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1. WO2020182474 - VERFAHREN ZUM FÄRBEN VON KERATINISCHEM MATERIAL, UMFASSEND DIE ANWENDUNG VON EINER SILICIUMORGANISCHEN VERBINDUNG, EINER FARBGEBENDEN VERBINDUNG UND EINER MISCHUNG AUS SILIKONEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentanmeldung

Verfahren zum Färben von keratinischem Material, umfassend die Anwendung von einer siliciumorganischen Verbindung, einer farbgebenden Verbindung und einer Mischung aus Silikonen

Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren zum Färben von keratinischem Material, insbesondere von menschlichen Haaren, welches die Anwendung von drei verschiedenen Mitteln (a), (b) und (c) umfasst. Das Mittel (a) enthält mindestens eine organische Siliciumverbindung. Das Mittel (b) enthält mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe. Kennzeichnend für das Mittel (c) ist eine Mischung aus ausgewählten Silikonen.

Ein zweiter Gegenstand dieser Anmeldung ist eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Färben von keratinischem Material, insbesondere menschlichen Haaren, welche getrennt voneinander konfektioniert in drei verschiedenen Containern die Mittel (a), (b) und (c) umfasst.

Die Veränderung von Form und Farbe von keratinischem Material, insbesondere von menschlichen Haaren, stellt einen wichtigen Bereich der modernen Kosmetik dar. Zur Veränderung der Haarfarbe kennt der Fachmann je nach Anforderung an die Färbung diverse Färbesysteme. Für permanente, intensive Färbungen mit guten Echtheitseigenschaften und guter Grauabdeckung werden

üblicherweise Oxidationsfärbemittel verwendet. Solche Färbemittel enthalten Oxidationsfarbstoffvorprodukte, sogenannte Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten, die unter dem Einfluss von Oxidationsmitteln wie beispielsweise Wasserstoffperoxid untereinander die eigentlichen Farbstoffe ausbilden. Oxidationsfärbemittel zeichnen sich durch sehr langanhaltende Färbeergebnisse aus.

Bei dem Einsatz von direktziehenden Farbstoffen diffundieren bereits fertig ausgebildete Farbstoffe aus dem Färbemittel in die Haarfaser hinein. Im Vergleich zur oxidativen Haarfärbung weisen die mit direktziehenden Farbstoffen erhaltenen Färbungen eine geringere Haltbarkeit und schnellere Auswaschbarkeit auf. Färbungen mit direktziehenden Farbstoffen verbleiben üblicherweise für einen Zeitraum zwischen 5 und 20 Haarwäschen auf dem Haar.

Für kurzzeitige Farbveränderungen auf dem Haar und/oder der Haut ist der Einsatz von

Farbpigmenten bekannt. Unter Farbpigmenten werden im Allgemeinen unlösliche, farbgebende Substanzen verstanden. Diese liegen ungelöst in Form kleiner Partikel in der Färbeformulierung vor und lagern sich lediglich von außen auf den Haarfasern und/oder der Hautoberfläche ab. Daher lassen sie sich in der Regel durch einige Wäschen mit tensidhaltigen Reinigungsmitteln wieder rückstandslos entfernen. Unter dem Namen Haar-Mascara sind verschiedene Produkte dieses Typs auf dem Markt erhältlich.

Wünscht sich der Anwender eine besonders langanhaltende Färbung seiner Haare, so ist die Verwendung von oxidativen Färbemitteln bislang seine einzige Option. Doch trotz vielfacher

Optimierungsversuche lässt sich bei der oxidativen Haarfärbung ein unangenehmer Ammoniakgeruch bzw. Amingeruch nicht vollständig vermeiden. Auch die mit dem Einsatz der oxidativen Färbemittel nach wie vor verbundene Haarschädigung wirkt sich auf das Haar des Anwenders nachteilig aus. Eine nach wie vor bestehende Herausforderung ist daher die Suche nach alternativen, leistungsstarken Färbe verfahren.

EP 2168633 B1 beschäftigt sich mit der Aufgabenstellung, langanhaltende Haarfärbungen unter Einsatz von Pigmenten zu erzeugen. Die Schrift lehrt, dass sich bei Verwendung einer Kombination aus Pigment, organischer Silicium-Verbindung, hydrophobem Polymer und einem Lösungsmittel auf Haaren Färbungen erzeugen lassen, die gegenüber Shampoonierungen besonders widerstandsfähig sein sollen.

In WO 2018/115059 A1 wird ein Färbeverfahren beschrieben, welches in mehreren Schritten abläuft. Ein Schritt umfasst die Anwendung eines Organosilans, und in einem weiteren Schritt wird ein direktziehender Farbstoff auf die Haare appliziert. Auch mit diesem Verfahren sollen Färbungen mit guten Waschechtheiten erzielt werden.

Es besteht aber weiterhin Bedarf, die Waschechtheit von Färbungen auf Basis von Pigmenten und/oder direktziehenden Farbstoffen und ohne Oxidationsfarbstoffvorprodukten zu verbessern.

Entsprechend war die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Färbesystem bereitzustellen, das mit der oxidativen Färbung vergleichbare Echtheitseigenschaften besitzt. Insbesondere die

Waschechtheiten sollten herausragend sein, hierbei sollte jedoch auf den Einsatz der sonst zu diesem Zweck üblicherweise eingesetzten Oxidationsfarbstoffvorprodukte verzichtet werden. Es wurde nach einer Technologie gesucht, die es ermöglicht, die aus dem Stand der Technik bekannten

farbgebenden Verbindungen (wie beispielsweise Pigmente oder direktziehende Farbstoffe) in extrem dauerhafter Weise auf den Haaren zu fixieren.

Überraschenderweise hat sich nun herausgestellt, dass die vorgenannte Aufgabe hervorragend gelöst werden kann, wenn keratinische Materialien, insbesondere menschliche Haare, mit einem Verfahren gefärbt werden, bei welchem mindestens drei Mittel (a), (b) und (c) auf die keratinischen Materialien (Haare) appliziert werden. Hierbei enthält das Mittel (a) mindestens eine organische

Siliciumverbindung, das Mittel (b) enthält mindestens ein Pigment und/oder einen direktziehenden Farbstoff, und das Mittel (c) enthält eine Mischung aus ausgewählten hydroxyterminierten Silikonen.

Bei Einsatz der drei Mittel (a), (b) und (c) in einem Färbeverfahren konnte keratinisches Material in besonders hoher Farbintensität gefärbt werden.

Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Färben von keratinischem Material, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte:

- Anwendung eines Mittels (a) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält,

- Anwendung eines Mittels (b) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält,

- Anwendung eines Mittels (c) auf dem keratinischem Material, wobei das Mittel (c) enthält:

(c1) ein hydroxy-terminiertes Polyorganosiloxan und

(c2) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses.

Keratinisches Material

Unter keratinischem Material sind Haare, die Haut, die Nägel (wie beispielsweise Fingernägel und/oder Fußnägel) zu verstehen. Weiterhin fallen auch Wolle, Pelze und Federn unter die Definition des keratinischen Materials.

Bevorzugt werden unter keratinischem Material das menschliche Haar, die menschliche Haut und menschliche Nägel, insbesondere Finger- und Fußnägel, verstanden. Ganz besonders bevorzugt wird unter keratinischem Material das menschliche Haar verstanden.

Mittel (a), (b) und (c)

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Mittel (a), (b) und (c) auf dem

keratinischen Material, insbesondere den menschlichen Haaren, appliziert. Die drei Mittel (a), (b) und (c) sind voneinander verschieden.

Entsprechend wird ein Verfahren zum Färben von keratinischem Material, insbesondere von menschlichen Haaren, offenbart, umfassend die folgenden Schritte:

- Anwendung eines Mittels (a) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält,

- Anwendung eines Mittels (b) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält, und

- Anwendung eines Mittels (c) auf dem keratinischem Material, wobei das Mittel (c) enthält:

(c1) ein hydroxy-terminiertes Polyorganosiloxans und

(c2) ein Reaktionsprodukts eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses,

wobei die drei Mittel (a), (b) und (c) voneinander verschieden sind.

Mittel (a)

Das Mittel (a) ist gekennzeichnet durch seinen Gehalt an mindestens einer organischen Siliciumverbindung, insbesondere mindestens eines organischen Silans. Die im Mittel (a) enthaltenen organischen Siliciumverbindungen bzw. organischen Silane sind reaktive Verbindungen.

Das Mittel (a) enthält die organischen Siliciumverbindung(en), insbesondere das oder die organischen Silane in einem kosmetischen Träger, der wasserhaltig, wasserarm oder auch wasserfrei sein kann. Zudem kann der kosmetische Träger flüssig, gelartig, cremeförmig, pastös, pulverförmig oder auch fest (z.B. in Form einer Tablette oder eines Presslings) sein. Bevorzugt ist der kosmetische Träger des Mittels (a) ein wässriger oder wässrig-alkoholischer Träger. Zum Zwecke der Haarfärbung sind solche Träger beispielsweise Cremes, Emulsionen, Gele oder auch Tensid-haltige schäumende Lösungen, wie beispielsweise Shampoos, Schaumaerosole, Schaumformulierungen oder andere Zubereitungen, die für die Anwendung auf dem Haar geeignet sind.

Der kosmetische Träger ist bevorzugt wasserhaltig, was bedeutet, dass der Träger - bezogen auf sein Gewicht - mindestens 2 Gew.-% Wasser enthält. Bevorzugt liegt der Wassergehalt oberhalb von 5 Gew.-%, weiter bevorzugt oberhalb von 10 Gew.-% noch weiter bevorzugt oberhalb von 15 Gew.-%. Der kosmetische Träger kann auch wässrig-alkoholisch sein. Unter wässrig-alkoholischen Lösungen sind im Sinne der vorliegenden Erfindung wässrige Lösungen enthaltend 2 bis 70 Gew.-% eines Ci-C4-Alkohols, insbesondere Ethanol bzw. Isopropanol, zu verstehen. Die Mittel können zusätzlich weitere organische Lösemittel, wie beispielsweise Methoxybutanol, Benzylalkohol, Ethyldiglykol oder 1 ,2-Propylenglykol, enthalten. Bevorzugt sind dabei alle wasserlöslichen organischen Lösemittel.

Der Begriff„Mittel zur Färbung“ wird im Rahmen dieser Erfindung für eine durch Einsatz von

Pigmenten und/oder direktziehenden Farbstoffen hervorgerufene Farbgebung des keratinischen Materials, insbesondere des menschlichen Haares, verwendet. Bei dieser Färbung lagern sich die vorgenannten farbgebenden Verbindungen in einem besonders homogenen und glatten Film an der Oberfläche des keratinischen Materials ab oder diffundieren in die keratinische Faser hinein. Der Film bildet sich in situ durch Oligomerisierung bzw. Polymerisierung des oder der organischen

Siliciumverbindungen, sowie durch die Wechselwirkung von organischer Siliciumverbindung mit den farbgebenden Verbindungen.

Organische Siliciumverbindunqen

Als erfindungswesentlichen Bestandteil enthält das Mittel (a) mindestens eine organische

Siliciumverbindung. Bevorzugte organische Siliciumverbindungen werden ausgewählt aus Silanen mit einem, zwei oder drei Siliciumatomen.

Organische Siliciumverbindungen, die alternativ auch als siliciumorganische Verbindungen bezeichnet werden, sind Verbindungen, die entweder eine direkte Silicium-Kohlenstoff-Bindung (Si-C) aufweisen oder in denen der Kohlenstoff über ein Sauerstoff-, Stickstoff- oder Schwefel-Atom an das Silicium-Atom geknüpft ist. Die erfindungsgemäßen organische Siliciumverbindungen sind bevorzugt

Verbindungen, die ein bis drei Siliciumatome enthalten. Besonders bevorzugt enthalten die organische Siliciumverbindungen ein oder zwei Siliciumatome.

Das Mittel (a) enthält besonders bevorzugt mindestens eine organischen Siliciumverbindung, die aus Silanen mit einem, zwei oder drei Siliciumatomen ausgewählt ist.

Die Bezeichnung Silan steht nach den lUPAC-Regeln für eine Stoffgruppe chemischer Verbindungen, die auf einem Silicium-Grundgerüst und Wasserstoff basieren. Bei organischen Silanen sind die Wasserstoff-Atome ganz oder teilweise durch organische Gruppen wie beispielsweise (substituierte) Alkylgruppen und/oder Alkoxygruppen ersetzt. In den organischen Silanen kann auch ein Teil der Wasserstoffatome durch Hydroxygruppen ersetzt sein.

Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren gekennzeichnet durch die Anwendung eines Mittels (a) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält, die aus Silanen mit einem, zwei oder drei Siliciumatomen ausgewählt ist.

Das Mittel (a) enthält besonders bevorzugt mindestens eine organischen Siliciumverbindung, die aus Silanen mit einem, zwei oder drei Siliciumatomen ausgewählt ist, wobei die organische

Siliciumverbindung außerdem eine oder mehrere basische chemische Funktionen und eine oder mehrere Hydroxylgruppen oder hydrolysierbare Gruppen pro Molekül umfasst.

Im Rahmen einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren gekennzeichnet durch die Anwendung eines Mittels (a) auf dem keratinischem Material, wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält, die aus Silanen mit einem, zwei oder drei Siliciumatomen ausgewählt ist, wobei die organische Siliciumverbindung außerdem eine oder mehrere basische chemische Funktionen und eine oder mehrere Hydroxylgruppen oder hydrolysierbare Gruppen pro Molekül umfasst.

Bei dieser basischen Gruppe kann es sich beispielsweise um eine Aminogruppe, eine

Alkylaminogruppe oder um eine Dialkylaminogruppe handeln, die bevorzugt über einen Linker mit einem Siliciumatom verbunden ist. Bevorzugt handelt es sich bei der basischen Gruppe um eine Aminogruppe, eine Ci-C6-Alkylaminogruppe oder um eine Di(Ci-C6)alkylaminogruppe.

Bei der oder den hydrolysierbaren Gruppen handelt es sich bevorzugt um eine Ci-C6-Alkoxygruppe, insbesondere um eine Ethoxygruppe oder um eine Methoxygruppe. Es ist bevorzugt, wenn die hydrolysierbare Gruppe direkt an das Siliciumatom gebunden vorliegt. Handelt es sich beispielsweise bei der hydrolysierbaren Gruppe um eine Ethoxygruppe, so enthält die organische Siliciumverbindung bevorzugt eine Struktureinheit R’R“R“‘Si-0-CH2-CH3. Die Reste R‘, R“ und R“‘ stellen hierbei die drei übrigen freien Valenzen des Siliciumatoms dar.

Ein ganz besonders bevorzugtes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält, die aus Silanen mit einem, zwei oder drei Siliciumatomen ausgewählt ist, wobei die organische Siliciumverbindung bevorzugt eine oder mehrere basische chemische Funktionen und eine oder mehrere Hydroxylgruppen oder hydrolysierbare Gruppen pro Molekül umfasst.

Ganz besonders gute Ergebnisse konnten erhalten werden, wenn das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) und/oder (II) enthält.

In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass auf dem keratinischen Material oder den menschlichen Haaren ein Mittel (a) angewendet wird, wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung (a) der Formel (I) und/oder (II) enthält,

RiR2N-L-Si(OR3)a(R4)b (I),

wobei

- Ri, R2 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe stehen,

- L für eine lineare oder verzweigte, zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe steht,

- R3 für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

- R4 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht

- a, für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht, und

- b für die ganze Zahl 3 - a steht,

(R50)c(R6)dSi-(A)e-[NR7-(A’)]^[0-(A”)]g-[NR8-(A”’)]h-Si(R6,)d (0R5,)c· (II),

wobei

- R5, R5‘, R5“ unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder für eine C1-C6- Alkylgruppe stehen,

- R6, R6‘ und R6“ unabhängig voneinander für eine Ci-C6-Alkylgruppe stehen,

- A, A‘, A“, A“‘ und A““ unabhängig voneinander für eine lineare oder verzweigte, zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe stehen,

- R7 und Re unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine Hydroxy-Ci-C6-alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Amino-Ci-C6-alkyl-gruppe oder eine Gruppierung der Formel (III) stehen

- (A““)-Si(R6“)d“(OR5“ (III),

- c, für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht,

- d für die ganze Zahl 3 - c steht,

- c‘ für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht,

- d‘ für die ganze Zahl 3 - c‘ steht,

- c“ für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht,

- d“ für die ganze Zahl 3 - c“ steht,

- e für 0 oder 1 steht,

- f für 0 oder 1 steht,

- g für 0 oder 1 steht,

- h für 0 oder 1 steht,

- mit der Maßgabe, dass mindestens einer der Reste aus e, f, g und h von 0 verschieden ist.

