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1. WO2020126315 - BEHÄLTERBEHANDLUNGSANLAGE UND -VERFAHREN FÜR BEHÄLTER

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Behälterbehandlungsanlage und -verfahren für Behälter

Die Erfindung betrifft eine Behälterbehandlungsanlage und ein Behälterbehandlungsverfahren für Behälter mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 bzw. 8.

Üblicherweise umfassen derartige Behälterbehandlungsanlagen eine Transporteinrichtung und wenigstens ein daran angeordnetes Behandlungsaggregat zur Behandlung der Behälter. Bei spielsweise kann es sich dabei um eine Getränkeverarbeitungsanlage mit mehreren Transporteu ren und einem daran angeordneten Füller zum Abfüllen eines flüssigen Produkts, einem Ver schließer zum Verschließen der Behälter und/oder einer Verpackungsmaschine zur Verpackung mehrerer der Behälter als Gebinde handeln.

Um die Qualität der behandelten Behälter zu überprüfen, sind Inspektionsstationen zur Onlinein spektion bekannt, die online alle behandelten Behälter überprüfen, beispielsweise auf die Füllhöhe hin.

Zudem sind Inspektionsvorrichtungen zur Offlineinspektion bekannt, mit denen einzelne behan delte Behälter lediglich stichprobenartig überprüft werden, da sie dabei beispielsweise zerstört werden müssen oder eine zeitaufwendige Messung erfolgen muss. Dies ist beispielsweise bei der CC>2-Messung der Fall, da sich hier der Innendruck im Behälter vor der Messung zunächst bilden muss.

Dazu werden die einzelnen behandelten Behälter üblicherweise automatisch oder manuell aus dem Behälterstrom der Transporteinrichtung an einem zweiten Transportabschnitt ausgeschleust, beispielsweise über einen Bypass, und wenigstens einer Inspektionsvorrichtung zur Inspektion der einzelnen behandelten Behälter zugeführt. Anschließend werden die inspizierten Behälter über den Bypass wieder in den Hauptbehälterstrom eingeschleust. Dies erfordert bei der automa tisierten Offlineinspektion einen entsprechenden Aufwand und Platzbedarf.

Die DE 10 2017 203 729 B3 offenbart eine Speicher- und Verteilereinheit, eine Abfüllanlage sowie ein Verfahren zum Speichern und Verteilen gefüllter Behälter. Demnach ist ein Speicher für ein zelne Behälter, mit einem Behälterzulauf zum Anschluss an einen Ausleitstrang einer Abfülllinie und mit einem Behälterauslauf zum Anschluss an Inspektionseinheiten vorhanden. Zudem um fasst die Speicher- und Verteilereinheit einen Roboter zum einspeichern befüllter Behälter durch Übergabe von Behältern aus dem Behälterzulauf in den Speicher sowie zum Aussprechen der Behälter durch Übergabe von dem Speicher zum Behälterauslauf.

Allerdings müssen die einzelnen behandelten Behälter dazu zunächst vom Hauptbehälterstrom auf den Ausleitstrang ausgeleitet werden.

Zudem ist von der Firma FT-System ein Roboter mit einem speziellen Greifer für zwei Behälter bekannt, mit dem ein einzelner behandelter Behälter aus dem Hauptbehälterstrom zur Offlinein-spektion entnommen und dabei unmittelbar durch einen bereits inspizierten Behälter ersetzt wird. Allerdings ist das bekannte Robotersystem durch die Bewegungsgeschwindigkeit des Roboter arms und durch den geschlossenen Inspektionszyklus in seiner Leistung und Funktion und damit in seiner Flexibilität eingeschränkt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Behälterbehandlungsanlage und ein -Ver fahren bereitzustellen, die eine flexiblere Behälterinspektion ermöglichen, einen geringeren Platz bedarf haben und die weniger aufwendig sind.

Zur Lösung dieser Aufgabenstellung stellt die Erfindung eine Behälterbehandlungsanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bereit. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen genannt.

Dadurch, dass der zweite Transportabschnitt zum Transport eines gegenüber dem ersten Trans portabschnitt verbreiterten Behälterstroms ausgebildet ist, können die behandelten Behälter bei gleichem Durchsatz im verbreiterten Behälterstrom mit geringerer Geschwindigkeit transportiert werden als im ersten Transportabschnitt. Bevorzugt stehen die Behälter staudruckarm oder be-abstandet zueinander. Folglich kann die mindestens eine Robotereinheit die einzelnen behandel ten Behälter bei geringerer Transportgeschwindigkeit und/oder mit reduziertem Staudruck aus-bzw. einschleusen, ohne dass andere behandelte Behälter des zweiten Transportabschnitts da von berührt wären. Darüber hinaus kann die maximale Bewegungsgeschwindigkeit der mindes tens einen Robotereinheit durch die geringere Transportgeschwindigkeit reduziert werden. Folg lich ist es mit der erfindungsgemäßen Behälterbehandlungsanlage selbst bei hoher Leistung mög lich, eine an sich flexibel steuerbare Robotereinheit mit einem geringen Platzbedarf zum Ein- und Ausschleusen einzusetzen. Zudem ist die mindestens eine Robotereinheit mit einem geringeren Aufwand verbunden als ein Bypass.

