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1. WO2020187536 - FAHRZEUGEINRICHTUNG ZUM ELEKTRISCHEN VERBINDEN EINES KRAFTFAHRZEUGS MIT EINER STATIONÄREN LADESTATION, KRAFTFAHRZEUG UND LADESYSTEM

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Beschreibung

Titel

Fahrzeugeinrichtung zum elektrischen Verbinden eines Kraftfahrzeugs mit einer stationären Ladestation, Kraftfahrzeug und Ladesystem

Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugeinrichtung zum elektrischen Verbinden eines Kraftfahrzeugs mit einer stationären Ladestation, wobei die Fahrzeugeinrichtung zumindest zwei Anschlüsse für jeweils ein Anschlusselement, insbesondere Ladestecker, der Ladestation aufweist, wobei die Anschlüsse und die

Kontaktelemente dazu ausgebildet sind, zumindest eine elektrische Verbindung zwischen der Ladevorrichtung und der Ladestation durch Kuppeln eines der Kontaktelemente mit einem der Anschlüsse herzustellen.

Weiterhin betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug mit einer derartigen

Fahrzeugeinrichtung sowie ein Ladesystem mit einer derartigen

Fahrzeugeinrichtung.

Stand der Technik

Fahrzeugeinrichtungen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt. Um unterschiedliche Ladevorgänge oder das Aufladen eines elektrischen Energiespeichers eines Kraftfahrzeugs an unterschiedlichen Ladestationen zu ermöglichen, weisen Fahrzeuge, die elektrisch antreibbar sind, häufig eine Fahrzeugeinrichtung auf, die zwei insbesondere unterschiedliche Anschlüsse zur Kupplung mit einer Ladestation umfasst. An jeden der

Anschlüsse kann ein Kontaktelement der Ladestation gekuppelt werden, um eine elektrische Verbindung von dem Fahrzeug zu der Ladestation herzustellen. Üblicherweise weisen die Kontaktelemente neben der oder den stromführenden Leitungen auch einen Masseleiter oder Schutzleiter auf (PE-Leiter), der ebenfalls mit dem Ladesystem des Kraftfahrzeugs durch die Kupplung elektrisch

verbunden wird. Es ist bekannt, mittels des Schutzleiters die Funktionsfähigkeit der (elektrischen) Kupplung zu überwachen. Weist eine Ladestation zwei Kontaktelemente auf, so sind diese häufig für unterschiedliche Stromleistungen ausgelegt, sodass sie auch unterschiedliche oder zumindest eigene Schutzleiter aufweisen, die für die zu erwartenden Ströme bemessen sind. Sobald jedoch zumindest zwei Anschlüsse der Fahrzeugeinrichtung mit jeweils einem

Kontaktelement der Ladestation gekuppelt sind, kann eine Überwachung des jeweiligen Schutzleiters nicht mehr sichergestellt werden, da diese sowohl an der Fahrzeugmasse als auch an der Erde zusammengeführt werden und aufgrund ihrer Schutzfunktion sehr niederohmig sind.

Offenbarung der Erfindung

Die erfindungsgemäße Fahrzeugeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, dass ein gleichzeitiges Kuppeln von zwei Kontaktelementen mit jeweils einem Anschluss der Fahrzeugeinrichtung nicht möglich ist, wodurch das oben genannte Problem nicht auftreten kann. Erfindungsgemäß weist hierzu die Fahrzeugeinrichtung eine Verriegelungseinrichtung auf, die das Kuppeln eines Kontaktelements mit einem der Anschlüsse in dem Fall verhindert, in welchem der andere der Anschlüsse mit einem Kontaktelement bereits gekuppelt ist. Sobald also einer der Anschlüsse durch ein Kontaktelement bereits belegt ist, verhindert die Verriegelungseinrichtung, dass an dem anderen Anschluss ein weiteres Kontaktelement angekuppelt werden kann. Die

