzen in die Mehφhasenseifen einzuarbeiten wie beispielsweise Purcellinöl®, Eucerit® und

Neocerit®.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können auch hautregenerierende Komplexe (skin repair complex) enthalten, die z.B. aus inaktivierten und des-integrierten Kulturen von Bakterien der Bifidusgruppe erhältlich sind.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können auch selbstbräunende Mittel wie Dihydroxyaceton, Glycerinaldehyd, Indol und deren Derivate enthalten.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können Wirkstoffe mit keratoplastischem

Effekt wie z.B. Benzoylperoxid, Retinsäure, kolloidalen Schwefel oder Resorcin enthalten.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können Haarglättungsmittel enthalten. Haarglättungsmittel im Sinne der Erfindung sind Substanzen, die dazu führen das das menschliche oder tierische Haar geglättet wird. Geeignete Haarglättungsmittel sind z.B. Ammoniumhydroxid, Ammoniumthioglycolat, Calciumhydroxid und Natriumhydroxid.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können Enthaarungsmittel enthalten.

Enthaarungsmittel im Sinne der Erfindung sind Substanzen, die dazu führen, dass das menschliche oder tierische Haar von der Haut entfernt wird.

Geeignete Enthaarungsmittel sind z.B. Bariumsulfid, Magnesiumthioglycolat, Strontiumsulfid, Calciumsulfid, Thiopropionsäure, Strontiumthioglycolat, Calcium-thioglycolat, Kaliumsulfid, Thioglycerin, Ethanolaminthioglycolat, Kaliumthio- glycolat, Thioglycolsäure, Lithiumsulfid, Natriumsulfϊd, Thiomilchsäure, Magnesiumsulfid, Ammoniumthioglyolat und Natriumthioglycolat.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können auch Antischuppenwirkstoffe wie z.B. Climbazol, Ketoconazol oder Zink-Pyrithion enthalten.

Erfindungsgemäß können die in den Mehφhasenseifen enthaltenen Wirkstoffe ebenfalls vorteilhaft gewählt werden aus folgender Gruppe, wobei ölige oder öl-lösliche Wirkstoffe bevorzugt sind:
Acetylsalicylsäure, Atropin, Azulen, Hydrocortison und dessen Derivaten, z. B.

Hydrocortison-17-valerat, Vitamine, z. B. Vitamin A und Derivtae, Ascorbinsäure und deren Derivate, Vitamine der B- und D-Reihe, sehr günstig das Vitamin Bi, das Vitamin B12, Niacinamid (Nicotinsäureamid), das Vitamin Di, Vitamin E (Tocopherol) und dessen Derivate, Vitamin F, Panthenol, Pantothensäure, Folsäure, und Kombinationen davon, aber auch Bisabolol, ungesättigte Fettsäuren, namentlich die essentiellen Fettsäuren (oft auch Vitamin F genannt), insbesondere die γ-Linolensäure, Ölsäure, Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure und deren Derivate, Chloramphenicol, Coffein, Prostaglandine, Thymol, Campher, Extrakte oder andere Produkte pflanzlicher und tierischer Herkunft, z. B. Nachtkerzenöl, Borretschöl oder Johannisbeerkernöl, Fischöle, Lebertran aber auch Ceramide und Ceramid-ähnliche

Verbindungen und so weiter, Extrakte auf Vitaminbasis: Wirkstoffzusammensetzungen vor allem mit Vitamin A, C, E, Bls2, Folsäure und Biotin, Aminosäuren und Fermenten sowie Verbindungen der Spurenelemente Magnesium, Silicium, Phosphor, Calcium, Mangan, Eisen oder Kupfer.

Vitamine, wie z.B. Vitamine A und E, können zur Vitalisierung der Haut eingearbeitet werden.

