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1. WO2020126924 - HANDWERKZEUGMASCHINE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Handwerkzeugmaschine

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine meißelnde Handwerkzeugmaschine, z.B. einen Bohrhammer oder einen Elektromeißel.

Ein elektro-pneumatischer Bohrhammer ist beispielsweise aus EP 1 955 823 A1 bekannt. Der Bohrhammer hat einen Döpper, welche in Richtung zu einem Schläger hohl ausgebildet ist. Der Schläger kann in den Hohlraum des Döppers hineinfliegen und in dem Hohlraum auf den Döpper schlagen.

Ein Bohrhammer ist beispielsweise aus EP 0 841 127 A2 bekannt. Der Bohrhammer enthält ein elektro-pneumatisches Schlagwerk, welches im Betrieb repetitiv Schläge auf in einer Werkzeughalterung geführten Meißel oder Bohrer ausübt. Das Schlagwerk hat in Schlagrichtung aufeinanderfolgend einen Erregerkolben, einen Schläger und einen Döpper. Der Erregerkolben und der Schläger wandeln die Antriebsenergie eines Motors in die Schläge um. Der Döpper ist zwischen dem Schläger und Meißel angeordnet, um das Schlagwerk gegenüber Staub abzudichten. Der Schläger schlägt periodisch auf eine Seite des ruhenden Döppers auf. Der Stoß durchläuft den Döpper und wird vorzugsweise ohne thermische Verluste auf das an die andere Seite angepresste Werkzeug übertragen.

Das Paar aus Schläger und Döpper nimmt Einfluss auf das dynamische Verhalten des Schlags und auf den den Döpper durchlaufenden Stoß. Der Schlag erfolgt nicht instantan, sondern der Schläger kontaktiert den Döpper für eine kurze (Kontakt-) Dauer. Während der Kontaktdauer wird ein Teil der der kinetischen Energie des Schlägers als Stoß auf den Döpper übertragen und der Schläger erfährt einen elastischen Rückstoß. Die Kontaktdauer nimmt unter Anderem tendenziell für relativ leichte Döpper ab und nimmt ebenfalls tendenziell für relativ kurze Döpper ab. Reziprok nimmt die Amplitude des Stoßes bei gleicher Schlagenergie zu. Insbesondere bei Schlagwerken mit hohen Schlagenergien führt dies zu hohen Materialbelastungen von Schläger und Döpper. Daher werden typischerweise schwere und lange Döpper eingesetzt, welche eine längere Kontaktdauer versprechen, ungeachtet der einhergehenden ergonomischen Nachteile von schweren Döppern.

Die Kontaktdauer hat auch Einfluss auf die durch einen Anwender realisierbare Abbauleistung. Tendenziell ist eine größere Abbauleistung mit zunehmender Schlagenergie zu erreichen. Allerdings scheint der Anwender eher von der zunehmenden Schlagenergie zu profitieren, wenn der Schlag eine moderate Amplitude hat und dafür zeitlich gedehnt ist.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Die erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine hat einen Werkzeughalter zum Haltern eines Werkzeugs auf einer Arbeitsachse, einen Motor und ein Schlagwerk. Das Schlagwerk beinhaltet einen mit dem Motor gekoppelten Erregerkolben, einen auf der Arbeitsachse geführten Schläger, eine von dem Erregerkolben und dem Schläger abgeschlossene pneumatische Kammer zum Ankoppeln einer Bewegung des Schlägers an den Erregerkolben und einen in Schlagrichtung nach dem Schläger angeordneten Döpper zum Übermitteln eines Schlages des Schlägers auf das Werkzeug. In dem Döpper ist ein Innenraum angeordnet.

Erfindungsgemäß ist der Innenraum geschlossen. Der Stoß kann in Schlagrichtung in einer Wand um den Innenraum fließen, ohne an Öffnungen in der Wand gestreut zu werden. Der Innenraum ist ferner in Schlagrichtung und entgegen der Schlagrichtung geschlossen, um den Schlag des Schlägers aufzunehmen und den Stoß auf das Werkzeug zu übertragen. Verglichen zu einem massiven Döpper gleicher Gestalt verlängert der Innenraum die Kontaktdauer von Schläger und Döpper.

