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1. WO2020120395 - BATTERIEGEHÄUSE SOWIE HYBRIDFAHRZEUG MIT EINEM SOLCHEN BATTERIEGEHÄUSE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Batteriegehäuse sowie Hybridfahrzeug

mit einem solchen Batteriegehäuse

Die Erfindung betrifft ein Batteriegehäuse mit einer durch einen Boden und Seitenwände gebildeten Wannenstruktur, wobei in den Boden des Batte-riegehäuses ein Profil integriert ist, welches Profil in einem quer zu seiner Längserstreckung betrachteten Querschnitt zwei Schenkel aufweist, die durch einen parallel zum Boden verlaufenden Steg verbunden sind, wobei die Schenkel und der Steg an der Unterseite des Bodens eine tunnelartige Ausnehmung mit jeweils einer Mündung an gegenüberliegenden seitlichen Abschlüssen für ein Rohr, insbesondere ein Abgasrohr einer Brennkraft maschine bilden. Ferner betrifft die Erfindung ein Hybridfahrzeug mit ei nem solchen Batteriegehäuse.

Hybridfahrzeuge verfügen in aller Regel über eine Brennkraftmaschine im Vorderwagenbereich sowie über eine in Fahrzeuglängsrichtung verlaufen de Abgasanlage zur Ableitung der durch die Brennkraftmaschine produ zierten Abgase vom Vorderwagenbereich zum Fahrzeugheck. Ferner ver fügt ein solches Fahrzeug, integriert in die Bodengruppe oder angeschlos sen an diese über ein oder mehrere Batteriegehäuse zur Aufnahme der für den Elektroantrieb benötigten Batteriemodule. Ein solches Batteriege häuse erstreckt sich in vielen Fällen über die gesamte Breite oder annä hernd die gesamte Breite des Fahrzeuges. Es ist daher erforderlich, den Abgasstrang über das Batteriegehäuse hinweg zu verlegen. Vorzugsweise soll durch diese Maßnahme die Bodenfreiheit des Fahrzeuges möglichst nicht, jedenfalls nicht signifikant verringert werden.

Aus DE 10 2015 208 312 A1 ist ein zweispuriges Fahrzeug mit einem Hybridantrieb bekannt. Das Batteriegehäuse ist bei diesem vorbekannten Fahrzeug Teil der Bodengruppe und verfügt über eine in diesem Doku-ment als Längsgasse angesprochene tunnelartige Ausnehmung, durch die ein Abschnitt des Abgasstranges der im Vorderwagenbereich angeordne ten Brennkraftmaschine geführt ist. Die tunnelartige Ausnehmung stellt damit eine Abgasrohrdurchleitung dar. Diese Ausnehmung ist nach unten hin offen. Zwischen dem Abgasrohr und dem Boden der Ausnehmung des

Batteriegehäuses ist ein Wärmeschutzschild zum Reduzieren eines Wär meeintrages in den Boden des Batteriegehäuses angeordnet.