Die Substituenten Ri , R2, R3, R4, Rs, Rs‘, Rs“, R6, R6‘, Re“, R7, Rs, L, A, A‘, A“, A“‘ und A““ in den Verbindungen der Formel (I) und (II) sind nachstehend beispielhaft erläutert:

Beispiele für eine Ci-C6-Alkylgruppe sind die Gruppen Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, n-Butyl, s-Butyl und t-Butyl, n-Pentyl und n-Hexyl. Propyl, Ethyl und Methyl sind bevorzugte Alkylreste. Beispiele für eine C2-C6-Alkenylgruppe sind Vinyl, Allyl, But-2-enyl, But-3-enyl sowie Isobutenyl, bevorzugte C2-C6-Alkenylreste sind Vinyl und Allyl. Bevorzugte Beispiele für eine Hydroxy-Ci-C6-alkylgruppe sind eine Hydroxymethyl-, eine 2-Hydroxyethyl-, eine 2-Hydroxypropyl, eine 3-Hydroxypropyl-, eine 4-Hydroxybutylgruppe, eine 5-Hydroxypentyl- und eine 6-Hydroxyhexylgruppe; eine 2-Hydroxyethylgruppe ist besonders bevorzugt. Beispiele für eine Amino-Ci-C6-alkyl-gruppe sind die Aminomethylgruppe, die 2-Aminoethylgruppe, die 3-Aminopropylgruppe. Die 2-Aminoethylgruppe ist besonders bevorzugt. Beispiele für eine lineare zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe sind beispielsweise die Methylen-gruppe (-CH2-), die Ethylengruppe (-CH2-CH2-), die Propylengruppe (-CH2-CH2-CH2-) und die Butylengruppe (-CH2-CH2-CH2-CH2-). Die Propylengruppe (-CH2-CH2-CH2-) ist besonders bevorzugt. Ab einer Kettenlänge von 3 C-Atomen können zweiwertige Alkylengruppen auch verzweigt sein. Beispiele für verzweigte, zweiwertige C3-C2o-Alkylengruppen sind (-CH2-CH(CH3)-) und (-CH2-CH(CH3)-CH2-).

In den organischen Siliciumverbindungen der Formel (I)

Ri R2N-L-Si(OR3)a(R4)b (l),

stehen die Reste Ri und R2 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder eine C1-C6-Alkylgruppe. Ganz besonders bevorzugt stehen die Reste Ri und R2 beide für ein Wasserstoffatom.

Im Mittelteil der organischen Siliciumverbindung befindet sich die Struktureinheit oder der Linker -L-der für eine lineare oder verzweigte, zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe steht.

Bevorzugt steht -L- für eine lineare, zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe. Weiter bevorzugt steht -L- für eine lineare zweiwertige Ci-C6-Alkylengruppe. Besonders bevorzugt steht -L- für eine Methylengruppe (-CH2-), eine Ethylengruppe (-CH2-CH2-), eine Propylengruppe (-CH2-CH2-CH2-) oder eine

Butylengruppe (-CH2-CH2-CH2-CH2-). Ganz besonders bevorzugt steht L für eine Propylengruppe (-CH2-CH2-CH2-).

Die organischen Siliciumverbindungen der Formel (I)

Ri R2N-L-Si(OR3)a(R4)b (l),

tragen jeweils ein einem Ende die Silicium-haltige Gruppierung -Si(OR3)a(R4)b

In der endständigen Struktureinheit -Si(OR3)a(R4)b steht der Rest R3 für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe, und der Rest R4 steht für eine Ci-C6-Alkylgruppe. Besonders bevorzugt stehen R3 und R4 unabhängig voneinander für eine Methylgruppe oder eine Ethylgruppe.

Hierbei steht a für eine ganze Zahl von 1 bis 3, und b steht für die ganze Zahl 3 - a. Wenn a für die Zahl 3 steht, dann ist b gleich 0. Wenn a für die Zahl 2 steht, dann ist b gleich 1 . Wenn a für die Zahl 1 steht, dann ist b gleich 2.

Färbungen mit den besten Waschechtheiten konnten erhalten werden, wenn das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) enthält, in welcher die Reste R3, R4 unabhängig voneinander für eine Methylgruppe oder für eine Ethylgruppe stehen.

Weiterhin konnten Färbungen mit den besten Waschechtheiten erhalten werden, wenn das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) enthält, in welcher der Rest a für die Zahl 3 steht. In diesem Fall steht der Rest b für die Zahl 0.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel (a) dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) enthält,

wobei

- R3, R4 unabhängig voneinander für eine Methylgruppe oder für eine Ethylgruppe stehen und

- a für die Zahl 3 steht und

- b für die Zahl 0 steht.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) enthält,

Ri R2N-L-Si(OR3)a(R4)b (l),

wobei

- Ri , R2 beide für ein Wasserstoffatom stehen, und

- L für eine lineare, zweiwertige Ci-C6-Alkylengruppe, bevorzugt für eine Propylengruppe (-CH2- CH2-CH2-) oder für eine Ethylengruppe (-CH2-CH2-), steht,

- R3 für ein Wasserstoffatom, eine Ethylgruppe oder eine Methylgruppe steht,

- R4 für eine Methylgruppe oder für eine Ethylgruppe steht,

- a für die Zahl 3 steht und

- b für die Zahl 0 steht.

Wenn b für die Zahl 0 steht, kommt der Rest R4 in den Verbindungen der Formel (I) nicht vor.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren demnach dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) enthält,

Ri R2N-L-Si(OR3)a(R4)b (l),

wobei

- Ri , R2 beide für ein Wasserstoffatom stehen, und

- L für eine lineare, zweiwertige Ci-C6-Alkylengruppe, bevorzugt für eine Propylengruppe (-CH2- CH2-CH2-) oder für eine Ethylengruppe (-CH2-CH2-), steht,

- R3 für ein Wasserstoffatom, eine Ethylgruppe oder eine Methylgruppe steht,

- a für die Zahl 3 steht und

- b für die Zahl 0 steht.

Zur Lösung der Aufgabenstellung besonders gut geeignete organische Siliciumverbindungen der Formel (I) sind

- (3-Aminopropyl)triethoxysilan


- (3-Aminopropyl)trimethoxysilan


- (2-Aminoethyl)triethoxysilan

- (2-Aminoethyl)trimethoxysilan


- (3-Dimethylaminopropyl)triethoxysilan


- (3-Dimethylaminopropyl)trimethoxysilan


-1 -(3-Dimethylaminopropyl)silantriol

- (2-Dimethylaminoethyl)triethoxysilan - (2-Dimethylaminoethyl)trimethoxysilan und/oder


-1 -(2-Dimethylaminoethyl)silantriol


In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe aus

- (3-Aminopropyl)triethoxysilan

- (3-Aminopropyl)trimethoxysilan

- 1 -(3-Aminopropyl)silantriol

- (2-Aminoethyl)triethoxysilan

- (2-Aminoethyl)trimethoxysilan

- 1 -(2-Aminoethyl)silantriol

- (3-Dimethylaminopropyl)triethoxysilan

- (3-Dimethylaminopropyl)trimethoxysilan

- 1 -(3-Dimethylaminopropyl)silantriol

- (2-Dimethylaminoethyl)triethoxysilan.

- (2-Dimethylaminoethyl)trimethoxysilan ,

- 1 -(2-Dimethylaminoethyl)silantriol

und Mischungen daraus.

Die vorgenannten organische Siliciumverbindung der Formel (I) sind kommerziell erhältlich.

(3-Aminopropyl)trimethoxysilan kann beispielsweise von Sigma-Aldrich käuflich erworben werden. Auch (3-Aminopropyl)triethoxysilan ist kommerziell bei der Firma Sigma-Aldrich erhältlich.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform enthält das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (II)

(R50)c(R6)dSi-(A)e-[NR7-(A’)]^[0-(A”)]g-[NR8-(A”’)]h-Si(R6,)d (0R5,)c· (II).

Die siliciumorganischen Verbindungen der Formel (II) tragen jeweils an ihren beiden Enden die Silicium-haltigen Gruppierungen (RsO)c(R6)dSi- und -Si(R6’)d'(OR5’)c

Im Mittelteil des Moleküls der Formel (II) befinden sich die Gruppierungen -(A)e- und -[NR7-(A’)]f-und -[0-(A”)]g- und -[NR8-(A’”)]h- Hierbei kann jeder der Reste e, f, g und h unabhängig voneinander für die Zahl 0 oder 1 stehen, wobei die Maßgabe besteht, dass mindestens einer der Reste e, f, g und h von 0 verschieden ist. Mit anderen Worten enthält eine erfindungsgemäße organischen

Siliciumverbindung der Formel (II) mindestens eine Gruppierung aus der Gruppe aus -(A)- und -[NR7-(A’)j- und -[0-(A”)j- und -[NR8-(A”’)]-

In den beiden endständigen Struktureinheiten (R50)c(R6)dSi- und - Si(R6’)d'(OR5’)c stehen die Reste R5, R5‘, R5“ unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder für eine Ci-C6-Alkylgruppe. Die Reste R6, R6‘ und R6“ stehen unabhängig voneinander für eine Ci-C6-Alkylgruppe.

Hierbei steht c für eine ganze Zahl von 1 bis 3, und d steht für die ganze Zahl 3 - c. Wenn c für die Zahl 3 steht, dann ist d gleich 0. Wenn c für die Zahl 2 steht, dann ist d gleich 1. Wenn c für die Zahl 1 steht, dann ist d gleich 2.

Analog steht c‘ für eine ganze Zahl von 1 bis 3, und d‘ steht für die ganze Zahl 3 - c‘. Wenn c‘ für die Zahl 3 steht, dann ist d‘ gleich 0. Wenn c‘ für die Zahl 2 steht, dann ist d‘ gleich 1. Wenn c‘ für die Zahl 1 steht, dann ist d‘ gleich 2.

Färbungen mit den besten Waschechtheiten konnten erhalten werden, wenn die Reste c und c‘ beide für die Zahl 3 stehen. In diesem Fall stehen d und d‘ beide für die Zahl 0.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (II) enthält,

(R50)c(R6)dSi-(A)e-[NR7-(A’)]^[0-(A”)]g-[NR8-(A”’)]h-Si(R6,)d (0R5,)c· (II),

wobei

- R5 und R5‘ unabhängig voneinander für eine Methylgruppe oder eine Ethylgruppe stehen,

- c und c‘ beide für die Zahl 3 stehen und

- d und d‘ beide für die Zahl 0 stehen.

Wenn c und c‘ beide für die Zahl 3 stehen und d und d‘ beide für die Zahl 0 stehen, entsprechen die erfindungsgemäßen organischen Siliciumverbindung der Formel (lla)

(R50)3Si-(A)e-[NR7-(A’)]^[0-(A”)]g-[NR8-(A’”)]h-Si(0R5’)3 (lla).

Die Reste e, f, g und h können unabhängig voneinander für die Zahl 0 oder 1 stehen, wobei mindestens ein Rest aus e, f, g und h von null verschieden ist. Durch die Kürzel e, f, g und h wird demnach definiert, welche der Gruppierungen -(A)e- und -[NR7-(A’)]f und -[0-(A”)]g- und -[NR8-(A”’)]h-sich im Mittelteil der organischen Siliciumverbindung der Formel (II) befinden.

In diesem Zusammenhang hat sich die Anwesenheit bestimmter Gruppierungen als besonders vorteilhaft im Hinblick auf die Erhöhung der Waschechtheit erwiesen. Besonders gute Ergebnisse konnten erhalten werden, wenn mindestens zwei der Reste e, f, g und h für die Zahl 1 stehen. Ganz besonders bevorzugt stehen e und f beide für die Zahl 1. Weiterhin ganz besonders bevorzugt stehen g und h beide für die Zahl 0.

Wenn e und f beide für die Zahl 1 stehen und g und h beide für die Zahl 0 stehen, entsprechen die organischen Siliciumverbindung der Formel (Mb)

(R50)c(R6)dSi-(A)-[NR7-(A’)]-Si(R6>(0R5’)c· (Nb).

Die Reste A, A‘, A“, A“‘ und A““ stehen unabhängig voneinander für eine lineare oder verzweigte, zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe. Bevorzugt stehen die Reste A, A‘, A“, A“‘ und A““ unabhängig voneinander für eine lineare, zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe. Weiter bevorzugt stehen die Reste A, A‘, A“, A“‘ und A““ unabhängig voneinander für eine lineare zweiwertige Ci-C6-Alkylengruppe.

Besonders bevorzugt stehen die Reste A, A‘, A“, A“‘ und A““ unabhängig voneinander für eine Methylengruppe (-CH2-), eine Ethylengruppe (-CH2-CH2-), eine Propylengruppe (-CH2-CH2-CH2-) oder eine Butylengruppe (-CH2-CH2-CH2-CH2-). Ganz besonders bevorzugt stehen die Reste A, A‘, A“, A“‘ und A““ für eine Propylengruppe (-CH2-CH2-CH2-).

Wenn der Rest f für die Zahl 1 steht, dann enthält die erfindungsgemäße organische

Siliciumverbindung der Formel (II) eine strukturelle Gruppierung -[NR7-(A’)]-.

Wenn der Rest h für die Zahl 1 steht, dann enthält die erfindungsgemäße organische

Siliciumverbindung der Formel (II) eine strukturelle Gruppierung -[NR8-(A”’)]-.

Hierbei stehen die Reste R7 und Rs unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-Ce-Alkylgruppe, eine Hydroxy-Ci-C6-alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Amino-Ci-C6-alkyl-gruppe oder eine Gruppierung der Formel (III)

-(A“‘ Si(R8“)d“(OR5“), (Hl).

Ganz besonders bevorzugt stehen die Reste R7 und Rs unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe, eine 2-Hydroxyethylgruppe, eine 2-Alkenylgruppe, eine 2-Aminoethylgruppe oder für eine Gruppierung der Formel (III).

Wenn der Rest f für die Zahl 1 steht und der Rest h für die Zahl 0 steht, enthält die erfindungsgemäße organische Siliciumverbindung die Gruppierung [NR7-(A’)], aber nicht die Gruppierung -[NR8-(A”’)] Steht nun der Rest R7 für eine Gruppierung der Formel (III), so enthält das Mittel (a) eine organische Siliciumverbindung mit 3 reaktiven Silan-Gruppen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (II) enthält,

(R50)c(R6)dSi-(A)e-[NR7-(A’)]^[0-(A”)]g-[NR8-(A”’)]h-Si(R6,)d (0R5,)c· (II),

wobei

- e und f beide für die Zahl 1 stehen,

- g und h beide für die Zahl 0 stehen,

- A und A‘ unabhängig voneinander für eine lineare, zweiwertige Ci-C6-Alkylengruppe stehen, und

- R7 für ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe, eine 2-Hydroxyethylgruppe, eine 2-Alkenylgruppe, eine 2-Aminoethylgruppe oder für eine Gruppierung der Formel (III) steht.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (II) enthält, wobei

- e und f beide für die Zahl 1 stehen,

- g und h beide für die Zahl 0 stehen,

- A und A‘ unabhängig voneinander für eine Methylengruppe (-CH2-), eine Ethylengruppe (-CH2- CH2-) oder eine Propylengruppe (-CH2-CH2-CH2) stehen, und

- R7 für ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe, eine 2-Hydroxyethylgruppe, eine 2-Alkenylgruppe, eine 2-Aminoethylgruppe oder für eine Gruppierung der Formel (III) steht.

Zur Lösung der Aufgabenstellung gut geeignete organische Siliciumverbindungen der Formel (II) sind

- 3-(Trimethoxysilyl)-N-[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin


- 3-(Triethoxysilyl)-N-[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- N-Methyl-3-(trimethoxysilyl)-N-[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- N-Methyl-3-(triethoxysilyl)-N-[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- 2-[Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]amino]-ethanol


- 2-[Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]amino]-ethanol

- 3-(Trimethoxysilyl)-N,N-bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- 3-(Triethoxysilyl)-N,N-bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- N1 ,N1 -Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 ,2-ethanediamin,

- N1 ,N1 -Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 ,2-ethanediamin,


- N,N-Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-2-propen-1 -amin

- N,N-Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-2-propen-1 -amin

Die vorgenannten organische Siliciumverbindung der Formel (II) sind kommerziell erhältlich.