Der Döpper hat eine Wand, welche den Innenraum umfänglich umschließt. In einer Ausführungsform ist die Wand gegenüber der Döpperachse geneigt. Die geneigte Wand wirkt wie eine Tellerfeder. Die umfänglich umschließende Wand kann eine konstante Dicke aufweisen.

Der Döpper hat eine dem Schläger zugewandte Schlagfläche zum Aufnehmen des Schlages des Schlägers. In einer Ausgestaltung ist ein maximaler Querschnitt des Innenraums senkrecht zu der Schlagrichtung größer als die Schlagfläche.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die nachfolgende Beschreibung erläutert die Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsformen und Figuren. In den Figuren zeigen:

Fig. 1 einen Bohrhammer

Fig. 2 einen Döpper des Bohrhammers

Fig. 3 einen Döpper des Bohrhammers

Fig. 4 einen Döpper des Bohrhammers

Gleiche oder funktionsgleiche Elemente werden durch gleiche Bezugszeichen in den Figuren indiziert, soweit nicht anders angegeben.

AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Fig. 1 zeigt als Beispiel einer meißelnden Handwerkzeugmaschine 1 schematisch einen Bohrhammer. Der Bohrhammer hat einen Werkzeughalter 2, in welchen ein Werkzeug 3 eingesetzt und verriegelt werden kann. Die Werkzeuge 3 können beispielsweise Bohrer für die drehmeißelnde Bearbeitung von mineralischen Bauwerkstoffen, wie Beton oder Gestein, oder Meißel für die rein meißelnde Bearbeitung der selben Bauwerkstoffe sein. Der Bohrhammer 1 enthält ein pneumatisches Schlagwerk 4, welches im Betrieb periodisch Schläge in Schlagrichtung 5 auf das Werkzeug 3 ausübt. Zudem enthält der Bohrhammer 1 eine Abtriebswelle 6, welche im Betrieb den Werkzeughalter 2 und damit das Werkzeug 3 um eine Arbeitsachse 7 dreht. Das Schlagwerk 4 und die Abtriebswelle 6 werden von einem Motor 8, z.B. einem Elektromotor, angetrieben. Die Abtriebswelle 6 kann in meißelnden Handwerkzeugmaschinen 1 abschaltbar sein oder in rein meißelnden Handwerkzeugmaschinen 1 sind ohne Abtriebswelle.

Die Handwerkzeugmaschine 1 hat einen Handgriff 9, mittels welchem der Anwender die Handwerkzeugmaschine 1 im Betrieb halten und führen kann. Der Handgriff 9 ist an einem Maschinengehäuse 10 befestigt. Vorzugsweise ist der Handgriff 9 an einem von der Werkzeughalter 2 entfernten Ende der Handwerkzeugmaschine 1 bzw. des Maschinengehäuses 10 angeordnet. Eine zu der Schlagrichtung 5 parallele und mittig durch den Werkzeughalter 2 verlaufende Arbeitsachse 7 verläuft vorzugsweise durch den Handgriff 9, wenn dieser einhändig zu greifen ist. Der Handgriff 9 kann durch Dämpfelemente von dem Maschinengehäuse 10 teilweise entkoppelt sein, um Vibrationen des Schlagwerks 4 zu dämpfen.

Der Anwender kann die Handwerkzeugmaschine 1 mittels eines Tasters 11 in Betrieb nehmen. Das Betätigen des Tasters 11 aktiviert den Motor 8. Der Taster 11 ist vorzugsweise an dem Handgriff 9 angeordnet, wodurch dieser von der den Handgriff 9 umgreifenden Hand betätigt werden kann. Eine Energieversorgung des Motors 8 kann beispielsweise durch eine Batterie 12 erfolgen, welche an der Handwerkzeugmaschine 1 angeordnet ist.

