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1. WO2020207603 - FLÄCHEN-REINIGUNGSMASCHINE MIT BOOST-MODUS UND VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER FLÄCHEN-REINIGUNGSMASCHINE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Flächen-Reinigungsmaschine mit Boost-Modus und

Verfahren zum Betreiben einer Flächen-Reinigungsmaschine

Die Erfindung betrifft eine Flächen-Reinigungsmaschine, umfassend einen Reinigungskopf, mindestens eine Reinigungswalzeneinheit, welche rotierbar an dem Reinigungskopf angeordnet ist, und mindestens einen Antriebsmotor zum rotierenden Antrieb der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben einer Flächen-Reini gungsmaschine, bei dem mindestens eine Reinigungswalzeneinheit an einem Reinigungskopf angeordnet ist.

Aus den WO 2016/058901 Al, WO 2016/058856 Al, WO 2017/063663 Al,

WO 2016/058879 Al, WO 2016/058956 Al sind Flächen-Reinigungsmaschinen bekannt. Aus der WO 2016/058907 Al ist ebenfalls eine

Flächen-Reinigungsmaschine bekannt.

Reinigungsmaschinen sind auch aus der AU 2017101723 A4, der

CN 206687671 U, der DE 20 2016 105 300 Ul, der US 9,622,637 Bl, der CN 205359367 U, der US 2017/0119225 Al, der CN 205181250 U, der CN 205181251 U, der CN 205181256 U, der DE 20 2016 105 299 U, der WO 2017/059602 Al, der WO 2017/059600 Al, der WO 2017/059601 Al, der WO 2017/059603 Al oder der DE 20 2016 105 301 Ul bekannt.

Aus der US 4,875,246 ist eine tragbare Bodenreinigungsvorrichtung bekannt, welche eine durch einen elektrischen Motor angetriebene Walze aufweist.

Aus der DE 20 2009 013 434 Ul ist eine Vorrichtung zur Fußboden-Nass reinigung mit einer Bürste, welche um eine Rotationsachse drehbar ist, be kannt.

Aus der CN 201 197 698 Y ist eine Reinigungsmaschine bekannt.

Aus der US 6,026,529 ist eine Vorrichtung zum Reinigen von Böden oder an dere Hartflächen bekannt.

Aus der WO 2005/087075 Al ist eine Bodenreinigungsmaschine mit einem Handgriff bekannt, welcher schwenkbar an einer Basis angeordnet ist.

Aus der WO 2015/086083 Al ist eine weitere Bodenreinigungsmaschine be kannt.

Aus der US 3,789,449 ist ein Hartboden-Reinigungsgerät bekannt.

Die CN 107007215 A offenbart einen Bodenreinigungsroboter.

Die DE 20 2018 104 772 Ul offenbart einen Schmutzwassersammel mechanismus und Schmutzwasserdetektionsmechanismus und eine Reini gungsvorrichtung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flächen-Reinigungsmaschine der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche für einen Bediener auf optimierte Weise betreibbar ist.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Flächen-Reinigungsmaschine erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit variierbar ist und eine Drehzahl-Einstellungsein richtung für die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit vorgesehen ist, und dass ein Boost-Modus vorgesehen ist, in welchem eine Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit im Vergleich zu einer Standard-Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit erhöht ist und/oder, dass ein Kehr-Modus vorgesehen ist, in welchem die Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit im Vergleich zu der Standard-Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit erniedrigt ist.

Wenn die Drehzahl im Boost-Modus im Vergleich zu der Standard-Drehzahl erhöht ist, dann ergibt sich eine verbesserte Reinigungswirkung aufgrund einer höheren Reibung an einer zu reinigenden Fläche. Wenn ein erhöhter Ver schmutzungsgrad an einer zu reinigenden Fläche erkannt wird (durch einen Bediener der Flächen-Reinigungsmaschine oder automatisiert über eine

Sensoreinrichtung), dann lässt sich über den Boost-Modus mit erhöhter Dreh zahl eine verbesserte Reinigung erreichen.

Außerhalb des Boost-Modus kann die mindestens eine Reinigungswalzenein heit mit der Standard-Drehzahl betrieben werden. Bei dieser ergeben sich gute Reinigungsergebnisse für "normale" Verschmutzungsgrade.

Es lässt sich so beispielsweise eine Flächen-Reinigungsmaschine mit Batterie betrieb länger betreiben, da der Boost-Modus nur eingesetzt werden muss, wenn eine entsprechende Notwendigkeit erkannt wird. Beispielsweise wird durch den Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine mit der Standard-Drehzahl auch der Verschleiß der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit gering ge halten.

In dem Kehr-Modus ist die Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzen einheit gegenüber der Standard-Drehzahl erniedrigt. Bei einer erniedrigten Drehzahl lässt sich über die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit ver bessert Grobschmutz aufnehmen.

Wenn ein Bediener und/oder eine Sensoreinrichtung einen erhöhten Grob schmutzanteil an einer zu reinigenden Fläche erkennt, dann kann über den Kehr-Modus ein verbessertes Reinigungsergebnis bezüglich Grobschmutz er zielt werden.

Insbesondere ist mindestens eines der Folgenden vorgesehen :

Bei Inbetriebnahme der Flächen-Reinigungsmaschine wird die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit mit der Standard-Drehzahl betrieben;

ohne Bedienereingriff an der Flächen-Reinigungsmaschine und/oder ohne Sensordetektion eines definierten Verschmutzungsgrads rotiert die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit mit der Standard-Drehzahl;

die Standard-Drehzahl ist einstellbar;

die Standard-Drehzahl ist abhängig von einer Zuführmenge von

Reinigungsflüssigkeit zu der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit und/oder zu einer zu reinigenden Fläche.

Es ist dann insbesondere vorgesehen, dass besondere Ereignisse vorliegen müssen, dass die Flächen-Reinigungsmaschine im Boost-Modus mit erhöhter Drehzahl und/oder im Kehr-Modus mit erniedrigter Drehzahl betrieben wird. Diese besonderen Ereignisse sind insbesondere ein Bedienereingriff und/oder ein definiertes Detektionsergebnis einer Sensoreinrichtung. Die Standard-Drehzahl ist insbesondere einstellbar (automatisch insbesondere mittels Sensorergebnissen und/oder durch einen Bediener), um eine Anpassung an unterschiedliche Flächenbeschaffenheiten und insbesondere Bodenbeschaffen heiten zu ermöglichen. Beispielsweise ist die Standard-Drehzahl für eine wasserempfindliche Bodenfläche wie einen Holzboden niedriger als für eine weniger wasserempfindliche Fläche wie beispielsweise einen Steinboden. Grundsätzlich kann auch eine Abhängigkeit bestehen zwischen der Standard-Drehzahl und einer ausgebrachten Flüssigkeitsmenge zur Anlösung von Schmutz an der zu reinigenden Fläche. Bei einer Ausführungsform ist bei spielsweise eine Standard-Drehzahl von 450 Umdrehungen pro Minute zur Reinigung eines wasserempfindlichen Bodens vorgesehen, und eine Standard-Drehzahl von 500 Umdrehungen pro Minute für eine weniger wasser empfindliche Bodenart wie beispielsweise ein Steinboden.

Ferner ist insbesondere mindestens eines der Folgenden vorgesehen :

Im Boost-Modus ist die Drehzahl gegenüber der Standard-Drehzahl um einen Faktor von mindestens 1,05, insbesondere von mindestens 1,1, ins besondere von mindestens 1,2, insbesondere von mindestens 1,3, insbe sondere von mindestens 1,4, insbesondere von mindestens 1,5, und ins besondere von mindestens 2 erhöht;

im Kehr-Modus ist die Drehzahl gegenüber der Standard-Drehzahl um einen Faktor von mindestens 1,05, insbesondere von mindestens 1,1, ins besondere von mindestens 1,2, insbesondere von mindestens 1,3, insbe sondere von mindestens 1,4, insbesondere von mindestens 1,5, und ins besondere von mindestens 2 erniedrigt;

der Boost-Modus und/oder der Kehr-Modus weist eine oder mehrere defi nierte Drehzahlen auf;

nach Aktivierung des Boost-Modus und/oder der Kehr-Modus endet er nach einer bestimmten Zeitdauer (automatisch), oder er endet, wenn kein Bedienereingriff zur Aktivierung des Boost-Modus und/oder des Kehr- Modus mehr vorliegt, oder wenn keine Sensordetektion eines definierten Verschmutzungsgrads mehr vorliegt.

Durch die erhöhte Drehzahl im Boost-Modus bezüglich der Standard-Drehzahl lässt sich ein verbessertes Reinigungsergebnis erreichen. Durch die erniedrigte Drehzahl im Kehr-Modus lässt sich verbessert Grobschmutz aufnehmen. Ins besondere ist es vorgesehen, dass der Boost-Modus beziehungsweise Kehr-Modus eine Art von Ausnahme beim Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine darstellt und ein besonderes Ereignis wie ein Bedienereingriff und/oder eine Sensordetektion vorliegen muss. Es ist dann günstig, wenn der Boost-Modus beziehungsweise Kehr-Modus endet, wenn dieses besondere Ereignis nicht mehr vorhanden ist oder zumindest nach einer vorgegebenen Zeitdauer auto matisch endet.

Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die Standard-Drehzahl im Bereich zwischen 400 Umdrehungen pro Minute und 700 Umdrehungen pro Minute liegt und insbesondere bei circa 500 Umdrehungen pro Minute liegt. Beispiels weise ist es vorgesehen, dass die Flächen-Reinigungsmaschine für die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit eine Standard-Drehzahl von 450 Umdrehungen pro Minute für einen wasserempfindlichen Boden wie einen Holzboden aufweist, und eine Standard-Drehzahl von circa 500 Umdrehungen pro Minute für einen weniger wasserempfindlichen Boden wie einen Stein boden aufweist. Diese Drehzahl ist durch einen Bediener beispielsweise direkt einstellbar. Sie kann auch "indirekt" einstellbar sein beispielsweise über eine gewählte Zuführmenge von Reinigungsflüssigkeit zu der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit und/oder zu der zu reinigenden Fläche. Wenn beispielsweise eine geringere Zuführmenge an Reinigungsflüssigkeit eingestellt wird, dann wird entsprechend eine niedrigere Standard-Drehzahl eingestellt.

Es lassen sich so Hartböden insbesondere mit angefeuchteter mindestens einen Reinigungswalzeneinheit mit gutem Reinigungsergebnis reinigen. Insbe sondere lassen sich Holzböden und Steinböden entsprechend angepasst reinigen.

Bei einer Ausführungsform ist mindestens eines der Folgenden vorgesehen :

Der mindestens eine Antriebsmotor weist eine variable Drehzahl auf und die Drehzahl-Einstellungseinrichtung steuert den mindestens einen

Antriebsmotor an oder ist Teil des mindestens einen Antriebsmotors;

die Drehzahl-Einstellungseinrichtung steuert eine Getriebeeinrichtung an, über welche ein Drehmoment des mindestens einen Antriebsmotors auf die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit übertragen ist, oder ist Teil der Getriebeeinrichtung.

Wenn beispielsweise eine Drehzahl-Einstellungseinrichtung an einen Antriebs motor gekoppelt ist, lässt sich über Variation einer Motorspannung eine Dreh zahl des Antriebsmotors einstellen. Bei einer Ausführungsform ist der

mindestens eine Antriebsmotor über eine Getriebeeinrichtung an die

mindestens eine Reinigungswalzeneinheit gekoppelt. Die Getriebeeinrichtung kann unter anderem mindestens eine Untersetzungsstufe aufweisen. Durch Eingriff an dieser Untersetzungsstufe lässt sich entsprechend die Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit variabel gestalten. Beispielsweise wird zur Drehzahlerhöhung im Boost-Modus eine Untersetzungsstufe abge schaltet. Zur Drehzahlerniedrigung im Kehr-Modus wird beispielsweise eine Untersetzungsstufe zugeschaltet.

Bei einer Ausführungsform ist eine Sensoreinrichtung vorgesehen, welche eine zu reinigende Fläche auf einen bestimmten Verschmutzungsgrad prüft, und welche signalwirksam mit der Drehzahl-Einstellungseinrichtung gekoppelt ist. Es lässt sich so insbesondere automatisiert der Boost-Modus oder Kehr-Modus aktivieren, wenn ein definierter Verschmutzungsgrad erkannt wird. Wenn beispielsweise die Sensoreinrichtung einen erhöhten Anteil an Grobschmutz erkennt, wird der Kehr-Modus aktiviert. Die Sensoreinrichtung kann bei einer Ausführungsform unterscheiden, ob ein erhöhter Grobschmutzanteil vor handen ist (welches die Aktivierung des Kehr-Modus erforderlich macht), oder ob ein Verschmutzungsgrad vorliegt, der die Aktivierung des Boost-Modus notwendig macht.

Bei einer konstruktiv einfachen Ausführungsform ist eine Bedienungsein richtung für die Flächen-Reinigungsmaschine vorgesehen, welche mit der Drehzahl-Einstellungseinrichtung signalwirksam gekoppelt ist, mit mindestens einem Bedienelement zur Einstellung der Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit und insbesondere zur Aktivierung des Boost-Modus und/oder des Kehrmodus. Wenn ein Bediener der Flächen-Reinigungsmaschine bei einem Reinigungsvorgang einen erhöhten Verschmutzungsgrad erkennt, dann kann er entsprechend durch Zugriff auf die Bedienungseinrichtung den Boost-Modus aktivieren, oder (bei erhöhtem Verschmutzungsgrad an Grob schmutz) den Kehr-Modus aktivieren.

Insbesondere ist jedem Bedienelement zur Drehzahleinstellung eine

bestimmte Drehzahl zugeordnet, wobei insbesondere der Boost-Modus und/oder der Kehrmodus eine einzige Drehzahl aufweist und ein einziges Bedienelement zur Drehzahleinstellung und Aktivierung des Boost-Modus beziehungsweise ein einziges Bedienelement zur Aktivierung des Kehr-Modus vorgesehen ist. Es lässt sich dadurch eine Flächen-Reinigungsmaschine bereit stellen, welche sich für einen Bediener auf einfache Weise bedienen lässt und welche optimierte Reinigungsergebnisse liefert.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das mindestens eine Bedienelement zur Drehzahleinstellung so ausgebildet ist, dass es ohne Bedienereingriff inaktiv ist oder wird, und dass der Boost-Modus und/oder Kehr-Modus nur bei aktiviertem mindestens einen Bedienelement aktiviert ist. Um gegenüber der Standard-Drehzahl eine erhöhte Drehzahl beziehungsweise erniedrigte Dreh zahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit zu erhalten, muss dann ein Bediener auf das entsprechende Bedienelement einwirken. Sobald diese Einwirkung nicht mehr vorhanden ist, geht die Drehzahl auf die Standard-Drehzahl zurück. Es lässt sich so ein "normaler" Reinigungsvorgang auf einfache Weise durchführen, wobei entsprechend die Flächen-Reinigungs maschine energiesparend betrieben wird. Wenn an bestimmten Stellen ein erhöhter Verschmutzungsgrad erkannt wird, dann kann ein Bediener die Flächen-Reinigungsmaschine in den Boost-Modus oder den Kehr-Modus ver setzen, um (angepasst an den Verschmutzungsgrad) eine verbesserte

Reinigungswirkung zu erzielen.