Bis(trimethoxysilylpropyl)amine mit der CAS-Nummer 82985-35-1 kann beispielsweise von Sigma-Aldrich käuflich erworben werden.

Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]amine mit der CAS-Nummer 13497-18-2 kann zum Beispiel von Sigma-Aldrich käuflich erworben werden.

N-Methyl-3-(trimethoxysilyl)-N-[3-(trimethoxysilyl)propyl]- 1 -propanamin wird alternativ auch als Bis(3-trimethoxysilylpropyl)-N-methylamin bezeichnet und kann bei Sigma-Aldrich oder Fluorochem kommerziell erworben werden.

3-(Triethoxysilyl)-N,N-bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-1-propanamin mit der CAS-Nummer 18784-74-2 kann beispielsweise von Fluorochem oder Sigma-Aldrich käuflich erworben werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel (a) dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (II) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe aus

- 3-(Trimethoxysilyl)-N-[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- 3-(Triethoxysilyl)-N-[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- N-Methyl-3-(trimethoxysilyl)-N-[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- N-Methyl-3-(triethoxysilyl)-N-[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- 2-[Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]amino]-ethanol

- 2-[Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]amino]-ethanol

- 3-(Trimethoxysilyl)-N,N-bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -Propanamin

- 3-(Triethoxysilyl)-N,N-bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -Propanamin

- N1 ,N1-Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 ,2-Ethanediamin,

- N1 ,N1-Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 ,2-Ethanediamin,

- N,N-Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-2-Propen-1-amin und/oder

- N,N-Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-2-Propen-1-amin.

In weiteren Färbeversuchen hat es sich ebenfalls als ganz besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn das in dem Verfahren auf dem keratinischen Material angewendete Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält

R9Si(ORio)k(Rn)m (IV).

Die organische(n) Siliciumverbindung(en) der Formel (IV) kann/können auch als Silane vom Typ der Alkylalkoxysilane oder der Alkylhydroxysilane bezeichnet werden,

R9Si(ORio)k(Rn)m (IV),

wobei

- Rg für eine Ci-Ci8-Alkylgruppe steht,

- Rio für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

- R11 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht

- k für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht, und

- m für die ganze Zahl 3 - k steht.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält.

R9Si(ORio)k(Rn )m (IV),

wobei

- Rg für eine Ci-Ci8-Alkylgruppe steht,

- Rio für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

- R11 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht

- k für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht, und

- m für die ganze Zahl 3 - k steht.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) zusätzlich zu der oder den organischen Siliciumverbindungen der Formel (I) mindestens eine weitere organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält

R9Si(ORio)k(Rn)m (IV),

wobei

- Rg für eine Ci-Ci8-Alkylgruppe steht,

- Rio für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

- R11 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht

- k für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht, und

- m für die ganze Zahl 3 - k steht.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) zusätzlich zu der oder den organischen Siliciumverbindungen der Formel (II) mindestens eine weitere organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält

RgSi(ORio)k(Rll)m (IV),

wobei

- Rg für eine Ci-Ci8-Alkylgruppe steht,

- Rio für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

- R11 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht

- k für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht, und

- m für die ganze Zahl 3 - k steht.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) zusätzlich zu der oder den organischen Siliciumverbindungen der Formel (I) und/oder (II) mindestens eine weitere organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält

R9Si(ORio)k(Rn)m (IV),

wobei

- Rg für eine Ci-Ci8-Alkylgruppe steht,

- Rio für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

- R11 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht

- k für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht, und

- m für die ganze Zahl 3 - k steht.

In den organischen Siliciumverbindungen der Formel (IV) steht der Rest Rg für eine C1-C18-Alkylgruppe. Diese Ci-Ci8-Alkylgruppe ist gesättigt und kann linear oder verzweigt sein. Bevorzugt steht Rg für eine lineare Ci-Ci8-Alkylgruppe. Bevorzugt steht Rg für eine Methylgruppe, eine

Ethylgruppe, eine n-Propylgruppe, eine n-Butylgruppe, eine n-Pentylgruppe, eine n-Hexylgruppe, eine n-Octylgruppe, eine n-Dodecylgruppe oder eine n-Octadecylgruppe. Besonders bevorzugt steht Rg für eine Methylgruppe, eine Ethylgruppe, eine n-Hexylgruppe oder eine n-Octylgruppe.

In den organischen Siliciumverbindungen der Formel (IV) steht der Rest R10 für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe. Besonders bevorzugt steht R10 für eine Methylgruppe oder für eine Ethylgruppe.

In den organischen Siliciumverbindungen der Form (IV) steht der Rest Rn für eine Ci-C6-Alkylgruppe. Besonders bevorzugt steht R11 für eine Methylgruppe oder für eine Ethylgruppe.

Weiterhin steht k für eine ganze Zahl von 1 bis 3, und m steht für die ganze Zahl 3 - k. Wenn k für die Zahl 3 steht, dann ist m gleich 0. Wenn k für die Zahl 2 steht, dann ist m gleich 1. Wenn k für die Zahl 1 steht, dann ist m gleich 2.

Färbungen mit den besten Waschechtheiten konnten erhalten werden, wenn in dem Verfahren ein Mittel (a) eingesetzt wurde, welches mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält, in welcher der Rest k für die Zahl 3 steht. In diesem Fall steht der Rest m für die Zahl 0.

Zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabenstellung besonders gut geeignete organische

Siliciumverbindungen der Formel (IV) sind

- Methyltrimethoxysilan

- Ethyltrimethoxysilan


- n-Hexyltrimethoxysilan

- n-Hexyltriethoxysilan


- n-Octyltriethoxysilan


- n-Dodecyltrimethoxysilan und/oder

- n-Dodecyltriethoxysilan.

Octadecyltrimethoxysilan und/oder Octadecyltriethoxysilan.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe aus

- Methyltrimethoxysilan

- Methyltriethoxysilan

- Ethyltrimethoxysilan

- Ethyltriethoxysilan

- Hexyltrimethoxysilan

- Hexyltriethoxysilan

- Octyltrimethoxysilan

- Octyltriethoxysilan

- Dodecyltrimethoxysilan

- Dodecyltriethoxysilan

- Octadecyltrimethoxysilan und/oder

- Octadecyltriethoxysilan.

In einer explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass auf dem keratinischen Material ein Mittel (a) angewendet wird, welches mindestens eine organische Siliciumverbindungen der Formel (I) enthält, welche aus der Gruppe bestehend aus (3-Aminopropyl)triethoxysilan und (3-Aminopropyl)trimethoxysilan ausgewäht ist, und zusätzlich mindestens eine organische Siliciumverbindungen der Formel (IV) enthält, welche aus der Gruppe bestehend aus Methyltrimethoxysilan, Methyltriethoxysilan, Ethyltrimethoxysilan,

Ethyltriethoxysilan, Hexyltrimethoxysilan und Hexyltriethoxysilan ausgewählt ist.

Bei den zuvor beschriebenen organischen Siliciumverbindungen handelt es sich um reaktive Verbindungen. In diesem Zusammenhang hat es sich als bevorzugt herausgestellt, wenn das Mittel (a) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (a) - eine oder mehrere organische

Siliciumverbindungen in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 15 Gew.-% und besonders bevorzugt 5,0 bis 10 Gew.-% enthält.

In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders bevorzugt herausgestellt, wenn das Mittel (a) -bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (a) - eine oder mehrere organische

Siliciumverbindungen der Formel (I) und/oder (II) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 15 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,2 bis 3 Gew.-% enthält.

Es hat sich weiterhin als besonders bevorzugt herausgestellt, wenn das Mittel (a) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (a) - eine oder mehrere organische Siliciumverbindungen der Formel (IV) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 15 Gew.-% und besonders bevorzugt 2 bis 8 Gew.-% enthält.

Die siliciumorganische Verbindung kann in dem Mittel (a) auch in Form von Kondensationsprodukten und/oder (Teil)Hydrolysaten der siliciumorganischen Verbindungen vorliegen. Die

Kondensationsprodukte können beispielsweise die Kondensationsprodukte von zwei, drei oder vier siliciumorganische Verbindungen umfassen.

Besonders resistente Färbungen konnten bei Anwendung eines alkalisch eingestellten Mittels (a) erhalten werden. Bevorzugt enthält das Mittel (a) Wasser und besitzt einen pH-Wert von 7 bis 1 1 ,5, bevorzugt von 7,5 bis 11 und besonders bevorzugt von 8 bis 10,5.

In einer weiteren ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) einen pH-Wert von 7 bis 11 ,5, bevorzugt von 7,5 bis 11 und besonders bevorzugt von 8 bis 10,5 besitzt.

Mittel (bl

Das Mittel (b) ist gekennzeichnet durch die Anwesenheit mindestens einer farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder direktziehenden Farbstoffen. Das Mittel (b) kann auch als Färbemittel (b) bezeichnet werden.

Unter Pigmenten im Sinne der vorliegenden Erfindung werden farbgebende Verbindungen verstanden, welche bei 25 °C in Wasser eine Löslichkeit von weniger als 0,5 g/L, bevorzugt von weniger als 0,1 g/L, noch weiter bevorzugt von weniger als 0,05 g/L besitzen. Die Wasserlöslichkeit kann beispielsweise mittels der nachfolgend beschriebenen Methode erfolgen: 0,5 g des Pigments werden in einem Becherglas abgewogen. Ein Rührfisch wird hinzugefügt. Dann wird ein Liter destilliertes Wasser hinzugegeben. Dieses Gemisch wird unter Rühren auf einem Magnetrührer für eine Stunde auf 25 °C erhitzt. Sind in der Mischung nach diesem Zeitraum noch ungelöste

Bestandteile des Pigments sichtbar, so liegt die Löslichkeit des Pigments unterhalb von 0,5 g/L. Sofern sich die Pigment-Wasser-Mischung aufgrund der hohen Intensität des gegebenenfalls feindispergiert vorliegenden Pigments nicht visuell beurteilten lässt, wird die Mischung filtriert. Bleibt auf dem Filterpapier ein Anteil an ungelösten Pigmenten zurück, so liegt die Löslichkeit des Pigments unterhalb von 0,5 g/L.

Geeignete Farbpigmente können anorganischen und/oder organischen Ursprungs sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Mittel (b) dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der anorganischen und/oder organischen Pigmente enthält.

Bevorzugte Farbpigmente sind ausgewählt aus synthetischen oder natürlichen anorganischen Pigmenten. Anorganische Farbpigmente natürlichen Ursprungs können beispielsweise aus Kreide, Ocker, Umbra, Grünerde, gebranntem Terra di Siena oder Graphit hergestellt werden. Weiterhin können als anorganische Farbpigmente Schwarzpigmente wie z. B. Eisenoxidschwarz, Buntpigmente wie z. B. Ultramarin oder Eisenoxidrot sowie Fluoreszenz- oder Phosphoreszenzpigmente eingesetzt werden.

Besonders geeignet sind farbige Metalloxide, -hydroxide und -oxidhydrate, Mischphasenpigmente, schwefelhaltige Silicate, Silicate, Metallsulfide, komplexe Metallcyanide, Metallsulfate, -Chromate und/oder -molybdate. Insbesondere bevorzugte Farbpigmente sind schwarzes Eisenoxid (CI 77499), gelbes Eisenoxid (CI 77492), rotes und braunes Eisenoxid (CI 77491), Manganviolett (CI 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate, CI 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat

(CI77289), Eisenblau (Ferric Ferrocyanide, CI77510) und/oder Carmine (Cochineal).

Ebenfalls besonders bevorzugte Farbpigmente sind farbige Perlglanzpigmente. Diese basieren üblicherweise auf Mica- und/oder Glimmerbasis und können mit einem oder mehreren Metalloxiden beschichtet sein. Glimmer gehört zu den Schicht-Silicaten. Die wichtigsten Vertreter dieser Silicate sind Muscovit, Phlogopit, Paragonit, Biotit, Lepidolith und Margarit. Zur Herstellung der

Perlglanzpigmente in Verbindung mit Metalloxiden wird der Glimmer, überwiegend Muscovit oder Phlogopit, mit einem Metalloxid beschichtet.

Alternativ zu natürlichem Glimmer kann auch ggfs mit einem oder mehrere Metalloxide(en) beschichtetes, synthetisches Mica als Perlglanzpigment verwendet werden. Besonders bevorzugte Perlglanzpigmente basieren auf natürlichem oder synthetischem Mica (Glimmer) und sind mit einem oder mehreren der zuvor genannten Metalloxide beschichtet. Die Farbe der jeweiligen Pigmente kann durch Variation der Schichtdicke des oder der Metalloxids(e) variiert werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe der farbigen Metalloxide, Metallhydroxide, Metalloxidhydrate, Silicate, Metallsulfide, komplexen Metallcyanide, Metallsulfate, Bronzepigmente und/oder aus farbigen Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit mindestens einem Metalloxid und/oder einem Metalloxychlorid beschichtet sind.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Mittel (b) dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente enthält, die ausgewählt ist aus Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit einem oder mehreren Metalloxiden aus der

Gruppe aus Titandioxid (CI 77891), schwarzem Eisenoxid (CI 77499), gelbem Eisenoxid (CI 77492), rotem und/oder braunem Eisenoxid (CI 77491 , CI 77499), Manganviolett (CI 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate, CI 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat (CI 77289),

Chromoxid (CI 77288) und/oder Eisenblau (Ferric Ferrocyanide, CI 77510) beschichtet sind.

Beispiele für besonders geeignete Farbpigmente sind im Handel beispielsweise unter den

Handelsbezeichnungen Rona®, Colorona®, Xirona®, Dichrona® und Timiron® von der Firma Merck, Ariabel® und Unipure® von der Firma Sensient, Prestige® von der Firma Eckart Cosmetic Colors und Sunshine® von der Firma Sunstar erhältlich.

Ganz besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Colorona® sind

beispielsweise:

Colorona Copper, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES)

Colorona Passion Orange, Merck, Mica, CI 77491 (Iran Oxides), Alumina

Colorona Patina Silver, Merck, MICA, CI 77499 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE)

Colorona RY, Merck, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, CI 75470 (CARMINE)

Colorona Oriental Beige, Merck, MICA, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), CI 77491 (IRON OXIDES) Colorona Dark Blue, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, FERRIC FERROCYANIDE

Colorona Chameleon, Merck, CI 77491 (IRON OXIDES), MICA

Colorona Aborigine Amber, Merck, MICA, CI 77499 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE) Colorona Blackstar Blue, Merck, CI 77499 (IRON OXIDES), MICA

Colorona Patagonian Purple, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM

DIOXIDE), CI 77510 (FERRIC FERROCYANIDE)

Colorona Red Brown, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES), CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE) Colorona Russet, Merck, CI 77491 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, CI 77891 (IRON OXIDES)

Colorona Imperial Red, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (CI 77891), D&C RED NO. 30 (CI 73360) Colorona Majestic Green, Merck, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), MICA, CI 77288

(CHROMIUM OXIDE GREENS)

Colorona Light Blue, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (CI 77891), FERRIC FERROCYANIDE (CI 77510)

Colorona Red Gold, Merck, MICA, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), CI 77491 (IRON OXIDES) Colorona Gold Plus MP 25, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE (CI 77891), IRON OXIDES (CI 77491) Colorona Carmine Red, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, CARMINE

Colorona Blackstar Green, Merck, MICA, CI 77499 (IRON OXIDES)

Colorona Bordeaux, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES)

Colorona Bronze, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES)

Colorona Bronze Fine, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES)

Colorona Fine Gold MP 20, Merck, MICA, CI 77891 (TITANIUM DIOXIDE), CI 77491 (IRON OXIDES) Colorona Sienna Fine, Merck, CI 77491 (IRON OXIDES), MICA

Colorona Sienna, Merck, MICA, CI 77491 (IRON OXIDES)

Colorona Precious Gold, Merck, Mica, CI 77891 (Titanium dioxide), Silica, CI 77491 (Iran oxides), Tin oxide

Colorona Sun Gold Sparkle MP 29, Merck, MICA, TITANIUM DIOXIDE, IRON OXIDES, MICA, CI 77891 , CI 77491 (EU)

Colorona Mica Black, Merck, CI 77499 (Iran oxides), Mica, CI 77891 (Titanium dioxide)

Colorona Bright Gold, Merck, Mica, CI 77891 (Titanium dioxide), CI 77491 (Iran oxides)

Colorona Blackstar Gold, Merck, MICA, CI 77499 (IRON OXIDES)

Weiterhin besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Xirona® sind

beispielsweise:

Xirona Golden Sky, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide

Xirona Caribbean Blue, Merck, Mica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Silica, Tin Oxide

Xirona Kiwi Rose, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide

Xirona Magic Mauve, Merck, Silica, CI 77891 (Titanium Dioxide), Tin Oxide.

