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1. WO2020126731 - ANZEIGEVORRICHTUNG FÜR EIN ELEKTROWERKZEUG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Beschreibung

Titel

Anzeigevorrichtung für ein Elektrowerkzeug

Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung für ein Elektrowerkzeug. Ferner betrifft die Erfindung ein Elektrowerkzeug oder ein Zubehörteil für ein solches Elektrowerkzeug mit einer entsprechenden Anzeigevorrichtung.

Elektrowerkzeuge und Zubehörteile für solche Elektrowerkzeuge, wie zum Beispiel Akkus oder Ladegeräte, sind häufig mit Leuchtanzeigen ausgestattet. Beispielsweise wird der Ladezustand oder ein Betriebszustand mit Hilfe von LEDs an dem Akku oder direkt an dem Elektrowerkzeug angezeigt. Die

Tatsache, dass die Ladezustandsanzeige für den Benutzer gut erreichbar und einsehbar sein muss, sowie andere Sachzwänge führen häufig dazu, dass die Ladezustandsanzeige räumlich getrennt von der übrigen Elektronik des

Akkupacks oder des Elektrowerkzeugs angeordnet ist. Um eine selbst leuchtende Anzeige für einen Nutzer interpretierbar zu machen, muss der Kontrast zwischen leuchtenden und nicht leuchtenden Elementen möglichst groß ausfallen. Bei einer Leuchtanzeige ergibt sich somit die Notwendigkeit, die Lichtintensität des leuchtenden Elements erheblich größer zu gestalten als die eines nicht leuchtenden Elements. Allerdings ist die Wahrnehmung der

Lichtintensität einer Leuchtanzeige auch abhängig von der externen

Beleuchtungssituation. So ist eine bei geringer Umgebungsbeleuchtung gut erkennbare Leuchtanzeige bei relativ starker Beleuchtung durch Sonne oder künstliches Licht für den Benutzer weniger gut zu erkennen. Andererseits kann eine Leuchtanzeige mit starker Intensität, welche sie bei starker

Umgebungsbeleuchtung gut ablesbar macht, bei geringerer

Umgebungsbeleuchtung zu Blendwirkungen beim Anwender führen.

Infolgedessen können beispielsweise nebeneinanderliegende Lichtpunkte vom Auge nicht mehr richtig voneinander unterschieden werden.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zur Anpassung der Anzeigeeinheit an die Umgebungshelligkeit bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch eine Anzeigevorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Ferner wird die Aufgabe durch ein Elektrowerkzeug gemäß Anspruch 9 sowie ein Zubehörteil für ein Elektrowerkzeug gemäß Anspruch 10 gelöst. Weitere vorteilhafte

Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Gemäß der Erfindung ist eine Anzeigevorrichtung für ein Elektrowerkzeug vorgesehen, welche eine Leuchtanzeige mit wenigstens einer LED, eine

Steuereinrichtung zum Steuern der Leuchtanzeige und einen Lichtsensor ausgebildet zum Erfassen der Umgebungshelligkeit umfasst. Dabei ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die Leuchtstärke der Leuchtanzeige in

Abhängigkeit von der mithilfe des Lichtsensors erfassten Umgebungshelligkeit zu steuern. Durch die Anpassung der Leuchtstärke an die Umgebungshelligkeit wird das Ablesen der Leuchtanzeige einen relativ hellen und relativ dunklen

Umgebungen verbessert. Insbesondere wird durch eine Erhöhung der

Leuchtstärke der bei besonders starker Umgebungsbeleuchtung typischerweise verringerte Kontrast zwischen leuchtenden und nicht leuchtenden Elementen der Leuchtanzeige erhöht. Hingegen wird durch eine Reduktion der Leuchtstärke die bei besonders schwacher Umgebungsbeleuchtung typischerweise auftretenden Blendung reduziert und damit die durch den Anwender wahrnehmbare Auflösung der Leuchtanzeige erhöht. Durch die Anpassung der Anzeigehelligkeit an die Umgebungshelligkeit kann eine Blendung des Anwenders in

schwachbeleuchteter Umgebung vermieden werden und gleichzeitig

sichergestellt werden, dass die Anzeige auch bei heller Umgebungsbeleuchtung gut ablesbar ist.

