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1. WO2020200668 - WARENDIEBSTAHLSICHERUNG, INSBESONDERE FÜR TEXTILPRODUKTE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Warendiebstahlsicherung, insbesondere für Textilprodukte

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Warendiebstahlsicherung, welche zur Anbringung an zu sichernden Waren, insbesondere Textilprodukten, eingerichtet ist, umfassend ein Gehäuse, und einen Verriegelungsmechanismus, welcher eine Nadel umfasst, wobei die Nadel zwischen einer Sicherungsstellung, in welcher sie mit der zu sichernden Ware eingreift, und einer Freigabestellung verstellbar ist, in welcher sie ein Lösen und Entfernen der Warendiebstahlsi-cherung von der zu sichernden Ware weg erlaubt.

Derartige Warendiebstahlsicherungen sind allgemeint bekannt und werden seit vielen Jahren bevorzugt im Bereich öffentlich zugänglicher Kaufhäuser eingesetzt, da sie einen hinreichenden Schutz in Bezug auf ein unautorisier-tes Entfernen von dort angebotenen Waren aus dem Kaufhaus oder aus einem darin begrenzten Verkaufsbereich heraus gewährleisten können. Hierzu werden in der Regel an sämtlichen Ein- bzw. Ausgängen des Kaufhauses bzw. jeweiliger darin begrenzter Verkaufsbereiche entsprechende Detektoreinheiten vorgesehen, welche dazu ausgelegt und bestimmt sind, ein akustisches und/oder visuelles Warnsignal auszugeben, wenn ein Kunde gesicherte Waren, an welchen eine derartige Warendiebstahlsicherung angebracht ist, ohne Befugnis, d.h. ohne diese vorher zu bezahlen, aus dem Kaufhaus bzw. dem Verkaufsbereich zu entfernen versucht.

Wird eine gattungsgemäße Warendiebstahlsicherung zur Sicherung von Textilprodukten eingesetzt, so umfassen derartige Warendiebstahlsicherungen häufig ein zweiteiliges Gehäuse, wobei zur Montage der Warendiebstahlsicherung an dem zu sichernden Textilprodukt meist ein erstes Gehäuseteil an einer Außenseite des Textilproduktes und ein zweites Gehäuseteil an einer entsprechenden Innenseite des Textil Produktes angebracht werden und im Anschluss daran der zwischen den beiden Gehäuseteilen befindliche Teil des Textilproduktes mit einer beispielsweise zuvor an einem der beiden Gehäuseteile angebrachten spitzen Nadel durchstochen wird, so dass die Nadel an dem jeweils anderen der beiden Gehäuseteile einrasten kann, wodurch das Textilprodukt und die beiden Gehäuseteile über die Nadel derart miteinander verbunden werden, dass die Warendiebstahlsicherung nicht mehr von der zu sichernden Ware entfernbar ist oder zumindest nicht ohne die zu sichernde Ware dabei wenigstens teilweise zu zerstören.

Zur Öffnung des Verriegelungsmechanismus einer derart an einem Textilprodukt angebrachten Warendiebstahlsicherung sind in der Regel im Service- bzw. Kassenbereich eines Kaufhauses entsprechende, meist nur vom Verkaufspersonal zu bedienende Entriegelungsvorrichtungen vorgesehen, welche beispielsweise magnetbasiert oder auf sonstige Weise mechanisch wirken und dazu ausgelegt und bestimmt sind, den Verriegelungsmechanismus der Warendiebstahlsicherung freizugeben, so dass die Nadel aus der Warendiebstahlsicherung entfernt und die beiden Gehäuseteile der Warendiebstahlsicherung wieder voneinander getrennt werden können. Die in ihre einzelnen Bestandteile zerlegten Warendiebstahlsicherungen werden im Anschluss häufig zunächst am Ort ihrer Zerlegung gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt andernorts wieder verwendet, indem sie an weiteren zu sichernden Waren in der vorstehend beschriebenen Art und Weise wieder angebracht werden.

Zu beachten ist dabei allerdings, dass insbesondere während eines Montage- und/oder Zerlegungsvorgangs derartiger Warendiebstahlsicherungen ein erhöhtes Verletzungsrisiko für das Verkaufspersonal auftreten kann, da die Handhabung einer Nadel, bei welcher es sich in der Regel um einen äußerst spitzen Gegenstand handelt, stets mit einem gewissen Verletzungsrisiko verbunden ist. Zudem kann es während der üblichen Vielzahl von Montage-und/oder Zerlegungsvorgängen ferner dazu kommen, dass die Nadel oder der die Nadel umfassende Gehäuseteil der Warendiebstahlsicherung unbemerkt auf den Boden fällt, so dass schließlich nicht nur für das Verkaufspersonal, sondern auch für Kunden ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht.

Zur Begegnung der vorstehend genannten Nachteile eines erhöhten Verletzungsrisikos und einer komplizierten Handhabung mehrteiliger Gehäuse sind in der Vergangenheit bereits Warendiebstahlsicherungen mit einteiligem Gehäuse vorgeschlagen worden, bei welchen die Nadel im geöffneten Zustand in einem an dem Gehäuse der Warendiebstahlsicherung vorgesehenen Auf-nahmeraum versenkt wird. Da jedoch in axialer Richtung der Nadel neben dem für die Versenkung der Nadel vorgesehenen Aufnahmeraum meist auch noch weitere Komponenten des Verriegelungsmechanismus vorgesehen sind, welche mit der Nadel Zusammenwirken, weisen solche Warendiebstahlsicherungen im Allgemeinen in axialer Richtung der Nadel Abmessun-gen in einer Größenordnung auf, welche insbesondere während einer Anprobe eines jeweiligen Textilproduktes als besonders störend empfunden werden und somit den gesamten Anprobe- und Verkaufsvorgang negativ beeinflussen können.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Warendiebstahlsicherung anzugeben, welche ein reduziertes Verletzungsrisiko und eine einfache Handhabung bei gleichzeitig kompakten Abmessungen bereitzustellen vermag.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Warendiebstahlsicherung der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher das Gehäuse eine im Wesentlichen flache Form mit einer Hauptebene aufweist, und der Verriegelungsmechanismus ferner ein an dem Gehäuse angebrachtes Nadelaufnahmeelement umfasst, an welchem die Nadel fest gehaltert ist und welches zur Überführung der Nadel von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung und von der Freigabestellung in die Sicherungsstellung entlang einer zu der Hauptebene des Gehäuses im Wesentlichen orthogonal verlaufenden Rieh-

tung verschiebbar ist, wobei das Nadelaufnahmeelement in der Sicherungsstellung der Nadel im Wesentlichen vollständig in dem Gehäuse untergebracht ist.