Die Behälterbehandlungsanlage kann dazu ausgebildet sein, ein fließfähiges Produkt, insbeson dere ein Getränk in die Behälter abzufüllen, die befüllten Behälter nachfolgend zu verschließen und/oder zu verpacken. Das wenigstens eine Behandlungsaggregat kann eine Behälterherstel lungsmaschine (beispielsweise eine Streckblasmaschine), einen Rinser, eine Etikettiermaschine, eine Direktdruckmaschine, einen Füller, einen Verschließer und/oder eine Verpackungsmaschine für die Behälter umfassen.

Die Behälter können dazu vorgesehen sein, Getränke, Lebensmittel, Hygieneartikel, Pasten, che mische, biologische und/oder pharmazeutische Produkte aufzunehmen. Insbesondere können die Behälter dazu vorgesehen sein, ein fließfähiges Produkt aufzunehmen, beispielsweise ein Ge tränk. Die Behälter können Kunststoffflaschen, Glasflaschen, Dosen und/oder Tuben sein. Bei Kunststoffbehältern kann es sich im Speziellen um PET-, PEN-, HD-PE- oder PP-Behälter bzw. -Flaschen handeln. Ebenso kann es sich um biologisch abbaubare Behälter oder Flaschen han deln, deren Hauptbestandteile aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Zuckerrohr, Weizen oder Mais bestehen. Die Behälter können bei der Inspektion mit der wenigstens einen Inspektionsvorrichtung leer, teilweise befüllt oder vollständig befüllt sein.

Die Transporteinrichtung kann einen Lineartransporteur und/oder ein Karussell umfassen. Bei spielsweise kann der erste Transportabschnitt ein Karussell eines Füllers und/oder eines Ver schließers und/oder einen dem Füller und/oder Verschließer nachgeordneten Lineartransporteur umfassen. Der zweite Transportabschnitt kann einen Lineartransporteur umfassen, insbesondere um die behandelten Behälter darauf wenigstens teilweise nebeneinander stehend zu transportie ren. Der erste Transportabschnitt und/oder der zweite Transportabschnitt können jeweils durch einen oder mehrere Transporteure gebildet werden, wie beispielsweise durch einen Lineartrans porteur und/oder ein Karussell. Denkbar ist, dass die Transporteinrichtung Leitelemente umfasst, um die Behälter wenigstens beim Übergang vom ersten Transportabschnitt auf den zweiten Transportabschnitt zu führen. Vorzugsweise kann der zweite Transportabschnitt dazu ausgebildet sein, die Behälter im Betrieb mit der gegenüber dem ersten Transportabschnitt reduzierten Ge schwindigkeit und/oder dem demgegenüber reduzierten Staudruck zu transportieren. Denkbar ist, dass an einem Übergang vom ersten Transportabschnitt auf den zweiten Transportabschnitt je weils ein Lineartransporteur angeordnet ist, wobei der Lineartransporteur des zweiten Transport abschnitts breiter ausgebildet ist, als der Lineartransporteur des ersten Transportabschnitts. Bei einem Lineartransporteur kann es sich beispielsweise um ein Förderband handeln, insbesondere um ein flexibles Band oder um eine Transportkette. Denkbar ist auch, dass ein Lineartransporteur wenigstens teilweise den ersten und zweiten Transportabschnitt bildet und sich verbreitert. Dass der zweite Transportabschnitt dem ersten Transportabschnitt nachgeordnet ist, kann hier bedeu ten, dass dieser dem ersten Transportabschnitt folgt. Ebenso kann dies bedeuten, dass der zweite Transportabschnitt entlang eines Behälterstroms stromabwärts des ersten Transportabschnitts angeordnet ist. Ist nachfolgend von einem zweiten Transportabschnitt die Rede, kann damit immer auch ein dem zweiten Abschnitt folgender Transportabschnitt gemeint sein.

Die mindestens eine Robotereinheit kann einen Roboterarm umfassen, der insbesondere als Delta-Roboter, Scara-Roboter oder als Knickarmroboter ausgebildet ist. Denkbar ist, dass die mindestens eine Robotereinheit kameragesteuert ausgebildet ist und/oder mindestens eine Ka mera umfasst, um wenigstens die einzelnen behandelten Behälter zu erfassen. Die Kamera kann als 3D-Kamera ausgebildet sein, beispielsweise als Stereokamera oder als Time-of-Flight-Ka-mera.

Mit„Ausschleusen“ kann hier gemeint sein, dass die einzelnen behandelten Behälter mit der min destens einen Robotereinheit stichprobenartig aus einem Hauptproduktstrom entnommen wer den. Mit„Einschleusen“ kann gemeint sein, dass wenigstens ein Teil der einzelnen behandelten Behälter nach der Inspektion durch die wenigstens eine Inspektionsvorrichtung in den Hauptpro duktstrom zurückgeführt wird, insbesondere diejenigen Behälter, die durch die Inspektion nicht beeinträchtigt werden.

Die wenigstens eine Inspektionsvorrichtung kann dazu vorgesehen sein, den Behälterinhalt, den Leer- und/oder Vollbehälter, einen Behälterverschluss, ein Etikett und/oder einen Behälterauf druck zu inspizieren. Beispielsweise kann die wenigstens eine Inspektionsvorrichtung dazu vor gesehen sein, ein in die behandelten Behälter abgefülltes Produkt zu inspizieren, insbesondere hinsichtlich seiner Zusammensetzung. Denkbar ist auch, dass die wenigstens eine Inspektions vorrichtung dazu vorgesehen ist, Eigenschaften wie einen Innendruck und/oder einen Verschluss-Aufdrehwert und/oder ein Gewicht bzw. Nettogewicht eines behandelten Behälters zu erfassen. Die wenigstens eine Inspektionsvorrichtung kann einen Sensor, eine Kamera, eine Waage und dergleichen umfassen. Insbesondere ist die wenigstens eine Inspektionsvorrichtung zur Offline-Inspektion ausgeführt. Mit Offline-Inspektion kann hier gemeint sein, dass die behandelten Behäl ter damit nur stichprobenartig inspiziert werden.