In die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können vorteilhafterweise Stoffe mit wärmender Wirkung eingearbeitet werden wie z.B. Capsaicin; Dihydrocapsaicin;

Gingerol; Paradol; Shogaol; Piperin; Paprikapulver, Chili-Pfeffer-Pulver; Extrakte aus Paprika, Extrakte aus Pfeffer; Extrakte aus Chili-Pfeffer; Extrakte aus Ingwerwurzeln; Extrakte aus Aframomum melgueta, Extrakte aus Spilanthes-acmella; Extrakte aus Kaempferia galanga; Extrakte aus Alpinia galanga, Carbonsäure-N-Vanillylamide, insbesonders Nonansäure-N-vanillylamid; 2-Nonensäureamide, insbesonders 2-Nonensäure-N-isobutylamid; 2-Nonensäure-N-4-hydroxy-3-methoxyphenylamid; Alkylether von 4-Hydroxy-3-methoxybenzyl-alkohol, insbesonders 4-Hydroxy-3-methoxybenzyl-n-butylether; Alkylether von 3-Hydroxy-4-methoxybenzylalkohol; Alkylether von 3,4-Dimethoxybenzylalkohol; Alkylether von 3-Ethoxy-4-hydroxybenzylalkohol; Alkylether von 3,4-Methylen-dioxybenzylalkohol; (4-Hydroxy-3-methoxyphenyl)essigsäureamide, im besonderen

(4-Hydroxy-3 -methoxyρhenyl)essigsäure-N-n-octylamid; Nicotinaldehyd; Methyl-nicotinat; Propylnicotinat, 2-Butoxyethylnicotinat, Benzylnicotinat und 1-Acet-oxychavicol.

Weiterhin sind beispielsweise folgende Inhaltsstoffe und Materialien möglich:

Pflanzliche Wachse und Öle wie z.B. Kakaobutter, Mandelöl, Avocadoöl oder Jojobaöl zur Verbesserung des Hautgefühles, pflanzliche Extrakte, Mineralien, Stabilisatoren wie z.B. DTPA und EDTA, Füllmaterialien wie z.B. Stärke und Zellulose, Härter wie z.B. Natriumchlorid und Natriumsulfat. Es ist gegebenenfalls möglich und vorteilhaft, in die erfindungsgemäßen Zubereitungen pharmazeutische

Wirkstoffe einzuarbeiten. Erfindungsgemäß sind grundsätzlich alle Wirkstoffklassen geeignet. Beispiele sind: Antihistaminika, Antiphlogistika, Antibiotika, Anti-mykotika, die Durchblutung fordernde Wirkstoffe, Keratolytika, Hormone oder Steroide.

In die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können vorteilhafterweise Stoffe zum Schutz gegen chemische und mechanische Einwirkungen eingearbeitet werden. Dazu gehören Stoffe, die eine Barriere zwischen der Haut und der äußeren Noxe bilden, wie z.B. Paraffinöle, Siliconöle, Pflanzenöle, PCL-Produkte und Lanolin zum Schutz gegen wässrige Lösungen, Filmbildner, wie Natriumalginat, Triethanolaminalginat,

Polyacrylate, Polyvinylalkohol oder Zelluloseether gegen die Einwhkung organischer Lösungsmittel, oder Substanzen auf der Grundlage von Mineralölen, Pflanzenölen oder Silikonölen als "Schmiermittel" gegen starke mechanische Beanspruchungen der Haut.

Es können die in kosmetischen und dermatologischen Zubereitungen üblichen

Abrasiva in den erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen verwendet werden. Natürliche oder synthetische Mineralien, die eine abreibende oder schleifende Wirkung haben können, sind beispielsweise Dolomit, Caliciumcarbonat, Aragonit, Feldspate, Aluminiumoxid, Siliciumdioxid, Quarz, Quarzit, Gips, Bimsstein, Calcit, Kalkstein, Kalk, Gipsmarmor, Marmor, Zirconiumoxid, Titandioxid, Talk, Sand,

Quarzsand, Zirkoniumsilicat, Bentonite, Schlämmkreide, Magnesiumcarbonat, Mandel-, Pfirsich- und Aprikosenkernmehl, Weizenkeim,- Reiskorn-, Oliven- und Walnußkernmehl. Besonders geeignet ist Bimsstein, Calcit, Kalkstein, Kalk, Kreide, Gipsmarmor oder Marmor.

Die Härte der Abrasiva liegt bevorzugt im Bereich 1 bis 4 auf der Skala von Mohs. Die Partikelgröße liegt vorteilhafterweise im Bereich 1 bis 70, bevorzugt im Bereich 1 bis 60, besonders bevorzugt im Bereich 1 bis 50 Mikrometer. Die Gesamtmenge an Abrasiva (eine oder mehrere) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 10 - 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der

Zubereitung.