Da die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung ein Gehäuse mit einer im Wesentlichen flachen Form umfasst, kann zunächst sichergestellt werden, dass die Warendiebstahlsicherung in einer zu einer axialen Erstreckungsrichtung der Nadel im Wesentlichen parallel verlaufenden Richtung reduzierte Abmessungen aufweist. Wird die erfindungsgemäße Warendiebstahlsiche-rung beispielsweise an einem Textilprodukt angebracht, so kann als Folge hiervon sichergestellt werden, dass eine Anprobe dieses Textilproduktes durch einen Kunden nur noch in geringstem Maße durch die Warendiebstahlsicherung gestört wird. Aufgrund der Tatsache, dass der Verriegelungsmechanismus ferner ein an dem Gehäuse angebrachtes Nadelaufnah-meelement zur Aufnahme der Nadel umfasst, welches entlang einer zu der Hauptebene des Gehäuses der Warendiebstahlsicherung im Wesentlichen orthogonal verlaufenden Richtung verschiebbar ist und welches in der Sicherungsstellung der Nadel im Wesentlichen vollständig in dem Gehäuse untergebracht ist, kann zudem erreicht werden, dass in der axialen Erstreckungs-richtung der Nadel kein Aufnahmeraum vorgesehen zu werden braucht, welcher speziell zur Aufnahme der Nadel in der Freigabestellung eingerichtet ist. Vielmehr bewegt sich die Nadel erfindungsgemäß zusammen mit dem Nadelaufnahmeelement zwischen der Sicherungsstellung und der Freigabestellung. Die Erfinder haben hierbei erkannt, dass eine Minimierung der Abmes-sungen der Warendiebstahlsicherung in zur axialen Erstreckungsrichtung der Nadel im Wesentlichen parallel verlaufender Richtung insbesondere dann von besonderer Bedeutung ist, wenn sich die Warendiebstahlsicherung an der zu sichernden Ware befindet, d.h. die Nadel der Warendiebstahlsicherung die Sicherungsstellung eingenommen hat. Befindet sich die Nadel je-doch in ihrer Freigabestellung, so ist die Warendiebstahlsicherung in der Regel nicht an der zu sichernden Ware angebracht oder ist im Begriff von der zu sichernden Ware entfernt zu werden, so dass die Abmessungen der Wa-

rendiebstahlsicherung in zur axialen Erstreckungsrichtung der Nadel im Wesentlichen parallel verlaufender Richtung nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Hierbei ist es beispielsweise denkbar, bei einer Überführung der Nadel in ihre Freigabestellung das Nadelaufnahmeelement zusammen mit der Nadel in zur axialen Erstreckungsrichtung der Nadel im Wesentlichen parallel verlaufender Richtung nach außen aus dem Gehäuse heraus zu verschieben. Da des Weiteren das Nadelaufnahmeelement und die Nadel im Betrieb der Warendiebstahlsicherung vorzugsweise immer an dem Gehäuse angebracht bleiben, d.h. die Nadel und das Nadelaufnahmeelement nicht oder zumindest nicht ohne grobe Gewalt von der Warendiebstahlsicherung entfernbar sind, kann die Nadel und/oder das Nadelaufnahmeelement in der Regel weder unbemerkt auf den Boden fallen, noch muss die Nadel und/oder das Nadelaufnahmeelement als separates Bauteil gehandhabt werden, so dass die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung ein gegenüber be-kannten gattungsgemäßen Warendiebstahlsicherungen reduziertes Verletzungsrisiko aufweist. Schließlich weist die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung ferner die von einteilig ausgebildeten Warendiebstahlsicherungen bekannten Vorteile hinsichtlich einer schnellen und effizienten Handhabung während einer Montage an bzw. einer Demontage von zu sichernden Waren auf.

Damit ferner in besonderem Maße sichergestellt werden kann, dass die Warendiebstahlsicherung nicht unautorisiert, d.h. beispielsweise vor Abschluss eines Bezahlvorgangs geöffnet werden kann, wird erfindungsgemäß ferner vorgeschlagen, dass der Verriegelungsmechanismus ferner ein Verriegelungselement, vorzugsweise einen Schieber, umfasst, welches derart eingerichtet ist, dass es mit dem Nadelaufnahmeelement in eine lösbare Eingriffsverbindung bringbar ist, so dass die Nadel sicher in der Sicherungsstellung gehalten wird, und dass auf eine Betätigung durch ein mit diesem Verriege-lungselement wirkverbundenes Freigabeelement hin, die Eingriffsverbindung gelöst wird, so dass eine Verschiebung des Nadelaufnahmeelements und damit die Überführung der Nadel In die Freigabestellung erlaubt sind. Das Verriegelungselement kann dabei vorzugsweise in Richtung der Eingriffsverbindung, beispielsweise in eine Schließstellung, federvorgespannt sein.

Grundsätzlich kann das Freigabeelement als ein mechanisch und/oder moto-risch wirkendes Freigabeelement ausgebildet sein. Zur Realisierung einer besonders kompaktbauenden und dabei zuverlässigen Ausführungsform der Erfindung wird jedoch vorgeschlagen, dass das Freigabeelement wenigstens teilweise aus einer Formgedächtnislegierung hergestellt ist. Hierbei können beispielsweise thermisch und/oder magnetisch aktivierbare Formgedächtnis-legierungen zum Einsatz gebracht werden, welche vorzugsweise derart ausgelegt sind, dass sie einen Ruhe- bzw. Grundzustand, in welchem das Verriegelungselement verriegelt bleibt, so dass die Nadel sicher in der Sicherungsstellung gehalten wird, und einen Anregungszustand aufweisen, in welchem das Verriegelungselement derart betätigt wird, dass eine Verschiebung des Nadelaufnahmeelements und damit die Überführung der Nadel in die Freigabestellung erlaubt sind. Ist das Freigabeelement wenigstens teilweise aus einer thermisch aktivierbaren Formgedächtnislegierung hergestellt, kann die Aktivierung der Formgedächtnislegierung beispielsweise durch ein Aufbringen von elektrischer Energie, vorzugsweise durch ein Anlegen einer elektrischen Spannung, an der Formgedächtnislegierung selbst erfolgen.

Ist das Freigabeelement wenigstens teilweise aus einer thermisch aktivierbaren Formgedächtnislegierung hergestellt, ist darüber hinaus in Weiterbildung der Erfindung zu bevorzugen, dass das Verriegelungselement wenigstens teilweise aus einem Material hergestellt ist, welches eine Temperaturbeständigkeit von wenigstens 100°C, vorzugsweise von wenigstens 125°C, besonders bevorzugt von wenigstens 150 °C aufweist.

Zur Realisierung der zwischen dem Verriegelungselement und dem Na-delaufnahmeelement zu schaffenden Eingriffsverbindung in der Sicherungsstellung der Nadel wird gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zudem vorgeschlagen, dass das Verriegelungselement wenigstens ei- ne Vertiefung und/oder wenigstens einen Vorsprung aufweist, welche/welcher gegengeformt zu wenigstens einer entsprechenden Vertiefung und/oder wenigstens einem entsprechenden Vorsprung an dem Nadelaufnahmeelement ausgebildet ist. Hierbei kann das Verriegelungselement bei-spielsweise mit einem stiftartigen Vorsprung ausgestattet sein, der mit einer lochartigen Vertiefung an dem Nadelaufnahmeelement in Eingriff bringbar ist. Zur Bereitstellung einer stabileren Eingriffsverbindung ist jedoch zusätzlich oder alternativ auch denkbar, dass das Verriegelungselement mit einem halbkreisartig ausgeschnittenen Vorsprung versehen ist, welcher mit einer entsprechenden, vorzugsweise ringförmigen, Nut an dem Nadelaufnahmeelement in Eingriff gebracht werden kann. Soll jedoch eine besonders stabile Eingriffsverbindung zwischen dem Verriegelungselement und dem Nadelaufnahmeelement geschaffen werden, welche einer besonders hohen maximal zulässigen Krafteinwirkung standhält, so können an dem Verriegelungsele-ment eine Verzahnung und an dem Nadelaufnahmeelement eine entsprechende Gegenverzahnung ausgebildet sein. Die Verzahnung und die Gegenverzahnung können dabei vorzugsweise derart ausgestaltet sein, dass eine Bewegung des Nadelaufnahmeelements von der Freigabestellung in die Sicherungsstellung stets erlaubt ist, jedoch eine Bewegung des Nadelauf-nahmeelements von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung unterbunden ist, solange die Verzahnung und die Gegenverzahnung miteinander in Eingriff stehen.