Zudem sind besonders bevorzugte Farbpigmente mit der Handelsbezeichnung Unipure®

beispielsweise:

Unipure Red LC 381 EM, Sensient CI 77491 (Iran Oxides), Silica

Unipure Black LC 989 EM, Sensient, CI 77499 (Iran Oxides), Silica

Unipure Yellow LC 182 EM, Sensient, CI 77492 (Iran Oxides), Silica

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform kann das Mittel (b) auch ein oder mehrere farbgebende Verbindungen aus der Gruppe der organischen Pigmente enthalten.

Bei den organischen Pigmenten handelt es sich um entsprechend unlösliche, organische Farbstoffe oder Farblacke, die beispielsweise aus der Gruppe der Nitroso-, Nitro- Azo-, Xanthen-, Anthrachinon-, Isoindolinon-, Isoindolin-, Chinacridon-, Perinon-, Perylen- , Diketopyrrolopyorrol-, Indigo-, Thioindido-, Dioxazin-, und/oder Triarylmethan-Verbindungen ausgewählt sein können.

Als besonders gut geeignete organische Pigmente können beispielsweise Carmin, Chinacridon, Phthalocyanin, Sorgho, blaue Pigmente mit den Color Index Nummern CI 42090, CI 69800, CI 69825, CI 73000, CI 74100, CI 74160, gelbe Pigmente mit den Color Index Nummern CI 11680, CI 11710, CI 15985, CI 19140, CI 20040, CI 21100, CI 21108, CI 47000, CI 47005, grüne Pigmente mit den Color Index Nummern CI 61565, CI 61570, CI 74260, orange Pigmente mit den Color Index Nummern CI 11725, CI 15510, CI 45370, CI 71105, rote Pigmente mit den Color Index Nummern CI 12085, CI 12120, CI 12370, CI 12420, CI 12490, CI 14700, CI 15525, CI 15580, CI 15620, CI 15630, CI 15800, CI 15850, CI 15865, CI 15880, CI 17200, CI 26100, CI 45380, CI 45410, CI 58000, CI 73360, CI 73915 und/oder CI 75470 genannt werden.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindungen aus der Gruppe der organischen Pigmente enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Carmin, Chinacridon,

Phthalocyanin, Sorgho, blaue Pigmente mit den Color Index Nummern CI 42090, CI 69800, CI 69825, CI 73000, CI 74100, CI 74160, gelbe Pigmente mit den Color Index Nummern CI 1 1680, CI 1 1710, CI 15985, CI 19140, CI 20040, CI 21 100, CI 21 108, CI 47000, CI 47005, grüne Pigmente mit den Color Index Nummern CI 61565, CI 61570, CI 74260, orange Pigmente mit den Color Index Nummern CI 1 1725, CI 15510, CI 45370, CI 71 105, rote Pigmente mit den Color Index Nummern CI 12085, CI 12120, CI 12370, CI 12420, CI 12490, CI 14700, CI 15525, CI 15580, CI 15620, CI 15630, CI 15800, CI 15850, CI 15865, CI 15880, CI 17200, CI 26100, CI 45380, CI 45410, CI 58000, CI 73360, CI 73915, CI 75470 und Mischungen daraus.

Bei dem organischen Pigment kann es sich weiterhin auch um einen Farblack handeln. Unter der Bezeichnung Farblack wird im Sinn der Erfindung Partikel verstanden, welche eine Schicht aus absorbierten Farbstoffen umfassen, wobei die Einheit aus Partikel und Farbstoff unter den o.g.

Bedingungen unlöslich ist. Bei den Partikeln kann es sich beispielsweise um anorganische Substrate handeln, die Aluminium, Silica, Calciumborosilkat, Calciumaluminiumborosilikat oder auch Aluminium sein können.

Als Farblack kann beispielsweise der Alizarin-Farblack eingesetzt werden.

Aufgrund ihrer ausgezeichneten Licht- und Temperaturbeständigkeit ist die Verwendung der zuvor genannten Pigmente in dem Mittel (b) des Verfahrens ganz besonders bevorzugt. Weiterhin ist es bevorzugt, wenn die eingesetzten Pigmente eine bestimmte Teilchengröße aufweisen. Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn das mindestens eine Pigment eine mittlere Teilchengröße Dso von 1 bis 50 pm, vorzugsweise von 5 bis 45 gm, bevorzugt von 10 bis 40 pm, insbesondere von 14 bis 30 pm, aufweist. Die mittlere Teilchengröße Dso kann beispielsweise unter Verwendung von dynamischer Lichtstreuung (DLS) bestimmt werden.

Das oder die Pigmente können in einer Menge von 0,001 bis 20 Gew.-%, insbesondere von 0,05 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (b), eingesetzt werden.

Als farbgebende Verbindungen können die in dem Verfahren eingesetzten Mittel (b) auch einen oder mehrere direktziehende Farbstoffe enthalten. Bei direktziehende Farbstoffen handelt es sich um Farbstoffe, die direkt auf das Haar aufziehen und keinen oxidativen Prozess zur Ausbildung der Farbe benötigen. Direktziehende Farbstoffe sind üblicherweise Nitrophenylendiamine, Nitroaminophenole, Azofarbstoffe, Anthrachinone, Triarylmethanfarbstoffe oder Indophenole.

Die direktziehenden Farbstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung besitzen eine Löslichkeit in Wasser (760 mmHg) bei 25 °C von mehr als 0,5 g/L und sind daher nicht als Pigmente anzusehen. Bevorzugt besitzen die direktziehenden Farbstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung eine

Löslichkeit in Wasser (760 mmHg) bei 25 °C von mehr als 1 ,0 g/L.

Direktziehende Farbstoffe können in anionische, kationische und nichtionische direktziehende Farbstoffe unterteilt werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel (b) dadurch gekennzeichnet, dass es als farbgebende Verbindung mindestens einen anionischen, kationischen und/oder nichtionischen direktziehenden Farbstoff enthält.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel (b) dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen anionischen, kationischen und/oder nichtionischen direktziehenden Farbstoff enthält.

Geeignete kationische direktziehende Farbstoffe sind beispielsweise Basic Blue 7, Basic Blue 26, Basic Violet 2 und Basic Violet 14, Basic Yellow 57, Basic Red 76, Basic Blue 16, Basic Blue 347 (Cationic Blue 347 / Dystar), HC Blue No. 16, Basic Blue 99, Basic Brown 16, Basic Brown 17, Basic Yellow 57, Basic Yellow 87, Basic Orange 31 , Basic Red 51 , und/oder Basic Red 76

Als nichtionische direktziehende Farbstoffe können beispielsweise nichtionische Nitro- und

Chinonfarbstoffe und neutrale Azofarbstoffe eingesetzt werden. Geeignete nichtionische

direktziehende Farbstoffe sind die unter den internationalen Bezeichnungen bzw. Handelsnamen HC Yellow 2, HC Yellow 4, HC Yellow 5, HC Yellow 6, HC Yellow 12, HC Orange 1 , Disperse Orange 3, HC Red 1 , HC Red 3, HC Red 10, HC Red 11 , HC Red 13, HC Red BN, HC Blue 2, HC Blue 11 , HC Blue 12, Disperse Blue 3, HC Violet 1 , Disperse Violet 1 , Disperse Violet 4, Disperse Black 9 bekannten Verbindungen, sowie 1 ,4-Diamino-2-nitrobenzol, 2-Amino-4-nitrophenol, 1 ,4-Bis-(2-hydroxyethyl)-amino-2-nitrobenzol, 3-Nitro-4-(2-hydroxyethyl)-aminophenol, 2-(2-Hydroxyethyl)amino-4,6-dinitrophenol, 4-[(2-Hydroxyethyl)amino]-3-nitro-1 -methylbenzol, 1 -Amino-4-(2-hydroxyethyl)-amino-5-chlor-2-nitrobenzol, 4-Amino-3-nitrophenol, 1 -(2'-Ureidoethyl)amino-4-nitrobenzol, 2-[(4-Amino-2-nitrophenyl)amino]-benzoesäure, 6-Nitro-1 ,2,3,4-tetrahydrochinoxalin, 2-Hydroxy-1 ,4-naphthochinon, Pikraminsäure und deren Salze, 2-Amino-6-chloro-4-nitrophenol, 4-Ethylamino-3-nitrobenzoesäure und 2-Chlor-6-ethylamino-4-nitrophenol.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (b) mindestens einen direktziehenden Farbstoff enthält, der ausgewählt ist aus der Gruppe der anionischen, der kationischen und der nichtionischen direktziehenden Farbstoffe.

Im Zuge der zu dieser Erfindung führenden Arbeiten hat sich herausgestellt, dass insbesondere mit Mitteln (b), die mindestens einen anionischen direktziehenden Farbstoff enthalten, Färbungen mit besonders hoher Farbintensität erzeugt werden können.

In einer explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein in dem Verfahren eingesetztes Mittel (b) daher dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen anionischen direktziehenden Farbstoff enthält.

Anionische direktziehende Farbstoffe werden auch als Säurefarbstoffe bezeichnet. Unter Säurefarbstoffen werden direktziehende Farbstoffe verstanden, die mindestens eine

Carbonsäuregruppierung (-COOH) und/oder eine Sulfonsäuregruppierung (-SO3H) besitzen. In Abhängigkeit vom pH-Wert liegen die protonierten Formen (-COOH, -SO3H) der Carbonsäure- bzw. Sulfonsäuregruppierungen mit ihren deprotonierten Formen (-COO-, -SO3· vor) im Gleichgewicht vor. Mit abnehmendem pH-Wert steigt der Anteil der protonierten Formen. Werden direktziehende Farbstoffe in Form ihrer Salze eingesetzt, so liegen die Carbonsäuregruppen bzw.

Sulfonsäuregruppen in deprotonierter Form vor und sind zur Einhaltung der Elektroneutralität mit entsprechenden stöchiometrischen Äquivalente an Kationen neutralisiert. Erfindungsgemäße Säurefarbstoffe können auch in Form ihrer Natriumsalze und/oder ihrer Kaliumsalze eingesetzt werden.

Die Säurefarbstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung besitzen eine Löslichkeit in Wasser (760 mmHg) bei 25 °C von mehr als 0,5 g/L und sind daher nicht als Pigmente anzusehen. Bevorzugt besitzen die Säurefarbstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung besitzen eine Löslichkeit in Wasser (760 mmHg) bei 25 °C von mehr als 1 ,0 g/L.

Die Erdalkalisalze (wie beispielsweise Calciumsalze und Magnesiumsalze) bzw. Aluminiumsalze von Säurefarbstoffen besitzen oftmals eine schlechtere Löslichkeit als die entsprechenden Alkalisalze. Sofern die Löslichkeit dieser Salze unterhalb von 0,5 g/L (25 °C, 760 mmHg) liegt, fallen diese nicht unter die Definition eines direktziehenden Farbstoffes.

Ein wesentliches Merkmal der Säurefarbstoffe ist ihr Vermögen, anionische Ladungen auszubilden, wobei die hierfür verantwortlichen Carbonsäure- bzw. Sulfonsäuregruppen üblicherweise an verschiedene Chromophore Systeme geknüpft sind. Geeignete Chromophore Systeme finden sich beispielsweise in den Strukturen von Nitrophenylendiaminen, Nitroaminophenolen, Azofarbstoffen, Anthrachinonfarbstoffen, Triarylmethanfarbstoffen, Xanthen-Farbstoffen, Rhodamin-Farbstoffen, Oxazinfarbstoffen und/oder Indophenolfarbstoffen.

Im Rahmen einer Ausführungsform des Verfahrens bevorzugt ist damit der Einsatz eines Mittels (b) welches dadurch gekennzeichnet ist, dass es mindestens einen anionischen direktziehenden Farbstoff enthält, der ausgewählt ist aus der Gruppe der Nitrophenylendiamine, der

Nitroaminophenole, der Azofarbstoffe, der Anthrachinonfarbstoffe, der Triarylmethanfarbstoffe, der Xanthen-Farbstoffe, der Rhodamin-Farbstoffe, der Oxazinfarbstoffen und/oder der

Indophenolfarbstoffe, wobei die Farbstoffe aus der vorgenannten Gruppe jeweils mindestens eine Carbonsäuregruppe (-COOH), eine Natriumcarboxylatgruppe (-COONa), eine Kaliumcarboxylatgruppe (-COOK), eine Sulfonsäuregruppe (-SO3H) eine Natriumsulfonatgruppe (-SOsNa) und/oder eine Kaliumsulfonatgruppe (-SO3K) besitzen.

Als besonders gut geeignete Säurefarbstoffe können beispielsweise eine oder mehrere Verbindungen aus der folgenden Gruppe ausgewählt werden: Acid Yellow 1 (D&C Yellow 7, Citronin A, Ext. D&C Yellow No. 7, Japan Yellow 403, CI 10316, COLIPA n° B001), Acid Yellow 3 (COLIPA n° : C 54, D&C Yellow N° 10, Quinoline Yellow, E104, Food Yellow 13), Acid Yellow 9 (CI 13015), Acid Yellow 17 (CI 18965), Acid Yellow 23 (COLIPA n° C 29, Covacap Jaune W 1100 (LCW), Sicovit Tartrazine 85 E 102 (BASF), Tartrazine, Food Yellow 4, Japan Yellow 4, FD&C Yellow No. 5), Acid Yellow 36 (CI 13065), Acid Yellow 121 (CI 18690), Acid Orange 6 (CI 14270), Acid Orange 7 (2-Naphthol orange, Orange II, CI 15510, D&C Orange 4, COLIPA n° C015), Acid Orange 10 (C.l. 16230; Orange G sodium salt), Acid Orange 11 (CI 45370), Acid Orange 15 (CI 50120), Acid Orange 20 (CI 14600), Acid Orange 24 (BROWN 1 ; CI 20170; KATSU201 ; nosodiumsalt; Brown No.201 ; RESORCIN BROWN; ACID

ORANGE 24;Japan Brown 201 ; D & C Brown No.1), Acid Red 14 (C.l.14720), Acid Red 18 (E124,

Red 18; CI 16255), Acid Red 27 (E 123, CI 16185, C-Rot 46, Echtrot D, FD&C Red Nr.2, Food Red 9, Naphtholrot S), Acid Red 33 (Red 33, Fuchsia Red, D&C Red 33, CI 17200), Acid Red 35 (CI C.l.18065), Acid Red 51 (CI 45430, Pyrosin B, Tetraiodfluorescein, Eosin J, lodeosin), Acid Red 52 (CI 45100, Food Red 106, Solar Rhodamine B, Acid Rhodamine B, Red n° 106 Pontacyl Brilliant Pink), Acid Red 73 (CI CI 27290), Acid Red 87 (Eosin, CI 45380), Acid Red 92 (COLIPA n° C53, CI 45410), Acid Red 95 (CI 45425, Erythtosine.Simacid Erythrosine Y), Acid Red 184 (CI 15685), Acid Red 195, Acid Violet 43 (Jarocol Violet 43, Ext. D&C Violet n° 2, C.l. 60730, COLIPA n° C063), Acid Violet 49 (CI 42640), Acid Violet 50 (CI 50325), Acid Blue 1 (Patent Blue, CI 42045), Acid Blue 3 (Patent Blau V, CI 42051), Acid Blue 7 (CI 42080), Acid Blue 104 (CI 42735), Acid Blue 9 (E 133, Patentblau AE, Amidoblau AE, Erioglaucin A, CI 42090, C.l. Food Blue 2), Acid Blue 62 (CI 62045), Acid Blue 74 (E 132, CI 73015), Acid Blue 80 (CI 61585), Acid Green 3 (CI 42085, Foodgreenl), Acid Green 5 (CI 42095), Acid Green 9 (C.1.42100), Acid Green 22 (C.1.42170), Acid Green 25 (CI 61570, Japan Green 201 , D&C Green No. 5), Acid Green 50 (Brillantsäuregrün BS, C.l. 44090, Acid Brilliant Green BS, E 142), Acid Black 1 (Black n° 401 , Naphthalene Black 10B, Amido Black 10B, CI 20 470, COLIPA n° B15), Acid Black 52 (CI 15711), Food Yellow 8 (CI 14270), Food Blue 5, D&C Yellow 8, D&C Green 5, D&C Orange 10, D&C Orange 11 , D&C Red 21 , D&C Red 27, D&C Red 33, D&C Violet 2 und/oder D&C Brown 1.