In die Mehφhasenseifen können auch dreidimensionale Objekte eingearbeitet werden. Dreidimensionale Objekte im Sinne der Erfindung sind Objekte jeglicher Form. Es können beispielsweise runde, ovale, rechteckige, quadratische, kugelförmige, elipsenfbrmige, würfelförmige, spiralförmige oder unregelmäßig geformte Objekte in Seifen eingearbeitet werden.

Generell können die dreidimensionalen Objekte zur Werbung, als Spielzeuge z.B. in Form von Figuren, zur eindeutigen Identifikation einer Marke, als Sammelobjekte oder als Identifikationsobjekt bei Preisausschreiben dienen.

Bevorzugt ist auch die Verwendung von einem oder mehreren dreidimensionalen Objekten in einer, in zwei oder mehreren, gleichzeitig in mehreren Seifenphasen, oder in einer bzw. mehreren Seifenphasen und gleichzeitig außerhalb der Seife, die aus einem oder mehreren verschiedenen Materialien bestehen.

Bevorzugt werden diese dreidimensionalen Objekte in den transparenten Teil eingearbeitet, um vom Beginn der Seifenverwendung an ein visuelles Erlebnis zu erhalten. Bevorzugt ist es auch diese dreidimensionalen Objekte in den opaken Teil einzuarbeiten, um einen Überraschungseffekt beim Abwaschen des Seife zu erzielen.

Die eingearbeiteten dreidimensionalen Objekte sollen keine negative Wechselwirkung mit der Mehφhasenseife haben, können aber z.B. die Stabilität positiv beeinflussen.

Die dreidimensionalen Objekte können aus den verschiedensten Materialien sein. So können die Objekte beispielsweise aus Seifenmasse, Kunststoff, Metall, Keramik, Holz, Textilien, Glas, Mineralien, Pflanzenteilen, Leder, Pappe oder Papier sein.

Bevorzugt ist die Verwendung von Kunststoffen wie z.B. Polyurethanen,

Polyethylenen, Polypropylenen, Polystyrolen, Polyacrylaten und ähnlichen.

Bevorzugt ist die Verwendung von Metallen wie z.B. Stahl, Kupfer, Titan, Gold, Silber, Platin, Messing, Bronze und Aluminium.

Bevorzugt ist die Verwendung von Keramiken aus z.B. Porzellanen und Tonen.

Bevorzugt ist die Verwendung von Hölzern wie z.B. Teak, Mahagoni, Eiche, Ebenholz, Kiefer, Fichte, Buche, Birke, Kirschbaum, Nußbaum, Meranti, Eibe, und Esche.

Bevorzugt bei der Verwendung von Textilien sind natürlichen Fasern z.B. Baumwolle, Seide, Schurwolle oder Kunstfasern als Textilien, die sich sowohl in als auch außerhalb des Seifenstückes befinden.

Bevorzugt ist die Verwendung von normalen Mineralien wie z.B. Granit, Sandstein,

Quarz, als auch edle Mineralien wie z.B. Rubin, Smaragd, Topas, Diamant oder Amethyst.

Bevorzugt ist die Verwendung von Pflanzenteile wie z.B. Blüten, Blätter, Früchte, Samen, Wurzeln, Rinden, und Stengeln der verschiedenartigsten Pflanzen.

Bevorzugt ist die Verwendung von strukturbelassenen oder geprägten Ledern von z.B. Schlangen, Krokodilen, Rindern, Schweinen und Schafen.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können in die bekannten Veφackungs-systemen wie z.B. Wickler, Hartkarton, Schläuchen und Blister veφackt werden. Hierbei wird durch die Art der Veφackung sichergestellt, dass die Mehφhasenseife in Form und Aussehen unversehrt bleibt.

Die Veφackungssysteme können die Mehφhasenseife sowohl eng als auch lose umschließen. Hierfür können verschiedene Materialien wie Papier, Karton, Kunststoff, Textilien oder Holz bzw. Kombinationen daraus verwendet werden.

Die Veφackungssysteme können in ihrer Ausführungsform flexibel wie z.B. Folien oder Papiere bzw. starr wie z.B. Hartpapier oder Kunststoffschachteln sein.

Weiterhin können auch Kombinationen aus flexiblen und starren Veφackungen verwendet werden.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können sowohl einzeln als auch zu mehreren zusammen veφackt werden. Bei mehreren Seifenstücken in einer

Veφackungen können die einzelnen Seifenstücke jeweils noch separat veφackt sein.

