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1. WO2020127510 - TÜRSTEUERUNGSSYSTEM FÜR EINE AUFZUGSANLAGE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Türsteuerungssvstem für eine Aufzugsanlage

Die Erfindung betrifft ein Türsteuerungssystem für eine Aufzugsanlage, eine Aufzugsan lage mit einem solchen Türsteuerungssystem und ein Verfahren zum Betreiben einer sol chen Aufzugsanlage.

Eine solche Aufzugsanlage weist eine in einem Aufzugsschacht verfahrbare Aufzugska bine auf. Der mehrere Stockwerke eines Gebäudes verbindende Aufzugsschacht umfasst mehrere übereinander angeordnete Schachttüren. Die Aufzugskabine umfasst eine Kabi nentür. Durch Anordnung der Aufzugskabine bzw. der Kabinentür an einer dieser Schachttüren sind Transporte von Personen oder Gütern zwischen diesen Stockwerken ermöglicht.

Die Öffnung bzw. Schliessung einer solchen Kabinentür bzw. einer solchen gegebenen falls mit der Kabinentür gekoppelten Schachttür ist mittels eines zur Aufzugsanlage gehö rigen Türantriebmotors ermöglicht. Der Betrieb des Türantriebsmotors wird hauptsäch lich mittels Ansteuerbefehlen gesteuert, welche in einer Aufzugssteuerung der Aufzugs anlage generiert werden bzw. generierbar sind. Diese Ansteuerbefehle werden unter ande rem in Abhängigkeit von Betriebszuständen der Aufzugsanlage generiert.

Betriebszustände sind demnach eine bzw. ein im Normalbetriebsmodus, Wartungsmodus oder ein im Evakuierungsmodus durchgeführte Aufzugsfahrt oder Halten der Aufzugska bine am Stockwerk oder zwischen zwei unmittelbar übereinander angeordneten Stock werken. Das heisst beispielhaft, dass die mittels des Türantriebsmotors betreibbare Auf zugstür im Normalbetriebsmodus lediglich mittels des Türantriebsmotors öffenbar ist, wenn die Aufzugskabine an einem Stockwerk stationär angeordnet ist. Demnach weist eine solche Aufzugsanlage eine übergeordnete Aufzugssteuerung auf, welche basierend auf dem vorhandenen Betriebszustand Steuerbefehle an den Türantriebsmotor übermittelt.

Zur Steuerung des Türantriebsmotors ist eine Motorsteuereinheit vorhanden, welche mit tels variierbarer Ausgangspannung den Türantriebsmotor speist. Die Motorsteuereinhei ten entsprechender als Türantriebsmotor geeigneter Motoren sind unterschiedlich, das heisst motorspezifisch ausgebildet. Beispielhaft sind die Logikpegel verschiedener als Türantriebsmotor geeigneter Motoren unterschiedlich realisiert. Um einen solchen als Türantriebsmotor geeigneten Motor innerhalb der Aufzugsanlage einsetzen zu können, sind demnach aufzugsseitig Anpassungen (beispielhaft hinsichtlich des erwähnten Logik pegels) vorzunehmen, so dass die Steuerbefehle durch den Türantriebsmotor umsetzbar sind. Derartige aufzugsseitige Anpassungen, insbesondere Anpassungen der Aufzugssteu erung, sind zeitaufwändig. Beispielhaft sind zusätzliche Verdrahtungen oder motorspezi fische Adapter vonnöten.