Günstig ist es, wenn eine Befeuchtungseinrichtung vorgesehen ist, über welche die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit und/oder eine zu reinigende Fläche mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt ist. Über die Reini gungsflüssigkeit (welche insbesondere Frischwasser ist oder Frischwasser mit einem zugemischten chemischen Reinigungsmittel) lässt sich Schmutz auf einer zu reinigenden Fläche anlösen. Entsprechende Reinigungsflüssigkeit kann direkt auf die zu reinigende Fläche aufgetragen werden, und/oder es wird die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit befeuchtet. Durch Befeuchtung der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit lässt sich der Wasserauftrag auf die zu reinigende Fläche gering halten. Es können so auch wasserempfindliche Flächen wie beispielsweise Holzflächen mit der Flächen-Reinigungsmaschine gereinigt werden.

Insbesondere ist mindestens eines der Folgenden vorgesehen :

Die Befeuchtungseinrichtung umfasst eine Tankeinrichtung für Reinigungs flüssigkeit;

der Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit ist eine Sensoreinrichtung zugeordnet, durch welche ein Befüllungsgrad der Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit ermittelbar ist;

der Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit ist eine Ventileinrichtung nachgeordnet;

die Ventileinrichtung gibt bei aktivem Betrieb des mindestens einen An triebsmotors die Förderung von Reinigungsflüssigkeit zu der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit und/oder zu reinigenden Fläche frei und sperrt bei inaktivem mindestens einen Antriebsmotor die Förderung von Reinigungsflüssigkeit zu der mindestens einen Reinigungswalze und/oder zu der zu reinigenden Fläche;

die Förderung von Reinigungsflüssigkeit von der Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit zu der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit und/oder zu der zu reinigenden Fläche ist schwerkraftgetrieben.

Durch Verwendung von einem oder mehrerer der genannten Merkmale lässt sich ein optimierter Reinigungsbetrieb der Flächen-Reinigungsmaschine erreichen. Über die Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit lässt sich diese mit der Flächen-Reinigungsmaschine mitführen. Durch die Sensoreinrichtung, welche der Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit zugeordnet ist, lässt sich erkennen, ob die Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit entleert ist. Durch die Ventileinrichtung, welche der Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit nachgeordnet ist, lässt sich erreichen, dass nur dann Reinigungsflüssigkeit die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit und/oder die zu reinigende Fläche beaufschlagt, wenn die Flächen-Reinigungsmaschine im Betrieb ist. Durch die Kopplung der Ventileinrichtung an einen Betrieb des mindestens einen

Antriebsmotors lässt sich bei Anschalten der Flächen-Reinigungsmaschine auf automatisierte Weise die Freigabe von Reinigungsflüssigkeit erreichen. Wenn die Förderung von Reinigungsflüssigkeit von der Tankeinrichtung für

Reinigungsflüssigkeit zu der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit und/oder zu der zu reinigenden Fläche schwerkraftgetrieben ist, dann ergibt sich ein einfacher kompakter Aufbau. Es muss dann insbesondere keine Pumpe zur Förderung von Reinigungsflüssigkeit vorgesehen werden.

Bei einer Ausführungsform ist eine Zuflussmenge von Reinigungsflüssigkeit zu der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit und/oder zu der zu reinigenden Fläche variabel und es ist eine Zuführmengen-Einstellungseinrichtung vorge sehen. Es lässt sich so die zugeführte Reinigungsflüssigkeit beispielsweise an eine Flächenart (Bodenart) anpassen. Beispielsweise lässt es sich dadurch ein stellen, dass für einen wassersensiblen Boden wie einen Holzboden weniger Reinigungsflüssigkeit verwendet wird als beispielsweise für einen Steinboden.

Insbesondere wirkt die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung auf ein aktives Organ der Befeuchtungseinrichtung ein (wie eine Pumpe) oder ist Teil eines solchen aktiven Organs, und/oder die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung wirkt auf ein passives Organ der Befeuchtungseinrichtung ein (wie beispiels weise eine Ventileinrichtung) oder ist Teil eines solchen passiven Organs der Befeuchtungseinrichtung. Es lässt sich so auf einfache Weise die Zuführmenge steuern beziehungsweise einstellen, welche an die mindestens eine Reini gungswalzeneinheit und/oder die zu reinigende Fläche abgegeben wird.

Günstig ist es, wenn in Abhängigkeit einer eingestellten Standard-Drehzahl für die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit eine Zuführmenge über die

Zuführmengen-Einstellungseinrichtung eingestellt ist und/oder dass über eine eingestellte Zuführmenge automatisch eine Standard-Drehzahl der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit eingestellt ist. Es lässt sich so beispielsweise für eine wasserempfindliche Fläche eine verringerte Standard-Drehzahl gegen über einer weniger wasserempfindlichen Fläche automatisch erreichen. Die primäre Einstellgröße kann dabei die Zuführmenge sein, oder die Standard-Drehzahl. Wenn die primäre Größe die Zuführmenge ist, dann folgt daraus eine spezifische Standard-Drehzahl für die eingestellte Zuführmenge. Wenn die Einstellgröße die Standard-Drehzahl ist, dann ergibt sich die zugehörige Zuführmenge automatisch über die eingestellte Standard-Drehzahl. Es ergibt sich so eine einfache Bedienbarkeit.

Bei einer Ausführungsform ist die die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung an eine Ventileinrichtung gekoppelt, welche einer Tankeinrichtung für Reini gungsflüssigkeit nachgeordnet ist. Die Ventileinrichtung hat dabei insbe sondere eine Sperrfunktion und eine Regelfunktion zur Einstellung der

Zuführmenge.

Bei einer Ausführungsform ist die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung signalwirksam mit einer Sensoreinrichtung insbesondere für eine Flächenart erkennung gekoppelt und/oder ist mit einer Bedienungseinrichtung gekoppelt. Über die Bedienungseinrichtung kann ein Bediener explizit einstellen, welche Zuführmenge er für die zu reinigende Fläche wünscht. Über eine Sensorein richtung kann beispielsweise eine Bodenbeschaffenheit (beispielsweise Holz boden oder Steinboden) erkannt werden und das entsprechende Detektions ergebnis kann zur automatisierten Einstellung der Zuführmenge mittels der Zuführmengen-Einstellungseinrichtung verwendet werden.

Insbesondere weist dann die Bedienungseinrichtung mindestens ein Bedien element zur Einstellung der Zuführmenge auf. Ein Bediener kann dann je nach Art der zu reinigenden Fläche die entsprechende Zuführmenge einstellen.

Es ist insbesondere eine Tankeinrichtung für Schmutzfluid vorgesehen, weicher eine Sondeneinrichtung zur Ermittlung eines Befüllungsgrads von Schmutzfluid in der Tankeinrichtung für Schmutzfluid zugeordnet ist. Über die Tankeinrichtung für Schmutzfluid wird Schmutzfluid aufgesammelt und dabei insbesondere von der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit "abge nommen". Es kann beispielsweise eine Absaugung erfolgen, um Schmutzfluid in der Tankeinrichtung für Schmutzfluid aufzunehmen, und/oder durch eine entsprechende Anordnung von einer Abstreifleiste kann gewissermaßen Schmutzfluid von der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit direkt in eine Tankeinrichtung für Schmutzfluid geschleudert werden. Durch die Sondenein richtung kann erkannt werden, wenn ein bestimmter Befüllungsgrad der Tank einrichtung für Schmutzfluid erreicht ist. Dadurch kann einem Bediener ange zeigt werden, dass die Tankeinrichtung für Schmutzfluid entleert werden muss. Es lässt sich so beispielsweise auch verhindern, dass die Flächen-Reini-gungsmaschine mit überfüllter Tankeinrichtung für Schmutzfluid betrieben wird und Flüssigkeit sich an der zu reinigenden Fläche ansammeln kann.

Es ist vorteilhafterweise eine Bedienungseinrichtung vorgesehen, mit mindestens einem der Folgenden :

Die Bedienungseinrichtung umfasst mindestens ein Bedienelement zur Aktivierung des Boost-Modus;

die Bedienungseinrichtung umfasst mindestens ein Bedienelement zur Aktivierung des Kehr-Modus;

die Bedienungseinrichtung umfasst mindestens ein Bedienelement zur Ein stellung einer Zuführmenge von Reinigungsflüssigkeit zu der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit und/oder einer zu reinigenden Fläche;

die Bedienungseinrichtung umfasst einen Ein-Aus-Schalter;

die Bedienungseinrichtung umfasst eine Anzeigeeinrichtung zur Anzeige und insbesondere symbolischen Anzeige einer eingestellten Zuführmenge an Reinigungsflüssigkeit;

die Bedienungseinrichtung umfasst eine Anzeigeeinrichtung für einen Befüllungsgrad einer Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit;

die Bedienungseinrichtung umfasst eine Anzeigeeinrichtung zur Anzeige eines Befüllungsgrads einer Tankeinrichtung für Schmutzfluid;

die Bedienungseinrichtung umfasst eine Anzeigeeinrichtung für den Zustand einer Batterieeinrichtung.

Über die Bedienungseinrichtung lässt sich die Flächen-Reinigungsmaschine für einen Bediener auf einfache und ergonomische Weise bedienen. Insbesondere werden an ihr auch die wesentlichen Informationen über den Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine angezeigt.

Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Bedienungseinrichtung an einem Handgriff angeordnet ist, und/oder dass die Bedienungseinrichtung an dem Reinigungskopf angeordnet ist, und/oder dass die Bedienungseinrichtung an einer Haltestabeinrichtung angeordnet ist, welche mit dem Reinigungskopf verbunden ist, und/oder dass die Bedienungseinrichtung durch eine Fern bedienung für die Flächen-Reinigungsmaschine realisiert ist. Es ergibt sich je nach Anwendungsfall eine optimierte Bedienbarkeit beziehungsweise Anzeig-barkeit von relevanten Informationen.

Bei einer Ausführungsform ist die Flächen-Reinigungsmaschine als selbst fahrendes und selbstlenkendes Gerät ausgebildet (als Reinigungsroboter).

Es ist auch möglich, dass die Flächen-Reinigungsmaschine als handgeführtes Gerät ausgebildet ist, wobei insbesondere eine Haltestabeinrichtung mit dem Reinigungskopf verbunden ist. Die Flächen-Reinigungsmaschine ist

beispielsweise als Bodenreinigungsmaschine ausgebildet, wobei ein Bediener die Flächen-Reinigungsmaschine stehend bedienen kann; der Bediener steht auf der zu reinigenden Fläche. Der Reinigungskopf wird durch den Bediener über die zu reinigende Fläche geführt. Der Bediener hält die Flächen-Reini gungsmaschine über die Haltestabeinrichtung (an welcher insbesondere ein Handgriff angeordnet ist) und führt diese über die Haltestabeinrichtung.

Insbesondere liegt mindestens eines der Folgenden vor:

Eine Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit sitzt an der Halte- stabeinrichtung;

eine Batterieeinrichtung sitzt an der Haltestabeinrichtung;

ein Handgriff mit einer Bedienungseinrichtung sitzt an der Haltestab einrichtung;

eine Tankeinrichtung für Schmutzfluid sitzt an der Haltestabeinrichtung oder an dem Reinigungskopf.

Es ergibt sich so eine optimierte Bedienbarkeit für einen Bediener mit opti miertem Reinigungsergebnis.

Insbesondere ist der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit ein Kehr element zugeordnet. Über das Kehrelement lässt sich der Reinigungswalzen einheit, welcher das Kehrelement zugeordnet ist, Grobschmutz zuführen. Es lässt sich dadurch eine zusätzliche Kehrfunktion realisieren. Ausführungs beispiele für Flächen-Reinigungsmaschinen mit Kehrelementen sind beispiels weise in der WO 2016/058907 Al oder in der WO 2016/058956 Al oder in der WO 2019/048496 Al offenbart. Auf diese Dokumente wird ausdrücklich und vollinhaltlich Bezug genommen.

Es ist günstig, wenn der Reinigungskopf über die mindestens eine Reinigungs walzeneinheit an einer zu reinigenden Fläche abgestützt ist und insbesondere nur über die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit abgestützt ist. Es sind so keine weiteren Stützrollen oder dergleichen notwendig, die grundsätzlich auf die zu reinigende Fläche einwirken können.

Bei einer Ausführungsform sind eine erste Reinigungswalzeneinheit und eine beabstandete zweite Reinigungswalzeneinheit vorgesehen, insbesondere mit mindestens einem der Folgenden :

Rotationsachsen der ersten Reinigungswalzeneinheit und der zweiten Reinigungswalzeneinheit liegen parallel zueinander;

die erste Reinigungswalzeneinheit und die zweite Reinigungswalzeneinheit sind gegenläufig angetrieben;

die erste Reinigungswalzeneinheit und/oder die zweite Reinigungs walzeneinheit sind mehrteilig und insbesondere zweiteilig ausgebildet;

es ist ein Mittenantrieb für die erste Reinigungswalzeneinheit und/oder die zweite Reinigungswalzeneinheit vorgesehen.

Eine solche Flächen-Reinigungsmaschine lässt sich mit kompaktem Reini gungskopf ausbilden. Insbesondere lässt sich der Reinigungskopf mit einer Höhe von beispielsweise kleiner 15 cm ausbilden. Dadurch ergibt sich eine gute Unterfahrbarkeit unter Möbel und dergleichen. Es ergibt sich ein opti miertes Reinigungsergebnis, da ein bestimmter Flächenbereich nacheinander von der ersten Reinigungswalzeneinheit und der zweiten Reinigungswalzenein heit überfahrbar ist und entsprechend "zweifach" gereinigt wird. Durch die gegenläufige Rotation der ersten Reinigungswalzeneinheit und der zweiten Reinigungswalzeneinheit ist es beispielsweise möglich, eine Tankeinrichtung für Schmutzfluid zwischen der ersten Reinigungswalzeneinheit und der zweiten Reinigungswalzeneinheit anzuordnen, wobei Schmutzfluid von der

entsprechenden Reinigungswalzeneinheit in die gleiche Tankeinrichtung ein koppelbar ist. Durch eine mehrteilige und beispielsweise zweiteilige Ausbildung der ersten Reinigungswalzeneinheit und/oder der zweiten Reinigungswalzen einheit lässt sich ein randnaher Reinigungsbetrieb erreichen. Die Reinigungs walzeneinheiten lassen sich so anordnen und ausbilden, dass sie an einem seitlichen Ende des Reinigungskopfes liegen.

Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe ist alternativ oder zusätzlich eine Beleuchtungseinrichtung für eine zu reinigende Fläche vorgesehen. Durch die Beleuchtungseinrichtung lässt sich über die Flächen-Reinigungsmaschine eine zu reinigende Fläche beleuchten. Dadurch kann ein Bediener einen Ver schmutzungsgrad an der zu reinigenden Fläche besser erkennen, indem beispielsweise über einen streifenden Lichteinfall Verschmutzungen besser er kennbar sind. Es kann gegebenenfalls die Beleuchtungseinrichtung auch dazu verwendet werden, um ein Detektionsergebnis einer Sensoreinrichtung zur automatischen Erkennung eines Verschmutzungsgrads zu verbessern.