Die Veφackungsmaterialien können transparent wie z.B. Kunststofffohen, semi transparent wie z.B. Kunststofffohen oder Papiere, nicht transparent wie z.B. Papiere oder Kartons sein. Weiterhin sind auch Kombinationen aus transparenten, semi transparenten oder nicht transparenten Veφackungen für Mehφhasenseifen geeignet.

Bevorzugt sind Veφackungssysteme für die Mehφhasenseifen, bei denen die Mehφhasigkeit des Seifenstückes schon durch das transparente, teilweise transparente oder semi transparente Veφackungsmaterial zu erkennen ist. Weiterhin bevorzugt sind Veφackungssysteme, bei denen das mehφhasige Seifenstück durch

Aufdruck auf die nicht transparente Veφackung zu erkennen ist.

Es wurde auch ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen gefunden, dass dadurch gekennzeichnet ist, dass die einzelnen Phasen in Form von Seifensträngen gerade mit einem Winkel von 14° bis 70° im besonderen 30° bis

55° diagonal geschnitten und die Schnittstellen unter Druck verbunden werden, so dass eine Verwölbung an den Schnittstellen entsteht.

Bevorzugt erfolgt die Verbindung der Phasen an den Schnittstellen mit einem Druck von 4 bis 10 bar bzw. mit einem Anpressgewicht von 1.0 bis 2.0 t. Hierbei entsteht eine besonders bevorzugte Verwölbung der Schnittstellen.

Die Herstellung der Seifenstränge erfolgt in an sich bekannter Weise: Nach dem Zusetzen von Additiven zur Seifengrundmasse, erfolgt das Pillieren und das Ver-strängen. Weiterhin können bei einer großtechnischen Produktion die Additive beim

Verstrangen zugesetzt werden (Soaps and Detergents, Luis Spitz, 0-935315-72-1 und Production of Soap, D. Osteroth, 3-921956-55-2).

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen können am Beispiel von Abbildung 3 er-läutert werden: Abbildung 3 zeigt die erfindungsgemäße Mehφhasenseife in perspektivischer Ansicht und in Aufsicht. Die verschiedenen Phasen sind mit 1 und 2 gekennzeichnet. Die Abbildung stellt auch die Verwölbung beider Phasen dar.

Die erfindungsgemäßen Mehφhasenseifen weisen überraschenderweise eine hohe Stabilität auf und lassen sich günstig in großen Stückzahlen herstellen.

Beispiele

Am Beispiel einer gerundeten Standardseifenform (Abb. la bzw. lb perspektivische Ansicht Standardseife) mit einer Länge von 7.4 cm, einer Höhe von 1.8 cm und einer Breite von 5.4 cm werden im folgenden die erfindungsgemäßen Schnittformen in Längs- und in Querrichtung der Mehφhasenseife beschrieben (Abb. 3 Quertyp Mittelschnitt, perspektivische Ansicht und Abb. 4 Längstyp Mittelschnitt, perspektivische Ansicht,). Dieses ist nur ein Anwendungsbeispiel da die verschiedenen Seifenformen deutlich in ihrer Länge, Höhe und Breite variieren können.

Ein Seifenstück der Standardform kann in zwei oder mehr Teile geteilt werden. Diese Teilung erfolgt im Sinne der Erfindung in Richtung der Längs- bzw. Querachse des Seifenstückes mit einem Winkel zwischen 0 bis 90°. Hieraus ergeben sich Seifenstücke mit unterschiedlichen Schnitttypen (Abb. 5 Quertyp Mittelschnitt, Seiten- und Aufsicht, verschiedene Schnittwinkel und Abb. 6 Längstyp Mittelschnitt, Seiten- und

Aufsicht, verschiedene Schnittwinkel) und unterschiedlichen Verhältnissen der Aufsichtsflächen der einzelnen Seifenphasen. Der tatsächliche Schnittwinkel ergibt sich als Folge der zu erzielenden Flächenverhältnisse, die zur Erkennung der eine einzelnen Seifenphasen notwendig sind. In Abhängigkeit vom Verhältnis der Höhe zur Länge der beschriebenen Standardseife von ca. 3.44 ergibt sich dann ein Winkel der Schnittfläche zwischen den Seifenphasen von ca. 14° bis 60° für den Quertyp und ein Winkel von ca. 20° bis 70° für den Längstyp. Dieser neue Schnittwinkel variiert in Abhängigkeit von der Form der Seife und ist technisch eine neuartige Anforderung bei der Herstellung der Seife und unterscheidet sich deutlich von den üblichen Schnittwinkel von 0° (horizontaler Schnitt, Abb. 2) oder 90° (vertikaler Schnitt,

Abb. 7 bzw. 8 ).