Die Wasserlöslichkeit der direktziehenden Farbstoffe kann beispielsweise auf dem folgenden Weg bestimmt werden. 0,1 g des direktziehenden Farbstoffes werden in ein Becherglas gegeben. Es wird ein Rührfisch hinzugegeben. Dann werden 100 ml Wasser hinzugefügt. Diese Mischung wird auf einem Magnetrührer unter Rühren auf 25 °C erwärmt. Es wird für 60 Minuten gerührt. Danach wird die wässrige Mischung visuell beurteilt. Sind noch ungelöste Reste vorhanden, wird die Wassermenge -beispielsweise in Schritten von 10 ml - erhöht. Es wird solange Wasser zugegeben, bis sich die eingesetzte Farbstoffmenge komplett gelöst hat. Sofern sich die Farbstoff-Wasser-Mischung aufgrund der hohen Intensität des Farbstoffes nicht visuell beurteilten lässt, wird die Mischung filtriert. Bleibt auf dem Filterpapier ein Anteil an ungelösten Farbstoffen zurück, wird der Löslichkeitsversuch mit einer höheren Wassermenge wiederholt. Lösen sich 0,1 g des anionischen direktziehenden Farbstoffes bei 25 °C in 100 ml Wasser, so liegt die Löslichkeit des Farbstoffes bei 1 ,0 g/L.

Acid Yellow 1 trägt den Namen 8-Hydroxy-5,7-dinitro-2-naphthalenesulfonsäure Dinatriumsalz und besitzt eine Löslichkeit in Wasser von mindestens 40 g/L (25°C).

Acid Yellow 3 ist ein Gemisch der Natriumsalze von Mono- und Disulfonsäuren von 2-(2-Chinolyl)-1 H-indene-1 ,3(2H)-dion und besitzt eine Wasserlöslichkeit von 20 g/L (25 °C).

Acid Yellow 9 ist das Dinatriumsalz der 8-Hydroxy-5,7-dinitro-2-naphthalenesulfonsäure, seine Wasserlöslichkeit liegt oberhalb von 40 g/L (25 °C).

Acid Yellow 23 ist das Trinatriumsalz der4,5-Dihydro-5-oxo-1 -(4-sulfophenyl)-4-((4-sulfophenyl)azo)-1 H-pyrazole-3-carbonsäure und bei 25 °C gut in Wasser löslich.

Acid Orange 7 ist das Natriumsalz des 4-[(2-Hydroxy-1 -naphthyl)azo]benzensulfonats. Seine

Wasserlöslichkeit beträgt mehr als 7 g/L (25 °C).

Acid Red 18 ist das T rinatriumsalz von 7-Hydroxy-8-[(E)-(4-sulfonato-1 -naphthyl)-diazenyl)]-1 ,3-naphthalenedisulfonat und besitzt eine sehr hohe Wasserlöslichkeit von mehr als 20 Gew.-%.

Acid Red 33 ist das Dinatriumsalz des 5-Amino-4-hydroxy-3-(phenylazo)-naphthalene-2,7-disulphonats, seine Wasserlöslichkeit liegt bei 2,5 g/L (25 °C).

Bei Acid Red 92 handelt es sich um das Dinatriumsalz der 3,4,5,6-Tetrachloro-2-(1 ,4,5,8-tetrabromo-6-hydroxy-3-oxoxanthen-9-yl)benzoesäure, dessen Wasserlöslichkeit mit größer 10 g/L angegeben wird (25 °C).

Acid Blue 9 ist das Dinatriumsalz von 2-({4-[N-ethyl(3-sulfonatobenzyl]amino]phenyl}{4-[(N-ethyl(3-sulfonatobenzyl)imino]-2,5-cyclohexadien-1 -ylidene}methyl)-benzenesulfonat und besitzt eine Wasserlöslichkeit von mehr als 20 Gew.-% (25 °C).

Ein ganz besonders bevorzugtes Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (b) mindestens einen anionischen direktziehenden Farbstoff aus der Gruppe bestehend aus Acid Yellow

1 , Acid Yellow 3, Acid Yellow 9, Acid Yellow 17, Acid Yellow 23, Acid Yellow 36, Acid Yellow 121 , Acid Orange 6, Acid Orange 7, Acid Orange 10, Acid Orange 1 1 , Acid Orange 15, Acid Orange 20, Acid Orange 24, Acid Red 14, Acid Red, Acid Red 27, Acid Red 33, Acid Red 35, Acid Red 51 , Acid Red 52, Acid Red 73, Acid Red 87, Acid Red 92, Acid Red 95, Acid Red 184, Acid Red 195, Acid Violet 43, Acid Violet 49, Acid Violet 50, Acid Blue 1 , Acid Blue 3, Acid Blue 7, Acid Blue 104, Acid Blue 9, Acid Blue 62, Acid Blue 74, Acid Blue 80, Acid Green 3, Acid Green 5, Acid Green 9, Acid Green 22, Acid Green 25, Acid Green 50, Acid Black 1 , Acid Black 52, Food Yellow 8, Food Blue 5, D&C Yellow 8, D&C Green 5, D&C Orange 10, D&C Orange 1 1 , D&C Red 21 , D&C Red 27, D&C Red 33, D&C Violet

2, D&C Brown 1 und Mischungen enthält.

Der oder die direktziehenden Farbstoffe, insbesondere die anionischen direktziehenden Farbstoffe, können je nach erwünschter Farbintensität in verschiedenen Mengen im Mittel (b) eingesetzt werden. Besonders gute Ergebnisse konnten erhalten werden, wenn das Mittel (b) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (b) - einen oder mehrere direktziehende Farbstoffe in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,1 bis 8 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,2 bis 6 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,5 bis 4,5 Gew.-% enthält.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist ein Mittel (b) dadurch gekennzeichnet, dass es -bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (b) - einen oder mehrere direktziehende Farbstoffe in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,1 bis 8 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,2 bis 6 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,5 bis 4,5 Gew.-% enthält.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Mittel (b) dadurch gekennzeichnet, dass es -bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels - einen oder mehrere anionische direktziehende Farbstoffe in einer Gesamtmenge von 0,01 bis 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,1 bis 8 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,2 bis 6 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,5 bis 4,5 Gew.-% enthält.

Mittel (c)

Das Mittel (c) kann als Nachbehandlungsmittel bezeichnet werden. Mittel (c) ist gekennzeichnet durch die Anwesenheit zweier ausgewählter Silikone.

Die im Mittel (c) enthaltenen Silikonöle umfassen Si-O-Wiederholungseinheiten, wobei die Si-Atome organische Reste wie beispielsweise Alkylgruppen oder substituierte Alkylgruppen tragen können.

Die im Mittel (c) enthaltenen Silikone sind polymere Verbindungen, deren Molekulargewicht bei mindestens 500 g/mol, bevorzugt bei mindestens 1000 g/mol, weiter bevorzugt bei mindestens 2500 g/mol, und besonders bevorzugt von mindestens 5000 g/mol liegt. Die im Mittel (c) enthaltenen Silikonöle sind daher von den organischen Siliciumverbindungen des Mittels (a) verschieden.

Die beiden Silikone sind jeweils hydroxy-terminiert, das heißt das jedes der beiden Silikone mindestens eine endständige OH-Gruppe aufweist.

Ein Gegenstand der Anmeldung ist mit anderen Worten ein Verfahren zum Färben von keratinischem Material, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte:

- Anwendung eines Mittels (a) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung mit einem, zwei oder drei Siliciumatomen enthält,

- Anwendung eines Mittels (b) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält,

- Anwendung eines Mittels (c) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (c) mindestens zwei polymere Silikone enthält.

Ein weiterer Gegenstand der Anmeldung ist mit anderen Worten ein Verfahren zum Färben von keratinischem Material, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte:

- Anwendung eines Mittels (a) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung mit einem, zwei oder drei Siliciumatomen enthält,

- Anwendung eines Mittels (b) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält,

- Anwendung eines Mittels (c) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (c) enthält:

- (c1) ein hydroxy-terminiertes Polyorganosiloxans und

(c2) ein Reaktionsprodukts eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses.

Im Zuge der zu dieser Erfindung führenden Arbeiten konnte herausgefunden werden, dass die im Mittel (c) verwendeten Silikone einen sehr starken Einfluss auf die Auswaschresistenz des gefärbten keratinischen Materials (bzw. Haares) nehmen können.

In dem Verfahren wird durch die Anwendung des Mittels (a) zunächst ein Film von siliciumorganischen Verbindungen (d.h. Silanen) auf dem keratinischen Material erzeugt, der eine sehr hohe Affinität zu dem keratinischem Material besitzt. In Wechselwirkung mit den farbgebenden Verbindungen des Mittels (b) bildet sich nun eine Schicht von farbgebenden Verbindungen auf dem keratinischen Material aus, wobei die farbgebenden Verbindungen durch die von der/den organischen

Siliciumverbindung(en) des Mittels (a) gebildete Schicht auf dem keratinischen Material fixiert werden. Es hat sich herausgestellt, dass die gebildeten Schichten oder Filme auf dem keratinischen Material durch die im Mittel (c) enthaltenen hydroxy-terminierten Polyorganosiloxane stabilisiert werden. Ohne an diese Theorie gebunden sein zu wollen, wird vermutet, dass die hydroxy-terminierten

Polyorganosiloxane kovalente Bindungen mit den in der gebildeten Schicht enthaltenen organischen Siliciumverbindung(en) oder deren Reaktionsprodukten ausbilden.

Geeignete hydroxy-terminierte Polyorganosiloxane sind solche mit der INCI-Bezeichnung

Dimethiconol.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das Mittel (c) als hydroxy-terminiertes

Polyorganosiloxan (c1 ) ein Polyorganosiloxan der Formel (I)


umfasst,

worin

Xi und X2 unabhängig voneinander OH, OR1 , R2, O-PDMS oder O-fSiloxan bedeuten,

X3 Wasserstoff oder einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen je Rest, PDMS oder fSiloxan bedeutet,

X4 ein Rest der Formel

CH2NHR4 - CH2NR42 oder

ist und

a eine Zahl von 1 bis 100 ist,

wobei

R1 einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet,

R2 einen einwertigen, gegebenenfalls mit den Elementen N, P, S, O, Si und Halogen substituierten, gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 200 Kohlenstoffatomen je Rest bedeutet,

PDMS für


steht,

R3 unabhängig voneinander jeweils einen einwertigen, gegebenenfalls mit den Elementen N, P, S, O, Si und Halogen substituierten, gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 200 Kohlenstoffatomen je Rest bedeutet,

A ein Rest der Formel R6-[NR7-R8-]fNR72 bedeutet,

wobei

R6 ein zweiwertiger linearer oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet,

R7 ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Acylrest bedeutet, R8 ein zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet,

b eine Zahl von 1 bis 2000 ist,

c 0 oder eine Zahl von 1 bis 2000 ist,

d eine Zahl von 1 bis 1000 ist,

e 0 oder eine Zahl von 1 bis 5 ist,

f 0, 1 , 2, 3 oder 4 ist,

Z Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder

bedeutet,

R4 einen einwertigen, gegebenenfalls N- und/oder O-Atome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet und

R5 einen zweiwertigen gegebenenfalls N- und/oder O-Atome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet,

mit der Maßgabe, dass das Polyorganosiloxan der Formel (I) mindestens eine endständige OH-Gruppe aufweist.

Im Rahmen einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein

erfindungsgemäßes Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) mindestens ein

Polyorganosiloxan der Formel (I)


umfasst,

worin

Xi und X2 unabhängig voneinander OH, OR1, R2, O-PDMS oder O-fSiloxan bedeuten,

X3 Wasserstoff oder einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen je Rest, PDMS oder fSiloxan bedeutet,

X4 ein Rest der Formel

CH2NHR4 CH2NR4

2 oder

ist und

a eine Zahl von 1 bis 100 ist,

wobei

R1 einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet,

R2 einen einwertigen, gegebenenfalls mit den Elementen N, P, S, O, Si und Halogen substituierten, gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 200 Kohlenstoffatomen je Rest bedeutet,

PDMS für

steht,

fSiloxan für


steht,

R3 unabhängig voneinander jeweils einen einwertigen, gegebenenfalls mit den Elementen N, P, S, O, Si und Halogen substituierten, gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 200 Kohlenstoffatomen je Rest bedeutet,

A ein Rest der Formel R6-[NR7-R8-]fNR72 bedeutet,

wobei

R6 ein zweiwertiger linearer oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet,

R7 ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Acylrest bedeutet, R8 ein zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet,

b eine Zahl von 1 bis 2000 ist,

c 0 oder eine Zahl von 1 bis 2000 ist,

d eine Zahl von 1 bis 1000 ist,

e 0 oder eine Zahl von 1 bis 5 ist,

f 0, 1 , 2, 3 oder 4 ist,

Z Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder


bedeutet,

R4 einen einwertigen, gegebenenfalls N- und/oder O-Atome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet und

R5 einen zweiwertigen gegebenenfalls N- und/oder O-Atome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet,

mit der Maßgabe, dass das Polyorganosiloxan der Formel (I) mindestens eine endständige OH-Gruppe aufweist, als hydroxy-terminierte Polyorganosiloxan enthält.

Beispiele für einen Alkylrest R1 sind Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, /so-Propyl-, 1 -n-Butyl-, 2-n-Butyl-, iso-Butyl-, fe/f.-Butyl-, n-Pentyl-, /so-Pentyl-, neo-Pentyl-, fe/f.-Pentyl, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, /so-Octyl oder 2,2,4-Trimethylpentyl-, wobei Methyl-, Ethyl- und Butyl- bevorzugt sind.

Beispiele für Kohlenwasserstoffreste R2 und R3 sind Alkylreste, wie Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, iso-Propyl-, 1-n-Butyl-, 2-n-Butyl-, /so-Butyl-, fe/f.-Butyl-, n-Pentyl-, /so-Pentyl-, neo-Pentyl-, fe/f.-Pentyl, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, /so-Octyl, 2,2,4-Trimethylpentyl-, n-Nonyl-, n-Decyl-, n-Dodecyl-, n-Octadecyl-, Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Cycloheptyl-, Methylcyclohexyl-, Vinyl-, 5-Hexenyl-,

Cyclohexenyl-, 1-Propenyl-, Allyl-, 3-Butenyl-, 4-Pentenyl-, Phenyl-, Naphthyl-, Anthryl-, Phenanthryl-, o-Tolyl-, m-Tolyl, p-Tolyl-, Xylyl-, Ethylphenyl-, Benzyl-, alpha-Phenylethyl- und beta-Phenylethylreste. Bevorzugt sind als Rest R2 der Methyl-, Ethyl-, Octyl- und Phenylrest, besonders bevorzugt sind der Methyl- und Ethylrest.

Beispiele für halogenierte Reste R2 und R3 sind der 3,3,3-Trifluor-n-propyl-, 2, 2, 2,2', 2', 2'-Hexafluorisopropyl-, Heptafluorisopropyl-, o-Chlorphenyl-, m-Chlorphenyl und p-Chlorphenylrest.

Beispiele für R4 sind die für die Kohlenwasserstoffreste R2 und R3 aufgeführten Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Alkaryl- und Aralkylreste.

Bevorzugte Beispiele für R5 sind Reste der Formeln -CH2-CH2-O-CH2-CH2-, -CH2-CH2-NH-CH2-CH2-oder -CH2-CH2-NH-CH2-, wobei der Rest -CH2-CH2-O-CH2-CH2- besonders bevorzugt ist.

