In Bearbeitung

Bitte warten ...

Einstellungen

Einstellungen

Gehe zu Anmeldung

1. WO2020127481 - ZWISCHENKREISENTLADUNGSEINHEIT, ELEKTRISCHES GERÄT UND FAHRZEUG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Zwischenkreisentladungseinheit, elektrisches Gerät und Fahrzeug

Beschreibung

Die Erfindung betrifft Zwischenkreisentladungseinheit zur Zwischenkreisentladung insbesondere eines Multi-Level-Inverters, mit einem Kondensator und einer parallel geschalteten Entladekreisschaltung. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine elektrische Baueinheit sowie ein Fahrzeug und ein Verfahren.

Elektrische Geräte weisen in der Regel einen Zwischenkreis mit einem

Zwischenkreiskondensator u.a. zur Glättung von Spannungsspitzen auf. Ab Spannungen oberhalb von 60 V müssen die im Zwischenkreis vorhandenen Ladungen im Fehlerfall bzw. bei Abschaltung abgeführt werden.

Die Zwischenkreisentladung soll innerhalb einer gewissen Zeit erfolgen, im Automotive-Bereich beispielsweise in weniger als 5s. Demnach ist eine aktive Entladeschaltung notwendig, die den Zwischenkreis über einen Verbraucher (z.B. einen Widerstand) kurzschließt. Aktiv bedeutet hierbei insbesondere, dass zum Kurzschließen ein Schalter oder dergleichen betätigt werden muss. Eine

Möglichkeit ist das Bereitstellen eines schaltbaren Entladezweigs mit einem kleinen Widerstand. Im Betrieb ist der Entladezweig geöffnet, sodass kein Strom fließt.

Aus Sicherheitsgründen muss außerdem auch eine passive Entladeschaltung vorgehalten werden. Die passive Entladeschaltung wird in der Regel in einem eigenen Entladezweig über hochohmige Widerstände realisiert. Der passive Entladezweig ist stets in Betrieb und erzeugt Verlustleistung. Die Entladedauer liegt mit ca. 1-5 min jedoch aufgrund des hohen Widerstandes deutlich über der Entladedauer einer aktiven Entladeschaltung.

Beispielsweise offenbart die Druckschrift DE 10 2008 022 776 Al eine

Entladeschaltung, bei welcher unabhängig voneinander ein dauerhaft leitender passiver Entladezweig und ein wahlweise kurzschließbarer aktiver Entladezweig vorgesehen sind. Der aktive Entladezweig wird dabei durch das Abkoppeln von Batterieschützen kurzgeschlossen. Nachteilig ist, dass im Betrieb keine schnelle Entladung aktiviert werden kann.

Es ist Aufgabe der Erfindung eine Zwischenkreisentladungseinheit anzugeben, die einen einfachen Aufbau aufweist, eine vorteilhafte Entladefunktion für einen Zwischenkreis eines 2-Level- oder Mehr-Level-Umrichters bereitstellt,

insbesondere im Fehlerfall oder bei einer Abschaltung, sowie - im Falle eines Mehr-Level-Umrichters - die Bereitstellung einer Spannungsbalancierungsfunktion ermöglicht. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung eine elektrische

Baueinheit sowie ein Fahrzeug anzugeben.

Diese Aufgabe wird in Hinblick auf die Zwischenkreisentladungseinheit durch den Anspruch 1 gelöst, mit Blick auf die elektrische Baueinheit durch den Anspruch 10 und mit Blick auf das Fahrzeug durch den Anspruch 12. Bevorzugte

Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüche angegeben.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Zwischenkreisentladungseinheit zur Zwischenkreisentladung insbesondere eines Multi-Level-Inverters, mit einem Kondensator und einer parallel geschalteten Entladekreisschaltung, wobei die Entladekreisschaltung einen aktiven Entladezweig mit wenigstens einem ersten Entladeelement und einen passiven Entladezweig mit wenigstens einem zweiten Entladeelement aufweist. Der aktive Entladezweig weist einen ersten

Steueranschluss auf und der passive Entladezweig einen zweiten Steueranschluss auf, wobei der aktive Entladezweig über den ersten Steueranschluss derart mit dem passiven Entladezweig gekoppelt ist, dass der aktive Entladezweig durch den passiven Entladezweig steuerbar ist, insbesondere eine Entladung über den aktiven Entladezweig bedarfsweise aktivierbar oder deaktivierbar ist.

Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, dass eine aktive Entladeschaltung derart mit einer passiven Entladeschaltung kombiniert wird, dass stets eine vorteilhafte Entladungsfunktion bereitstellbar ist. Insbesondere kann die aktive Entladeschaltung bzw. Entladefunktion über die passive Entladeschaltung bzw. Entladefunktion steuerbar sein.

Des Weiteren können anhand der vorliegenden Erfindung Entladeschaltungen für Multi-Level-Inverter vorgesehen sein, sodass jeweils eine aktive und passive Spannungsbalancierung bzw. Spannungssymmetrierung bereitstellbar ist. Ferner können die Spannungen für verschiedene Spannungslevel bzw. Spannungsniveaus gezielt einstellbar sein, insbesondere für und/oder während eines Ladevorgangs.