In Weiterbildung dieser Ausführungsform der Erfindung ist es zudem denk-bar, dass das Nadelaufnahmeelement wenigstens eine weitere Vertiefung und/oder wenigstens einen weiteren Vorsprung aufweist, welcher dazu vorgesehen ist, gewünschtenfalls derart mit der wenigstens einen Vertiefung und/oder dem wenigstens einen Vorsprung des Verriegelungselements einzugreifen, dass die Nadel auch in der Freigabestellung blockiert werden kann.

Um die Warendiebstahlsicherung ausgehend von einem geöffneten Zustand, in welchem sich die Nadel in ihrer Freigabestellung befindet, besonders einfach in einen geschlossenen Zustand überführen zu können, wird gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, dass das Na-delaufnahmeelement ferner derart eingerichtet ist, dass es in der Freigabestellung der Nadel in der zur Hauptebene des Gehäuses im Wesentlichen orthogonal verlaufenden Richtung aus dem Gehäuse nach außen vorsteht und auf eine manuelle Betätigung einer Bedienungsperson hin, im Wesentlichen vollständig in dem Gehäuse unterbringbar ist, so dass die Nadel in die Sicherungsstellung überführt wird. Im Zusammenhang mit dieser Ausführungsform kann es zu dem vorteilhaft sein, wenn das Nadelaufnahmeelement an einer von einem freien Ende der Nadel abgewandten Seite im Wesentlichen knopfartig und/oder zylindrisch ausgebildet ist, um eine besonders komfortable Betätigung zu ermöglichen. Des Weiteren wird im Zusammen-hang mit dieser Ausführungsform vorgeschlagen, dass ein Abschnitt des Nadelaufnahmeelements, welcher für eine die Warendiebstahlsicherung handhabende Person nur dann sichtbar ist, wenn sich das Nadelaufnahmeelement und damit die Nadel in der Freigabestellung befinden, farblich von dem restlichen Gehäuse der Warendiebstahlsicherung abgesetzt ist, so dass schnell erkennbar ist, ob sich Warendiebstahlsicherung in einem verriegelten oder einem entriegelten Zustand befindet.

Um darüber hinaus, beispielsweise nach Abschluss eines Bezahlvorgangs der gesicherten Ware, ein besonders komfortables Öffnens der Warendieb-Stahlsicherung ermöglichen zu können, wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, dass das Nadelaufnahmeelement und damit die Nadel in Richtung der Freigabestellung, vorzugsweise mittels einer Feder, vorgespannt sind. Somit kann sichergestellt werden, dass das Nadelaufnahmeelement und damit die Nadel gewünschtenfalls ohne zusätzlichen Kraftauf-wand, beispielsweise durch in der Feder gespeicherte potentielle Energie, in seine Freigabestellung überführt werden können.

Für den Fall, dass die Warendiebstahlsicherung an der zu sichernden Ware angebracht ist, d.h. die Nadel mit der zu sichernden Ware eingreift, soll bestenfalls sichergestellt sein, dass sich die Warendiebstahlsicherung bei in Sicherungsstellung befindlicher Nadel nicht entfernen lässt, ohne die gesicher-te Ware dabei zu beschädigen. Handelt es sich bei der gesicherten Ware jedoch beispielsweise um ein Textil produkt, welches aus einem besonders reißfesten Material hergestellt ist, so besteht die Gefahr, dass die Nadel bei einem Ziehen der Warendiebstahlsicherung von der gesicherten Ware weg verbogen wird, was im ungünstigsten Falle dazu führen kann, dass die gesi-cherte Ware bei geschlossener Warendiebstahlsicherung entfernt wird. Um diesem Umstand zu begegnen, wird gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, dass das Gehäuse ferner eine Ausnehmung aufweist, welche dazu ausgelegt und bestimmt ist, ein freies Ende der Nadel aufzunehmen, wenn sich die Nadel in der Sicherungs-Stellung befindet, wobei die Ausnehmung vorzugsweise einen Einsatz aufweist, welcher weiter vorzugsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material ausgebildet ist. Als Folge hiervon kann die Nadel auch an ihrem freien, d.h. an dem von dem Nadelaufnahmeelement abgewandten Ende, sicher geführt und somit ein unbefugtes Entfernen der Warendiebstahlsicherung noch zu-verlässiger unterbunden werden. Der Einsatz kann dabei aus einem hochfesten Material, beispielsweise aus Metall hergestellt sein. Ist der Einsatz zudem auch elektrisch leitfähig, kann des Weiteren ein unbefugtes und/oder gewaltsames Öffnen detektiert werden, indem ein durch die Nadel und den Einsatz, mit dem die Nadel in ihrer Sicherungsstellung vorzugsweise in Kontaktberüh-rung steht, verlaufender Stromkreis bzw. dessen Unterbrechung überwacht und gewünschtenfalls ein Alarmsignal abgegeben wird.

Damit die Warendiebstahlsicherung grundsätzlich angenehm handhabbar und/oder auch ästhetischen Voraussetzungen im Zusammenhang mit be-stimmten zu sichernden Waren genügt, ist es zudem bevorzugt, dass das Gehäuse einen im Wesentlichen kreisförmigen und/oder ellipsenförmigen und/oder tropfenförmigen oder polygonartigen Umriss aufweist.

Damit die Warendiebstahlsicherung darüber hinaus einen ausreichenden Freiheitsgrad in Bezug auf verschiedene Anbringungsarten und/oder -orte an zu sichernden Waren aufweist, kann das Gehäuse ferner eine Aussparung aufweisen, welche sich vorzugsweise im Wesentlichen radial erstreckt, wobei die Aussparung dazu eingerichtet ist, wenigstens einen Teil der zu sichernden Ware aufzunehmen. Die Aussparung kann dabei beispielsweise die Form eines Einschnitts entlang einer zur Hauptebene des Gehäuses im Wesentlichen parallel verlaufenden Schnittebene sein. Vorzugsweise ist die Aussparung in zur Hauptebene des Gehäuses im Wesentlichen orthogonal verlaufender Erstreckungsrichtung jedoch nur so stark ausgeprägt ist, dass sie zwischen zwei Wandabschnitten des Gehäuses verläuft, welche sich oberhalb bzw. unterhalb der Hauptebene des Gehäuses befinden. Zudem kann die Aussparung eine vorbestimmte Erstreckung in radialer Richtung aufweisen, welche beispielsweise nur in etwa der Hälfte der radialen Erstreckung des Gehäuses oder weniger entspricht und/oder eine winkelmäßige Erstreckung aufweisen, welche vorzugsweise wenigstens 45°, weiter vorzugsweise wenigstens 90°, besonders bevorzugt wenigstens 180° aufweist.

