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1. WO2020126479 - INDUKTIVER DREHZAHLSENSOR UND EIN VERFAHREN ZU DESSEN HERSTELLUNG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

BESCHREIBUNG

Induktiver Drehzahlsensor und ein Verfahren zu dessen Herstellung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen induktiven Drehzahlsensor und

Verfahren zu dessen Herstellung. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf ein Umspritzen von Spulenkörpern, die sowohl für einen axialen induktiven Drehzahlsensor als auch für einen radialen induktiven Drehzahlsensor nutzbar ist.

Passive Drehzahlsensoren werden in der Fahrzeugtechnik, insbesondere bei LKWs genutzt, um Drehgeschwindigkeiten von drehbaren Komponenten zu messen. Zur korrekten Funktionsweise von Antiblockiersystemen ist beispielsweise fortlaufend eine Drehzahl des betreffenden Rades zu ermitteln. Diese Drehzahlsensoren basieren häufig auf einer induktiven Messung einer Drehgeschwindigkeit eines Polrades relativ zu einer Spule. Da dies kontaktlos möglich ist und da außerdem das Magnetfeld ohne Weiteres eine hermetische Versiegelung durchdringen kann, sind solche Sensoren sehr robust gegenüber Umwelteinflüssen, wie sie in Fahrzeuganwendungen typisch sind.

Diese Drehzahlsensoren können als radiale oder axiale Sensoren hergestellt werden. Bei den axialen Drehzahlsensoren wird die elektrische Anschlussleitung axial von dem Drehzahlsensor weggeführt, d.h. parallel zu einer Axialachse, um die die Windungen der Spule verlaufen. Bei radialen Drehzahlsensoren verläuft die elektrische

Anschlussleitung in radialer Richtung (senkrecht zur axialen Achse) aus dem

Drehzahlsensor heraus.

Bei konventionellen Drehzahlsensoren werden für den radialen bzw. axialen

Drehzahlsensor spezifische Spulenkörper und/oder Stromschienen genutzt und durch Umspritzung entsprechend geschützt. Dazu werden sie in einem entsprechenden Umspritzwerkzeug fixiert, um zum Beispiel ein Verdrehen während des Umspritzens zu verhindern. Diese Fixierung erfolgt beispielsweise durch ein Festhalten eines Polkernes des Spulenkörpers, der nach dem Umspritzprozess entsprechend gekürzt wird. Diese Vorgehensweise ist aufwendig und fehleranfällig, da ein zuverlässiger

Verdrehungsschutz über den Polkern nicht immer gewährleistet werden kann.

Außerdem ist das Kürzen des Polkerns ein zusätzlicher Arbeitsschritt.

Daher besteht ein Bedarf nach einem induktiven Sensor, der vereinfacht hergestellt werden kann.

Zumindest ein Teil der obengenannten Probleme wird durch einen induktiven

Drehzahlsensor nach Anspruch 1 und ein Verfahren zu dessen Herstellung nach Anspruch 9 gelöst. Die abhängigen Ansprüche definieren weitere vorteilhafte

Ausführungsformen der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen induktiven Drehzahlsensor. Der Drehzahlsensor umfasst einen Spulenkörper mit einer Spule und

Anschlussleitungen, die bezüglich der Spulenwicklungen axial oder radial von dem Spulenkörper weglaufen, und eine Ummantelung aus einem Kunststoffmaterial (z.B. eine Umspritzmasse oder Vergussmasse), die den Spulenkörper zumindest teilweise umschließt. Der Drehzahlsensor umfasst außerdem Fixierungsmittel zum Erleichtern eines Ausbildens der Ummantelung. Die Fixierungsmittel können für radial sich erstreckende Anschlussleitungen eine Materialauskernung in der

Ummantelung umfassen, um die elektrischen Anschlussleitungen bei dem

Ausbilden der Ummantelung in einem Abstand voneinander zu fixieren. Die

Fixierungsmittel können auch eine Verdrehsicherung umfassen, um eine

Verdrehung des Spulenkörpers beim Ausbilden der Ummantelung relativ zu einem dazu genutzten Werkzeug zu verhindern, wobei die Verdrehsicherung teilweise aus der Ummantelung (radial) herausragt oder sich zumindest bis zu einer äußeren Oberfläche der Ummantelung erstreckt. Zumindest eine oder beide Arten der Fixierungsmittel sind in dem induktiven Drehzahlsensor ausgebildet.