Bei einer Zweiphasenseife des neuen diagonalen Typs ist das Mengenverhältnis beider Phasen identisch (unabhängig von der Schnittrichtung und vom Schnitt-winkel) sofern der Schnittpunkt durch den Mittelpunkt der Seife geht (Abb. 5 Quertyp Mittelschnitt, Seiten- und Aufsicht, verschiedene Schnittwinkel und Abb. 6 Längstyp Mittelschnitt, Seiten- und Aufsicht, verschiedene Schnittwinkel). Liegt der Schnittpunkt bei einer Zweiphasenseife des neuen diagonalen Typs außerhalb des Mittelpunktes, etwa durch horizontales oder vertikales Verschieben der Schnittfläche, ergibt sich ein Seifenstück mit unterschiedlich großen Phasen (Abb. 9 Quer-typ verschobener Schnitt).

Anwendungstest

1. Haltbarkeitstest verschiedener Mehrphasenseifen:

Die mechanische Haltbarkeit einer Seife ist für die Tauglichkeit in der täglichen Anwendung von Bedeutung. Es wird nachgewiesen, dass Mehφhasenseifen mit einem diagonalen Schnitt belastbarer sind als aufgrund der Schnittfläche zu erwarten gewesen wäre und im besonderen belastbarer als Seifen mit einem geraden vertikalen Schnitt (Abb. 7 / 8). Mittels einer Vorrichtung (Abb. 10) wurden Bruchversuche mit

Gewichten an Seifen mit verschiedenen Designtypen und verschiedenen Kombinationen von Seifenformulierung durchgeführt. Die Vorrichtung verfügt über einen Hebelarm (5) der auf der einen Seite eine Platte (3) hat auf der die Gewichte zur Belastung der Seife (4) gestellt werden können. Auf der anderen Seite ist der Hebelarm drehbar gelagert. Das Seifenstück (4) wird von einer flexiblen Halterung

(6) getragen. Die Vorrichtung belastet das Seifenstück (4) mittig, um die eine Belastung in der täglichen Anwendung z.B. ein einfaches Herunterfallen zu simulieren. Die Seifenstücke wurden in zeitlicher Abfolge von jeweils zehn Sekunden mit Gewichten von fünf kg an aufwärts in 0.5 kg Schritten belastet. Sofern ein Gewicht gehalten wurde, wurde die Seife mit weiterem Gewicht belastet bis der Bruch der

Seife erfolgt.

Tabelle Bruchstabilität

Es ist zu sehen, dass die Seifentypen mit dem diagonalen Design signifikant belastbarer sind und somit in der täglichen Anwendung eine deutlich größere Haltbarkeit besteht. Die Ergebnisse der Bruchversuche wurden durch Verbraucher in der täglichen Anwendung bestätigt.

2. Präferenztest bzgl. Design:

Die Verbraucheφräferenz wurde im einem Vergleichstest mit den drei Seifentypen horizontaler Schnitt (Abb. 2), vertikaler Schnitt (Abb. 8) und dem erfindungsgemäßen diagonalen Schnitt (Abb. 3) durchgeführt. Von 100 befragten Personen haben drei Befragte den vertikalen Sch tttyp, vier Befragte den horizontalen Schnitttyp und 93 Befragte den neuen diagonalen Schnitttyp bevorzugt. Dies bedeutet, dass das neue Design mit eine Signifikanz von > 99,9 % ausgewählt wurde.

Durch die Neuartigkeit der harmonischen Zusammenfügung zweier Seifenphasen besteht ein Interesse an einer Anwendung.

3. Präferenztest bzgl. Duft:

Die Verbraucheφräferenz Duft wurde im einem Vergleichstest mit zwei Zwei-phasenseifenstück diirchgeführt: Ein Zweiphasenseifenstück A (gleiche Flächen-anteile, diagonaler Schnitt durch den Mittelpunkt, Abb. 3) mit zwei unterschiedlichen

Parfümierungen wurde verglichen gegen ein anderes konstruktionsgleiches Seifenstück B, welches mit einer 1:1 Mischung dieser beiden Kompositionen parfümiert wurde. Die Parfümkonzentration war mit 1% in beiden Seifenstücken gleich.

