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1. WO2020208143 - SCHWIMMPROTHESE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

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SCHWIMMPROTHESE

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schwimmprothese, insbesondere eine Schwimmprothese für die Arme und eine Schwimmprothese für die Beine.

Aus der US 5 1S9 450 A ist eine Schwimmflosse bekannt, die speziell für die Verwendung durch einen Amputierten entwickelt wurde. Die Schwimmflosse weist einen im Wesentlichen flachen, länglichen Flossenabschnitt auf, der mit einer Aufnahmetasche verbunden ist und sich von dieser aus erstreckt. Die Aufnahmetasche dient zur Befestigung der Schwimmflosse an einem Ende eines Glieds eines Amputierten. Dabei weist die Aufnahmetasche zwei seitliche Gurte auf, die um das Glied des Amputierten gewickelt und durch entsprechende Klettverschlüsse an dem gegenüberliegenden Ende der Gurte befestigt werden.

Eine derartige Schwimmflosse hat jedoch den Nachteil, dass der längliche Flossenabschnitt nur eine eingeschränkte Beweglichkeit aufweist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung einer verbesserten Schwimmprothese.

Diese Aufgabe wird mittels einer Schwimmprothese gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 gelöst.

Gemäß der Erfindung wird eine Schwimmprothese bereitgestellt aufweisend:

ein Verbindungselement, welches zur Ankopplung an einen Amputationsstumpf eines

Amputierten, insbesondere eines Armstumpfs oder Beinstumpfs, ausgebildet ist;

ein Schwimmelement, welches schaufelartig ausgebildet ist und mit seinem proximalen Ende schwenkbar an dem distalen Ende des Verbindungselements befestigt ist.

Die Schwimmprothese hat den Vorteil, dass durch das schaufelartige Schwimmelement, welches schwenkbare mit dem Verbindungselement verbunden ist, beim Schwimmen die Bewegung einer Hand oder eines Fußes besser nachgeahmt werden kann als bei der zuvor im Stand der Technik beschriebenen Flosse. Des Weiteren kann durch das schaufelartige Schwimmelement bei einer entsprechenden Bewegung ein Zug auf den Amputationsstumpf aufgebracht werden. Bei einem Einsatz als Armschwimmprothese kann dadurch eine symmetrische Ausbildung der Muskulatur unterstützt werden.

Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen. Bei der Schwimmprothese kann es sich insbesondere um eine Armschwimmprothese oder eine Beinschwimmprothese handeln.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Schwimmelement gegenüber dem Verbindungselement zwischen einer maximal eingeklappten Position und einer maximale ausgeklappten Position schwenkbar. Dabei ist das Schwimmelement gegenüber dem Verbindungselement beispielsweise in einem Winkel a von maximal 180°, maximal 135° oder maximal 90° schwenkbar.

In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform überlappt das proximale Ende des Schwimmelements mit dem distalen Ende des Verbindungselements derart, dass es in der maximal ausgeklappten Position mit seinem distalen Ende an dem proximalen Ende des Verbindungselements aufliegt. Dadurch kann sehr einfach ein ungewolltes Klappen des Schwimmelements über die vorbestimmte maximale Position verhindert werden.

Gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform verläuft die Drehachse des Schwimmelements quer zur Längsachse des Verbindungselements.

In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Schwimmelement mit dem Verbindungselement über zwei Drehgelenke schwenkbar verbunden. Solche Drehgelenke sind einfach zu realisieren und weisen nur einen geringen Strömungswiderstand auf.

In einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Verbindungselement zumindest an seinem distalen Ende U-förmig mit zwei Schenkeln ausgestaltet, an denen das jeweilige Drehgelenkt angeordnet ist.

Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Verbindungselement entlang seiner Längsachse kanalförmig und insbesondere U-förmig ausgebildet. Das Verbindungselement kann zusätzlich ein Strömungsprofil aufweisen, wobei das Strömungsprofil insbesondere derart ausgebildet ist, ein entlang des Verbindungselements strömendes Wasser in Richtung des Schwimmelements zu lenken, so dass das Wasser gegen das Schwimmelement drückt und dieses in Richtung seiner maximal ausgeklappten Position schwenken kann. Das St römungs profil kann beispielsweise eine Rippe in der Mitte aufweisen, welche sich entlang der Länge des Verbindungselements erstreckt.

In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform ist wenigstens ein Zwischenelement vorgesehen, welches zwischen dem Verbindungselement und dem Schwimmelement derart angeordnet ist, dass alle drei Teile jeweils paarweise zueinander in die gleiche Richtung schwenkbar, insbesondere einseitig schwenkbar, sind.

In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform überlappt das Zwischenelement mit seinem distalen Ende mit dem proximalen Ende des Schwimmelements und überlappt mit seinem proximalen Ende mit dem distalen Ende des Verbindungselements derart, dass das Zwischenelement in der maximal ausgeklappten Position mit seinem distalen Ende an dem proximalen Ende des Schwimmelements aufliegt und mit seinem proximalen Ende an dem distalen Ende des Verbindungselements aufliegt. Dadurch kann sehr einfach erreicht werden, dass das Zwischenelement und das Schwimmelement gegenüber dem Verbindungselement nicht über die maximal vorgesehene ausgeklappte Position geklappt werden können.

Gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Zwischenelement mit seinem distalen Ende über zwei Drehgelenke mit dem Schwimmelement und mit seinem proximalen Ende über zwei Drehgelenke mit dem Verbindungselement verbunden. Derartige Drehgelenke sind kostengünstig und weisen einen relativ geringeren Strömungswiderstand auf.

In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist die Schwimmprothese als Armschwimmprothese oder Beinschwimmprothese ausgebildet.

Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu

erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen.

Figur 1 zeigt eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform einer Schwimmprothese gemäß der Erfindung.

Figur 2 zeigt eine vereinfachte, schematische Seitenansicht der Schwimmprothese gemäß Figur 1, wobei das Schwimmelement dabei von dem Verbindungselement getrennt dargestellt ist.

Figur 3 zeigt eine vereinfachte, schematische Schnittansicht A-A der Schwimmprothese gemäß der Figuren 1 und 2.

Figur 4 zeigt eine vereinfachte, schematische Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer Schwimmprothese gemäß der Erfindung.

Figur 5 zeigt eine vereinfachte, schematische Explosionsansicht der Schwimmprothese gemäß Figur 4.

Figur 6 zeigt eine vereinfachte, schematische Draufsicht der Schwimmprothese gemäß der Figuren 4 und 5.

Figur 7 zeigt eine Perspektivansicht der Schwimmprothese gemäß der Figuren 4, 5 und 6.

In Figur 1 ist eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform einer Schwimmprothese 1 gemäß der Erfindung gezeigt. Figur 2 zeigt dabei eine Seitenansicht und Figur S zeigt eine Vorderansicht der Schwimmprothese 1 gemäß Figur 1, wobei die Darstellung in den Figuren 1 und 2, schematisch und stark vereinfacht, sowie nicht maßstäblich ist. Der Armstumpf 2 als Beispiel für einen Amputationsstumpf 2 ist dabei in den Figuren 1 bis S sowie den nachfolgenden Figuren 4 bis 6 lediglich zum besseren Verständnis angedeutet.

Die Schwimmprothese 1 gemäß der ersten Ausführungsform ist in dem in den Figuren 1, 2 und S gezeigten Beispiel als Armschwimmprothese ausgebildet. Ebenso kann die Schwimmprothese 1 auch als Beinschwimmprothese ausgebildet sein. Dies gilt für alle Ausführungsformen der Erfindung.

Dazu weist die Schwimmprothese 1 ein Verbindungselement 3 auf, welches zur Verbindung mit dem Amputationsstumpf 2, hier Arm oder alternativ Bein, und zur Befestigung an dem Amputierten und insbesondere an dessen Amputationsstumpf 2 ausgebildet ist. Das Verbindungselement ist dabei in den Figuren 1, 2 und 3 stark vereinfacht und rein schematisch dargestellt.

Das Verbindungselement 3 kann dabei derart ausgebildet sein, mit dem Amputationsstumpf 2 verbunden und direkt an dem Amputationsstumpf 2 befestigt zu werden oder zusätzlich oder alternativ an einer anderen geeigneten Körperstelle des Amputierten, wie z.B. der Schulter, ggf. Oberarm oder im Falle einer Beinschwimmprothese am Rumpf usw., befestigt zu werden. Das Verbindungselement 3 kann, wie in den Figuren 1, 2 und 3 stark vereinfacht dargestellt ist, beispielsweise wenigstens eine Seitenschale 4 aufweisen, welche auf der Außenseite des Armstumpfs bzw. Beinstumpfs angeordnet und mittels wenigstens eines Gurtelements (nicht dargestellt) an diesem festgezurrt wird. Ebenso kann das Verbindungselement 3 auch eine zweite Seitenschale aufweisen, die wiederum auf der Innenseite des Armstumpfs bzw. Beinstumpfs angeordnet und mit der anderen Seitenschale 4 zusammen an dem Armstumpf bzw. Beinstumpf mittels wenigstens eines Gurtelements festgezurrt wird. Ebenso kann das Verbindungselement 3 auch einen Endtopf (nicht dargestellt) oder Trichter (nicht dargestellt) aufweisen, in welcher das Ende des Armstumpfs bzw. Beinstumpfs aufnehmbar ist und mittels wenigstens eines Gurtelements oder

dergleichen an dem Armstumpf bzw. Beinstumpf oder einer anderen geeigneten Körperstelle, wie der Schulter usw. festgezurrt wird. Die Erfindung ist jedoch auf die genannten Beispiele zum Ausgestalten und Befestigung des Verbindungselements 3 an dem Amputierten und dessen Amputationsstumpf nicht beschränkt. Es kann jede andere Art des Verbindungselements vorgesehen werden, das geeignet ist mit einem Amputationsstumpf verbunden und an dem Amputierten befestigt zu werden. Dies gilt für alle Ausführungsformen der Erfindung.

In dem in den Figuren 1, 2 und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Außenseite des Verbindungselements 3, z.B. die erste oder äußere Seitenschale 4, zusätzlich mit einem Strömungsprofil 5 ausgebildet, welches im Folgenden noch erläutert wird.

