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1. WO2020127426 - VASKULÄRES ZUGANGSIMPLANTAT UND ZUGANGSIMPLANTATSYSTEM

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Ansprüche

1. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) für einen Anschluss eines

intrakorporalen Blutkreislaufs (4) mit einem extrakorporalen Blutkreislauf (8),

insbesondere zur Fluid-Verbindung mit einer extrakorporalen Blutbehandlungsmaschine (10),

mit einer arteriellen Fluidleitung (12), die dafür angepasst ist mit einer Arterie (14) eines Patienten (6) permanent verbunden zu sein,

mit einer venösen Fluidleitung (32), die dafür angepasst ist, mit einer Vene (34) des Patienten (6) permanent verbunden zu sein,

mit einer steuerbaren Arterie-Venen-Verbindung (40) zwischen der arteriellen Fluidleitung (12) und der venösen Fluidleitung (32), welche, insbesondere mittels eines steuerbaren Ventils (42), einen Fluidstrom zwischen der arteriellen Fluidleitung (12) und der venösen Fluidleitung (32) steuert,

gekennzeichnet durch

einen arteriellen Anschluss (16), der mit der arteriellen Fluidleitung (12) fest fluidverbunden ist und der dafür angepasst ist, als arterieller Zugang mit einem ersten Schlauch (22) des extrakorporalen Blutkreislaufs (8) ankoppelbar und entkoppelbar zu sein, und

einen venösen Anschluss (24), der mit der venösen Fluidleitung (32) fest fluidverbunden ist und der dafür angepasst ist, als venöser Zugang mit einem zweiten Schlauch (30) des extrakorporalen Blutkreislaufs (8) ankoppelbar und entkoppelbar zu sein.

2. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch

gekennzeichnet, dass

der arterielle Anschluss (16) ein arterielles Verbindungsschloss (19) aufweist, welches mittels Formschluss und/oder Kraftschluss den ersten Schlauch (22) fest anbindet und/oder

der venöse Anschluss (24) ein venöses Verbindungsschloss (27) aufweist, welches mittels Formschluss und/oder Kraftschluss den zweiten Schlauch (30) fest anbindet.

3. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach Anspruch 2, dadurch

gekennzeichnet, dass das arterielle Verbindungsschloss (18, 20) und/oder das venöse Verbindungsschloss (26, 28) über eine hinterschnittige Struktur formschlüssig oder über eine magnetische oder magnetisierbare Struktur kraftschlüssig den jeweiligen Schlauch (22; 30) anbinden.

4. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass das vaskuläre Zugangsimplantat (1 ) eine autonome Energieversorgung (50) aufweist, die Energie für Komponenten (42; 46; 62; 64; 66; 68; 70; 72; 74) des vaskulären Zugangsimplantats (1 ) bereitstellt.

5. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach Anspruch 4, dadurch

gekennzeichnet, dass die autonome Energieversorgung (50) einen Energie-Harvester (54; 56) aufweist, der Energie einer Körpertemperatur des Patienten (6) und/oder einer Bewegung des Patienten (6) und/oder einer Pulsation eines Gefäßes oder der steuerbaren Arterie-Venen-Verbindung (40) in elektrische Energie umwandelt und der autonomen Energieversorgung (50) bereitstellt.

6. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die autonome Energieversorgung (50) einen Energiespeicher (52) aufweist, insbesondere einen Lithium-Ionen Akku, um elektrische Energie in der autonomen Energieversorgung (50) des vaskulären Zugangsimplantat (1 ) zu speichern.

7. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass elektrische Energie der autonomen

Energieversorgung (50) mittels drahtloser/kontaktloser Energieübertragung,

insbesondere über induktive Energieübertragung, zuführbar ist.

8. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die autonome Energieversorgung (50) für die drahtlose

Energieübertragung eine Antenne einer Kopplungsspule (58) aufweist, mittels derer über induktive Kopplung mit einem magnetischen Fluss im Nahfeld Energie der autonomen Energieversorgung (50) kontaktlos zuführbar ist.

9. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der arterielle Anschluss (16) und/oder der venöse Anschluss (24) und/oder die steuerbare Arterie-Venen-Verbindung (40) eine

Desinfektionseinheit (62) als eine Komponente des vaskulären Zugangsimplantats (1 ) aufweist, die antibakterielle Wirkung hat.

10. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach Anspruch 9, dadurch

gekennzeichnet, dass die Desinfektionseinheit (62) ein UV-Licht oder ein Plasma auf den arteriellen Anschluss (16) und/oder den venösen Anschluss (24) und/oder die steuerbare Arterie-Venen-Verbindung (40) emittiert und/oder dass die

Desinfektionseinheit (62) eine antibakterielle Beschichtung oder ein antibakterielles Material aufweist und/oder ein mittels Licht aktivierbares selbst-desinfizierendes

Material aufweist.

11. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das vaskuläre Zugangsimplantat (1 ) ein

Identifikationselement (66), insbesondere einen RFID-Chip, als eine Komponente des vaskulären Zugangsimplantats (1 ) aufweist, zum berührungslosen Identifizieren mittels eines Lesegerätes und/oder eine Kommunikationseinheit (64) als eine Komponente des vaskulären Zugangsimplantats (1 ) aufweist, welche dafür angepasst ist, Daten berührungslos zu empfangen und zu senden.

12. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach Anspruch 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das vaskuläre Zugangsimplantat (1 ) eine Anschluss-Dislokationserkennung (68) als eine Komponente des vaskulären Zugangsimplantats (1 ) an dem arterielle Anschluss (16) und/oder an dem venösen Anschluss (24) aufweist, die dafür angepasst ist, insbesondere mittels eines Hall-Sensors und/oder eines Reed- Sensors, zu detektieren, ob der arterielle Anschluss (16) bzw. der venösen Anschluss (24) korrekt angekoppelt ist.

13. Vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach Anspruch 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die autonome Energieversorgung (50) ausreichend Energie der Desinfektionseinheit (62) und/oder dem Identifikationselement (66) und/oder der Kommunikationseinheit (64) und/oder der Anschluss-Dislokationserkennung (68) als Komponenten des vaskulären Zugangssystems (1 ) bereitstellt.

14. Vaskuläres Zugangsimplantatsystem (2) mit einem vaskulären

Zugangsimplantat und mit einem extrakorporalen Blutkreislauf (8),

dadurch gekennzeichnet, dass ein vaskuläres Zugangsimplantat (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 eingesetzt ist, und

dass an einem Schlauchende eines ersten Schlauchs (22) des extrakorporalen Blutkreislaufs (8) ein arterieller Gegenadapter (20) vorgesehen ist, der mit dem arteriellen Anschluss (16) als Adapter (18) form- und/oder kraftschlüssig ankoppelbar ist, und/oder

dass an einem Schlauchende des zweiten Schlauchs (30) des extrakorporalen Blutkreislaufs (8) ein venöser Gegenadapter (28) vorgesehen ist, der mit dem venösen Anschluss (24) als Adapter (26) form- und/oder kraftschlüssig ankoppelbar ist.