Daher ist es Aufgabe der Erfindung, ein Türsteuerungssystem bzw. eine Aufzugsanlage mit einem solchen Türsteuerungssystem zu entwickeln, so dass eine effiziente Implemen tierung eines als Türantriebsmotor geeigneten Motors innerhalb der Aufzugsanlage er möglicht ist.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Türsteuerungssystem für eine Aufzugsanlage, das Tür steuerungssystem umfassend eine Motorsteuereinheit zur Erzeugung einer zur Speisung eines Türantriebsmotors in Abhängigkeit von bereitgestellten Ansteuerbefehlen geeigne ten Ausgangsspannung, wobei die Ansteuerbefehle von einer Aufzugssteuerung der Auf zugsanlage bereitstellbar sind und der Türantriebsmotor zum Öffnen bzw. Schliessen von Türflügeln der Aufzugsanlage geeignet ist, und eine Motoranpassungseinheit zur Anpas sung der Motorsteuereinheit an die Aufzugssteuerung, wobei die Motoranpassungseinheit eine Speichereinheit aufweist, welche zur Speicherung mindestens einer einem als Türan triebsmotor geeigneten Motor zuordenbaren Konfigurationsanweisung ausgelegt ist, wo bei die Konfigurationsanweisungen mehrerer als Türantriebsmotor geeigneten Motoren mittels der Speichereinheit speicherbar sind und die Motoranpassungseinheit eine Um schalteinheit aufweist, wobei die Umschalteinheit zur Aktivierung der mindestens einen dem als Türantriebsmotor geeigneten Motor zuordenbaren Konfigurationsanweisung aus gelegt ist. Demnach ist die Umschalteinheit zur Auswahl des als Türantriebsmotor geeig neten Motors verwendbar.

Die Aufgabe wird ebenso gelöst durch eine Motoranpassungseinheit für eine Aufzugsan lage, wobei die Motoranpassungseinheit zur Anpassung einer einen Türantriebsmotor der Aufzugsanlage steuernden Motorsteuereinheit an eine Aufzugssteuerung der Aufzugsan lage ausgelegt ist, und die Motorsteuereinheit zur Erzeugung einer zur Speisung des Tür antriebsmotors geeigneten Ausgangsspannung in Abhängigkeit von bereitgestellten An- Steuerbefehlen ausgelegt ist, wobei die Ansteuerbefehle von der Aufzugssteuerung bereit stellbar sind und der Türantriebsmotor zum Öffnen bzw. Schliessen einer Aufzugstür der Aufzugsanlage geeignet ist, wobei die Motoranpassungseinheit eine Speichereinheit auf weist, welche zur Speicherung mindestens einer einem als Türantriebsmotor geeigneten Motor zuordenbaren Konfigurationsanweisung ausgelegt ist, wobei die Konfigurationsan weisungen mehrerer als Türantriebsmotor geeigneter Motoren mittels der Speichereinheit speicherbar sind und die Motoranpassungseinheit eine Umschalteinheit aufweist, wobei die Umschalteinheit zur Aktivierung der mindestens einen dem als Türantriebsmotor ge eigneten Motor zuordenbaren Konfigurationsanweisung ausgelegt ist.

Die Aufgabe wird ebenso gelöst mittels eines Verfahren zum Betreiben einer ein solches Türsteuerungssystem umfassenden Aufzugsanlage, das Verfahren umfassend die folgen den Verfahrensschritte:

- Speicherung von Konfigurationsanweisungen mehrerer als Türantriebsmotor geeigneten Motoren in der Speichereinheit, und

- Festlegen der Umschalteinheit zur Auswahl zur Aktivierung der mindestens einen dem als Türantriebsmotor geeigneten Motor zuordenbaren Konfigurationsanweisung und zur derartigen Auswahl des als Türantriebsmotor geeigneten Motors.

Der Türantriebsmotor ist zum Öffnen bzw. Schliessen von Türflügeln geeignet. Das heisst gleichbedeutend, dass der Türantriebsmotor zum Öffnen bzw. Schliessen einer Aufzugstür der Aufzugsanlage geeignet ist.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine Vielzahl von Ausführungen von Aufzugsanlagen mit gleicher Aufzugssteuerung ausgerüstet ist. Aufgrund motorspezifi scher Voraussetzungen des als Türantriebsmotor gewählten Motors sind bezüglich des Ansteuerungssignals Anpassungen der Aufzugssteuerung bzw. des Türsteuerungssystems vonnöten.

Um einen daraus resultierenden Anpassungsaufwand des Türsteuerungssystems zu mini mieren, wurde daher eine zu einer Motoranpassungseinheit gehörige Speichereinheit im plementiert, mittels welcher die mindestens eine Konfigurationsanweisung eines, vor zugsweise mindestens zweier, als Türantriebsmotor geeigneten Motors/Motoren speicher bar und somit einfach nach Anschluss des zugehörigen Motors an die Aufzugssteuerung mittels der Umschalteinheit auswählbar bzw. aktivierbar sind.