Die Materialauskernung bietet außerdem den Vorteil, dass ein schnelles Auskühlen beim Ausbilden der Ummantelung erreicht wird. Sie kann beispielsweise durch einen Vorsprung oder Stempel in dem Werkzeug erreicht werden. Die Verdrehsicherung kann beispielsweise in eine oder mehrere Vertiefungen/Nuten im Werkzeug eingreifen, um so den Spulenkörper verdrehungssicher im Werkzeug zu halten.

Optional umfasst die Ummantelung äußere Rippen, die auf einer äußeren Oberfläche ausgebildet sind und für eine Hülsenklemmung einer äußeren Schutzhülse geeignet sind, wobei die Verdrehsicherung einen Teil eines Abschnittes einer Rippe ist. Da die Rippe durch eine Nute im Werkzeug erzeugt wird, führt ein Eingreifen der

Verdrehsicherung in die Nute automatisch zu einer Verdrehsicherung. Es sind hier keine Änderungen am Werkzeug erforderlich.

Optional umfasst die Ummantelung zumindest ein Plateau, auf dem beispielsweise zumindest eine Rippe enden kann. Das Plateau kann ausgebildet sein, um eine äußere Schutzhülse mittels einer Verstemmung daran zu fixieren. Daher stellt das Plateau insbesondere einen Vorsprung dar (es ist„erhaben“) und kann das gleiche Niveau wie die Verdrehsicherung haben. Die genutzte Verstemmung kann jede Form von lokal plastischer Verformung des Schutzhülse sein, die zu eine Befestigung auf der

Ummantelung führt. Auch die Ummantelung kann an der Stelle leicht plastisch verformt werden.

Optional umfasst der induktiver Drehzahlsensor eine Schutzhülse (z.B. aus Metall) mit einer trompetenförmigen Randverbreiterung zum Schutz der Ummantelung. Die

Schutzhülse nimmt zumindest teilweise die Ummantelung auf, wobei die

trompetenförmige Randverbreiterung zu den Anschlussleitungen zeigt. Optional ist außerdem ein Dichtungs-O-Ring (z. B. an einem äußeren Randbereich) zwischen der Schutzhülse und der Ummantelung ausgebildet, um eine zuverlässige Dichtung zu gewährleisten. Die Trompetenform erleichtert das Überschieben der Schutzhülse über den O-Ring.

Optional umfasst die trompetenförmige Randverbreiterung Befestigungsmittel, um die Schutzhülse und die Ummantelung miteinander oder an dem Werkzeug zu befestigen. Optional kann die Ummantelung dementsprechend einen Vorsprung aufweisen, der mit dem Rasthaken/Bajonettverschluss in Eingriff gelangt, um die Befestigung zu erreichen Die Befestigungsmittel können beispielsweise einen Rasthaken und/oder ein Bajonett verschluss aufweisen, sodass die Schutzhülse einen weiteren Halt auf der

Ummantelung bekommt (z.B. zusätzlich zu den Rippen und den Verstemmungen).

Optional umfasst die Ummantelung abgeflachte Flächen, zwischen denen die

Anschlussleitungen zu dem Spulenkörper verlaufen, um eine Handhabung während des oder nach dem Ausbilden der Ummantelung zu erleichtern und eine weitere

Verdrehsicherung bereitzustellen. Optional umfassen die abgeflachten Flächen eine Beschriftungsfläche (um z. B. darauf eine Beschriftung mittels eines Lasers

auszubilden).

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung eines induktiven Drehzahlsensors, wie sie z.B. zuvor definiert wurden. Das Verfahren umfasst:

- Bereitstellen eines Spulenkörpers mit einer Spule und Anschlussleitungen, die sich bezüglich der Spulenwicklungen axial oder radial erstrecken;

- Ausbilden einer Ummantelung aus einem Kunststoffmaterial (Umspritzmasse, Vergussmasse etc.), die den Spulenkörper zumindest teilweise umschließt; und

- Fixieren zumindest eines Teils des Spulenkörpers während des Ausbildens der der Ummantelung.

