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1. WO2020125844 - VERFAHREN ZUM FERNGESTEUERTEN HANDHABEN EINES FEHLERBEFUNDES EINES FORTBEWEGUNGSMITTELS, FORTBEWEGUNGSMITTEL, BACKEND-SERVER UND SYSTEM

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Verfahren zum ferngesteuerten Handhaben eines Fehlerbefundes eines Fortbewegungsmittels, Fortbewegungsmittel, Backend-Server und System

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum ferngesteuerten Handhaben eines Fehlerbefundes eines Fortbewegungsmittels, ein Fortbewegungsmittel, einen Backend-Server und ein System.

Bereits heutzutage können Fahrzeug-Servicedaten von Kunden bzw.

Anwenderfahrzeugen (zum Beispiel betreffend Reparaturen und/oder

Pannenfälle) sowie Diagnosedaten (Fahrzeugbetrieb- und Servicedaten-Transfer und -Analyse und Teleservicereport-Auslesevorgänge) in einer performanten Datenbankanalyse ausgewertet werden. Bekannte Kundenprobleme können ebenfalls in einer derartigen Datenbank durch Fehlerbilder beschrieben werden. Diese Fehlerbilder können aus logischen Kombinationen verschiedener

Parameter, wie zum Beispiel Fahrzeugtyp, Produktionszeitraum,

Softwareversion, Fehlerspeichereintrag, Umweltbedingungen, Messwerte und Gewährleistungsbefunde sowie Kundenkommentaren zusammengesetzt sein. Derartige Fehlerbilder werden in der Datenbank durch Daten repräsentiert. Die Kenntnis von Kundenproblemen wird permanent durch verschiedene Methoden erweitert. Beispielsweise ist eine Verifikation von Einzelfällen bis hin zur

Anwendung automatisierter Data-Mining-Prozesse denkbar. Dadurch können Fehler betroffener Kundenfahrzeuge automatisch mit einer Wissensdatenbank verlinkt werden. Durch diese Fehlerbildererkennung kann es ermöglicht werden, Qualitätsmaßnahmen abzuleiten, die beispielsweise eine Verbesserung von Servicemaßnahmen bis hin zu einer Weiterentwicklung von Soft- und Hardware im Fahrzeug zum Gegenstand haben können. Das vorstehend beschriebene Datenbankkonzept weist allerdings den Nachteil auf, dass eine automatische Verlinkung bekannter Probleme von Kundenfahrzeugen einer

Dienstleistungsinstitution, zum Beispiel einem Händler und/oder einer Werkstatt, nicht zur Verfügung steht. Dies hat zur Folge, dass eine aufwendige manuelle Analyse bereits bekannter Probleme durch Qualitätsexperten vorgenommen werden muss. Hierbei fehlt weiterhin der Fokus auf neue aufkommende

Kundenprobleme.

DE 10 2008 022 771 A1 offenbart ein Verfahren sowie ein System zur

Übertragung von Fahrzeugdiagnosedaten zu einem Fahrzeug-Dienstleister. Dies kann beispielsweise über ein Smartphone eines Anwenders erfolgen. Die gesendeten Diagnosedaten können beispielsweise auf einem Internetserver gespeichert werden, über welchen der Dienstleister Zugriff auf die

Diagnosedaten hat. Hierbei stellt sich allerdings das vorstehend diskutierte Problem erneut, dass lediglich individuelle Fahrzeugdiagnosedaten durch den Dienstleister abgearbeitet werden können. Auf diese Weise kann es zu einer mehrmaligen Abarbeitung desselben Fehlers von unabhängigen Dienstleistern kommen.

US 8 676 432 B2 offenbart einen Algorithmus, welcher auf Basis gesammelter Fahrzeugfehlerinformationen eine Prognose eines möglicherweise auftretenden Fehlers durchführen kann. Im Ansprechen auf den ermittelten Fehler kann ein Alarm ausgegeben werden. Allerdings stellt sich hier das Problem, dass ein derartiger Alarm keine konkrete Information zu einer direkten Problembehebung bietet. Ferner ist der Alarm einseitiger Natur, sodass es für einen Werkstatt-und/oder anderen Dienstleister nicht möglich ist, mit einer Datenbank, welche den Algorithmus erstellt und Fahrzeugfehlerdaten sammelt, direkt zu

kommunizieren.

Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorstehend diskutierten Nachteile des Standes der Technik zu lindern und eine Handhabung eines fahrzeugseitig auftretenden Fehlers effizienter zu gestalten.

Die erfindungsgemäße Lösung erfolgt durch die technischen Merkmale der unabhängigen Ansprüche.

Gemäß einem ersten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum ferngesteuerten Handhaben eines Fehlerbefundes eines Fortbewegungsmittels.

Als„Fortbewegungsmittel“ im Sinne der Erfindung kommen z. B. Automobile, insbesondere Pkw und/oder Lkw, und/oder Motorräder und/oder Flugzeuge und/oder Schiffe infrage.