Das Schlagwerk 4 hat einen Erregerkolben 13, einen Schläger 14 und einen Döpper 15. Der Erregerkolben 13, der Schläger 14 und der Döpper 15 sind in Schlagrichtung 5 aufeinanderfolgend auf der Arbeitsachse 7 liegend angeordnet. Der Erregerkolben 13 ist über einen Getriebestrang an den Motor 8 angekoppelt. Der Getriebestrang setzt die Drehbewegung des Motors 8 in eine periodische Vor- und Rückbewegung des Erregerkolbens 13 auf der Arbeitsachse 7 um. Ein beispielhafter Getriebestrang basiert auf einem Exzenterrad 16 und einem Pleuel 17. Eine andere Ausführung basiert auf einem Taumelantrieb.

Der Schläger 14 wird an die Bewegung des Erregerkolbens 13 durch eine pneumatische Kammer 18, auch als Luftfeder bezeichnet, angekoppelt. Die pneumatische Kammer 18 ist längs der Arbeitsachse 7 antriebsseitig durch den Erregerkolben 13 und werkzeugseitig durch den Schläger 14 abgeschlossen. Der Schläger 14 ist dazu als Kolben ausgebildet. In der dargestellten Variante ist die pneumatische Kammer 18 in radialer Richtung durch ein Führungsrohr 19 abgeschlossen. Der Erregerkolben 13 und der Schläger 14 gleiten luftdicht anliegend an der Innenfläche des Führungsrohrs 19. In anderen Ausgestaltung kann der Erregerkolben topfförmig ausgebildet sein. Der Schläger gleitet innerhalb des Erregerkolbens. Analog kann der Schläger topfförmig ausgebildet sein, wobei der Erregerkolben innerhalb des Schlägers gleitet. Der Schläger 14 bewegt sich angekoppelt über die pneumatische Kammer 18 periodisch parallel zu der Schlagrichtung 5 zwischen einem antriebsseitigen Umkehrpunkt und einem werkzeugseitigen Umkehrpunkt. Der werkzeugseitige Umkehrpunkt ist durch den Döpper 15 vorgegeben, auf welchen der Schläger 14 im werkzeugseitigen Umkehrpunkt aufschlägt.

Der Döpper 15 ist parallel zu der Schlagrichtung 5 zwischen einem Anschlag 20 und dem Werkzeug 3 beweglich geführt. Im Betrieb drückt der Anwender beim Anpressen des Werkzeugs 3 an einen Untergrund das Werkzeug 3 gegen den Döpper 15 und mittelbar den Döpper 15 gegen den Anschlag 20. Die Stellung des Döppers 15 anliegend an dem Anschlag 20 wird als Arbeitsstellung bezeichnet. Der Schlag des Schlägers 14 auf den Döpper 15 erfolgt vorzugsweise, wenn der Döpper 15 in der Arbeitsstellung ist. Der Döpper 15 dient als Mittler des Schlags des Schlägers 14 auf das Werkzeug 3. Eine Dämpfung des Stoßes durch den Döpper 15 ist nicht erwünscht.

Zur Beschreibung des Döppers 15 wird die Döpperachse 21 eingeführt. Die Döpperachse 21 ist parallel zu der Schlagrichtung 5 und verläuft durch den Schwerpunkt S des Döppers 15. Die Döpperachse 21 fällt typischerweise mit der Arbeitsachse 7 zusammen. Falls nicht anders angegeben beziehen sich Richtungsangaben wie radial und axial auf die Döpperachse 21 ; radiale Abmessungen und Durchmesser werden senkrecht zu der Döpperachse 21 bestimmt und ein Querschnitt bezieht sich auf eine zu der Döpperachse 21 senkrechte Ebene.

Eine beispielhafte Ausführung des Döppers 15 ist in Fig. 2 dargestellt. Der Döpper 15 hat einen Korpus 22, einen Innenraum 23 und optional Dichtringe 24. Der Korpus 22 ist ein einteiliger Körper, vorzugsweise ein metallischer Körper. Ein oder mehrere Dichtringe 24 können den Korpus 22 umschließen. Sieht man von kleineren Bauteilen, wie z.B. den erwähnten Dichtringen 24 ab, definiert der Korpus 22 die äußere Gestalt des Döppers 15. Eine Außenfläche 25 des Korpus 22 entspricht weitgehend der Außenfläche des Döppers 15.