Das Fixieren kann, für radial sich erstreckende Anschlussleitungen, ein Einführen eines Stempels (oder Vorsprunges) zwischen den elektrischen Anschlussleitungen während des Ausbildens der Ummantelung, um die Anschlussleitungen in einem vorbestimmten Abstand voneinander zu fixieren, umfassen. Das Fixieren kann auch ein Festhalten des Spulenkörpers in einem zum Ausbilden der Ummantelung genutzten Werkzeuges unter Nutzung einer Verdrehsicherung umfassen, wobei die Verdrehsicherung von dem Spulenkörper in radialer Richtung hervorsteht, um so durch das genutzte Werkzeug gehalten zu werden. Beim Ausbilden der Ummantelung wird die Verdrehsicherung teilweise durch die Ummantelung umschlossen.

Optional umfasst das Ausbilden der Ummantelung ein Verwenden eines Werkzeuges, das einen linear verschiebbaren Tisch mit zumindest zwei unteren Werkzeugteilen und einem oberen Werkzeugteil aufweist, um ein Bestücken der Spulenkörper durch ein lineares Verschieben zu ermöglichen. Die Begriffe„oben“ und„unten“ können

beispielsweise mittels der Annahme definiert werden, dass eine Flussrichtung des Kunststoffmaterials der Ummantelung von oben nach unten erfolgt.

Der Spulenkörper kann zur elektrischen Kontaktierung der Spule zwei Stromschienen umfassen, die jeweils eine Barriere zwischen einem Drahtanschluss der Spule und einem Kontaktbereich für die elektrische Kontaktierung durch die Anschlussleitungen umfassen. Das Verfahren gemäß Ausführungsbeispielen umfasst dann (als Teil des Ausbildens der Ummantelung) optional ein Umspritzen der Spulenkörpers, wobei das Umspritzen derart ausgeführt wird, dass die Barrieren ein Umlenken einer genutzten Umspritzmasse bei dem Umspritzen bewirken. Um das Umlenken zu bewirken, weisen die Barrieren eine entsprechende Geometrie (Breite, Höhe etc.) auf und sind

entsprechend angeordnet (z.B. in der Nähe des Drahtanschlusses der Spule und senkrecht zur Umspritzrichtung). Da beim Umspritzen häufig ein hoher Druck genutzt wird, bieten die Barrieren einen Schutz für die Drahtkontaktierungen zu der Spule (z. B. die entsprechenden Schweißnähte), da der Hauptdruck zunächst durch die Barriere abgefangen wird.

Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung lösen zumindest einen Teil der obengenannten technischen Probleme durch die spezifischen Fixierungsmittel, die die Herstellung der induktiven Sensoren erleichtern. Hierzu können einerseits

Verdrehsicherungen direkt als Teil des Spulenkörpers ausgebildet werden, um eine Verdrehung während eines beispielhaften Umspritzprozesses zu verhindern. Außerdem erlaubt eine durch einen Stern pelA/orsprung verursachte Materialauskernung für die radiale Variante eine zuverlässige Fixierung der elektrischen Kontakte während des Umspritzprozesses. Da ein Umspritzprozess zu einer hohen mechanischen Belastung der elektrischen Kontaktierungen führt, ist ein zuverlässiger Schutz oder Fixierung der Kontakte wichtig, um die Fehlerrate gering zu halten.

Diese einfache Prozessierung bietet den weiteren Vorteil, dass die Anzahl der erforderlichen Teile deutlich reduziert werden kann, was wiederum zu einer

Kostenreduzierung führt.

Die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden besser verstanden von der folgenden detaillierten Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen der unterschiedlichen Ausführungsbeispiele, die jedoch nicht so verstanden werden sollten, dass sie die Offenbarung auf die spezifischen Ausführungsformen einschränken, sondern lediglich der Erklärung und dem Verständnis dienen.

Fig. 1 zeigt einen induktiven Drehzahlsensor nach einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

Fig. 2A, 2B veranschaulichen elektrische Kontaktierungen des Spulenkörpers durch die Anschlussleitungen gemäß weiteren Ausführungsbeispielen.

Fig. 3A, 3B zeigen das Resultat eines Umspritzprozesses für einen axialen

Drehzahlsensor gemäß weiteren Ausführungsbeispielen.

Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Schutzhülse des Drehzahlsensors.