Denkbar ist, dass die Behälterbehandlungsanlage weitere Inspektionsstationen zur Onlineinspek tion vorzugsweise am ersten Transportabschnitt umfasst, um alle behandelten Behälter zu inspi zieren.

Der erste T ransportabschnitt kann zum T ransport eines einreihigen Behälterstroms und der zweite Transportabschnitt kann zum Transport des verbreiterten, insbesondere des mehrreihigen Behäl terstroms ausgebildet sein. Üblicherweise werden die Behälter bei der Behandlung mit dem we nigsten einen Behandlungsaggregat als einreihiger Behälterstrom transportiert, beispielsweise in dem Füller oder in dem Verschließer. Folglich kann dann mit dem mehrreihigen Behälterstrom derselbe Durchsatz bei der reduzierten Geschwindigkeit erzielt werden.

Die mindestens eine Robotereinheit kann einen Roboterarm mit einem Greifer für wenigstens ei nen der einzelnen behandelten Behälter umfassen. Dadurch können die einzelnen behandelten Behälter individuell aus dem verbreiterten Behälterstrom aus- und/oder darin wieder eingeschleust werden. Denkbar ist auch, dass mit dem Greifer mehrere Behälter gleichzeitig aus- und/oder ein geschleust werden können. Der Greifer kann an einem bewegbaren Ende des Roboterarms an geordnet sein. Der Greifer kann dazu ausgebildet sein, einen der Behälter am Mündungsbereich aufzunehmen.

Der zweite Transportabschnitt kann quer zu seiner Transportrichtung wenigstens teilweise breiter als der verbreiterte Behälterstrom ausgebildet sein, so dass im Betrieb zumindest zeitweise ein Freiraum neben dem verbreiterten Behälterstrom zum Ein- und/oder Ausschleusen der einzelnen behandelten Behälter entsteht. Dadurch können die einzelnen behandelten Behälter ohne Kontakt zu den übrigen Behältern mit der mindestens einen Robotereinheit im Bereich des Freiraums des Transportabschnitts entnommen und/oder zugeführt werden.

Die mindestens eine Robotereinheit kann derart an dem zweiten Transportabschnitt und der we nigstens einen Inspektionsvorrichtung angeordnet sein, dass damit die einzelnen behandelten Behälter vom zweiten Transportabschnitt zur wenigstens einen Inspektionsvorrichtung hin aus-schleusbar und/oder von der wenigstens einen Inspektionsvorrichtung zum zweiten Transportab schnitt hin einschleusbar sind. Anders ausgedrückt kann die mindestens eine Robotereinheit un mittelbar am zweiten Transportabschnitt angeordnet sein.

Zudem kann die mindestens eine Robotereinheit derart angeordnet sein, dass sie die einzelnen behandelten Behälter direkt an der wenigstens einen Inspektionsvorrichtung abgibt und/oder auf nimmt. Denkbar ist auch, dass zwischen der mindestens einen Robotereinheit und der wenigstens einen Inspektionsvorrichtung ein Zwischenspeicher für die einzelnen behandelten Behälter ange ordnet ist. Denkbar ist ebenfalls, dass ausgeschleuste Behälter für eine genauere und/oder spä tere Messung z.B. in einem Labor zur Verfügung gestellt werden.

Die Transporteinrichtung kann einen dritten Transportabschnitt umfassen, der als Bypass zwi schen der Weiche zum Ausschleusen wenigstens eines Teils der einzelnen behandelten Behälter und der wenigstens einen Inspektionsvorrichtung ausgebildet ist, wobei die mindestens eine Ro botereinheit derart zwischen der wenigstens einen Inspektionsvorrichtung und dem zweiten Transportabschnitt angeordnet ist, dass der mit dem Bypass ausgeschleuste Teil der einzelnen behandelten Behälter nach der wenigstens einen Inspektionsvorrichtung in den verbreiterten Be hälterstrom wieder einschleusbar ist. Dadurch kann die mindestens eine Robotereinheit mit dem Bypass kombiniert werden und ist so besonders flexibel einzusetzen. Beispielsweise kann der Bypass derart angeordnet sein, dass er den Teil der einzelnen behandelten Behälter von dem ersten Transportabschnitt über die Weiche zu einer ersten Inspektionsvorrichtung hin ausschleust. Die mindestens eine Robotereinheit kann derart angeordnet sein, dass sie die inspizierten Behäl ter von der ersten Inspektionsvorrichtung wenigstens teilweise am zweiten Transportabschnitt in den verbreiterten Behälterstrom einschleust. Denkbar ist auch, dass dieselbe Robotereinheit dazu ausgebildet ist, einen anderen Teil der einzelnen behandelten Behälter aus dem verbreiterten Behälterstrom vom zweiten Transportabschnitt zu einer zweiten Inspektionsvorrichtung hin aus zuschleusen und nach der Inspektion wieder am zweiten Transportabschnitt in den verbreiterten Behälterstrom einzuschleusen. Dadurch kann die Behälterbehandlungsanlage noch flexibler ar beiten.