In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Leuchtanzeige eine wenigstens teilweise transparente Fensterstruktur umfasst, wobei die LED und der Lichtsensor gemeinsam hinter der Fensterstruktur angeordnet sind. Diese Anordnung des Lichtsensors ermöglicht eine optimale Messung der

Umgebungshelligkeit direkt an der Lichtquelle. Gleichzeitig wird der Aufbau vereinfacht, da keine separate Fensterstruktur für den Lichtsensor notwendig ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die LED in definierten Zeitabständen für eine kurze Zeitdauer zu deaktivieren und in der Zeit, in der die LED deaktiviert ist, die Umgebungshelligkeit mittels des Lichtsensors zu erfassen. Hierdurch wird wirkungsvoll verhindert, dass die Messung der Umgebungshelligkeit mithilfe des Lichtsensors durch das Licht der benachbarten LED verfälscht wird.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die LED mithilfe eines mittels Pulsweitenmodulation modulierten Steuersignals zu steuern. Ferner ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die Umgebungshelligkeit mittels des Lichtsensors in einer Ausschaltphase des mittels

Pulsweitenmodulation modulierten Steuersignals zu erfassen. Die Nutzung der Ausschaltphasen der Pulsweitenmodulation ermöglicht eine besonders einfache Messung der Umgebungshelligkeit.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die LED ausgebildet, Lichtstrahlung mit wenigstens einer definierten Wellenlänge zu emittieren. Dabei weist der Lichtsensor eine reduzierte Sensitivität für die wenigstens eine Wellenlänge der von der LED emittierten Lichtstrahlung auf. Durch diese Maßnahme wird eine von der Ansteuerung der LED unabhängige Messung der Umgebungshelligkeit ermöglicht.

In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die LED eine mit der Temperatur variierende Leuchtstärke aufweist. Dabei ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die Temperatur der LED mithilfe eines Temperatursensors zu ermitteln und eine temperaturabhängige Änderung der Leuchtstärke anhand der ermittelten Temperatur zu kompensieren hierdurch können temperaturbedingte Leuchtstärke Variationen weitgehend kompensiert werden.

In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die LED als

Temperatursensor verwendet wird. Dabei ist die Steuereinrichtung ausgebildet, eine von der temperaturabhängige Vorwärtsspannung der LED zu erfassen und durch auswerten der erfassten Vorwärtsspannung die Temperatur der LED zu ermitteln. Durch diese Maßnahme kann auf einen separaten Temperatursensor

verzichtet werden. Gleichzeitig ermöglicht die Nutzung der LED als

Temperatursensor eine besonders genaue Ermittlung der Temperatur der LED.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Steuereinrichtung ausgebildet, die mithilfe der Vorspannung der LED ermittelten Temperatur zur

Plausibilisierung der Messergebnisse eines weiteren Temperatursensors zu verwenden. Auf diese Weise lässt sich überprüfen, der weitere

Temperatursensor, welcher beispielsweise im Elektrowerkzeug oder im entsprechenden Zubehörteil angeordnet ist, einen Defekt aufweist. Hierdurch lässt sich die Betriebssicherheit des Elektrowerkzeugs bzw. des entsprechenden Zubehörteils erhöhen.

In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Leuchtanzeige in Form einer Ladezustandsanzeige ausgebildet ist. Ist häufig im unmittelbaren Blickfeld des Benutzers angeordnet eine Verbesserung der Leuchtanzeige erhöht somit den Bedienungskomfort des Elektrowerkzeugs bzw. des entsprechenden Zubehörteils.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Figuren näher beschrieben. Dabei zeigen:

Fig. 1 schematisch ein batteriebetriebenes Elektrowerkzeug mit einer im

Gehäuse des Elektrowerkzeugs angeordneten Anzeigevorrichtung;