Der Begriff„ferngesteuertes Handhaben“ bedeutet vorliegend insbesondere, dass die konkrete Behebung eines Funktionsfehlers des Fortbewegungsmittels nicht ausschließlich vor Ort, z. B. in einer Werkstatt, stattfindet, sondern mithilfe eines entfernten Backend-Servers. Zusätzlich oder alternativ kann die Behebung des Funktionsfehlers während einer Fahrt mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens durchgeführt werden, was in der Folge genauer erläutert wird.

Als„Fehlerbefund“ kann insbesondere eine Feststellung über einen

Funktionsfehler, z. B. ein unvollständiges Laden einer Batterie und/oder ein Softwarefehler und/oder eine Fehlfunktion einer Komponente des

Fortbewegungsmittels, in Frage kommen. Ein Fehlerbefund kann also eine Fahrzeugdiagnose eines Fehlers und/oder einen extern festgestellten Fehler umfassen. Der Fehlerbefund kann nach externer Feststellung z.B. über ein Auswahlmenü und/oder ein Drop Down-Menü über eine Eingabeeinrichtung des Fortbewegungsmittels eingegeben werden. Der Fehlerbefund kann auch sensorisch Festgestellt werden. Beispielsweise kann ein Fehlerbefund einen beschädigten Reifen, eine funktionsunfähige Komponente des

Fortbewegungsmittels und/oder ein auffälliges Geräusch des

Fortbewegungsmittels und/oder einen auffälligen Geruch des

Fortbewegungsmittels betreffen. Im Falle eines auffälligen Geruchs kann beispielsweise zudem durch eine fortbewegungsmittelseitige Anordnung eines Gasdetektors festgestellt werden, dass Kraftstoffdämpfe an einer Stelle des Fortbewegungsmittels austreten. Ein Fehlerbefund kann insbesondere elektrisch und/oder optisch, z.B. mittels einer Sensorik des Fortbewegungsmittels, ermittelt werden. Beispielsweise kann eine anomale Färbung und/oder Trübung des Motoröls (als Fehlerbefund) optisch, z.B. durch eine Anordnung von optischen Sensoren in der Ölwanne des Fortbewegungsmittels, festgestellt werden.

In einem ersten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt ein

Empfangen des Fehlerbefundes von dem Fortbewegungsmittel auf dem

Backend-Server. Beispielsweise kann der Fehlerbefund in Form von Daten von dem Fortbewegungsmittel auf den Backend-Server gesendet werden. Derartige Daten können beispielsweise drahtlos, z. B. über ein Mobilfunknetz, von dem Fortbewegungsmittel an den Backend-Server gesendet werden.

In einem zweiten Schritt erfolgt ein automatisches Ermitteln eines auf dem Backend-Server hinterlegten Fehlerbildes in Abhängigkeit des Fehlerbefundes. Beispielsweise können Daten repräsentierend den Fehlerbefund mit Daten repräsentierend Fehlerbilder verglichen werden. Fehlerbilder können

beispielsweise auf einer Datenbank des Backend-Servers hinterlegt sein.

Fehlerbilder können einen einzelnen Funktionsfehler des Fortbewegungsmittels, wie z.B. einen Ölverlust an der Achsmanschette repräsentieren. Weiterhin können Fehlerbilder eine Kette von Funktionsfehlern wie z.B. einen gerissenen Zahnriemen und eine beschädigte Zylinderkopfdichtung repräsentieren. Mit anderen Worten definieren Fehlerbilder Problemursachen und Problemfolgen, welche mit Teilen des Fortbewegungsmittels korrelieren. Fehlerbilder können elektronische und mechanische Komponenten des Fortbewegungsmittels betreffen. Beispielsweise können die Daten aufgrund ihrer Inhalte, z. B. aufgrund von Zeichenketten, miteinander verglichen werden. Wenn eine hinreichend große prozentuale Übereinstimmung zwischen den Inhalten der Daten der Fehlerbilder und des Fehlerbefundes vorhanden ist, z. B. 80%, können zunächst die relevanten Fehlerbilder durch deren Vergleich mit dem Fehlerbefund ermittelt werden. Ein Fehlerbild kann außerdem Merkmale eines elektrischen Fehlers, z.B. eines Vorliegens eines Kurzschlusses, und/oder eines mechanischen Fehlers, z.B. eines Vorliegens einer Deformation eines Fortbewegungsmittelteils, und/oder eines Vorliegens einer optischen Auffälligkeit, z.B. einer anomalen Farbe des Motoröls und/oder eines Vorliegens einer akustischen Auffälligkeit, z.B. eines anomalen Aufheulens eines Motors, und/oder eines Vorliegens einer zeitlichen Auffälligkeit, z.B. ein Alter einer Softwarekomponente (z.B. mehr als 60 Tage ohne Update), betreffen.