Beispiele für R6 sind Alkylenrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen wie Propylen, Butylen, Pentylen, Hexylen, Heptylen, Octylen, Nonylen und Decylen.

R7 kann ein Wasserstoffatom, ein Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, /so-Propyl-, 1-n-Butyl-, 2-n-Butyl-, /so-Butyl-, fe/f.-Butyl-, n-Pentyl-, /so-Pentyl-, neo-Pentyl-, fe/f.-Pentyl, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, /so-Octyl, 2,2,4-Trimethylpentyl- oder Acetylrest sein, wobei ein Wasserstoffatom bevorzugt ist.

Bevorzugte Beispiele für R8 sind Alkylenreste wie Methylen, Ethylen, Propylen, Butylen, Pentylen, oder Hexylen.

Z ist bevorzugt Wasserstoff oder Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, /so-Propyl-, 1-n-Butyl-, 2-n-Butyl-, /so-Butyl-, fe/f.-Butyl-, n-Pentyl-, /so-Pentyl-, neo-Pentyl-, fe/f.-Pentyl, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, /so-Octyl oder 2,2,4-Trimethylpentyl-, wobei Wasserstoff, Methyl-, Ethyl- und Butyl- besonders bevorzugt sind.

Bevorzugte Reste X4 sind entsprechend der obigen Definitionen für R4 und R5 Aminomethyl-, Methylaminomethyl-, Dimethylaminomethyl-, Diethylaminomethyl-, Dibutylaminomethyl-,

Cyclohexylaminomethyl-, Morpholinomethyl-, Piperidinomethyl-, Piperazinomethyl-,

((Diethoxymethylsilyl)methyl)cyclohexylaminomethyl-, ((Triethoxysilyl)methyl)cyclohexylaminomethyl-, Anilinomethyl-, 3-Dimethylaminopropyl-aminomethyl-, Bis(3-dimethylaminopropyl)aminomethylrest und Mischungen daraus. Dabei ist es höchst bevorzugt, wenn das kosmetische Mittel Polyorganosiloxane der Formel (I) enthält, die als Rest X4 den Morpholinomethylrest enthalten.

Entsprechend der Definitionen für R6, R7 und R8 sind bevorzugte Beispiele für Rest A:

-(CH2)3NH2

-(CH2)3-NH-(CH2)2-NH2

-CH2CH(CH3)CH2-NH-(CH2)2-NH2

-(CH2)3-NH(Cyclohexyl)

-(CH2)3-NHCH3

-(CH2)3-N(CH3)2

-(CH2)3-NHCH2CH3

-(CH2)3-N(CH2CH3)2

-(CH2)4-NH2

-CH2CH(CH3)CH2-NH2

-(CH2)3-NH-(CH2)2-NHCH3

-(CH2)3-NH-(CH2)2-N(CH3)2

-(CH2)3-NH-(CH2)2-NHCH2CH3

-(CH2)3-NH-(CH2)2-N(CH2CH3)2

-(CH2)3[-NH-CH2CH2]2-NH2

-(CH2)3-NH(Acetyl)

-(CH2)3-NH-(CH2)2-NH(Acetyl) und

-(CH2)3-N(Acetyl)-(CH2)2-NH(Acetyl).

Zur Herstellung der Polyorganosiloxane der Formel (I) werden vorzugsweise handelsübliche

Polydimethylsiloxane mit endständigen Silanolgruppen und/oder Polydimethylsiloxane mit endständigen Alkoxy- und Silanolgruppen und/oder Amin-funktionalisierte Siloxane, die

Silanolgruppen oder Alkoxy- und Silanolgruppen enthalten, mit einem Dialkoxy- und/oder

Trialkoxysilan, welches einen Rest Formel

4 4

- CH2NHR4 - CH2NR42 oder


aufweist, umgesetzt.

Entsprechend steht in Formel (I)„fSiloxan“ für einen Rest, der sich von einem Amin-funktionalisierten Siloxan ableitet.

Besonders bevorzugt werden Trialkoxysilane oder eine Mischung von Dialkoxy- und Trialkoxysilanen, eingesetzt, wobei der Einsatz von Trialkoxysilanen alleine besonders bevorzugt ist. Beim Einsatz von Trialkoxysilanen oder einer Mischung von Dialkoxy- und Trialkoxysilanen werden unabhängig von der Struktur der eingesetzten Siloxane und der Position der Alkoxy- und/oder Silanolgruppen in den Siloxanen zumindest teilweise vernetzte Polyorganosiloxane erhalten. In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform enthält das kosmetische Mittel vernetzte Polyorganosiloxane. In einer höchst bevorzugten Ausführungsform enthält das kosmetische Mittel vernetzte Polyorganosiloxane, die aus der Umsetzung von Siloxanen und Trialkoxysilanen hervorgegangen sind.

Bevorzugte Beispiele für die eingesetzten Dialkoxy- oder Trialkoxysilane umfassen:

Diethylaminomethylmethyldimethoxysilan,

Dibutylaminomethyltriethoxysilan,

Dibutylaminomethyltributoxysilan,

Cyclohexylaminomethyltrimethoxysilan,

Cyclohexylaminomethyltriethoxysilan,

Cyclohexylaminomethyl-methyldiethoxysilan,

Anilinomethyltriethoxysilan,

Anilinomethylmethyldiethoxysilan,

Morpholinomethyltriethoxysilan,

Morpholinomethyltrimethoxysilan,

Morpholinomethyltriisopropoxysilan,

3-Dimethylaminopropyl-aminomethyltrimethoxysilan,

Morpholinomethyltributoxysilan,

Morpholinomethyltrialkoxysilan, wobei der Alkoxyrest ein Ci-C4-Alkoxyrest ist, insbesondere ein Gemisch aus Methoxy- und Ethoxyrest ist,

Piperazinomethyltriethoxysilan,

Piperidinomethyltriethoxysilan und

Teilhydrolysate davon.

Ein besonders bevorzugtes Silan ist Morpholinomethyltriethoxysilan.

Ein besonders bevorzugt einsetzbares Amin-funktionalisiertes Siloxan ist ein Copolymer aus 3-(2-Aminoethylamino)propylmethylsiloxy- und Dimethylsiloxyeinheiten, welches Silanolgruppen oder Alkoxy- und Silanolgruppen aufweist.

Es ist ein kosmetisches Mittel besonders bevorzugt, bei dem als hydroxy-terminiertes

Polyorganosiloxan mindestens eine unter der INCI-Bezeichnung Amodimethicone/Morpholinomethyl Silsesquioxane Copolymer bekannte Verbindung eingesetzt wird. Kommerziell erhältlich ist dieses Polyorganosiloxan unter der Bezeichnung Belsil® ADM 8301 E (ex Wacker). Der Rohstoff stellt eine Mikroemulsion dar und weist die folgenden Bestandteile auf: Amodimethicone/Morpholinomethyl Silsesquioxane Copolymer, Trideceth-5, Glycerin, Phenoxyethanol und Wasser.

Im Rahmen einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) eine unter der INCI-Bezeichnung

Amodimethicone/Morpholinomethyl Silsesquioxane Copolymer bekannte Verbindung als hydroxy-terminiertes Polyorganosiloxan (c1) enthält.

Das Mittel (c) enthält das hydroxy-terminierte Polyorganosiloxan (c1) in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,1 bis 8 Gew.-%, mehr bevorzugt von 0,125 bis 6 Gew.-%, noch mehr bevorzugt 0,15 bis 4 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,2 bis 2 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des kosmetischen Mittels (c).

Als zweite Inhaltsstoff (c2) enthält das Mittel (c) das Reaktionsprodukts eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses.

Die Säure, der Alkohol oder das Wachs reagieren mit der/den endständigen Hydroxygruppen Polyorganosiloxans und bilden beispielsweise Ester oder Ether aus.

Im Rahmen einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) als Reaktionsprodukts eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses (c2) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Reaktionsprodukten eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Fettsäure, Reaktionsprodukten eines hydroxy-terminierten

Polyorganosiloxans mit einer Aminosäure, Reaktionsprodukten eines hydroxy-terminierten

Polyorganosiloxans mit einer a-Hydroxysäure und Mischungen daraus.

Bevorzugt enthält das Mittel (c) als Bestandteil (c2) das Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Fettsäure.

Entsprechend ist im Rahmen einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) als Reaktionsprodukts eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses (c2) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Fettsäure enthält.

Fettsäuren sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung aliphatische Carbonsäuren, welche unverzweigte oder verzweigte, gegebenenfalls hydroxylierte, Kohlenwasserstoffreste mit 4 bis 40, vorzugsweise 8 bis 24, Kohlenstoffatomen aufweisen. Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung eingesetzten Fettsäuren können sowohl natürlich vorkommende als auch synthetisch hergestellte Fettsäuren sein. Weiterhin können die Fettsäuren einfach oder mehrfach ungesättigt sein. Die Fettsäure kann auch ein Gemisch aus mehreren Fettsäuren umfassen.

Besonders bevorzugte Fettsäuren sind ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Behensäure, Fettsäuren, die aus dem Samenöl von Borretsch ( Borago officinalis L) gewonnen werden, Fettsäuren, die aus Vateria Indica gewonnen werden, 12-Hydroxystearinsäure, Isostearinsäure, Fettsäuren, die aus dem Samenöl von amerikanischem Wiesenschaumkraut („meadowfoam seed oil“J gewonnen werden, Fettsäuren der Mohwabutter, Fettsäuren, die aus Saibutter gewonnen werden, Fettsäuren, die aus Kokumbutter gewonnen werden, Fettsäuren, die aus Illipebutter gewonnen werden,

Stearinsäure und Mischungen daraus.

Reaktionsprodukte eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Fettsäure umfassen beispielsweise das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Behensäure (INCI: dimethiconol

behenate), das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Fettsäuren, die aus dem Samenöl von Borretsch ( Borago officinalis L) gewonnen werden (INCI: dimethiconol borageate), das

Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Fettsäuren, die aus Vateria Indica gewonnen werden (INCI: dimethiconol dhupa butterate), das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit 12-Hydroxystearinsäure (INCI: dimethiconol hydroxystearate), das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Isostearinsäure (INCI: dimethiconol isostearate), das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Fettsäuren, die aus dem Samenöl von amerikanischem Wiesenschaumkraut („meadowfoam seed oil“) gewonnen werden (INCI: dimethiconol meadowfoamate), das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Fettsäuren der Mohwabutter (INCI: dimethiconol mohwa butterate), das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Fettsäuren, die aus Salbutter gewonnen werden (INCI: dimethiconol sal butterate), das

Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Fettsäuren, die aus Kokumbutter gewonnen werden (INCI: dimethiconol kokum butterate), das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Fettsäuren, die aus Illipebutter gewonnen werden (INCI: dimethiconol illipe butterate) und/oder das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Stearinsäure (INCI: dimethiconol stearate).

Ganz besonders bevorzugt ist die Fettsäure ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Fettsäuren, die aus dem Samenöl von amerikanischem Wesenschaumkraut („meadowfoam seed oil“) gewonnen werden, Behensäure, Stearinsäure und Mischungen daraus. Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Fettsäure ein Gemisch aus Fettsäuren, die aus dem Samenöl von amerikanischem

Wesenschaumkraut („meadowfoam seed oil“) gewonnen werden, umfasst. Es ist äußerst bevorzugt, dass die Fettsäure ein Gemisch aus Fettsäuren, die aus dem Samenöl von amerikanischem

Wesenschaumkraut („meadowfoam seed oil“) gewonnen werden, ist.

Ein geeignetes Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Fettsäure ist beispielsweise unter der Bezeichnung Fancorsil LIM-2 (INCI: Dimethiconol Meadowfoamate) von

Eiementis erhältlich.

Im Rahmen einer weiteren explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) enthält:

(c1) mindestens eine unter der INCI-Bezeichnung Amodimethicone/Morpholinomethyl Silsesquioxane Copolymer bekannte Verbindung

(c2) das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Fettsäuren, die aus dem Samenöl von

amerikanischem Wesenschaumkraut („meadowfoam seed oil“) gewonnen werden (INCI: dimethiconol meadowfoamate).

Eine ebenfalls explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) enthält:

(c1) mindestens eine unter der INCI-Bezeichnung Amodimethicone/Morpholinomethyl Silsesquioxane Copolymer bekannte Verbindung

(c2) das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Stearinsäure (INCI: dimethiconol stearate).

Eine weitere ebenfalls explizit ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) enthält:

(c1) mindestens eine unter der INCI-Bezeichnung Amodimethicone/Morpholinomethyl Silsesquioxane Copolymer bekannte Verbindung

(c2) das Reaktionsprodukt von Dimethiconol mit Behensäure (INCI : dimethiconol behenate).

Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (c) -das Reaktionsprodukts eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses (c2) in einer Menge von 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,2 bis 8 Gew.-%, mehr bevorzugt von 0,3 bis 6 Gew.-%, noch bevorzugt 0,4 bis 4 Gew.-% und besonders bevorzugt von 0,5 bis 2 Gew.-%, enthält.

Weitere Inhaltsstoffe in den Mitteln (a), (bl und (c)

Die zuvor beschriebenen Mittel (a), (b) und (c) können ferner auch noch ein oder mehrere optionale Inhaltsstoffe enthalten.

Die Mittel können zusätzlich ein oder mehrere Tenside enthalten. Unter dem Begriff Tenside werden grenzflächenaktive Substanzen verstanden. Man unterscheidet anionische Tenside bestehend aus einem hydrophoben Rest und einer negativ geladenen hydrophilen Kopfgruppe, amphotere Tenside, welche sowohl eine negative als auch eine kompensierende positive Ladung tragen, kationische Tenside, welche neben einem hydrophoben Rest eine positiv geladene hydrophile Gruppe aufweisen, und nichtionische Tenside, welche keine Ladungen sondern starke Dipolmomente aufweisen und in wässriger Lösung stark hydratisiert sind.

Als zwitterionische Tenside werden solche oberflächenaktiven Verbindungen bezeichnet, die im Molekül mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine -COO<-> - oder -S03( ) -Gruppe tragen. Besonders geeignete zwitterionische Tenside sind die sogenannten Betaine wie die N-Alkyl-N,N-dimethylammonium-glycinate, beispielsweise das Kokosalkyl-dimethylammoniumglycinat, N-Acyl-aminopropyl-N,N-dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosacylaminopropyl-dimethylammoniumglycinat, und 2-Alkyl-3-carboxymethyl-3-hydroxyethyl-imidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl- oder Acylgruppe sowie das

Kokosacylaminoethylhydroxyethylcarboxymethylglycinat. Ein bevorzugtes zwitterionisches Tensid ist das unter der INCI-Bezeichnung Cocamidopropyl Betaine bekannte Fettsäureamid-Derivat.

Unter ampholytischen Tensiden werden solche oberflächenaktiven Verbindungen verstanden, die außer einer Cs - C24 -Alkyl- oder -Acylgruppe im Molekül mindestens eine freie Aminogruppe und mindestens eine -COOH- oder -SOsH-Gruppe enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind. Beispiele für geeignete ampholytische Tenside sind N-Alkylglycine, N-Alkylpropionsäuren, N-Alkylaminobuttersäuren, N-Alkyliminodipropionsäuren, N-Hydroxyethyl-N-alkylamidopropylglycine, N-Alkyltaurine, N-Alkylsarcosine, 2-Alkylaminopropionsäuren und Alkylaminoessigsäuren mit jeweils etwa 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe. Typische Beispiele für amphotere bzw. zwitterionische Tenside sind Alkylbetaine, Alkylamidobetaine, Amino-propionate, Aminoglycinate,

Imidazoliniumbetaine und Sulfobetaine.

Besonders bevorzugte ampholytische Tenside sind das N-Kokosalkylaminopropionat, das

Kokosacylaminoethylaminopropionat und das C12 - Cie -Acylsarcosin.

Die Mittel können auch zusätzlich mindestens ein nichtionisches Tensid enthalten. Geeignete nichtionische Tenside sind Alkylpolyglykoside sowie Alkylenoxid-Anlagerungsprodukte an Fettalkohole und Fettsäuren mit jeweils 2 bis 30 Mol Ethylenoxid pro Mol Fettalkohol bzw. Fettsäure erwiesen. Zubereitungen mit guten Eigenschaften werden ebenfalls erhalten, wenn sie als nichtionische Tenside Fettsäureester von ethoxyliertem Glycerin enthalten, die mit mindestens 2 Mol Ethylenoxid umgesetzt wurden.