Aus einem anderen Stand der Technik ist ein Batteriegehäuse, bei dem in den Boden des Batteriegehäuses zur Ausbildung der nach unten offenen Ausnehmung für eine Abgasrohrdurchleitung ein Profil integriert ist. Dieses weist in einem quer zur Längsrichtung betrachteten Querschnitt zwei durch einen parallel zum Boden verlaufenden Steg verbundene, vom Bo den wegweisende Schenkel auf. Die Schenkel und der Steg des Profils fassen die Ausnehmung ein, die sich über die gesamte Länge des Profils und damit des Batteriegehäuses erstreckt. Das in diese Ausnehmung ein greifende Abgasrohr als Teil des Abgasstranges ist mit Abstand zu der Unterseite dieses Profils angeordnet. Zwischen dem Abgasrohr und dem Profil ist wiederum ein Wärmeschutzschild angeordnet. Der Wärme-schutzschild ist der Längserstreckung des Profils folgend an den parallel zum Boden verlaufenden nach unten weisenden Flächen der Schenkel mit diesen durch wenige Verschraubungen, Rastnasen oder Punktschwei ßungen verbunden. Auf Grund der Punktschweißverbindungen ist das Wärmeschutzschild nur in einzelnen Punkten sehr geringflächig stoff-schlüssig mit dem in dem Boden integrierten Profil verbunden. Dadurch ist eine Wärmeübertragung von dem Wärm eschutzsch i Id in das Profil soweit wie möglich reduziert. Dieser Aufbau eines Batteriegehäuses unter Aus bildung einer nach unten offenen Ausnehmung zur Bereitstellung einer Abgasrohrdurchleitung erfordert neben dem beschriebenen Profil ein Wärmeabschutzschild, was sowohl mit einer Gewichts- als auch mit einer Montageaufwand- und Kostenerhöhung einhergeht. Da das Wärme schutzschild sowohl von dem in den Boden des Batteriegehäuses inte grierten Profil als auch von dem Abgasrohr beidseitig beabstandet sein muss, wird zudem die Bodenfreiheit beeinträchtigt bzw. mehr Bauraum benötigt.

Damit bei diesem vorbekannten Batteriegehäuse die darin aufzunehmen den Batteriemodule nicht unmittelbar auf der Innenseite des Bodens auf stehen, sind in diesem mehrere Längsstreben und mehrere Querstreben, jeweils auf der Innenseite des Bodens aufliegend, angeordnet. Durch die se Streben wird ein Gefach ausgebildet, auf dessen Oberseite, typischer- weise unter Zwischenschaltung eines Bodenbleches die Batteriemodule aufstehen. Die Ausbildung des Gefaches ist aufgrund der zahlreichen be reitzustellenden und zu montierenden Strebenstücke aufwändig.

Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik ein Batteriegehäuse vorzuschlagen, welches die angespro chenen Nachteile des Standes der Technik überwindet und sich sowohl durch einen unkomplizierten, aber dennoch mechanisch stabilen Aufbau, als auch durch eine effektive Wärmeabschirmung der darin aufgenomme-nen Batteriemodule vor einem übermäßigen Wärmeeintrag durch ein durch die unterseitig offene Ausnehmung geleitetes Abgasrohr auszeich net.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein eingangs genann-tes, gattungsgemäßes Batteriegehäuse, bei dem das Profil ein einen Obergurt und einen davon beabstandeten, die tunnelförmige Ausnehmung begrenzenden Untergurt aufweisendes Hohlkammerprofil ist.

Bei diesem Batteriegehäuse ist das die tunnelartige Ausnehmung ausbil-dende Profil ein Hohlkammerprofil. Das Hohlkammerprofil umfasst einen Obergurt und einen von diesem beabstandeten Untergurt. Somit erstreckt sich die zumindest eine Hohlkammer in Richtung der Höhe des Batterie gehäuses bzw. seines Bodens. Hierdurch ist nicht nur ein effektiver Wär meschutz für die in dem Batteriegehäuse aufgenommenen Batteriemodule gewährleistet, sondern dieses Konzept der Ausbildung einer tunnelartigen, nach unten offenen Ausnehmung als Abgasrohrdurchleitung stellt mit ei nem einzigen Bauteil den gewünschten Wärmeschutz bereit. Durch Vor sehen eines Hohlkammerprofils mit Obergurt und Untergurt, die über die seitlichen Schenkel miteinander verbunden sind, stellt dieses Hohlkam-merprofil in der Bodenstruktur des Batteriegehäuses ein Versteifungsele ment dar. Das Hohlkammerprofil kann bezüglich seiner Kammerung zur Verbesserung der Crashperformance entsprechend ausgelegt sein, vor allem in Bezug auf eine Crashperformance quer zur Längserstreckung des Hohlkammerprofils. Auf diese Weise kann durch entsprechende Ausle-gung und Wahl des Hohlkammerprofils der Boden des Batteriegehäuses an die gewünschte Crashperformance angepasst werden. Dieses ist mög- lieh durch das für das Hohlkammerprofil verwendete Material, dessen Wandstärke, die Höhe desselben und die Auslegung seiner Kammerung bzw. der beim Vorsehen von mehreren Hohlkammern diese trennenden Stege. Dieses erlaubt eine hohe Designfreiheit bei der Auslegung des Bat-teriegehäuses bzw. seines Bodens. Die Ausbildung eines solchen Hohl kammerprofils erlaubt zudem, dass sich dieses in die Wannenstruktur hin ein erstreckt und dieses Hohlkammerprofil zugleich Teil einer Boden blechunterlage bilden kann. Entsprechend wenige Streben werden zum Aufbau des ein Bodenblech innerhalb des Batteriegehäuses tragenden Gefaches benötigt, wodurch die Montage erheblich vereinfacht ist. Für die Ausführungen eines solchermaßen ausbildeten Bodens des Batteriege häuses werden nur eine deutlich geringere Anzahl an Einzelteile benötigt.