Demnach kann eine Auswahl zwischen verschiedenen für als Türantriebsmotor geeignete Motoren getroffen werden, ohne dass eine zeitaufwändige, türantriebsmotorabhängige Anpassung der Aufzugssteuerung notwendig ist. Um einen solchen geeigneten Motor in die Aufzugsanlage implementieren zu können, sind lediglich die dem zu verwendenden Motor zugehörigen Konfigurationsanweisungen in der Speichereinheit zu hinterlegen und mittels der Umschalteinheit auszuwählen bzw. festzulegen.

Das heisst, dass ein solches Türsteuerungssystem und infolgedessen eine solche Aufzugs steuerung innerhalb verschiedener Ausführungen von Aufzugsanlagen verbaut werden kann und die Auswahl des als Türantrieb geeigneten Motors keinerlei Einfluss auf die Ausgestaltung bzw. Programmierung der Aufzugssteuerung hat. Demzufolge kann der für die gewählte Ausführung der Aufzugsanlage geeignete Türantriebsmotor verbaut werden und mittels der Umschalteinheit die mindestens eine für diesen Türantriebsmotor notwen dige diesem Türantriebsmotor zuordenbare Konfigurationsanweisungen ausgewählt und derart der Signalverlauf entsprechend den Anforderungen der Motorsteuereinheit ange passt werden.

Beispielhafte von der Aufzugssteuerung an die Motoranpassungseinheit bzw. die Motor steuereinheit übermittelbare Ansteuerbefehle sind

- Öffnen der Aufzugstür bzw. der Türflügel,

- Schliessen der Aufzugstür bzw. der Türflügel,

- Ausführen des Modus für eine Türinspektion, oder

- Öffnen bzw. Schliessen der Aufzugstür in reduzierter Geschwindigkeit.

Die Umschalteinheit kann durch mindestens einen Drehkodierschalter gebildet sein. Ein solcher Drehkodierschalter umfasst einen rotierbaren festlegbaren Schalter, mittels dessen eine Auswahl einer physischen Schaltstellung ermöglicht ist. Entsprechend ist bei einer Installation des Türantriebsmotors innerhalb der Aufzugsanlage durch eine derartige Um schaltung, beispielhaft mittels eines zur Umschaltung des Drehkodierschalters geeigneten Werkzeuges, auf einfache Weise die mindestens eine zu verwendende Konfigurationsan weisung wählbar und derart der als Türantriebsmotor zu verwendende Motor einstellbar.

Alternativ dazu kann die Umschalteinheit durch ein beispielhaft auf einem Chip imple mentierten Computerprogramm gebildet sein, wobei insbesondere eine Eingabeeinheit vorhanden sein kann, um die mindestens eine Konfigurationsanweisung für den als Tür antriebsmotor installierten Motor zum Betrieb des Türsteuerungssystems auswählen zu können.

Die mindestens eine dem als Türantriebsmotor geeigneten Motor zuordenbare Konfigura tionsanweisung kann durch mindestens eine Steuerkonfigurationsanweisung zur Steue rung des Türantriebsmotors und/oder durch mindestens eine Informationskonfigurations anweisung zur Rückmeldung des Status der Aufzugstür an die Aufzugssteuerung gebildet sein.

Einerseits kann mittels Verwendung von mindestens einer Steuerkonfigurationsanwei sung erreicht werden, dass das von der Aufzugssteuerung an die Motoranpassungseinheit übermittelte, einen Ansteuerungsbefehl repräsentierende Signal angepasst und folglich an die Motorsteuereinheit übermittelt werden, so dass die gemäss dem Ansteuerungsbefehl entsprechende Aktion des Türantriebsmotors auslösbar ist. Die Auswahl einer solchen mittels der Umschalteinheit wählbaren Steuerkonfigurationsanweisung kann demnach eine Änderung der in einem integrierten Schaltkreis implementierten Logikfünktionen be wirken. Zu diesem Zweck sind Schalter innerhalb des integrierten Schaltkreises in Ab hängigkeit der mittels der Umschalteinheit gewählten Konfigurationsanweisung schalt bar.