Unter Multi-Level-Invertern sind Inverter oder Umrichter zu verstehen, welche wenigstens drei unterschiedliche Spannungsniveaus aufweisen und somit zwei oder mehr Zwischenkreise aufweisen können. Jeder Zwischenkreis weist ein absolutes Spannungspotential und ein relatives Spannungspotential auf.

Spannungsbalancierung bzw. Spannungssymmetrierung ist die Anpassung der Spannungspotentiale mehrer Zwischenkreisspannungen zueinander, so dass die relativen Zwischenkreisspannungen gleich oder unterschiedlich groß sein können. Unter einem 2-Level-Inverter sind Inverter oder Umrichter zu verstehen, welche zwei Spannungsniveaus aufweisen und damit nur einen Zwischenkreis aufweisen können. Insbesondere ist gemäß der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass der aktive Entladezweig durch den passiven Entladezweig steuerbar ist. So kann eine Entladung über den aktiven Entladezweig bedarfsweise aktivierbar oder deaktivierbar sein.

Hierzu ist der passive Entladezweig elektrisch mit dem ersten Steueranschluss verbunden. Indem entlang des passiven Entladezweiges eine Entladung stattfindet kann an dem ersten Steueranschluss keine oder eine elektrische Spannung anliegen. Anhand des bedarfsweisen Anlegens einer Spannung an dem ersten Steueranschluss mittels des passiven Entladezweigs kann eine Entladung über den aktiven Entladezweig aktivierbar bzw. deaktivierbar sein.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform umfassen das erste Entladeelement und das zweite Entladeelement jeweils einen Widerstand. Erstes und/oder zweites Entladeelement können weitere parallel oder seriell geschaltete Widerstände umfassen. Erstes und/oder zweites Entladeelement können insbesondere als genau ein Widerstand ausgebildet sein.

Somit ist entlang des aktiven Entladezweigs sowie entlang des passiven

Entladezweigs jeweils ein Verbraucher vorgesehen, der zur Durchführung bzw. Bereitstellung einer zweckmäßigen Zwischenkreisentladung geeignet ist.

Insbesondere können der aktive Entladezweig und/oder der passive Entladezweig über das erste Entladeelement bzw. das zweite Entladeelement kurzgeschlossen werden, um eine zweckmäßige Entladung des Zwischenkreises, insbesondere im Fehlerfall oder bei einer Abschaltung einer elektrischen Baueinheit,

bereitzustellen.

In einer Ausführungsform ist der aktive Entladezweig als eine Reihenschaltung aus dem ersten Entladeelement und einem ersten Schaltelement, das den ersten Steueranschluss aufweist, ausgebildet.

So kann entlang des ersten Entladeelements, vorzugsweise ausgebildet als ein niederohmiger Widerstand, eine Entladung stattfinden, sobald das erste

Schaltelement über den ersten Steueranschluss durchgeschaltet/leitend geschaltet wird. Eine aktive Entladung kann in der

Zwischenkreisentladungseinheit insbesondere durch einen selbsttätigen

Schaltvorgang, also ohne Eingriff bzw. Steuereingriff von außen, bereitgestellt werden.

Nach einer Ausführungsform ist eine Diode (Freilaufdiode) in Parallelschaltung zu dem ersten Schaltelement in dem aktiven Entladezweig, insbesondere in

Sperrrichtung, vorgesehen. Das erste Schaltelement kann insbesondere als IGBT (integrated bipolar transistor), insbesondere mit integrierter Freilaufdiode, ausgebildet sein. Die Anordnung der Diode in Sperrrichtung bedeutet, dass ein Stromfluss in der üblicherweise vorgesehenen Richtung zur

Zwischenkreisentladung nicht über die Diode fließen kann, sondern ausschließlich über das schaltbare, erste Schaltelement des aktiven Entladezweigs. Flingegen ist ein Stromfluss in Gegenrichtung, also an dem getrennt geschalteten ersten Schaltelement vorbei, über die parallelgeschaltete Diode und das erste

Entladeelement, vorzugsweise in Form eines Widerstandes als Verbraucher, zu jedem Zeitpunkt möglich.

In einer weiteren Ausführungsform weist der passive Entladezweig wenigstens einen ersten Subzweig und einen zweiten Subzweig auf. Insbesondere der erste Subzweig ist in Verbindung mit dem Steueranschluss des aktiven Entladezweiges ausgebildet und der zweite Subzweig als ein Sub-Entladezweig ausgebildet ist.

Somit ist der passive Entladezweig in parallelgeschaltete Subzweige aufgeteilt, um über den passiven Entladezweig eine Entladung sowie eine Steuerbarkeit des aktiven Entladezweiges über den ersten Steueranschluss jeweils bereitstellen zu können.

Insbesondere kann die Entladung entlang des aktiven Entladezweiges ohne einen externen Steuereingriff, insbesondere anhand des passiven Entladezweiges,

aktivierbar sein. Zur Einleitung der aktiven Entladung bzw. Aktivierung des aktiven Entladezweigs kann der erste Steueranschluss mit einer Spannung bzw. einem Strom zweckmäßig beaufschlagbar sein.

Der passive Entladezweig kann weitere parallelgeschaltete Subzweige aufweisen, insbesondere einen dritten und/oder vierten Subzweig.