Konstruktiv günstig ist es, wenn die Beleuchtungseinrichtung an dem

Reinigungskopf angeordnet ist. Dadurch ergibt sich auf einfache Weise eine Beleuchtbarkeit einer zu reinigenden Fläche.

Insbesondere ist es dann günstig, wenn die Beleuchtungseinrichtung oberhalb der mindestens einen Reinigungswalzeneinheit angeordnet ist. Diese lässt sich dadurch auf einfache Weise in den Reinigungskopf integrieren und es lässt sich ein Vorderfeld vor der entsprechenden mindestens einen Reinigungswalzen einheit an der zu reinigenden Fläche beleuchten.

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren der eingangs genannten Art bereitge stellt, bei dem die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit mit einer

Standard-Drehzahl rotierend angetrieben wird, und bei dem in einem Boost-Modus die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit mit einer gegenüber der Standard-Drehzahl erhöhten Drehzahl betrieben wird und/oder bei dem in

einem Kehr-Modus die mindestens eine Reinigungswalzeneinheit mit einer gegenüber der Standard-Drehzahl erniedrigten Drehzahl betrieben wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Flächen-Reinigungsmaschine erläuterten Vorteile auf.

Insbesondere lässt sich die erfindungsgemäße Flächen-Reinigungsmaschine mit dem erfindungsgemäßen Verfahren betreiben beziehungsweise das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich an der erfindungsgemäßen Flächen-Reinigungsmaschine durchführen.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen dient im Zu sammenhang mit den Zeichnungen der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen :

Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungs

beispiels einer Flächen-Reinigungsmaschine;

Figur 2 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Reinigungskopfs der Flächen-Reinigungsmaschine gemäß Figur 1;

Figur 3 eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungs beispiels eines Reinigungskopfes der Flächen-Reinigungs maschine gemäß Figur 1;

Figur 4 eine Teilschnittdarstellung des Reinigungskopfs gemäß Figur 3;

Figur 5 eine Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Reinigungskopfes;

Figur 6 schematisch ein Ausführungsbeispiel einer Verbindung einer

Steuerungseinrichtung mit einer Sensoreinrichtung und einer Antriebseinrichtung;

Figur 7 eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungs

beispiels einer Flächen-Reinigungsmaschine;

Figur 8 eine Unteransicht auf einen Reinigungskopf eines dritten Aus führungsbeispiels einer Flächen-Reinigungsmaschine;

Figur 9 eine Unteransicht auf einen Reinigungskopf eines Ausführungs beispiels einer vierten Flächen-Reinigungsmaschine;

Figur 10 schematisch eine Bedienungseinrichtung, eine Steuerungs

einrichtung und die Verbindung mit einer Drehzahl-Einstellungs einrichtung und Sensoreinrichtungen bei einem Ausführungsbei spiel einer erfindungsgemäßen Flächen-Reinigungsmaschine;

Figur 11 ein Ausführungsbeispiel eines Handgriffs mit einer Bedienungs einrichtung; und

Figur 12 eine schematische Darstellung eines fünften Ausführungsbei spiels einer erfindungsgemäßen Flächen-Reinigungsmaschine.

Ein erstes Ausführungsbeispiel einer Flächen-Reinigungsmaschine 10 (Figur 1) umfasst einen Reinigungskopf 12. Der Reinigungskopf 12 hat einen Kopfkörper 14. An dem Kopfkörper 14 sind eine erste Reinigungswalzeneinheit 16 und eine zweite Reinigungswalzeneinheit 18 angeordnet, welche beabstandet zu einander sind.

Bei einem Ausführungsbeispiel sind die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 einteilig ausgebildet, das heißt die je- weilige Reinigungswalzeneinheit ist durch eine einteilige Reinigungswalze ge bildet.

Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und/oder die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 mehrteilig ausgebildet sind und insbesondere jeweils zweiteilig ausgebildet sind.

Die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 umfassen jeweils einen (zylindrischen) Träger 20, an welchem ein Besatz 22 aus einem textilen Material angeordnet ist. Über den Besatz 22 wirkt die Flächen-Reinigungsmaschine mit ihrem Reinigungskopf 12 auf eine zu reini gende Fläche 24.

Die erste Reinigungswalzeneinheit 16 ist um eine erste Rotationsachse 26 ro tierend angetrieben (im Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine 10).

Die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 ist im Betrieb um eine zweite Rota tionsachse 28 rotierend angetrieben. Die erste Rotationsachse 26 und die zweite Rotationsachse 28 sind parallel beabstandet zueinander.

Wenn der Reinigungskopf 12 mit der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 auf einer ebenen zu reinigenden Fläche 24 aufgesetzt ist, wobei er an der zu reinigenden Fläche 24 über die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 abgestützt ist, dann sind die erste Rotationsachse 26 und die zweite Rota tionsachse 28 jeweils parallel zu der zu reinigenden Fläche 24.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 10 umfasst eine Antriebseinrichtung 30 zum jeweiligen Rotationsantrieb der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18.

Bei einem Ausführungsbeispiel umfasst die Antriebseinrichtung 30 einen ersten Antriebsmotor 32, welcher die Rotationsbewegung der ersten

Reinigungswalzeneinheit 16 antreibt, und einen zweiten Antriebsmotor 34, welcher die Rotationsbewegung der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 antreibt.

Der erste Antriebsmotor 32 und der zweite Antriebsmotor 34 sind insbe sondere durch Elektromotoren gebildet.

Der erste Antriebsmotor 32 und der zweite Antriebsmotor 34 ist insbesondere innerhalb des jeweiligen Trägers 20 der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 positioniert.

Es ist dann insbesondere vorgesehen, dass die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 jeweils einteilig ausgebildet sind.

Es ist vorgesehen, dass die erste Reinigungswalzeneinheit 16 in einer ersten Rotationsrichtung 36 (vergleiche Figur 5) rotierend angetrieben ist, und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 in einer zweiten Rotationsrichtung 38 ro tierend angetrieben ist. Die erste Rotationsrichtung 36 und die zweite Rota tionsrichtung 38 sind dabei zueinander entgegengerichtet, das heißt die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 sind gegenläufig angetrieben.

Die erste Rotationsrichtung 36 ist dabei derart, dass ein erster Bereich 40, mit welchem die erste Reinigungswalzeneinheit 16 auf die zu reinigende Fläche 24 gewirkt hat, zunächst auf einen Bereich 42 zu bewegt wird, welcher zwischen der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzen einheit 18 an dem Kopfkörper 14 liegt.

Entsprechend ist die zweite Rotationsrichtung 38 derart, dass ein zweiter Bereich 44, mit welchem die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 auf die zu reinigende Fläche 24 gewirkt hat, auf den Bereich 42 an dem Kopfkörper 14 zu bewegt wird.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 10 umfasst eine Steuerungseinrichtung, wel che beispielsweise an dem Reinigungskopf 12 angeordnet ist (in Figur 5 durch das Bezugszeichen 46 angedeutet), mittels welcher eine Rotationsgeschwin digkeit der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 in der ersten Rotationsrichtung 36 und/oder eine Rotationsgeschwindigkeit der zweiten Reinigungswalzen einheit 18 in der zweiten Rotationsrichtung 38 einstellbar ist.

Wenn die Rotationsgeschwindigkeit der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 gleich ist, dann erfährt der Reini gungskopf 12 aufgrund Rotation der Reinigungswalzeneinheit 16 und 18 keinen Vortrieb und dadurch auch keine Vorschubbewegung.

Wenn die Rotationsgeschwindigkeit der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 größer ist als die Rotationsgeschwindigkeit der zweiten Reinigungswalzen einheit 18, dann erfährt der Reinigungskopf 12 einen Vortrieb in einer ersten Vorschubrichtung 48 ("Vorwärtsrichtung"). Wenn die Rotationsgeschwindigkeit der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 größer ist als die Rotationsge schwindigkeit der ersten Reinigungswalzeneinheit 16, dann erfährt der

Reinigungskopf 12 einen Vortrieb in einer zweiten Vorschubrichtung 50

("Rückwärtsrichtung").

Die erste Vorschubrichtung 48 und die zweite Vorschubrichtung 50 sind ent gegengerichtet zueinander.

Die erste Vorschubrichtung 48 und die zweite Vorschubrichtung 50 liegen quer und insbesondere im rechten Winkel zu den Rotationsachsen 26 und 28.

Die Steuerungseinrichtung 46 steuert die Antriebseinrichtung 30 an und sie steuert, ob keine Vorschubbewegung vorliegt, oder eine Vorschubbewegung in der ersten Vorschubrichtung 48 vorliegt oder der zweiten Vorschubrichtung 50 vorliegt.

An dem Reinigungskopf 12 und dabei an dem Kopfkörper 16 ist eine

Beleuchtungseinrichtung 51 angeordnet (Figur 2). Diese Beleuchtungsein richtung 51 beleuchtet (insbesondere in einem Reinigungsbetrieb der Flächen-Reinigungsmaschine 10) ein Vorderfeld 53 vor dem Reinigungskopf 12. Dieses Vorderfeld 53 liegt in der ersten Vorschubrichtung 58 vor dem Reinigungskopf 12 bei einem Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine 10 an der zu reinigen den Fläche 24. Dadurch kann beispielsweise ein Bediener der Flächen-Reini gungsmaschine Verschmutzungen besser erkennen.

Die Beleuchtungseinrichtung 51 ist signalwirksam an die Steuerungsein richtung 46 gekoppelt (vgl. Figur 10). Wenn beispielsweise die Flächen-Reini gungsmaschine in Betrieb gesetzt wird (durch Einschalten), dann wird insbe sondere die Beleuchtungseinrichtung 51 aktiviert.

Die Beleuchtungseinrichtung 51 umfasst insbesondere eine oder mehrere Leuchtdioden.

Bei einer Ausführungsform ist die Beleuchtungseinrichtung 51 oberhalb der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 an dem Kopfkörper 16 angeordnet und dabei in diesen integriert.

Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die Beleuchtungseinrichtung 51 an einer Haltestabeinrichtung (siehe unten die Haltestabeinrichtung 54) ange ordnet ist.

Es ist auch möglich, dass zusätzlich oder alternativ eine Beleuchtungsein richtung vorgesehen ist, welche der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 zuge ordnet ist und ein "Hinterfeld", welches abgewandt zu dem Vorderfeld 53 ist, beleuchtet. Dadurch kann ein Bereich einer zu reinigenden Fläche 24 bezogen auf die zweite Vorschubrichtung 50 und damit gewissermaßen hinter dem Reinigungskopf 12 beleuchtet werden (in Figur 2 nicht gezeigt).

An dem Reinigungskopf 12 ist über ein Gelenk 52 eine Haltestabeinrichtung 54 gehalten. Über das Gelenk 52 ist die Haltestabeinrichtung 54 um eine

Schwenkachse 56 zu dem Reinigungskopf 12 schwenkbar, wenn der Reini gungskopf 12 mit seiner ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 auf der zu reinigenden Fläche 24 aufsteht.

Die Schwenkachse 56 liegt dabei parallel zu der ersten Rotationsachse 26 und der zweiten Rotationsachse 28.

Im Bereich eines proximalen Endes 58 sitzt an der Haltestabeinrichtung 54 ein Handgriff 60 und insbesondere Bügelgriff. Im Bereich eines distalen Endes 62 ist die Haltestabeinrichtung über das Gelenk 52 an den Reinigungskopf 12 an gelenkt.

Ein Bediener, welcher auf der zu reinigenden Fläche 24 hinter dem Reini gungskopf 12 aufsteht, kann mit einer Hand den Handgriff 60 fassen. Durch die Schwenkbarkeit der Haltestabeinrichtung 54 an dem Gelenk 52 ist ein Schwenkwinkel der Haltestabeinrichtung 54 zu der zu reinigenden Fläche 24 einstellbar und ein Bediener kann insbesondere diesen Schwenkwinkel ent sprechend seiner Körpergröße einstellen.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 10 ist an dem Handgriff 60 handgehalten und dabei handgeführt. An der zu reinigenden Fläche 24 ist sie über die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 ab gestützt.

Bei einer Ausführungsform ist die Steuerungseinrichtung 46 an dem Handgriff 60 angeordnet (in Figur 1 angedeutet).

An der Haltestabeinrichtung 54 ist bei einer Ausführungsform eine Batterie einrichtung 64 angeordnet, welche insbesondere wiederaufladbar ist. Über die Batterieeinrichtung 64 wird die Antriebseinrichtung 30 mit elektrischer Energie versorgt.

Es ist grundsätzlich auch möglich, dass an der Haltestabeinrichtung 54 ein Netzanschluss angeordnet ist, wobei dann die Antriebseinrichtung 30 über Netzstrom mit elektrischer Energie versorgbar ist.

Ferner ist an der Haltestabeinrichtung 54 eine Tankeinrichtung 66 für Reini gungsflüssigkeit angeordnet.

Von der Tankeinrichtung 66 führt jeweils mindestens ein Kanal durch die Haltestabeinrichtung 54 hindurch zu dem Reinigungskopf 12 und durch diesen hindurch zu einer ersten Auslassmündungseinrichtung 68 (Figur 5), welcher der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 zugeordnet ist, und einer zweiten Aus lassmündungseinrichtung 70, welche der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 zugeordnet ist.

Die erste Auslassmündungseinrichtung 68 ist dabei bezogen auf eine Höhen richtung von der zu reinigenden Fläche 24 weg, wenn der Reinigungskopf 12 ordnungsgemäß auf dieser aufsteht, oberhalb der ersten Reinigungswalzen einheit 16 angeordnet, und die zweite Auslassmündungseinrichtung 70 ist oberhalb der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 angeordnet.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist der Tankeinrichtung 66 für Reinigungs flüssigkeit eine Ventileinrichtung 67 zugeordnet, welche so ausgebildet ist, dass bei einem Betrieb der Antriebseinrichtung 30 diese automatisch öffnet und dadurch Reinigungsflüssigkeit aus der Tankeinrichtung 66 über die erste Auslassmündungseinrichtung 68 auf die erste Reinigungswalzeneinheit 16 strömt und über die zweite Auslassmündungseinrichtung 70 auf die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 strömt.

Die erste Auslassmündungseinrichtung 68 und die zweite Auslassmündungs einrichtung 70 sind insbesondere so ausgebildet, dass entsprechend die erste Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 über einen großen Längenbereich parallel zu der jeweiligen Rotationsachse 26, 28 mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt wird.

Ein Bereich der ersten Reinigungswalzeneinheit 16, welcher über die erste Auslassmündungseinrichtung 68 mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt wurde, rotiert in der ersten Rotationsrichtung 36 auf die zu reinigende Fläche 24 zu und bildet dann bei Beaufschlagung dieser zu reinigenden Fläche 24 den ersten Bereich 40. Die erste Reinigungswalzeneinheit 16 wirkt mechanisch auf die zu reinigende Fläche 24. Der "Flüssigkeitsgehalt" bewirkt eine Anlösung von Schmutz und damit eine verbesserte Reinigungswirkung.