Fig. 5 zeigt eine Querschnittsansicht eines fertiggestellten induktiven

Drehzahlsensors in der axialen Bauausführung.

Fig. 1 zeigt einen induktiven Drehzahlsensor gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Der Drehzahlsensor umfasst einen Spulenkörper 100 mit einer Spule/Spulenwicklungen 10 um eine axiale Achse R und Anschlussleitungen 30, die bezüglich den Spulenwicklungen 10 sich beispielsweise radial erstrecken (von der Achse R weg). Dieser Drehzahlsensor wird auch als radialer Drehzahlsensor

bezeichnet - im Gegensatz zu einem axialen Drehzahlsensor, bei dem die

Anschlussleitungen (nahezu) parallel zu der axialen Achse R herausgeführt werden.

Der induktive Drehzahlsensor umfasst außerdem eine Ummantelung 200 aus einem Kunststoffmaterial (z.B. einer Umspritzmasse oder Vergussmasse), die den

Spulenkörper 100 zumindest teilweise umschließt, um die stromführenden Leitungen vor Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen zu schützen.

Außerdem sind in dem induktiven Drehzahlsensor Fixierungsmitteln 150, 160

vorgesehen, die ausgebildet sind, um ein Ausbilden der Ummantelung 200 zu erleichtern. Dazu umfassen die Fixierungsmittel 150, 160 für den gezeigten radialen Sensor eine Materialauskernung 160, die in der Ummantelung ausgebildet ist und in der Lage ist, die elektrischen Anschlussleitungen 30 bei dem Ausbilden der Ummantelung 200 in einem bestimmten Abstand voneinander zu halten. Damit wird eine sichere Isolierung zwischen den beiden Anschlussleitungen gewährleistet - auch wenn durch das Ausbilden der Ummantelung hohe mechanische Belastungen auf die

entsprechenden Kontaktierungen ausgeübt werden. Darüber hinaus wird durch die Auskernung 160 eine schnellere Abkühlung nach dem Ausbilden der Ummantelung 200 und somit eine schnellere Herstellung ermöglicht.

Die Fixierungsmittel können weiter Verdrehsicherungen 150 umfassen, die eine

Verdrehung des Spulenkörpers 100 beim Ausbilden der Ummantelung 200 relativ zu einem dazu genutzten Werkzeug verhindern. Die Verdrehsicherung 150 ragt beispielhaft teilweise aus der Ummantelung 200 heraus oder erstreckt sich zumindest bis zu einer Oberfläche der Ummantelung 200, um einen Halt in dem umgebenden Werkzeug zum Ausbilden der Ummantelung zu erreichen.

In dem Spulenkörper 100 befindet sich ein Magnet 40 und ein Polkern 50, der mit seinem stabförmigen Ende 51 aus der Ummantelung 200 bzw. dem Spulenkörper herausragt, um die magnetischen Feldlinien oder deren Änderungen effizient von einem Außengebiet in den Innenraum der Spule 10 zu leiten. Die Spule 10 wird axial in einem Vorderabschnitt durch einen scheibenförmigen Endabschnitt 115 des Spulenkörpers 100 begrenzt, der ein Loch aufweist, durch das sich das stabförmige Ende 51 des Polkerns 50 erstreckt.

Schließlich umfasst der Spulenkörper 100 einen Rasthaken 130, der ausgebildet ist, um den Magneten 40 hinsichtlich einer axialen Verschiebung parallel zur axialen Achse R zu fixieren. Diese Fixierung bietet den Vorteil, dass bei einem Fertigungsfehler vor der weiteren Umspritzung der Magnet 20 und der Polkern 50 entfernt werden kann - oder gar nicht erst gefügt werden. Auf diese Weise werden die Ausschussanteile in der Fertigung minimiert.

Fig. 2A und 2B zeigen mögliche elektrische Kontaktierungen des Spulenkörpers 100 durch die Anschlussleitungen 30 bzw. den einzelnen Leitungen 31 , 32. Bei dem

Ausführungsbeispiel der Fig. 2A werden die beiden elektrischen Leitungen 31 , 32 Y-förmig zu zwei gegenüberliegenden Stromschienen 120 mit Kontaktabschnitte 122

geführt. Die Fig. 2B zeigt ein Ausführungsbeispiel bei die elektrischen Leitungen 31 , 32 U-förmig um den Magneten 40 herumgeführt werden und parallel an den

Stromschienen 120 bzw. den Kontaktabschnitten 122 angeschlossen werden.

