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1. WO2020126335 - VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER BRENNKRAFTMASCHINE SOWIE ENTSPRECHENDE BRENNKRAFTMASCHINE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine sowie entsprechende

Brennkraftmaschine

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit mehreren Zylindern, wobei nach einem Start der Brennkraftmaschine ein Warmlaufbetrieb durchgeführt wird, während welchem eine Drehzahl der Brennkraftmaschine auf einen Grenzwert begrenzt wird. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Brennkraftmaschine.

Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift DE 42 19 362 B4 bekannt. Diese beschreibt eine Motordrehzahlsteuereinheit für einen Mo tor, der mit einem automatischen Getriebe ausgerüstet ist. Die Motordreh-zahlsteuereinrichtung umfasst eine Überdrehzahlsperreinrichtung, die bei einer vorgegebenen Grenzdrehzahl betätigt wird. Die Überdrehzahlsperrein richtung wird so betätigt, dass sie die Motorausgangsleistung vermindert, und zwar beispielsweise dadurch, dass die T reibstoffversorgung zum Motor unterbrochen wird, sodass dadurch der Motor daran gehindert wird, mit Drehzahlen zu arbeiten, die größer sind als die Grenzdrehzahl. Die Grenz drehzahl wird in Abhängigkeit von Motorbetriebszuständen verändert, bei spielsweise in Abhängigkeit von Motortemperaturen. Gleichzeitig wird in Re aktion auf eine Änderung in der Grenzdrehzahl eine reguläre Hochschalt fahrzeuggeschwindigkeit, welche idealisiert durch Schaltregelkurven festge-legt ist, um Hochschaltvorgänge des automatischen Getriebes in Abhängig keit von Drosselöffnungen durchzuführen, in Abhängigkeit von Motortempe raturen verändert oder verstellt.

Es ist Aufgabe der Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraft maschine vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Verfahren Vorteile aufweist, insbesondere einen Betrieb der Brennkraftmaschine mit geringen Emissionen ermöglicht, vorzugsweise während eines Warmlaufbetriebs der Brennkraftmaschine.

Dies wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Betreiben einer Brenn kraftmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorge sehen, dass der Grenzwert während des Warmlaufbetriebs zumindest zeit weise in Abhängigkeit von einer Starttemperatur der Brennkraftmaschine gewählt wird.

Das beschriebene Verfahren dient dem Betreiben der Brennkraftmaschine, welche vorzugsweise wiederum dem Antreiben eines Kraftfahrzeugs dient, also dem Bereitstellen eines auf das Antreiben des Kraftfahrzeugs gerichte ten Drehmoments. Die Brennkraftmaschine verfügt über die mehreren Zylin der, die jeweils einen Brennraum aufweisen.

Es ist vorgesehen, nach dem Start den Warmlaufbetrieb durchzuführen. Bei dem Start erfolgt ein Starten der Brennkraftmaschine. Der Start kann bei spielsweise ein Erhöhen der Drehzahl der Brennkraftmaschine und/oder ein Zuschalten einer Kraftstoffzufuhr zu der Brennkraftmaschine umfassen. Das Erhöhen der Drehzahl erfolgt besonders bevorzugt ausgehend von einem Stillstand der Brennkraftmaschine, also einer Drehzahl von null, bis zu einer Mindestdrehzahl oder einer Leerlaufdrehzahl der Brennkraftmaschine. Die Mindestdrehzahl der Brennkraftmaschine entspricht derjenigen Drehzahl, ab welcher die Brennkraftmaschine ihre Drehzahl selbsttätig, also ohne externe Drehmomentzufuhr, weiter erhöhen kann. Die Leerlaufdrehzahl ist diejenige Drehzahl, bei welcher die B ren n kraftm asch i n e betrieben wird, sofern sie nicht zur Bereitstellung eines Drehmoments herangezogen wird. Die Leer laufdrehzahl ist vorzugsweise höher als die Mindestdrehzahl. Beispielsweise ist die Leerlaufdrehzahl derart gewählt, dass die B ren n kraftm asch i n e einen möglichst ruhigen Lauf bei gleichzeitig möglichst geringem Kraftstoffver brauch aufweist.