Die Schwimmprothese 1 weist des Weiteren bei der in den Figuren 1, 2 und 3 gezeigten ersten Ausführungsform der Erfindung ein Schwimmelement 6 auf, welches schaufelartig ausgebildet ist, und mit seinem proximalen Ende schwenkbar mit dem distalen Ende des Verbindungselements 3 verbunden ist. Dazu bildet das Verbindungselement 3 zumindest an seinem distalen Ende in dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 1, 2 und 3 einen U-förmigen Abschnitt mit zwei Schenkeln 7 auf. Die beiden Schenkel 7 des U-förmigen Abschnitts dienen zur Aufnahme und drehbaren Befestigung des Schwimmelements 6. Das Schwimmelement 6 weist dazu an seinem proximalen Ende in Analogie zu dem Verbindungselement 3 ebenfalls einen U-förmigen Abschnitt mit zwei Schenkeln 7, die mit den Schenkeln 7 des U-förmigen Abschnitts des Verbindungselements 3 drehbar verbunden werden. Die Drehachse 8 des Schwimmelements verläuft dabei z.B. quer zur Längsachse 9 des Verbindungselements 3.

In einem Ausführungsbeispiel ist das Schwimmelement 6 gegenüber dem Verbindungselement 3 zwischen einer maximal eingeklappten Position und einer maximal ausgeklappten Position schwenkbar. Beispielsweise ist das Schwimmelement 6 gegenüber dem Verbindungselement 3 in einem vorbestimmten Bereich beispielsweise in einem Winkel a zwischen 0° und 90° oder 0° und 135° (wie in Figur 1) oder 0° und 180° schwenkbar ausgebildet, wobei sich das Schwimmelement 6 bei einem Winkel von 0° in einer maximal eingeklappten Position befindet, in welcher das Schwimmelement 6 auf das Verbindungselement 3 geklappt ist und die Längsachse 10 des Schwimmelements 6 parallel zu der Längsachse 9 des Verbindungselements 3 ist. Der Winkel von 0° in der maximal

zusammengeklappten Position des Schwimmelements 6 ist aber lediglich beispielhaft. Beispielsweise kann das Verbindungselement und/oder das Schwimmelement in einem Ausführungsbeispiel mit wenigstens einem zusätzlichen Anschlagelement (nicht dargestellt) ausgebildet oder versehen sein, welche das Schwimmelement 6 stoppt, sobald dieses seine vorbestimmte maximal zusammengeklappte Position erreicht hat. Das Anschlagelement kann dabei an dem Verbindungselement bzw. Schwimmelement ausgeformt oder als separates Bauteil an diesem befestigt werden.

In der maximal ausgeklappten Position ist das Schwimmelement 6 wiederum gegenüber dem Verbindungselement 3 um einen Winkel a von z.B. 90° oder z.B. 135°, wie in Figur 1, oder z.B. 180°, nach außen oder weg von dem Verbindungselement 3 geklappt.

Der Winkel a der maximal ausgeklappten Position hängt beispielsweise von der gewünschten zu simulierenden Abwinkelung der Hand ab, welche dem Schwimmelement 6 entspricht, gegenüber dem Arm, welcher dem Verbindungselement 3 entspricht, beim Schwimmen im Fall einer Armschwimmprothese. Wie zuvor ausgeführt, kann der Winkel a des Schwimmelements 6 gegenüber dem Verbindungselement 3 beispielsweise einen Winkel a von maximal 90° oder 135°, wie in Figur 1, oder 180° betragen. Dabei sind das Schwimmelement 6 und das Verbindungselement 3 beispielsweise derart ausgebildet, dass das proximale Ende des Schwimmelements 6 das distale Ende des Verbindungselements 3 umgreift oder mit diesem überlappt und in der maximal ausgeklappten Position an dem distalen Ende des Verbindungselements 3 anliegt und dadurch ein weiteres ausklappen verhindert wird. Das Verbindungselement 3 wirkt dabei als ein Anschlagelement. Das Schwimmelement 6 wird durch das Verbindungselement 3 in seiner vorbestimmten maximal ausgeklappten Position gestoppt. Dadurch kann das Schwimmelement 6 nicht ungewollt weiter nach außen klappen als gewünscht.

Ist die Schwimmprothese 1 als Beinschwimmprothese ausgebildet, so ist der jeweilige Winkel a des Schwimmelements (welches dem Fuß entspricht) in seiner maximal eingeklappten Stellung und seiner maximal ausgeklappten Stellung gegenüber dem Verbindungselement (welches dem Bein entspricht) beispielsweise von der gewünschten zu simulierenden Abwinkelung des Fußes beim Schwimmen abhängig gewählt. Der Fuß, und genauer z.B. der Fußwurzelknochen mit dem Mittelfußknochen, kann gegenüber dem Bein beispielsweise um einen Winkel von 90° abgewinkelt sein in seiner maximal eingeklappten Position oder sich der Länge nach mit dem Bein nach vorne erstrecken und einen Winkel von 180° mit dem Bein bilden, in seiner maximal ausgeklappten Position. Ein vollständiges Klappen des Fußes auf das Bein und damit ein Winkel von 0° des Fußes mit dem Bein als maximal eingeklappte Position ist dagegen anatomisch nicht möglich. Der Bereich des Winkels a, um den das Schwimmelement 6 gegenüber dem Verbindungselement 3 schwenkbar ist, wird bei der Schwimmprothese 1 beispielsweise abhängig davon vorgegeben, ob es sich um eine Beinschwimmprothese oder eine Armschwimmprothese handelt, sowie von einer gewünschten zu simulierenden Schwimmbewegung der Hand bzw. des Fußes. Die Erfindung ist auf die genannten Winkelbereiche für die maximal eingeklappte Position und die maximal ausgeklappte Position des Schwimmelements 6 gegenüber dem Verbindungselement 3 nicht beschränkt.