Fig. 2 schematisch ein batteriebetriebenes Elektrowerkzeug mit einer im

Gehäuse des Akkuparks angeordneten Anzeigevorrichtung;

Fig. 3 ein Blockschaltdiagramm der Anzeigevorrichtung;

Fig. 4 ein Akkupack mit einer Ladezustandsanzeige;

Fig. 5 eine mittels Mikrocontroller realisierte digitale Steuerschaltung zum

Steuern einer LED-Leuchtanzeige;

Fig. 6 eine analoge Steuerschaltung zum Steuern einer LED-Leuchtanzeige;

Fig. 7 die digitale Steuerschaltung aus Figur 5 mit einem Temperatursensor,

Fig. 8 die digitale Steuerschaltung aus Figur 7, bei welcher die LED als zusätzlicher Temperatursensor verwendet wird.

Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines mittels eines

wechselbaren Akkus 300 betriebenen Elektrowerkzeugs 200, welches im vorliegenden Ausführungsbeispiel in Form eines Akkubohrschraubers ausgebildet ist. Ein solches Elektrowerkzeug 200 weist in der Regel mindestens eine Leuchtanzeige 110 zum Anzeigen bestimmter Informationen im

Zusammenhang mit dem Betrieb des Elektrowerkzeugs 200 auf. Hierzu zählen beispielsweise der aktuelle Betriebszustand bzw. Betriebsmodus des

Elektrowerkzeugs 200 bzw. eines Elektrowerkzeug-Zubehörteils 300 sowie andere für den Anwender interessante Informationen, wie zum Beispiel die aktuell eingestellte Geschwindigkeit bzw. der aktuelle Ladezustand, der aktuell eingestellte Gang, die aktuelle Drehrichtung, die aktuelle Gerätetemperatur, etc.. Solche Leuchtanzeigen 110, welche in der Regel mithilfe von Leuchtdioden (LED) 111 , 112, 113, 114, 115 realisiert sind, werden typischerweise für den Anwender gut sichtbar am Gehäuse 210 des Elektrowerkzeugs 200 bzw. am Gehäuse 310 des Akkus 300 angeordnet. Bei dem in der Figur 1 gezeigten Elektrowerkzeug 200 ist Leuchtanzeige 110 in einem oberen Teil des

Elektrowerkzeug-Gehäuses 210 angeordnet und in Form einer

Ladezustandsanzeige ausgebildet, welche mehrere jeweils einzelne LED-Segmente bildende Leuchtdioden 111 bis 115 umfasst. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde hier lediglich das die erste und die letzte LED 111 , 115 mit einem Bezugszeichen versehen. Die einzelnen LEDs 111 bis 115 sind in der Regel voneinander räumlich getrennt auf einer Leiterplatte montiert und durch eine im Gehäuse 210 ausgebildeten transparenten Fensterstruktur 116 sichtbar. Die transparente Fensterstruktur 116 kann dabei in Form einer transparenten Abdeckung oder in Form eines Lichtleitelements ausgebildet sein und abhängig von der jeweiligen Gestaltung als separate Fensterstruktur für einzelne LEDs 111 bis 115 oder als gemeinsame Fensterstruktur für alle LEDs 111 bis 115 ausgebildet sein. Die transparente Fensterstruktur 116 kann ferner diffus

ausgebildet sein, sodass ein hinter der Fensterstruktur 116 angeordnete LED 111 bis 115 dem Betrachter flächig ausgeleuchtet erscheint.

Die Leuchtanzeige 110 bildet einen Bestandteil einer im Elektrowerkzeug-Gehäuse 210 untergebrachten Anzeigevorrichtung 100, welche ferner auch eine Steuereinrichtung 120 zum Steuern der Leuchtanzeige 110 umfasst.

Erfindungsgemäß umfasst die Leuchtvorrichtung 100 ferner auch einen

Lichtsensor 140 zum Erfassen der Umgebungshelligkeit. Die Steuereinrichtung 120 ist dabei ausgebildet, mithilfe des vorzugsweise in unmittelbarer Nähe zur Leuchtanzeige 110 angeordneten Lichtsensors 140 die Helligkeit der Umgebung des Elektrowerkzeugs 200 zu ermitteln und die Anzeigehelligkeit bzw.