Entsprechend rotiert ein angefeuchteter Bereich der zweiten Reinigungs walzeneinheit 18 in der zweiten Rotationsrichtung 38 auf zu reinigende Fläche 24 zu und bildet den zweiten Bereich 44 mit gleicher Funktionsweise wie an hand der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 beschrieben.

Durch die erste Reinigungswalzeneinheit 16 wird nach Beaufschlagung der zu reinigenden Fläche 24 Schmutz in der ersten Rotationsrichtung 36 mitge nommen. Durch die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 wird Schmutz in der zweiten Rotationsrichtung 38 mitgenommen.

Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die Tankeinrichtung 66 an dem Reini gungskopf 12 angeordnet ist.

An dem Reinigungskopf 12 sitzt der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 zuge ordnet ein erstes Kehrelement 72. Weiterhin sitzt an dem Reinigungskopf 12 der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 zugeordnet ein zweites Kehrelement 74. Der Bereich 42 des Kopfkörpers 14 ist dabei zwischen dem ersten

Kehrelement 72 und dem zweiten Kehrelement 74 angeordnet. Das erste Kehrelement 72 und das zweite Kehrelement 74 liegen bezogen auf eine Längsrichtung 76, welche in einem senkrechten Winkel zu der ersten Rota tionsachse 26 und der zweiten Rotationsachse 28 liegt, zwischen der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18.

Das erste Kehrelement 72 und das zweite Kehrelement 74 ragen über den Kopfkörper 14 nach unten hinaus auf die zu reinigende Fläche 24 hin.

Die Aufgabe des ersten Kehrelements 72 ist es, Grobschmutz in Position zu halten, das heißt zu verhindern, dass er an einem Bereich von der ersten Rei nigungswalzeneinheit 16 zu der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 gelangt. An dem ersten Kehrelement 72 lässt sich Grobschmutz gewissermaßen sam meln, welcher dann durch die Rotation der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 in der ersten Rotationsrichtung 36 mitgenommen werden kann.

Das zweite Kehrelement 74 weist die gleiche Aufgabe bezogen auf die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 auf.

Grundsätzlich ist es auch möglich, dass nur das erste Kehrelement 72 oder das zweite Kehrelement 74 vorhanden ist.

Bei einer Ausführungsform umfasst die Flächen-Reinigungsmaschine 10 eine Gebläseeinrichtung 78. Die Gebläseeinrichtung umfasst ein Gebläse und einen Antriebsmotor und insbesondere Elektromotor. Dieser Elektromotor wird über die Batterieeinrichtung 64 oder alternativ über Netzstrom mit elektrischer Energie versorgt. Die Gebläseeinrichtung 78 erzeugt einen Unterdrück zur Ausbildung eines Saugstroms.

Von der Gebläseeinrichtung 78 führen jeweils Kanäle 80, 82 zu einer ersten Einlassmündungseinrichtung 84 (Figur 4), welcher der ersten Reinigungs walzeneinheit 16 zugeordnet ist bzw. zu einer zweiten Einlassmündungsein richtung 86, welche der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 zugeordnet ist.

Durch den entsprechenden Saugstrom lässt sich Schmutzfluid von der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 absaugen und über die erste Einlassmündungs einrichtung 84 auskoppeln. Ferner lässt sich Schmutzfluid von der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 absaugen und über die zweite Einlassmündungs einrichtung 86 auskoppeln.

Der Gebläseeinrichtung 78 ist eine Tankeinrichtung 88 für Schmutzfluid zu geordnet, in welche Schmutzfluid eingekoppelt wird.

Die Tankeinrichtung 88 für Schmutzfluid kann an der Haltestabeinrichtung 54 insbesondere lösbar angeordnet sein, oder kann an dem Reinigungskopf 12 insbesondere zwischen der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 angeordnet sein. Eine solche Schmutzfluidtank einrichtung ist in Figur 4 mit dem Bezugszeichen 90 angedeutet.

Die Tankeinrichtung 88 bzw. 90 für Schmutzfluid ist entsprechend fluidwirk sam mit der Gebläseeinrichtung 78 verbunden, sodass Schmutzfluid in diese eingekoppelt werden kann.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist die erste Einlassmündungseinrichtung 84 bezogen auf die erste Rotationsrichtung 36 der ersten Auslassmündungsein richtung 68 vorgeschaltet, das heißt der erste Bereich 40, welcher auf die zu reinigende Fläche 24 gewirkt hat, wird zuerst an der ersten Einlassmündungs einrichtung 84 vorbeigeführt, bevor er an der ersten Auslassmündungsein richtung 68 vorbeigeführt wird. Entsprechendes gilt dann für die zweite Reini gungswalzeneinheit 18 mit ihrem zweiten Bereich 44 im Zusammenhang mit der zweiten Einlassmündungseinrichtung 86.

Bezogen auf die erste Rotationsrichtung 36 ist die erste Einlassmündungsein richtung 84 zwischen dem ersten Kehrelement 72 und der ersten Auslass mündungseinrichtung 68 angeordnet.

Bezogen auf die Rotationsrichtung 38 ist die zweite Einlassmündungsein richtung 86 zwischen dem zweiten Kehrelement 74 und der zweiten Auslass mündungseinrichtung 70 angeordnet.

In Figur 2 ist die Position der ersten Einlassmündungseinrichtung 84 und der zweiten Einlassmündungseinrichtung 86 entsprechend angedeutet. Die erste Einlassmündungseinrichtung 84 weist in eine erste Aufnahme 92 des Reini gungskopfs 12, in welcher die erste Reinigungswalzeneinheit 16 angeordnet ist. Bezogen auf eine Höhenrichtung von der zu reinigenden Fläche 24 weg, wenn der Reinigungskopf 12 mit der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 ordnungsgemäß auf der zu reinigen den Fläche aufgestellt ist, liegt die erste Einlassmündungseinrichtung 84 ober halb der ersten Reinigungswalzeneinheit 16.

Die zweite Einlassmündungseinrichtung 86 ist entsprechend in Relation zu der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 angeordnet. Die zweite Reinigungs walzeneinheit 18 sitzt in einer zweiten Aufnahme 94 des Reinigungskopfs 12, und die zweite Einlassmündungseinrichtung 86 weist in diese zweite Aufnahme 94.

Es lässt sich dadurch direkt Schmutzfluid von der ersten Reinigungswalzen einheit 16 bzw. zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 absaugen.

Die erste Einlassmündungseinrichtung 84 und die zweite Einlassmündungs einrichtung 86 weisen dabei eine solche Mündungslänge parallel zu der ersten Rotationsachse 26 bzw. zweiten Rotationsachse 28 auf, dass ein entsprechend großer Längenbereich der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 absaugbar ist.

Bei einer alternativen oder kombinierten Ausführungsform (Figur 3) ist eine erste Einlassmündungseinrichtung 96 vorgesehen, welche nicht in die erste Aufnahme 92 mündet, sondern in einen Bereich vor der ersten Reinigungs walzeneinheit 16 mündet. Sie ist dadurch gewissermaßen neben der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 bezogen auf die Längsrichtung 76 angeordnet. Sie ist bezogen auf die erste Rotationsrichtung 36 der ersten Reinigungswalzen einheit 16 nachgeordnet. Durch sie lässt sich herausgeschleuderter Schmutz und insbesondere Haare, welche eben in Richtung der ersten Einlass mündungseinrichtung 96 geschleudert werden, absaugen.

Die erste Einlassmündungseinrichtung 96 ist fluidwirksam mit der Gebläse einrichtung 78 verbunden.

Es ist eine entsprechend angeordnete zweite Einlassmündungseinrichtung 98 vorgesehen, welche der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 zugeordnet ist, und entsprechend neben dieser angeordnet ist. Die erste Einlassmündungs einrichtung 96 ist dann bezogen auf die erste Rotationsrichtung 36 der ersten Auslassmündungseinrichtung 68 nachgeschaltet. Die zweite Einlassmündungs einrichtung 98 ist der zweiten Auslassmündungseinrichtung 70 bezogen auf die zweite Rotationsrichtung 38 nachgeschaltet.

Es ist dabei möglich, dass entweder nur die erste Einlassmündungseinrichtung 84 und die zweite Einlassmündungseinrichtung 86 vorhanden sind, oder nur die erste Einlassmündungseinrichtung 96 und die zweite Einlassmündungs einrichtung 98 vorhanden sind.

Es ist auch möglich, dass sowohl eine Einlassmündungsvorrichtung vorge sehen ist, welche in die entsprechenden Aufnahmen 92, 94 mündet, und eine nebengeschaltete Einlassmündungseinrichtung entsprechend den Einlass mündungseinrichtungen 96, 98 vorhanden sind.

Bei einer solchen Ausführungsform kann eine erste Einlassmündungseinrich tung definiert werden, welche einen Teilbereich entsprechend der Einlass mündungseinrichtung 84 bzw. 86 und einen weiteren Teilbereich entsprechend den Einlassmündungseinrichtungen 96 und 98 aufweist.

Diese Teilbereiche können dabei alle fluidwirksam mit der Gebläseeinrichtung 78 verbunden sein.

Es ist beispielsweise auch möglich, dass nur Einlassmündungseinrichtungen entsprechend den Einlassmündungseinrichtungen 96 und 98, welche neben der entsprechenden Reinigungswalzeneinheit 16 und 18 angeordnet sind, fluidwirksam mit der Gebläseeinrichtung 78 verbunden sind. Beispielsweise ist es möglich, dass der ersten Reinigungswalzeneinheit eine erste Einlass mündungseinrichtung 100 zugeordnet ist, und der zweiten Reinigungswalzen einheit 18 eine zweite Einlassmündungseinrichtung 102 zugeordnet ist, welche direkt in die Schmutzfluidtankeinrichtung 90 münden (Figur 5). Insbesondere ist dann der ersten Einlassmündungseinrichtung 100 und der zweiten Einlass mündungseinrichtung 102 eine Abstreifeinrichtung 103 mit einem jeweiligen Abstreifer 104 bzw. 106 zugeordnet, welcher Schmutzfluid von der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 ab streift, wobei sich dann Schmutzfluid über die erste Einlassmündungseinrich tung 96 bzw. die zweite Einlassmündungseinrichtung 98 direkt in die

Schmutzfluidtankeinrichtung 90 einkoppeln lässt, wobei dann insbesondere die erste Einlassmündungseinrichtung 100 und die zweite Einlassmündungsein richtung 102 nicht mit der Gebläseeinrichtung 78 verbunden sind. Beispiels weise erfolgt dann eine Absaugung an den Einlassmündungseinrichtungen 96, 98 und eine direkte Abstreifungseinkopplung an den Einlassmündungseinrich tungen 100 und 102.

Für einen Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine 10 ist der Reinigungskopf 12 auf der zu reinigenden Fläche über die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 aufgesetzt. Diese sind rotierend angetrieben in der ersten Rotationsrichtung 36 bzw. in der zweiten Rotations richtung 38. Durch eine unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeit kann ein Vorschub in der Richtung 48 bzw. 50 eingestellt werden.

Die jeweilige Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. 18 wird über Reinigungsflüssig keit aus der Tankeinrichtung 66 für Reinigungsflüssigkeit an der ersten Aus lassmündungseinrichtung 68 bzw. der zweiten Auslassmündungseinrichtung 70 mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagt. Über den ersten Bereich 40 der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. den zweiten Bereich 44 der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 wirkt die jeweilige rotierende Reinigungswalzen einheit 16 bzw. 18 mechanisch auf die zu reinigende Fläche und es wird Schmutz gelöst. Die Befeuchtung über Reinigungsflüssigkeit an der Tankein richtung unterstützt die Schmutzlösung.

Schmutz wird durch den Besatz 22 der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. 18 aufgenommen und in der ersten Rotationsrichtung 36 bzw. zweiten Rotationsrichtung 38 gefördert.

Eventuell sich ansammelnder Grobschmutz an dem ersten Kehrelement 72 bzw. an dem zweiten Kehrelement 74 wird in der ersten Rotationsrichtung 36 bzw. der zweiten Rotationsrichtung 38 mitgenommen.

Je nach Ausbildung des Reinigungskopfes 12 wird Schmutzfluid beispielsweise an der ersten Einlassmündungseinrichtung 84 und der zweiten Einlass mündungseinrichtung 86 über die Gebläseeinrichtung 78 abgesaugt und wird alternativ oder zusätzlich an der ersten Einlassmündungseinrichtung 96 bzw. zweiten Einlassmündungseinrichtung 98 abgesaugt.

Es ist auch möglich, dass an einer entsprechenden ersten Einlassmündungs einrichtung 100 und einer zweiten Einlassmündungseinrichtung 102 gebläse frei durch Abstreifen eine Einkopplung in die Schmutzfluidtankeinrichtung 90 erfolgt.

Bei der Flächen-Reinigungsmaschine 10 sind zwei gegenläufige Reinigungs walzeneinheiten 16, 18 vorgesehen. Dadurch lässt sich auf die zu reinigende Fläche 24 ein voller Anpressdruck unabhängig von der Schwenkposition der Haltestabeinrichtung 54 zu der zu reinigenden Fläche 24 erreichen.

Es lässt sich ferner ein gleichbleibender Abstand der Kehrelemente 72, 74 zu der zu reinigenden Fläche 24 sicherstellen.

Weiter kann an einer Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. 18 durchgeschleuderter Schmutz von der anderen Reinigungswalzeneinheit 18 bzw. 16 erfasst werden.

Ferner lässt sich die Tankeinrichtung 90 für Schmutzfluid zwischen der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 posi tionieren. Es ergibt sich dadurch zumindest für die direkte Einkopplung ein kurzer Transportweg für Schmutzfluid. Ferner lässt sich der Schwerpunkt niedrig halten und es ergibt sich ein geringer Reinigungsaufwand für die Schmutzfluidtankeinrichtung.

Mit der Antriebseinrichtung 30, welche in den Trägern 20 vorgesehen ist, ergibt sich ein größeres nutzbares Volumen für die Schmutzfluidtankeinrich tung 90.

Wenn Einlassmündungseinrichtungen 96, 98 vorgesehen sind, dann ergibt sich eine Haaraufnahme und dadurch ein verbessertes Reinigungsergebnis.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 10 umfasst fakultativ eine Sensoreinrichtung 108 mit mindestens einem Sensor 110 bzw. 112. Über den Sensor 110, 112 lässt sich eine Führungsrichtung 114a, 114b der Flächen-Reinigungsmaschine detektieren.

Der Sensor 110, 112 ist beispielsweise ein optischer Sensor, ein Lagesensor, ein Kraftsensor, ein Beschleunigungssensor oder ein Bilderfassungssensor.

Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der Sensor 110, 112 auch eine aktive Komponente wie eine Lichtquelle umfasst. Beispielsweise wird Licht an die Umgebung abgestrahlt und zurückreflektiertes Licht ausgewertet, um die Führungsrichtung zu erkennen.