In diesem Zusammenhang ist noch darauf hinzuweisen, dass das Nadelaufnahmeelement vorzugsweise im Bereich dieser Aussparung angeordnet ist, so dass die Nadel den darin aufgenommenen Teil der zu sichernden Ware durchstechen kann. Hinsichtlich der Positionierung des Nadelaufnahmeelements in Bezug auf die Aussparung sind dabei verschiedenste Varianten denkbar. Das Nadelaufnahmeelement kann beispielsweise mittig in Bezug auf die Aussparung oder aber auch an einem äußeren Randbereich der Aussparung positioniert sein.

Grundsätzlich ist es denkbar, der Warendiebstahlsicherung jegliche für den Betrieb erforderliche Energie von außen zuzuführen. Soll die Warendiebstahlsicherung jedoch auch autonom oder zumindest teilautonom wirken und/oder beispielsweise dazu in der Lage sein, sich ohne externe Energiezu- fuhr öffnen zu können oder sonstige Funktionen aufweisen, die eine regelmäßige Energiezufuhr erfordern, so wird bevorzugt, dass sie sie ferner eine Energiespeichereinheit, vorzugsweise eine Batterie und/oder einen Kondensator umfasst. Die Energiespeichereinheit kann dabei insbesondere in oder an dem Gehäuse der Warendiebstahlsicherung angeordnet sein und ist dabei vorzugsweise mehrfach aufladbar. Zur Verlängerung eines Austauschintervalls der Energiespeichereinheit kann an einer Außenseite des Gehäuses ferner eine Energierückgewinnungseinheit, beispielsweise in Form einer Solarzelle vorgesehen sein.

Zur Realisierung eines besonders komfortablen Öffnens der Warendiebstahlsicherung wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, dass sie ferner eine Signalempfangseinheit umfasst, wobei die Warendiebstahlsicherung dazu eingerichtet ist, auf einen Empfang eines Freigabeeinleitungssignals durch die Signalempfangseinheit hin, zu bewirken, dass die Nadel in die Freigabestellung überführt wird. Das Freigabeeinleitungssignal kann dabei zum öffnen von einer einzigen vorbestimmten Warendiebstahlsicherung und/oder zum Öffnen von mehreren vorbestimmten Warendiebstahlsicherungen vorgesehen sein. Das Freigabeeinleitungssignal ist dabei vorzugsweise ein verschlüsseltes Signal. Letzteres kann dabei insbesondere vor unerwünschten Manipulationsversuchen schützen und/oder einem unbefugten Öffnen der Warendiebstahlsicherung entgegenwirken.

Die Signalempfangseinheit kann dabei grundsätzlich derart eingerichtet sein, dass das Freigabeeinleitungssignal mittels einer drahtlosen Verbindung (z.B. WLAN, Bluetooth etc.) durch eine, vorzugsweise in der Nähe der Warendiebstahlsicherung angeordnete, zentrale Steuereinheit auf die zur Signalempfangseinheit übertragen werden kann. Es ist jedoch darüber hinaus auch denkbar, dass die Signalempfangseinheit dazu ausgelegt und bestimmt ist, Signale von einem mobilen Endgerät, vorzugsweise eines Kunden, zu empfangen. Auf diese Weise ist es zudem möglich, dass ein Kunde

ein Entfernen der Warendiebstahlsicherung von der gesicherten Ware selbstständig und ohne weitere Hilfe von zusätzlichem Verkaufspersonal durchführen kann.

Im Allgemeinen ist es zu bevorzugen, zur Signalübertragung einen Kommunikationsstandard einzusetzen, der eine Kompatibilität mit einer besonders großen Vielzahl solcher mobiler Endgeräte bereitstellt. Zudem kann es wünschenswert sein, verschlüsselte Signale zu verwenden, um eine besonders sichere Verbindung gewährleisten zu können. Des Weiteren ist es von Vor-teil, einen Kommunikationsstandard einzusetzen, der einen besonders geringen Energiebedarf erfordert, so dass beispielsweise eine Batterie der Warendiebstahlsicherung geschont werden kann. Hierbei stellt beispielsweise Bluetooth einen Kommunikationsstandard bereit, der sich zur Erfüllung dieser letztgenannten Forderungen besonders gut eignet.

Grundsätzlich muss jedoch die Signaleinheitsempfangseinheit nicht darauf beschränkt sein, lediglich Freigabeeinleitungssignale empfangen zu können. Sollen beispielsweise auch produktbezogene und/oder sonstige Informationen empfangen und auch über einen bestimmten und/oder unbestimmten Zeitraum auf der Warendiebstahlsicherung gespeichert werden können, so kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Warendiebstahlsicherung ferner eine Speichereinrichtung umfasst, wobei die Warendiebstahlsicherung vorzugsweise ferner dazu eingerichtet ist, ein Produktinformationssignal zu empfangen und auf der Speichereinrichtung zu speichern. Das Produktinformationssignal kann dabei produktbezogene und/oder sonstige Informationen wie beispielsweise einen Preis, insbesondere einen kundenindividuellen Preis, und/oder eine Artikel-/ Herstellerbezeichnung und/ oder eine Größeninformation und/oder eine Verfügbarkeitsinformation und/oder dergleichen weitere Informationen in Bezug auf die von der Warendiebstahlsicherung gesicherte Ware umfassen. In analoger Art und Weise kann auch das Produktinformationssignal beispielsweise mittels einer drahtlosen Verbindung ( z.B. WLAN, NFC, RFID, Bluetooth etc.) über eine, vorzugsweise in der Nähe der Warendiebstahlsicherung angeordnete, zentrale Steuereinheit auf die Warendiebstahlsicherung übertragen werden. Es ist jedoch auch hier denkbar, das Produktinformationssignal durch ein mobiles Endgerät, vorzugsweise eines Kunden, über die drahtlose Verbindung auf die Warendiebstahlsicherung übertragen. Handelt es sich bei dem mobilen Endgerät um ein mobiles Endgerät eines Kunden, so ist zudem möglich, einen dem jeweiligen Kunden individuell zugeordneten Preis auf die Warendiebstahlsicherung zu übertragen. Der Preis kann dabei durch eine auf dem mobilen Endgerät vorinstallierte und mit einem Warenverkaufssystem kom-munizierende Anwendung, beispielweise eine App bereitgestellt werden. Auf diese Weise ist es des Weiteren möglich, dass ein Kunde den gesamten Verkaufsvorgang, d.h. ein Bezahlen und ein Entfernen der Warendiebstahlsicherung von der gesicherten Ware selbstständig und ohne weitere Hilfe von zusätzlichem Verkaufspersonal durchführen kann.

Grundsätzlich kann die Warendiebstahlsicherung neben einer Signalempfangseinheit aber auch zusätzlich oder alternativ eine Signalsendeeinheit umfassen, welche vorzugsweise dazu eingerichtet ist, auf einen Produktinformationsanfragevorgang hin, das Produktinformationssignal an ein mobiles Endgerät zu senden. Der Produktinformationsanfragevorgang kann dabei sowohl ein Empfangen eines entsprechenden Anfragesignals als auch ein manuelles Betätigen der Warendiebstahlsicherung umfassen, wobei jeweils bewirkt wird, dass die Signalsendeeinheit das Produktinformationssignal über eine bestimmte Zeitdauer sendet.