Verriegelungseinrichtung ist dazu insbesondere mechanisch wirkend

ausgebildet, um das gleichzeitige Kuppeln von zwei Kontaktelementen an der Fahrzeugeinrichtung zu verhindern. Dadurch ist es einfach und kostengünstig gewährleistet, dass eine Überprüfung der Schutzleiters und damit eines jeweiligen Ladevorgangs dauerhaft gewährleistet bleibt. Vorzugsweise sind die Anschlüsse als Steckdosen ausgebildet, um die insbesondere als Kontaktstecker ausgebildeten Kontaktelemente formschlüssig, sicher und robust aufnehmen zu können. Insbesondere sind die Anschlüsse nebeneinander und parallel zueinander ausgerichtet. Alternativ sind die Anschlüsse unterschiedlich zueinander ausgerichtet und beispielsweise an unterschiedlichen Seiten des Kraftfahrzeugs angeordnet.

Vorzugsweise ist die Verriegelungseinrichtung durch eine Anordnung der Anschlüsse zueinander derart gebildet, dass sich die Anschlüsse bereichsweise überschneiden oder überlappen, sodass stets nur ein Kontaktelement mit einem der Anschlüsse kuppelbar ist. Die Anschlüsse sind somit derart dicht beieinander angeordnet, dass dann, wenn eines der Anschlusselemente mit einem

Kontaktelement gekuppelt ist, dieses Kontaktelement durch seine Form und Anordnung es verhindert, dass ein weiteres Kontaktelement an dem

verbleibenden Anschluss gekuppelt werden kann. Dadurch ist eine einfache und kostengünstige Lösung zur Verriegelung des verbleibenden Anschlusses geboten.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die

Verriegelungseinrichtung zumindest eine verlagerbare Abdeckung auf. Die Abdeckung ist insbesondere in den Bereich eines der Anschlüsse bewegbar, sodass durch die Abdeckung formschlüssig das Kuppeln eines Kontaktelements an diesem Anschluss verhindert ist.

Besonders bevorzugt ist die Abdeckung derart verschiebbar gelagert, dass sie stets entweder in den einen der Anschlüsse oder den anderen der Anschlüsse verdeckt. Durch die Abdeckung ist es somit nicht möglich, beide Anschlüsse gleichzeitig freizugeben. Für den Fall, dass die Anschlüsse nebeneinander angeordnet sind, kann die Abdeckung somit entweder über den einen oder den anderen Anschluss geschoben werden, um den anderen oder den einen

Anschluss freizugeben und den einen oder anderen Anschluss zu verdecken. Dadurch ist ein einfaches und sicheres Verriegeln der Fahrzeugeinrichtung zum Verhindern des Mehrfachkuppeins geboten.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die

Verriegelungseinrichtung für jeden der Anschlüsse eine eigene verlagerbare Abdeckung auf, wobei die Abdeckungen vorzugsweise derart miteinander gekoppelt sind, dass die eine Abdeckung einen der Anschlüsse verdeckt, während die andere Abdeckung den anderen der Anschlüsse freigibt, und umgekehrt. Die Abdeckungen sind somit miteinander insbesondere

zwangsgekoppelt, sodass durch die Bewegung der einen Abdeckung die andere Abdeckung mitbewegt wird. Wird die eine Abdeckung von einer Freigabestellung in eine Verriegelungsstellung bewegt, so wird dadurch die andere Abdeckung von der Verriegelungsstellung in die Freigabestellung bewegt, und umgekehrt. Hierdurch ist eine einfache Kopplung der Abdeckungen und eine sichere Verrieglung der Fahrzeugeinrichtung gewährleistet.

Vorzugsweise sind die Abdeckungen durch ein Gelenk miteinander mechanisch gekoppelt. Dies hat den Vorteil, dass die Anschlüsse nicht direkt nebeneinander angeordnet oder parallel zueinander ausgerichtet sein müssen. Vielmehr erlaubt dies auch eine beabstandete und unterschiedlich ausgerichtete Anordnung der Anschlüsse zueinander, wobei die Abdeckungen dann mechanisch durch das Gelenk oder insbesondere eine Gelenkverbindung mit einem oder mehreren Gelenken miteinander gekoppelt sind, um die oben genannte Funktion zu erfüllen.