Bei einem Ausführungsbeispiel, bei dem der Sensor 110 ein Bilderfassungs sensor ist, wird ein Bild der Umgebung erfasst und über Bildbearbeitung wird die Führungsrichtung erkannt.

Bei dem Ausführungsbeispiel eines Kraftsensors oder eines Beschleunigungs sensors wird beispielsweise die Kraft erfasst, die ein Bediener auf die Flächen-Reinigungsmaschine ausübt, und aus dieser Kraft wird auf die Führungs richtung geschlossen.

Der Sensor 110 ist beispielsweise an dem Handgriff 60 angeordnet, oder ist an der Haltestabeinrichtung 54 und dabei insbesondere an einem Verbindungs bereich 116 mit dem Handgriff 60 angeordnet.

Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass ein Sensor 112 an dem Reini gungskopf 12 angeordnet ist, oder an der Haltestabeinrichtung 54 insbeson dere an einem Verbindungsbereich 118 mit dem Reinigungskopf 12 angeord net ist.

Die Anordnung des Sensors 110, 112 hängt insbesondere ab von der Art des Sensors. Wenn beispielsweise der Sensor 110, 112 ein Kraftsensor ist, dann ist es insbesondere vorgesehen, dass der Sensor 110, 112 die Kraft (den Im puls) erfasst, den ein Bediener einbringt und beispielsweise über den Handgriff 60 einbringt. Beispielsweise wird dann die Kraft erfasst, die über den Handgriff 60 auf die Haltestabeinrichtung 54 ausgeübt wird, oder über die Haltestab einrichtung 54 auf den Reinigungskopf 12 ausgeübt wird.

Es kann dazu beispielsweise auch vorgesehen sein, dass ein entsprechender Sensor an dem Gelenk 52 sitzt.

Der Sensor 110 bzw. 112 kann dabei so angeordnet und ausgebildet sein, dass er alle Führungsrichtungen 114a, 114b und insbesondere die erste Vor schubrichtung 48 und die zweite Vorschubrichtung 50 erkennt. Es ist alternativ möglich, dass der Sensor 110 bzw. 112 getrennte Sensorelemente umfasst, wobei ein Sensorelement beispielsweise der ersten Vorschubrichtung 58 als Führungsrichtung 114a zugeordnet ist und ein zweites Sensorelement der zweiten Vorschubrichtung 50 als zweite Führungsrichtung 114b zugeordnet ist.

Die Sensoreinrichtung 108 ist signalwirksam mit der Steuerungseinrichtung 46 verbunden (Figuren 6, 10). Wenn eine Mehrzahl von Sensoren wie beispiels weise die Sensoren 110 und 112 vorgesehen sind, dann ist entsprechend jeder Sensor 110, 112 signalwirksam mit der Steuerungseinrichtung 46 verbunden; jeder Sensor 110, 112 liefert entsprechende Sensorsignale an die Steuerungs einrichtung 108.

Wie oben erwähnt, steuert die Steuerungseinrichtung 108 die Antriebsein richtung 30 mit ihrem ersten Antriebsmotor 32 und ihrem zweiten Antriebs motor 34 an. Die Steuerungseinrichtung 108 stellt die Rotationsgeschwindig keit der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und/oder der zweiten Reinigungs walzeneinheit 18 ein.

Es ist vorgesehen, dass die Steuerungseinrichtung 46 die Antriebseinrichtung 30 in Abhängigkeit von der detektierten Führungsrichtung 114a, 114b an steuert und entsprechend die Rotationsrichtung und/oder die Rotations geschwindigkeit der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und/oder der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 einstellt. Es ist dabei insbesondere vorgesehen, dass die Steuerungseinrichtung 46 bei der Flächen-Reinigungsmaschine 10 nur die Rotationsgeschwindigkeit der entsprechenden Reinigungswalzeneinheit 16 bzw. 18 einstellt.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist eine Schalteinrichtung 120 vorgesehen, durch welche schaltbar ist, ob die Steuerungseinrichtung 46 die Antriebsein richtung 30 in Abhängigkeit von Detektionssignalen der Sensoreinrichtung 108 ansteuert oder nicht. Ein Bediener kann dann einstellen, ob er eine insbe sondere automatische Ansteuerung der Antriebseinrichtung 30 in Abhängigkeit von Sensorsignalen wünscht oder nicht.

Insbesondere ist detektierbar, ob ein Bediener den Reinigungskopf 12 an der zu reinigenden Fläche 24 in der ersten Vorschubrichtung 48 oder in der zwei ten Vorschubrichtung 50 schiebt.

Wenn die Schalteinrichtung 120 so geschaltet ist, dass aufgrund der ent sprechenden Detektionsergebnisse die Antriebseinrichtung 30 angesteuert wird, dann werden entsprechende Signale von der Sensoreinrichtung 108 an die Antriebseinrichtung 30 übermittelt.

Wenn detektiert wird, dass ein Bediener die Flächen-Reinigungsmaschine 10 in der Führungsrichtung 114a schiebt, dann sendet die Steuerungseinrichtung entsprechende Signale an die Antriebseinrichtung 30, wobei dort dafür gesorgt wird, dass eine erste Rotationsgeschwindigkeit der ersten Reinigungswalzen einheit 16 größer ist als die entsprechende Rotationsgeschwindigkeit der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18. Insbesondere wird dabei eine an die Antriebsmotoren 30, 32, 34 angelegte Motorspannung entsprechend ver ändert.

Diese Ansteuerung erfolgt insbesondere automatisch aufgrund der Detektion der Führungsrichtung 114a durch die Sensoreinrichtung 108.

Die Sensoreinrichtung 108 erfasst beispielsweise den Impuls, welcher ein Be diener auf die Flächen-Reinigungsmaschine 10 ausübt, wenn ein Kraftsensor bzw. Beschleunigungssensor vorhanden ist. Insbesondere ist es vorgesehen, dass in einer Ausgangsstellung, wenn ein Bediener die Flächen-Reinigungs maschine 10 nicht an der zu reinigenden Fläche 24 führt, die erste Reini gungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 die gleiche Rotationsgeschwindigkeit aber mit entgegengesetzten Rotationsrichtungen aufweisen.

Wenn die Führungsrichtung 114a parallel bzw. mit einer Komponente in der ersten Vorschubrichtung 48 detektiert wird, dann entwickelt sich an der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 aufgrund der eingestellten größeren Rotations geschwindigkeit eine größere Reibkraft zu der zu reinigenden Fläche 24 und der Reinigungskopf 12 und damit die Flächen-Reinigungsmaschine 10 bewegt sich in der ersten Vorschubrichtung 18 und unterstützt dabei den Bediener.

Es erfolgt eine Art von Servo-Unterstützung für den Vorschub der Flächen-Reinigungsmaschine 10 an der zu reinigenden Fläche 24.

Wenn ein Bediener die Flächen-Reinigungsmaschine in der zweiten Vorschub richtung 50 bewegt und dabei die Führungsrichtung 114b detektiert wird, dann wird entsprechend angesteuert durch die Steuerungseinrichtung die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 mit einer größeren Rotationsgeschwindigkeit als die erste Reinigungswalzeneinheit 16 betrieben.

Der Impuls des Bedieners an der Flächen-Reinigungsmaschine 10 in die zweite Vorschubrichtung 50 setzt sich in einen Antrieb des Reinigungskopfs 12 an der zu reinigenden Fläche 24 in die zweite Vorschubrichtung 50 um, wobei dies automatisch durch die Steuerungseinrichtung 46 eingestellt ist.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 10 funktioniert auf die gleiche Weise, wenn die erste Reinigungswalzeneinheit 16 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 18 jeweils einteilig bzw. jeweils zweiteilig sind.

Bei einer Ausführungsform ist der Tankeinrichtung 66 für Reinigungsflüssigkeit eine Sensoreinrichtung 202 zugeordnet (vgl. Figur 10). Über die Sensorein richtung 202 lässt sich ermitteln, wie der Füllstand an Reinigungsflüssigkeit in der Tankeinrichtung 66 für Reinigungsflüssigkeit ist. Insbesondere lässt sich über die Sensoreinrichtung 202 ermitteln, ob die Tankeinrichtung 66 entleert ist, das heißt ob sich noch Reinigungsflüssigkeit in ihr befindet oder nicht.

Die Sensoreinrichtung 202 ist signalwirksam mit der Steuerungseinrichtung 46 verbunden.

Die Sensoreinrichtung 202 gibt ihre Sensorsignale an die Steuerungsein richtung 46 zur weiteren Auswertung.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist die Sensoreinrichtung 202 durch ein

Elektrodenpaar gebildet, welches an einem Durchflussbereich angeordnet ist, welcher der Tankeinrichtung 66 für Reinigungsflüssigkeit nachgeordnet ist und beispielsweise der Ventileinrichtung 67 vorgeschaltet ist.

Eine entsprechende Sensoreinrichtung ist in der nicht vorveröffentlichten internationalen Anmeldung PCT/EP2019/058813 vom 8. April 2019 der gleichen Anmelderin beschrieben. Auf dieses Dokument wird ausdrücklich Bezug genommen.

Bei einer weiteren Ausführungsform ist zusätzlich oder alternativ der Tankein richtung 88 beziehungsweise 90 eine Sondeneinrichtung 204 zugeordnet.

Durch die Sondeneinrichtung 204 lässt sich ein Befüllungsgrad an Schmutz fluid in der Tankeinrichtung 288 beziehungsweise 290 für Schmutzfluid er mitteln. Insbesondere ist die Sondeneinrichtung 204 so ausgestaltet, dass ein bestimmter Befüllungsgrad detektierbar ist, welcher eine Art von maximaler Befüllung der Tankeinrichtung 288, 290 für Schmutzfluid anzeigt.

Die Sondeneinrichtung 204 umfasst beispielsweise ein Elektrodenpaar. Eine entsprechende Sondeneinrichtung ist in der nicht vorveröffentlichten inter nationalen Patentanmeldung PCT/EP2019/058844 vom 8. April 2019 der gleichen Anmelderin beschrieben. Auf diese Anmeldung wird ausdrücklich und vollinhaltlich Bezug genommen.

Die Sondeneinrichtung 204 ist signalwirksam mit der Steuerungseinrichtung 46 verbunden. Sie gibt ihre Sensorsignale an die Steuerungseinrichtung 46 zur weiteren Auswertung.

Es ist grundsätzlich vorgesehen, dass bei Inbetriebnahme der Flächen-Reini-gungsmaschine 10 diese mit einer (festen) Standard-Drehzahl betrieben wird. Die Reinigungswalzeneinheiten 32, 34 werden mit dieser Standard-Drehzahl rotiert. Diese Standard-Drehzahl liegt insbesondere im Bereich zwischen 400 Umdrehungen pro Minute und 600 Umdrehungen pro Minute und beispiels weise bei circa 500 Umdrehungen pro Minute.

Falls eine Servo-Unterstützung wie oben beschrieben vorgesehen ist, dann liegt eine Standard-Drehzahl für die Servo-Unterstützung vor, welche insbe sondere in dem genannten Bereich liegt.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 10 hat erfindungsgemäß einen Boost-Modus, in dem die Drehzahl der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und/oder der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 gegenüber der Standard-Drehzahl erhöht ist. Diese (feste) erhöhte Drehzahl für die Rotation der ersten Reinigungs walzeneinheit 16 und/oder der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 erlaubt ein besseres Reinigungsergebnis, da die Reibungskraft bezüglich der zu reinigen den Fläche 24 erhöht wird.

In dem Boost-Modus der Flächen-Reinigungsmaschine ist die Drehzahl der ersten Reinigungswalzeneinheit 16 und/oder der zweiten Reinigungswalzen einheit 18 bezüglich der Standard-Drehzahl der jeweiligen Reinigungswalzen einheit 16 beziehungsweise 18 um mindestens einen Faktor von 1,05, insbe sondere von mindestens 1,1, insbesondere von mindestens 1,2, insbesondere von mindestens 1,3, insbesondere von mindestens 1,4, und insbesondere von mindestens 1,5 erhöht.

Zur Einstellung einer entsprechenden Drehzahl im Boost-Modus ist eine Dreh zahl-Einstellungseinrichtung 206 vorgesehen (vgl. Figur 10). Insbesondere ist die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 in die Steuerungseinrichtung 46 integriert.

Bei einem Ausführungsbeispiel wirkt die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 auf den Antriebsmotor 32 und/oder 34; insbesondere wird eine entsprechende Motorspannung erhöht, um eine höhere Drehzahl zu erreichen.

Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 Teil des Antriebsmotors 32 beziehungsweise 34 ist.

Grundsätzlich ist es möglich, dass ein Antriebsmotor über eine Getriebeein richtung 208 auf eine Reinigungswalzeneinheit wirkt. Bei einem Ausführungs beispiel ist ein einziger Antriebsmotor vorgesehen, bei dem ein Drehmoment über eine Getriebeeinrichtung 208 auf Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 übertragen wird. Die Getriebeeinrichtung 208 sorgt insbesondere für eine gegenläufige Rotation der Reinigungswalzeneinheiten 16, 18.

Bei einer Ausführungsform weist die Getriebeeinrichtung 208 mindestens eine Untersetzungsstufe auf, um die Drehzahl des Antriebsmotors auf die ent sprechende Drehzahl der Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 zu untersetzen.

Es ist dann beispielsweise alternativ oder zusätzlich möglich, dass die Dreh zahl-Einstellungseinrichtung 206 auf die Getriebeeinrichtung 208 wirkt und beispielsweise eine Untersetzungsstufe abschaltet, um im Boost-Modus eine erhöhte Drehzahl der Reinigungswalzeneinheit 16 beziehungsweise 18 im Ver gleich zu der Standard-Drehzahl zu erreichen. Bei einer solchen Ausführungs form kann die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 auch Teil der ent sprechenden Getriebeeinrichtung 208 sein.

Alternativ oder zusätzlich weist die Flächen-Reinigungsmaschine 10 einen Kehr-Modus auf. In dem Kehr-Modus ist die Drehzahl der ersten Reinigungs walzeneinheit 16 und/oder der zweiten Reinigungswalzeneinheit 18 bezüglich der Standard-Drehzahl der jeweiligen Reinigungswalzeneinheit 16

beziehungsweise 18 erniedrigt. Insbesondere ist diese Drehzahl um

mindestens einen Faktor von 1,05, insbesondere von mindestens 1,1, insbe sondere von mindestens 1,2, insbesondere von mindestens 1,3, insbesondere von mindestens 1,4 und insbesondere von mindestens 1,5 erniedrigt.

Es hat sich gezeigt, dass in dem Kehr-Modus mit einer erniedrigten Drehzahl im Vergleich mit der Standard-Drehzahl sich verbessert Grobschmutz

aufnehmen lässt. Dieser wird insbesondere über das jeweilige erste Kehr element 72 beziehungsweise 74 der zugehörigen Reinigungswalzeneinheit 16 beziehungsweise 18 zugeführt und von diesem mitgenommen. Insbesondere die Mitnahmefunktion ist verbessert, wenn die Drehzahl im Kehr-Modus erniedrigt ist.