Das Schwimmelement 6 ist dabei beispielsweise mittels zweier Drehgelenke 12 rechts und links an dem Verbindungselement 3 drehbar befestigt. Genauer sind die Schenkel 7 des Verbindungselements 3 und des Schwimmelements 6 drehbar mittels der Drehgelenke 12 verbunden, so dass das Schwimmelement 6 um die Drehachse 8 entsprechend geschwenkt werden kann. Des Weiteren sind das Verbindungselement 3 und das Schwimmelement 6 vorzugsweise derart ausgebildet und miteinander schwenkbar verbunden, so dass so wenig wie möglich Wasser ungewollt zwischen dem distalen Ende des Verbindungselements und dem proximalen Ende des Schwimmelements hindurchströmen kann, wenn das Schwimmelement 6 gegenüber dem Verbindungselement 3 nach außen geklappt wird.

Das Verbindungselement 3 in dem Ausführungsbeispiel in den Figur 1, 2 und 3 weist beispielsweise eine Kanalform, insbesondere U-Form, auf, zum Kanalisieren eines Wasserstroms, wenn der Amputierte mit der Schwimmprothese 1 schwimmt. Bewegt der Amputierte den Arm mit der Schwimmprothese 1 nach vorne, so drückt das Wasser dabei das Schwimmelement 6 in Richtung des Verbindungselements 3, d.h. in Richtung seiner maximal zusammengeklappten Position. Das Schwimmelement 6 kann an seiner Außenseite oder Rückseite wahlweise zusätzlich ein Strömungsprofil aufweisen, das einen möglichst geringen Strömungswiderstand aufweist, wenn das Schwimmelement 6 in seiner maximal zusammengeklappten Position ist.

Bewegt der Amputierte anschließend den Arm mit der Schwimmprothese 1 wieder zurück, so drückt das Wasser gegen das Schwimmelement 6, so dass das Schwimmelement 6 nach außen geklappt wird. Das Wasser strömt dabei entlang der Außenseite des Verbindungselements S gegen die Innenseite oder Vorderseite des Schwimmelements 6. Wie zuvor beschrieben sind das Verbindungselement S und das Schwimmelement 6 vorzugsweise derart ausgebildet und schwenkbar miteinander verbunden, so dass sich ihre Enden überlappen, so dass möglichst wenig Wasser an dem Verbindungselement S vorbei an dem proximalen Ende des Schwimmelements 6 vorbeiströmen kann. Stattdessen strömt möglichst viel Wasser von dem Verbindungselement S gegen das Schwimmelement 6 und drückt gegen dieses an, so dass das Schwimmelement 6 nach außen gedrückt wird, beispielsweise um einen Winkel a von z.B. 135°, wie in Figur 1. Das Schwimmelement 6 stößt dabei in seiner maximal ausgeklappten Position mit seinem proximalen Ende an dem distalen Ende des Verbindungselements 3 an und kann so nicht noch weiter über den vorbestimmten maximalen Winkel hinaus geschwenkt werden. Das Verbindungselement 3 kann dabei auf seiner Außenseite, wie zuvor ausgeführt wahlweise zusätzlich ein Strömungsprofil 5 oder eine Strömungskontur aufweisen, wie in den Figuren 1 und 3 gezeigt ist. Das Strömungsprofil 5 kann derart ausgebildet sein, das es das Wasser an der Außenseite des Verbindungselements 3 entlang hin zu dem Schwimmelement 6 leitet. Beispielsweise kann das Verbindungselement 3 nicht nur an seinem distalen Ende einen U-förmigen Abschnitt sondern entlang seiner gesamten Länge kanalförmig, z.B. U-förmig, ausgebildet sein und an seinem Ende geschlossen sein, wie in Figur 1, oder auch offen ausgebildet sein, wie in nachfolgender Figur 5. Des Weiteren kann das St römungs profil 5 des Verbindungselements 3 in der Mitte wenigstens eine Rippe 13 aufweisen, welche entlang der Länge des Verbindungselements 3 verläuft und sich zum Ende des Verbindungselement 3 hin z.B. in der Breite und/oder der Höhe verjüngt. In der Ansicht der Schwimmprothese 1 in den Figuren 1 und 3 weist die Rippe 13 z.B. einen dreieckigen oder wellenförmigen Querschnitt auf, der sich in Längsrichtung des Verbindungselements von einem proximalen Ende zu seinem distalen Ende in der Bereite verjüngt und in der Höhe verjüngt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese spezielle Ausgestaltung des Querschnitts der Rippe beschränkt.