Wenigstens eine Kamera kann an der Transporteinrichtung angeordnet sein, um Transportwege einzelner behandelter Behälter jeweils vor dem Ausschleusen derart in deren Kamerabilder zu verfolgen, dass eine Zuordnung der einzelnen behandelten Behälter zu einem von mehreren Be handlungsorgangen des wenigstens einen Behandlungsaggregats möglich ist, beispielsweise zu einem von mehreren Füllventilen. Dadurch kann ein Inspektionsergebnis eines Behälters trotz des verbreiterten Behälterstroms einem bestimmten Behandlungsorgan zugeordnet und so die War tung unterstützt werden. Üblicherweise können die Behälter des ersten Transportabschnitts bei einem einreihigen Behälterstrom allein aufgrund ihrer sequentiellen Abfolge dem jeweiligen Be handlungsorgan zugeordnet werden. Durch die wenigstens eine Kamera ist das auch bei dem verbreiterten Behälterstrom möglich, indem die Transportwege der einzelnen behandelten Behäl ter verfolgt werden. Denkbar ist, dass die wenigstens eine Kamera eine Bildverarbeitungseinrich tung umfasst oder damit verbunden ist, um die Transportwege in einer Vielzahl von Kamerabildern zu ermitteln und dadurch zu verfolgen.

Es ist auch möglich, dass eine Zuordnung zu einer Behandlungseinrichtung durch eine Kodierung der Behälter und/oder der Etikettierung der Behälter und der Erkennung der Kodierung erfolgt.

Darüber hinaus stellt die Erfindung zur Lösung der Aufgabenstellung ein Behälterbehandlungs verfahren für Behälter mit den Merkmalen des Anspruchs 8 bereit. Vorteilhafte Ausführungsfor men der Erfindung sind in den Unteransprüchen genannt.

Dadurch, dass die behandelten Behälter im zweiten Transportabschnitt als gegenüber dem ersten Transportabschnitt verbreiterten Behälterstrom transportiert werden, können die behandelten Be hälter bei gleichem Durchsatz im verbreiterten Behälterstrom mit geringerer Geschwindigkeit transportiert werden als im ersten Transportabschnitt. Folglich kann die mindestens eine Robote reinheit die einzelnen behandelten Behälter bei geringerer Transportgeschwindigkeit und/oder mit reduziertem oder ohne Staudruck aus- bzw. einschleusen, ohne dass andere behandelte Behälter des zweiten Transportabschnitts davon nachteilig berührt wären. Darüber hinaus kann die maxi male Bewegungsgeschwindigkeit der mindestens einen Robotereinheit durch die geringere Transportgeschwindigkeit reduziert werden. Folglich ist es mit der erfindungsgemäßen Behälter behandlungsanlage selbst bei hoher Leistung möglich, eine an sich flexibel steuerbare Robote reinheit mit einem geringen Platzbedarf zum Ein- und Ausschleusen einzusetzen. Zudem ist die mindestens eine Robotereinheit mit einem geringeren Aufwand verbunden als ein Bypass.

Das Behälterbehandlungsverfahren kann die zuvor in Bezug auf die Behälterbehandlungsanlage beschriebenen Merkmale, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 - 7, einzeln oder in belie bigen Kombinationen sinngemäß umfassen. Das Behälterbehandlungsverfahren, insbesondere nach einem der Ansprüche 8 - 14, kann mit der Behälterbehandlungsanlage, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 - 7, durch geführt werden.

Die einzelnen behandelten Behälter können in einem ersten Schritt aus dem verbreiterten Behäl terstrom von der mindesten einen Robotereinheit ausgeschleust werden, dann in einem zweiten Schritt mit der Inspektionsvorrichtung inspiziert werden, und dann in einem dritten Schritt von der mindestens einen Robotereinheit wenigstens teilweise in den verbreiterten Behälterstrom einge schleust werden.

Die Behälter können im ersten Transportabschnitt einreihig und im zweiten Transportabschnitt mehrreihig oder in Gassen geführt transportiert werden. Üblicherweise werden die Behälter bei der Behandlung mit dem wenigsten einen Behandlungsaggregat einreihig transportiert, beispiels weise beim Füllen oder Verschließen. Folglich kann dann mit dem mehrreihigen Transport der selbe Durchsatz bei der reduzierten Geschwindigkeit erzielt werden.

Die einzelnen behandelten Behälter können mit der mindestens einen Robotereinheit zunächst quer zum verbreiterten Behälterstrom in einen Freiraum des zweiten Transportabschnitts bewegt und dann ausgeschleust werden. Dadurch können die einzelnen behandelten Behälter zunächst von einem Kontakt mit den übrigen Behältern gelöst und dann im Freiraum ausgeschleust werden. Folglich wird der verbreiterte Behälterstrom beim Ausschleusen nur in einem geringen Maß be einträchtigt, so dass ein Stau vermieden wird. Denkbar ist, dass die einzelnen behandelten Be hälter beim Ausschleusen mit der mindestens einen Robotereinheit zunächst quer und/oder längs zu einer Transportrichtung des zweiten Transportabschnitts in den Freiraum bewegt und dann abgehoben werden.