Die Materialauskernung 160 aus der Fig. 1 wird beispielsweise über einen Stempel erreicht, der in einem beispielhaften Umspritzwerkzeug in axialer Richtung R (in der Fig. 2A, 2B nach unten) verläuft, um die beiden elektrischen Anschlussleitungen 31 , 32 bzw. die damit verbundenen Kontaktabschnitte 122 sicher voneinander zu trennen. Da für das beispielhafte Umspritzen ein großer Druck verwendet wird, bietet diese Fixierung Sicherheit, da der Umspritzdruck nicht dazu führen kann, dass die Stromschienen 120 bzw. die Kontaktbereiche 122 beim Umspritzen gegeneinandergedrückt werden und so ein elektrischer Kurzschluss auftreten kann.

Fig. 3A zeigt eine Raumansicht und Fig. 3B eine Seitenansicht eines

Ausführungsbeispiels für einen axialen induktiven Drehzahlsensor mit der

Ummantelung 200 (z.B. nach dem beispielhaften Umspritzprozesses). Die ausgebildete Ummantelung 200 umfasst in dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Vielzahl von Rippen 230 (z. B. drei oder vier), die dazu dienen, um anschließend eine Schutzhülse (z.B. eine Metallhülse) auf dem Spulenkörper fest zu fixieren. An der Unterseite der Ummantelung 200 ist ebenfalls das stabförmige Ende 51 des Polkernes 50 (siehe Fig.

1 ) zu sehen.

Die genutzte Verdrehsicherung 150 ragt zumindest teilweise aus der Ummantelung 200 hinaus oder erstreckt sich zumindest bis zu einer Oberfläche. Die Verdrehsicherungen 150a, 150b können verschiedene Formen von Vorsprüngen umfassen. Beispielsweise können die Verdrehsicherungen 150 pfeilförmige Elemente 150a oder stiftförmige Elemente 150b sein. Die Verdrehsicherung wird durch eine Verankerung oder einen Halt der Verdrehsicherung 150 in dem genutzten beispielhaften Umspritzwerkzeug erreicht. Die pfeilförmigen Elemente 150a können Teil der Rippe 230 werden (siehe Fig. 3B) und werden in dem Umspritzwerkzeug in einer Nute gehalten, mit deren Hilfe die Rippe 230 geformt/gegossen wird. Dieser pfeilförmige Elemente 150a verhindert somit ein Verdrehen des eingesetzten Spulenkörpers in dem Werkzeug. Optional werden ebenfalls Plateaus 240 als Teil der Ummantelung 200 ausgebildet. Die Plateaus 240

können beispielsweise Endbereiche darstellen, auf denen die Rippen 230 enden. Die Plateaus 240 dienen beispielsweise dazu, um eine Hülse in einem folgenden

Verfahrensschritt auf der Ummantelung 200, beispielsweise durch ein Verstemmen, zu fixieren.

Die Vorsprünge 150a, 150b erstrecken sich beispielsweise um zumindest 0,1 mm über die scheibenförmigen Endabschnitte 115 in radialer Richtung hinaus (siehe Fig. 1 ). Damit wird es möglich, dass der Spulenkörper 100 beispielsweise in einem

Umspritzwerkzeug oder einem anderen Werkzeug zum Ummanteln fixiert wird. Dabei werden nicht nur Verdrehungen verhindert. Gleichzeitig können Vorsprünge 150a, 150b auch als Abstandshalter in dem beispielhaften Umspritzwerkzeug dienen, wenn beispielsweise zumindest drei Vorsprünge 150a, 150b entlang der Umfangsrichtung des Spulenkörpers 100 ausgebildet sind. Optional ist es ebenfalls möglich, dass zumindest eine Verdrehsicherung 150b derart ausgebildet wird, dass die Ummantelung eine Nut 331 bildet, wie sie in der Fig. 3A dargestellt ist.