Der Start der Brennkraftmaschine erfolgt beispielsweise nach einem Ab schalten der Brennkraftmaschine, insbesondere im Rahmen eines Abstellens des Kraftfahrzeugs. Der Start der Brennkraftmaschine kann jedoch auch durch eine Stopp-Start-Automatik durchgeführt werden. Das Abschalten der Brennkraftmaschine umfasst zum Beispiel ein Reduzieren der Drehzahl der Brennkraftmaschine, insbesondere bis auf null, also bis in den Stillstand der Brennkraftmaschine, und/oder das Abschalten der Kraftstoffzufuhr. Bei ab geschalteter Kraftstoffzufuhr kann die Brennkraftmaschine zunächst eine beliebige Drehzahl aufweisen. So kann die Brennkraftmaschine beispiels weise bei abgeschalteter Kraftstoffzufuhr geschleppt, also mittels eines ex ternen Drehmoments angetrieben werden.

Die Brennkraftmaschine kann beispielsweise abgeschaltet werden, falls das Kraftfahrzeug abgestellt ist. Unter dem Abstellen des Kraftfahrzeugs ist zu verstehen, dass das Kraftfahrzeug angehalten wird, also seine Geschwindig keit bis auf null reduziert wird. Insbesondere verlässt bei abgestelltem Kraft fahrzeug der Fahrer das Kraftfahrzeug zumindest zeitweise. Besonders be vorzugt steigt er vor dem Starten wieder in das Kraftfahrzeug ein.

Das Kraftfahrzeug kann als Hybridfahrzeug ausgebildet sein. Nicht zuletzt in diesem Fall kann der Start der Brennkraftmaschine auch während der Fahrt des Kraftfahrzeugs erfolgen, beispielsweise bei einem geregelten Zuschalten der Brennkraftmaschine. Der Start der Brennkraftmaschine kann auch nach einem vorübergehenden Abschalten der Kraftstoffzufuhr, beispielsweise während eines Schleppbetriebs oder einer Schubabschaltung der Brenn kraftmaschine, erfolgen. Zum Start kann eine Drehzahl der Brennkraftma schine durch eine elektrische Maschine, beispielsweise ein Starter, auf die Mindestdrehzahl erhöht werden. Nach dem Erreichen der Mindestdrehzahl oder bereits zuvor erfolgt ein Zuschalten der Kraftstoffzufuhr, sodass nach dem Start ein Betrieb der Brennkraftmaschine aus eigener Kraft erfolgen kann.

Nach dem Start der Brennkraftmaschine wird der Warmlaufbetrieb durchge führt. Während des Warmlaufbetriebs wird die Brennkraftmaschine derart betrieben, dass die Drehzahl der Brennkraftmaschine auf einen Grenzwert begrenzt wird. Bei der Drehzahl handelt es sich vorzugsweise um eine Dreh zahl einer der Brennkraftmaschine zugeordneten Welle, insbesondere einer Kurbelwelle oder einer Nockenwelle. Die Brennkraftmaschine wird zumindest außerhalb des Warmlaufbetriebs derart betrieben, dass die Drehzahl einer Solldrehzahl entspricht. Die Solldrehzahl wird beispielsweise aus der Vorga be des Fahrers des Kraftfahrzeugs und/oder der Fahrerassistenzeinrichtung des Kraftfahrzeugs ermittelt. Beispielsweise wird die Solldrehzahl anhand einer Fahrpedalstellung ermittelt. Die Brennkraftmaschine wird derart betrie ben, dass während des Warmlaufbetriebs die Drehzahl auf den Grenzwert begrenzt wird, die Drehzahl der Brennkraftmaschine den Grenzwert also nicht überschreiten kann. Zumindest während des Warmlaufbetriebs kann insoweit die Drehzahl der Brennkraftmaschine kleiner sein als die Solldreh zahl, nämlich sofern der Grenzwert kleiner ist als die Solldrehzahl.