Hinterlegten Fehlerbildern können mehrere Konfigurations-Bedarfe zugewiesen sein. Um das Fehlerbild und letzten Endes die Fehlerbehebungsmaßnahme genauer definieren und identifizieren zu können, kann es u. U. notwendig sein, dass Konfigurationen des Fortbewegungsmittels als Konfigurations-Bedarf durch den Backend-Server von dem Fortbewegungsmittel abgefragt werden müssen. Konfigurations-Bedarfe sind Informationsanfragen hinsichtlich technischer Komponenten des Fortbewegungsmittels, welche benötigt werden, um ein Fehlerbild identifizieren oder ausschließen zu können. Beispielsweise können Konfigurations-Bedarfe, welche mit einem Fehlerbild assoziiert sind,

Konfigurations-Bedarfe bezüglich einer Position der

Fortbewegungsmittelkomponente und/oder einer Seriennummer einer

Fortbewegungsmittelkomponente betreffen. Weiterhin können auch mehrere Fehlerbilder automatisch ermittelt werden. Konfigurations-Bedarfe können zum Beispiel eine Getriebeart, d.h. manuell oder automatisch, und/oder ein

Karosseriematerial und/oder eine Lacksorte des Fortbewegungsmittels und/oder eine Information darüber, ob das Fortbewegungsmittel ein Linkslenker oder ein Rechtslenker ist, und/oder einen Motortyp und/oder eine Kraftstoffsorte des Fortbewegungsmittels umfassen. Weitere Konfigurations-Bedarfe können z.B. Informationen über ein Produktionsdatum und/oder eine länderspezifische Hardware- und/oder Software-Variante einer Fortbewegungsmittelkomponente und/oder einen Produktionsparameter und/oder einen Fortbewegungsmitteltyp und/oder ein Nutzungsprofil und/oder ein Vorhandensein eines Anhängers und/oder ein Gewicht eines vorhandenen Anhängers betreffen. Das

Nutzungsprofil kann Informationen über die Umgebung, in der das

Fortbewegungsmittel genutzt wurde, aufweisen. Beispiele für diese Informationen sind eine Luftfeuchtigkeit und/oder ein Grad einer Straßenbesalzung und/oder ein Grad einer Luftverschmutzung und/oder ein Streckenprofil (z.B. Steigungen).

In einem dritten Schritt erfolgt daher ein automatisches Ermitteln eines oder mehrerer Konfigurations-Bedarfe in Abhängigkeit des hinterlegten Fehlerbildes.

In einem vierten Schritt erfolgt ein Erstellen und Senden einer Konfigurations-Anfrage repräsentierend eine Vereinigungsmenge der jeweiligen Konfigurations-Bedarfe an das Fortbewegungsmittel. Die Vereinigungsmenge kann als eine

Kombination sämtlicher Konfigurations-Bedarfe angesehen werden, welche durch den Backend-Server benötigt werden. Die Konfigurations-Anfrage ist also als eine Unterstützungsanfrage seitens des Backend-Servers anzusehen, durch welche das Fortbewegungsmittel ersucht wird, konkrete Informationen bezüglich der Komponenten aufzuführen. Wie bereits vorstehend erläutert, kann es dazu kommen, dass mehrere Konfigurations-Bedarfe an das Fortbewegungsmittel gesendet werden müssen, wobei die Konfigurations-Bedarfe jeweils einem möglichen Fehlerbild zugeordnet sind. Durch die Konfigurations-Anfrage wird mit anderen Worten sichergestellt, dass sämtliche Informationen für eine

Fehlerbehebung vorliegen.

In einem nächsten Schritt kann in Abhängigkeit der Konfigurations-Anfrage eine Konfigurations-Spezifikation seitens des Fortbewegungsmittels erstellt werden. Beispielsweise können sämtliche Konfigurationsdaten des Fortbewegungsmittels in einem Speicher des Fortbewegungsmittels hinterlegt sein. In Abhängigkeit der Konfigurations-Anfrage kann ein Filtern dieser Daten bezüglich der

Konfigurations-Bedarfe erfolgen. Ein Filtern kann mittels Datenalgorithmen erfolgen, welche dem Fachmann bekannt sind. Hierbei werden die

Konfigurationsdaten des Fortbewegungsmittels, welche z.B. auf einem

Fortbewegungsmittelspeicher hinterlegt sind, durch den Datenalgorithmus Abhängigkeit der Konfigurations-Anfrage ermittelt. Im Ansprechen auf diese Ermittlung werden Konfigurations-Spezifikationen erstellt. In einem weiteren Schritt erfolgt ein Senden der Konfigurations-Spezifikation durch das

Fortbewegungsmittel als Antwort auf die Konfigurations-Anfrage des Backend-Servers. Die Konfigurations-Spezifikation kann, wie vorstehend bereits diskutiert, eine Seriennummer einer Fortbewegungsmittelkomponente umfassen.