Gemäß einer Ausführungsform sind der aktive Entladezweig und der passive Entladezweig derart ausgebildet und miteinander verbunden, dass bei Sperrung einer Entladung entlang des wenigstens einen zweiten Subzweiges - im Falle eines dritten, vierten oder weiterer Subzweige bei Sperrung aller Subzweige außer des ersten Subzweiges - anhand des ersten Subzweiges eine Entladung über den aktiven Entladezweig auslösbar ist, insbesondere stets auslösbar ist.

Indem eine passive Entladung nur entlang des ersten Subzweiges ausgeführt wird, kann eine Spannung bzw. Stromfluss an den ersten Steueranschluss des aktiven Entladezweiges erfolgen. So kann der aktive Entladezweig mittels dem passiven Entladezweig über den ersten Steueranschluss geschaltet werden, um eine aktive Entladung zu ermöglichen.

Bevorzugter Weise ist vorgesehen, dass bei Einleitung einer passiven Entladung entlang des passiven Entladekreises entlang eines zweiten und/oder dritten und/oder vierten etc. Subzweiges eine aktive Entladung über den aktiven

Entladekreis eingestellt bzw. deaktiviert wird. Dadurch, dass der passive

Entladezweig die Steuerspannung für den Steueranschluss des ersten

Schaltelements des aktiven Entladezweigs bereitstellt, kann eine aktive Entladung auch ohne Vorliegen einer externen Steuerspannung, beispielsweise bei Ausfall der Steuerspannung eines Steuergeräts, gewährleistet werden.

In einer weiteren Ausführungsform weist der erste Subzweig ein

Spannungsbegrenzungsventil, insbesondere eine Z-Diode, auf, wobei das

Spannungsbegrenzungsventil eine Durchbruchspannung (Sperrspannung) aufweist, zur Auslösung einer aktiven Entladung entlang des aktiven

Entladezweiges, insbesondere mit einer Durchbruchspannung von bis zu 15 V.

Die Steuerspannung des ersten Steueranschlusses bzw. Schaltelementes ist dabei gleich oder niedriger als die Durchbruchspannung des

Spannungsbegrenzungsventils.

Weiterhin ist eine Entladung längs des passiven Entladezweiges entlang des zweiten Entladeelements unabhängig von dem Schaltzustand eines zweiten, dritten, vierten, etc. Subzweiges spätestens ab Vorliegen besagter

Durchbruchspannung gewährleistet. In anderen Worten: Eine Entladung über den passiven Entladezweig findet kontinuierlich statt, wenn ein Subzweig leitend geschaltet ist und/oder die notwendige Durchbruchspannung des

Strombegrenzungsventils erreicht wurde.

In einer besonders vorteilhaften Ausführung weist der erste Subzweig zwei oder mehr parallel geschaltete Spannungsbegrenzungsventile, insbesondere Z-Dioden, auf. Dadurch kann die Ausfallsicherheit erhöht werden.

Somit ist entlang des ersten Subzweigs des passiven Entladezweiges ein

Stromfluss sperrbar bis die vorgebbare Durchbruchspannung des

Spannungsbegrenzungsventils erreicht ist.

Um ein Schalten über den ersten Steueranschluss des aktiven Entladezweiges zu ermöglichen, ist die notwendige Steuerspannung des ersten Steueranschlusses zum Leitend-Schalten des ersten Schaltelements kleiner als die

Durchbruchspannung des oder der Spannungsbegrenzungsventile.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung kann der passive Entladezweig somit stets zur Entladung einsetzbar sein, insbesondere indem eine für den ersten

Steueranschluss notwendige Steuerspannung durch das

Spannungsbegrenzungsventil bereitgestellt wird, ohne das ein Schaltvorgang oder dergleichen aktiv ausgeübt werden muss.

Darüber hinaus kann der passive Entladezweig neben dem ersten Subzweig weitere, schaltbare Entladezweige (Subzweige) aufweisen. Im Sinne der vorliegenden Erfindung kann der passive Entladezweig sowohl eine Entladung entlang des zweiten Entladeelements allein entlang des ersten Subzweiges bereitstellen - wobei hierbei eine Entladung entlang des ersten Entladeelements aktiviert ist bzw. wird - als auch aktiv schaltbare Schaltelemente in weiteren Subzweigen aufweisen zur Entladung entlang des zweiten Entladeelementes, wobei hierbei eine Entladung entlang des ersten Entladeelements deaktiviert ist.

Hingegen ist zur aktiven Entladung über das vorzugsweise niederohmige erste Entladeelement in jedem Fall ein Schalten des aktiven Entladezweigs mittels des ersten Steueranschlusses notwendig, um eine aktive Entladung zu ermöglichen. Demnach ist der aktive Entladezweig im Betrieb getrennt und wird lediglich bedarfsweise zur aktiven Entladung durchgeschaltet.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der zweite Subzweig wenigstens ein zweites, steuerbares Schaltelement auf, zur Steuerung einer Entladung entlang des zweiten Subzweiges des passiven Entladezweiges.

So ist es möglich, eine Entladung über den passiven Entladezweig anhand eines zweiten steuerbaren Schaltelements in dem zweiten Subzweig zu regeln bzw. an-oder abzuschalten.

Vorzugsweise wird eine aktive Entladung beendet sobald eine Entladung über einen zweiten und/oder dritten und/oder vierten Subzweig des passiven

Entladezweigs ermöglicht wird, insbesondere durch Betätigung des zweiten steuerbaren Schaltelements in dem zweiten Subzweig.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind sämtliche Schaltelemente des aktiven Entladezweiges und des passiven Entladezweiges in Form von

Transistoren ausgebildet.