Wie zuvor ausgeführt ist das Schwimmelement 6 schaufelförmig ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass dadurch ein zusätzlicher Strömungswiderstand erzeugt werden kann. Die Schwimmprothese 1 erzeugt so mit ihrem Schwimmelement 6 beim Zurückbewegen des Arms einen Zug auf den Arm, ähnlich wie dies bei dem gesunden Arm des Amputierten der Fall ist, wenn dieser den Arm beim Schwimmen zurückbewegt und dabei die Hand nach außen klappt. Die Schwimmprothese 1 simuliert hierbei den gesunden Arm mit der nach außen geklappten Hand mit ihrem Schwimmelement 6. Dies hat den Vorteil, dass ein möglichst gleichmäßiger Armzug bei dem gesunden Arm und bei dem amputierten Arm erzielt werden kann und damit eine gleichmäßige Ausbildung der Muskulatur auf beiden Seiten des Körpers des Amputierten. Dadurch kann die Muskulatur des Amputierten symmetrisch ausgebildet werden und so einer Fehlhaltung entgegengenwirkt werden. Sobald der Amputierte beim Schwimmen den Arm dann wieder nach vorne bewegt, wird das Schwimmelement 6 durch den Wasserdruck in Richtung des Verbindungselements S und in Richtung der maximal zusammengeklappten Position geschwenkt.

In dem in Figur 1, 2und S gezeigt Ausführungsbeispiel des schaufelförmigen Schwimmelements 6, weist dieses einen beispielsweise runden und zusätzlich vertieften Abschnitt auf. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese konkrete Ausgestaltung beschränkt. Es kann jede andere geeignete Schaufelform bei dem Schwimmelement 6 vorgesehen werden, wobei die Schaufelform dabei statt mit einer Vertiefung prinzipiell auch flach ausgeführt sein kann. Dies gilt für alle Ausführungsformen der Erfindung.

Des Weiteren ist bei dem Ausführungsbeispiel des Verbindungselements S in den Figuren 1, 2 und S, das Verbindungselement S aus zwei Teilen zusammengesetzt, d.h. einem ersten äußeren Schalen- und Kopplungsteil 14 und einem zweiten Strömungsprofilteil 15, die aneinander befestigt sind, beispielsweise mittels Verschrauben, Vernieten, Verkleben, Verstiften, Verbolzen und /oder Verschweißen. In den Figuren 1, 2 und S ist eine Befestigung mittels Schrauben 11 dargestellt.

Das erste Schalen - und Kopplungsteil 14 ist derart ausgebildet mit einem Schalenabschnitt an dem Amputationsstumpf 2 mittels wenigstens eines Gurtelements befestigt zu werden und des Weiteren durch einen Kopplungsabschnitt ein schwenkbares Befestigen des

Schwimmelements 6 an dem Verbindungselement S zu erlauben, beispielsweise mittels zweier Drehlager 12. Das zweite Strömungsprofilteil 15 stellt wiederum das Strömungsprofil des Verbindungselements S bereit und weist, wie zuvor beschrieben, ein St römungs profil 5 mit beispielsweise einer am Ende offenen oder geschlossenen U-Form mit wenigstens einer Rippe IS entlang der Länge des Verbindungselements 3 auf. Das erste Schalen- und Kopplungsteil 14 und das zweite Strömungsprofilteil 15 des Verbindungselements 3 können als separate Bauteile besonders einfach und kostengünstig hergestellt und anschließend aneinander lösbar oder unlösbar befestigt werden zum Bereitstellen des Verbindungselements 3. Ebenso können das erste Schalen- und Kopplungsteil 14 und das zweite Strömungsprofilteil 15 auch einstückig beispielsweise als Spritzgussteil oder Faserverbundteil ausgebildet werden.

In den Figuren 4, 5, 6 und 7 ist eine zweite Ausführungsform der Schwimmprothese 1 gemäß der Erfindung gezeigt. Die Schwimmprothese 1 gemäß der zweiten Ausführungsform unterscheidet sich dabei von der Schwimmprothese 1 der ersten Ausführungsform gemäß der Figuren 1, 2 und 3 im Wesentlichen dadurch, dass die Schwimmprothese 1 gemäß der zweiten Ausführungsform statt zweiteilig, wie die erste Ausführungsform, dreiteilig ausgebildet ist und als drittes Teil neben dem Verbindungselement 3 und dem Schwimmelement 6 ein zusätzliches Zwischenelement 16 aufweist, welches das Verbindungselement 3 und das Schwimmelement 6 miteinander verbindet. Es gelten daher die Ausführungen zu der ersten Ausführungsform entsprechend auch für die zweite Ausführungsform.

In Figur 4 ist eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform einer Schwimmprothese 1 gemäß der Erfindung gezeigt und in Figur 5 eine vereinfachte, schematische Explosionsansicht der Schwimmprothese 1. Figur 6 zeigt wiederum eine vereinfachte, schematische Draufsicht der Schwimmprothese 1 und Figur 7 eine Perspektivansicht der Schwimmprothese 1 gemäß der Figuren 4, 5 und 6.

Die Schwimmprothese 1 gemäß der zweiten Ausführungsform ist in dem in den Figuren 4, 5, 6 und 7 gezeigten Beispiel ebenfalls z.B. als Armschwimmprothese ausgebildet.

Dazu weist die Schwimmprothese 1 ein Verbindungselement S auf, welches zur Verbindung mit dem Amputationsstumpf 2, hier Arm oder alternativ Bein, und zur Befestigung an dem Amputierten und insbesondere an dessen Amputationsstumpf 2 ausgebildet ist. Wie die erste Ausführungsform kann auch die zweite Ausführungsform ebenso als Beinschwimmprothese ausgebildet sein.