In einem weiteren Schritt erfolgt ein automatisches Ermitteln einer

Fehlerbehebungsmaßnahme anhand der Konfigurations-Spezifikation und des Fehlerbildes durch den Backend-Server. Der Backend-Server mit kann anderen Worten automatisch Maßnahmen vorschlagen, welche notwendig sind, um das jeweilige Fehlerbild, welches einer jeweiligen Konfiguration bzw. einem Fehlerbild zugeordnet ist, zu adressieren. Beispielsweise können auch mehrere

Fehlerbehebungsmaßnahmen zu einem Fehlerbild, nachdem die Konfigurations-

Spezifikation auf dem Backend-Server erhalten wurde, ermittelt werden. Eine Fehlerbehebungsmaßnahme kann entweder selbst den Fehler beheben (z.B. mittels eines Software-Updates) oder Informationen bereitstellen, welche notwendig sind, um den Fehler zu beheben (z.B. das Aufsuchen einer Werkstatt). Eine Fehlerbehebungsmaßnahme kann also als Hilfsmittel oder gar Werkzeug verstanden werden, welches eingerichtet ist, einen Fehler für ein spezifisches Fortbewegungsmittelproblem in Abhängigkeit der Konfiguration des

Fortbewegungsmittels zu beheben. Beispielsweise kommen als

Fehlerbehebungsmaßnahmen Steuergerätetests infrage, welche remote, d.h. über Funk, oder lokal in einer Werkstatt durchgeführt werden können. Zusätzlich oder alternativ kann eine Ermittlung einer Fehlerbehebungsmaßnahme über einen Abgleich möglicher Fehlerbilder anhand der physikalisch verfügbaren Fehlerindikatoren (z.B. elektronische Messdaten und/oder mechanische

Messdaten und/oder Messdaten betreffend eine Gaszusammensetzung und/oder einer Farbe aus Onboard- sowie Offboard-Quellen) erfolgen. Zudem oder alternativ kommt ein Ermitteln der Fehlerbehebungsmaßnahme in Abhängigkeit von Informationen einer Historie infrage, wobei die Historie bekannte

Fehlerbefunde betrifft, welche im Zusammenhang mit der konkreten

Konfigurations-Spezifikation bereits aufgetreten sind. Ferner kann eine Historie für eine relevante Fortbewegungsmittelpopulation definiert werden, wobei die Mitglieder der Fortbewegungsmittelpopulation mindestens ein gemeinsames konfigurationsspezifisches Merkmal aufweisen. Zusätzlich oder alternativ kann eine Fehlerbehebungsmaßnahme in Abhängigkeit einer Rangfolge der

Fehlerbilder in Abhängigkeit eines vordefinierten Übereinstimmungskriteriums ermittelt werden. Beispielsweise kann ein vordefiniertes

Übereinstimmungskriterium einen Übereinstimmungsgrad zwischen Fehlerbild und Fehlerbefund entsprechen. Zusätzlich oder alternativ kann das vordefinierte Übereinstimmungskriterium aufgrund einer vordefinierten Prioritätentabelle definiert sein. Weiterhin oder alternativ kann die Fehlerbehebungsmaßnahme in Abhängigkeit einer kostenoptimierten und/oder zeitoptimierten Reparaturdauer ausgewählt werden. Zusätzlich oder alternativ kann die

Fehlerbehebungsmaßnahme in Abhängigkeit einer

Entdeckungswahrscheinlichkeit des Fehlerbildes ausgewählt werden.

Beispielsweise kann ein präventiver Tausch einer

Fortbewegungsmittelkomponente vorgesehen sein, wenn der mit der

Fortbewegungsmittelkomponente assoziierte Fehlerbefund erst wieder nach einer vordefinierten Zeitdauer (z.B. im nächsten Winter) ermittelt würde.

Innerhalb des erfindungsgemäßen Verfahrens kann also

fortbewegungsmittelseitig ein Fehlerbefund erstellt werden. Backend-Serverseitig können diesem Fehlerbefund Fehlerbilder, welche auf dem Backend-Server hinterlegt sind, zugewiesen werden. Allerdings benötigt der Backend-Server weitere spezielle Informationen von dem Fortbewegungsmittel, um dem

Fehlerbild eine Fehlerbehebungsmaßnahme zuweisen zu können und/oder um Fehlerbilder auszuschließen. Hierfür sind den Fehlerbildern Konfigurations-Bedarfe zugewiesen. Aufgrund dieser Konfigurations-Bedarfe wird eine

Konfigurations-Anfrage erstellt, welche dem Fortbewegungsmittel übermittelt wird. Dieses stellt in Abhängigkeit der Konfigurations-Anfrage eine

Konfigurations-Spezifikation zusammen und sendet diese an den Backend-Server. Der Backend-Server kann nun, aufgrund der Konfigurations-Spezifikation, Fehlerbilder ausschließen und/oder aufgrund identifizierter Fehlerbilder eine oder mehrere Fehlerbehebungsmaßnahmen ableiten.

Aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Kundenzufriedenheit gesteigert werden, da Reparaturkosten und Zeitaufwand für eine Reparatur gesenkt werden können. Hierbei kann mit nur wenigen Kommunikationszyklen festgestellt werden, welche Fehlerbehebungsmaßnahme für einen Fehlerbefund bzw. ein Fehlerbild des Fortbewegungsmittels notwendig ist. Hierbei können weiterhin Reparaturkosten sowie Gewährleistungskosten für den Endkunden vermieden bzw. gespart werden. Außerdem können Reparaturmaßnahmen, welche ansonsten gar nicht notwendig gewesen wären, vermieden werden.

Somit kann erfindungsgemäß ein Verfahren bereitgestellt werden, wodurch Fehlerbefunde des Fahrzeuges effizienter adressiert werden können.