Die einzelnen behandelten Behälter können mit der mindestens einen Robotereinheit zunächst in einem Freiraum des zweiten Transportabschnitts quer zum verbreiterten Behälterstrom einge schleust und dann mit dem verbreiterten Behälterstrom zusammengeführt werden. Dadurch wer den die einzelnen behandelten Behälter zunächst ohne Kontakt mit dem verbreiterten Behälter strom eingeschleust und erst dann mit dem verbreiterten Behälterstrom zusammengeführt. Folg lich wird der verbreiterte Behälterstrom beim Einschleusen nur in einem geringen Maß beeinträch tigt, so dass ein Stau vermieden wird. Denkbar ist, dass die einzelnen behandelten Behälter zu nächst mit der mindestens einen Robotereinheit im Freiraum abgestellt und dann mit einem Lei telement mit dem verbreiterten Behälterstrom zusammengeführt werden.

Wenigstens ein Teil der einzelnen behandelten Behälter kann mit einer Weiche ausgeschleust und über einen Bypass zu der wenigstens einen Inspektionsvorrichtung transportiert und dort in spiziert werden, wobei der wenigstens eine Teil der einzelnen behandelten Behälter nach der Inspektion mit der mindestens einen Robotereinheit an dem zweiten Transportabschnitt wieder eingeschleust werden kann. Dadurch kann die mindestens eine Robotereinheit mit dem Bypass kombiniert werden und ist so besonders flexibel einzusetzen. Denkbar ist, dass ein erster Teil der einzelnen behandelten Behälter mit einer Weiche ausgeschleust und über einen Bypass zu einer ersten Inspektionsvorrichtung transportiert und dort inspiziert wird, wobei ein zweiter Teil der ein zelnen behandelten Behälter am zweiten Transportabschnitt ausgeschleust und einer zweiten In spektionsvorrichtung zugeführt und dort inspiziert wird, und wobei der erste Teil und der zweite Teil der einzelnen behandelten Behälter nach der Inspektion mit der mindestens einen Robote reinheit an dem zweiten Transportabschnitt wieder eingeschleust wird. Zumindest ein Teil der Behälter kann z.B. zwecks weiterer Untersuchung in einem Labor von der mindestens einen Ro botereinheit z.B. in einem geeigneten Behälter bereitgestellt werden.

Transportwege der einzelnen behandelten Behälter können jeweils mit wenigstens einer Kamera vor dem Ausschleusen verfolgt werden, wobei die einzelnen behandelten Behälter aufgrund der verfolgten Transportwege jeweils einem von mehreren Behandlungsorganen des Behandlungs aggregats zugeordnet werden, beispielsweise einem von mehreren Füllventilen. Dadurch kann ein Inspektionsergebnis eines Behälters trotz des verbreiterten Behälterstroms einem bestimmten Behandlungsorgan zugeordnet und so die Wartung unterstützt werden. Denkbar ist, dass Kame rabilder der wenigstens einen Kamera mit einer Bildverarbeitungseinrichtung hinsichtlich der Po sitionen der einzelnen Behälter am ersten und/oder zweiten Transportabschnitt ausgewertet wer den, um die Transportwege zu verfolgen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt:

Figur 1 ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Behälterbehandlungsanlage für

Behälter in einer Draufsicht;

Figur 2A eine Detaildarstellung der Behälterbehandlungsanlage aus der Figur 1 beim Aus schleusen von einzelnen behandelten Behältern zu einer ersten Inspektionsvorrich tung mit der Robotereinheit;

Figur 2B eine Detaildarstellung der Behälterbehandlungsanlage aus der Figur 1 beim Ein schleusen der einzelnen behandelten Behälter von der ersten Inspektionsvorrichtung her mit der Robotereinheit; und

Figur 2C eine Detaildarstellung der Behälterbehandlungsanlage aus der Figur 1 beim Aus schleusen eines Teils von einzelnen behandelten Behältern mit einer Weiche und ei nem Bypass zu einer zweiten Inspektionsvorrichtung und beim Einschleusen der in spizierten Behälter mit der Robotereinheit.

In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Behälterbehandlungsanlage 1 für Behälter 2.1 - 2.3 in einer Draufsicht dargestellt. Zu sehen ist, dass die Behälterbehandlungs anlage 1 zwei Behandlungsaggregate 4 und 5 zur Behandlung der Behälter 2.1 umfasst, die hier lediglich beispielhaft als Füller bzw. Verschließer ausgebildet sind, um die Behälter 2.1 mit einem Getränk zu befüllen und zu verschließen. Denkbar ist auch, dass die Behälterbehandlungsanlage 1 lediglich ein Behandlungsaggregat umfasst.

Das erste Behandlungsaggregat 4 umfasst mehrere Behandlungsorgane 4.1 an einem Transport karussell, die hier als Füllorgane ausgebildet sind, um mehrere Behälter 2.1 gleichzeitig während des Transports mit dem Getränk zu befüllen. Entsprechend umfasst das zweite Behandlungsag gregat 5 mehrere Behandlungsorgane 5.1 an einem weiteren Transportkarussell, die hier als Ver schließköpfe ausgebildet sind, um die befüllten Behälter 2.1 mit einem Verschluss zu versehen, beispielsweise mit einem Kronkorken. Die so behandelten Behälter 2.2 werden nachfolgend einer Inspektion mit den Online-Inspektionsstationen 9.1 , 9.2, sowie einzelne behandelte Behälter 2.3 den Offline-Inspektionsvorrichtungen 7.1 , 7.2 zugeführt.