Leuchtstärke der Leuchtanzeige 110 entsprechend der gemessenen

Umgebungshelligkeit anzupassen. Dabei wird die Leuchtstärke der

Leuchtanzeige 110 bei einer hohen gemessenen Umgebungshelligkeit erhöht, um den Kontrast zwischen leuchtenden und nicht leuchtenden Elementen zu erhöhen und damit die Ablesbarkeit zu verbessern. Wird hingegen eine geringe Umgebungshelligkeit gemessen, reduziert die Steuereinrichtung 120 die

Leuchtstärke der Leuchtanzeige 110, um eine Blendung des Anwenders in schwach beleuchteter Umgebung zu vermeiden.

Die Figur 2 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel, bei dem die

Leuchtvorrichtung 100 mit der Leuchtanzeige 110 innerhalb des Gehäuses 310 des als Zubehörteil für das Elektrogerät 200 dienenden Akkus 300 angeordnet ist. Grundsätzlich lässt sich eine solche Leuchtvorrichtung 100 auch an weiteren Zubehörteilen des Elektrowerkzeugs 200 vorsehen, wie zum Beispiel einem Ladegerät, welches nur zeitweise mit dem Elektrowerkzeug 200 bzw. mit dem Akku 300 verbunden ist.

Die Figur 3 zeigt eine vereinfachte Darstellung des Elektrogeräts 200 aus Figur 1. Das hier als Blockschaltbild dargestellte Elektrogerät 200 umfasst die

Anzeigevorrichtung 100 mit der in einer Gehäuseöffnung des Elektrogeräts 200 angeordneten Leuchtanzeige 110 sowie der im Gehäuse des Elektrogeräts 200 angeordneten Steuereinrichtung 120. Die Leuchtanzeige 110 umfasst insgesamt fünf LEDs bzw. LED-Segmente 111 bis 115, welche hinter einer gemeinsamen transparenten Fensterstruktur 116 angeordnet sind. We aus der Figur 3 ferner ersichtlich ist, ist der Lichtsensor 140 in unmittelbarer Nähe zur ersten LED 111 angeordnet, so dass er gemeinsam mit den LEDs 111 bis 115 durch die transparente Fensterstruktur 116 schaut. Die Anordnung des Lichtsensors 140 in unmittelbarer Nähe zur Leuchtanzeige 110 ermöglicht eine besonders genaue Messung der Umgebungshelligkeit, welche für eine entsprechende Anpassung der Leuchtstärke der Leuchtanzeige 110 notwendig ist. Ferner wird bei dieser Bauweise keine extra Abdeckung für den Lichtsensor 140 benötigt.

Wie bereits zuvor beschrieben, kann die Leuchtanzeige 110 und die zugehörige Leuchtvorrichtung 100 auch an einem Zubehörteil 300 des Elektrogeräts 200 angeordnet sein. Eine solche alternative Anordnung der Leuchtvorrichtung 100 innerhalb eines als Zubehörteil dienenden Akkupacks 300 ist in der Figur 4 gezeigt. Die Leuchtvorrichtung 100 weist dabei eine ebenfalls als

Ladezustandsanzeige dienende Leuchtanzeige 110, welche fünf separate LEDs 111-115 umfasst. Im Unterschied zu der Ausführung aus Figur 3, bei der alle LEDs hinter einer gemeinsamen Fensterstruktur angeordnet sind, verfügen die einzelnen LEDs 111-115 der hier gezeigten Leuchtanzeige 110 jeweils über separate Fensterstrukturen 116. Der zusätzliche Lichtsensor 140 ist dabei unmittelbar neben der ersten LED 111 angeordnet, so dass der Lichtsensor 140 und die erste LED 111 eine gemeinsame Fensterstruktur 116 verwenden.