Die Unteransprüche haben vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Inhalt.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst dieses einen Schritt eines Sendens der Fehlerbehebungsmaßnahme an das Fortbewegungsmittel. Dies kann, wie vorstehend bereits beschrieben, über ein Mobilfunknetz erfolgen. Eine Fehlerbehebungsmaßnahme kann zudem die Nachricht beinhalten, dass der Kunde eine Werkstatt aufsuchen soll. Allerdings kann die Fehlerbehebungsmaßnahme selbst, nachdem sie an das

Fortbewegungsmittel gesendet wurde, einen Fehler beheben. Dies kann z. B. durch die Durchführung eines Software- Updates erfolgen. Somit werden dem Nutzer Werkstattaufenthalte erspart.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Fehlerbehebungsmaßnahme ein automatisches Veranlassen eines Software-Updates und/oder ein Feststellen eines Scheinfehlers umfassen. Dies kann beispielsweise hilfreich sein, um zu vermeiden, dass keine Kosten und

Materialressourcen aufgewandt werden, um Fehlern nachzugehen, welche als solche gar nicht existieren.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Fehlerbefund aufgrund von On-Board-Diagnose-Daten und/oder Einträgen eines Fehlerspeichers des Fortbewegungsmittels erstellt. Zusätzlich oder alternativ können Fehlerbefunde aufgrund von Daten einer

Fortbewegungsmittel-Sensorik ermittelt werden. Hierbei kann z.B. seitens der Fortbewegungsmittel-Sensorik ermittelt werden, dass ein Reifen geplatzt ist. Der Fahrer kann schnell und effizient eine Fehlerbehebungsmaßnahme erhalten.

Dies kann z.B. die Aufforderung sein, eine Werkstatt aufzusuchen. Zusätzlich oder alternativ kann die Fehlerbehebungsmaßnahme ein Video und/oder eine Anleitung umfassen. Inhalte dieses Videos und/oder dieser Anleitung können beispielsweise eine Vorgehensweise bezüglich des Fehlerbefundes und/oder eine Anweisung zur Vornahme weiterer Schritte beinhalten. Beispielsweise kann die Fehlerbehebungsmaßnahme auch eine

fortbewegungsmittelmodellspezifische Anweisung enthalten, welche Werkzeuge und/oder Ersatzteile benötigt werden. Mit anderen Worten kann das

Fortbewegungsmittel durch eine eigene Diagnose einen Fehlerbefund erstellen und Daten repräsentierend diesen Fehlerbefund an den Backend-Server senden.

Auf diese Weise kann eine Fehlerbehebungsmaßnahme, welche ansonsten nur in einer Werkstatt möglich wäre, ohne die Notwendigkeit, (zunächst) eine

Werkstatt aufzusuchen, effizient initiiert und kommuniziert werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens betrifft die Konfigurations-Spezifikation, welche das Ermitteln einer

Fehlerbehebungsmaßnahme vereinfacht, eine Art der

Fortbewegungsmittelkomponente, z. B. eine Batterie, und/oder eine Position der Fortbewegungsmittelkomponente, z. B. innerhalb des Motorraums, und/oder einen Betriebszustand der Fortbewegungsmittelkomponente, z. B. aktiviert und/oder nicht aktiviert, und/oder ein Baujahr der

Fortbewegungsmittelkomponente und/oder eine Seriennummer der

Fortbewegungsmittelkomponente. Durch eine derartige Konfigurations-Spezifikation ist vorliegend sichergestellt, dass dem Fehlerbefund ein möglichst geringer Umfang von Fehlerbildern und somit auch eine möglichst eindeutige Fehlerbehebungsmaßnahme zugeordnet werden kann. Somit kann die

Konfigurations-Spezifikation als ein Filter verstanden werden, wodurch letztlich Rechenleistung zur Identifikation einer Fehlerbehebungsmaßnahme eingespart werden kann.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann das Backend-Server-seitige Fehlerbild eine Fehlfunktion eines Teils des Fortbewegungsmittels und/oder eine Nicht-Funktion eines Teils eines Fortbewegungsmittels und/oder eine Temperaturanomalie eines Teils eines Fortbewegungsmittels und/oder einen Softwarefehler eines

Fortbewegungsmittels betreffen. Mit anderen Worten können jegliche

Fehlerbefunde betreffend die On-Board-Diagnose und/oder Einträge des

Fehlerspeichers und/oder Sensoren des Fahrzeuges mit den Fehlerbildern auf dem Backend-Server assoziiert werden. Mit anderen Worten ist also das

Fehlerbild auf einer Datenbank des Backend-Servers spezifiziert. Dem Fehlerbild sind Konfigurations-Bedarfe zugewiesen, welche durch den Backend-Server über eine Konfigurations-Anfrage, die an das Fortbewegungsmittel gesendet wird, erfragen kann. Das Fortbewegungsmittel kann eine Konfigurations-Spezifikation in Abhängigkeit dieser Anfrage erstellen und an den Backend-Server senden.