Weiterhin weist die Verriegelungseinrichtung vorzugsweise zumindest ein verlagerbares Verriegelungselement auf, das wahlweise mit der einen

Abdeckung oder mit der anderen Abdeckung zum Verriegeln der jeweiligen Abdeckung in der den zugeordneten Anschluss verdeckenden Stellung zusammenwirkt. Durch das Verlagern des Verriegelungselements wird dieses somit in eine Verriegelungsposition mit einer der Abdeckungen gebracht, um diese in der verdeckenden Stellung beziehungsweise verriegelnden Stellung zu halten. Dadurch ist ein unbefugtes Öffnen der Abdeckung, wenn ein anderer Anschluss bereits mit einem Kontaktelement gekuppelt ist, sicher verhindert.

Vorzugsweise weist die Verriegelungseinrichtung für jede der Abdeckungen jeweils ein verlagerbares Verriegelungselement auf oder ein

Verriegelungselement für beide Abdeckungen. Ist jeweils ein

Verriegelungselement für jede Abdeckung vorhanden, so werden diese unabhängig voneinander angesteuert beziehungsweise verlagert, um die jeweilige Abdeckung zu verriegeln und in der Geschlossenposition zu halten. Ist nur ein Verriegelungselement vorhanden, so ist dies von einer ersten Position, in welcher das Verriegelungselement eine der Abdeckungen freigibt und in die andere verriegelt, in eine zweite Stellung bewegbar, in welcher es die andere Abdeckung freigibt und die eine verriegelt. Durch beide Varianten wird das Mehrfachkuppeln vorteilhaft verhindert.

Zum Verlagern des jeweiligen Verriegelungselements ist diesem jeweils bevorzugt ein ansteuerbarer Aktuator zugeordnet. Der Aktuator ist beispielsweise pneumatisch, hydraulisch und/oder elektromotorisch oder elektromagnetisch arbeitend ausgebildet. Alternativ wird der Aktuator durch die Abdeckungen selbst gebildet, sodass eine manuelle Betätigung des Verriegelungselements beim Verlagern einer der Abdeckungen erfolgt. Hierzu ist das Verriegelungselement mechanisch mit den Abdeckungen gekoppelt.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die

Verriegelungseinrichtung außerdem zumindest ein Steuergerät auf, das dazu hergerichtet ist, die Aktuatoren zu betätigen beziehungsweise anzusteuern. Hierdurch ist eine sichere und einfache Bedienung der Verriegelungseinrichtung, insbesondere der Aktuatoren, gewährleistet.

Vorzugsweise ist jedem Anschluss zumindest eine Sensoreinrichtung zum Erfassen einer erfolgten Kupplung des zugeordneten Anschlusses mit einem Kontaktelement einer Ladestation zugeordnet. Die Sensoreinrichtung ist zweckmäßigerweise mit dem Steuergerät gekoppelt, sodass das Steuergerät in Abhängigkeit von den von der Sensoreinrichtung erfassten Daten die

Verriegelungseinrichtung ansteuert. Durch die Sensoreinrichtung ist das erfolgreiche Kuppeln beziehungsweise das Vorhandensein einer elektrischen Kupplung zwischen einem Anschluss und einem Kontaktelement vorteilhaft erfassbar. Insbesondere weist dazu die jeweilige Sensoreinrichtung einen optischen, kapazitiven, elektrischen, elektromagnetischen oder berührenden Sensor auf, um das Vorhandensein eines Kontaktelements an dem betroffenen Anschluss zu ertasten. Vorzugsweise ist die Sensoreinrichtung in das

Steuergerät integriert, welches den Ladevorgang überwacht und/oder durchführt. Sobald eine elektrische Kupplung zwischen Anschluss und Kontaktelement stattgefunden hat, ist dies durch eine Überwachung der elektrischen

Verbindungsleitungen des Anschlusses ohnehin erfassbar, sodass auf ein separates Sensorelement auch verzichtet werden kann. Vielmehr wird beispielsweise die elektrische Spannung und/oder der elektrische Strom an zumindest einem elektrischen Anschlusskontakt des jeweiligen Anschlusses überwacht, um ein erfolgtes Kuppeln zu erkennen.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die