Umfasst die Warendiebstahlsicherung sowohl eine Signalempfangseinheit als auch eine Signalsendeeinheit, so kann eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem mobilen Endgerät und der Warendiebstahlsicherung bereitgestellt werden. Hierbei ist es zudem denkbar, dass die Warendiebstahlsiche-rung von dem mobilen Endgerät geortet werden kann, während diese in Kommunikationsverbindung miteinander stehen. Somit kann beispielsweise ein Kunde in einfacher Weise zu einem von diesem gesuchten Produkt mit der daran angebrachten Warendiebstahlsicherung geführt werden. Dabei eignet sich beispielsweise wiederum Bluetooth als ein besonders zu bevorzugender Kommunikationsstandard.

Um dabei eine besonders gute Identifizierung- und/oder Ortungsfunktion der Warendiebstahlsicherung bereitstellen zu können, kann der Warendiebstahlsicherung ferner eine eindeutige Identifikationskennung, beispielsweise eine Identifikationsnummer, zugeordnet sein, welche vorzugsweise dazu vorgesehen ist, die von der Warendiebstahlsicherung gesicherte Ware zu identifi-zieren und gewünschtenfalls einen Standort der Warendiebstahlsicherung zu ermitteln. Die eindeutige Identifikationskennung kann dabei, vorzugsweise mittels Bluetooth, auf die Warendiebstahlsicherung übertragen und von einer Speichereinrichtung der Warendiebstahlsicherung gespeichert werden.

Damit die Warendiebstahlsicherung darüber hinaus besonders vielfältig ersetzbar ist, kann/können die Signalempfangseinheit und/oder die Signalsendeeinheit ferner dazu ausgelegt und bestimmt sein, mit mobilen Endgeräten, wie beispielsweise Smartphones und/ oder Tablet-PCs und/oder Smartwat-ches kommunizieren zu können.

Um darüber hinaus sicherstellen zu können, dass die Warendiebstahlsicherung nur durch autorisierte Personen bzw. nur dann entfernt wird, wenn die gesicherte Ware bereits bezahlt worden ist, wird in Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, dass sie ferner eine Alarmerzeugungseinrichtung um-fasst, welche dazu eingerichtet ist, als Reaktion auf einen Versuch eines unbefugten Entfernens der Warendiebstahlsicherung von der zur sichernden Ware weg, ein akustisches und/oder optisches Alarmsignal abzugeben. Die Alarmerzeugungseinrichtung kann dabei vorzugsweise derart eingerichtet sein, dass das Alarmsignal nur dann abgegeben wird, wenn sich der Verrie-gelungsmechanismus in dem verriegelten Zustand befindet. In Weiterbildung kann hierbei ferner vorgesehen sein, dass die Alarmerzeugungseinrichtung einen Freigabeton oder eine Freigabetonfolge abgibt, wenn eine Überführung der Nadel in die Freigabestellung erlaubt ist und/oder wenn die Nadel in die Freigabestellung überführt worden ist.

Um unerwünschte Manipulationsversuche an dem Gehäuse der Warendieb-Stahlsicherung und/oder dem Verriegelungsmechanismus, insbesondere der Nadel, der Warendiebstahlsicherung zuverlässig erfassen zu können, wird gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgeschlagen, dass sie ferner eine an dem Gehäuse angebrachte Sensoreinheit, beispielsweise eine Hall-Sensoreinheit, umfasst, welche dazu ausgelegt und bestimmt ist, eine Position und/oder eine Verschiebung der Nadel und/oder des Nadelaufnahmeelements zu erfassen, und/oder

dass sie ferner eine an einem innenliegenden Abschnitt des Gehäuses und/oder eine an einem außenliegenden Abschnitt des Gehäuses angebrachte Photodiode umfasst.

Die an einem außenliegenden Abschnitt des Gehäuses angeordnete Photodiode kann beispielsweise dabei helfen, zu erfassen, wenn die Warendiebstahlsicherung zusammen mit der gesicherten Ware in eine sogenannte „Boosterbag“, d.h. in eine mit einer Aluminiumfolie verkleidete Tüte, gepackt wird, welche dazu vorgesehen sind, die Warendiebstahlsicherung zusammen mit der gesicherten Ware unbemerkt, d.h. ohne, dass ein Alarmsignal durch eine Detektoreinheit abgegeben wird, an der Detektoreinheit eines Kaufhauses vorbeizuführen. Dies wird möglich, indem der von der an einem außenliegenden Abschnitt des Gehäuses angebrachten Photodiode erfasste Hel-ligkeitswert überwacht wird, welcher in für einen Fachmann bekannter Weise beispielsweise aus einem Photostrom und/oder einer Photospannung ermittelbar ist. Umfasst die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung ferner die vorstehend erläuterte Alarmerzeugungseinrichtung, so kann die an einem außenliegenden Abschnitt des Gehäuses angebrachte Photodiode mit der Alarmerzeugungseinrichtung wirkverbunden sein und die Alarmerzeugungsvorrichtung vorzugsweise ferner dazu eingerichtet sein, genau dann das Alarmsignal abzugeben, wenn der von der an einem außenliegenden Ab-

schnitt des Gehäuses angebrachten Photodiode erfasste Helligkeitswert einen vorbestimmten Grenzwert unterschreitet.

In ähnlicher Weise kann die an einem innenliegenden Abschnitt des Gehäu-ses angebrachte Photodiode dabei helfen, beispielsweise zu erkennen, wenn das Gehäuse gewaltsam geöffnet wird, in dem der von der an einem innenliegenden Abschnitt des Gehäuses angebrachten Photodiode erfasste Helligkeitswert überwacht wird. Umfasst die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung ferner die vorstehend erläuterte Alarmerzeugungseinrichtung, so kann die an einem innenliegenden Abschnitt des Gehäuses angebrachte Photodiode mit der Alarmerzeugungseinrichtung wirkverbunden sein und die Alarmerzeugungsvorrichtung vorzugsweise ferner dazu eingerichtet sein, genau dann das Alarmsignal abzugeben, wenn der von der an einem innenliegenden Abschnitt des Gehäuses angebrachten Photodiode erfasste Hel-ligkeitswert einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.

Um darüber hinaus in einfacher Art und Weise anzeigen zu können, ob sich die Warendiebstahlsicherung in einem betriebsbereiten Zustand und/oder einem verriegelten Zustand und/oder einem entriegelten Zustand befindet und/oder ob möglicherweise ein Störfall der Warendiebstahlsicherung vorliegt und/ oder ob ggf. eine Batterie der Warendiebstahlsicherung aufgeladen werden muss, so kann die Warendiebstahlsicherung ferner eine Anzeigeeinrichtung, beispielsweise ein Display und/oder eine LED-Lichtquelle umfassen, welche an einer äußeren Fläche des Gehäuses vorgesehen ist.

Bei dem Display kann es sich beispielsweise um ein sogenanntes„E-Paper-Display“ bzw. ein„E-Ink-Display“, handeln. Auf dem Display sind vorzugsweise auch die vorstehend erläuterten Produktinformationen anzeigbar. Es versteht sich jedoch von selbst, dass an dem Gehäuse der Warendiebstahlsicherung auch grundsätzlich lediglich ein Barcode oder eine sonstige ID an-gebracht werden können.

Die LED-Lichtquelle kann beispielsweise als eine ein- oder mehrfarbige LED-Lichtquelle ausgeführt sein. In diesem Zusammenhang ist es zudem denkbar, dass das Gehäuse vorzugsweise mit einem lichtdurchlässigen Textil bespannt ist, welches durch die LED-Lichtquelle beleuchtet werden kann. Zu-sätzlich oder alternativ ist es auch denkbar, dass eine derartige LED-Lichtquelle an dem Nadelaufnahmeelement vorgesehen ist.