Demnach sind einzelne Anschlüsse (PINs) einer Kommunikationsschnittstelle zur Kom munikation mit der Motorsteuereinheit einzeln konfigurierbar. Beispielhaft kann auf diese Weise der für die Motorsteuereinheit benötigte Logikpegel bereitgestellt werden. Das heisst, dass mittels der Umschalteinheit das für den verbauten als Türantriebsmotor geeig neten Motor der Logikpegel, High-aktiv oder Low-aktiv, festlegbar ist. Neben dem Lo gikpegel kann durch die Umschalteinheit ein von der Motorsteuereinheit benötigter Span nungsversorgungspunkt (beispielsweise ein Nullpotential oder ein Nominalspannungspo tential der Spannungsversorgung, beispielsweise 0 V oder 24 V) der Motorsteuereinheit zur Verfügung gestellt werden.

Andererseits kann mittels Verwendung von mindestens einer Informationskonfigurations anweisung erreicht werden, dass das Signal, welches die Statusinformation des als Türan triebsmotor verwendeten Motors beinhaltet, angepasst wird und folgend an die Aufzugs steuerung übermittelt wird und von der Aufzugssteuerung interpretierbar ist. Das heisst, dass die vom Türantriebsmotor bzw. von der Motorsteuereinheit zur Übermittlung an die Aufzugssteuerung vorgesehenen Signale bzw. Signalverläufe transformierbar sind. Die Auswahl einer solchen mittels der Umschalteinheit wählbaren Informationskonfigurati onsanweisung kann demnach eine Änderung der im integrierten Schaltkreis implemen tierten Logikfunktionen bewirken, wodurch der an die Aufzugssteuerung übermittelbare Signalverlauf motorspezifisch anpassbar ist.

Gegebenenfalls können in Abhängigkeit des als Türantriebsmotor verwendeten Motors der von der Motorsteuereinheit an die Motoranpassungseinheit zurückgemeldeten Sta tusinformation weitere Informationen hinzugefügt werden. Beispielhaft kann die Motor anpassungseinheit ein Ursprungssignal von der Aufzugstür erhalten, welches die Informa tion beinhaltet, wonach der Status einer geöffneten Aufzugstür nicht mehr besteht. Mittels der Informationskonfigurationsanweisung kann das von der Motoranpassungseinheit an die Aufzugssteuerung übermittelbare Signal diese Information des Ursprungsignales er gänzt um eine zusätzliche Information, wonach eine Schliessbewegung der Aufzugstür vollzogen wird, beinhalten. Dieses an die Aufzugssteuerung übermittelbare Signal kann beispielhaft mittels eines durch die Informationskonfigurationsanweisung aktivierten Softwareprogrammes entsprechend angepasst werden.

Die Motoranpassungseinheit kann derart ausgebildet sein, dass der von der Aufzugssteue rung bereitgestellte Ansteuerbefehl mittels der mindestens einen Konfigurationsanwei sung derart anpassbar ist, dass die Motorsteuereinheit zur Ausführung des Ansteuerbe fehls durch den Türantriebsmotor ansteuerbar ist. Mittels einer solchen Anpassung des den Ansteuerungsbefehl abbildenden Signals ist der Ansteuerbefehl durch die Motorsteu ereinheit bzw. den als Türantriebsmotor gewählten Motor umsetzbar.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 : eine Aufzugsanlage mit einer Vielzahl von Aufzugstüren;

Figur 2: eine Frontansicht einer Aufzugstür mit einem Türsteuerungssystem;

Figur 3: die Motoranpassungseinheit des in Figur 2 gezeigten Türsteuerungssystems;

und

Figur 4: die Motorsteuereinheit des in Figur 2 gezeigten Türsteuerungssystems.

Figur 1 zeigt eine Aufzugsanlage 2. Die Aufzugsanlage 2 umfasst eine Aufzugskabine 3 und ein Gegengewicht 5. Die Aufzugskabine 3 und das Gegengewicht 5 sind gegenläufig verfahrbar innerhalb eines Aufzugsschachtes 9 angeordnet und mittels eines Tragelemen tes 7 verbunden, wobei das Tragelement 7 in einem Schachtkopf 9.1 des Aufzugsschach tes 9 über Umlenkrollen 8.1, 8.2 geführt sein kann. Eine dieser Umlenkrollen 8.1, 8.2 kann als durch einen Aufzugsantrieb angetriebene Treibrolle ausgebildet sein.