Somit werden die Konfigurations-Bedarfe beantwortet und das Fehlerbild kann identifiziert werden. Zu dem identifizierten Fehlerbild existieren

Fehlerbehebungsmaßnahmen, welche durch den Backend-Server im Anschluss an das Identifizieren des Fehlerbildes vorschlagen kann.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst dieses die Schritte eines Anzeigens einer Auswahl vordefinierter Fehlerbefunde, z. B.„Batterie lädt nicht vollständig“, auf einer Anzeigeeinheit, z. B. einem Head-Up-Display und/oder einem Kombiinstrument und/oder einem zentralen Informationsdisplay. Hierbei kann ein Anwender, beispielsweise ein Mitarbeiter bei einer Werkstatt und/oder ein Fahrer eines Fahrzeuges eine Auswahl aus vordefinierten Fehlerbefunden treffen. Dies kann in Form einer Anwendereingabe, z.B. haptisch und/oder akustisch und/oder mittels einer Anwendergeste erfolgen. Im Ansprechen darauf erfolgt ein Erstellen eines Fehlerbefundes in Abhängigkeit des vordefinierten Fehlerbefundes, welcher durch den Anwender ausgewählt wurde. Auf diese Art wird dem

Anwender eine intuitive und einfache Möglichkeit bereitgestellt, mit dem

Backend-Server bzw. mit dem Fahrzeug zu interagieren, um einen Fehlerbefund zu versenden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens können mehrere Fehlerbilder jeweilige Fehlerbehebungsmaßnahmen aufweisen. Beispielsweise können ein Software-Update sowie ein Feststellen eines Scheinfehlers in der Fehlerbehebungsmaßnahme bezüglich desselben Fehlerbildes vorgesehen sein, wobei die jeweiligen Konfigurations-Bedarfe eine Anfrage bezüglich einer Seriennummer eines in dem Fahrzeug verwendeten Prozessors und eines in dem Fahrzeug verwendeten Speichers, welcher mit dem Prozessor verbunden ist, betreffen können. Zusätzlich oder alternativ kann ein Scheinfehler aufgrund einer Fehldiagnose auftreten, wobei die Fehldiagnose aufgrund einer installationsbedingten Toleranzlage einer

Fortbewegungsmittelkomponente zustande kommt. Beispielsweise kann ein fehlerhaft montierter Türkontakt eine Meldung des Fortbewegungsmittelsystems verursachen, dass die Türe offen ist, obwohl die Türe in der Realität geschlossen ist. Beispielsweise könnte ein Software-Update diese fehlerhafte Toleranzlage durch eine Rekalibrierung der Türkontaktschwelle ausgleichen, um somit künftig die Häufigkeit von Fehldiagnosen zu minimieren.

Insbesondere werden die Fehlerbehebungsmaßnahmen aus mehreren

Fehlerbehebungsmaßnahmen aufgrund der Konfigurations-Spezifikationen des Fortbewegungsmittels ausgewählt. Somit kann Zeit zur

Fehlerbehebungsmaßnahmenermittlung eingespart werden. Dies hat auch ein Einsparen von Rechenleistung des Backend-Servers zur Folge.

Die folgenden erfindungsgemäßen Aspekte weisen die vorteilhaften

Ausgestaltungen und Weiterbildungen mit den wie vorstehend genannten Merkmalen sowie die generellen Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens und die jeweils damit verbundenen technischen Effekte entsprechend auf. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird deshalb auf eine erneute Aufzählung verzichtet.

Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein

Fortbewegungsmittel, welches eingerichtet ist, einen Fehlerbefund festzustellen. Im Ansprechen darauf kann das Fortbewegungsmittel eine Nachricht betreffend den Fehlerbefund an einen Backend-Server senden. Weiterhin ist das

Fortbewegungsmittel eingerichtet, eine Konfigurations-Anfrage als Antwort auf die Nachricht des Fehlerbefundes zu empfangen. Überdies ist das

Fortbewegungsmittel eingerichtet, eine Konfigurations-Spezifikation in

Abhängigkeit der Konfigurations-Anfrage zu erstellen und als Antwort auf die Konfigurations-Anfrage an den Backend-Server zu senden. Schließlich kann das Fortbewegungsmittel eine Fehlerbehebungsmaßnahme als Antwort auf die Konfigurations-Spezifikation empfangen und durchführen. Dies kann

beispielsweise mithilfe einer Auswerteeinheit, z. B. einer CPU und/oder eines Mikrocontrollers und/oder eines elektronischen Steuergeräts, erfolgen.

Gemäß einem dritten Aspekt betrifft das erfindungsgemäße Verfahren einen Backend-Server. Der Backend-Server kann (automatisch) einen Fehlerbefund von einem Fortbewegungsmittel empfangen. Weiterhin kann der Backend-Server automatisch nach Fehlerbildern, welche zu diesem Fehlerbefund passen, suchen und in Abhängigkeit dessen einen jeweiligen Konfigurations-Bedarf ermitteln.

Eine Konfigurations-Anfrage repräsentierend eine Vereinigungsmenge der jeweiligen Konfigurations-Bedarfe können automatisch ermittelt und an das Fortbewegungsmittel gesendet werden. Weiterhin kann eine Konfigurations-Spezifikation als Antwort auf die Konfigurations-Anfrage auf dem Backend-Server empfangen werden und schließlich eine Fehlerbehebungsmaßnahme anhand der Konfigurations-Spezifikation automatisch ermittelt werden.