Der Korpus 22 ist ein geschlossenes Gefäß, das den Innenraum 23 umschließt. Der Innenraum 23 wird durch eine Innenfläche 26 des Korpus 22 begrenzt. Das von der Innenfläche 26 abgegrenzte Volumen entspricht vorzugsweise dem Volumen des Innenraums 23. Der Innenraum 23 kann hohl sein. Der hohle Innenraum 23 ist mit einem Gas, z.B. Luft, gefüllt. Der Korpus 22 und der Innenraum 23 sind vorzugsweise rotationssymmetrisch zu der Döpperachse 21 ausgebildet.

Wenngleich nachfolgend die Gestalt des Korpus 22, insbesondere die Außenfläche 25 und die Innenfläche 26 zur einfacheren Charakterisierung in unterschiedliche Bereiche unterteilt beschrieben werden, ist der Korpus 22 ein einteiliger, zusammenhängender Körper. Der Korpus 22 ist typischerweise durchgehend aus demselben Material, z.B. einem Metall, vorzugsweise aus Stahl, gebildet. Der Korpus 22 kann aus mehreren Teilen gefügt werden, insbesondere können einzelne Teile miteinander verschweißt, verlötet oder verklebt werden. Vorzugsweise ist der Korpus 22 jedoch monolithisch ausgebildet. Unter monolithisch wird verstanden, dass der Korpus 22 keine Fügezonen aufweist. Insbesondere keine mechanischen Fügezonen mit aneinandergrenzenden Flächen der Teile, materialschlüssige Fügezonen, welche durch Schweißen, Löten, Verkleben entstehen. Die Fügezonen ermüden typischerweise rasch aufgrund der hohen Belastungen beim Übertragen des Stoßes innerhalb des Döppers 15.

Der Korpus 22 hat zwei Stirnflächen, welche auf der Döpperachse 21 liegen. Eine der beiden Stirnflächen ist dem Schläger 14 zugewandt; diese Stirnfläche wird nachfolgend als Schlagfläche 27 bezeichnet. Die andere Stirnfläche ist von dem Schläger 14 abgewandt und wird nachfolgend als Stoßfläche 28 bezeichnet. Während des schlagenden Betriebs schlägt der Schläger 14 auf die Schlagfläche 27 und die Stoßfläche 28 liegt an dem Werkzeug 3 an.

Der Korpus 22 kann einen zylindrischen Abschnitt 29 aufweisen, der an die Schlagfläche 27 unmittelbar angrenzt. Die Schlagfläche 27 bildet die freiliegende Dachfläche des

zylindrischen Abschnitts 29. Der Durchmesser des zylindrischen Abschnitts 29 ist gleich dem Durchmesser 30 der Schlagfläche 27. Der Korpus 22 kann analog einen zylindrischen Abschnitt 31 aufweisen, der an die Stoßfläche 28 unmittelbar angrenzt. Entsprechend der Schlagfläche 27 und Stoßfläche 28 können die Durchmesser der beiden zylindrischen Abschnitte 29, 31 gleich oder unterschiedlich sein. Die beiden zylindrischen Abschnitte 29, 31 können verschieden oder gleich lang sein. Typischerweise wird der Döpper 15 an wenigstens einer der zylindrischen Mantelflächen 32 der zylindrischen Abschnitte 29, 31 geführt. Die zylindrischen Abschnitte 29, 31 sind vorzugsweise massiv ausgebildet.

Zwischen der Schlagfläche 27 und der Stoßfläche 28 ist, auf der Döpperachse 21 liegend, der Innenraum 23 angeordnet. Der Innenraum 23 beeinflusst die Charakteristik des Döppers 15 im schlagenden Betrieb. Der Innenraum 23 ist vorzugsweise kompressibel. Bei dem Schlag des Schlägers 14 auf die Schlagfläche 27 kann ein schlägerseitiger Abschnitt des Döppers 15 in den Innenraum 23 einfedern. Hierdurch erhöht sich die Kontaktdauer des Schlägers 14 mit dem Döpper 15 und eine sanftere Übertragung der Schlagenergie des Schlägers 14 auf den Döpper 15 wird ermöglicht.