Die Aufzugskabine 4 umfasst eine Kabinentür 4d. Der Aufzugsschacht weist Schachttür-öffhungen auf, an welchen Schachttüröffhungen Schachttüren 4a, 4b, 4c angeordnet sind. Mittels eines Verfahrens der Aufzugskabine 3 im Aufzugsschacht 9 kann die Kabinentür 4d an eine dieser Schachttüren 4a, 4b, 4c angeordnet werden. Üblicherweise umfasst die Kabinentür 4d einen Türantriebsmotor. Mittels Kopplung der Kabinentür 4d mit der an dieser Kabinentür 4d angeordneten Schachttür 4a, 4b, 4c, sind üblicherweise die mitei nander gekoppelte Kabinen- und Schachttür 4 a-d mittels des Türantriebsmotors öffen bar.

Alternativ dazu oder zusätzlich kann die Schachttür 4 a-c der miteinander gekoppelte Ka binen- und Schachttür 4 a-d einen solchen Türantriebsmotor umfassen. In der vorliegen den Beschreibung werden sowohl die Kabinentür 4d als auch die Schachttüren 4 a-c als Aufzugstüren 4 a-d bezeichnet.

Die Aufzugsanlage 2 umfasst darüber hinaus eine Aufzugssteuerung 44. Die Aufzugs steuerung 44 gibt Ansteuerbefehle für Komponenten der Aufzugsanlage 2 in Abhängig keit des vorliegenden Betriebszustandes der Aufzugsanlage 2 an diese Komponenten aus. Demnach ist die Aufzugssteuerung 44 derart mit dem Türantriebsmotor verbunden, dass in der Aufzugssteuerung 44 generierte Ansteuerbefehle zur Steuerung des Türantriebsmo tors verwendbar sind. Beispielhaft kann demnach ein Öffhenbefehl an den Türan triebsmotor übermittelt werden, wenn die Kabinentür 4d an einer der Schachttüren 4 a-c angeordnet und die Kabinentür 4d mit dieser Schachttür 4 a-c koppelbar bzw. gekoppelt ist.

Figur 2 zeigt eine solche einen Türantriebsmotor 46 umfassende Aufzugstür 4 a-d der Aufzugsanlage 2. Die Aufzugstür 4 umfasst mindestens einen Türflügel, insbesondere zwei Türflügel 6.1, 6.2, eine Umlenkrolle 22 und eine Türantriebsriemen 20. Der Türan triebsriemen 20 ist über eine mit dem Türantriebsmotor 46 gekoppelte Antriebsrolle und über die Umlenkrolle 22 umlaufend geführt. Eine durch den Türantriebsmotor 46 be wirkte Rotation R der Antriebsrolle führt zu einer Öffnenbewegung O (bzw. Schbessbe-wegung) der Aufzugstür 4 a-d.

Ein Türsteuerungssystem ist zur Steuerung des Türantriebsmotors 46 vorgesehen. Das Türsteuerungssystem umfasst eine Motorsteuereinheit 40 und eine Motoranpassungsein heit 42 zur Anpassung der Motorsteuereinheit 40 an die Aufzugssteuerung 44. Die Motor anpassungseinheit 42 ist mittels Kommunikationsverbindungen 47 einerseits mit der Auf zugssteuerung 44 und andererseits mit der Motorsteuereinheit 40 verbindbar bzw. verbun den.

Insbesondere werden die von der Aufzugssteuerung 44 generierten Ansteuerbefehle an die Motoranpassungseinheit 42 bzw. an die Motorsteuereinheit 40 zum Betrieb des Tür antriebsmotors 46 übermittelt. Die Motorsteuereinheit 40 ist zur Erzeugung einer Aus gangsspannung zur Speisung des Türantriebsmotors 46 in Abhängigkeit der von der Auf zugssteuerung 44 bereitgestellten Ansteuerbefehle geeignet.