Zu sehen ist also, dass den beiden Behandlungsaggregaten 4, 5 beispielhaft zwei Inspektionssta tionen 9.1 , 9.2 zur Onlineinspektion und zwei Inspektionsvorrichtungen 7.1 , 7.2 zur Offlineinspek- tion nachgeordnet sind. Mit den Online-Inspektionsstationen 9.1 , 9.2 wird beispielsweise die Füll höhe und der Verschlusssitz aller behandelter Behälter 2.2 inspiziert. Demgegenüber werden die einzelnen behandelten Behälter2.3 mit den Inspektionsvorrichtungen 7.1 , 7.2 nur stichprobenartig inspiziert.

Ferner umfasst die Behälterbehandlungsanlage 1 die Transporteinrichtung 3 mit dem ersten Transportabschnitt 3.1 und dem zweiten Transportabschnitt 3.2, wobei die beiden Behandlungs aggregate 4, 5 sowie die Inspektionsstationen 9.1 , 9.2 am ersten Transportabschnitt 3.1 und die Inspektionsvorrichtungen 7.1 , 7.2 am zweiten Transportabschnitt 3.2 angeordnet sind.

Der erste Transportabschnitt 3.1 der Transporteinrichtung 3 wird hier lediglich beispielhaft durch mehrere Transporteure gebildet, insbesondere durch die Transportkarussells der beiden Behand lungsaggregate 4, 5, mehrere Transportsterne und durch einen Lineartransporteur, an dem die Inspektionsstationen 9.1 , 9.2 zur Onlineinspektion angeordnet sind. Mit dem ersten Transportab schnitt 3.1 werden die Behälter 2.1 bei der Behandlung, sowie die behandelten Behälter 2.2 bei der Inspektion als einreihiger Behälterstrom S1 transportiert.

Weiter ist zu sehen, dass sich der zweite Transportabschnitt 3.1 dem ersten Transportabschnitt 3.2 anschließt und von einem weiteren Lineartransporteur gebildet wird, beispielsweise von einem Förderband. Daran ist die Robotereinheit 6 angeordnet, um einzelne behandelte Behälter 2.3 aus-und/oder einzuschleusen. Denkbar ist jedoch auch, dass bei den Fig. 1 - 2C eine oder mehrere weitere Robotereinheiten 6 an dem zweiten Transportabschnitt 3.1 zum Aus- und/oder Einschleu sen einzelner behandelter Behälter 2.3 angeordnet sind, beispielsweise, um sie zu weiteren In spektionsvorrichtungen aus- und/oder einzuschleusen.

Der zweite Transportabschnitt 3.2 ist zum Transport eines gegenüber dem ersten Transportab schnitt 3.1 verbreiterten, insbesondere mehrreihigen Behälterstroms S2 ausgebildet, so dass dort einzelne behandelte Behälter 2.3 beim Aus- und/oder Einschleusen mit reduzierter Geschwindig keit und/oder reduziertem oder ohne Staudruck transportiert werden. Die Robotereinheit 6 umfasst einen Roboterarm 6.1 mit dem Greifer 6.2, um einen der einzelnen behandelten Behälter 2.3 aus dem verbreiterten Behälterstrom S2 auszuschleusen und der ersten Inspektionsvorrichtung 7.1 zuzuführen oder um sie nach der Inspektion durch die erste Inspektionsvorrichtung 7.1 oder die zweite Inspektionsvorrichtung 7.2 wieder in den verbreiterten Behälterstrom S2 einzuschleusen.

Um die einzelnen behandelten Behälter 2.3 jeweils den Behandlungsorganen 4.1 , 5.1 der beiden Behandlungsaggregate 4, 5 zuzuordnen, ist zudem an der Transporteinrichtung 3 die Kamera 8 angeordnet. Diese erfasst die Behälter 2.2, 2.3 im Bereich des zweiten Transportabschnitts als Kamerabilder die anschließend mit einer hier nicht dargestellten Bildverarbeitungseinrichtung aus gewertet werden, um die Transportwege der einzelnen behandelten Behälter 2.3 bis zum Aus schleusen mit der Robotereinheit 6 zu verfolgen. Dementsprechend kann dann ein Inspektionser gebnis einem der Behandlungsorgane 4.1 , 5.1 zugeordnet werden.

Ein Teil der einzelnen behandelten Behälter 2.3 wird zur zweiten Inspektionsvorrichtung 7.2 nicht mit der Robotereinheit 6 ausgeschleust, sondern über die Weiche 3.4 und einen als Bypass aus gebildeten, dritten Transportabschnitt 3.3. Dabei ist die Weiche 3.4 am ersten Transportabschnitt

3.1 angeordnet, um den Teil der einzelnen behandelten Behälter 2.3 stichprobenartig zur zweiten Inspektionsvorrichtung hin auszuschleusen. Die davon inspizierten Behälter 2.3 werden mittels der Robotereinheit 6 in den verbreiterten Behälterstrom S2 am zweiten Transportabschnitt 3.2 eingeschleust.

Anders ausgedrückt, ist die Robotereinheit 6 derart zwischen dem zweiten Transportabschnitt 3.1 und der ersten Inspektionsvorrichtung 7.1 angeordnet, dass damit die einzelnen behandelten Be hälter 2.3 vom zweiten Transportabschnitt 3.2 zur wenigstens einen Inspektionsvorrichtung 7.1 ,

7.2 hin ausschleusbar und/oder von der ersten und der zweiten Inspektionsvorrichtung 7.1 , 7.2 zum zweiten Transportabschnitt (3.2) hin einschleusbar sind.