Besonders bevorzugt ist das Schaltelement des aktiven Entladezweiges als IGBT (insulated gate bipolar transistor) ausgebildet.

So kann eine schaltbare aktive Entladung in Abhängigkeit von einem von wenigstens zwei möglichen Entladepfaden des passiven Entladezweigs

bereitstellbar sein. Das erste, transistorförmige Schaltelement ist mit dem ersten Steueranschluss über den passiven Entladezweig ansteuerbar. Hingegen kann das wenigstens eine zweite, transistorförmige Schaltelement mit dem zweiten

Steueranschluss über ein externes Steuersignal schaltbar sein, sodass eine Entladung über einen Subzweig des passiven Entladezweigs bedarfsweise schaltbar zur Verfügung gestellt werden kann. Sobald eine Entladung über einen Subzweig des passiven Entladezweigs erfolgt, kann die aktive Entladung durch einen Schaltvorgang des transistorförmigen, ersten Schaltelements unterbrochen bzw. beendet werden.

In einer Ausführungsform weist die Zwischenkreisentladungseinheit wenigstens ein Steuergerät auf, das mit dem wenigstens einen zweiten Steueranschluss des passiven Entladezweiges verbunden ist, zur Steuerung einer Entladung entlang des wenigstens einen zweiten Subzweiges.

Anhand des Steuergeräts kann eine Entladung entlang des passiven

Entladezweiges über den zweiten Steueranschluss des wenigstens einen zweiten Schaltelements in dem wenigstens einen weiteren, zweiten Subzweig

bereitstellbar sein. Ist das zweite Schaltelement durchgeschaltet, erfolgt eine Entladung entlang des zweiten Subzweiges und des zweiten Entladeelements des passiven Entladezweiges.

Insbesondere wird bei Durchschalten des zweiten Schaltelements in dem zweiten Subzweig ein elektrischer Strom aus dem ersten Subzweig und somit von dem ersten Steueranschluss des ersten Schaltelements abgeleitet. Somit wird das erste Schaltelement des aktiven Entladezweiges getrennt geschaltet, sobald ein zuvor anliegender Strom bzw. eine zuvor anliegende Spannung mittels eines Durchschaltens des zweiten Schaltelements entlang des zweiten Subzweigs abgeleitet wird bzw. ist.

Bevorzugter Weise können eine Vielzahl von weiteren Subzweigen mit jeweils einem weiteren Schaltelement in dem passiven Entladezweig vorgesehen sein, die mittels des Steuergeräts getrennt voneinander schaltbar sind.

In einem nebengeordneten Aspekt der Erfindung ist eine elektrische Baueinheit vorgesehen, insbesondere für ein Fahrzeug, mit wenigstens einer

erfindungsgemäßen Zwischenkreisentladungseinheit, wobei eine Mehrzahl von Zwischenkreisentladungseinheiten als eine Serienschaltung angeordnet ist.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die elektrische Baueinheit ein Antriebsumrichter für einen Traktionsmotor eines Fahrzeuges mit mindestens drei Spannungsleveln bzw. Spannungsniveaus ist, wobei die

Zwischenkreisentladungseinheiten derart ansteuerbar sind, dass die einzelnen Spannungslevel bzw. Spannungsniveaus des Antriebsumrichters einstellbar sind, insbesondere für und/oder während eines Lade- und/oder Fährbetriebs.

Dadurch können beispielsweise Spannungsniveaus von bzw. Spannungsaufteilung zwischen Zwischenkreiskondensatoren vor oder bei Verbindung mit einer

Ladungsquelle gezielt eingestellt werden zur Erzeugung einer gewollten

Spannungssymmetrie oder Spannungsasymmetrie. Weiterhin können die

Spannungsniveaus der Zwischenkreiskondensatoren vor und/oder während des Ladevorgangs gezielt symmetrisch oder asymmetrisch eingestellt werden, insbesondere in Abhängigkeit des Ladezustandes einer Batterie und in

Abhängigkeit der Ladespannung einer Ladequelle.

Dabei kann der Antriebsumrichter in Verbindung mit Ladeinduktivitäten vorteilhaft als Hochsetzsteller zur Anpassung eines Spannungslevels einer Ladungsquelle an ein Spannungslevel einer mit dem Antriebsumrichter verbundenen Batterie ausgebildet sein.

Somit ist es auf vorteilhafte Weise möglich, anhand der elektrischen Baueinheit mit der erfindungsgemäßen Zwischenkreisentladungseinheit bedarfsweise verschiedene Spannungslevel bzw. Spannungsniveaus gezielt einzustellen.

In einem weiteren nebengeordneten Aspekt der Erfindung ist ein Fahrzeug mit wenigstens einer erfindungsgemäßen Zwischenkreisentladungseinheit und/oder wenigstens einer elektrischen Baueinheit gemäß der vorliegenden Erfindung vorgesehen.

