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1. WO2020182474 - VERFAHREN ZUM FÄRBEN VON KERATINISCHEM MATERIAL, UMFASSEND DIE ANWENDUNG VON EINER SILICIUMORGANISCHEN VERBINDUNG, EINER FARBGEBENDEN VERBINDUNG UND EINER MISCHUNG AUS SILIKONEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1 . Verfahren zum Färben von keratinischem Material, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte:

- Anwendung eines Mittels (a) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (a)

mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält,

- Anwendung eines Mittels (b) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (b)

mindestens eine farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält, und

- Anwendung eines Mittels (c) auf dem keratinischem Material, wobei das Mittel (c) enthält:

(c1 ) ein hydroxy-terminiertes Polyorganosiloxan und

(c2) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält, die aus Silanen mit einem, zwei oder drei

Siliciumatomen ausgewählt ist, wobei die organische Siliciumverbindung bevorzugt eine oder mehrere basische chemische Funktionen und eine oder mehrere Hydroxylgruppen oder hydrolysierbare Gruppen pro Molekül umfasst.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) und/oder (II) enthält

Ri R2N-L-Si(OR3)a(R4)b (I),

wobei

Ri , R2 unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe stehen,

L für eine lineare oder verzweigte, zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe steht,

R3 für ein Wasserstoffatom oder für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

R4 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

a, für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht, und

b für die ganze Zahl 3 - a steht, und

wobei in der organischen Siliciumverbindung der Formel (II)

(R50)c(R6)dSi-(A)e-[NR7-(A’)]^[0-(A”)]g-[NR8-(A”’)]h-Si(R6,)d (0R5,)c· (II),

- R5, R5‘, R5“ unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom oder für eine Ci-C6-Alkylgruppe stehen,

- R6, R6‘ und R6“ unabhängig voneinander für eine Ci-C6-Alkylgruppe stehen,

A, A‘, A“, A“‘ und A““ unabhängig voneinander für eine lineare oder verzweigte, zweiwertige Ci-C2o-Alkylengruppe stehen,

R7 und Re unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom, eine Ci-C6-Alkylgruppe, eine Hydroxy-Ci-C6-alkylgruppe, eine C2-C6-Alkenylgruppe, eine Amino-Ci-C6-alkyl-gruppe oder eine Gruppierung der Formel (III) stehen

- (A““)-Si(R6“)d“(OR5“)c“ (III),

- c, für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht,

- d für die ganze Zahl 3 - c steht,

- c‘ für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht,

- d‘ für die ganze Zahl 3 - c‘ steht,

- c“ für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht,

- d“ für die ganze Zahl 3 - c“ steht,

- e für 0 oder 1 steht,

- f für 0 oder 1 steht,

- g für 0 oder 1 steht,

- h für 0 oder 1 steht,

mit der Maßgabe, dass mindestens einer der Reste aus e, f, g und h von 0 verschieden ist.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) enthält,

RiR2N-L-Si(OR3)a(R4)b (I),

wobei

- Ri, R2 beide für ein Wasserstoffatom stehen, und

- L für eine lineare, zweiwertige Ci-C6-Alkylengruppe, bevorzugt für eine Propylengruppe (- CH2-CH2-CH2-) oder für eine Ethylengruppe (-CH2-CH2-), steht,

- R3 für ein Wasserstoffatom, eine Ethylgruppe oder eine Methylgruppe steht,

- R4 für eine Methylgruppe oder für eine Ethylgruppe steht,

- a für die Zahl 3 steht und

- b für die Zahl 0 steht.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (I) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus

- (3-Aminopropyl)triethoxysilan

- (3-Aminopropyl)trimethoxysilan

- 1-(3-Aminopropyl)silantriol

- (2-Aminoethyl)triethoxysilan

- (2-Aminoethyl)trimethoxysilan

- 1-(2-Aminoethyl)silantriol

- (3-Dimethylaminopropyl)triethoxysilan

- (3-Dimethylaminopropyl)trimethoxysilan

- 1 -(3-Dimethylaminopropyl)silantriol

- (2-Dimethylaminoethyl)triethoxysilan.

- (2-Dimethylaminoethyl)trimethoxysilan ,

- 1-(2-Dimethylaminoethyl)silantriol und

- Mischungen daraus.

6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a)

mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (II) enthält,

(R50)c(R6)dSi-(A)e-[NR7-(A’)]^[0-(A”)]g-[NR8-(A”’)]h-Si(R6,)d (0R5,)c· (II),

wobei

- e und f beide für die Zahl 1 stehen,

- g und h beide für die Zahl 0 stehen,

- A und A‘ unabhängig voneinander für eine lineare, zweiwertige Ci-C6-Alkylengruppe stehen und

- R7 für ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe, eine 2-Hydroxyethylgruppe, eine 2- Alkenylgruppe, eine 2-Aminoethylgruppe oder für eine Gruppierung der Formel (III) steht.