Denkbar ist jedoch auch, dass nur eine der beiden Inspektionsvorrichtung 7.1 , 7.2 vorhanden ist oder, dass der dritte Transportabschnitt 3.3 wegfällt und die einzelnen behandelten Behälter 2.3 mit der Robotereinheit 6 vom zweiten Transportabschnitt 3.2 zu beiden Inspektionsvorrichtungen

7.1 . 7.2 hin ausgeschleust werden.

Die Behälterbehandlungsanlage 1 in der Figur 1 wird wie folgt eingesetzt: Die Behälter 2.1 - 2.3 werden mit der Transporteinrichtung 3 transportiert, wobei die Behälter 2.1 - 2.3 von den Behand lungsaggregaten 4, 5 oder auch nur einem Behandlungsaggregat an dem ersten Transportab schnitt 3.1 der Transporteinrichtung 3 behandelt werden, wobei die Robotereinheit 6 danach ein zelne behandelte Behälter 2.3 an dem zweiten Transportabschnitt 3.2 der Transporteinrichtung 3 aus- und/oder einschleust, und wobei die einzelnen behandelten Behälter 2.3 mit den Inspekti onsvorrichtungen 7.1 , 7.2 oder auch nur einer Inspektionsvorrichtung inspiziert werden.

Die behandelten Behälter 2.2 werden am zweiten Transportabschnitt 3.2 als gegenüber dem ers ten Transportabschnitt 3.1 verbreiterter Behälterstrom S2 transportiert, so dass dort die einzelnen behandelten Behälter 2.3 beim Aus- und/oder Einschleusen mit reduzierter Geschwindigkeit und/oder reduziertem Staudruck transportiert werden.

Dadurch, dass der zweite Transportabschnitt 3.2 zum Transport eines gegenüber dem ersten Transportabschnitt 3.1 verbreiterten Behälterstroms S2 ausgebildet ist, können die behandelten Behälter 2.2 bei gleichem Durchsatz im verbreiterten Behälterstrom S2 mit geringerer Geschwin digkeit transportiert werden als im ersten Transportabschnitt 3.1. Der verbreiterte Behälterstro mermöglicht es, selbst bei der verringerten Geschwindigkeit den gleichen maximalen Durchsatz über den zweiten Transportabschnitt 3.2 wie über den ersten Transportabschnitt 3.1 zu transpor tieren. Die behandelten Behälter 2.2 können im zweiten Transportabschnitt 3.2 seitlich etwas aus einander gezogen transportiert werden, um den Staudruck zu reduzieren oder zu vermeiden. Folg lich kann die Robotereinheit 6 die einzelnen behandelten Behälter 2.3 bei geringerer Transport geschwindigkeit und/oder mit reduziertem Staudruck aus- bzw. einschleusen, ohne dass andere behandelte Behälter 2.2 des zweiten Transportabschnitts 3.2 davon berührt würden. Darüber hin aus kann die maximale Bewegungsgeschwindigkeit der Robotereinheit 6 durch die geringere Transportgeschwindigkeit reduziert werden. Folglich ist es mit der erfindungsgemäßen Behälter behandlungsanlage 1 selbst bei hoher Leistung möglich, eine an sich flexibel steuerbare Robote reinheit 6 mit einem geringen Platzbedarf zum Ein- und Ausschleusen einzusetzen. Zudem ist die Robotereinheit 6 mit einem geringeren Aufwand verbunden als beispielsweise ein Bypass.

Das Aus- und Einschleusen der einzelnen behandelten Behälter 2.3 wird nachfolgend anhand der Figuren 2A - 2C genauer erläutert:

In der Figur 2A ist eine Detaildarstellung der Behälterbehandlungsanlage 1 aus der Figur 1 beim Ausschleusen von einzelnen behandelten Behältern 2.3 zur ersten Inspektionsvorrichtung 7.1 mit der Robotereinheit 6 dargestellt. Zu sehen ist, dass die behandelten Behälter 2.2 im ersten Trans portabschnitt 3.1 einreihig, also sequenzielle hintereinander transportiert werden und dann an den zweiten Transportabschnitt 3.2 übergeben werden. Der zweite Transportabschnitt 3.2 ist hier brei ter als der erste Transportabschnitt 3.1 ausgebildet, beispielsweise mit einem verbreiterten För derband, auf dem die behandelten Behälter 2.1 stehend als verbreiterter Behälterstrom S2 trans portiert werden. Nur beispielhaft wird der verbreiterte Behälterstrom S2 dann stromabwärts in ein zelne Gassen aufgeteilt, um ihn einer nachfolgenden Verpackungsmaschine geordnet zuzufüh ren.

Zu sehen ist auch, dass sich die behandelten Behälter 2.2 aufgrund einer reduzierten Geschwin digkeit des zweiten Transportabschnitts 3.2 gegenüber dem ersten Transportabschnitt 3.1 ausei nander drängeln und so den verbreiterten Behälterstrom S2 bilden. Dadurch lastet auf den Behäl tern ebenfalls ein zumindest reduzierter oder auch kein Staudruck.