Verriegelungseinrichtung für jeden Anschluss jeweils ein verlagerbares

Verriegelungselement auf, das derart ausgebildet und angeordnet ist, dass es in einer Freigabestellung das Kuppeln eines Kontaktelements mit einem der Anschlüsse erlaubt und in einer Verriegelungsstellung ein mit einem Anschluss gekuppeltes Kontaktelement an dem Anschluss verriegelt oder das Kuppeln eines Kontaktelements mit dem zugeordneten Anschluss verhindert. Das Verriegelungselement dient somit einerseits als Abdeckung des zugeordneten Anschluss, um das Kuppeln eines Kontaktelements an diesem Anschluss zu verhindern, oder als Halteelement, das ein mit diesem Anschluss gekuppeltes Kontaktelement an dem Anschluss zumindest für die Dauer des Ladevorgangs hält, sodass ein unbefugtes Entfernen des Kontaktelements vor Beenden des Ladevorgangs verhindert ist. Nur in der Freigabestellung ist das Kuppeln oder Entkuppeln des Kontaktelements ermöglicht. Hierdurch wird die

Betriebssicherheit und der Schutz vor unbefugten Handlungen verbessert.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist dieses

Verriegelungselement quer zu einer Kuppelrichtung von Kontaktelement und Anschluss verlagerbar, um in der Verriegelungsstellung im Bewegungsweg des Kontaktelements zu liegen, wodurch ein Kuppeln des Kontaktelements mit dem Anschluss verhindert ist, oder in eine Verriegelungsaussparung des

Kontaktelements formschlüssig einzugreifen, um das Kontaktelement an dem Anschluss zu verriegeln beziehungsweise zu halten. Es ergeben sich dadurch die oben genannten Vorteile.

Das erfindungsgemäße Ladesystem zeichnet sich durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Fahrzeugeinrichtung aus. Es ergeben sich hierdurch die bereits genannten Vorteile.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug zeichnet sich durch die erfindungsgemäße Fahrzeugeinrichtung aus. Es ergeben sich dadurch die bereits genannten Vorteile.

Weitere Vorteile und bevorzugte Merkmale und Merkmalskombinationen ergeben sich insbesondere aus dem zuvor Beschriebenen sowie aus den Ansprüchen.

Im Folgenden soll die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Dazu zeigen

Figur 1 ein Ladesystem für ein elektrisch betreibbares Kraftfahrzeug gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

Figur 2 eine Fahrzeugeinrichtung des Ladesystems gemäß einem

zweiten Ausführungsbeispiel,

Figur 3 ein drittes Ausführungsbeispiel der Fahrzeugeinrichtung,

Figur 4 ein viertes Ausführungsbeispiel der Fahrzeugeinrichtung und

Figur 5 ein fünftes Ausführungsbeispiel der Fahrzeugeinrichtung, jeweils in einer vereinfachten Darstellung.

Figur 1 zeigt in einer vereinfachten Darstellung ein Ladesystem 1 für ein

Kraftfahrzeug 2. Das Kraftfahrzeug 2 weist zumindest eine elektrische

Antriebsmaschine auf, welcher ein hier nicht gezeigter Energiespeicher mit einer Ladevorrichtung zugeordnet ist. Die Ladevorrichtung weist eine

Fahrzeugeinrichtung mit zumindest zwei Anschlüssen 4 und 5 auf, die als Steckeraufnahmen ausgebildet sind und jeweils zur Aufnahme eines

Kontaktsteckers einer Ladestation ausgebildet und elektrisch mit der

Ladevorrichtung verbunden sind.

Das Ladesystem 1 weist weiterhin eine Ladestation 6 auf, die beispielsweise mit dem lokalen Stromversorgungsnetz sowie mit einem Masseanschluss 7 verbunden ist. Die Ladestation 6 weist zwei Kontaktelemente 8 und 9 auf, die vorliegend als Kontaktstecker ausgebildet sind. Die Anschlüsse 4, 5 einerseits und die Kontaktelemente 8, 9 andererseits können jeweils gleich ausgebildet sein. Vorliegend sind sie jedoch bevorzugt unterschiedlich ausgebildet und dienen zur Durchführung unterschiedlicher Ladevorgänge. So dienen der

Anschluss 4 und das Kontaktelement 8 beispielsweise zur Durchführung eines schonenden Ladevorgangs und der Anschluss 5 und das Kontaktelement 9 zur Durchführung eines Schnellladevorgangs. Der Anschluss 4 ist somit mit dem Kontaktelement 8 und der Anschluss 5 mit dem Kontaktelement 9 kuppelbar, um eine elektrische Verbindung der Ladevorrichtung 3 zu der Ladestation 6 herzustellen.