Nachzutragen ist noch, dass die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung ferner ein Sicherungselement, beispielsweise ein sogenanntes elektro-nisches Artikelsicherungs-Element (kurz: EAS-Element), umfassen kann, welches dazu eingerichtet ist, mit einem, vorzugsweise elektronischen, Artikelsicherungssystem zusammenzuwirken. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass dann, wenn ein Kunde gesicherte Ware, an welcher die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung angebracht ist, ohne Befugnis, d.h. ohne diese vorher zu bezahlen, aus einem Kaufhaus bzw. einem Verkaufsbereich zu entfernen versucht, ein vorzugsweise akustisches und/oder visuelles, Alarmsignal ausgegeben wird. Die Ausgabe des Alarmsignals kann beispielsweise genau dann geschehen, wenn die Warendiebstahlsicherung an einer dem elektronischen Artikelsicherungssystem zugeordneten Detek-toreinheit vorbeigeführt wird. Das Alarmsignal kann dabei an der Detektoreinheit selbst und/oder an der Warendiebstahlsicherung ausgegeben werden, wobei hierzu gewünschtenfalls eine entsprechende Alarmeinrichtung vorzusehen ist, welche zur Abgabe des Alarmsignals eingerichtet ist. Das EAS-Element kann dabei alternativ oder ergänzend von beispielsweise ei-nem RFID-, Bluetooth- und/oder WLAN-Chipmodul unterstützt werden, welches vorzugsweise dazu eingerichtet ist, die Warendiebstahlsicherung eindeutig identifizieren zu können.

Um darüber hinaus auch sicherstellen zu können, dass ein Kunde nach ei-nem Bezahlen der Ware und einem von diesem selbständig durchgeführten Entfernen der Warendiebstahlsicherung, letztere nicht unbemerkt aus dem Verkaufsbereich entfernen kann, ist es zudem denkbar, dass das Alarmsig- nal auch dann ausgegeben wird, wenn der Kunde die von der Warendiebstahlsicherung gesicherte Ware bereits bezahlt hat. Somit kann grundsätzlich gewährleistet werden, dass die Warendiebstahlsicherungen mehrfach verwendet werden und nicht etwa von Kunden unbemerkt und / oder versehentlich mitgeführt werden können.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden. Es stellen dar:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Warendiebstahlsicherung in einem verriegelten Zustand,

Figuren 2a und 2b je eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Warendiebstahlsicherung in einem verriegelten (2a) bzw. einem entriegelten (2b) Zustand,

Figur 3 eine schematische Schnittansicht des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Warendiebstahlsicherung, zur Erläuterung der Funktionsweise des Verriegelungsmechanismus, und

Figur 4 eine schematische Schnittansicht eines Teils einer alternativen Ausführungsform des Verriegelungsmechanismus aus Figur 3.

In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung ganz allgemein mit 100 bezeichnet. Die Warendiebstahlsicherung 100 umfasst ein Gehäuse 102, welches in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine obere Gehäusehälfte 102a und eine untere Gehäusehälfte 102b aufweist. Des Weiteren umfasst die Warendiebstahlsicherung 100 einen Verriegelungsmechanismus 104, von welchem in Fig. 1 jedoch nur das Nadelaufnahmeelement 106 erkennbar ist, welches an der oberen Gehäusehälfte 102a verschiebbar angebracht ist. Der Verriegelungsmechanismus 104 befindet sich in Fig. 1 in einem verriegelten Zustand, was daran zu erkennen, dass das Nadelaufnahmeelement 106, im Wesentlichen vollständig in der oberen Gehäusehälfte 102a untergebracht ist. Der Verriegelungsmechanismus 104 wird mit Bezug auf die Figuren 2 bis 4 noch näher erläutert werden. Zur Aufnahme eines in Fig. 1 nicht dargestellten Teils einer zu sichernden Ware, beispielsweise eines Teils eines Textil Produktes, umfasst die Warendiebstahlsicherung ferner eine Aussparung 108, welche sich im Wesentlichen radial erstreckt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Aussparung dabei die Form eines Einschnitts entlang einer zu einer Hauptebene des Gehäuses 102 im Wesentlichen parallel verlaufenden Schnittebene auf. Schließlich ist in Fig. 1 noch eine an einer Außenfläche der oberen Gehäusehälfte 102a angeordnete LED-Lichtquelle 1 10 zu erkennen, welche als eine farbige LED Lichtquelle ausgeführt sein kann, und beispielsweise dazu eingerichtet ist, einen Status der Warendiebstahlsicherung 100 anzuzeigen. So kann die LED-Lichtquelle 1 10 beispielsweise rot aufleuchten, wenn sich die Warendiebstahlsicherung 100 in einem verriegelten Zustand befindet, während hingegen sie beispielsweise grün aufleuchten kann, wenn sich die Warendiebstahlsicherung 100 in einem entriegelten Zustand befindet.

Figur 2a zeigt die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung 100 aus Figur 1 , jedoch aus einer anderen Perspektive. Wie in der Figur 2a ferner zu erkennen ist, umfasst der Verriegelungsmechanismus 104 eine an dem Nadelaufnahmeelement 106 angebrachte Nadel 1 12. In der Figur 2a befindet sich die Nadel 1 12 in einer Sicherungsstellung, in welcher sie den Teil einer zu sichernden Ware, beispielsweise den Teil eines Textilproduktes, welcher in der Aussparung 108 aufgenommen ist, derart durchsticht, dass die Warendiebstahlsicherung 100 sicher mit der zu sichernden Ware verbindbar ist. Solange sich die Nadel 1 12 in der Sicherungsstellung befindet, können die zu sichernde Ware und die Warendiebstahlsicherung 100 folglich nicht von- einander getrennt werden bzw. zumindest nicht, ohne die zu sichernde Ware dabei zumindest teilweise zu zerstören.

Figur 2b zeigt nun die erfindungsgemäße Warendiebstahlsicherung 100, aus Figur 2a, nachdem diese in einen entriegelten Zustand überführt worden ist. Zur Überführung der Warendiebstahlsicherung 100 von dem in Figur 2a dargestellten verriegelten Zustand in den in Figur 2b dargestellten entriegelten Zustand, wird das verschiebbar an der oberen Gehäusehälfte 102a angebrachte Nadelaufnahmeelement 106, vorzugsweise unterstützt durch eine in der oberen Gehäusehälfte 102 untergebrachte und mit dem Nadelaufnahmeelement 106 verbundene Feder, in der in Figur 2b angedeuteten Öffnungsrichtung O aus dem Gehäuse 102 heraus bewegt, so dass es in einer zu einer Hauptebene des Gehäuses 102 im Wesentlichen orthogonal verlaufenden Richtung aus dem Gehäuse 102 heraus steht. Dies führt dazu, dass die fest mit dem Nadelaufnahmeelement 106 verbundene Nadel 1 12 derart angehoben wird, dass die Aussparung 108 im Wesentlichen vollständig freigegeben wird. In Figur 2b befindet sich die Nadel 1 12 folglich in einer Freigabestellung, in weicher ein Lösen und Entfernen der Warendiebstahlsicherung 100 von der zu sichernden Ware weg erlaubt ist. In der Freigabestellung ist die die Nadel 1 12 vorzugsweise vollständig innerhalb der oberen Gehäusehälfte 102a untergebracht, so dass ein mögliches Verhaken der zu sichernden Ware an einem spitzen Ende der Nadel 1 12 beim Entfernen der Warendiebstahlsicherung 100 unterbunden wird.