Es kann insbesondere bevorzugt sein, dass das Mittel (c) ferner einen alkoxylierten Fettalkohol enthält.

Der Fettalkohol kann beispielsweise ausgewählt werden aus Cg-Cn-Fettalkoholen, C12-C13-Fettalkoholen, Ci2-Ci5-Fettalkoholen, Ci2-Ci6-Fettalkoholen, Cu-Cis-Fettalkoholen, Arachidylalkohol, Behenylalkohoi, Caprylalkohol, Cetearylalkohol, Cetylalkohol, Kokosalkohol, Decylalkohoi,

(hydriertem) Talgalkohol, Laurylalkohol, Myristylalkohol, Oleylalkohol, Palmalkohol, Palmkernalkohol, Stearylalkohol und Tridecylalkohol.

Die Alkoxygruppe kann insbesondere Ethoxy- und/oder Propoxy- und/oder Butoxy-Gruppen umfassen. Besonders bevorzugt ist der alkoxylierte Fettalkohol ein ethoxylierter Fettalkohol.

Die mindestens eine Alkoxygruppe des„alkoxylierten Fettalkohols“ kann beispielsweise aus einer Alkoxylierungsreaktion mit Alkylenoxid, insbesondere Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, abgeleitet sein.

Es ist bevorzugt, dass der alkoxylierte Fettalkohol ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Ceteareth-2, Ceteareth-3, Ceteareth-4, Ceteareth-5, Ceteareth-6, Ceteareth-7, Ceteareth-8,

Ceteareth-9, Ceteareth-10, Ceteareth-1 1 , Ceteareth-12, Ceteareth-13, Ceteareth-14, Ceteareth-15, Ceteareth-16, Ceteareth-17, Ceteareth-18, Ceteareth-20, Ceteareth-22, Ceteareth-23, Ceteareth-24, Ceteareth-25, Ceteareth-27, Ceteareth-28, Ceteareth-29, Ceteareth-30, Ceteareth-33, Ceteareth-34, Ceteareth-40, Ceteareth-50, Ceteareth-55, Ceteareth-60, Ceteareth-80, Ceteareth-100, Laureth-1 , Laureth-2, laureth-3, Laureth-4, Laureth-5, Laureth-6, Laureth-7, Laureth-8, Laureth-9, Laureth-10, Laureth-1 1 , Laureth-12, Laureth-13, Laureth-14, Laureth-15, Laureth-16, Laureth-20, Laureth-23, Laureth-25, Laureth-30, Laureth-40, Deceth-3, Deceth-5, Oleth-5, Oleth-30, Steareth-2, Steareth-4, Steareth-6, Steareth-7, Steareth-10, Steareth-1 1 , Steareth-13, Steareth-14, Steareth-15, Steareth-20, Steareth-21 , Steareth-25, Steareth-27, Steareth-30, Steareth-40, Steareth-50, Steareth-100 und Mischungen daraus.

Die Bezeichnung Ceteareth-2 steht dabei beispielsweise für einen C16-C18 Fettalkohol mit

durchschnittlich 2 Ethylenoxid-Einheiten pro Molekül.

In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des Mittels (c) umfasst der alkoxylierte Fettalkohol Ceteareth-20.

Die Menge an dem alkoxylierten Fettalkohol beträgt vorzugsweise 0,1 bis 5 Gew.-% und mehr bevorzugt 0,25 bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge an Mittel (c).

Weiterhin können die Mittel zusätzlich auch mindestens ein kationisches Tensid enthalten. Unter kationischen Tensiden werden Tenside, also grenzflächenaktive Verbindungen, mit jeweils einer oder mehreren positiven Ladungen verstanden. Kationische Tenside enthalten ausschließlich positive Ladungen. Üblicherweise sind diese Tenside aus einem hydrophoben Teil und einer hydrophilen Kopfgruppe aufgebaut, wobei der hydrophobe Teil in der Regel aus einem Kohlenwasserstoff-Gerüst (z.B. bestehend aus einer oder zwei linearen oder verzweigten Alkylketten) besteht, und die positive(n) Ladung(en) in der hydrophilen Kopfgruppe lokalisiert sind. Beispiele für kationische Tenside sind

- quartäre Ammoniumverbindungen, die als hydrophobe Reste ein oder zwei Alkylketten mit einer Kettenlänge von 8 bis 28 C-Atomen tragen können,

- quartäre Phosphoniumsalze, substituiert mit einer oder mehreren Alkylketten mit einer Kettenlänge von 8 bis 28 C-Atomen oder

- tertiäre Sulfonium-Salze.

Weiterhin kann die kationische Ladung auch in Form einer Onium-Struktur Bestandteil eines heterozyklischen Ringes (z.B. eines Imidazoliumringe oder einer Pyridiniumringes) sein. Neben der funktionellen Einheit, welche die kationische Ladung trägt, kann das kationische Tensid auch weitere ungeladene funktionelle Gruppen beinhalten, wie dies beispielsweise bei Esterquats der Fall ist. Die kationischen Tenside werden in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 45 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.· % und ganz besonders bevorzugt von 1 bis 15 Gew.-% - bezogen auf das Gesamtgewicht des jeweiligen Mittels - eingesetzt.

Es kann insbesondere bevorzugt sein, dass das Mittel (c) frei von kationischen Tensiden ist, da diese destabilisierend wirken können.„Frei von“ bedeutet, dass das Mittel (c) maximal 0,2 Gew.-% und bevorzugt 0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (c), an kationischen Tensiden enthält.

Weiterhin können die Mittel auch mindestens ein anionisches Tensid enthalten. Als anionische Tenside werden oberflächenaktive Mittel mit ausschließlich anionischen Ladungen (neutralisiert durch ein entsprechendes Gegenkation) bezeichnet. Beispiele für anionische Tenside sind Fettsäuren, Alkylsulfate, Alkylethersulfate und Ethercarbonsäuren mit 12 bis 20 C-Atomen in der Alkylgruppe und bis zu 16 Glykolethergruppen im Molekül.

Die anionischen Tenside werden in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 45 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 30 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 1 bis 15 Gew.-% - bezogen auf das Gesamtgewicht des jeweiligen Mittels - eingesetzt.

Zur Einstellung des gewünschten pH-Wertes können die Mittel (a), (b) und (c) auch mindestens ein Alkalisierungsmittel und/oder Acidifizierungsmittel enthalten. Bei den pH-Werten im Sinne der vorliegenden Erfindung handelt es sich um pH-Werte, die bei einer Temperatur von 22°C gemessen wurden.

Als Alkalisierungsmittel können die Mittel (a), (b) und (c) beispielsweise Ammoniak, Alkanolamine und/oder basische Aminosäuren enthalten.

Die in den Mitteln einsetzbaren Alkanolamine werden bevorzugt ausgewählt aus primären Aminen mit einem C2-C6-Alkylgrundkörper, der mindestens eine Hydroxylgruppe trägt. Bevorzugte Alkanolamine werden aus der Gruppe ausgewählt, die gebildet wird aus 2-Aminoethan-1 -ol (Monoethanolamin), 3-Aminopropan-1 -ol, 4-Aminobutan-1 -ol, 5-Aminopentan-1 -ol, 1 -Aminopropan-2-ol, 1 -Aminobutan-2-ol, 1 -Aminopentan-2-ol, 1 -Aminopentan-3-ol, 1 -Aminopentan-4-ol, 3-Amino-2-methylpropan-1 -ol, 1 -Amino-2-methylpropan-2-ol, 3-Aminopropan-1 ,2-diol, 2-Amino-2-methylpropan-1 ,3-diol.

Besonders bevorzugte Alkanolamine werden ausgewählt aus 2-Aminoethan-1 -ol und/oder 2-Amino-2-methylpropan-1 -ol. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform ist daher dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittel (a), (b) und/oder (c) als Alkalisierungsmittel ein Alkanolamin ausgewählt aus 2-Aminoethan-1 -ol und/oder 2-Amino-2-methylpropan-1 -ol enthält.

Als Aminosäure im Sinne der Erfindung gilt eine organische Verbindung, die in ihrer Struktur mindestens eine protonierbare Aminogruppe und mindestens eine -COOH- oder eine -SOsH-Gruppe enthält. Bevorzugte Aminosäuren sind Aminocarbonsäuren, insbesondere a-(alpha)-Aminocarbonsäuren und w-Aminocarbonsäuren, wobei a-Aminocarbonsäuren besonders bevorzugt sind.

Unter basischen Aminosäuren sind erfindungsgemäß solche Aminosäuren zu verstehen, welche einen isoelektrischen Punkt pl von größer 7 besitzen.

Basische a-Aminocarbonsäuren enthalten mindestens ein asymmetrisches Kohlenstoffatom. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können beide möglichen Enantiomere als spezifische Verbindung oder auch deren Gemische, insbesondere als Racemate, gleichermaßen eingesetzt werden. Es ist

jedoch besonders vorteilhaft, die natürlich bevorzugt vorkommende Isomerenform, üblicherweise in L-Konfiguration, einzusetzen.

Die basischen Aminosäuren werden bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird aus Arginin, Lysin, Ornithin und Histidin, besonders bevorzugt aus Arginin und Lysin. In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Mittel daher dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Alkalisierungsmittel um eine basische Aminosäure aus der Gruppe Arginin, Lysin, Ornithin und/oder Histidin handelt.

Darüber hinaus können die Mittel (a), (b) und/oder (c) weitere Alkalisierungsmittel, insbesondere anorganische Alkalisierungsmittel enthalten. Einsetzbare, anorganische Alkalisierungsmittel sind bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet wird aus Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Calciumhydroxid, Bariumhydroxid, Natriumphosphat, Kaliumphosphat, Natriumsilicat,

Natriummetasilicat, Kaliumsilicat, Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat.

Ganz besonders bevorzugte Alkalisierungsmittel sind Ammoniak, 2-Aminoethan-1 -ol

(Monoethanolamin), 3-Aminopropan-1 -ol, 4-Aminobutan-1 -ol, 5-Aminopentan-1 -ol, 1 -Aminopropan-2-ol, 1 -Aminobutan-2-ol, 1 -Aminopentan-2-ol, 1 -Aminopentan-3-ol, 1 -Aminopentan-4-ol, 3-Amino-2-methylpropan-1 -ol, 1 -Amino-2-methylpropan-2-ol, 3-Aminopropan-1 ,2-diol, 2-Amino-2-methylpropan-1 ,3-diol, Arginin, Lysin, Ornithin, Histidin, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Calciumhydroxid, Bariumhydroxid, Natriumphosphat, Kaliumphosphat, Natriumsilicat, Natriummetasilicat, Kaliumsilicat, Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat.

Dem Fachmann geläufige Acidifizierungsmittel sind beispielsweise organische Säuren, wie beispielsweise Citronensäure, Essigsäure, Maleinsäure, Milchsäure, Äpfelsäure oder Weinsäure, sowie verdünnte Mineralsäuren, wie beispielsweise Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure.

Es ist bevorzugt, dass das Mittel (c) einen pH-Wert im Bereich von 2,5 bis 6,5, bevorzugt 2,5 bis 5,5, besonders bevorzugt 2,5 bis 4,5 und insbesondere bevorzugt 2,5 bis 3,5 aufweist. Besonders bevorzugt wird Milchsäure zur Einstellung des pH-Wertes eingesetzt. Das Mittel (c) enthält die organische Säure, insbesondere Milchsäure, bevorzugt in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-% und besonders bevorzugt von 0,25 bis 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des Mittels (c).

Ohne an diese Theorie gebunden sein zu wollen, wird vermutet, dass der Einsatz eines Mittels (c) mit einem sauren bis leicht sauren pH-Wert zu einer Änderung der ionischen Ladung in dem auf den keratinischen Materialien gebildeten Film führt. Diese Änderung führt zu einer Stabilisierung und Hydrophobierung der gebildeten Filme.

Im Rahmen einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) einen pH-Wert von 2,5 bis 3,5 besitzt.

Die Mittel (a), (b) und/oder (c) können ferner auch noch weitere Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffe enthalten, wie beispielsweise Lösungsmittel, Fettbestandteile wie beispielsweise der Cs-C3o-Fettsäuretriglyceride, der C8-C30-Fettsäuremonoglyceride, der C8-C3o-Fettsäurediglyceride und/oder der Kohlenwasserstoffe; Polymere; Strukturanten wie Glucose oder Natriumchlorid,

haarkonditionierende Verbindungen wie Phospholipide, beispielsweise Lecithin und Kephaline;

Parfümöle, Dimethylisosorbid und Cyclodextrine; faserstrukturverbessernde Wrkstoffe, insbesondere Mono-, Di- und Oligosaccharide wie beispielsweise Glucose, Galactose, Fructose, Fruchtzucker und Lactose; Farbstoffe zum Anfärben des Mittels; Antischuppenwirkstoffe wie Piroctone Olamine, Zink Omadine und Climbazol; Aminosäuren und Oligopeptide; Proteinhydrolysate auf tierischer und/oder pflanzlicher Basis, sowie in Form ihrer Fettsäure-Kondensationsprodukte oder gegebenenfalls anionisch oder kationisch modifizierten Derivate; pflanzliche Öle; Lichtschutzmittel und UV-Blocker; Wrkstoffe wie Panthenol, Pantothensäure, Pantolacton, Allantoin, Pyrrolidinoncarbonsäuren und deren Salze sowie Bisabolol; Polyphenole, insbesondere Hydroxyzimtsäuren, 6,7-Dihydroxycumarine, Hydroxybenzoesäuren, Catechine, Tannine, Leukoanthocyanidine, Anthocyanidine, Flavanone, Flavone und Flavonole; Ceramide oder Pseudoceramide; Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen; Pflanzenextrakte; Fette und Wachse wie Fettalkohole, Bienenwachs, Montanwachs und Paraffine; Quell- und Penetrationsstoffe wie Glycerin, Propylenglykolmonoethylether, Carbonate,

Hydrogencarbonate, Guanidine, Harnstoffe sowie primäre, sekundäre und tertiäre Phosphate;

Trübungsmittel wie Latex, Styrol/PVP- und Styrol/Acrylamid-Copolymere; Perlglanzmittel wie

Ethylenglykolmono- und -distearat sowie PEG-3-distearat; sowie Treibmittel wie Propan-Butan-Gemische, N2O, Dimethylether, CO2 und Luft.

Ganz besonders bevorzugt enthält das Mittel (b) zusätzlich mindestens ein filmbildendes Polymer.

Das mindestens eine filmbildende Polymer ist vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der

Copolymere von Acrylsäure, der Copolymere der Methacrylsäure, der Homopolymere oder

Copolymere von Acrylsäure-Estern, der Homopolymere oder Copolymere von Methacrylsäure-Estern, der Homopolymere oder Copolymere von Acrylsäureamiden, der Homopolymere oder Copolymere von Methacrylsäure-Amiden, der Copolymere des Vinylpyrrolidons, der Copolymere des Vinylalkohols, der Copolymere des Vinylacetats, der Homopolymere oder Copolymere des Ethylens, der

Homopolymere oder Copolymere des Propylens, der Homopolymere oder Copolymere des Styrens, der Polyurethane, der Polyester und/oder der Polyamide.

Es hat sich gezeigt, dass die Echtheitseigenschaften, insbesondere die Waschechtheit, des gefärbten keratinischen Materials, durch Einsatz eines filmbildenden Polymers in dem Mittel (b) deutlich verbessert werden kann.

Entsprechend ist ein Verfahren besonders bevorzugt, bei dem ein Mittel (b) auf dem keratinischen Material angewendet wird, wobei das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe und ein filmbildendes Polymer enthält.

Ganz besonders bevorzugt enthält das Mittel (c) zusätzlich mindestens einen Fettalkohol.