Die Kontaktelemente 8, 9 sind vorzugsweise durch verformbare

beziehungsweise flexible Kabel mit der Ladestation 6 verbunden, sodass sie vom Benutzer einfach zu dem jeweiligen Anschluss 4, 5 herangeführt werden können. Durch das Kabel und das jeweilige Kontaktelement 8, 9 führt jeweils eine elektrische Leitung, insbesondere zumindest eine Masseleitung beziehungsweise Schutzleitung PE1 beziehungsweise PE2, wie sie in Figur 1 gezeigt ist. Bei der Kupplung des jeweiligen Kontaktelements 8, 9 mit dem zugehörigen Anschluss 4, 5 erfolgt eine elektrische Verbindung zu einer dortigen Schutzleitung, die mit der Fahrzeugmasse verbunden ist. Die Schutzleitungen werden im Betrieb überwacht, um zu gewährleisten, dass keine Fehlfunktion während eines

Leitervorgangs auftreten. Durch die vorteilhafte Verriegelungseinrichtung 10 wird gewährleistet, dass stets nur eine Schutzleitung mit dem Kraftfahrzeug 2 kuppelbar ist, wodurch eine robuste und dauerhafte Überwachung des

Ladevorgangs sicher gewährleistet ist.

Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Anschlüsse 4 und 5 nah beieinander nebeneinander angeordnet und parallel zueinander ausgerichtet, sodass sie von der gleichen Seite des Kraftfahrzeugs 2 aus zugängig sind. Die Fahrzeugeinrichtung 2 weist eine Verriegelungseinrichtung 10 auf, die dazu ausgebildet ist, ein gleichzeitiges Kuppeln der Kontaktelemente 8, 9 mit den Anschlüssen 4, 5 zu verhindern. Die Verriegelungseinrichtung 10 sorgt somit dafür, dass stets nur eines der Kontaktelemente 8, 9 mit einem Anschlüsse 4, 5 gekuppelt ist.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel von Figur 1 weist dazu die

Verriegelungseinrichtung 10 eine verschiebbar gelagerte Abdeckung 11 auf. Die Abdeckung 11 ist dabei beispielsweise an einem Gehäuse 12 der

Fahrzeugeinrichtung 2 in einer Ebene quer zur Kuppelrichtung verschiebbar

gelagert, wie durch einen Doppelpfeil 13 angezeigt. Dabei ist Abdeckung 11 derart gelagert, dass sie vor den Anschluss 4 und vor den Anschluss 5 verschiebbar ist. Dabei ist die Abdeckung 11 derart groß ausgebildet und gelagert, dass sie stets nur einen der Anschlüsse 4, 5 freigeben kann. Dabei ist der Verschiebeweg der Abdeckung 11 derart begrenzt, dass sie stets im

Zugangsbereich eines der Anschlüsse 4, 5 liegt. Durch Verschieben der

Abdeckung 11 ist somit der Anschluss 4 oder der Anschluss 5 abdeckbar und damit verriegelbar, sodass eine Kupplung mit dem dazu passenden

Kontaktelement 8, 9 verhindert ist.

Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Fahrzeugeinrichtung 2 in einer vereinfachten Draufsicht auf die Anschlüsse 4, 5. Anstelle der verschiebbaren Abdeckung 11 zeichnet sich die Verriegelungseinrichtung 10 nunmehr dadurch aus, dass sich die Anschlüsse 4, 5 in einem Bereich 14 überschneiden, wie in Figur 2 durch die einander überschneidenden beziehungsweise überlappenden Innenkonturen der Anschlüsse 4, 5 gezeigt. Dabei zeigen die in Figur 2 gezeichneten Kreise vereinfacht die Innenwandkontur der jeweiligen

Steckeraufnahme. Durch die Überschneidung im Bereich 14 wird gewährleistet, dass jeweils nur einer der Anschlussstecker beziehungsweise der

Kontaktelemente 8, 9 mit einem der Anschlüsse 4, 5 verbindbar ist. Ist beispielsweise, wie in Figur 1 gezeigt, das Kontaktelement 9 mit dem Anschluss 5 verbunden, der entsprechende Anschlussstecker also in die Steckeraufnahme eingesteckt, ragt der Anschlussstecker auch in dem Bereich des

danebenliegenden Anschlusses 4 hinein, sodass dadurch das Einstecken eines weiteren Anschlusssteckers, insbesondere des Kontaktelements 8, formschlüssig durch das Kontaktelement 9 selbst verhindert ist.

Figur 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das sich von dem

Ausführungsbeispiel von Figur 1 dadurch unterscheidet, dass die

Verriegelungseinrichtung 10 zwei Abdeckungen 15 und 16 aufweist, die miteinander gekoppelt sind. Jede der Abdeckungen 15, 16 ist jeweils einem der Anschlüsse 4, 5 zugeordnet, um diesen freizugeben oder zu verschließen. Durch die Kopplung der Abdeckungen 15, 16 wird jedoch erreicht, dass dann, wenn die eine Abdeckung 15 den Anschluss 4 verdeckt beziehungsweise verriegelt, die andere Abdeckung 16 den anderen Anschluss 5 freigibt, wie in Figur 3 gezeigt.

Wird die Abdeckung 15 in die Freigabeposition verlagert, so wird durch die Kopplung die Abdeckung 16 in die Verriegelungsposition zum Anschluss 5 verlagert. Die Abdeckungen 15, 16 sind dazu beispielsweise fest oder durch ein Gelenk derart miteinander verbunden, dass die Abdeckungen beide gleichzeitig in die Geschlossenstellung zum Verdecken beider Anschlüsse 4, 5 verbingbar sind, jedoch stets nur eins in die Freigabestellung bewegbar ist.

Figur 4 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der Fahrzeugeinrichtung 2, das sich von dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel dadurch unterscheidet, dass die Abdeckungen 15, 16 unabhängig voneinander bewegbar sind, und dass den Abdeckungen 15, 16 ein bewegliches beziehungsweise verlagerbares

Verriegelungselement 17 zugeordnet ist. Dem Verriegelungselement 17 ist ein Aktuator 18 zugeordnet, der beispielsweise pneumatisch, hydraulisch, elektromotorisch und/oder elektromagnetisch ausgebildet ist, um das

Verriegelungselement 17 zu verlagern. Dabei ist das Verriegelungselement 17 von einer ersten Stellung, wie sie in Figur 4 gezeigt ist, verlagerbar, in welcher das Verriegelungselement 17 mit der Abdeckung 15 in Eingriff steht, um diese in der Geschlossenstellung zu arretieren, in eine Stellung, wie sie durch gestrichelte Linien in Figur 4 gezeigt ist, in welcher sie Abdeckung 2 in der

Geschlossenstellung arretiert. Je nachdem, in welcher Stellung sich das

Verriegelungselement 17 befindet, ist somit die Abdeckung 15 oder die

Abdeckung 16 öffenbar. Auch hierdurch ist gewährleistet, dass stets nur eines der Kontaktelemente 8, 9 mit einer der Anschlüsse 4, 5 koppelbar ist.

