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1. WO2020126137 - VERFAHREN ZUM FÄRBEN VON KERATINISCHEM MATERIAL MIT FÄRBEMITTEL UND SAUREM NACHBEHANDLUNGSMITTEL

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Verfahren zum Färben von keratinischem Material, insbesondere menschlichen Haaren, umfassend die folgenden Schritte:

Anwendung eines Färbemittels (a) auf dem keratinischem Material, wobei das Mittel (a) enthält:

(a1 ) mindestens ein aminofunktionalisiertes Silikonpolymer, und

(a2) mindestens eine farbgebende Verbindung, und

(a3) mindestens ein nichtionisches Tensid

Anwendung eines Nachbehandlungsmittels (b) auf dem keratinischen Material, wobei das Mittel (b) enthält:

(b1 ) mindestens eine Säure.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens ein aminofunktionalisiertes Silikonpolymer (a1 ) mit mindestens einer sekundären Aminogruppe enthält.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens ein aminofunktionalisiertes Silikonpolymer (a1 ) enthält, das mindestens eine Struktureinheit der Formel (Si-Amino) umfasst,


-Amino)

wobei

ALK1 und ALK2 unabhängig voneinander für eine lineare oder verzweigte, zweiwertige Ci- C2o-Alkylengruppe stehen.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens ein aminofunktionalisiertes Silikonpolymer (a1 ) enthält, das Struktureinheiten der Formel (Si-I) und der Formel (Si-Il) umfasst


5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (a) - ein oder mehrere aminofunktionalisierte Silikonpolymere (a1 ) in einer Gesamtmenge von 0,1 bis 8,0 Gew.-%, bevorzugt 0,2 bis 6,0 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,5 bis 5,0 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 1 ,0 bis 3,5 Gew.-% enthält.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel

(a) mindestens eine farbgebende Verbindung (a2) aus der Gruppe der Pigmente, der direktziehenden Farbstoffe, der photochromen Farbstoffe und der thermochromen Farbstoffe enthält.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine farbgebende Verbindung (a2) aus der Gruppe der anorganischen Pigmente enthält, das bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe der farbigen Metalloxide, Metallhydroxide, Metalloxidhydrate, Silicate, Metallsulfide, komplexen Metallcyanide, Metallsulfate, Bronzepigmente und/oder aus farbigen Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit mindestens einem Metalloxid und/oder einem Metalloxychlorid beschichtet sind.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens eine farbgebende Verbindung (a2) aus der Gruppe der Pigmente enthält, die ausgewählt ist aus Pigmenten auf Mica- oder Glimmerbasis, die mit einem oder mehreren Metalloxiden aus der Gruppe aus Titandioxid (CI 77891 ), schwarzem Eisenoxid (CI 77499), gelbem Eisenoxid (CI 77492), rotem und/oder braunem Eisenoxid (CI 77491 , CI 77499), Manganviolett (CI 77742), Ultramarine (Natrium-Aluminiumsulfosilikate, CI 77007, Pigment Blue 29), Chromoxidhydrat (CI 77289), Chromoxid (CI 77288) und/oder Eisenblau (Ferric Ferrocyanide, CI 77510) beschichtet sind.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) - bezogen auf das Gesamtgewicht des Mittels (a) - ein oder mehrere anorganische Pigmente in einer Gesamtmenge von 0,001 bis 20 Gew.-%, weiter bevorzugt von 0,1 bis 8 Gew.-%, noch weiter bevorzugt von 0,3 bis 6 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von 0,5 bis 4,5 Gew.-% enthält.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens einen ethoxylierten C8-C24-Fettalkohol (a3) mit einem Ethoxylierungsgrad von 80 bis 120 enthält.