Die erniedrigte Drehzahl wird über die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 an dem Antriebsmotor 32 und/oder 34 beziehungsweise über die Getriebeein richtung 208 eingestellt.

Beispielsweise wird bei der Einstellung über die Getriebeeinrichtung 208 eine zusätzliche Untersetzungsstufe zugeschaltet, um die niedrige Drehzahl im Kehr-Modus im Vergleich zu der Standard-Drehzahl zu erhalten.

Bei einer Ausführungsform ist an dem Handgriff 60 eine Bedienungsein richtung 210 angeordnet (vgl. Figuren 10, 11). Die Bedienungseinrichtung 210 ist so angeordnet und ausgebildet, dass ein Bediener, welcher die Flächen-Reinigungsmaschine 10 mittels des Handgriffs 60 führt, auf die Bedienungs einrichtung 210 zugreifen kann.

Die Bedienungseinrichtung 210 ist beispielsweise als Touch-Panel ausgebildet.

Bei einer Ausführungsform ist an der Bedienungseinrichtung 210 ein Schalter 212 als Bedienelement angeordnet, welcher ein Ein-Aus-Schalter ist. Über ihn lässt sich der Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine "als Ganzes" ein schalten beziehungsweise ausschalten.

Insbesondere ist der Schalter 212 so ausgebildet, dass über ihn der Betrieb der Antriebsmotoren 32, 34 aktivierbar ist beziehungsweise deaktivierbar ist.

An der Bedienungseinrichtung 210 ist (mindestens) ein Bedienelement 214 angeordnet, welches zur Aktivierung des Boost-Modus dient. Über das Bedien element 214 lässt sich entsprechend der Boost-Modus aktivieren. Das

Bedienelement 214 ist entsprechend signalwirksam mit der Steuerungsein richtung 46 verbunden und wirkt auf die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206. Durch Betätigung des Bedienelements 214 wird der Boost-Modus aktiviert beziehungsweise initiiert.

Grundsätzlich kann der Boost-Modus eine Mehrzahl von unterschiedlichen Drehzahlen umfassen, welche jeweils erhöht gegenüber der Standard-Dreh zahl sind. Vorzugsweise ist es vorgesehen, dass dann jeder Drehzahl im

Boost-Modus ein eigenes Bedienelement zugeordnet ist.

Bei einer Ausführungsform umfasst der Boost-Modus nur eine einzige erhöhte Drehzahl und es ist entsprechend nur ein einziges Bedienelement 214 an der Bedienungseinrichtung 210 angeordnet.

Der Boost-Modus dient dazu, eine verbesserte Reinigung an der zu reinigen den Fläche 24 durchzuführen, wenn ein erhöhter Verschmutzungsgrad vor liegt. Insbesondere ist die Bedienungseinrichtung 210 bezüglich des Boost-Modus (über das Bedienelement 214) in Zusammenwirkung mit der Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 so ausgebildet, dass nach Betätigung des Bedien elements 214 und Aktivierung des Boost-Modus dieser nur für eine bestimmte Zeitdauer aktiviert ist.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Bedienelement 214 so ausge staltet, dass nur bei aktiver Einwirkung eines Bedieners der Boost-Modus akti viert ist. Wenn beispielsweise ein Bediener auf das Bedienelement 214 drückt, dann ist der Boost-Modus aktiviert. Wenn ein Bediener nicht mehr das Bedien element 214 aktiviert, geht die Flächen-Reinigungsmaschine von dem Boost-Modus "sofort" in den Standard-Modus und die Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 sind mit ihrer Standard-Drehzahl betrieben. Der Boost-Modus wird dann nur aktiviert, wenn eine Betätigung des Bedienelements 214 durch den

Bediener erfolgt.

Es kann alternativ oder zusätzlich ein Bedienelement 215 vorgesehen sein, welches zur Aktivierung des Kehr-Modus dient (Figur 10; in Figur 11 nicht gezeigt). Das Bedienelement 215 ist signalwirksam mit der Steuerungsein richtung 46 verbunden und wirkt auf die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206. Durch Betätigung des Bedienelements 215 wird der Kehr-Modus aktiviert beziehungsweise initiiert.

Ähnlich wie bei dem Boost-Modus kann der Kehr-Modus eine Mehrzahl von unterschiedlichen Drehzahlen aufweisen, welche jeweils gegenüber der

Standard-Drehzahl erniedrigt sind. Insbesondere ist jeder Drehzahl im Kehr-Modus ein eigenes Bedienelement 215 zugeordnet. Bei einer Ausführungsform umfasst der Kehr-Modus nur eine einzige erniedrigte Drehzahl und es ist ent sprechend nur ein einziges Bedienelement 215 an der Bedienungseinrichtung 210 angeordnet.

Der Kehr-Modus dient dazu, für eine verbesserte Grobschmutzaufnahme an der zu reinigenden Fläche 24 über die Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 zu sorgen.

Es ist insbesondere vorgesehen, dass bei aktiver Einwirkung auf das Bedien element 215 der Kehr-Modus aktiviert ist.

Bei einer alternativen oder kombinatorischen Ausführungsform ist eine

Sensoreinrichtung 216 vorgesehen, welche einen Verschmutzungsgrad über prüft. Diese Überprüfung erfolgt insbesondere an der zu reinigenden Fläche 24.

Es ist aber auch grundsätzlich möglich, dass diese Überprüfung auf den Ver schmutzungsgrad an einer anderen Stelle durchgeführt, wie beispielsweise bezüglich Schmutzfluid, welches in die Tankeinrichtung 288 beziehungsweise 290 für Schmutzfluid befördert wird.

Die Sensoreinrichtung 216 ist über die Steuerungseinrichtung 46 signalwirk sam mit der Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 gekoppelt. Wenn über die Sensoreinrichtung 216 ein definierter Verschmutzungsgrad (insbesondere als erhöhter Verschmutzungsgrad) erkannt wird, dann wird entsprechend der Boost-Modus über die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 automatisch akti viert, oder beispielsweise der Kehr-Modus.

Es kann vorgesehen sein, dass der Boost-Modus beziehungsweise Kehr-Modus nur manuell durch den Bediener beispielsweise über das Bedienelement 214 beziehungsweise 215 aktivierbar ist, oder dass eine automatische Aktivierung mittels der Sensoreinrichtung 216 erfolgt. Es lässt sich an einer Flächen-Reini-gungsmaschine auch ein Bedienereingriff mit einer automatischen Aktivierung gemeinsam verwenden.

Bei einer Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Flächen-Reinigungs-maschine eine Zuführmengen-Einstellungseinrichtung 218 aufweist, über welche eine Zuführmenge von Reinigungsflüssigkeit einstellbar ist, welche den Reinigungswalzen 16, 18 beziehungsweise zu reinigenden Fläche 24 bereit gestellt ist.

In Figur 10 ist eine Förderung von Reinigungsflüssigkeit zu den Reinigungs walzeneinheiten 16, 18 durch einen Doppelpfeil mit dem Bezugszeichen 220 angedeutet. Die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung 218 wirkt auf ein passives oder aktives Organ in der Zuführungsförderung von Reinigungs flüssigkeit aus der Tankeinrichtung 66 für Reinigungsflüssigkeit zu den Reini gungswalzen 16, 18 beziehungsweise zu der zu reinigenden Fläche 24. Die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung 218 kann auch Teil eines solchen aktiven oder passiven Organs sein.

Wenn beispielsweise über eine Pumpe Reinigungsflüssigkeit gefördert wird, dann wirkt die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung 218 auf diese Pumpe.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform wirkt die Zuführmengen-Einstellungs-einrichtung 218 auf die Ventileinrichtung 67. Die Ventileinrichtung 67 ist ein passives Organ der Zuführungsförderung von Reinigungsflüssigkeit zu den Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 beziehungsweise zu der zu reinigenden Fläche 24.

Bei einer Ausführungsform ist es vorgesehen, dass, wenn (über den Schalter 212) die Flächen-Reinigungsmaschine in Betrieb gesetzt wird, die Ventilein richtung 67 öffnet. Es kann dann insbesondere schwerkraftgetrieben Reini gungsflüssigkeit aus der Tankeinrichtung 66 für Reinigungsflüssigkeit zu den Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 beziehungsweise zu der zu reinigenden Fläche 24 gefördert werden. Wenn die Ventileinrichtung 67 so ausgebildet ist, dass über sie auch die Zuführmenge einstellbar ist (durch eine Ausbildung als Regelventil), dann kann durch Einwirkung der Zuführmengen-Einstellungsein-richtung 218 die entsprechende Zuführmenge an Reinigungsflüssigkeit einge stellt werden.

Über die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung 218 kann insbesondere eine Anpassung an eine Bodenart wie beispielsweise ein Holzboden oder Fliesen boden erfolgen.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist an der Bedienungseinrichtung 210 ein Bedienelement 222 angeordnet, welches über die Steuerungseinrichtung 46 signalwirksam mit der Zuführmengen-Einstellungseinrichtung 218 verbunden ist. Ein Bediener kann an dem Bedienelement 222 die Zuführmenge einstellen.

Bei einem Ausführungsbeispiel ist das Bedienelement 222 als Toggle-Schalter ausgebildet, welcher zwei Einstellungsmöglichkeiten hat. Beispielsweise lässt sich dann eine geringere Zuführmenge einstellen, wenn ein Holzboden gereinigt werden soll. Es lässt sich eine größere Zuführmenge einstellen, wenn ein Nichtholzboden wie ein Fliesenboden gereinigt werden soll.

Es ist auch möglich, dass weitere Abstufungen vorhanden sind.

Es ist beispielsweise möglich, dass über das Bedienelement 222 eine Ein stellung einer Standard-Drehzahl erfolgt. Beispielsweise lässt sich dadurch eine erste Standard-Drehzahl einstellen, welche für wasserempfindliche Böden verwendet wird. Durch Einstellung dieser ersten Standard-Drehzahl wird dann auch eine erste (geringere) Zuführmenge eingestellt. Es lässt sich auch eine zweite Standard-Drehzahl einstellen, welche höher ist als die erste Standard-Drehzahl. Es wird dann automatisch auch eine entsprechende zweite Zuführ menge eingestellt, welche höher ist als die erste Zuführmenge.

Beispielsweise liegt die erste Standard-Drehzahl bei 450 Umdrehungen pro Minute. Die entsprechende Standard-Drehzahl und die zugehörige Zuführ menge ist beispielsweise ausgelegt für wasserempfindliche Böden wie Holz böden. Beispielsweise liegt die zweite Standard-Drehzahl bei 500 Um drehungen pro Minute. Die entsprechende zweite Standard-Drehzahl mit der entsprechenden zweiten Zuführmenge ist beispielsweise für Steinböden aus gelegt.

Grundsätzlich kann auch die Reihenfolge der Einstellung eine andere sein.

Über das Bedienelement 222 wird beispielsweise die Zuführmenge eingestellt und es ergibt sich dann daraus (über die Steuerungseinrichtung 46 gesteuert) die spezifische Standard-Drehzahl.

Insbesondere lässt sich über das Bedienelement 222 die Standard-Drehzahl (direkt oder indirekt) auch vor der Inbetriebnahme einstellen, so dass bei der Inbetriebnahme der Flächen-Reinigungsmaschine die Reinigungswalzeneinheit 16, 18 mit der zuvor eingestellten Standard-Drehzahl rotiert.

Insbesondere ist der Zuführmengen-Einstellungseinrichtung eine Anzeigeein richtung 224 zugeordnet (Figuren 10, 11), welche einem Bediener anzeigen, welche Zuführmenge eingestellt ist. Bei einem Ausführungsbeispiel ist die Anzeigeeinrichtung 224 ein symbolisches Anzeigeelement, welches beispiels weise einen Holzboden und einen Fliesenboden charakterisiert.

Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass an der Bedienungseinrichtung 210 eine Anzeigeeinrichtung 226 mit (mindestens) einem Anzeigeelement an geordnet ist, welche über die Steuerungseinrichtung 46 signalwirksam mit der Sensoreinrichtung 202 gekoppelt ist. Es lässt sich so an der Bedienungsein richtung anzeigen, ob die Tankeinrichtung 66 für Reinigungsflüssigkeit aus reichend gefüllt ist und/oder entleert ist. Es lässt sich dadurch beispielsweise eine Warnanzeige angeben.

Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass an der Bedienungseinrichtung 210 eine Anzeigeeinrichtung 228 angeordnet ist, welche über die Steuerungsein richtung 46 signalwirksam mit der Sondeneinrichtung 204 verbunden ist. Es kann dann an der Bedienungseinrichtung 210 einem Bediener angezeigt werden, ob die Tankeinrichtung 288 beziehungsweise 290 für Schmutzfluid noch nicht befüllt ist beziehungsweise es lässt sich eine Warnanzeige erreichen, wenn der bestimmte Befüllungsgrad erreicht ist und die Tankein richtung 288 beziehungsweise 290 für Schmutzfluid entleert werden muss.

Bei einer weiteren Ausführungsform ist eine Anzeigeeinrichtung 230 an der Bedienungseinrichtung 210 angeordnet, welche eine Statusanzeige für die Batterieeinrichtung 64 ist.

Es ist grundsätzlich auch möglich, dass die Bedienungseinrichtung 210 beispielsweise an dem Reinigungskopf 12 angeordnet ist oder an der Halte stabeinrichtung 54 angeordnet ist. Es ist auch möglich, dass Teile der

Bedienungseinrichtung an unterschiedlichen Bereichen der Flächen-Reini-gungsmaschine 10 angeordnet sind. Beispielsweise sind die Anzeigenein richtungen 224, 226, 228, 230 an dem Reinigungskopf 12 (als passive

Elemente der Bedienungseinrichtung 210) angeordnet, und die aktiven

Elemente wie der Schalter 212, das Bedienelement 214 und das Bedien element 222 sind an dem Handgriff 60 angeordnet.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 10 wird dann wie folgt betrieben :

Uber den Schalter 212 wird die Flächen-Reinigungsmaschine 10 in Betrieb genommen. Die Antriebsmotoren 32, 34 werden aktiviert und die Reinigungs walzeneinheiten 16, 18 laufen an bis sie in ihrer Standard-Drehzahl rotieren und insbesondere gegenläufig rotieren.

Insbesondere kann die Flächen-Reinigungsmaschine 10 mit unterschiedlichen Standard-Drehzahlen rotieren, wobei diese beispielsweise über das Bedien element 222 eingestellt sind. Es kann beispielsweise eine erste Standard-Drehzahl vorgesehen sein, welche für wasserempfindliche Böden verwendet wird, und es kann eine zweite Standard-Drehzahl vorgesehen sein, welche für weniger wasserempfindliche Böden verwendet wird. Insbesondere ist der ent sprechenden Standard-Drehzahl dann eine entsprechende Zuführmenge zuge ordnet. Beispielsweise wird bei der niedrigeren ersten Standard-Drehzahl auch die Zuführmenge an Reinigungsflüssigkeit, welche den Reinigungswalzenein heiten 16, 18 beziehungsweise der zu reinigenden Fläche 24 zugeführt wird, verringert im Vergleich zum Betrieb mit der zweiten Standard-Drehzahl, welche höher ist als die erste Standard-Drehzahl.