Es wurde gefunden, dass der Duft intensiver in dem Seifenstück mit den getrennten

Parfümölen A wirkt. Beide Parfümöle werden parallel wahrgenommen. Der Duft erhält eine zusätzliche Dimension.

4. Formulierung:

Zusätzlich zum Parfümöl enthalten Seifen auch Wirkstoffe wie Kühlsubstanzen, UV-Filter, antibakterielle Wirkstoffe, Deowirkstoffe und andere. Diese Wirkstoffe sind häufig teuer und werden daher nur in geringen Mengen in Seifen eingearbeitet. Oftmals liegen die Konzentration der einzelnen Wirkstoffe unterhalb der Wirksam-keitsgrenze. In der neuen Zwei- oder Mehφhasenseife kann ein solcher Wirkstoffe gezielt in eine der Seifenphasen eingearbeitet werden. Durch die Konzentration von Wirkstoffen in einem Teil der Seife wird eine gesteigerte Wirksamkeit bei der gezielten Anwendung der einen Seifenphase erzielt.

5. Erkennungsversuche:

Zur Erzielung eines sichtbaren Effektes bei einer Mehφhasenseife muss ein bestimmter Anteil von beiden Phasen in der Aufsicht bzw. von einem üblichen Betrachtungswinkel von ca. 45° aus zu erkennen sein. Im folgenden sind drei Versuche zur spontanen Erkennung von Mehφhasenseifen beschrieben.

Die erste Seifenphase wird definiert als die Seifenphase mit dem größten sichtbaren Anteil bezogen auf die in der Aufsicht projizierte Fläche der Seife. Die zweite Seifenphase ist die Seifenphase mit dem zweitgrößten sichtbaren Anteil. Der sichtbare Anteil der zweiten und folgenden Seifenphasen wird als Verhältnis der projizier-ten Fläche der Seife zur ersten Seifenphase bzw. in Prozent an der Gesamtfläche ausgedrückt.

Versuche für Seifen mit dem neuen diagonalen Typ: Zur Ermittlung der spontanen Erkennungswirkung von Mehφhasenseifen wurden sechs verschiedene Prüfer-gruppen von jeweils 20 Teilnehmern das zu beurteilende Seifenstück (Farbkombination grün-weiß, Abb. 3) für drei Sekunden in der Aufsicht aus einem Abstand von einem Meter gezeigt. Anschließend wurden die Teilnehmer nach dem Gesehenen und der Anzahl der verschiedenen Seifenphasen befragt. In diesen verbraucherorientierten Versuchen wurde gefunden das eine sehr gute Erkennungswirkung für den diagonalen Seifentyp besteht (Quertyp zweite Phase an einem Ende) wenn in der

Aufsicht ab einem Flächenverhältnis von erster zu zweiter Seifenphase von ca. 5.6:1 bzw. ab einem Anteil von ca. 15 % der zweiten Seifenphase an der Gesamtfläche gegeben ist. Unterhalb des Anteils von 10 % sinkt die spontane Erkennung deutlich ab (siehe Tabelle „Erkennungsrate von Mehφhasenseifen Versuch 2"). Eine schlechte Erkennungswirkung wird gefunden wenn ein Zweiphasenseifenstück mit dem horizontalen Design (Abb. 2, Farbkombination grün-weiß) aus einem Blickwinkel von ca. 45° betrachtet wird. Bei diesem Typ Zweiphasenseife ist keine Erkennung beider Phasen aus der direkten Aufsicht möglich. Bei einem Blickwinkel von 45° ergibt sich ebenfalls ein Verhältnis von 1: 12,5 bzw. ca. 8 % der sichtbaren Fläche für die zweite Seifenphase.

Tabelle
Erkennung von mehreren Phasen einer Seife ( Abb.3 erfindungsgemäßer diagonaler Typ) in Abhängigkeit von den Flächenverhältnissen der einzelnen Seifenphase in der Aufsicht.