Gemäß einem vierten Erfindungsaspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein System umfassend ein Fortbewegungsmittel gemäß dem zweiten

Erfindungsaspekt sowie einen Backend-Server gemäß dem dritten

Erfindungsaspekt. Beispielsweise kann zwischen dem Backend-Server und dem Fortbewegungsmittel eine elektronische Dienstleistungs-Schnittstelle, z. B. ein PC, zwischengeschaltet sein, welche die verfahrensgemäßen Schritte, welche seitens des Fortbewegungsmittels vorzunehmen sind, unterstützt. Beispielsweise kann mittels des PCs bei einer besonders komplizierten Reparatur innerhalb einer Dienstleistungsinstitution ein vordefinierter Fehlerbefund mittels des PC eingegeben werden. Ein derartiger vordefinierter Fehlerbefund kann dann an den Backend-Server gesendet werden. Eine elektronische

Dienstleistungsinstitutionsschnittstelle kann zudem auch eine mobile Einheit darstellen. Somit ist es aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens auch für Dienstleistungsinstitutionen, z. B. Werkstätten, einfach, eine kostengünstige und effiziente Reparaturmaßnahme zu erhalten.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren. Es zeigen:

Figur 1 eine Variante des erfindungsgemäßen Systems;

Figur 2 ein Flussdiagramm gemäß einer Variante des erfindungsgemäßen

Verfahrens; und

Figur 3 eine Illustration einer Interaktion zwischen dem erfindungsgemäßen

Fortbewegungsmittel und dem erfindungsgemäßen Backend-Server.

Figur 1 zeigt eine Variante des erfindungsgemäßen Systems 10 umfassend eine Dienstleistungsinstitution 2, eine Fortbewegungsmittelflotte aufweisend erste bis vierte Fortbewegungsmittel 1a - 1d sowie einen Backend-Server 3. Die

Fortbewegungsmittel 1a - 1d der Fortbewegungsmittelflotte sind eingerichtet, Kundenfahrzeugservicedaten (betreffend Reparaturen und/oder Pannenfälle) und Diagnosedaten an den Backend-Server 3 zu senden, welcher diese Daten einpflegen kann. Insbesondere kann der Backend-Server 3 also Fehlerbilder F1 - F6 von verschiedenen Fortbewegungsmitteln 1a - 1d sammeln. Allerdings können derartige Daten auch seitens einer Forschungs- bzw.

Entwicklungsabteilung auf den Backend-Server 3 übertragen werden. In dem in Figur 1 gezeigten Szenario muss das zweite Fortbewegungsmittel 1 b der Fortbewegungsmittelflotte eine Werkstatt aufsuchen. Seitens der Werkstatt werden über dem Pfeil B Fehlerbefunde FB an den Backend-Server 3 gesendet. Der Backend-Server 3 kann, was später genauer ausgeführt wird, ein Fehlerbild F1 - F6 in Abhängigkeit des Fehlerbefundes FB ermitteln. Weiterhin kann der Backend-Server 3 Daten als Antwort an das Fortbewegungsmittel 1 b senden, was durch den Pfeil 6 illustriert ist.

Figur 2 zeigt ein Flussdiagramm gemäß einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens. In einem ersten Schritt 100 erfolgt ein Empfangen eines

Fehlerbefundes FB von dem Fortbewegungsmittel 1b auf dem Backend-Server 3. Der Fehlerbefund FB betrifft hierbei Einträge des Fehlerspeichers, wobei der Fehlerspeicher aufgezeichnet hat, dass sich eine Anzeigeeinheit des

Fortbewegungsmittels 1b automatisch ausschaltet. In einem zweiten Schritt 200 erfolgt ein automatisches Ermitteln eines auf dem Backend-Server 3 hinterlegten Fehlerbildes F1 - F6 in Abhängigkeit des Fehlerbefundes FB. Beispielsweise ist das Fehlerbild F1 - F6, betreffend die Situation, dass sich die Anzeigeeinheit automatisch ausschaltet, auf dem Backend-Server 3 hinterlegt. Um eine eindeutige Fehlerbehebungsmaßnahme M1 - M6 identifizieren zu können, benötigt der Backend-Server 3 jedoch weitere Konfigurationsdaten des

Fortbewegungsmittels 1b. In einem dritten Schritt 300 erfolgt daher ein automatisches Ermitteln eines Konfigurations-Bedarfs K1-K5 in Abhängigkeit des hinterlegten Fehlerbildes F1 - F6. Beispielsweise können mehrere