Unter einem weiteren Gesichtspunkt wird auch ein Verfahren zur

Zwischenkreisentladung beansprucht. Dabei ist ein schaltbar ausgeführter

Entladekreis vorgesehen, welcher einen Entladewiderstand und ein Schaltelement mit einem Steueranschluss umfasst. Es ist weiterhin ein Steuerkreis vorgesehen, wobei der Steuerkreis als Spannungsteiler mit zwei in Reihe geschalteten Dipolen ausgeführt ist. Jeder Dipol kann elektrische Bauteile umfassen, vorzugsweise einen Widerstand und eine Zener-Diode. Der Verbindungspunkt der beiden Dipole (der Mittelpunkt des Spannungsteilers) ist mit dem Steueranschluss des

Schaltelements des Entladekreises verbunden. Ein Dipol ist mittels eines weiteren Schaltelements (Überbrückungsschalter) des Steuerkreises überbrückbar, so dass ohne Überbrückung eines der beiden Dipole der Entladekreis kurzgeschlossen

(leitend) wird und bei Überbrückung eines der beiden Dipole der Entladekreis geöffnet (nicht-leitend) wird. Der Überbrückungsschalter weist einen

Steueranschluss auf. Zur Entladung des Zwischenkreises wird der Entladekreis kurzgeschlossen vermittels des Steueranschlusses des Überbrückungsschalters.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist/wird eine Überbrückung eines Dipols bei Inbetriebnahme der elektrischen Baueinheit standardmäßig eingeschaltet.

Eine Überbrückung eines Dipols ist/wird automatisch abgeschaltet bei Fortfall einer Versorgungsspannung. Eine Überbrückung eines Dipols ist/wird wahlweise und zeitweise abgeschaltet, wenn eine Spannung des Zwischenkreises außerhalb eines vorgegebenen Zielbereiches liegt.

Der Entladekreis dient der schnellen Entladung eines Zwischenkondensators und ist auf eine Verlustleistung von vorzugsweise 30-90W, insbesondere 45W, ausgelegt. Der Steuerkreis dient dem Öffnen und Schließen des Entladekreises. Der Entladekreis ist geschlossen, wenn eine Steuerspannung am Steueranschluss des Schaltelements des Entladekreises anliegt. Durch den als Spannungsteiler ausgebildeten Entladekreis liegt im Normalfall stets eine Steuerspannung am Steueranschluss an. Diese ist vorzugsweise ausreichend hoch zur

Leitendschaltung des Schaltelements. Die Steuerspannung am Steueranschluss kann verändert werden, indem ein Dipol des Spannungsteilers überbrückt wird. Dies erfolgt mit mindestens einem weiteren Schaltelement. Dadurch kann eine Steuerspannung unter die zum Leitendschalten des Schaltelements des

Entladekreises notwendige Spannung gesenkt werden.

Unter Zielbereich ist insbesondere ein Spannungsbereich eines Zwischenkreises zu verstehen, der oberhalb einer maximal zulässigen Spannung beispielsweise eines Zwischenkreiskondensators liegen (Überspannungsschutz). Weiterhin ist unter Zielbereich ein (für Menschen) sicheres Spannungsniveau von insbesondere <60V zu verstehen, das beispielsweise bei Abschalten der elektrischen Baueinheit oder bei Öffnen eines Gehäuses der elektrischen Baueinheit vorgegeben ist.

Weiterhin ist unter Zielbereich ein vorteilhaft in Abhängigkeit einer Spannung einer Ladequelle zum Laden einer mit der elektrischen Baueinheit verbundenen oder verbindbaren Batterie gewählter Spannungsbereich zu verstehen.

Im Falle mehrerer Überbrückungsschalter kann ein zusätzlicher Schalter vorgesehen sein, welcher zwei oder mehr Überbrückungsschalter übersteuert,

insbesondere indem er die Steueranschlüsse der Überbrückungsschalter von einer Steuerspannung bzw. einem Steuersignal trennt. Damit kann eine Entladung auch bei fehlerhaftem Signal eines Überbrückungsschalters erzwungen werden.

Vorzusgweise ist der Steuerkreis gleichzeitig auch als zweiter Entladekreis zur passiven Entladung ausgeführt. Passive Entladung meint eine elektrisch leitende Verbindung zwischen zwei Stromschienen unterschiedlichen Potentials mit nur geringem Leistungsumsatz, insbesondere mit Strömen im Bereich von < 10mA.

Die passive Entladung ist vorzugsweise nicht abschaltbar ausgeführt. Dies bedeutet, dass eine elektrisch Verbindung bzw. ein Stromfluß über den zweiten Entladekreis nicht unterbrochen werden kann. Unter Dipol ist ein elektrischer Leiter mit zwei Anschlüssen zu verstehen. Ein Widerstand, eine Zener-Diode oder auch eine Reihenschaltung von Widerständen kann beispielsweise als Dipol aufgefasst werden.

Unter Steuerspannung ist eine Spannung zum Steuern von Strömen und/oder Spannung zu verstehen, insbesondere zum Steuern von Steueranschlüssen elektrischer Schalter, z.B. 12V. Die Steuerspannung ist vorzugsweise galvanisch getrennt von einer im Vergleich zur Steuerspannung höheren Hauptspannung, z.B. 800V.

Im Folgenden wird die Erfindung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen anhand von mehreren Ausführungsbeispielen im Detail erläutert.