Formulierungsteil für verschiedene Seifentypen

Für die Herstellung von Mehφhasenseifen können als Seifengrundmassen z.B. Alkaliseifen, Syndets oder Kombinationen von beiden verwendet werden. Bei allen

Kombinationen der Seifengrundmassen ist der Wassergehalt der einzelnen Seifenformulierungen zu berücksichtigen. Aufgrund der unterschiedlichen Schrumpfung der einzelnen Seifenformulierungen kann es zur Trennung an der Kontaktfläche und damit zum Zerbrechen der Seife kommen. Durch die geeignete Einstellung des Wassergehaltes in den einzelnen Seifenformulierungen und das neue diagonale

Design können zahlreiche Kombinationen von Seifenformulierungen für die Herstellung von stabilen Mehφhasenseifen verwendet werden.

Da diese sogenannten festen Hautreinigungsmittel sich aufgrund von verschiedenen Zusätzen und eines speziellen Herstellungsverfahrens auch transparent oder opak herstellen lassen, sind die unterschiedlichsten Kombinationen, natürlich auch farbig, herstellbar.

Mit den Mehφhasenseifen lassen sich Duftakkorde darstellen, die in rein weißen Seifen zu Verfärbungen führen würden. Bei der Herstellung der Mehφhasenseifen werden die Parfümölbestandteile, die zu Verfärbungen führen können in dem farbigen Teil aufgenommen. Parfümölbestandteile die zu Trübungen in transparenter Seife neigen, werden in der opaken oder nicht durchsichtigen Phase aufgenommen.

Herstellungsverfahren

Die Herstellung von Seifen ist bekannt (Soaps and Detergents, Luis Spitz, 0-935315-72-1 und Production of Soap, D. Osteroth, 3-921956-55-2). Die Herstellung der neuen Mehφhasenseifen erfolgte wie im folgenden Verfahren als Beispiel beschrie-ben: Als erstes werden die Seifengrundmassen mit den oben beschriebenen

Additiven wie Parfümöl, kosmetische Inhaltstoffe, Farbstoffe, Stabilisatoren und weiteren Zusätzen versetzt und anschließend pilliert. Danach wurde die Seifenmassen bei einer Manteltemperatur von ca. 22°C und einer Kopftemperatur von ca. 45°C verstrangt.

Die so erhaltenen Seifenstränge werden entsprechend der Seifenform zugeschnitten. Das Gleiche erfolgt für die Seifenstränge der zweiten Seifenphase. Anschließend werden die beide Seifenstränge parallel und diagonal entsprechend der späteren Schnittform und Designtyp im Winkel von 14° bis 70° zugeschnitten. Vor dem Stanzvorgang werden die so präparierten Seifenstränge über der Seifenform ausgerichtet. Der Stanzvorgang erfolgte je nach Typ der verwendeten Seifenstanzmaschine mit einem Anpressgewicht von ca. 1.0 bis 2.0 t bzw. einem Anpressdruck von 4 bis 10 bar. Bei diesem Stanzvorgang haben beide Seifenmassen eine Temperatur von ca. 40 bis 50°C.

Bezugszeichenliste:

Abbildung la, lb
Einphasige Standardseife
la Aufsicht
lb perspektivische Ansicht

Abbildung 2
Seife mit horizontalen Seifenschichten nach DE-A 3 154 813 1 Phase 1
2 Phase 2

Abbildung 3 (erfindungsgemäß)
Zweiphasenseife mit Querschnitt
1 Phase 1
2 Phase 2

Abbildung 4
Zweiphasenseife mit Längsschnitt
1 Phase 1
2 Phase 2

Abbildung 5
Mehφhasenseife mit verschiedenen Schnittwinkeln
(Quertyp, Mittelschnitt, Seiten- und Aufsicht)

Abbildung 6
Mehφhasenseife mit verschiedenen Schnittwinkeln
(Längstyp, Mittelschnitt, Seiten- und Aufsicht) Abbildung 7
Längsschnitt durch Zweiphasenseife

Abbildung 7a
Diagonalschnitt durch Zweiphasenseife

Abbildung 8
Querschnitt durch Zweiphasenseife

Abbildung 9
Quertyp, verschobener Schnitt durch Zweiphasenseife

Abbildung 10
Messvorrichtung für Bruchversuche
3. Hebelarm
4. Platte
5. Gewichte zur Belastung der Seife
6. Drehbare Lagerung des Hebelarms

Abbildung 11
Dreiphasenseife mit verschobenen Schnitt