Figur 3 zeigt die Motoranpassungseinheit 42 der in Figur 2 dargestellten Aufzugstür 4 a-d, wobei die Motoranpassungseinheit 42 als Leiterplatine (printed circuit board) aus gebildet sein kann. Die Motoranpassungseinheit 42 umfasst eine Speichereinheit 54, ei nen integrierten Schaltkreis 58 und eine Umschalteinheit 52.

Die Speichereinheit 54 ist zur Speicherung von mindestens einer Konfigurationsanwei sung mindestens eines, vorzugsweise verschiedener als Türantriebsmotor 46 geeigneter Motoren ausgelegt. Innerhalb dieser Speichereinheit 54 können demnach Konfigurations anweisungen jener Motoren, welche für Aufzugstüren verschiedener Bauarten von Auf zugsanlagen geeignet sind, gespeichert sein bzw. werden. Die mindestens eine einem Mo tor zuordenbare Konfigurationsanweisung kann mindestens eine Steuerkonfigurationsan weisung zur Steuerung des Türantriebsmotors und/oder mindestens eine Informations- konfigurationsanweisung zur Rückmeldung des Status der Aufzugstür an die Aufzugs steuerung enthalten.

Eine solche aktivierte Steuerkonfigurationsanweisung führt dabei zu einer türantriebsmo torspezifischen Anpassung der innerhalb der Motoranpassungseinheit 42 realisierten Lo gikfunktionen mittels einer Konfiguration des integrierten Schaltkreises 58, so dass die von der Aufzugssteuerung 44 übermittelten die Ansteuerbefehle repräsentierenden Sig nale so an die Motorsteuereinheit 40 übermittelt werden, dass die Ansteuerbefehle durch den eingesetzten Türantriebsmotor 46 umsetzbar sind.

Eine solche aktivierte Informationskonfigurationsanweisung dient dabei dem Zweck, ein von der Motorsteuereinheit 40 übermittelte Statusinformationen des Türantriebsmotors bzw. der Aufzugstür enthaltendes Signal gegebenenfalls so anzupassen, dass das Signal durch die Aufzugssteuerung 44 interpretierbar ist und gegebenenfalls zusätzlich neben dieser von der Motorsteuereinheit 40 übermittelten Statusinformation mindestens eine weitere hinzugefügte Informationen enthält.

Beispielhaft ist ein Signal von der Motorsteuereinheit 40 an die Motoranpassungseinheit 42 übermittelbar, welches ein aufgehobenes Geschlossensignal der Aufzugstür signali siert. Demnach kann mittels der Informationskonfigurationsanweisung an die Aufzugs steuerung die zusätzliche Information übermittelt werden, dass die Aufzugstür bzw. die Türflügel eine Öffhungsbewegung ausführen.

Zur Verarbeitung dieser Steuerkonfigurationsanweisung kann die Motoranpassungsein heit 42 zwei Kommunikationsschnittstellen, insbesondere eine Eingangsschnittstelle 61 und eine Ausgangsschnittstelle 62, umfassen.

Die Eingangsschnittstelle 61 kann zur Kommunikation mit der übergeordneten Aufzugs steuerung 44 vorgesehen sein, insbesondere zum Empfang der von der Aufzugssteuerung 44 generierten die Ansteuerbefehle repräsentierenden Signale, welche vorzugsweise seri ell übermittelt werden. Die damit einhergehende Ausgangsschnittstelle 62 ist zur Kom munikation die Ansteuerbefehle repräsentierenden Signale mit der Motorsteuereinheit 40 vorgesehen, wobei die Kommunikation zur Motorsteuereinheit 40 vorzugsweise parallel ausgebildet ist.

Zusätzlich oder alternativ zu den genannten Kommunikationsschnittstellen 61, 62 kann die Motoranpassungseinheit 42 zwei weitere Kommunikationsschnittstellen, insbesondere mindestens eine zweite Eingangsschnittstelle 64 und eine zweite Ausgangsschnittstelle 63 umfassen.