Das Ausführungsbeispiel aus der Fig. 3A und 3B umfasst weiter abgeflachte Abschnitte 250 als Teil der Ummantelung 200. Diese abgeflachten Abschnitte 250 können beispielsweise für eine Handhabung nach dem Ausbilden der Ummantelung 200 genutzt werden. Außerdem können die abgeflachten Abschnitte 250 auch als

Beschriftungsfelder dienen, um den induktiven Drehzahlsensor zu beschriften (z.B. mittels Laser). Auf den abgeflachten Abschnitte 150 können dazu dedizierte

Beschriftungsfelder vorgesehen sein.

Optional ist ebenfalls ein Dichtungsring 330 in einer Nut eines verbreiterten Abschnittes der Ummantelung 200 ausgebildet, um eine zuverlässige Abdichtung beim Aufsetzen der Schutzhülse zu gewährleisten.

Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die genutzte Schutzhülse 300, die einen trompetenhaft verbreiterten Randbereich 320 aufweist. In dem trompetenhaft

verbreiterten Randbereich 320 wird der Dichtungsring 330 platziert (siehe Fig. 3B), um eine Abdichtung des Innenbereiches sicherzustellen. Die Schutzhülse 300 kann beispielsweise durch Verstemmungen 310 an der darunterliegenden Ummantelung 200

befestigt werden. Das Verstemmen kann jedoch ebenfalls an den Plateaubereichen 240 erfolgen, wie sie beispielsweise in der Fig. 3B zu sehen sind.

An dem Endbereich des trompetenhaft verbreiterten Randbereiches 320 können optional Befestigungsmittel vorgesehen sein (in der Fig. 4 nicht zu sehen), die dazu dienen, um die Schutzhülse 300 mit der Ummantelung 200 oder in dem

Umspritzwerkzeug zu befestigen bzw. nach dem Umspritzvorgang den induktiven Sensor zusammen mit der Schutzhülse 300 aus dem Werkzeug zu entfernen. Dazu kann beispielsweise ein weiterer Rasthaken oder ein Bajonettverschluss am Rand der Trompetenform ausgebildet sein.

Fig. 5 zeigt eine Querschnittsansicht eines fertiggestellten induktiven Sensors in der axialen Bauausführung. Die elektrischen Anschlussleitungen 30 laufen parallel zur axialen Achse R in den Sensor hinein, spreizen sich Y-förmig auf, um die

Kontaktabschnitte 122 der Stromschiene 120 zu kontaktieren. Die elektrische

Verbindung zwischen den elektrischen Anschlussleitungen 30 und den

Kontaktabschnitten 122 kann wie auch bei den anderen Ausführungsformen durch ein Verschweißen, Verlöten oder auch ein Crimpen erfolgen.

Die Stromschienen 120 sind wieder beidseitig des Magneten 40 angeordnet und umfassen einen vorderen Kontaktabschnitt 12 für die Spulendrähte aus der Spule 10. Die Stromschienen 120 bilden eine Barriere 170, die eine Umspritzmasse während eines beispielhaften Umspritzvorganges von dem Kontaktbereich 12 der Stromschienen 120 wegführt und so die Kontaktierung zu der Spule 10 schützt. Dadurch wird es möglich den Umspritzvorgang unter einem sehr hohen Druck auszuführen, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass eine Beschädigung des elektrischen Kontaktes zu der Spule den Drehzahlsensor unbrauchbar macht.

Die Spule 10 wird durch den Spulenkörper 100 in einem vorderen Wickelbereich gehalten, wobei innerhalb des Spulenhalters 100 der Magnet 40 und ein separater Polkern 50 angeordnet sind. Der Spulenkörper 100 wird zusammen mit den

Stromschienen 120 und der Kontaktierung zu den Anschlussleitungen 30 durch eine Ummantelung 200 geschützt (z.B. hermetisch versiegelt). Außerdem wird die

Ummantelung 200, die beispielsweise ein Kunststoffmaterial aufweist, über eine Schutzhülse 300 geschützt. Die Schutzhülse 300 kann beispielsweise ein Metall aufweisen, um einen zuverlässigen Schutz vor mechanischen Einflüssen zu bieten. Das stabförmige Ende 51 des Polkernes 50 stößt beispielhaft an die Schutzhülse 300 an, um eine zuverlässige Weiterleitung der Magnetfeldlinien oder eine Änderung durch ein vorbeilaufendes Polrad zu gewährleisten.