1 1. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens einen ethoxylierten Fettalkohol (a3) der Formel (T-l) enthält,


(T-l)

worin R1 für eine gesättigte oder ungesättigte, unverzweigte oder verzweigte C8-C24- Alkylgruppe, bevorzugt für eine gesättigte, unverzweigte C16- oder C18- Alkylgruppe, steht und n für eine ganze Zahl von 80 bis 120, bevorzugt für eine ganze Zahl von 90 bis 1 10, weiter bevorzugt für eine ganze Zahl von 95 bis 105 und besonders bevorzugt für die Zahl 100, steht.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens einen ethoxylierten Fettalkohol (a3) mit einem Ethoxylierungsgrad von 10 bis 40 enthält.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) mindestens einen ethoxylierten Fettalkohol (a3) der Formel (T-Il) enthält,


worin R2 für eine gesättigte oder ungesättigte, unverzweigte oder verzweigte C8-C24- Alkylgruppe, bevorzugt für eine gesättigte, unverzweigte C16- oder C18- Alkylgruppe, steht und m für eine ganze Zahl von 10 bis 40, bevorzugt für eine ganze Zahl von 12 bis 30, steht.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil aller nichtionischen Bestandteile im Mittel (a) - bezogen auf das Gesamtgewichts des Mittels (a) - bei mindestens 80 Gew.-%, bevorzugt bei mindestens 85 Gew.-%, weiter bevorzugt bei mindestens 90 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt bei mindestens 98 Gew.-% liegt.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (a) Wasser enthält und einen pH-Wert von 7,0 bis 1 1 ,5 bevorzugt von 8,0 bis 1 1 ,0, und besonders bevorzugt von 8,5 bis 10,5 besitzt.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (b) mindestens eine Säure (b1 ) enthält, die ausgewählt ist aus der Gruppe aus Zitronensäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Milchsäure, Essigsäure, Methansulfonsäure, Benzoesäure, Malonsäure, Oxalsäure, 1-Hydroxyethan-1 , 1-diphosphonsäure, Schwefelsäure, Salzsäure und Phosphorsäure.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (b) Wasser enthält und einen pH-Wert von 1 ,5 bis 5,5 bevorzugt von 2,0 bis 4,8, und besonders bevorzugt von 2,5 bis 4,5 besitzt.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, das zunächst das Mittel (a) angewendet wird, danach das Mittel (b) angewendet wird, wobei der Zeitraum zwischen der Anwendung der Mittel (a) und (b) bei maximal 24 Stunden, bevorzugt bei maximal 12 Stunden und besonders bevorzugt bei maximal 6 Stunden liegt.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, umfassend die folgenden Schritte in der angegebenen Reihenfolge

(1 ) Anwendung des Färbemittels (a) auf dem keratinischen Material,

(2) Einwirken lassen des Mittels (a) für einen Zeitraum von 10 Sekunden bis 10 Minuten, bevorzugt von 10 Sekunden bis 5 Minuten,

(3) gegebenenfalls Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser,

(4) Anwendung des Nachbehandlungsmittels (b) auf dem keratinischen Material,

(5) Einwirken lassen des Mittels (b) für einen Zeitraum von 30 Sekunden bis 30 Minuten, bevorzugt von 30 Sekunden bis 10 Minuten, und

(6) Ausspülen des keratinischen Materials mit Wasser.

20. Mehrkomponenten-Verpackungseinheit (Kit-of-parts) zum Färben von keratinischem Material, umfassend getrennt voneinander konfektioniert

- einen ersten Container mit einem Färbemittel (a), wobei das Mittel (a) enthält:

(a1 ) mindestens ein aminofunktionalisiertes Silikonpolymer, und

(a2) mindestens eine farbgebende Verbindung, und

(a3) mindestens ein nichtionisches Tensid

- einen zweiten Container mit einem Mittel (b), wobei das Mittel (b) enthält:

(b1 ) mindestens eine Säure,

wobei

- die Inhaltsstoffe (a1 ), (a2), (a3) und (b1 ) in einem der Ansprüche 1 bis 17 definiert wurden.