Es zeigen schematisch:

Fig. 1 einen Zwischenkreis mit einem Zwischenkreiskondensator gemäß dem Stand der Technik;

Fig. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen

Zwischenkreisentladungseinheit;

Fig. 3 die Zwischenkreisentladungseinheit gemäß Fig. 2, insbesondere während einer aktiven Entladung;

Fig. 4 die Zwischenkreisentladungseinheit gemäß Fig. 2 während einer Entladung entlang des passiven Entladezweiges;

Fig. 5 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Multi-Level-Inverters in

Kombination mit einer erfindungsgemäßen

Zwischenkreisentladungseinheit;

Fig. 6 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Multi-Level-Inverters in

Kombination mit zwei seriell verschalteten, erfindungsgemäßen Zwischenkreisentladungseinheiten; und

Fig. 7 ein drittes Ausführungsbeispiel eines Multi-Level-Inverters in

Kombination mit vier seriell verschalteten, erfindungsgemäßen Zwischenkreisentladungseinheiten.

In Fig. 1 ist ein Zwischenkreis mit einem Zwischenkreiskondensator 4 gemäß dem Stand der Technik gezeigt. Insbesondere ist ein Elektromotor 100 mit einem Inverter 2 verbunden. Der Inverter 2 ist mit einem Zwischenkreiskondensator 4 parallelgeschaltet. An den Klemmen, und somit parallel zu dem Kondensator, ist wiederum eine Batterie bzw. eine Energieversorgungseinheit 5 vorgesehen. Somit können anhand des Zwischenkreiskondensators 4 insbesondere Spannungsspitzen geglättet werden.

Fig. 2 veranschaulicht ein erstes Ausführungsbeispiel einer

Zwischenkreisentladungseinheit 1. Insbesondere ist die

Zwischenkreisentladungseinheit 1 in Parallelschaltung mit dem

Zwischenkreiskondensator 4 vorgesehen. Die Schaltung weist eine erste und eine zweite Stromschiene mit zwei Spannungspotentialen auf.

Die Zwischenkreisentladungseinheit weist einen aktiven Entladezweig 10, einen passiven Entladezweig 20 sowie ein Steuergerät 30 auf. Der passive Entladezweig 20 und der aktive Entladezweig 10 sind parallel geschaltet. Der aktive

Entladezweig 10 kann auch als Entladekreis angesprochen werden. Der passive Entladezweig kann auch als Steuerkreis angesprochen werden.

Der aktive Entladezweig 10 weist eine Reihenschaltung eines ersten

Entladeelements bzw. Entladewiderstands 12, als einen Verbraucher, und eines ersten Schaltelements 14 auf. Wiederum parallel geschaltet zu dem ersten

Schaltelement 14 ist eine Diode 16 angeordnet.

Vorzugsweise ist der erste Entladewiderstand 12 als ein niederohmiger

Entladewiderstand vorgesehen. Dadurch ist ein hoher Leistungsumsatz an elektrischer Energie möglich.

Die Diode 16 ist gemäß Fig. 2 parallel zum ersten Schaltelement 14 und in üblicher Stromflussrichtung zur Zwischenkreisentladung, also einer Stromrichtung von oben nach unten, sperrend angeordnet. So kann Strom gemäß Fig. 2 von unten nach oben durch die Diode 16 in Durchlassrichtung strömen und somit das erste Schaltelement 14 umgehen. In Sperrrichtung der Diode 16, also von oben nach unten, muss ein Strom hingegen zwingend das erste Schaltelement 14 passieren.

Das erste Schaltelement 14 weist ferner einen ersten Steueranschluss 15 auf, der mit dem passiven Entladezweig 20 elektrisch verbunden ist. Somit kann anhand des passiven Entladezweig 20 ein Schaltvorgang des ersten Schaltelements 14 zur bedarfsweisen Durchschaltung des ersten Schaltelements 14 und damit zur aktiven Entladung erfolgen. Im Betrieb eines mit der Entladeschaltung

verbundenen elektrischen Gerätes ist der aktive Entladezweig 10 vorzugsweise deaktiviert, d.h. getrennt bzw. nicht-leitend, wobei eine aktive Entladung insbesondere während eines Fehlerfalls oder eines Abschaltens aktivierbar sein kann.

Des Weiteren weist der passive Entladezweig 20 gemäß Fig. 2 einen zweiten Entladewiderstand 22 auf, sowie einen ersten, zweiten, dritten und vierten Subzweig 20a; 20b; 20c; 20d. Die Subzweige 20a; 20b; 20c; 20d sind mit dem zweiten Entladewiderstand 22 in Reihe geschaltet und untereinander bzw.

zueinander parallel geschaltet.

Bevorzugter Weise ist das zweite Entladeelement bzw. Entladewiderstand 22 als ein hochohmiger Entladewiderstand 22 ausgebildet. Dadurch ist der

Leistungsumsatz an elektrischer Energie durch den Entladewiderstand 22 begrenzt. Der Entladewiderstand 22 kann als ein erster Dipol verstanden werden.

Der erste Subzweig 20a weist eine Spannungsbegrenzungsventil 26 auf, insbesondere in Form einer Z-Diode mit einer bevorzugten Sperr- bzw.

Durchbruchspannung von 15V. Zwischen dem Spannungsbegrenzungsventil 26 und dem zweiten Entladewiderstand 22 liegt eine elektrische Verbindung zu dem ersten Steueranschluss 15 des ersten Schaltelements 14 des aktiven

Entladezweigs 10 vor. Die Z-Diode 26 kann als ein zweiter Dipol verstanden werden. Erster und zweiter Dipol sind in Reihe geschaltet und weisen folglich einen Verbindungspunkt auf. Erster und zweiter Dipol bilden einen

Spannungsteiler aus.