Die Schlagfläche 27 ist eine im Wesentlichen zu Döpperachse 21 senkrechte Stirnfläche des Korpus 22. Die Schlagfläche 27 kann eben ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Schlagfläche 27 durchgehend konkav ausgebildet. Ein Krümmungsradius der Schlagfläche 27 ist typischerweise größer als die Länge des Döppers 15. Die kalottenförmige Gestalt der Schlagfläche 27 wird auch als ballig bezeichnet. Die Schlagfläche 27 ist typischerweise die am weitesten in Richtung Schläger 14 vorstehende Fläche. Die Stoßfläche 28 ist analog der Schlagfläche 27 geformt. Die Stoßfläche 28 kann eben oder ballig ausgebildet sein. Die Stoßfläche 28 steht typischerweise am weitesten in Schlagrichtung 5 vor. In der dargestellten Ausführungsform begrenzen die Schlagfläche 27 und die Stoßfläche 28 die Länge des Döppers 15. Durchmesser 30 oder Flächeninhalt der Schlagfläche 27 und der Stoßfläche 28 können wie dargestellt gleich oder in anderen Ausführungen verschieden sein.

Der Korpus 22 hat einen bauchförmigen Abschnitt 33, welcher zwischen der Schlagfläche 27 und der Stoßfläche 28 angeordnet ist. In dem dargestellten Beispiel ist der bauchförmige Abschnitt 33 zwischen den beiden zylindrischen Abschnitten 29, 31 angeordnet. Der bauchförmige Abschnitt 33 steht gegenüber der Schlagfläche 27 und der Stoßfläche 28 in radialer Richtung über. Der bauchförmige Abschnitt 33 kann mehrere Funktionen erfüllen. Unter Anderem kann der bauchförmige Abschnitt 33 zum Anliegen an dem Anschlag 20 vorgesehen sein.

Der Innenraum 23 ist zu einem Großteil, vorzugsweise vollständig, in dem bauchförmigen Abschnitt 33 angeordnet, welcher vorzugsweise einen größeren Durchmesser verglichen zu der Schlagfläche 27, der Stoßfläche 28 und den zylindrischen Abschnitten 29, 31 hat. Ein Innendurchmesser 34 des Innenraums 23 ist vorzugsweise gleich oder größer wie der Durchmesser der Schlagfläche 27. Die gesamte Schlagfläche 27 kann quasi ohne innere Verformung längs der Döpperachse 21 in den Innenraum 23 einfedern. Der Innendurchmesser 34 kann ferner auch größer als der Durchmesser der Schlagfläche 27 sein. Das Volumen des Innenraums 23 hat einen Anteil von wenigstens 30 %, z.B. wenigstens 40 %, an dem Volumen des Döppers 15.

Der beispielhafte bauchförmige Abschnitt 33 kann an einem der Schlagfläche 27 näheren axialen Ende einen ersten schalenförmigen Abschnitt 35 und kann an einem der Stoßfläche 28 näheren axialen Ende einen zweiten schalenförmigen Abschnitt 36 aufweisen. Der Innenraum 23 liegt zwischen den schalenförmigen Abschnitten 35, 36. Der schalenförmige Abschnitt 35 wirkt ähnlich wie eine Tellerfeder. Die Tellerfeder kann einen Teil der Stoßenergie als elastische Verformungsarbeit Zwischenspeichern und verzögert wieder abgeben. Die Verzögerung kann über die Steifigkeit des schalenförmigen Abschnitts 35 angepasst werden.

Die Bezeichnung schalenförmig referenziert auf die typische Form einer Schale. Eine typische Schale hat eine um eine Achse umlaufende und zu der Achse monoton geneigte Wand, welche einen konvexen Hohlraum in Umfangsrichtung umschließt. Die Wand ist vorzugsweise rotationssymmetrisch zu der Achse ausgebildet. Die Schale ist an ihrem schmaleren Ende durch einen Boden längs der Achse geschlossen. Der Boden kann glatt in die Wand übergehen. Die Schale ist an dem weiteren Ende in axialer Richtung offen. Die Öffnung ist durch einen ringförmigen Rand der Wand eingefasst. Die Schale ist ein Gefäß und hat vorzugsweise keine radialen Öffnungen in dem Boden und der umlaufenden Wand.