Der Fettalkohol kann beispielsweise ausgewählt werden aus Cg-Cn-Fettalkoholen, C12-C13-Fettalkoholen, Ci2-Ci5-Fettalkoholen, Ci2-Ci6-Fettalkoholen, Cu-Cis-Fettalkoholen, Arachidylalkohol, Behenylalkohol, Caprylalkohol, Cetearylalkohol, Cetylalkohol, Kokosalkohol, Decylalkohol,

(hydriertem) Talgalkohol, Laurylalkohol, Myristylalkohol, Oleylalkohol, Palmalkohol, Palmkernalkohol, Stearylalkohol und/oder Tridecylalkohol.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Mittels (c) umfasst der Fettalkohol

Cetearylalkohol.

Die Menge an dem Fettalkohol beträgt vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, mehr bevorzugt 1 bis 9 Gew.-% und insbesondere bevorzugt 2 bis 8 Gew.-%, jeweils bezogen auf die Gesamtmenge an Mittel (c).

Die Auswahl dieser weiteren Stoffe wird der Fachmann gemäß der gewünschten Eigenschaften der Mittel treffen. Bezüglich weiterer fakultativer Komponenten sowie der eingesetzten Mengen dieser Komponenten wird ausdrücklich auf die dem Fachmann bekannten einschlägigen Handbücher verwiesen. Die zusätzlichen Wirk- und Hilfsstoffe werden in den Mitteln (a), (b) und/oder (c) bevorzugt in Mengen von jeweils 0,0001 bis 25 Gew.-%, insbesondere von 0,0005 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des jeweiligen Mittels, eingesetzt.

Verfahren zum Färben von keratinischen Materialien

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Mittel (a), (b) und (c) auf die keratinischen Materialien, insbesondere auf die menschlichen Haare, appliziert. Damit sind die Mittel (a), (b) und (c) die anwendungsbereiten Mittel. Die Mittel (a), (b) und (c) sind voneinander verschieden.

Die Mittel (a), (b) und (c) können prinzipiell gleichzeitig oder sukzessive angewendet werden, wobei die sukzessive Anwendung bevorzugt ist.

Die besten Ergebnisse konnten erhalten werden, wenn das Mittel (a) als Vorbehandlungsmittel auf die keratinischen Materialien gegeben wurde, danach das Mittel (b) als Färbemittel angewendet wurde, und im Anschluss daran das Mittel (c) als Nachbehandlungsmittel appliziert wurde.

Ganz besonders bevorzugt ist daher ein Verfahren zum Färben von keratinischem Material, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte in der angegebenen

Reihenfolge:

in einem ersten Schritt Anwendung eines Mittels (a) auf dem keratinischem Material, wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält,

in einem zweiten Schritt Anwendung eines Mittels (b) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält,

in einem dritten Schritt Anwendung eines Mittels (c) auf dem keratinischem Material, wobei das Mittel (c) enthält:

(c1) ein hydroxy-terminierten Polyorganosiloxan und

(c2) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses.

Um dem gefärbten keratinischen Material über einen längeren Zeitraum eine hohe Auswasch resistenz zu verleihen, werden die Mittel (a), (b) und (c) zudem besonders bevorzugt innerhalb ein und desselben Färbeverfahrens angewendet, was bedeutet, dass zwischen der Anwendung der Mittel (a) und (c) ein Zeitraum von maximal einigen Stunden liegt.

Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, das zunächst das Mittel (a) angewendet wird, danach das Mittel (b) angewendet wird und im

Anschluss daran das Mittel (c) angewendet wird, wobei der Zeitraum zwischen der Anwendung der Mittel (a) und (c) bei maximal 24 Stunden, bevorzugt bei maximal 12 Stunden und besonders bevorzugt bei maximal 6 Stunden liegt.

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die keratinischen Materialien, insbesondere die menschlichen Haare, zunächst mit Mittel (a) behandelt. Im Anschluss daran wird das eigentliche Färbemittel (b) - welches die farbgebenden Verbindungen enthält - auf die keratinischen Materialien gegeben.

Bevorzugt enthält das Mittel (a) selbst keine Farbstoffe bzw. keine farbgebenden Verbindungen. Kennzeichnend für das Vorbehandlungsmittel (a) ist sein Gehalt an mindestens einer reaktiven organische Siliciumverbindung. Die reaktive(n) organischen Siliciumverbindung(en) (a)

funktionalisieren die Haaroberfläche, sobald sie mit dieser in Kontakt kommen. Auf diesem Wege wird ein erster, noch ungefärbter Film ausgebildet. Im zweiten Schritt des Verfahrens wird nun ein Färbemittel (b) auf die Haare aufgetragen. Während der Anwendung des Färbemittels (b) gehen die farbgebenden Verbindungen eine Wechselwirkung mit dem von den siliciumorganischen

Verbindungen gebildeten Film ein und werden auf diese Weise an die keratinischen Materialien gebunden. Durch Anwendung des Nachbehandlungsmittels (c) können die Eigenschaften der resultierenden Färbung deutlich verbessert werden, insbesondere bezüglich der

Echtheitseigenschaften und ganz besonders der Waschechtheit.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ganz besonders bevorzugt ist ein Verfahren, umfassend die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge

(1) Anwendung des Mittels (a) auf dem keratinischen Material,

(2) Einwirken lassen des Mittels (a) für einen Zeitraum von 10 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 10 Sekunden bis 5 Minuten,

(3) gegebenenfalls Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

(4) Anwendung des Mittels (b) auf dem keratinischen Material,

(5) Einwirken lassen des Mittels (b) für einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 30 Minuten, bevorzugt von 30 Sekunden bis 10 Minuten, und

(6) Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

(7) Anwendung des Mittels (c) auf dem keratinischen Material,

(8) Einwirken lassen des Mittels (c) für einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 30 Sekunden bis 50 Minuten, und

(9) Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser.

Unter dem Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser in den Schritten (3), (6) und (9) des Verfahrens wird erfindungsgemäß verstanden, dass für den Ausspülvorgang nur Wasser verwendet wird, ohne dass noch weitere, von den Mitteln (a), (b) und (c) verschiedene Mittel zur Anwendung kämen.

In einem Schritt (1) wird zunächst das Mittel (a) auf die keratinischen Materialien, insbesondere die menschlichen Haare, appliziert.

Nach dem Aufträgen wird das Mittel (a) auf die keratinischen Materialien einwirken gelassen. In diesem Zusammenhang haben sich Einwirkzeiten von 10 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 20 Sekunden bis 5 Minuten und ganz besonders bevorzugt von 30 Sekunden bis 2 Minuten auf die keratinischen Materialien, insbesondere auf menschliche Haare, haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen.

Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens kann das Mittel (a) nun von den keratinischen Materialien ausgespült werden, bevor das Mittel (b) im nachfolgenden Schritt auf die Haare appliziert wird.

Färbungen mit ebenfalls guten Waschechtheiten wurden erhalten, wenn das Mittel (b) auf die keratinischen Materialien appliziert wurde, die noch mit dem Mittel (a) beaufschlagt waren.

In Schritt (4) wird nun das Mittel (b) auf die keratinischen Materialien appliziert. Nach dem Aufträgen wird nun das Mittel (b) auf die Haare einwirken gelassen.

Das Verfahren erlaubt selbst bei kurzer Einwirkzeit des Mittels (b) die Erzeugung von Färbungen mit besonders guter Intensität und Waschechtheit. Einwirkzeiten von 10 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 20 Sekunden bis 5 Minuten und ganz besonders bevorzugt von 30 Sekunden bis 3 Minuten auf den keratinischen Materialien, insbesondere auf menschlichen Haaren, haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen.

In Schritt (6) wird nun das Mittel (b) (sowie ggf. noch vorhandenes Mittel (a)) mit Wasser aus dem keratinischen Material ausgespült.

Im Anschluss daran wird nun in einem Nachbehandlungsschritt das Mittel (c) auf die keratinischen Materialien appliziert. Auch das Mittel (c) wird auf die keratinischen Materialien einwirken gelassen und anschließend mit Wasser wieder ausgespült.

Besonders langanhaltend werden die durch das Mittel (c) erzielten positiven Effekte, wenn das Mittel (c) wiederholt - beispielsweise im Zuge der regelmäßigen Haarwäsche - angewendet wird.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ganz besonders bevorzugt ist ein Verfahren, umfassend die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge

(1) Anwendung des Mittels (a) auf dem keratinischen Material,

(2) Einwirken lassen des Mittels (a) für einen Zeitraum von 10 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 10 Sekunden bis 5 Minuten,

(3) gegebenenfalls Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

(4) Anwendung des Mittels (b) auf dem keratinischen Material,

(5) Einwirken lassen des Mittels (b) für einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 30 Minuten, bevorzugt von 30 Sekunden bis 10 Minuten,

(6) Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

(7) Anwendung des Mittels (c) auf dem keratinischen Material,

(8) Einwirken lassen des Mittels (c) für einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 30 Sekunden bis 50 Minuten, und

(9) Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

wobei die Abfolge der Schritte (7), (8) und (9) mindestens zwei Mal durchgeführt wird.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform ganz besonders bevorzugt ist ein Verfahren, umfassend die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge

(1) Anwendung des Mittels (a) auf dem keratinischen Material,

(2) Einwirken lassen des Mittels (a) für einen Zeitraum von 10 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 10 Sekunden bis 5 Minuten,

(3) gegebenenfalls Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

(4) Anwendung des Mittels (b) auf dem keratinischen Material,

(5) Einwirken lassen des Mittels (b) für einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 30 Minuten, bevorzugt von 30 Sekunden bis 10 Minuten,

(6) Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

(7) Anwendung des Mittels (c) auf dem keratinischen Material,

(8) Einwirken lassen des Mittels (c) für einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 30 Sekunden bis 50 Minuten, und

(9) Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

(10) Anwendung des Mittels (c) auf dem keratinischen Material,

(1 1) Einwirken lassen des Mittels (c) für einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 30 Sekunden bis 50 Minuten, und

(12) Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser.

In Rahmen dieser Ausführungsform erfolgt die Abfolge der Schritte (1) bis (9) innerhalb einiger Stunden. Zwischen der Durchführung der Schritte (9) und (10) bis (12) kann ein Zeitraum von wenigen Tagen liegen.

Mehrkomponenten-Verpackunqseinheit (Kit-of-parts)

Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Mittel (a), (b) und (c) auf den

keratinischen Materialien angewendet, d.h. bei den drei Mitteln (a), (b) und (c) handelt es sich jeweils um die anwendungsbereiten Mittel.

Zur Erhöhung des Anwenderkomforts werden dem Anwender bevorzugt alle benötigten Mittel in Form einer Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zur Verfügung gestellt.

Ein zweiter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine Mehrkomponentenverpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Färben von keratinischem Material, umfassend getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container mit einem Mittel (a), wobei das Mittel (a) mindestens eine organische

Siliciumverbindung enthält,

- einen zweiten Container mit einem Mittel (b), wobei das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält,

- und einen dritten Container mit einem Mittel (c), wobei das Mittel (c) enthält:

(c1) ein hydroxy-terminierten Polyorganosiloxan und

(c2) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses.

Die im Mittel (a) des Kits enthaltenen organische Siliciumverbindungen entsprechen den organischen Siliciumverbindungen, die auch im Mittel (a) des zuvor beschriebenen Verfahrens eingesetzt wurden.

Die im Mittel (b) des Kits enthaltenen farbgebenden Verbindungen aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe entsprechen den farbgebenden Verbindungen aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe, die auch im Mittel (b) des zuvor beschriebenen Verfahrens eingesetzt wurden.

Die im Mittel (c) des Kits enthaltenen hydroxy-terminierten Polyorganosiloxane (c1)und

Reaktionsprodukte eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses (c2), die auch im Mittel (c) des zuvor beschriebenen Verfahrens eingesetzt wurden.

Das Mittel (a) enthält mit der oder den organischen Siliciumverbindungen eine Klasse von reaktiven Verbindungen, die wie zuvor beschriebenen in Anwesenheit von Wasser eine Hydrolyse und/oder

Oligomerisierung und/oder Polymerisierung eingehen können. Infolge ihrer hohen Reaktivität bilden diese organischen Siliciumverbindungen auf dem keratinischen Material einen Film aus.

Zur Vermeidung einer vorzeitigen Hydrolyse, Oligomerisierung und/oder Polymerisierung kann es bevorzugt sein, dass anwendungsbereite Mittel (a) erst kurz vor der Anwendung herzustellen.

Im Rahmen einer weiteren Ausführungsform bevorzugt ist eine Mehrkomponentenverpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Färben von keratinischem Material, umfassend getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container mit einem Mittel (a1), wobei das Mittel (a1) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält,

- einen zweiten Container mit einem Mittel (a2), wobei das Mittel (a2) Wasser enthält,

- einen dritten Container mit einem Mittel (b), wobei das Mittel (b) mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält,

- und einen vierten Container mit einem Mittel (c), wobei das Mittel (c) enthält:

(c1) ein hydroxy-terminierten Polyorganosiloxan und

(c2) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses.

Um eine möglichst lagerstabile Formulierung bereitstellen zu können, wird das Mittel (a1 ) selbst bevorzugt wasserarm oder wasserfrei konfektioniert.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a1) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (a1) -einen Wassergehalt von weniger als 10 Gew.-%, bevorzugt von weniger als 5 Gew.-%, weiter bevorzugt von weniger als 1 Gew.-%, noch weiter bevorzugt von weniger als 0,1 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von weniger als 0,01 Gew.-% besitzt.

Das Mittel (a2) enthält Wasser. In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Mehrkomponentenverpackungseinheit (Kit-of-parts) dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a2) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (a2) - einen Wassergehalt von 15 bis 100 Gew.-%, bevorzugt von 35 bis 100 Gew.-%, weiter bevorzugt von 55 bis 100 Gew.-%, noch weiter bevorzugt von 65 bis 100 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 75 bis 100 Gew.-% besitzt.

Innerhalb dieser Ausführungsform wird das anwendungsbereite Mittel (a) nun durch Vermischen der Mittel (a1) und (a2) hergestellt.

Beispielsweise kann der Anwender das Mittel (a1), welches die organische Siliciumverbindung(en) enthält, zunächst mit dem wasserhaltigen Mittel (a2) verrühren oder verschüttein. Diese Mischung aus (a1) und (a2) kann der Anwender nun - entweder direkt nach ihrer Herstellung oder nach einer kurzen Reaktionszeit von 10 Sekunden bis 20 Minuten - auf die keratinischen Materialien applizieren. Im Anschluss daran kann der Anwender wie zuvor beschrieben die Mittel (b) und (c) anwenden.

Betreffend die weiteren bevorzugten Ausführungsformen der Mehrkomponenten-Verpackungseinheit gilt mutatis mutantis das zum Verfahren Gesagte.

Beispiele

1. Formulierungen

Es wurden die folgenden Formulierungen hergestellt (sofern nichts anderes angegeben ist, sind alle Angaben in Gew.-%)


Die Silane wurden mit einem Teil des Wassers vermischt, diese Mischung wurde für 30 Minuten stehen gelassen. Dann wurde der pH-Wert durch Zugabe von Citronensäure/Ammoniak auf den gewünschten Wert eingestellt. Anschließend wurde mit Wasser auf 100 g aufgefüllt.




* Aktivgehalt an Silikon: 27 - 31 Gew.-%

** Aktivgehalt an Silikon: 100 Gew.-%

*** Aktivgehalt an Silikon: 100 Gew.-%

2. Anwendung

Jeweils eine Haarsträhne (Kerling, Euronaturhaar weiß) wurde in das Mittel (a) getaucht und für 1 Minuten darin belassen. Danach wurde überflüssiges Mittel (a) von jeder Haarsträhne gestreift. Jede Haarsträhne wurde mit Wasser kurz ausgewaschen. Überschüssiges Wasser wurde von jeder Haarsträhne gestreift.

Im Anschluss daran wurden die Haarsträhnen jeweils in das Mittel (b) getaucht und für 1 Minute darin belassen. Danach wurde überflüssiges Mittel (b) von jeder Haarsträhne gestreift. Jede Haarsträhne wurde mit Wasser kurz ausgewaschen. Überschüssiges Wasser wurde von jeder Haarsträhne gestreift.

Danach wurden die Haarsträhnen jeweils mit einer kleinen Menge des Mittels (c) benetzt. Das Mittel (c) wurde für 1 Minute einwirken gelassen. Anschließend wurde mit Wasser ausgewaschen und die Haarsträhne getrocknet. Im Anschluss daran wurden die Strähnen visuell bewertet.

Farbintensität: + = schlecht ++ = mittel +++ = sehr gut