Somit kann der erste Subzweig 20a des passiven Entladezweiges ab der vorbestimmbaren Durchbruchspannung, vorzugsweise von 15V, als dauerhaft durchleitend geschaltet aufgefasst werden. Bis zu der vorbestimmbaren

Durchbruchspannung ist der erste Subzweig 20a hingegen als dauerhaft gesperrt geschaltet aufzufassen.

Der zweite, dritte und vierte Subzweig 20b; 20c; 20d sind jeweils mit einem zweiten, dritten und vierten Schaltelement 24b; 24c; 24d ausgebildet. Die Schaltelemente 24b; 24c; 24d entlang des zweiten, dritten und vierten

Subzweiges 20b; 20c; 20d weisen ferner jeweils einen zweiten, dritten bzw.

vierten Steueranschluss 25b; 25c; 25d auf. Somit sind der zweite, dritte und vierte Subzweig 20b; 20c; 20d gemäß Fig. 2 identisch und in Parallelschaltung zueinander ausgebildet.

Des Weiteren sind die Steueranschlüsse 25b; 25c; 25d des zweiten, dritten und vierten Schaltelements 24b; 24c; 24d mit dem Steuergerät 30 verbunden, sodass die Schaltelemente 24b; 24c; 24d mittels eines externen Steuersignals schaltbar sind. Vorzugsweise sind das zweite, dritte und vierte Schaltelement 24b; 24c; 24d üblicherweise getrennt geschaltet. Eine Durchschaltung des zweiten, dritten und/oder vierten Schaltelements 24b; 24c; 24d zur Bereitstellung einer gezielten Entladung entlang des zweiten, dritten und/oder vierten Subzweiges 20b; 20c;

20d erfolgt anhand des Steuergerätes 30. Dabei können die einzelnen Subzweige jeweils zu unterschiedlichen Zwecken ausgebildet sein und auf unterschiedliche Auslösefaktoren reagieren. Flierzu zählen beispielsweise eine

Übertemperaturabschaltung, um ein Überhitzen des Entladewiderstandes 12 zu vermeiden. Ferner können einzelne Subzweige für verschiedene Fehlerfälle vorgesehen sein, bei Verwendung in einem Fahrzeug insbesondere für ein

Crashfall eines Fahrzeugs. Die Subzweige können für den entsprechenden

Einsatzzweck vorteilhaft ausgestaltet sein und insbesondere weitere elektrische Komponenten aufweisen.

In Fig. 3 ist die Zwischenkreisentladungseinheit gemäß Fig. 2 dargestellt, insbesondere während einer aktiven Entladung.

Bei Auftreten eines Stromflusses über den zweiten Entladewiderstand 22 und den Subzweig 20a mit dem als Z-Diode ausgebildeten Spannungsbegrenzungsventil 26 liegt an dem ersten Steueranschluss 15 des ersten Schaltelements 14 eine Spannung an, die ausreichend hoch ist, um das Schaltelement zu schalten (vgl. gestrichelte Pfeildarstellung in Pfeilrichtung in Fig. 3). In diesem Sinne kann ein Durchschalten des ersten Schaltelements 14 erreicht werden, um eine aktive Entladung bereitzustellen (vgl. durchgezogene Pfeilrichtung in Fig. 3).

Ferner kann ab der vorbestimmbaren Durchbruchspannung gleichzeitig eine Entladung über den ersten Subzweig 20a und den zweiten Entladewiderstand 22 des passiven Entladezweiges 20 durchgeführt werden (vgl. gestrichelte

Pfeilrichtung in Fig. 3).

Fig. 4 zeigt die Zwischenkreisentladungseinheit gemäß Fig. 2 während einer Entladung entlang des passiven Entladezweiges 20 bzw. Subzweig 20b.

Wird eines der Schaltelemente 24b; 24c; 24d des passiven Entladezweiges 20 mittels dem Steuergerät 30 durchgeschaltet (vgl. gestrichelte Pfeildarstellung in Fig. 4) oder erreicht die anliegende Spannung die Durchbruchspannung des Spannungsbegrenzungsventils 26 entlang des ersten Subzweigs 20a (vgl.

gestrichelte Pfeildarstellung in Fig. 3) wird eine Entladung über den passiven Entladezweig 20 ermöglicht (vgl. durchgezogene Pfeildarstellung in Fig. 4).

Insbesondere im Zuge des Durchschaltens einer der Schaltelemente 24b; 24c;

24d des passiven Entladezweigs 20 wird eine Entladung über den aktiven

Entladezweig 20 beendet bzw. unterbrochen, indem die Steuerspannung am Steueranschluss 15 unter die zum Leitend-Schalten notwendige Steuerspannung fällt, so dass das erste Schaltelement 14 wieder getrennt geschaltet wird.

Somit ist anhand des passiven Entladezweigs 20 eine bedarfsweise aktive

Entladung über den aktiven Entladezweig 10 bereitstellbar, sowie eine Entladung über den passiven Entladezweig 20. Vorzugsweise können die Schaltelemente 24b; 24c; 24d des zweiten, dritten und vierten Subzweiges 20b; 20c; 20d mittels des Steuergeräts 30 individuell, also einzeln, oder kombiniert geschaltet werden, um eine geeignete Zwischenkreisentladung bereitzustellen.