Wie aus der Figur 3 ferner ersichtlich ist, umfasst die Steuereinrichtung 120 eine spezielle Steuerschaltung 121 zum Steuern der Leuchtanzeige 110 bzw. der einzelnen LEDs 111-115. Die digital oder analog realisierte Steuerschaltung 121 ist dabei ausgebildet, die Umgebungshelligkeit mithilfe des Lichtsensors 140 zu erfassen und die Leuchtstärke der Leuchtsegmente 111 bis 115 in Abhängigkeit von der erfassten Umgebungshelligkeit anzupassen. Um die Leuchtstärke einer LED 111 bis 115 zu kontrollieren, sind verschiedene Verfahren möglich.

Beispielsweise kann die LED mithilfe eines pulsweitenmodulierten Signals angesteuert werden, durch welches die LEDs in relativ kurzen Zeitabständen wiederholt ein- und ausgeschaltet werden. Das Verhältnis der Zeitdauer der Ein-und Ausschaltphasen bestimmt dabei die aktuelle Helligkeit der LEDs. So wird beispielsweise eine Verlängerung der Ausschaltphasen und/oder eine

Verkürzung der Einschaltphasen vom langsamen menschlichen Auge als eine Reduktion der Helligkeit der LEDs wahrgenommen. Alternativ dazu kann die

Steuerschaltung 121 , welche beispielsweise mithilfe eines Mikrocontrollers realisiert ist, die Versorgungsspannung der LEDs mithilfe einer geeigneten Schaltung variieren, um die Leuchtstärke der Leuchtanzeige 110 der

Umgebungshelligkeit anzupassen.

Die Figur 5 zeigt beispielhaft eine digital realisierte Steuerschaltung 121 als Teil der Steuereinrichtung 120. Die Steuerschaltung 121 umfasst einen

Mikrocontroller 123 zum Steuern einer LED 111. die LED 111 ist dabei über einen Vorwiderstand 153 an einem Ausgang PB5 des Mikrocontroller 123 angeschlossen. Die Steuerschaltung 121 umfasst ferner einen in Form eines Fototransistors ausgebildeten Lichtsensor 140, welcher in Reihe zu einem elektrischen Widerstand 152 geschaltet ist. Der Mikrocontroller 123 erfasst an seinem Signaleingang PA3 das elektrische Potential eines zwischen dem Fototransistor 140 und dem elektrischen Widerstand 152 angeordneten

Knotenpunkts 157. Da der ohmsche Widerstand des Fototransistors 140 typischerweise mit zunehmender Umgebungshelligkeit abnimmt, ändert sich auch das am Signaleingang PA3 des Mikrocontrollers 123 anliegende elektrische Potential entsprechend mit der Umgebungshelligkeit. Der Mikrocontroller 121 ist dabei ausgebildet, eine Änderung des elektrischen Potentials an seinem

Signaleingang PA3 in ein entsprechendes Steuersignal zur Ansteuerung der LED 111 umzusetzen.

Die Figur 6 zeigt hingegen eine alternative Ausführungsform der

Steuereinrichtung 120 mit einer analogen Steuerschaltung 122. Die

Steuerschaltung 122 umfasst dabei einen Operationsverstärker 124, welcher über einen Widerstand 155 an der Kathode der LED 111 angeschlossen ist. Die analoge Steuerschaltung 122 umfasst ferner einen in Form eines Fototransistors 140 ausgebildeten Lichtsensor. Im vorliegenden Beispiel ist der als npn-Bipolartransistor ausgebildete Fototransistor 140 mit seinem Kollektor an einem zwischen der Anode der LED 111 und einer Spannungsquelle 170 angeordneten Knotenpunkt 160 und mit seinem Emitter über einen elektrischen Widerstand 156 an der negativen Versorgungsspannung GND angeschlossen. In dieser

Konstellation reduziert eine erhöhte Umgebungshelligkeit den ohmschen Widerstand des Fototransistors 140, was zu einer Verringerung der

Versorgungsspannung und damit zu einer geringeren Leuchtstärke der LED 111

führt. Hingegen erhöht eine reduzierte Umgebungshelligkeit den ohmschen Widerstand des Fototransistors 140, was zu einer entsprechenden Erhöhung der Versorgungsspannung und damit zu einer höheren Leuchtstärke der LED 111 führt.