Ferner ist zu sehen, dass der zweite Transportabschnitt 3.2 quer zu seiner Transportrichtung T breiter als der verbreiterte Behälterstrom S2 ausgebildet ist. Dadurch entsteht der Freiraum F neben dem verbreiterten Behälterstrom S2, in dem die einzelnen behandelten Behälter 2.3 mit der Robotereinheit 6 aus- und eingeschleust werden.

Dies erfolgt, wie in der Figur 2A zu sehen ist, in dem ein einzelner behandelter Behälter 2.3 mit dem Greifer 6.2 des Roboterarms 6.1 aufgegriffen und zunächst über die Position P1 neben den anderen Behältern 2.2 quer zur Transportrichtung T zur Position P2 in den Freiraum F bewegt wird. Dabei ist denkbar, dass der einzelne Behälter 2.3 nach wie vor durch das Förderband des T ransportabschnitts 3.2 gestützt wird und mittels der Robotereinheit 6 lediglich darauf verschoben wird. Anschließend wird der einzelne behandelte Behälter 2.3 mit der Robotereinheit 6 angehoben und der ersten Inspektionsvorrichtung 7.1 an der Position P3 zugeführt. Dadurch, dass der Behäl ter 2.3 im Bereich des Freiraums F (Position P2) nicht von anderen behandelten Behälter 2.2 des verbreiterten Behälterstroms S2 berührt wird, kann er dort sicher seitlich entnommen werden. Es ist aber grundsätzlich auch möglich, einen Behälter 2.3 an jeder anderen Position zu entnehmen und dabei während dem Transport zunächst vertikal aus dem Behälterstrom S2 heraus zu bewe gen. Der Behälterstrom S2 kann dabei auch gassengeführt sein, die Behälter also in mehreren durch Führungselemente getrennte Gassen parallel transportiert werden.

Anschließend wird der an der Position P3 dargestellte Behälter 2.3 mit der Inspektionsvorrichtung 7.1 inspiziert, beispielsweise auf einen korrekten C02-Gehalt hin.

Darüber hinaus wird der Transportweg des einzelnen behandelten Behälters 2.3 noch vor dem Ausschleusen mit der Kamera 8 verfolgt und einem der Behandlungsorgane 4.1 , 5.1 der Behand lungsaggregate 4, 5 zugeordnet. Denkbar ist, dass die Zuordnung nur zu den Behandlungsorga nen 4.1 (beispielsweise einem Füllventil) eines der Behandlungsaggregate 4, 5 (hier dem Füller) erfolgt. Es ist jedoch auch möglich, einen Behälter 2.3 den Behandlungsorganen 4.1 , 5.1 der bei den Behandlungsaggregate 4, 5 zuzuordnen. Dadurch kann beispielsweise bestimmt werden, welches Füllventil und/oder welcher Verschließkopf schadhaft ist.

In der Figur 2B ist eine Detaildarstellung der Behälterbehandlungsanlage 1 aus der Figur 1 beim Einschleusen der einzelnen behandelten Behälter 2.3 von der ersten Inspektionsvorrichtung 7.1 her mit der Robotereinheit 6 zu sehen. Zu sehen ist, dass der einzelne behandelte Behälter 2.3 nach erfolgter Inspektion bei der ersten Inspektionsvorrichtung 7.1 mit dem Greifer 6.2 des Robo terarm 6.1 wieder aufgenommen und im Freiraum F des zweiten Transportabschnitts 3.2 an der Position P4 quer zum verbreiterten Behälterstrom S2 abgestellt wird. Dadurch, dass dort andere bereits behandelte Behälter 2.2 nicht den zurückgestellten Behälter 2.3 berühren, kann er dort sicher wieder eingeschleust werden.

Anschließend wird der inspizierte Behälter 2.3 wieder mit dem verbreiterten Behälterstrom S2 zusammengeführt, beispielsweise über hier nicht dargestellte Leitelemente.

In der Figur 2C ist eine Detaildarstellung der Behälterbehandlungsanlage 1 aus der Figur 1 beim Ausschleusen eines Teils von einzelnen behandelten Behältern 2.3 mit einer Weiche 3.4 und ei nem dritten Transportabschnitt 3.3 (Bypass) zu einer zweiten Inspektionsvorrichtung 7.2 und beim Einschleusen der inspizierten Behälter 2.3 mit der Robotereinheit 6 dargestellt.

Zu sehen ist, dass einzelne behandelte Behälter 2.2 vom ersten Transportabschnitt 3.1 mittels der Weiche 3.4 ausgeschleust und mit dem dritten Transportabschnitt 3.3, also dem Bypass, direkt der zweiten Inspektionsvorrichtung 7.1 zugeführt werden. Nach der Inspektion werden die Behäl ter 2.3 mit dem Greifer 6.2 des Roboterarms 6.1 aufgenommen und im Freiraum F des zweiten Transportabschnitts 3.2 an der Position P5 quer zum verbreiterten Behälterstrom S2 einge schleust, also ähnlich wie bei der Figur 2B.

Folglich kann das Ausschleusen durch einen Bypass 3.3 auch mit dem Einschleusen mit Hilfe der Robotereinheit 6 kombiniert werden. Dadurch kann die Behälterbehandlungsanlage 1 bzw. das Behälterbehandlungsverfahren noch flexibler eingesetzt werden.

Es versteht sich, dass in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen genannte Merkmale nicht auf diese Merkmalskombination beschränkt sind, sondern auch einzelnen oder in beliebigen anderen Kombinationen möglich sind.