In einer Ausführungsform verfügt das Batteriegehäuse über ein Hohlkam-merprofil, welches mehrere Hohlkammern aufweist, wobei die einzelnen Hohlkammern über sich zwischen dem Ober- und Untergurt erstreckende Stege als Teil des Hohlkammerprofils voneinander getrennt sind. Dies er höht die Steifigkeit und auch die Verwindungssteifigkeit des Profils. Zudem können Aufsetzer bei einer solchen Auslegung des Hohlkammerprofils besser kompensiert werden. Gleiches gilt auch bezüglich der Crashper formance des Batteriegehäuses. Gemäß einer Ausgestaltung erstrecken sich die den Obergurt mit dem Untergurt verbindenden Stege orthogonal zu den beiden Gurten. Durchaus ist auch eine Auslegung des Hohlkam merprofils möglich, bei dem neben diesen Stegen oder auch anstelle die-ser Stege solche verwendet werden, die gegenüber den durch die Stege verbundenden in das Hohlkammerprofilinnere weisenden Flächen des Ober- bzw. Untergurtes geneigt sind.

Zur weiteren Verbesserung der Wärmeisolation der Batteriemodule vor der durch das in der tunnelartigen Ausnehmung befindliche Abgasrohr emit tierten Wärme ist in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen, das Hohl kammerprofil stirnseitig zur kühlenden Durchströmung mittels Luft offen auszugestalten. Bei einer solchen Ausgestaltung erstreckt sich das Hohl kammerprofil in Längserstreckung des Hybridfahrzeuges. Durch diese Maßnahme kann sich innerhalb des Hohlkammerprofils kein Wärmestau ausbilden. Selbst bei stehendem Fahrzeug wird die erwärmte Luft stirnsei- tig aus dem Hohlkammerprofil herausgedrückt. Bei fahrendem Fahrzeug ist das in den Boden des Batteriegehäuses integrierte Hohlkammerprofil von einem Luftstrom durchströmt, wodurch vor allem der zum Abgasrohr weisende Untergurt gekühlt wird und somit auch eine Wärmeübertragung durch Wärmestrahlung an den Obergurt signifikant reduziert ist. Unter stützt werden kann diese Maßnahme durch an den Untergurt angeformte, in das Hohlkammerprofil hineinragende, der Längserstreckung des Hohl kammerprofils folgende Kühlrippen.

Anstelle einer Luftkühlung kann das Innere des Hohlkammerprofils auch wärmedämmend ausgekleidet sein. Als Wärmedämmstoffe eignen sich beispielsweise Schäume oder dergleichen.

Der untere Abschluss des Hohlkammerprofils ist mit den Unterseiten sei-ner Schenkel vorzugsweise bündig zu den benachbarten Unterseiten der benachbarten Bodenabschnitte des Batteriegehäuses. Hierdurch wird die Bodenfreiheit des das Batteriegehäuse als Teil seiner Bodengruppe tra genden Fahrzeuges verbessert, da die oberseitige Begrenzung der tun nelartigen Ausnehmung durch den Untergurt weiter in Richtung zum Inne-ren der Wannenstruktur gerückt ist.