Es ist vorgesehen, dass der Grenzwert der Drehzahl während des Warm-laufbetriebs zumindest zeitweise in Abhängigkeit von der Starttemperatur der Brennkraftmaschine gewählt wird. Bei der Starttemperatur handelt es sich um eine Temperatur, zum Beispiel um eine Brennraumtemperatur, zum Zeit punkt des Starts der Brennkraftmaschine. Alternativ kann die Starttemperatur auch eine Temperatur der Brennkraftmaschine sein, die mit der Brennraum temperatur korrespondiert beziehungsweise zumindest näherungsweise mit dieser korreliert. Die Starttemperatur kann durch einen Temperatursensor direkt gemessen oder aufgrund einer Modellrechnung indirekt bestimmt wer den. Dabei kann die Modellrechnung verfügbare Sensordaten berücksichti gen, wie beispielsweise eine Außentemperatur, eine vorhergehende Be triebsdauer der Brennkraftmaschine oder die Dauer eines dem Start voran gehenden Stillstands der Brennkraftmaschine. Die Modellrechnung kann in einem der Brennkraftmaschine zugeordneten Steuergerät durchgeführt wer den. Der Grenzwert wird während des Warmlaufbetriebs in Abhängigkeit von der Starttemperatur gewählt. In anderen Worten wird der Grenzwert in Ab hängigkeit von der Brennraumtemperatur zum Zeitpunkt des Starts der

Brennkraftmaschine gewählt, die direkt gemessen oder durch die Modell rechnung abgeschätzt wird.

Mit der beschriebenen Vorgehensweise können die Schadstoffemissionen der Brennkraftmaschine, die bei dem Start beziehungsweise nach dem Start der Brennkraftmaschine anfallen, deutlich reduziert werden, nämlich durch die Reduzierung der Drehzahl der Brennkraftmaschine während des Warm laufbetriebs. Als Brennkraftmaschine kommt vorzugsweise eine fremdgezün dete Brennkraftmaschine, insbesondere eine Otto- B ren n kraftm asch i n e , zum Einsatz.

Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass während des Warmlaufbetriebs zumindest zeitweise eine Zylinderfüllung der Zylinder auf einen Grenzwert begrenzt wird. Unter der Zylinderfüllung ist eine den Zylindern, insbesondere deren Brennraum, während eines Ansaugtakts zugeführte Menge eines Gemischs aus Frischgas und Brennstoff zu verste hen. Das Frischgas kann vollständig aus Frischluft bestehen oder Frischluft zumindest aufweisen. Beispielsweise setzt sich das Frischgas aus Frischluft und Abgas zusammen, nämlich sofern eine Abgasrückführung durchgeführt wird. Das Einbringen des Frischgases erfolgt zumindest außerhalb des Warmlaufbetriebs derart, dass nach dem Einbringen eine Menge des Ge mischs in dem Brennraum vorliegt, welche einer Sollmenge entspricht. Diese Sollmenge wird beispielsweise aus einer Vorgabe eines Fahrers des Kraft fahrzeugs und/oder einer Fahrerassistenzeinrichtung des Kraftfahrzeugs er mittelt.