In Fig. 5 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines 2-Level-Inverters in Kombination bzw. Parallelschaltung mit einem Zwischenkreiskondensator 4 und mit einer erfindungsgemäßen Zwischenkreisentladungseinheit 1 gezeigt. Insbesondere ist ein 2-Level-Inverter 2 in Verbindung mit dem Elektromotor 100 dargestellt.

Die zu dem 2-Level-Inverter 2 parallelgeschaltete Zwischenkreisentladungseinheit 1 weist unter anderem das Steuergerät 30 in geeigneter Verbindung mit vorzugsweise dem passiven Entladungszweig 20 auf.

Gemäß der in Fig. 5 gezeigten Pfeildarstellung kann eine Entladung von des Zwischenkreiskondensators 4 über die Zwischenkreisentladungseinheit 1 in zweckmäßiger Weise erfolgen.

Fig. 6 veranschaulicht ein zweites Ausführungsbeispiel eines Multi-Level-Inverters, insbesondere eines 3-Level-Inverters 2, in Kombination mit zwei seriell verschalteten, erfindungsgemäßen Zwischenkreisentladungseinheiten 1.

Insbesondere sind zwei Parallelschaltungen aus jeweils einer

Zwischenkreisentladungseinheit 1 und einem Zwischenkreiskondensator 4 vorgesehen, die zueinander in Reihe geschaltet sind.

Sofern eine Zwischenkreisentladung mittels der Zwischenkreisentladungseinheiten 1 ausgeführt werden soll, erfolgt eine Strom- bzw. Spannungsableitung entlang der durchgezogenen Pfeilrichtungen gemäß Fig. 6 über die beiden

Zwischenkreisentladungseinheiten 1 hinweg.

Für den Anwendungsfall einer Zwischenkreisbalancierung kann ein Strom- bzw. Spannungsübertrag gemäß der gestrichelten Pfeilrichtung in Fig. 6 von einem Zwischenkreiskondensator 4 über die zugehörige Zwischenkreisentladungseinheit erfolgen. Dadurch kann die Spannung im Zwischenkreismittelpunkt zwischen den zwei Zwischenkreiskondensatoren 4 gesenkt werden. Analog kann durch

Betätigung der anderen Zwischenkreisentladungseinheit die Spannung im

Zwischenkreismittelpunkt zwischen den zwei Zwischenkreiskondensatoren 4 angehoben werden.

In Fig. 7 ist ein drittes Ausführungsbeispiel eines Multi-Level-Inverters 2, insbesondere eines 5- Level -Inverters 2, in Kombination mit vier seriell

verschalteten, erfindungsgemäßen Zwischenkreisentladungseinheiten 1 dargestellt. Die Zwischenkreisentladungseinheiten 1 sind jeweils zu einem

Zwischenkreiskondensator 4 parallelgeschaltet angeordnet.

Somit wird deutlich, dass eine beliebige Anzahl von Spannungsleveln bzw.

Spannungsniveaus von Multi-Level-Invertern durch Einsatz einer adäquaten Anzahl von Zwischenkreisentladungseinheiten 1 handhabbar bzw. bereitstellbar sind. Es ist sowohl eine zweckmäßige Zwischenkreisentladung bereitstellbar, als auch eine Zwischenkreis- bzw. Spannungslevelbalancierung.

Beispielsweise weist ein 3-Level-Inverter mit einer Versorgungsspannung von 800V zwei Zwischenkreisspannungen auf. Im Falle symmetrischer

Spannungsverteilung weisen beide Zwischenkreise ein relatives

Spannungspotential von jeweils 400V auf. Im Falle asymmetrischer

Spannungsverteilung kann ein erster Zwischenkreis beispielsweise 500V und ein zweiter Zwischenkreis 300V aufweisen.

Zusammenfassend kann anhand der erfindungsgemäßen

Zwischenkreisentladungseinheit 1 eine selbsttätige aktive Entladung als auch eine passive Entladung über einen passiven Entladezweig in gekoppelter Form bereitgestellt werden.

Darüber hinaus können durch eine geeignete Anzahl von

Zwischenkreisentladungseinheiten auch Multi-Level-Inverter in geeigneter Form betrieben werden, wobei sowohl die Zwischenkreisentladung als auch die

Spannungslevel- bzw. Zwischenkreisbalancierung ermöglicht wird.

Bezugszeichen

1 Zwischenkreisentladungseinheit

2 Inverter / Multi-Level-Inverter

4 Zwischenkreiskondensator

5 Spannungsquelle / Batterie

10 aktiver Entladezweig

12 erstes/erster Entladeelement/-widerstand

14 erstes Schaltelement

15 erster Steueranschluss

16 Diode

20 passiver Entladezweig

20a erster Subzweig

20b zweiter Subzweig

20c dritter Subzweig

20d vierter Subzweig

22 zweites/zweiter Entladeelement/-widerstand

24b zweites Schaltelement

24c drittes Schaltelement

24c viertes Schaltelement

25b zweiter Steueranschluss

25c dritter Steueranschluss

25d vierter Steueranschluss

26 Spannungsbegrenzungsventil / Z-Diode

30 Steuergerät

100 Motoreinheit