Bei einer mehrkammerigen Ausbildung des Hohlkammerprofils ist das Hohlkammerprofil durch den Obergurt mit dem Untergurt verbindende Stege gekammert. Die Wandstärke dieser Stege kann unterschiedlich sein, wobei bei Vorsehen von mehreren mit Abstand in Quererstreckung des Profils angeordneten Stegen typischerweise die Materialdicke sym metrisch zur vertikalen Mittenebene ausgelegt ist. Auch auf diese Weise kann Einfluss auf die Crashperformance des Batteriegehäuses genommen werden. So ist es beispielsweise möglich, einen solchen Steg in der Mitte der Quererstreckung des Hohlkammerprofils mit einer größeren Material stärke vorzusehen.

In einer alternativen Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Profil ei nen Obergurt sowie mehrere einzelne von dem Obergurt abragende Stege umfasst. Die von dem Obergurt abragenden Stege folgen der Profillän gserstreckung. In dieser Variante ist das erfindungsgemäße Batteriege- häuse besonders gewichtsoptimiert ausgestaltet. Zudem wird durch eine derartige Anordnung von Obergurt und von dem Obergurt abragenden Stegen eine Kühlrippenstruktur gebildet, die zu einer effektiven Kühlung der in dem Batteriegehäuse befindlichen Batteriemodule beiträgt, da die Zwischenräume der durch die Stege gebildeten Kühlrippenstruktur beim Fahren des Fahrzeuges luftdurchströmt sind.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 : eine perspektivische Ansicht des unteren Gehäuseteils eines erfindungsgemäßen Batteriegehäuses,

Fig. 2: das untere Gehäuseteil des Batteriegehäuses der Figur 1 in einer Draufsicht ohne Bodenblech,

Fig. 3: eine Seitenansicht des unteren Gehäuseteils des Batteriege häuses der Figur 1 und

Fig. 4: eine Schnittdarstellung des unteren Gehäuseteils des Batterie gehäuses der Figur 2 entlang der Linie A - B mit Bodenblech.

Ein unteres Gehäuseteil 1 eines erfindungsgemäßen Batteriegehäuses zur Aufnahme von Batteriemodulen eines Fahrzeuges umfasst einen als Auffahrschutz dienenden Boden 2 und Seitenwände 3, 3.1 , 3.2 und 3.3, welche Seitenwände bei diesem Ausführungsbeispiel Teil einer außensei tigen Rahmenstruktur 4 sind. Zum Zwecke der Gewichtsersparnis ist diese Rahmenstruktur 4 aus einzelnen Hohlkammerprofilabschnitten gebildet (siehe Figur 4). Das Gehäuseteil 1 verfügt des Weiteren über ein in dem Boden 2 des Batteriegehäuses 1 integriertes Hohlkammerprofil 5. Das Hohlkammerprofil 5 weist in seinem quer zur Längserstreckung betrachte ten Querschnitt zwei Schenkel 6, 6.1 auf, die durch einen parallel zum Bo den 2 verlaufenden Steg 7 verbunden sind. Das Hohlkammerprofil 5 ver fügt zur Ausbildung des Steges 7 über einen Obergurt 8 und einen Unter-gurt 9. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das gesamte Hohl kammerprofil 5 als solches ausgeführt, so dass sowohl die Schenkel 6, 6.1 als auch der Steg 7 gekammert sind. Bei dem dargestellten Ausführungs beispiel ist das Hohlkammerprofil 5 durch orthogonal zwischen dem Ober gurt 8 und dem Untergurt 9 verlaufende Stege 10 in mehrere einzelne Hohlkammern unterteilt. Das Hohlkammerprofil 5 des dargestellten Aus-führungsbeispiels weist zwei Hohlkammern im Bereich des Steges 7 und jeweils eine Hohlkammer in jedem Schenkel 6, 6.1 auf.