Während des Warmlaufbetriebs kann vorgesehen sein, dass die Zylinderfül lung auf den Grenzwert begrenzt wird. In diesem Fall liegen bevorzugt meh rere Grenzwerte vor, nämlich einer für die Zylinderfüllung und eine für die Drehzahl. Das bedeutet, dass sowohl die Zylinderfüllung als auch die Dreh zahl während des Warmlaufbetriebs auf jeweils einen eigenen Grenzwert begrenzt werden. Die Zylinderfüllung kann also zumindest zeitweise kleiner sein als die Sollmenge, nämlich sofern der Grenzwert kleiner ist als die Soll menge. In anderen Worten wird ein Überschreiten des Grenzwerts durch die

Zylinderfüllung während des Warmlaufbetriebs verhindert. Die Begrenzung kann mittels dem der Brennkraftmaschine zugeordneten Steuergerät erfol gen, welches die Zylinderfüllung durch Ansteuerung eines entsprechenden Stellelements, beispielsweise einer Drosselklappe, einstellt. Vorzugsweise ist die Zylinderfüllung die Füllung jedes einzelnen der Zylinder, also gerade nicht die Zylinderfüllung aller Zylinder zusammen. Die Zylinderfüllung jedes einzelnen der Zylinder wird insoweit jeweils auf den Grenzwert begrenzt. In den folgenden Ausführungen wird stets auf den Grenzwert eingegangen, die Ausführungen gelten allerdings im Falle der mehreren Grenzwerte entspre chend sowohl für den Grenzwert der Drehzahl als auch für den Grenzwert der Zylinderfüllung.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Warmlaufbetrieb nur dann durchgeführt wird, wenn die Starttemperatur der Brennkraftmaschine unterhalb einer Mindesttemperatur liegt. Wie bereits vorstehend erläutert, wird während des Warmlaufbetriebs die Drehzahl der Brennkraftmaschine auf den Grenzwert begrenzt. Dies hat zur Folge, dass während des Warmlaufbetriebs das auf das Antreiben des Kraftfahrzeugs gerichtete Drehmoment ebenfalls begrenzt ist. Um nach einem sehr kurzen Stillstand der Brennkraftmaschine, während der die Auskühlung der Brenn kraftmaschine nur geringfügig fortschreitet, das zum Antreiben der Brenn kraftmaschine abrufbare Drehmoment nicht zu begrenzen, ist die Mindest temperatur vorgesehen.

Die Mindesttemperatur kann in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur gewählt werden. Beispielsweise kann bei einer niedrigeren Umgebungstem peratur eine niedrigere Mindesttemperatur vorgesehen sein, während bei einer höheren Umgebungstemperatur eine höhere Mindesttemperatur vorge sehen ist. Liegt die zum Zeitpunkt des Starts ermittelte Starttemperatur un terhalb der Mindesttemperatur, so wird bei dem Start der Brennkraftmaschi ne der vorstehend beschriebene Warmlaufbetrieb durchgeführt. Liegt die zum Zeitpunkt des Starts der Brennkraftmaschine ermittelte Starttemperatur oberhalb der Mindesttemperatur, so wird bei dem Start der Warmlaufbetrieb nicht durchgeführt, sondern beispielsweise ein Normalbetrieb, in dem keine Begrenzung der Drehzahl auf den Grenzwert erfolgt.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Grenzwert zu Beginn des Warmlaufbetriebs auf einen in Abhängigkeit von der Starttemperatur der Brennkraftmaschine gewählten Startwert gesetzt wird. Wie bereits vorste hend erläutert, beschreibt die Starttemperatur die Brennraumtemperatur der Brennkraftmaschine und kann damit als Maß der fortschreitenden Ausküh lung der Brennkraftmaschine herangezogen werden. Dabei kann es sinnvoll sein, den während des Warmlaufbetriebs gewählten Grenzwert der Drehzahl in Abhängigkeit der Starttemperatur und somit der Auskühlung der Brenn kraftmaschine zu wählen.

Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass bei einer nur geringfügig fortge schrittenen Auskühlung der Warmlaufbetrieb mit einem höheren Grenzwert durchgeführt wird und bei einer weiter fortgeschrittenen Auskühlung ein nied rigerer Grenzwert gewählt wird. Hierfür wird für den Grenzwert der Startwert festgelegt, der zu Beginn des Warmlaufbetriebs eingestellt wird. Für diesen Startwert kann auch ein Mindestwert festgestellt werden, um die Wahl des Grenzwerts nach unten zu begrenzen. Der Startwert wird also nicht aus schließlich in Abhängigkeit von der Starttemperatur der Brennkraftmaschine gewählt, insbesondere kann die Wahl des Startwerts zur Bereitstellung eines Mindestdrehmoments durch den Mindestwert begrenzt werden. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, den Startwert in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur zu wählen. Beispielsweise kann bei einer niedrigeren Umgebungstemperatur ein niedrigerer Startwert und bei einer höheren Um gebungstemperatur ein höherer Startwert gesetzt werden.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Grenzwert während des Warmlaufbetriebs ausgehend von dem Startwert in Richtung eines Endwerts erhöht wird. Hierfür wird für den Grenzwert ein Endwert fest gelegt, wobei dieser ein maximal zulässiger Wert sein kann, welcher bei ei nem bestimmungsgemäßen Dauerbetrieb der Brennkraftmaschine vorliegen darf, ohne dass Beschädigungen der Brennkraftmaschine auftreten bezie- hungsweise zu erwarten sind. Dabei wird der Endwert stets höher als der Startwert sein und der Grenzwert während des Warmlaufbetriebs in Richtung des Endwerts erhöht.

Zusätzlich oder alternativ kann im Rahmen einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass der Endwert in Abhängigkeit von der Starttemperatur der Brennkraftmaschine gewählt wird. Bei einer fortgeschrittenen Auskühlung der Bren n kraftm asch i n e kann es vorteilhaft sein, dass der Endwert nicht auf den maximal zulässigen Wert gesetzt wird, sondern in Abhängigkeit von der Starttemperatur gewählt wird. Da die Starttemperatur die Brennraumtempe ratur der Brennkraftmaschine beschreibt, kann bei einer bereits weiter fort geschrittenen Auskühlung ein niedrigerer Endwert gewählt werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Endwert in Abhängigkeit von der Umgebungstem peratur gewählt werden.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Erhöhen linear oder stufenweise erfolgt. Wie bereits vorstehend erläutert, wird der Grenzwert während des Warmlaufbetriebs in Richtung des Endwerts erhöht. Dieses Erhöhen kann linear erfolgen, beispielsweise mit einer festgelegten Steige rungsrate, insbesondere mit während des Warmlaufbetriebs konstanter Stei gerungsrate. Alternativ kann das Erhöhen auch stufenweise erfolgen. Die stufenweise Erhöhung kann in festgelegten Zeitschritten erfolgen, wobei der Grenzwert in jedem Zeitschritt um einen festen Wert erhöht wird.

Eine weitere zusätzliche oder alternative Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Erhöhen in Abhängigkeit von einer der Brennkraftmaschine zugeführten Luftmenge und/oder einer weiteren Temperatur der Brennkraft maschine erfolgt. Die den Zylindern seit dem Start der Brennkraftmaschine kumulativ zugeführte Luftmenge kann als Maß für die von der Brennkraftma schine während ihres Betriebs erzeugten Wärmemenge herangezogen wer den. Unter der kumulativ zugeführten Luftmenge, insbesondere Frischgas menge, wird die den Zylindern seit dem Start der Brennkraftmaschine in Summe zugeführte Menge an Luft beziehungsweise an Frischgas verstan den. Die Menge kann eine Masse oder ein Volumen sein. Dabei wird die den

Zylindern in jedem Ansaugtakt zugeführte Luftmenge kumuliert beziehungs weise kumulativ addiert.

Wird die Brennkraftmaschine mit einer höheren Last betrieben, so wird sich diese schneller erwärmen und entsprechend die kumulative Luftmenge ra scher ansteigen als bei einer niedrigeren Last. Daher kann es sinnvoll sein, den Grenzwert in Abhängigkeit von der den Zylindern kumulativ zugeführten Luftmenge zu erhöhen, um die Geschwindigkeit, mit der die Brennkraftma-schine während des Betriebs aufgewärmt wird, zu berücksichtigen. Alternativ kann als Maß für das Fortschreiten des Aufwärmvorgangs eine weitere Tem peratur der Brennkraftmaschine herangezogen werden, beispielsweise eine Kühlmitteltemperatur oder eine Temperatur einer Abgasanlage.