Konfigurations-Bedarfe K1-K5 für zwei Fehlerbilder F1 und F2 vorhanden sein. Beispielsweise kann dem Fehlerbild F1 ein Konfigurations-Bedarf K1 zugewiesen sein, wobei eine Seriennummer der Anzeigeeinheit des Fortbewegungsmittels 1b für die weitere Analyse erforderlich ist. Dem zweiten Fehlerbild F2 kann ein Konfigurations-Bedarf K2 zugeordnet sein, welcher besagt, dass eine aktuelle Software-Version, durch welche die Anzeigeeinheit des Fortbewegungsmittels 1 b betrieben wird, abgefragt werden muss. Dementsprechend erfolgt in einem vierten Schritt 400 ein automatisches Erstellen und Senden einer Konfigurations-Anfrage repräsentierend die Vereinigungsmenge der Konfigurations-Bedarfe K1 , K2, welche besagt, dass eine Seriennummer der Anzeigeeinheit benötigt wird sowie dass eine Software-Version der Anzeigeeinheit benötigt wird, an das Fortbewegungsmittel 1b. Das Fortbewegungsmittel 1 b erstellt daraufhin eine Konfigurations-Spezifikation A umfassend eine Seriennummer der Anzeigeeinheit und eine Software-Version der Anzeigeeinheit. Im Ansprechen darauf wird die Konfigurations-Spezifikation A in einem fünften Schritt 500 als Antwort an den Backend-Server 3 gesendet und von diesem empfangen. Auf dem Backend-Server 3 wird in einem sechsten Schritt 600 ein automatisches Ermitteln einer Fehlerbehebungsmaßnahme M1 - M6 anhand der Konfigurations-Spezifikation A durchgeführt. Hierbei wird festgestellt, dass die Seriennummer, welche durch das Fortbewegungsmittel 1b gesendet wurde, nicht der Fehlerbehebungsmaßnahme M1 , welche für das erste Fehlerbild FB1 vorgesehen ist, zugewiesen ist. Somit kann dieses Fehlerbild FB1 ausgeschlossen werden. Allerdings entspricht die Softwareversion in Verbindung mit dem Fehlerbild FB2 einer spezifischen Fehlerbehebungsmaßnahme M2, welche ein Software- Update der Software, welche die Anzeigeeinheit betreibt, vorsieht. Entsprechend wird in einem siebten Schritt 700 erfolgt ein Senden der Fehlerbehebungsmaßnahme M2 an das Fortbewegungsmittel 1b. Hierbei wird ein Software- Update auf dem

Fortbewegungsmittel 1b durchgeführt, womit der Fehler behoben ist.

Figur 3 illustriert die soeben erläuterten Schritte des erfindungsgemäßen

Verfahrens in verallgemeinerter Form. Hierbei zeigt Figur 3 ein

Fortbewegungsmittel 1a sowie einen Backend-Server 3. Der Backend-Server 3 umfasst eine Fehlerbildergruppe Fx, eine Konfigurations-Bedarfsgruppe Kx sowie eine Fehlerbehebungsmaßnahmengruppe Mx. Jede dieser Gruppen umfasst entsprechend Fehlerbilder F1 - F6, Konfigurations-Bedarfe K1 - K5 sowie Fehlerbehandlungsmaßnahmen M1 - M6. Hierbei sendet das

Fortbewegungsmittel 1a zunächst einen Fehlerbefund FB an den Backend-Server 3. Für den Fehlerbefund FB werden drei Fehlerbilder F1 , F2 und F4 ermittelt, welche für den Fehlerbefund FB infrage kommen. Diese Fehlerbilder F1 , F2, F4 sind wiederum jeweils den Konfigurations-Bedarfen K1 , K3, K4 und K5 zugewiesen. Diese Konfigurations-Bedarfe K1 , K3, K4 und K5 werden benötigt, um für die entsprechenden Fehlerbilder F1 , F2 und F4 eine

Fehlerbehebungsmaßnahme M1 - M6 aus der

Fehlerbehebungsmaßnahmengruppe Mx zu finden. Die Konfigurations-Bedarfe K1 , K3, K4 und K5 werden, wie oberhalb des entsprechenden Pfeils illustriert, an das Fortbewegungsmittel gesendet. Das Fortbewegungsmittel ermittelt im Ansprechen darauf die angefragte Konfigurations-Spezifikation A. Im Ansprechen darauf wird durch das Fortbewegungsmittel eine Konfigurations-Spezifikation A an den Backend-Server 3 gesendet. Aufgrund der Konfigurations-Spezifikation können die Fehlerbilder F1 und F2 als Fehlerbilder ausgeschlossen werden. Somit werden für das Fehlerbild F4 bezüglich der Konfigurations-Bedarfe K4 und K5 die Fehlerbehebungsmaßnamen M1 und M2 an das Fortbewegungsmittel 1a gesendet, was durch den Briefumschlag und den damit korrespondierenden, auf das Fortbewegungsmittel 1a deutenden Pfeil illustriert ist.

Bezugszeichenliste:

1a-1d Fortbewegungsmittel

2 Dienstleistungsinstitution

3 Backend-Server

4 Anonymisierung

5 Anfrage

6 Antwort

10 System

100-700 Verfahrensschritte

A Konfigurations-Spezifikation

F1-F6 Fehlerbild

Fx Fehlerbildergruppe

K1-K6 Konfigurations-Bedarf

Kx Konfigurations-Bedarfsgruppe

M1-M6 Fehlerbehebungsmaßnahme

Mx Fehlerbehebungsmaßnahmengruppe