Die Schenkel 6, 6.1 bilden zusammen mit dem Steg 7 eine zur Aufnahme eines Abgasrohres 11 einer Brennkraftmaschine, geeignete tunnelartige Ausnehmung 12. Die tunnelartige Ausnehmung 12 ist somit eingefasst durch die zueinander weisenden Seiten der Schenkel 6, 6.1 und den Un tergurt 9 des Steges. 7. Das Abgasrohr 11 greift in die Ausnehmung 12 ein. Durch den Betrag, mit dem das Abgasrohr 11 in die Ausnehmung 12 eingreift, ist die Bodenfreiheit des Fahrzeuges vergrößert. Durch das Ab gasrohr 11 werden die von der vorderwagenseitig angeordeten Brenn kraftmaschine ausgestoßenen Abgase zum Heck des Fahrzeuges geführt. Das Abgasrohr 11 ist von dem Untergurt 9 des Hohlkammerprofils 5 beab-standet.

Durch das Hohlkammerprofil 5 wird eine effektive Wärmeisolation von in dem unteren Gehäuseteil 1 aufgenommenen Batteriemodulen vor einem Wärmeeintrag durch das durch heiße Abgase erwärmte Abgasrohr 11 ge währleistet. Die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel luftgefüllten Hohlkammern des Hohlkammerprofils 5 bewirken eine wirksame Wärmei-solierung. Die voneinander wegweisenden Seiten der Schenkel 6, 6.1 sind an Bodenplatten 2.1 , 2.2 angeschlossen. Die Bodenplatten 2.1 , 2.2 sind ebenso wie das Hohlkammerprofil 5 Metallteile. Demzufolge wird in den Untergurt 9 eingebrachte Wärme auch über die Außenseiten der Schenkel 6, 6.1 in die als Auffahrschutz dienenden Bodenplatten 2.1 , 2.2 eingeleitet. Aufgrund der geringen Querschnittsfläche des Untergurtes 7 ist die in die Bodenplatten 2.1 , 2.2 durch Wärmeleitung eingebrachte Wärmemenge nur gering. Die eingebrachte Wärme vermag die Bodenplatten 2.1 , 2.2 nicht nennenswert zu erwärmen. Insofern ist bei diesem Gehäuseteil 1 durch das Hohlkammerprofil 5 Sorge dafür getragen, dass der Obergurt 8 nicht, jedenfalls nicht nennenswert auch bei einem heißen Abgasrohr 11 er wärmt wird. In geschickter Weise wird die Wärmeleitfähigkeit des Unter- gurtes 9 des Hohlkammerprofils 5 und die durch die Hohlkammern bewirk te Wärmeisolierung miteinander für die wirksame Wärmeisolierung des Inneren der Wannenstruktur miteinander verknüpft.

Zur Unterstützung der Wärmeabfuhr von dem Untergurt 9 des Hohlkam merprofils 5 bei heißem Abgasrohr 11 ist bei dem dargestellten Ausfüh rungsbeispiel das Hohlkammerprofil, wie aus den Darstellungen der Figu ren 1 und 3 erkennbar, stirnseitig offen. Die so gebildeten Mündungen des Hohlkammerprofils 5 sind in Figur 1 mit den Bezugszeichen 13, 13.1 kenntlich gemacht. Das Hohlkammerprofil 5 verläuft in Fahrzeuglängsrich tung. Daher sind die Hohlkammern des Hohlkammerprofils 5 bei fahren dem Fahrzeug luftdurchströmt. Auf diese Weise wird der Untergurt 9 bei heißem Abgasrohr 11 wirksam gekühlt. Zugleich kann durch das Hohl kammerprofil 5 und seine Luftdurchströmbarkeit auch Wärme aus der Wannenstruktur und somit von dem oder den in der Wannenstruktur des Gehäuseteils 1 aufgenommenen Batteriemodulen abgeführt werden. Die se Wärme wird aus der Wannenstruktur über den Obergurt 8 in das Hohl kammerprofil 5 eingekoppelt. Insofern stellt das Hohlkammerprofil 5 einen zweiseitig wirkenden Wärmetauscher dar, durch den sowohl Wärme von dem Untergurt 9 als auch von dem Obergurt 8 abgeführt werden kann. In einer Weiterbildung ist vorgesehen, die Mündungen des Hohlkammerpro fils 5 endseitig durch ein oder mehrere Schließlamellen verschließen zu können. Die Luftdurchströmbarkeit des Hohlkammerprofils 5 wird man durch Schließen dieser Lamellen unterbinden, wenn durch die Außentem-peratur die Gefahr besteht, dass durch dies das Innere der Wannenstruk tur und damit die darin aufgenommenen Batteriemodule zu stark gekühlt werden würden.