Optional ist das Verriegelungselement 17 durch Benutzer nur oder auch manuell verlagerbar, um die eine oder die andere Abdeckung freizugeben. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn, wie in dem Ausführungsbeispiel gezeigt, die Anschlüsse 4,5 nah beieinander angeordnet sind. Ist jedoch der Aktuator 18 vorhanden, so ist dieser vorzugsweise mit einem Steuergerät 19 der

Fahrzeugeinrichtung 2 oder des Kraftfahrzeugs verbunden, welches außerdem mit jeweils einer den Anschlüssen 4 und 5 zugeordneten Sensorvorrichtung 20 beziehungsweise 21 verbunden ist oder eine solche aufweist. Die

Sensoreinrichtungen 20, 21 sind dazu ausgebildet, ein erfolgtes Kuppel eines Kontaktelements 8,9 mit einem der Anschlüsse 4,5 zu erfassen. Wird ein Kuppeln erfasst, so steuert das Steuergerät 19 den Aktuator 17 dazu an, die

Abdeckung des anderen Anschlusses 4,5 zu verriegeln, um zu verhindern, dass ein weiterer Kuppelvorgang vorgenommen wird. Diese Variante ist insbesondere auch dann von Vorteil, wenn die Anschlüsse 4,5, nicht wie in dem

Ausgangsbeispiel gezeigt, nebeneinander an einer Fahrzeugseite angeordnet sind, sondern beispielsweise an unterschiedlichen Fahrzeugseiten gemäß einem weiteren, jedoch nicht dargestellten Ausführungsbeispiel. Dabei ist dann bevorzugt jedem der Anschlüsse 4,5 jeweils ein Verriegelungselement 17 zum Verriegeln oder Freigeben der jeweiligen Abdeckung 15,16 zugeordnet.

Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das sich von dem

vorhergehenden Ausführungsbeispiel dadurch unterscheidet, dass jedem der Anschlüsse 4,5 jeweils ein verlagerbares Verriegelungselement 17 mit einem zugehörigen Aktuator 18 zugeordnet ist. Durch den jeweiligen Aktuator 18 ist das jeweilige Verriegelungselement 17 derart verlagerbar, dass es entweder den jeweiligen Anschluss 4,5 bereichsweise verdeckt, sodass ein Kuppeln mit dem zugehörigen Kontaktelement 8,9 verhindert ist, oder freigibt, sodass ein

Kuppelvorgang erfolgen kann. Darüber hinaus ist das Verriegelungselement 17 jeweils derart ausgebildet, dass es nach einem erfolgten Kuppelvorgang das gekuppelte Kontaktelement 8 oder 9 an dem Anschluss 4 oder 5 aritiert, wie im Ausführungsbeispiel von Figur 5 für das Kontaktelement 9 gezeigt. Dazu weist das Kontaktelement 9 zweckmäßigerweise eine Vertiefung 22 auf, in welche das zugeordnete Verriegelungselement 17 eingreifen kann, um das Kontaktelement 9 an der Fahrzeugeinrichtung 2 beziehungsweise an den gekuppelten Anschluss 5 oder 4 zu erhalten. Die Verriegelungselemente 17 sind dazu seitlich zur

Kuppelrichtung durch den jeweiligen Aktuator 18 verlagerbar.

Wie auch im vorherigen Ausführungsbeispiel sind die Aktuatoren mit dem Steuergerät 19 signaltechnisch verbunden, sodass durch dieses die Ansteuerung der Verriegelungselemente 17 vorgenommen wird, insbesondere in Abhängigkeit von den Daten der Sensoreinrichtungen 20 und 21. Auch diese Variante eignet sich für das Ausführungsbeispiel, bei welchem die Anschlüsse 4,5 nicht nebeneinander, sondern beabstandet zueinander und insbesondere an unterschiedlichen Seiten des Kraftfahrzeugs, also auch unterschiedlich ausgerichtet sind.

Die Sensoreinrichtungen 20, 21 müssen nicht, wie in den Figuren dargestellt, direkt dem jeweiligen Anschluss physisch zugeordnet sein. Vielmehr können die Sensoreinrichtungen 20, 21 auch in dem Steuergerät 19 oder einem den Ladevorgang überwachenden oder durchführenden Steuergerät ausgebildet sein. Beispielsweise sind die Sensoreinrichtungen 20, 21 dazu ausgebildet, die

Veränderung eines elektrischen Stroms oder einer elektrischen Spannung an einem der Anschlüsse 4, 5 zu überwachen, um in Abhängigkeit von einer erfassten Spannungs- und/oder Stromänderung auf das Erfolgtsein einer elektrischen Kupplung mit der Ladestation, insbesondere mit einem der Kontaktelemente 8, 9, zu erkennen.