Die zweite Eingangsschnittstelle 64 ist zum Empfang eines den Status des Türan triebsmotors 46 repräsentierenden Signals vorhanden. Das mittels der Informationskonfi gurationsanweisung angepasste und gegebenenfalls mit zusätzlichen Informationen be aufschlagte Signal ist mittels der letztgenannten Ausgangsschnittstelle 63 an die Aufzugs steuerung 44 übermittelbar.

Mittels der Umschalteinheit 52 kann der in der Aufzugsanlage 2 als Türantriebsmotor 46 installierte Motor ausgewählt/festgelegt werden, so dass die durch die Aufzugssteuerung generierten Ansteuerbefehle durch den Türantriebsmotor ausführbar sind bzw. die von der Motorsteuereinheit zur Übermittlung an die Aufzugssteuerung übermittelten Signale durch die Aufzugssteuerung interpretierbar sind. Die Umschalteinheit 52 kann beispiel haft als Drehkodierschalter ausgebildet sein. Im Falle einer alternativen Ausbildung der Umschalteinheit 52 als Computerprogramm kann die Motoranpassungseinheit 42 eine Eingabeeinheit 56 umfassen.

Darüber hinaus können nicht dargestellte Eingangsschnittstellen für eine Spannungsver sorgung, Statusanzeigen, eine Notstromeinrichtung oder ein Display zur Anzeige von In formationen Bestandteil der Motoranpassungseinheit 42 sein. Die in Figur 3 gezeigte An ordnung der einzelnen Bestandteile der Motoranpassungseinheit 42 ist lediglich beispiel haft gewählt.

Figur 4 zeigt die Motorsteuereinheit 40 des in Figur 2 gezeigten Türsteuerungssystems. Die Motorsteuereinheit 40 weist eine Eingangsschnittstelle 71 zum Empfang der dem Türantriebsmotor angepassten Ansteuerbefehle, einen Mikrocontroller 74 und mindestens eine Ausgangsschnittstelle 72 auf. Die Eingangsschnittstelle 71 der Motorsteuereinheit 40 ist vorzugsweise mittels der Kommunikationsverbindung 47 mit der gemäss Figur 3 er läuterten Ausgangsschnittstelle 62 der Motoranpassungseinheit 42 verbindbar. Die Aus- gangsschnittsteile 72 der Motorsteuereinheit 40 ist für einen Anschluss an den Motor, ins besondere einen als Türantriebsmotor geeigneten Motor, vorgesehen, um eine Spannung zur Speisung des Türantriebsmotors bereitzustellen. Darüber hinaus kann die Motorsteu ereinheit 40 eine Ausgangsschnittstelle 76 zur Übermittlung der Statusinformation des Motors an die Motoranpassungseinheit 42 umfassen.

Weitere Schnittstellen können beispielhaft für den Anschluss von Motorsensoren, insbe sondere eines Absolutwertgebers, mittels welchem die Stellung des/der angetriebenen Türflügel(s) ermittelbar ist, vorgesehen sein.

Der Mikrocontroller 74 ist zur Steuerung bzw. Regelung einer Ausgangsspannung in Ab hängigkeit der von der Aufzugssteuerung 44 bzw. der Motoranpassungseinheit 42 erhalte nen angepassten den Ansteuerbefehlen entsprechenden Signalen vorgesehen. Beispielhaft sind in der Motorsteuereinheit 40, insbesondere einer dafür vorgesehenen Speichereinheit Geschwindigkeitsabläufe, hinterlegbar, die entsprechend der von der Aufzugssteuerung übermittelten Ansteuerbefehle zur Regelung der Rotationsgeschwindigkeit des Türan triebsmotors und damit zur Öffnen- bzw. Schliessgeschwindigkeit der Türflügel der Auf zugstür angewendet werden.

Darüber hinaus umfasst die Motorsteuereinheit 40 weitere Baugruppen, wie beispielhaft eine Schnittstelle für eine Spannungsversorgung, Sicherheitsschaltungen, Statusanzeigen Eingabeelemente zur Programmierung bzw. Auswahl verschiedener Türantriebsmodi zum manuellen Öffnen/Schliessen der Aufzugstür oder Schnittstellen zur Erfassung si cherheitsrelevanter Informationen, wie beispielhaft zur Erfassung des Status eines Verrie gelungsmechanismus der Aufzugstür.