In einer in den Figuren nicht dargestellten Ausgestaltung wird das endsei-tig offene Hohlkammerprofil 5 genutzt, um durch dieses bei besonders niedrigen Temperaturen warmes Abgas zu leiten, um auf diese Weise Wärme in die Wannenstruktur und damit in die darin angeordneten Batte riemodule einzubringen. Bei einer solchen Ausgestaltung verfügt der Ab gasstrang über einen in das Hohlkammerprofil 5 mündenden, durch eine Klappe oder dergleichen öffnenbaren und verschließbaren Abzweig auf der brennkraftmaschinennahen Seite oder über eine entsprechende Zu-

rückführung in Strömungsrichtung des Abgases hinter dem Gehäuseteil 1 in das Abgasrohr 11. Die Mündungen 13, 13.1 können durch verstellbare Lamellen verblendet sein. Durchaus möglich ist auch eine Ausgestaltung, bei der die Luftzufuhr durch verstellbare Ein- und/oder Auslasslamellen eingestellt werden kann.

Figur 2 zeigt das Gehäuseteil 1 in einer Draufsicht bzw. einer Einsicht in seine Wannenstruktur ohne Bodenblech. Erkennbar ist die Oberseite des Hohlkammerprofils 5 sowie des Bodens 2 bzw. seiner Bodenplatten 2.1 , 2.2. Die die Wannenstruktur einfassenden Seitenwände 3, 3.1 , 3.2, 3.3 sind von einzelnen Rahmenteilen 15, 15.1 , 15.2, 15.3, die endseitig auf Gehrung geschnitten sind, miteinander verbunden. Die Rahmenteile 15, 15.1 , 15.2, 15.3 bilden die Rahmenstruktur 4 für das untere Gehäuseteil 1 des Batteriegehäuses. Die Rahmenteile 15, 15.1 , 15.2, 15.3 sind, wie aus der Schnittdarstellung der Figur 4 erkennbar, auf die Oberseite des als Auffahrschutz dienenden Bodens 2 bzw. seiner Bodenplatten 2.1 , 2.2 auf gesetzt und mit diesem gefügt, beispielsweise verschraubt. Eingesetzt in die Wannenstruktur sind zwei Streben 14, 14.1 , die zwischen dem Hohl kammerprofil 5 und der Seitenwand 3 bzw. der Seitenwand 3.2 mit ihren Stirnseiten mit dem Hohlkammerprofil 5 und den Seitenwänden 3 bzw. 3.1 gefügt sind. Die Rahmenteile 15, 15.1 , 15.2, 15.3 sind ebenfalls Metallteile wie die Querstreben 14, 14.1 und das als Aluminiumstrangpressteil herge stellte Hohlkammerprofil 5.

Das Hohlkammerprofil 5 weist, wie aus den Figuren 3 und insbesondere Figur 4 ersichtlich, eine Höhe auf, dass es sich bis in die Rahmenteile 15.1 , 15.3 und damit über die Höhe der Innenseite des Bodens 2 hinaus erstreckt. Auf diese Weise wird ein Teil der durch den Abstand des Ober gurtes 8 von dem Untergurt 9 des Hohlkammerprofils 5 gebildete Wärmei-solierung in die Wannenstruktur hinein verlegt. Entsprechend größer ist der Abstand des Obergurtes 8 vom Untergurt 9 mit der Folge einer ver besserten Wärmeisolierung des Inneren der Wannenstruktur gegenüber einem heißen Abgasrohr 11. Zudem kann die Tiefe der Ausnehmung 12 entsprechend größer vorgesehen sein, was dem Fahrzeug mithin eine größere Bodenfreiheit verleiht.