Das Verbindungselement 3 ist in den Figuren 4, 5, 6 und 7 stark vereinfacht und rein schematisch, sowie nicht maßstäblich dargestellt. Wie zuvor mit Bezug auf die Figuren 1, 2 und 3 beschrieben wurde, ist das Verbindungselement 3 derart ausgebildet, mit dem Amputationsstumpf 2 verbunden und direkt an dem Amputationsstumpf befestigt zu werden oder zusätzlich oder alternativ indirekt an einer anderen geeigneten Körperstelle des Amputierten, wie z.B. der Schulter, ggf. Oberarm usw., befestigt zu werden. Im Falle einer Beinschwimmprothese ist das Verbindungselement 3 derart ausgebildet mit dem Beinstumpf verbunden und direkt an dem Beinstumpf befestigt zu werden oder zusätzlich oder alternativ indirekt an einer anderen geeigneten Körperstelle des Amputierten, z.B. dem Rumpf usw..

Das Verbindungselement 3 kann, wie in den Figuren 4, 5, 6 und 7 stark vereinfacht dargestellt, beispielsweise wenigstens eine Schale, insbesondere Seitenschale 4, aufweisen, welche auf der Außenseite des Amputationsstumpfs 2 angeordnet und mittels wenigstens eines Gurtelements an diesem festgezurrt wird. Ebenso kann das Verbindungselement 3 auch eine zweite Seitenschale aufweisen, die wiederum auf der Innenseite des Amputationsstumpfs 2 angeordnet und mit der anderen Seitenschale 4 zusammen an dem Amputationsstumpf 2 mittels wenigstens eines Gurtelements festgezurrt wird. Ebenso kann das Verbindungselement 3 auch einen Endtopf oder einen Trichter aufweisen, in welcher das Ende des Amputationsstumpfs 2 aufnehmbar ist und mittels wenigstens eines Gurtelements an dem Amputationsstumpf und/oder einer anderen geeigneten Körperstelle, wie der Schulter, dem Rumpf usw. festgezurrt wird. Die Erfindung ist jedoch auf die genannten Beispiele zum Ausgestalten und Befestigung des Verbindungselements 3 an dem Amputierten nicht beschränkt. Es kann jedes andere Verbindungselement eingesetzt werden zum Befestigen der Schwimmprothese an einem Amputationsstumpf.

Das in den Figuren 4, 5, 6 und 7 gezeigte Ausführungsbeispiel kann, wie zuvor in den Figuren 1, 2 und 3, wahlweise zusätzlich an seiner Außenseite, z.B. der ersten oder äußeren Seitenschale 4, mit einer Strömungskontur bzw. Strömungsprofil versehen sein.

Wie zuvor die Schwimmprothese 1 in den Figuren 1, 2 und 3, weist die Schwimmprothese 1 gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung ein Schwimmelement 6 auf, welches schaufelartig ausgebildet ist.

Des Weiteren ist das zusätzliche Zwischenelement 16 vorgesehen, welches das Verbindungselement 3 mit dem Schwimmelement 6 verbindet. Das Zwischenelement 16 ist mit seinem proximalen Ende schwenkbar mit dem distalen Ende des Verbindungselements 3 und mit seinem distalen Ende schwenkbar mit dem proximalen Ende des Schwimmelements 6 verbunden. Das proximale Ende des Zwischenelements 16 umgreift dabei z.B. das distale Ende des Verbindungselements 3 und das distale Ende des Zwischenelements 16 wird z.B. von dem proximale Ende des Schwimmelements 6 umgriffen. Das Zwischenelement 16 ist derart zwischen dem Verbindungselement 3 und dem Schwimmelement 6 angeordnet, dass alle drei Teile jeweils paarweise zueinander in die gleiche Richtung schwenkbar sind. Dabei ist das Zwischenelement 16 zumindest im Bereich seiner beiden Enden, d.h. seines distalen und seines proximalen Endes, U-förmig mit zwei Schenkeln 7 ausgebildet. Dazu kann das Zwischenelement 16 mit seinem distalen Enden bzw. proximalen Ende und genauer seinen Schenkeln 7 mittels zweier Drehgelenke 12 schwenkbar mit dem Verbindungselement 3 bzw. dem Schwimmelement 6 verbunden sein. Die Erfindung ist jedoch auf diese spezielle Ausgestaltung der schwenkbaren Verbindung mittels zweier Drehgelenke 12 nicht beschränkt. Es kann jeder andere Art der schwenkbaren Verbindung des Zwischenelements 3 mit dem Schwimmelement 6 und dem Verbindungselement 16 vorgesehen werden, je nach Funktion und Einsatzzweck. Dies gilt für alle Ausführungsformen der Erfindung.

Das Schwimmelement 6 ist durch das Zwischenelement 16 derart mit dem Verbindungselement 3 schwenkbar verbunden, dass das Schwimmelement 6 gegenüber dem Verbindungselement 3 zwischen einer maximal eingeklappten Position und einer maximal ausgeklappten Position schwenkbar ist. In der maximal eingeklappten Position kann das Verbindungselement 3 zusammen mit dem Zwischenelement 16 gegenüber dem Verbindungselement 3 z.B. einen Winkel von 0° bilden, wie in den Figuren 4 und 7 gezeigt ist, und in der vollständig ausgeklappten Position einen Winkel von z.B. 90°, wie in Figur 6, 135° oder 180°, wie zuvor das Schwimmelement gemäß der ersten Ausführungsform in den Figuren 1 und 2.