Soll die Warendiebstahlsicherung 100 von dem in der Figur 2b dargestellten entriegelten Zustand wieder in den in der Figur 2a dargestellten verriegelten Zustand überführt werden, so kann dies beispielsweise dadurch geschehen, dass das Nadelaufnahmeelement 106 durch eine manuelle Betätigung gemäß einer in Figur 2b angedeuteten Schließrichtung S wieder im Wesentli-chen vollständig in der oberen Gehäusehälfte 102a versenkt wird, so dass die mit dem Nadelaufnahmeelement 106 verbundene Nadel 1 12 wiederum

die in der Figur 2a dargestellte Sicherungsstellung einnimmt und vorzugsweise in dieser verrastet.

Mit Bezug auf Figur 3, welche eine schematische Schnittansicht des Ausfüh-rungsbeispiels der erfindungsgemäßen Warendiebstahlsicherung 100 zeigt, soll nun die Funktionsweise des Verriegelungsmechanismus 104 näher erläutert werden. Um sicherstellen zu können, dass das Nadelaufnahmeelement 106 und damit die Nadel 1 12 in dem verriegelten Zustand der Warendiebstahlsicherung 100 sicher in der Sicherungsstellung gehalten werden können, umfasst der Verriegelungsmechanismus 104 ferner einen Schieber 1 14, welcher axial verschiebbar in der oberen Gehäusehälfte 102a angeordnet und dazu eingerichtet ist, mit einer an dem Nadelaufnahmeelement 106 vorgesehenen Nut 106a einzugreifen. Der Schieber 1 14 ist dabei mittels einer Feder 1 16 in Richtung der Nut 106a vorgespannt, so dass der Schieber 1 14 mit seinem freien Ende 1 14a mit der Nut 106a verrasten kann, sobald das Nadelaufnahmeelement 106 seine hier dargestellte Verriegelungsstellung eingenommen hat. Zur Öffnung der Warendiebstahlsicherung 100 ist der Schieber 1 14 ferner mit einem Freigabeelement 1 18 verbunden, welches in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als ein aus einer Formgedächtnis-legierung hergestellter Draht 1 18 ausgebildet ist. Der Draht 1 18 ist wiederum mit einer Chipeinheit 120 verbunden. Wird der Draht 1 18 durch die Chipeinheit 120, beispielsweise durch Anlegen einer elektrischen Spannung, erwärmt, zieht er sich zusammen, so dass der Schieber 1 14 in Richtung der Chipeinheit 120 und aus der Nut 106a heraus bewegt wird. Sobald der Schieber 1 14 und das Nadelaufnahmeelement 106 außer Eingriff gebracht worden sind, kann sich somit das Nadelaufnahmeelement 106 nach oben aus der oberen Gehäusehälfte 102a heraus bewegen, wodurch die Nadel 1 12 in ihre Freigabestellung überführt wird.

Die für die Erwärmung des Drahtes 1 18 erforderliche Energie kann dabei beispielsweise durch eine FIG. 3 nicht dargestellte Batterie bereitgestellt werden, welche in die Chipeinheit 120 integriert und/oder mit dieser wirkver- bunden und ebenfalls in dem Gehäuse 102 untergebracht sein kann. Die Bewegung des Nadelaufnahmeelements 106 aus der oberen Gehäusehälfte 102a heraus kann dabei durch eine Feder 122 unterstützt werden. Die Feder 122 kann dabei an ihrem unteren Ende fest mit der oberen Gehäusehälfte 102a und an ihrem oberen Ende fest dem Nadelaufnahmeelement 106 verbunden sein, so dass ein Herausfallen des verschiebbar in der oberen Gehäusehälfte 102a angebrachten Nadelaufnahmeelements 106 verhindert werden kann. Nachdem die Erwärmung des Drahtes 118 wieder beendet wird, kann der Schieber 114 wieder unterstützt durch die Feder 116 in Richtung des Nadelaufnahmeelements 106 bewegt werden.

Solange sich die Nadel 112 in der Freigabestellung befindet, kann der Schieber 114 dabei an einer äußeren Wand 106b des Nadelaufnahmeelements 106 in Anlage bleiben. Sobald das Nadelaufnahmeelement 106 zur Überführung der Nadel 112 in ihre Sicherungsstellung wiederum in der oberen Gehäusehälfte 102a versenkt wird, kann sich der Schieber 114 unterstützt durch die Feder 116 schließlich wieder in die Nut 106a bewegen und derart mit dieser eingreifen, dass das Nadelaufnahmeelement 106 und damit die Nadel 112 sicher in der Sicherungsstellung gehalten werden.

Alternativ kann unterhalb der Nut 106a auch eine in Fig. 3 nicht dargestellte weitere Nut vorgesehen sein, welche bezüglich ihrer Form im Wesentlichen der Nut 106a entsprechen kann. Die weitere Nut kann dabei dazu vorgesehen sein, dass das Nadelaufnahmeelement 106 und damit die Nadel 112 auch in der Freigabestellung gesperrt werden können, indem sich der Schieber 114 unterstützt durch die Feder 116 in die weitere Nut bewegt, sobald die Erwärmung des Drahtes 118 wieder beendet wird. Folglich können das Nadelaufnahmeelement 106 und die Nadel 112 erst dann wieder in die Sicherungsstellung überführt werden, wenn der Draht 118 erneut erwärmt und der Schieber 114 wieder aus der weiteren Nut herausbewegt wird.

Nachzutragen ist noch, dass an der unteren Gehäusehälfte 102b ferner eine Ausnehmung 124 vorgesehen sein kann, welche dazu ausgelegt ist, ein freies Ende der Nadel 112 aufzunehmen, wenn sich die Nadel 112 in der Sicherungsstellung befindet. Die Ausnehmung 124 kann dabei mit einem elektrisch leitfähigen Einsatz 126 versehen sein. Der Einsatz 126 kann dabei wiederum in elektrisch leitender Weise mit der Chipeinheit 120 verbunden sein, was in FIG. 3 lediglich schematisch mittels einer gestrichelten Linie angedeutet ist. Ist darüber hinaus auch die Nadel 112 über das Nadelaufnahmeelement 106, den Schieber 114 und den Draht 118 mit der Chipeinheit 120 verbunden, so entsteht ein geschlossener Stromkreis, wenn sich die Nadel 112 in ihrer Sicherungsstellung, d.h. in Kontaktberührung mit dem elektrisch leitfähigen Einsatz 126 der Ausnehmung 124 befindet. Als Folge hiervon wird es möglich, mittels der Chipeinheit 120 zu erfassen, ob sich die Nadel 112 in ihrer Sicherungsstellung befindet oder nicht. Zudem kann die Chipeinheit 120 ferner eine Alarmerzeugungseinrichtung umfassen, welche auf der Chipeinheit 120 oder an einer geeigneten Stelle in oder an dem Gehäuse 102 angeordnet sein kann, so dass dann, wenn die Nadel 112 unbefugt und/oder gewaltsam geöffnet wird ein Alarmsignal abgegeben werden kann.