Sofern der Lichtsensor 140, wie beispielsweise bei den in den Figuren 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispielen der Fall, unmittelbar neben einer LED 111 der Leuchtanzeige 110 positioniert wird, besteht grundsätzlich die Gefahr, dass der Lichtsensor 140 neben dem Umgebungslicht auch das von der LED 111 emittierte Licht erfasst und die Messung der Umgebungshelligkeit somit verfälscht wird. Um dies zu verhindern, kann die Steuerschaltung 121

ausgebildet sein, das Signal des Lichtsensors 140 noch vor dem Einschalten der LEDs 111-115 auszuwerten. Bei einem dauerhaften Betrieb der Leuchtanzeige kann die Steuerschaltung 121 ferner ausgebildet sein, den Betrieb der LEDs 111-115 kurzfristig zu unterbrechen, um in dieser Zeit den Helligkeitssensor auszuwerten und anschließend die Helligkeit der Anzeige entsprechend anzupassen. Für eine solche Unterbrechung wird vorzugsweise eine sehr kurze Zeitdauer verwendet, welche für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist, z. B. kürzer als 10 ms. Diese Ausführungsform ist insbesondere im Zusammenhang mit einer digitalen Steuerschaltung 121 sinnvoll, da hier die Ansteuerung der LEDs in der Regel mittels Pulsweitenmodulation erfolgt. Entsprechend wird die Umgebungshelligkeit jeweils in den Ausschaltphasen des pulsweitenmodulierten Steuersignals erfasst. Sofern eine kurzzeitige Unterbrechung des Leuchtbetriebs der LEDs 111-115 nicht gewünscht ist oder nur umständlich realisiert werden kann, was in der Regel bei Verwendung einer analogen Steuerschaltung 122 zur Ansteuerung der LEDs der Fall ist, kann für die Messung der

Umgebungshelligkeit alternativ auch ein spezieller Lichtsensor 140 verwendet werden, welcher eine reduzierte Empfindlichkeit gegenüber Lichtstrahlung mit der von den LEDs 111-115 emittierten Wellenlänge aufweist. Eine solche

Wellenlängen-Selektivität lässt sich beispielsweise auch mithilfe eines

geeigneten optischen Filters erreichen, welcher vor dem Lichtsensor 140 angeordnet wird.

Für die Helligkeitsmessung können grundsätzlich alle geeigneten

Helligkeitssensoren zum Einsatz kommen. Allerdings ist bei der Verwendung einfacher und kostengünstiger Helligkeitssensoren, wie zum Beispiel

Fototransistoren, von Nachteil, dass das entsprechende Sensorsignal sehr stark mit der Temperatur schwankt. Um die damit verbundene Messungenauigkeit zu reduzieren, ist es sinnvoll, dass die Steuereinrichtung 120 die Temperatur des Lichtsensors 140 erfasst und damit die temperaturbedingte Variation des

Sensorsignals kompensiert. Eine einfache Möglichkeit hierzu bietet die

Verwendung eines Temperatursensors 150, welcher ohnehin im Elektrogerät 200 vorhanden ist. Solche Temperatursensoren werden in der Regel zur

Überwachung der Betriebstemperatur des Elektrogeräts 200 oder des jeweiligen Zubehörteils 300 verwendet. Da ein solcher Temperatursensor 150 nicht zwangsläufig in der Nähe des Lichtsensors 140 angeordnet ist, kann die damit gemessene Temperatur von der tatsächlichen Temperatur des Lichtsensors 140 abweichen. Unter Umständen wird damit nur eine unzureichende Kompensation der Temperaturabhängigkeit des Sensorsignals möglich. Hierzu zeigt die Figur 7 eine mit einem entsprechenden Temperatursensor 151 zur Kompensation der Temperaturabhängigkeit des Lichtsensors 140 ausgestatteten Steuerschaltung 121 , welche im Wesentlichen analog zu der Steuerschaltung aus Figur 5 ausgebildet ist. Der im vorliegenden Beispiel in Form eines Heißleiters bzw.