Ebenso kann das Zwischenelement 16 aber auch beispielsweise in der maximal eingeklappten Position, ähnlich dem Handwurzelknochen einer zu simulierenden Hand, beispielsweise lediglich um einen Winkel von 90° gegenüber dem Verbindungselement 3 geklappt sein und in der maximal ausgeklappten Position um einen Winkel von 180° oder 225° gegenüber dem Verbindungselement 3 geklappt sein. Gleiches gilt, wenn die Schwimmprothese als Beinschwimmprothese ausgebildet ist und in diesem Fall beispielsweise das Zwischenelement 16 ähnlich dem Fuß (und genauer dem Fußwurzelknochen und dem Mittelfußknochen) gegenüber dem Bein beispielsweise um einen Winkel von 90° abgewinkelt ist, in seiner maximal eingeklappten Position oder sich der Länge nach mit dem Bein nach vorne erstrecken und einen Winkel von 180° mit dem Bein bilden, in seiner maximal ausgeklappten Position. Der Bereich des Winkels um den das Schwimmelement 6 bzw. das Zwischenelement 16 gegenüber dem Verbindungselement 3 schwenkbar ist, wird bei der Schwimmprothese 1 beispielsweise abhängig davon eingestellt, ob es sich um eine Beinschwimmprothese oder eine Armschwimmprothese handelt, sowie von einer gewünschten zu simulierenden Schwimmbewegung der Hand bzw. des Fußes. Die Erfindung ist auf die genannte Winkelbereiche für die maximal eingeklappte Position und die maximal ausgeklappte Position des Schwimmelements 6 gegenüber dem Verbindungselement 3 nicht beschränkt.

Wie zuvor mit Bezug auf die Figuren 1 und 2 beschrieben wurde, sind das Schwimmelement 6 und das Zwischenelement 16 vorzugsweise derart ausgebildet, dass das proximale Ende des Schwimmelements 6 das distale Ende des Zwischenelements 16 umgreift oder sich beide Enden überlappen wie in Figur 4, so dass in der maximal ausgeklappten Position das proximale Ende des Schwimmelements 6 an dem distalen Ende des Zwischenelements 16 anliegt und dadurch ein weiteres ausklappen verhindert wird. Ebenso sind das Zwischenelement 16 und das Verbindungselement 3 derart ausgebildet, dass das proximale Ende des Zwischenelements 16 das distale Ende des Verbindungselements 3 umgreift oder sich die beiden Enden überlappen (wie in Figur 4), so dass in der maximal ausgeklappten

Position das proximale Ende des Zwischenelements 16 an dem distalen Ende des Verbindungselements 3 anliegt, wie in Figur 4 gezeigt ist, und dadurch ein weiteres ungewolltes Ausklappen verhindert wird. Auf diese Weise kann gezielt eine maximal ausgeklappte Position der Schwimmprothese 1 vorgegeben werden, was insbesondere von Vorteil ist, wenn die Schwimmprothese als Arm- oder Beinschwimmprothese vorgesehen wird. Wie ebenfalls zuvor beschrieben, kann das Verbindungselement 3, das Zwischenelement 16 und/oder das Schwimmelement 6 mit einem Anschlagelement (nicht dargestellt) ausgebildet sein, welche die Schwimmprothese 1 stoppt, sobald diese ihre vorbestimmte maximale zusammengeklappte Position erreicht hat. Das Anschlagelement des Verbindungselements 3 ist derart angeordnet, dass das Zwischenelement 16, wenn es in Richtung des Verbindungselements 3 gedrückt wird, von dem Anschlagelement in einer vorbestimmten eingeklappten Position gestoppt wird. Zusätzlich oder alternativ kann auch das Zwischenelement 16 mit einem solchen Anschlagelement versehen sein. Gleiches gilt für das Anschlagelement des Schwimmelements 6. Dieses ist derart angeordnet, dass das Schwimmelement 6, wenn es in Richtung des Zwischenelements 16 gedrückt wird, von dem Anschlagelement in einer vorbestimmten eingeklappten Position gestoppt wird. Zusätzlich oder alternativ kann auch das Zwischenelement 16 mit einem solchen Anschlagelement versehen sein, welches ein weiteres Einklappen des Schwimmelements 6 stoppt. Dadurch kann gezielt eine definiert vollständig eingeklappte Position der Schwimmprothese eingestellt werden.

Das Verbindungselement 3 und das Zwischenelement 16 sowie das Zwischenelement 16 und das Schwimmelement 6 sind vorzugsweise jeweils derart ausgebildet, dass sie sich mit ihren Enden überlappen oder umgreifen, wie in Figur 4 gezeigt ist, so dass wenn das Schwimmelement 6 zwischen der maximal eingeklappten Position und der maximal ausgeklappten Position geschwenkt wird, möglichst wenig Wasser zwischen den Enden hindurchströmen kann. Dies hat den Vorteil, dass so wenig wie möglich Wasser ungewollt zwischen dem distalen Ende des Verbindungselements 3 unter dem proximalen Ende des Zwischenelements 16 sowie zwischen dem distalen Ende des Zwischenelements 16 und dem proximalen Ende des Schwimmelements 6 hindurchströmen kann, wenn das Schwimmelement 6 beispielsweise nach außen geklappt ist, beispielsweise um einen Winkel von 90° gegenüber dem Verbindungselement 3, ähnlich einer Hand oder einem Fuß.