Um auch Manipulationsversuchen am Gehäuse 102 selbst entgegenwirken zu können, kann die Chipeinheit 120 zudem ferner mit einer in dem Gehäuse 102 untergebrachten Photodiode 128 wirkverbunden sein, so dass erfasst werden kann, wenn die Gehäusehälften 102a und 102b unbefugt voneinander getrennt werden, woraufhin ebenfalls ein entsprechendes Alarmsignal durch die Alarmerzeugungseinrichtung abgegeben werden kann.

Zusätzlich oder alternativ kann die Chipeinheit 120 auch mit einer außenliegenden Photodiode 130 wirkverbunden sein, um erfassen zu können, wenn die Warendiebstahlsicherung 100 zusammen mit der gesicherten Ware unbefugt in eine„Boosterbag“, d.h. in eine mit einer Aluminiumfolie verkleidete Tüte, gepackt wird, woraufhin wiederum das entsprechende Alarmsignal durch die Alarmerzeugungseinrichtung abgegeben werden kann.

Es ist zudem auch denkbar, dass die Warendiebstahlsicherung 100 eine Sensoreinheit 132, beispielsweise eine Hall-Sensoreinheit, umfasst, welche ebenfalls mit der Chipeinheit 120 wirkverbunden und dazu ausgelegt und bestimmt ist, eine Position und/oder eine Verschiebung der Nadel 112 zu erfassen. Auf diese Weise kann ebenfalls eine unbefugte Verschiebung und/oder Manipulation der Nadel erfasst und das entsprechende Alarmsignal durch die Alarmerzeugungseinrichtung abgegeben werden.

Die Chipeinheit 120 kann darüber hinaus mit einer Signalempfangseinheit und/oder einer Signalsendeeinheit ausgestattet sein, welche dazu eingerichtet ist/sind, vorzugweise mit einem mobilen Endgerät eines Kunden zu kommunizieren. So ist es beispielsweise möglich, dass die Chipeinheit 120 die Erwärmung des Drahtes 118 erst nach einem Empfangen eines Freigabeein-leitungssignals durch die in der Chipeinheit 120 umfasste Signalempfangseinheit veranlasst. Das Freigabeeinleitungssignal wird dabei vorzugsweise erst dann durch das mobile Endgerät an die Signalempfangseinheit gesendet, wenn der Kunde einen Bezahlvorgang erfolgreich abgeschlossen hat.

Schließlich kann die Chipeinheit 120 ferner eine vorzugsweise in diese integrierte Speichereinheit aufweisen, welche dazu eingerichtet ist, unter anderem Produktinformationen in Bezug auf die zu sichernde Ware zu speichern. Zur Anzeige dieser Produktinformationen kann die Warendiebstahlsicherung 100 ferner ein in Fig. 1 lediglich schematisch angedeutetes Display 134 um-fassen, welches vorzugsweise an einer äußeren Fläche der oberen Gehäusehälfte 102a angeordnet sein kann.

Nachzutragen ist noch, dass die Warendiebstahlsicherung 100 ferner ein in nicht dargestelltes elektronisches Artikelsicherungs-Element (kurz: EAS-Element), umfassen kann, welches vorzugsweise ebenfalls in dem Gehäuse 102 untergebracht und dazu eingerichtet ist, mit einem ebenfalls nicht dargestellten elektronischen Artikelsicherungssystem zusammenzuwirken, so dass dann, wenn ein Kunde gesicherte Ware, an welcher die Warendiebstahlsicherung 100 angebracht ist, ohne Befugnis, beispielsweise aus einem Kaufhaus zu entfernen versucht, das Alarmsignal ausgegeben wird, sobald die Ware an einer dem elektronischen Artikelsicherungssystem zugeordneten Detektoreinheit vorbeigeführt wird.

Fig. 4 zeigt schließlich eine schematische Schnittansicht eines Teils einer alternativen Ausführungsform des Verriegelungsmechanismus 104 aus Fig. 3. Der alternative Verriegelungsmechanismus 104‘ umfasst einen Schieber 114‘, an welchem eine Verzahnung 114a‘ ausgebildet ist. Die Verzahnung 114a‘ ist dazu vorgesehen, mit einer entsprechenden Gegenverzahnung eines in Fig. 4 nicht dargestellten Nadelaufnahmeelements einzugreifen. Dieses Nadelaufnahmeelement kann im Wesentlichen dem Nadelaufnahmeelement 106 aus Fig. 3 entsprechen, jedoch ist die Nut 106a durch die entsprechende Gegenverzahnung zu ersetzen. Der Schieber 114‘ ist verschiebbar in einem, vorzugsweise fest in dem Gehäuse 102 montierten, Führungselement 115' angeordnet, was in Fig. 4 mit einem Doppelpfeil angedeutet ist. Zur Bewegung des Schiebers 114‘ umfasst der Verriegelungsmechanismus 104‘ ferner einen Draht 118‘, welcher ebenfalls aus einer Formgedächtnislegierung hergestellt ist. Der Draht 118‘ weist einen Plus- sowie einen Minuspol auf und läuft derart durch den Schieber 114' hindurch bzw. ist derart mit diesem wirkverbunden, dass eine Verkürzung des Drahtes 118‘ zu einer Verschiebung des Schiebers 114‘ innerhalb des Führungselements 115‘ in Richtung des Plus- bzw. des Minuspols führt. Der Schieber 114‘ kann dabei entlang seiner Verschiebungsrichtung zusätzlich an einer Führung 115a‘ des Führungselements 115‘ geführt sein. Als Folge hiervon werden die Verzahnung 114a‘ des Schiebers 114‘ und die entsprechende Gegenverzahnung an dem Nadelaufnahmeelement außer Eingriff gebracht, woraufhin das Nadelaufnahmeelement zusammen mit der Nadel in der vorstehend beschriebenen Weise bewegt werden können und damit die Warendiebstahlsicherung geöffnet werden kann. Zur Steuerung der Erwärmung und damit der Verkürzung des Drahtes 118‘ kann der Draht 118‘ in analoger Weise mit der Chipeinheit 120 verbunden sein. Nachdem die Erwärmung des Drahtes 118‘ wieder beendet wird, kann der Schieber 114‘ wiederum unterstützt durch eine Feder 116‘, welche sich einenends an dem Schieber 114‘ und an-dernends an dem Führungselement 115‘ abstützt, zurück in seine Aus-gangsposition bewegt werden, in welcher die Verzahnung 114a‘ mit der entsprechenden Gegenverzahnung des Nadelaufnahmeelements verrasten kann. Dabei ist noch zu erwähnen, dass die Verzahnung 114a‘ im dargestellten Ausführungsbeispiel derart ausgebildet ist, dass eine Bewegung des mit dieser Verzahnung zusammenwirkenden Nadelaufnahmeelements ausge-hend von der Freigabestellung in die Sicherungsstellung (in Fig. 4 nach unten) stets erlaubt ist, während hingegen eine Bewegung des mit dieser Verzahnung zusammenwirkenden Nadelaufnahmeelements ausgehend von der Sicherungsstellung in die Freigabestellung (in Fig. 4 nach oben) nur dann erlaubt ist, wenn die Verzahnung 114a‘ und die entsprechende Gegenver-zahnung außer Eingriff gebracht sind, d.h. der Schieber 114‘ in Richtung des Plus- bzw. des Minuspols verschoben ist.