7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (II) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe aus

- 3-(Trimethoxysilyl)-N-[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- 3-(Triethoxysilyl)-N-[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- N-Methyl-3-(trimethoxysilyl)-N-[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- N-Methyl-3-(triethoxysilyl)-N-[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -propanamin

- 2-[Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]amino]-ethanol

- 2-[Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]amino]-ethanol

- 3-(Trimethoxysilyl)-N,N-bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 -Propanamin

- 3-(Triethoxysilyl)-N,N-bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 -Propanamin

- N1 ,N1-Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-1 ,2-Ethanediamin,

- N1 ,N1-Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-1 ,2-Ethanediamin,

- N,N-Bis[3-(trimethoxysilyl)propyl]-2-Propen-1-amin,

- N,N-Bis[3-(triethoxysilyl)propyl]-2-Propen-1-amin und

- Mischungen daraus.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält.

R9Si(ORio)k(Rn)m (IV),

wobei

- Rg für eine Ci-Ci8-Alkylgruppe steht,

- Rio für ein Wasserstoffatom oder eine Ci-C6-Alkylgruppe steht,

- R11 für eine Ci-C6-Alkylgruppe steht

- k für eine ganze Zahl von 1 bis 3 steht, und

- m für die ganze Zahl 3 - k steht.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung der Formel (IV) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus

- Methyltrimethoxysilan

- Methyltriethoxysilan

- Ethyltrimethoxysilan

- Ethyltriethoxysilan

- Hexyltrimethoxysilan

- Hexyltriethoxysilan

- Octyltrimethoxysilan

- Octyltriethoxysilan

- Dodecyltrimethoxysilan,

- Dodecyltriethoxysilan,

- Octyldecyltrimethoxysilan,

- Octyldecyltriethoxysilan und

- Mischungen daraus.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) als hydroxy-terminiertes Polyorganosiloxan ein Polyorganosiloxan der Formel (I)


umfasst,

worin

Xi und X2 unabhängig voneinander OH, OR1 , R2, O-PDMS oder O-fSiloxan bedeuten,

X3 Wasserstoff oder einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen je Rest, PDMS oder fSiloxan bedeutet,

X4 ein Rest der Formel

-CH2NHR4

ist und

a eine Zahl von 1 bis 100 ist,

wobei

R1 einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet,

R2 einen einwertigen, gegebenenfalls mit den Elementen N, P, S, O, Si und Halogen substituierten, gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 200

Kohlenstoffatomen je Rest bedeutet,

PDMS für


steht,

R3 unabhängig voneinander jeweils einen einwertigen, gegebenenfalls mit den Elementen N, P, S, O, Si und Halogen substituierten, gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 200 Kohlenstoffatomen je Rest bedeutet,

A ein Rest der Formel R6-[NR7-R8-]fNR72 bedeutet,

wobei

R6 ein zweiwertiger linearer oder verzweigter Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 18

Kohlenstoffatomen bedeutet,

R7 ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder einen Acylrest bedeutet,

R8 ein zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet, b eine Zahl von 1 bis 2000 ist,

c 0 oder eine Zahl von 1 bis 2000 ist,

d eine Zahl von 1 bis 1000 ist,

e 0 oder eine Zahl von 1 bis 5 ist,

f O, 1 , 2, 3 oder 4 ist,

Z Wasserstoff, einen Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen oder

bedeutet,

R4 einen einwertigen, gegebenenfalls N- und/oder O-Atome enthaltenden

Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet und

R5 einen zweiwertigen gegebenenfalls N- und/oder O-Atome enthaltenden

Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet,

mit der Maßgabe, dass das Polyorganosiloxan der Formel (I) mindestens eine endständige OH- Gruppe aufweist, enthält.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das

Polyorganosiloxan der Formel (I) als Rest X4 einen Morpholinomethylrest enthält.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) als hydroxy-terminiertes Polyorganosiloxan (c1) mindestens eine unter der INCI-Bezeichnung Amodimethicone/Morpholinomethyl Silsesquioxane Copolymer bekannte Verbindung enthält.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Reaktionsprodukten eines hydroxy- terminierten Polyorganosiloxans mit einer Fettsäure, Reaktionsprodukten eines hydroxy- terminierten Polyorganosiloxans mit einer Aminosäure, Reaktionsprodukten eines hydroxy- terminierten Polyorganosiloxans mit einer a-Hydroxysäure und Mischungen daraus.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (c) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Fettsäure enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Reaktionsprodukten von Dimethiconol mit Fettsäuren, die aus dem Samenöl von amerikanischem Wiesenschaumkraut („meadowfoam seed oil“J gewonnen werden (INCI: dimethiconol meadowfoamate), Reaktionsprodukten von Dimethiconol mit Stearinsäure (INCI: dimethiconol stearate) und Mischungen daraus.

15. Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Färben von keratinischem Material, umfassend getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container mit einem Mittel (a), wobei das Mittel (a) mindestens eine organische Siliciumverbindung enthält,

- einen zweiten Container mit einem Mittel (b), wobei das Mittel (b) mindestens eine

farbgebende Verbindung aus der Gruppe der Pigmente und/oder der direktziehenden Farbstoffe enthält, und

- einen dritten Container mit einem Mittel (c), wobei das Mittel (c) enthält:

(c1) ein hydroxy-terminierten Polyorganosiloxan und

(c2) ein Reaktionsprodukt eines hydroxy-terminierten Polyorganosiloxans mit einer Säure und/oder eines Alkohols und/oder eines Wachses.