Der Überstand des Hohlkammerprofils 5 über die Oberseite der Boden platten 2.1 , 2.2 schließt bündig mit der Höhe der Streben 14, 14.1 ab. Die Oberseiten des Hohlkammerprofils 5 und der Streben 14, 14.1 befinden sich somit in einer Ebene. Diese dient als Unterlager für ein Bodenblech 16 (s. Figur 4), auf dem die Batteriemodule 17, in Figur 4 gestrichelt dar gestellt, aufstehen.

Das für den Transport von Batteriemodulen zur Verfügung stehende Batte rievolumen wird durch die Rahmenteile 15, 15.1 , 15.2 und 15.3 sowie durch das die Auflagefläche für die Batteriemodule bildende Bodenblech 16 gebildet.

Das Bodenblech 16 kann als Lochblech ausgeführt sein, um eine Unterlüf tung der Batteriemodule 17 zu ermöglichen. Bei einer solchen Ausgestal-tung wäre sodann die Verbindung zwischen den Rahmenteilen 15, 15.1 , 15.2, 15.3 und den Bodenplatten 2.1 , 2.2 und dem dazwischen befindli chen Hohlkammerprofil 5 mediendicht. In einer anderen Ausgestaltung ist das Bodenblech 16 abgedichtet gegenüber den Rahmenteilen 15, 15.1 , 15.2, 15.3, sodass eine mediendichte Abdichtung des Batterieaufnahme-volumens des Batteriegehäuses sichergestellt ist.

Wie insbesondere aus Figur 4 ersichtlich, schließen die unteren Abschlüs se der Schenkel 6, 6.1 des Hohlkammerprofils 5 bündig mit der Unterseite des Bodens bzw. seiner Bodenplatten 2.1 , 2.2 ab.

Die vor allem in den Figuren 3 und 4 erkennbare Querschnittsgeometrie des Hohlkammerprofils 5 lässt deutlich werden, dass durch dieses, sich über die Längserstreckung des unteren Gehäuseteils 1 erstreckenden Bauteil, das an die benachbarten Bodenplatten 2.1 , 2.2 kraftschlüssig, beispielsweise durch Fügen, angeschlossen ist, der Boden 2 insgesamt versteift ist. Zudem wird deutlich, dass das Hohlkammerprofil 5 hinsichtlich seiner Geometrie und seiner Ausgestaltung, beispielsweise seiner Wand stärke oder der Materialstärke der Stege 10 an die gewünschte Crashper formance angepasst werden kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbei-spiel ist der mittlere Steg 10, der der Unterkammerung des Hohlkammer- profils 5 dient, mit einer etwas größeren Materialstärke ausgeführt als die beiden benachbarten Stege 10.

Die Erfindung ist im Rahmen dieser Ausführungen anhand von Ausfüh-rungsbeispielen beschrieben worden. Ohne den Umfang der geltenden Ansprüche zu verlassen, ergeben sich für einen Fachmann zahlreiche wei tere Ausgestaltungen, die Erfindung im Einzelnen umsetzen zu können, ohne dass diese im Rahmen dieser Ausführungen näher erläutert werden müssten

Bezugszeichenliste

1 Gehäuseteil

2 Boden

2.1 , 2.2 Bodenplatte

3, 3.1 , 3.2, 3.3 Seitenwand

4 Rahmenstruktur

5 Hohlkammerprofil

6, 6.1 Schenkel

7 Steg

8 Obergurt 9 Untergurt

10 Steg

1 1 Abgasrohr

12 Tunnelartige Ausnehmung

13,13.1 Mündung

14, 14.1 Strebe

, 15.1 , 15.2, 15.3 Rahmenteil

16 Bodenblech 17 Batteriemodul