Schließlich kann im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass der Warmlaufbetrieb beendet wird, wenn der Grenzwert den Endwert erreicht und/oder die den Zylindern zugeführte Luftmenge einen Schwellenwert überschreitet. Wie bereits vorstehend erläu tert, wird der Grenzwert während des Warmlaufbetriebs in Richtung des Endwerts erhöht. Daher kann es sinnvoll sein, den Warmlaufbetrieb zu be enden, wenn der Grenzwert den Endwert erreicht oder überschreitet. Nach einem Beenden des Warmlaufbetriebs kann die Brennkraftmaschine in dem Normalbetrieb betrieben werden, währenddessen die vorstehend beschrie benen Maßnahmen nicht mehr durchgeführt werden. Liegt sowohl für die Zylinderfüllung als auch für die Drehzahl ein Grenzwert vor, kann der Warm laufbetrieb beendet werden, wenn einer der Grenzwerte den Endwert er reicht. Alternativ kann es vorgesehen sein, den Warmlaufbetrieb erst dann zu beenden, wenn beide Grenzwerte ihren jeweiligen Endwert erreicht haben.

Zusätzlich oder alternativ kann es vorgesehen sein, die den Zylindern seit dem Start kumulativ zugeführte Luftmenge als Maß für die von der Brenn kraftmaschine umgesetzte Wärmeenergie heranzuziehen und den Warm-laufbetrieb zu beenden, sobald diese Luftmenge den Schwellenwert erreicht oder überschreitet. Ab dem Zeitpunkt des Überschreitens kann davon aus gegangen werden, dass die Brennkraftmaschine ihre Betriebstemperatur

erreicht hat. Nach einem erneuten Abschalten der Brennkraftmaschine kann der Warmlaufbetrieb nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren erneut durchgeführt werden. Insbesondere kann der Warmlaufbetrieb nach jedem Start anhand der vorstehenden Ausführungen durchgeführt werden.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Brennkraftmaschine mit mehreren Zylin dern, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder meh reren der vorhergehenden Ansprüche, wobei nach einem Start der Brenn kraftmaschine ein Warmlaufbetrieb durchgeführt wird, während welchem ei ne Drehzahl der Brennkraftmaschine auf einen Grenzwert begrenzt wird. Dabei ist vorgesehen, dass die Brennkraftmaschine dazu ausgebildet ist, den Grenzwert während des Warmlaufbetriebs zumindest zeitweise in Abhängig keit von einer Starttemperatur der Brennkraftmaschine zu wählen. Insbeson dere kann die Brennkraftmaschine ein Motorsteuergerät zur Implementierung des Verfahrens aufweisen.

Auf die Vorteile einer derartigen Vorgehensweise beziehungsweise einer derartigen Ausgestaltung der Brennkraftmaschine wurde bereits hingewie sen. Sowohl die Brennkraftmaschine als auch das Verfahren zu ihrem Be treiben können gemäß den Ausführungen im Rahmen dieser Beschreibung weitergebildet sein, sodass insoweit auf diese verwiesen wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Er findung erfolgt. Dabei zeigt die einzige

Figur eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine.

Die Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschine 1 , die in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel mehrere Zylinder 2 auf weist. Jeder der Zylinder 2 verfügt über wenigstens ein Einlassventil 3 und wenigstens ein Auslassventil 4. Über jedes der Einlassventile 3 kann dem jeweiligen Zylinder 2 Frischgas aus einem Ansaugtrakt 5 zugeführt werden, wohingegen durch jedes der Auslassventile 4 Abgas aus dem entsprechen- den Zylinder 2 entweichen kann, nämlich in Richtung eines Abgastrakts 6. Stromabwärts des Abgastrakts 6 kann eine Abgasreinigungseinrichtung 8 vorliegen, welche über eine Abgasleitung 7 strömungstechnisch an die Aus lassventile 4 angeschlossen ist. Die Abgasreinigungseinrichtung 8 kann bei spielsweise über wenigstens einen Katalysator verfügen.