Das Verbindungselement 3 in dem zweiten Ausführungsbeispiel in den Figuren 4, 5, 6 und 7 weist eine Kanalform, z.B. U-Form auf, zum Kanalisieren eines Wasserstroms, wenn der Amputierte mit der Schwimmprothese 1 schwimmt. Bewegt der Amputierte den Arm mit der Schwimmprothese 1 nach vorne, so drückt das Wasser dabei das Schwimmelement 6 und das damit verbundene Zwischenelement 16 in Richtung des Verbindungselements 3, d.h. in Richtung seiner maximal zusammengeklappten Position. Das Schwimmelement 6 und/oder das Zwischenelement 16 kann dabei an seiner Außenseite oder Rückseite wahlweise zusätzlich ein St römungs profil aufweisen, das einen möglichst geringen Strömungswiderstand aufweist, wenn das Schwimmelement 6 und das Zwischenelement 16 in der maximal zusammengeklappten Position sind.

Bewegt der Amputierte anschließend den Arm mit der Schwimmprothese 1 wieder zurück, so drückt das Wasser gegen das Zwischenelement 16 und das mit ihm verbundene Schwimmelement 6, so dass das Zwischenelement 16 und das Schwimmelement 6 nach außen geklappt werden. Das Wasser strömt dabei entlang der Außenseite des Verbindungselements 3 gegen die Innenseite oder Vorderseite des Zwischenelements 16 und des Schwimmelements 6. Wie zuvor beschrieben sind das Verbindungselement 3, das Zwischenelement 16 und das Schwimmelement 6 vorzugsweise derart ausgebildet und schwenkbar miteinander verbunden, dass ihre Enden einander umgreifen oder überlappen, wie in Figur 4 gezeigt ist. Dadurch strömt möglichst wenig Wasser ungehindert an dem Verbindungselement 3 vorbei und unter dem proximalen Ende des Zwischenelements 16 und dem proximalen Ende des Schwimmelements 3 hindurch. Stattdessen strömt möglichst viel Wasser von dem Verbindungselement 3 gegen das Zwischenelement 16 und das Schwimmelement 6 und drückt gegen diese an, so dass das Zwischenelement 16 und das Schwimmelement 6 nach außen gedrückt werden ähnlich einer Hand, die sich öffnet, beispielsweise um einen Winkel von 90° oder um einen maximalen Winkel von 180° gegenüber dem Verbindungselement 3. Das Verbindungselement 3 kann dabei auf seiner Außenseite, wie das Verbindungselement der ersten Ausführungsform, zusätzlich ein St römungs profil oder eine Strömungskontur aufweisen.

Die erfindungsgemäße Schwimmprothese 1 kann neben dem zuvor mit Bezug auf die Figuren 4 bis 7 beschriebene Zwischenelement 16 auch weitere Zwischenelemente aufweisen.

Das Verbindungselement 16 gemäß der zweiten Ausführungsform kann des Weiteren wie das Verbindungselement der ersten Ausführungsform aus zwei Teilen zusammengesetzt ausgebildet sein, d.h. einem ersten äußeren Schalen- und Kopplungsteil und einem zweiten Strömungsprofilteil (nicht dargestellt), die aneinander befestigt sind, beispielsweise mittels Verschrauben, Vernieten, Verkleben, Verstiften, Verbolzen und /oder Verschweißen. Es wird hierbei auf die Beschreibung zu den Figuren 1, 2 und S verwiesen. Das erste Schalen- und Kopplungsteil und das zweite Strömungsprofilteil des Verbindungselements S können als separate Bauteile hergestellt und anschließend aneinander lösbar oder unlösbar befestigt werden zum Bereitstellen des Verbindungselements. Ebenso können das erste Schalen- und Kopplungsteil und das zweite Strömungsprofilteil auch einstückig beispielsweise als Spritzgussteil oder Faserverbundteil ausgebildet werden.

Die zuvor mit Bezug auf die Figuren 1 bis 7 beschriebenen Ausführungsbeispiele sind auch miteinander kombinierbar insbesondere einzelne Merkmale davon.

Ferner wird hierin eine Schwimmprothese offenbart, aufweisend:

ein Verbindungselement, welches zur Ankopplung an einen Amputationsstumpf eines Amputierten, ausgebildet ist;

ein Schwimmelement welches schaufelartig ausgebildet ist und mit seinem proximalen Ende um eine Achse schwenkbar an dem distalen Ende des Verbindungselements befestigt ist; wobei das Schwimmelement gegenüber dem Verbindungselement zwischen einer maximal eingeklappten Position und einer maximal ausgeklappten Position schwenkbar ist, wobei in der maximal eingeklappten Position das Schwimmelement auf das Verbindungselement geklappt ist.

Bezugszeichenliste

Schwimmprothese

Amputationsstumpf

Verbindungselement

Seitenschale

Strömungsprofil

Schwimmelement

Schenkel

Drehachse des Schwimmelements

Längsachse des Verbindungselements Längsachse des Schwimmelements

Schraube

Drehgelenk

Rippe

Schalen- und Kopplungsteil

Strömungsprofilteil

Zwischenelement