Aktiviert durch die Steuerungseinrichtung 46 wird die Ventileinrichtung 67 geöffnet und aus der Tankeinrichtung 66 für Reinigungsflüssigkeit wird

Reinigungsflüssigkeit den Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 bereitgestellt.

Die Zuführmenge (beziehungsweise Standard-Drehzahl) hat ein Bediener über das Bedienelement 222, welche auf die Zuführmengen-Einstellungseinrichtung 218 wirkt, entsprechend eingestellt.

Wenn die Flächen-Reinigungsmaschine in Betrieb genommen wird, dann wird insbesondere auch die Beleuchtungseinrichtung 51 aktiviert und das Vorder feld 53 an der zu reinigenden Fläche 24 wird beleuchtet.

Wenn während des Betriebs der Flächen-Reinigungsmaschine ein erhöhter Verschmutzungsgrad erkannt wird (automatisch über die Sensoreinrichtung 216 und/oder durch einen Bediener), dann wird der Boost-Modus oder Kehr-Modus aktiviert (automatisch und/oder durch einen Bediener) und über die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 wird die Drehzahl mindestens einer der Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 und vorzugsweise von beiden erhöht. Durch die Beleuchtung des Vorderfelds 53 und dabei der zu reinigenden Fläche 24 vor der Flächen-Reinigungsmaschine 10 kann ein Bediener besser den Ver schmutzungsgrad an der zu reinigenden Fläche 24 erkennen.

Insbesondere ist bei einer Benutzeraktivierung eine Aktivierung des Bedien elements 214 (beispielsweise durch Drücken) notwendig. Es wird dann über die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206 beispielsweise eine Motorspannung an den Antriebsmotoren 32 beziehungsweise 34 erhöht (oder beim Kehr-Modus erniedrigt) und die Flächen-Reinigungsmaschine ist mit erhöhter (im Kehr-Modus erniedrigter Drehzahl) Drehzahl der Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 betrieben. Angetrockneter Schmutz kann dann durch vergrößerte Reibung besser gelöst werden. Im Kehr-Modus mit erniedrigter Drehzahl lässt sich Grobschmutz insbesondere in Zusammenwirkung mit einem Kehrelement verbessert aufnehmen und von der zu reinigenden Fläche 24 abführen.

Wie oben beschrieben, ist bei der Benutzeraktivierung der Boost-Modus beziehungsweise Kehr-Modus beendet, wenn ein Bediener das Bedienelement 214 nicht mehr betätigt. Bei der Aktivierung durch die Sensoreinrichtung 216 wird der Boost-Modus beziehungsweise Kehr-Modus insbesondere nur für eine bestimmte Zeitdauer aktiviert und wird dann nach Ablauf dieser Zeitdauer automatisch deaktiviert. Grundsätzlich ist es auch möglich, dass, wenn die Sensoreinrichtung 216 keinen erhöhten Verschmutzungsgrad mehr erkennt, dass dann eine Deaktivierung des Boost-Modus beziehungsweise Kehr-Modus erfolgt.

Insbesondere wird dann die Motorspannung entsprechend zurückgesetzt und die Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 rotieren wieder mit ihrer Standard-Drehzahl.

Ein Bediener kann über das Bedienelement 222 die Zuführmenge an Reini gungsflüssigkeit beziehungsweise die Standard-Drehzahl einstellen.

Grundsätzlich kann alternativ oder zusätzlich eine Sensoreinrichtung 232 vor gesehen sein, welche insbesondere zur Detektion einer Bodenart vorgesehen ist, und welche signalwirksam (über die Steuerungseinrichtung 46) mit der Zuführmengen-Einstellungseinrichtung 218 verbunden ist. Es kann dann automatisch eine passende Zuführmenge an Reinigungsflüssigkeit je nach detektierter Bodenart erfolgen.

Grundsätzlich ist es so, dass durch eine höhere Menge an Reinigungsflüssig keit, welches den Reinigungswalzeneinheiten 16, 18 bereitgestellt wird, sich das Reinigungsergebnis verbessert. Bei wasserempfindlichen Böden wie Holz böden sollte jedoch die Zuführmenge an Reinigungsflüssigkeit begrenzt sein. Über das Bedienelement 222 beziehungsweise dann die Zuführmengen-Ein-stellungseinrichtung 218 kann ein Bediener die entsprechenden Einstellungen durchführen und/oder es erfolgt eine automatische Einstellung.

Ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flächen-Reini-gungsmaschine 126 (Figur 7) umfasst einen Gerätekörper 128 und einen Reinigungskopf 130. Der Reinigungskopf 130 ist an dem Gerätekörper 128 schwenkbar angeordnet.

Bei einem Reinigungsvorgang an der zu reinigenden Fläche 24 stützt sich die Flächen-Reinigungsmaschine 126 allein über eine Reinigungswalzeneinheit 132 an der zu reinigenden Fläche 24 ab.

Bei einer Ausführungsform ist an dem Reinigungskopf 130 eine Beleuchtungs einrichtung entsprechend der Beleuchtungseinrichtung 51 bei der Flächen-Reinigungsmaschine 10 angeordnet. Diese Beleuchtungseinrichtung ist dabei der Reinigungswalzeneinheit 132 zugeordnet und insbesondere oberhalb von dieser angeordnet. Die Beleuchtungseinrichtung ist insbesondere so ange ordnet und ausgebildet, dass ein Vorderfeld vor der Reinigungswalzeneinheit 132 an der zu reinigenden Fläche 24 (und damit vor dem Reinigungskopf 130) beleuchtbar ist.

Der Gerätekörper 128 weist eine Längsachse auf. Die Flächen-Reinigungs-maschine 126 ist stielgehalten. Dazu sitzt an dem Gerätekörper 128 eine Haltestabeinrichtung 134 mit einem Haltestab 136. Dieser Haltestab 136 er streckt sich in der erwähnten Längsachse.

An einem oberen Bereich des Haltestabs 136 ist ein Handgriff 138 insbeson dere in Form eines Bügelgriffs angeordnet. Ein Bediener kann durch Halten an diesem Handgriff 138 einhändig die Flächen-Reinigungsmaschine 126 halten und über der zu reinigenden Fläche 24 führen.

Der Handgriff 138 kann wie oben beschrieben ausgebildet sein (vgl. Figur 11). An dem Handgriff 138 ist insbesondere die Bedienungseinrichtung 210 ange ordnet.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 126 umfasst eine Gebläseeinrichtung 140 (Saugaggregateinrichtung), welche zur Erzeugung eines Saugstroms dient, um an der Reinigungswalzeneinheit 132 eine Absaugung von Schmutzfluid durch führen zu können.

An dem Gerätekörper 128 ist abnehmbar eine Tankeinrichtung 142 für

Schmutzfluid positioniert.

An dem Gerätekörper 128 sitzt ferner abnehmbar eine Tankeinrichtung 144 für Reinigungsflüssigkeit.

Eine entsprechende Flächen-Reinigungsmaschine ist in der WO 2016/058879 beschrieben, auf die ausdrücklich Bezug genommen wird.

An dem Reinigungskopf 130 ist eine Antriebseinrichtung 146 mit einem An triebsmotor 147 und einer Getriebeeinrichtung 149 angeordnet. Der

Antriebsmotor 147 treibt die Reinigungswalzeneinheit 132 über die Getriebe einrichtung 149 in einer Rotation um eine Rotationsachse 148 an.

Eine Rotationsrichtung 150 der Reinigungswalzeneinheit 132 im Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine 136 ist dabei derart, dass der Reinigungskopf 130 bei auf der zu reinigenden Fläche 24 abgestützter Reinigungswalzen einheit 132 ein Vorschub in einer Vorschubrichtung 152 erfährt. Die Vorschub richtung 152 ist eine Vorwärtsrichtung der Flächen-Reinigungsmaschine 126 bezogen auf einen Bediener, welcher hinter der Flächen-Reinigungsmaschine 126 steht.

Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Reinigungswalzeneinheit 132 zweiteilig ausgebildet mit einem Mittenantrieb zum Antrieb der Reinigungs walzeneinheit 132 (zum synchronen Antrieb der beiden Teile der Reinigungs walzeneinheit 132 mit gleicher Rotationsachse 148 und gleicher Rotations richtung 150).

Die Flächen-Reinigungsmaschine 126 weist bei einer Ausführungsform eine Sensoreinrichtung entsprechend der Sensoreinrichtung 108 auf. Für gleiche Elemente wie bei der Flächen-Reinigungsmaschine 10 bezüglich der Steuerung werden gleiche Bezugszeichen verwendet. Es ist ein Boost-Modus wie oben beschrieben vorgesehen.

Die Sensoreinrichtung 108 weist einen oder mehrere Sensoren auf, welche beispielsweise an dem Handgriff 138, der Haltestabeinrichtung 134 insbeson dere an einem Verbindungsbereich zu dem Handgriff 138 und/oder an einem Verbindungsbereich zu dem Reinigungskopf 130, an dem Reinigungskopf 130 selber, oder an einem Schwenkgelenk zwischen Reinigungskopf 130 und Haltestabeinrichtung 134 angeordnet sein können.

Über die Sensoreinrichtung 108 wird die Führungsrichtung 114a bzw. 114b (insbesondere parallel bzw. mit einer Komponente in der Vorschubrichtung 152 oder entgegen zu dieser) detektiert.

Die Sensoreinrichtung 108 ist, wie oben anhand der Flächen-Reinigungs-maschine 10 beschrieben, signalwirksam mit einer Steuerungseinrichtung 46 verbunden. Diese steuert die Antriebseinrichtung 146 an.

Grundsätzlich wird im Betrieb der Flächen-Reinigungsmaschine 126, wenn diese auf der zu reinigenden Fläche 24 mit der Reinigungswalzeneinheit 132 aufgestützt ist, die Reinigungswalzeneinheit 132 mit einer bestimmten Rota tionsgeschwindigkeit der Rotation um die Rotationsachse 148 in der Rota tionsrichtung 150 und dabei mit der Standard-Drehzahl betrieben.

Wenn über die Sensoreinrichtung 108 die Führungsrichtung 114a detektiert wird, dann wird automatisch diese bestimmte Rotationsgeschwindigkeit (die auch in einem Bereich liegen kann) eingestellt.

Wenn detektiert wird, dass eine Führung der Flächen-Reinigungsmaschine 126 in der Führungsrichtung 114b entgegengesetzt bzw. mit einer Komponente entgegengesetzt zu der Vorschubrichtung 152 vorliegt, dann wird an der An triebseinrichtung 146, angesteuert durch die Steuerungseinrichtung 46, die Rotationsgeschwindigkeit erniedrigt, um dem Bediener den "Rückhub" bezogen auf die Vorschubrichtung 152 zu erleichtern.

Insbesondere erfolgt diese entsprechende Absenkung der Rotationsgeschwin digkeit der Reinigungswalzeneinheit 132 automatisch aufgrund des Detek tionsergebnisses der Sensoreinrichtung 108 bezüglich der Führungsrichtung.

Es kann wiederum eine Schalteinrichtung entsprechend der Schalteinrichtung 120 vorgesehen sein, sodass ein Bediener die automatische Absenkung der Rotationsgeschwindigkeit der Reinigungswalzeneinheit 132 abschalten kann.

Durch sensorgesteuerte und/oder aktive Initiierung des Boost-Modus beziehungsweise Kehr-Modus wird wie oben beschrieben die Drehzahl der Reinigungswalzeneinheit über die Standard-Drehzahl erhöht beziehungsweise erniedrigt.

Bei einer weiteren Ausführungsform einer Flächen-Reinigungsmaschine, von der in Figur 8 schematisch ein Reinigungskopf 154 gezeigt ist, sind an dem Reinigungskopf 154 eine erste Reinigungswalzeneinheit 156 und eine zweite Reinigungswalzeneinheit 158 angeordnet. Die erste Reinigungswalzeneinheit 156 ist um eine erste Rotationsachse 160 insbesondere mit einer ersten Rota tionsgeschwindigkeit rotierbar. Der ersten Reinigungswalzeneinheit 156 ist dazu ein erster Antrieb 162 zugeordnet.

Die zweite Reinigungswalzeneinheit 158 ist über einen zweiten Antrieb 164 um eine zweite Rotationsachse 166 rotierbar. Es liegt dabei insbesondere eine Rotation in einer zweiten Rotationsrichtung vor, welche entgegengesetzt zu der ersten Rotationsrichtung der Rotation der ersten Reinigungswalzeneinheit 156 um die erste Rotationsachse 160 ist.

Es ist ferner eine dritte Reinigungswalzeneinheit 168 vorgesehen, welche über einen dritten Antrieb 170 um eine dritte Rotationsachse 172 rotierbar ist. Die dritte Rotationsachse 172 ist insbesondere koaxial zur ersten Rotationsachse 160. Die dritte Reinigungswalzeneinheit 160 ist um eine dritte Rotations richtung rotierbar, welche insbesondere gleich ist wie die erste Rotations richtung.

Insbesondere sind die erste Reinigungswalzeneinheit 160 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 168 fluchtend zueinander angeordnet.

Es ist ferner eine vierte Reinigungswalzeneinheit 174 vorgesehen, welche über einen vierten Antrieb 176 um eine vierte Rotationsachse 178 rotierbar ist. Die vierte Rotationsachse 178 ist insbesondere koaxial zu der zweiten Rotations achse 166.

Eine vierte Rotationsrichtung der vierten Reinigungswalzeneinheit 174 ist da bei insbesondere gleich wie die zweite Rotationsrichtung.

Insbesondere sind die zweite Reinigungswalzeneinheit 158 und die vierte Reinigungswalzeneinheit 174 fluchtend angeordnet.

Die erste Reinigungswalzeneinheit 156 und die zweite Reinigungswalzeneinheit 158 sind insbesondere parallel zueinander beabstandet.

Der erste Antriebsmotor 162, der zweite Antriebsmotor 164, der dritte An triebsmotor 170 und der vierte Antriebsmotor 176 sind Teil einer Antriebsein richtung 180. Diese Antriebseinrichtung 180 ist über eine Steuerungsein richtung entsprechend der Steuerungseinrichtung 46 angesteuert, wobei diese Steuerungseinrichtung wiederum Signale einer Sensoreinrichtung ent sprechend der Sensoreinrichtung 108 empfängt. Diese Signale entsprechen Detektionssignalen für eine Führungsrichtung der entsprechenden Flächen-Reinigungsmaschine einschließlich einer möglichen Kurvenfahrt. Es ist ein Boost-Modus mit erhöhter Drehzahl wie oben vorgesehen.