Die Brennkraftmaschine 1 wird mittels eines Verfahrens betrieben, gemäß welchem nach einem Start der Brennkraftmaschine ein Warmlaufbetrieb durchgeführt wird. Dabei wird die Drehzahl der Brennkraftmaschine 1 auf den Grenzwert begrenzt. Den Zylindern 2 wird über den Ansaugtrakt 5 Frischgas zugeführt, wobei diese Frischgaszufuhr während des Warmlaufbe triebs zusätzlich auf einen Grenzwert begrenzt werden kann. Insofern kön nen also zwei Grenzwerte existieren, nämlich einer für die Drehzahl der Brennkraftmaschine und einer für die Zylinderfüllung. Der oder die Grenzwer te werden während des Warmlaufbetriebs zumindest zeitweise in Abhängig keit von einer Starttemperatur der Bren n kraftmasch i ne 1 gewählt.

Beispielsweise ist die Brennkraftmaschine 1 dazu ausgebildet, zum Zeitpunkt des Starts der Brennkraftmaschine 1 die Brennraumtemperatur zu ermitteln, um diese als Starttemperatur heranzuziehen. Zur Bestimmung der Brenn raumtemperatur können in der Brennkraftmaschine 1 Temperatursensoren vorgesehen sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Brennraumtemperatur auf Basis einer Modellrechnung ermittelt werden. Dabei kann die Modell rechnung Sensordaten, wie beispielsweise eine Außentemperatur, sowie den zeitlichen Verlauf eines dem Start der Brennkraftmaschine 1 vorangehenden Stillstands der Brennkraftmaschine 1 die Brennraumtemperatur, bezie hungsweise die Starttemperatur, berechnen. Liegt die gemessene oder be rechnete Starttemperatur unterhalb einer Mindesttemperatur, so wird der Warmlaufbetrieb durchgeführt.

Zu Beginn des Warmlaufbetriebs wird der Grenzwert auf einen Startwert ge setzt. Während des Warmlaufbetriebs wird der Grenzwert ausgehend von dem Startwert in Richtung eines Endwerts erhöht. Der Endwert wird bei spielsweise so gewählt, dass der Grenzwert der Drehzahl eine maximal zu- lässige Drehzahl erreicht, welche bei einem bestimmungsgemäßen Betrieb nach Erreichen der Betriebstemperatur vorliegen darf, ohne dass Beschädi gungen der Brennkraftmaschine 1 auftreten beziehungsweise zu erwarten sind. Zusätzlich kann auch für den Grenzwert der Zylinderfüllung ein maximal zulässiger Endwert festgelegt werden.

Der Grenzwert wird in Richtung des Endwerts erhöht, wobei das Erhöhen in Abhängigkeit von der den Zylindern 2 über den Ansaugtrakt 5 seit dem Start kumulativ zugeführten Luftmenge erfolgt. Bei einem Erreichen des Endwerts durch den Grenzwert wird der Warmlaufbetrieb beendet. Zusätzlich oder al ternativ kann es vorgesehen sein, den Warmlaufbetrieb zu beenden, sobald die den Zylindern 2 seit dem Start kumulativ zugeführte Luftmenge einen Schwellenwert überschreitet. Auf diese Art und Weise erfolgt während des Warmlaufbetriebs ein kontrolliertes Erwärmen der Brennkraftmaschine 1 auf eine Betriebstemperatur und entsprechend werden die Schadstoffemissionen der Brennkraftmaschine 1 während des Warmlaufbetriebs deutlich reduziert.