Thermistors mit einem negativen Temperaturkoeffizienten (NTC, negative temperature coefficient) ausgebildete Temperatursensor 151 ist in Reihe zu einem weiteren elektrischen Widerstand 154 geschaltet. Der Mikrocontroller 123 erfasst an seinem Signaleingang PB5 das elektrische Potential eines

Knotenpunkts 158 zwischen den beiden Widerständen 151 , 154. Aufgrund des negativen Temperaturkoeffizienten des Temperatursensors 151 reduziert sich bei einer Temperaturerhöhung sein ohmscher Widerstand, was eine Reduktion des vom Mikrocontroller 123 an seinem Signaleingang PB4 gemessenen elektrischen Potentials zufolge hat. Hingegen führt eine Reduktion der Temperatur zu einer Erhöhung des ohmschen Widerstands des Temperatursensors 151 , was mit einer Erhöhung des vom Mikrocontroller 123 an seinem Signaleingang 11 ermittelten elektrischen Potentials einhergeht.

Eine Verbesserung der Temperaturkompensation lässt sich jedoch durch eine möglichst direkte Messung der Temperatur des Lichtsensors 140 erreichen, was beispielsweise durch Anordnung des Temperatursensors 150 in unmittelbarer Nähe des Lichtsensors 140 erzielt werden kann. Sofern der Lichtsensor 140, wie im dem in der Figur 3 zeigten Ausführungsbeispiel der Fall, direkt neben einer LED 111 angeordnet ist, kann auch diese LED 111 als Temperatursensor 150 verwendet werden. Dabei wird ausgenutzt, dass die Vorwärtsspannung der LED 111 ebenfalls stark temperaturabhängig ist. Hierzu wird die betreffende LED 111 in einen bekannten Arbeitszustand versetzt, beispielsweise in dem ein definierter oder zumindest bekannter Strom in die LED 111 eingespeist wird. Anschließend ermittelt die Steuereinrichtung 120 die Vorwärtsspannung der jeweiligen LED 111. Aus der gemessenen Vorwärtsspannung kann die Steuereinrichtung 120 die aktuelle Temperatur der betreffenden LED 111 bestimmen. Da der Lichtsensor 140 im Wesentlichen die gleiche Temperatur wie die LED 111 aufweist, kann die Steuereinrichtung 120 diese Weise grob die Temperatur des Lichtsensors 140 ermitteln. Eine entsprechend ausgebildete digitale Steuerschaltung 121 ist in der Figur 8 gezeigt. Dabei ist ersichtlich, dass der Mikrocontroller 123 mit seinem Signaleingang PC6 das elektrische Potential eines zwischen der LED 111 und dem Vorwiderstand 153 angeordneten Knotenpunkts 159 erfasst. In dieser Anordnung führt eine durch eine Erhöhung der Temperatur bedingte Änderung der Vorwärtsspannung der LED 111 zu einer messbaren Änderung des elektrischen Potentials am Signaleingang 16 des Mikrocontrollers 123.

Grundsätzlich lässt diese Art der Temperaturmessung mittels der LEDs 111-115 auch dazu verwenden, die Messwerte anderer Temperatursensoren des

Elektrogeräts 150 zu plausibilisieren. Weichen die mittels des jeweiligen

Temperatursensors gemessene Temperatur und die mithilfe der LEDs 111-115 ermittelte Temperatur stark voneinander ab, kann eine Steuereinrichtung des Elektrogeräts 200 bzw. des jeweiligen Zubehörteils 300 erkennen, dass eine Temperaturmessung unzuverlässig erfolgt. Hieraus kann die Steuereinrichtung ableiten, beispielsweise den Betrieb des Elektrogerät 200 bzw. des

entsprechenden Zubehörteils 300 unterbinden oder dem Anwender eine entsprechende Warnung bzw. Störungsmeldung ausgeben.

Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt. Vielmehr können hieraus auch andere Variationen vom Fachmann abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.