Der schalenförmige Abschnitt 35 hat einen Boden und eine geneigte, umlaufende Wand 37. Der Boden wird im Wesentlichen durch die Schlagfläche 27 bzw. den der Schlagfläche 27 zugehörigen zylindrischen Abschnitt 29 gebildet. An den Boden grenzt die Wand 37 an. Die Wand 37 läuft um die Döpperachse 21 um. Die Wand 37 ist gegenüber der Döpperachse 21 monoton geneigt. Die Neigung ist derart, dass der Durchmesser 38 des schalenförmigen Abschnitts 35 mit zunehmendem Abstand von der Schlagfläche 27 zunimmt, vorzugsweise kontinuierlich zunimmt.

Die beispielhaft dargestellte Ausführungsform hat einen kegelförmigen schalenförmigen Abschnitt 35. Die Wand 37 ist rotationssymmetrisch zu der Döpperachse 21. Die Neigung der Wand 37 gegenüber Döpperachse 21 ist konstant. In anderen Ausführungsformen kann der schalenförmige Abschnitt bauchig ausgebildet sein. Die Neigung der bauchigen Wand nimmt gegenüber der Döpperachse 21 mit zunehmendem Abstand von der Döpperachse 21 ab. In einer weiteren Ausführungsform kann der schalenförmige Abschnitt trompetenförmig ausgebildet sein. Die Neigung der trompetenförmigen Wand nimmt gegenüber der Döpperachse 21 mit zunehmendem Abstand von der Döpperachse 21 ab.

Eine Neigung der Wand 37 gegenüber der Döpperachse 21 liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen 30 Grad und 60 Grad. Eine größere Neigung verringert die Steifigkeit des schalenförmigen Abschnitts 35, wodurch eine größere Verzögerung erreicht werden kann.

Die Steifigkeit des schalenförmigen Abschnitts 35 und die Verzögerung kann ferner durch die Wandstärke 39 der Wand 37 angepasst werden. Eine geringere Wandstärke 39 resultiert in einer geringeren Steifigkeit. Die Wandstärke kann konstant sein. In alternativen Ausführungsformen ist eine Querschnittsfläche des schalenförmigen Abschnitts 35 konstant, die Wandstärke verringert sich mit zunehmendem Durchmesser 30 des schalenförmigen Abschnitts 29. In anderen Ausführungsformen kann die Wandstärke 39 zu dem weiteren Ende des schalenförmigen Abschnitts 35 hin zunehmen.

Die Wand 37 des schalenförmigen Abschnitts 35 bildet eine ringförmige, gegenüber der Döpperachse 21 geneigte Außenfläche 40. Die Außenfläche 40 ist dem Schläger 14 zugewandt. Die Außenfläche 40 kann in der Arbeitsstellung an dem Anschlag 20 anliegen. Die Außenfläche 40 hat vorzugsweise keine Öffnungen. Eine Neigung der Außenfläche 40 beträgt vorzugsweise zwischen 30 Grad und 60 Grad. Die Neigung ist vorzugsweise konstant; die geneigte Außenfläche ist kegelförmig. Ferner kann die Neigung längs der Döpperachse 21 variieren. Die geneigte Außenfläche 40 geht in die Schlagfläche 27 bzw. in eine zylindrische Außenfläche des zylindrischen Abschnitts 31 über.

Die Wand 37 des schalenförmigen Abschnitts 35 bildet eine Innenfläche 41 , die einen Teil des Innenraums 23 des Korpus 22 begrenzt. Die Innenfläche 41 ist gegenüber der Döpperachse 21 monoton geneigt. Die Neigung der Innenfläche 41 kann längs der Döpperachse 21 konstant sein. In anderen Ausführungsformen variiert die Neigung entlang der Döpperachse 21. Beispielsweise kann die Neigung mit zunehmendem radialen Abstand von der Döpperachse 21 abnehmen. Eine Neigung der Innenfläche 41 liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 30 Grad und 60 Grad. Der Innendurchmesser 34 der Innenfläche 41 ist größer als der Durchmesser 30 der Schlagfläche 27.

