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1. WO2020193536 - MEHRKOMPONENTENSYSTEM UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES MEHRKOMPONENTENSYSTEMS

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Ansprüche

1. Mehrkomponentensystem mit wenigstens einem ersten Stoff und mit wenigstens einem zweiten Stoff, wobei das Mehrkomponentensystem aktivierbar ist, wobei der erste Stoff und der zweite Stoff in mehreren Stoffportionen vorliegt, wobei die ersten Stoffportionen mit wenigstens einer ersten funktionellen Gruppe (R2) ausgebildet und einem ersten Linker (L1) versehen sind und wobei die zweiten Stoffportionen mit wenigstens einer zweiten funktionellen Gruppe (R21) ausgebildet und einem zweiten Linker (L2) versehen sind, wobei die erste funktionelle Gruppe (R2) über eine vordefinierte Wechselwirkung mit der zweiten funktionellen Gruppe (R21) reagiert und diese miteinander verbindet und wobei der Abstand der funktionellen Gruppen zu der jeweiligen Stoffportion durch den jeweiligen Linker (L) bestimmt ist.

2. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der erste Linker (L1) länger als der zweite Linker (L2) ist oder umgekehrt.

3. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Stoffportionen und die zweiten Stoffportionen sich dahingehend unterscheiden, dass die ersten Stoffportionen mit einer größeren Anzahl an Stoffportionen verbunden sind bzw. verbindbar sind als die zweiten Stoffportionen oder umgekehrt.

4. Mehrkomponentensystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die funktionellen Gruppen (R) homogen oder heterogen ausgebildet sind.

5. Mehrkomponentensystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Stoffportionen eine im Wesentlichen identische Größe aufweisen und/oder dass die zweiten Stoffportionen eine im Wesentlichen identische Größe aufweisen.

6 Mehrkomponentensystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Stoffportionen und die zweiten Stoffportionen eine unterschiedliche Größe aufweisen

7, Mehrkomponentensystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mehrkomponentensystem eine Netzwerkstruktur mit Zwischenräumen aufweist, wobei die Netzwerkstruktur von Stoffportionen des ersten Stoffes ausgebildet ist, wobei in den Zwischenräumen zumindest abschnittsweise Je wenigstens eine Stoffportion des zweiten Stoffes angeordnet ist.

8 Mehrkomponentensystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stoffportion des ersten Stoffes und/oder des zweiten Stoffes in einer Kapsel (K), insbesondere einer Nanokapset und/oder Mikrokapsel angeordnet ist.

9. Mehrkomponentensystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kapsel (K1) für den ersten Stoff eine andere Größe aufweist als eine Kapsel (K2) für den zweiten Stoff, insbesondere wobei die Kapsel (Kl) für den ersten Stoff größer ist als die Kapsel (K2) für den zweiten Stoff.

10. Mehrkomponentensystem nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapseln (K1 ) für den ersten Stoff eine identische Größe aufweisen.

11 Mehrkomponentensystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung des Mehrkomponentensystems durch wenigstens eine Änderung von Druck, pH-Wert, UV-Strahlung, Osmose, Temperatur,

Lichtintensität, -Feuchtigkeit oder dergleichen erfolgt.

12. Mehrkomponentensystem nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stoff und der zweite Stoff Bestandteile eines Mehrkomponentenklebstoffes, insbesondere Zweikomponentenklebstoffes, sind.

13. Verfahren zur Herstellung eines Mehrkomponentensystems mit wenigstens einem ersten Stoff und mit wenigstens einem zweiten Stoff, wobei der erste Stoff und der zweite Stoff in mehreren Stoffportionen vorliegt, wobei das

Mehrkomponentensystem aktivierbar ist, umfassend die folgenden Schritte;

- die ersten Stoffportionen werden mit wenigstens einer ersten funktionellen Gruppe ausgebildet (R2) und mit einem ersten Linker (L1) versehen,

- die zweiten Stoffportionen werden mit wenigstens einer zweiten funktioneilen Gruppe (R21) ausgebildet und mit einem zweiten Linker (L2) versehen,

- die erste funktionelle Gruppe (R2) reagiert über eine vordefinierte Wechselwirkung mit der zweiten funktionellen Gruppe (R21), so dass diese miteinander verbunden werden, und

der Abstand der funktionellen Gruppen (R2, R21) zu der jeweiligen Stoffportion wird durch den jeweiligen Linker (L) bestimmt.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Stoffportionen mit wenigstens einer dritten funktionellen Gruppe (R1) ausgebildet und mit einem dritten Linker (L3) versehen sind, wobei die dritte funktioneile Gruppe (R1) jeweils wenigstens eine Schutzgruppe (SG) aufweist, so dass an die Stoffportionen des ersten Stoffes nur entsprechend funktionalisierte Stoffportionen des ersten Stoffes binden können, und wobei das Verfahren weiter wenigstens den Schritt umfasst, dass die Schutzgruppen (SG) zunächst vorliegen und erst dann entfernt werden, wenn die ersten Stoffportionen mittels der dritten funktionellen Gruppen (R1) miteinander verbunden werden sollen.

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Mehrkomponentensystem ein Mehrkomponentensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12 ist.