Gemäß Ausführungsbeispielen können die Kontaktbereiche 122 flexibel gebogen werden, sodass die Herstellung basierend auf einen universellen Spulenkörper 100 in gleicher Weise durchgeführt werden kann. Sowohl der axialen als auch der radiale Drehzahlsensor kann die gleichen Komponenten nutzen. Im Gegensatz zu

konventionellen Drehzahlsensoren sind keine unterschiedlichen Spulenkörper oder Stromschienen für den axialen und den radialen Drehzahlsensor erforderlich. Dies führt zu einer Reduzierung der erforderlichen Teile, einer einfachen Prozessierung und Montage und somit zu einer Reduktion der Kosten.

Obwohl für das Ausbilden der Ummantelung 200 insbesondere ein Umspritzprozess genutzt werden kann, soll die Erfindung nicht auf eine spezifische Ummantelung eingeschränkt werden. Andere Kunststoffmaterialien oder Verfahren können ebenfalls genutzt werden (z.B. ein Vergießen). Das dazu genutzt Werkzeug umfasst

vorteilhafterweise einen linear verschiebbaren Tisch mit zwei untere Werkzeughälften und einer oberen Werkzeughälfte. Die zwei unteren Werkzeughälften dienen der Bestückung der zu ummantelnden Komponenten (Spulenkörper mit Spule,

Stromschienen etc.) und die obere Werkzeughälfte ist für die Materialzuführung der Ummantelung vorgesehen (z.B. der Umspritzmasse).

Da die Kabellängen von Drehzahlsensoren im Fahrzeugbereich sehr lang sein können (z.B. 4 m und mehr), bietet der linear verschiebbare Tisch gegenüber konventionellen Werkzeugen, die eine Drehbewegung zum Bestücken ausführen, den besonderen Vorteil, dass die Anschlussleitungen/-kabel sich nicht in dem Werkzeug verdrehen oder verfangen können. Dies wiederum hat den Vorteil, dass eine vollautomatische Fertigung möglich ist, da die teilweise langen Anschlusskabel nur linear verschoben werden und dadurch den Herstellungsprozess kaum oder gar nicht behindern.

Vorteile von Ausführungsbeispiele umfassen insbesondere:

- Eine Verdrehsicherung des Spulenkörpers 100 im Werkzeug wird über

Vorsprünge am Spulenkörper 100 erreicht, sodass ein Verdrehen während eines beispielhaften Umspritzprozesses sicher verhindert wird. Hierzu können radial pfeilförmige Verdrehsicherungen genutzt werden, die das Verdrehen während des Fertigungsprozesses verhindern und gleichzeitig eine Fixierung bieten.

Außerdem sind axiale Schlüsselflächen als Verdrehsicherungen vorgesehen, die neben einer Fixierung ebenfalls eine Verdrehung während des

Fertigungsprozesses gewährleisten.

- Die Ummantelung umfasst Rippen für eine Hülsenklemmung mit Plateauflächen, die für eine Verstemmung der Hülse genutzt werden können.

- Außerdem sind in einem Kopfbereich Flächen vorgesehen, die als Datenmatrix- Code genutzt werden können und mittels eines Lasers beschriftet werden können.

- Insbesondere für die radiale Variante werden gefederte Materialauskernung

genutzt, die zur Fixierung der Litze beim Umspritzprozess genutzt werden.

Die in der Beschreibung, den Ansprüchen und den Figuren offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.

BEZUGSZEICHENLISTE

10 Spule/Spulenwindungen

12 Drahtkontaktierungen vom Spulendraht 30 (elektrische) Anschlussleitungen

31 ,32 Leiter der Anschlussleitung

40 Magnetkernes/Magnet

50 Pol kern

51 stabförmiges Ende des Polkerns 100 Spulenkörper

115 scheibenförmiger Endabschnitt

120 Stromschiene(n)

122 Kontaktbereich(e)

130 Rasthaken

150 Verdrehsicherung, Fixierungsmittel

150a pfeilförmige Elemente

150b Stiftelemente

160 Materialauskernung

170 Barriere

200 Ummantelung

230 Rippen

240 Plateau

250 abgeflachte Flächen

300 Schutzhülse/Metallhülse

310 Verstemmung

320 trompetenförmige Randverbreiterung 330 O-Ring

R axiale Achse