Durch Einstellung der Drehgeschwindigkeiten vi, v2, v3, v4 der entsprechenden Reinigungswalzeneinheiten 156, 158, 168, 174 an dem Reinigungskopf 154 lässt sich eine Bahnfahrt des Reinigungskopfes 154 an der zu reinigenden Flä che 24 einschließlich gegebenenfalls einer Kurvenfahrt einstellen. Durch unter schiedliche Drehgeschwindigkeiten für Reinigungswalzeneinheiten mit gemein samer Rotationsachse (das heißt für die Reinigungswalzeneinheiten 156 und 158 bzw. 168 und 174) ergibt sich die Möglichkeit, einen Lenkimpuls nach links bzw. nach rechts zu erteilen. Es lässt sich so für den Reinigungskopf 154 eine automatische Lenkbewegung durchführen.

Insbesondere ist bei der Flächen-Reinigungsmaschine 126 mit dem Reini gungskopf 154 die Haltestabeinrichtung so ausgebildet wie oben anhand der Flächen-Reinigungsmaschine 10 beschrieben. Durch eine Schwenkbewegung des Handgriffs 60 zu dem Reinigungskopf 154 ergibt sich eine Führungs-

richtung mit einer Komponente in einem Winkel zur "geraden" Vorwärts richtung bzw. Rückwärtsrichtung. Es lässt sich eine Führungsrichtung ein stellen, welche auch in einem Winkel zu der entsprechenden Rotationsachse 160 usw. liegen kann.

Eine Abweichung von der Senkrechten kann eine Kurvenfahrt indizieren. Die Sensoreinrichtung 108 erkennt grundsätzlich diese Abweichung, und die Steuerungseinrichtung steuert dann die Antriebseinrichtung 180 so an, dass die entsprechende Kurvenfahrt nach links bzw. nach rechts erfolgt.

Es erfolgt so eine erleichterte Bedienung mit einer Servo-Unterstützung für den Bediener.

Im Boost-Modus mit erhöhter Drehzahl mindestens einer der Reinigungs walzeneinheiten 156, 158, 168, 174 ergibt sich ein verbesserter Reinigungs effekt.

Grundsätzlich kann dabei auch immer noch eine Führungsrichtung in Vor wärtsfahrtrichtung bzw. eine Führungsrichtung in Rückwärtsfahrtrichtung er kannt werden, um die entsprechende Unterstützung zu erreichen.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel eines Reinigungskopfes 182 (Figur 9) sind eine erste Reinigungswalzeneinheit 184 und eine zweite Reinigungs walzeneinheit 186 vorgesehen. Diese sind parallel zueinander beabstandet. Die erste Reinigungswalzeneinheit 184 ist über einen ersten Antriebsmotor 186 um eine erste Rotationsachse 190 rotierbar.

Die zweite Reinigungswalzeneinheit 186 ist über einen zweiten Antriebsmotor 192 um eine zweite Rotationsachse 194 rotierbar.

Die erste Rotationsachse 190 und die zweite Rotationsachse 194 sind parallel zueinander beabstandet.

Es ist ferner eine dritte Rotationwalzeneinheit 196 vorgesehen, welche fluch tend zu der ersten Reinigungswalzeneinheit 184 ist und über einen dritten An triebsmotor 198 um eine dritte Rotationsachse 200 antreibbar ist. Die dritte Rotationsachse 200 ist insbesondere koaxial zu der ersten Rotationsachse 190.

Die erste Reinigungswalzeneinheit 184 und die dritte Reinigungswalzeneinheit 196 sind nebeneinander angeordnet.

Es ist insbesondere vorgesehen, dass die erste Reinigungswalzeneinheit 184 und die dritte Reinigungswalzeneinheit 196 mit gleicher Rotationsrichtung be trieben werden, und die zweite Reinigungswalzeneinheit 186 mit entgegen gesetzter Rotationsrichtung betrieben wird.

Durch Aufprägung von unterschiedlichen Geschwindigkeiten Vi und v3 für die erste Reinigungswalzeneinheit 184 bzw. die dritte Reinigungswalzeneinheit 196 lässt sich eine Kurvenfahrt realisieren.

Es ist wiederum wie oben beschrieben eine Sensoreinrichtung entsprechend der Sensoreinrichtung 108 vorgesehen, welche eine Führungsrichtung, welche durch einen Bediener aufgeprägt wird, detektiert. Die entsprechende Steue rungseinrichtung verarbeitet diese detektierten Signale und steuert ent sprechend eine Antriebseinrichtung mit den Antriebsmotoren 188, 192 und 198 an.

Wenn beispielsweise kein Bedienerimpuls erfolgt, dann sind die Geschwindig keiten Vi und v3 sowie v2 betragsmäßig gleich groß eingestellt, wobei die Kom bination aus erster Reinigungswalzeneinheit 184 und zweiter Reinigungs walzeneinheit 186 gegenläufig zu einer dritten Reinigungswalzeneinheit 196 ist.

Wenn eine Führungsrichtung parallel zur ersten Vorschubrichtung detektiert wird, dann wird entsprechend die Geschwindigkeit Vi und v3 bezüglich der Ge- schwindigkeit v2 erhöht (was auch durch Absenken der Geschwindigkeit v2 er folgen kann).

Wenn eine Führungsrichtung parallel zur zweiten Vorschubrichtung 50 detek-tiert wird, dann wird entsprechend die Geschwindigkeit v2 gegenüber den Ge schwindigkeiten Vi und v3 erhöht (was auch durch Absenkung der Geschwin digkeiten Vi und v3 erfolgen kann).

Wenn eine Führungsrichtung mit einer Komponente nach links oder rechts detektiert wird, dann werden je nach der detektierten Richtung die Geschwin digkeit Vi und v3 betragsmäßig unterschiedlich eingestellt. Gegebenenfalls kann auch eine betragsmäßige Anpassung der Geschwindigkeit v2 erfolgen.

Es ist wiederum ein Boost-Modus und/oder Kehr-Modus vorgesehen.

Ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flächen-Reinigungs-maschine, welches in Figur 12 schematisch gezeigt und mit 340 bezeichnet ist, ist ein selbstfahrendes und selbstlenkendes Gerät ("Reinigungsroboter").

Die Flächen-Reinigungsmaschine 340 umfasst einen Reinigungskopf 342. An diesem ist eine erste Reinigungswalzeneinheit 344 angeordnet. Diese ist um eine erste Rotationsachse 346 rotierbar. Dazu ist an dem Reinigungskopf 342 ein entsprechender Rotationsantrieb angeordnet (in Figur 12 nicht gezeigt).

Beabstandet zu der ersten Reinigungswalzeneinheit 344 ist an dem Reini gungskopf 342 eine zweite Walzeneinheit 348 angeordnet. Die zweite Walzen einheit ist um eine zweite Rotationsachse 350 rotierbar. Insbesondere ist sie über einen entsprechenden Rotationsantrieb rotatorisch angetrieben.

Der Reinigungskopf 342 und damit die Flächen-Reinigungsmaschine 340 ist über die erste Reinigungswalzeneinheit 344 und die zweite Reinigungswalzen einheit 348 auf der zu reinigenden Fläche 24 abgestützt.

Die zweite Walzeneinheit 348 ist beispielsweise als Kehrwalzeneinheit aus gebildet.

Es ist eine Befeuchtungseinrichtung 352 vorgesehen, über welche (min destens) der ersten Reinigungswalzeneinheit 344 Reinigungsflüssigkeit

(Frischwasser mit oder ohne einem Reinigungsmittel) zuführbar ist.

Die Befeuchtungseinrichtung 352 umfasst eine Tankeinrichtung 354 für Reini gungsflüssigkeit. Die Tankeinrichtung 354 ist an dem Reinigungskopf 342 an geordnet.

Der Tankeinrichtung 354 ist ein Durchflussbereich 356 zugeordnet. An dem Durchflussbereich 356 sitzt eine Sensoreinrichtung entsprechend der Sensor einrichtung 202. Es werden für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen ver wendet.

Von dem Durchflussbereich 356 führen eine oder mehrere Leitungen 358 zu einer Düseneinrichtung 360, mittels welcher die erste Reinigungswalzeneinheit 344 mit Reinigungsflüssigkeit beaufschlagbar ist.

Die Sensoreinrichtung 202 steht in signalwirksamer Verbindung mit einer Steuerungseinrichtung 362, welche der Steuerungseinrichtung 46 entspricht.

Über die Sensoreinrichtung 202 lässt sich bestimmen, ob die Tankeinrichtung 354 leer ist. Dies wird an einer Anzeigeeinrichtung 364 angezeigt, welche an dem Reinigungskopf 342 sitzt.

Es ist auch möglich, dass über die Steuerungseinrichtung 362 ein Sender 366 angesteuert ist, um beispielsweise einem mobilen Gerät 367 wie einem Smart-phone den Befüllungsgrad der Tankeinrichtung 354 für Reinigungsflüssigkeit anzuzeigen bzw. um eine Warnanzeige abzugeben.

An dem Reinigungskopf 342 sitzt ferner abnehmbar eine Tankeinrichtung 368 für Schmutzfluid. Schmutzfluid, welches von der ersten Reinigungswalzen einheit 344 abgelöst bzw. abgesaugt wird, wird in die Tankeinrichtung 368 eingekoppelt.

Grundsätzlich ist es auch möglich, dass beispielsweise Kehrgut über eine Rampe 370 in die Tankeinrichtung 368 befördert wird.

Der Tankeinrichtung 368 ist eine Sondeneinrichtung entsprechend der

Sondeneinrichtung 204 zugeordnet. Es ragen dabei mindestens zwei

Elektroden in einen Aufnahmeraum der Tankeinrichtung 368. Die entspre chende Sondeneinrichtung 204 ist mit der Steuerungseinrichtung 362 in fluid wirksamer Verbindung.

Es lässt sich dadurch der Befüllungsgrad der Tankeinrichtung 368 ermitteln, und es lässt sich insbesondere ermitteln, ob ein bestimmter Befüllungsgrad erreicht ist.

Am dem Reinigungskopf 342 sitzt eine Sensoreinrichtung entsprechend der Sensoreinrichtung 216 zur Ermittlung eines Verschmutzungsgrades der zu reinigenden Fläche 24. Wenn ein erhöhter bestimmter Verschmutzungsgrad detektiert wird, aktiviert die Steuerungseinrichtung 362 den Boost-Modus beziehungsweise den Kehr-Modus (über die Drehzahl-Einstellungseinrichtung 206).

Die Steuerungseinrichtung 362 ist signalwirksam mit einer Anzeigeeinrichtung 372 verbunden, wobei diese Anzeigeeinrichtung 372 der Sondeneinrichtung 310 zugeordnet ist. Die Anzeigeeinrichtung 372 ist an dem Reinigungskopf 342 angeordnet. Durch sie wird angezeigt (optisch und/oder akustisch), ob der bestimmte Befüllungsgrad für die Tankeinrichtung 368 erreicht ist.

Auch über den Sender 366 lässt sich ein entsprechendes Zustandssignal oder Warnsignal beispielsweise für ein Smartphone oder dergleichen initiieren.

Die Flächen-Reinigungsmaschine 340 wird beispielsweise abgestellt bzw. fährt zu einer Station (insbesondere Ladestation), wenn detektiert wird, dass die Tankeinrichtung 354 entleert ist, und/oder die Tankeinrichtung 368 ihren be-stimmten Befüllungsgrad erreicht hat.

Bezugszeichenliste

Flächen- Reinigungsmaschine

Reinigungskopf

Kopfkörper

Erste Reinigungswalzeneinheit

Zweite Reinigungswalzeneinheit Träger

Besatz

Zu reinigende Fläche

Erste Rotationsachse

Zweite Rotationsachse

Antriebseinrichtung

Erster Antriebsmotor

Zweiter Antriebsmotor

Erste Rotationsrichtung

Zweite Rotationsrichtung

Erster Bereich

Bereich

Zweiter Bereich

Steuerungseinrichtung

Erste Vorschubrichtung

Zweite Vorschubrichtung

Beleuchtungseinrichtung

Gelenk

Vorderfeld

Haltestabeinrichtung

Schwenkachse

Proximales Ende

Handgriff

Distales Ende

Batterieeinrichtung

Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit

Ventileinrichtung

Erstes Auslassmündungseinrichtung

Zweite Auslassmündungseinrichtung

Erstes Kehrelement

Zweites Kehrelement

Längsrichtung

Gebläseeinrichtung

Kanal

Kanal

Erste Einlassmündungseinrichtung

Zweite Einlassmündungseinrichtung

Tankeinrichtung für Schmutzfluid

Tankeinrichtung für Schmutzfluid

Erste Aufnahme

Zweite Aufnahme

Erste Einlassmündungseinrichtung

Zweite Einlassmündungseinrichtung

Erste Einlassmündungseinrichtung

Zweite Einlassmündungseinrichtung

Abstreifeinrichtung

Abstreifer

Abstreifer

Sensoreinrichtung

Sensor

Sensor

a Führungsrichtung

b Führungsrichtung

Verbindungsbereich

Verbindungsbereich

Schalteinrichtung

Flächen-Reinigungsmaschine (Zweites Ausführungsbeispiel) Gerätekörper

Reinigungskopf

Reinigungswalzeneinheit

Haltestabeinrichtung

Haltestab

Handgriff

Gebläseeinrichtung

Tankeinrichtung für Schmutzfluid

Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit Antriebseinrichtung

Antriebsmotor

Rotationsachse

Getriebeeinrichtung

Rotationsrichtung

Vorschubrichtung

Reinigungskopf

Erste Reinigungswalzeneinheit

Zweite Reinigungswalzeneinheit

Erste Rotationsachse

Erster Antriebsmotor

Zweiter Antriebsmotor

Zweite Rotationsachse

Dritte Reinigungswalzeneinheit

Dritter Antriebsmotor

Dritte Rotationsachse

Vierte Reinigungswalzeneinheit

Vierter Antriebsmotor

Vierte Rotationsachse

Antriebseinrichtung

Reinigungskopf

Erste Reinigungswalzeneinheit

Zweite Reinigungswalzeneinheit

Erster Antriebsmotor

Erste Rotationsachse

Zweiter Antriebsmotor

Zweite Rotationsachse

Dritte Reinigungswalzeneinheit

Dritter Antrieb

Dritte Rotationsachse

Sensoreinrichtung

Sondeneinrichtung

Drehzahl- Einstellungseinrichtung

Getriebeeinrichtung

Bedienungseinrichtung

Schalter

Bedienelement

Bedienelement

Sensoreinrichtung

Zuführmengen- Einstellungseinrichtung Doppelpfeil

Bedienelement

Anzeigeeinrichtung

Anzeigeeinrichtung

Anzeigeeinrichtung

Anzeigeeinrichtung

Sensoreinrichtung

Flächen-Reinigungsmaschine

Reinigungskopf

Erste Reinigungswalzeneinheit

Erste Rotationsachse

Zweite Walzeneinheit

Zweite Rotationsachse

Befeuchtungseinrichtung

Tankeinrichtung für Reinigungsflüssigkeit Durchflussbereich

Leitung

Düseneinrichtung

Steuerungseinrichtung

Anzeigeeinrichtung

Sender

Mobiles Gerät

Tankeinrichtung für Schmutzfluid Rampe

Anzeigeeinrichtung