Der der Stoßfläche 28 nähere schalenförmige Abschnitt 36 ist analog dem der Schlagfläche 27 näheren schalenförmigen Abschnitt 35 gebildet. Der schalenförmige Abschnitt 36 hat eine geneigte Wand 42, welche eine Außenfläche 43 und eine Innenfläche 44 definiert. Die Neigung der beiden Wände 37, 42 können gleich oder unterschiedlich sein.

Die beiden schalenförmigen Abschnitte 35, 36 können unmittelbar aneinander angrenzen. Der Innenraum 23 des Döppers 15 wird durch die beiden Innenflächen 41 , 44 abgeschlossen. In einer anderen Ausführung kann ein ringförmiger Abschnitt 45 zwischen den schalenförmigen Abschnitten 35, 36 angeordnet sein. Der ringförmige Abschnitt verbindet die beiden schalenförmigen Abschnitte 35, 36. Der Innenraum 23 wird durch die schalenförmigen Abschnitte 35, 36 und den optionalen ringförmigen Abschnitt abgeschlossen. Der Innenraum 23 des Döppers 15 wird durch die beiden Innenflächen 41 , 44 der schalenförmigen Abschnitte 35, 36 und eine Innenfläche des ringförmigen Abschnitts abgeschlossen.

Eine weitere Ausgestaltung eines Döppers 46 ist in Fig. 3 dargestellt. Der Döpper 46 hat eine Schlagfläche 27, eine Stoßfläche 28, einen der Schlagfläche 27 näheren schalenförmigen Abschnitt 35 und einen der Stoßfläche 28 näheren schalenförmigen Abschnitt 36. Für die Beschreibung wird auf die Elemente mit den gleichen Bezugszeichen des vorhergehenden Ausführungsbeispiels verwiesen.

Der Döpper 46 hat einen zweigeteilten Innenraum 47. Zwischen dem ersten schalenförmigen Abschnitt 35 und dem zweiten schalenförmigen Abschnitt 36 ist eine Scheibe 48 angeordnet. Die Scheibe 48 ist vorzugsweise massiv ausgebildet. Die Scheibe 48 hat vorzugsweise eine zylindrische Außenfläche, deren Außendurchmesser gleich den angrenzenden schalenförmigen Abschnitten 35, 36 ist.

Bei dem Döpper 15 von Fig. 2 tragen zu einem sehr großen Anteil die längs der Döpperachse 21 außenliegenden, zylindrischen Abschnitte 29, 31 zu der Masse des Döppers 15 bei. Der mittlere, bauchförmige Abschnitt 33 trägt aufgrund des hohlen Innenraums 23 nur wenig zu der Masse des Döppers 15 bei. Diese Masseverteilung erweist sich als ungünstig für das Prallverhalten und Nachschwingen des Döppers 15 nach einem Schlag. Die Scheibe 48 in dem bauchförmigen Abschnitt 49 von Fig. 3 erhöht den

Masseanteil nahe dem Schwerpunkt S des Döppers 15, um das dynamische Verhalten des Döppers 15 zu verbessern.

Eine weitere Ausführungsform des Döppers 50 ist in Fig. 4 dargestellt, welche das Konzept einer Scheibe 48 aufgreift, jedoch ohne den Innenraum 23 zu unterteilen. Zwischen den beiden schalenförmigen Abschnitten 35, 36 ist ein ringförmiger Abschnitt 51 angeordnet. Eine Wand 52 hat eine variierende Wandstärke 39, welche mit zunehmendem Abstand von dem Schwerpunkt S des Döppers 15 kontinuierlich abnimmt.

Der Innenraum 23 ist vorzugsweise vorwiegend mit einem Gas, Gasgemisch, z.B. Luft, gefüllt. Der Volumenanteil des Gases beträgt wenigstens 75 % des Innenraums 23. Vorzugsweise ist der Innenraum 23 vollständig mit dem Gas gefüllt.