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1. WO2020120259 - SPEICHERVORRICHTUNG UND -VERFAHREN ZUM SPEICHERN UND ABRUFEN VON ENERGIE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Speichervorrichtung und -verfahren zum

Speichern und Abrufen von Energie

Die Erfindung betrifft eine Speichervorrichtung zum Spei chern und Abrufen von Energie, mit mindestens einem Läufer block, der vertikal beweglich an mindestens einer vertikal angeordneten Führungsstange angeordnet ist, wobei der Läu ferblock eine erste Stelleinrichtung mit mindestens einem Motorgenerator aufweist, die derart mit der Führungsstange verbunden ist, dass der Läuferblock mittels der ersten Stelleinrichtung längs der Führungsstange vertikal nach oben bewegbar ist, so dass in einem Motorbetrieb dem Motor generator zugeführte elektrische Energie als potentielle Energie des Läuferblocks speicherbar ist, und wobei der Läuferblock nach unten bewegbar ist, so dass in einem Gene ratorbetrieb die potenzielle Energie des Läuferblocks im Motorgenerator in elektrische Energie umwandelbar ist.

Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Speichern und Abrufen von Energie mittels einer Speichervorrichtung mit einem Läuferblock, der vertikal an einer Führungsstange beweglich ist, und mit einer ersten Stelleinrichtung, die einen Motorgenerator aufweist, und die mit dem Läuferblock verbunden ist, wobei das Verfahren zur Speicherung von Energie die folgenden Schritte umfasst:

- In einem Motorbetrieb wird dem Motorgenerator Energie zugeführt und

- die erste Stelleinrichtung bewegt den Läuferblock ver tikal an der Führungsstange nach oben, so dass die zu geführte Energie als potentielle Energie des Läufer blocks gespeichert wird.

Bekannte Speichervorrichtungen aus dem Stand der Technik wandeln extern zugeführte, zu speichernde elektrische Ener gie zunächst in kinetische Energie um, indem der Läufer block vertikal nach oben entlang der Führungsstange bewegt wird. Die kinetische Energie führt zu einer Auslenkung des Läuferblocks vertikal nach oben, so dass die kinetische Energie schließlich als potentielle Energie des Läufer blocks aufgrund dessen erhöhter Lage gespeichert wird. Da bei arbeitet der Motorgenerator im Motorbetrieb.

Im Generatorbetrieb des Motorgenerators wird der Läufer block der bekannten Speichervorrichtungen mittels der ers ten Stelleinrichtung vertikal nach unten bewegt, so dass die potenzielle Energie des Läuferblocks zunächst, im umge kehrter Weise zum Generatorbetrieb, in kinetische Energie und dann vom Motorgenerator in elektrische Energie umgewan delt wird, die externen Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden kann. Nachteilig an diesen Ausgestaltungen sind enorme mechanische Belastungen bei der vertikalen Abwärts bewegung des Läuferblocks, insbesondere an der ersten Stel leinrichtung. Vor Allem bei Läuferblöcken mit großen Massen ist mit einer mechanischen Überlastung der ersten Stellein richtung zu rechnen, was ein ernstzunehmendes Gefahrenpo tential darstellt.

Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die Nachteile aus dem Stand der Technik zu beseitigen und eine Speichervor richtung der genannten Art dahingehend weiter zu entwi ckeln, dass deren Betrieb und insbesondere die vertikale Abwärtsbewegung des Läuferblocks sicher und definiert steu erbar sind. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, das bekannte Verfahren zum Speichern und Abrufen von Energie in gleicher Weise weiterzubilden.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Speichervorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1. Dieser ist dadurch ge

kennzeichnet, dass eine zweite Stelleinrichtung mit mindes tens einem Antrieb vorgesehen ist, die mit dem Läuferblock verbunden ist und mittels der der Läuferblock nach unten bewegbar ist. Verfahrensmäßig wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 14, das dadurch gekennzeichnet ist, dass zum Abrufen von Energie eine zweite Stelleinrich tung, die mit dem Läuferblock verbunden ist, den Läufer block vertikal an der Führungsstange nach unten bewegt, so dass der Motorgenerator in einem Generatorbetrieb die po tenzielle Energie des Läuferblocks in elektrische Energie umwandelt .

Die Erfindung basiert auf der Grundüberlegung, dass die vertikale Abwärtsbewegung des Läuferblocks bei den bekann ten Speichervorrichtungen in der Regel mit der Erdbeschleu nigung von ca. 9,81 m/s2 erfolgt. Insbesondere bei einem lange andauernden Generatorbetrieb werden daher große Ge schwindigkeiten des Läuferblocks erreicht, was zusammen mit dessen beträchtlicher Masse immense Ansprüche an die mecha nische Stabilität der Vorrichtung, insbesondere an die ers te Stelleinrichtung, stellt. Die Erfindung geht vom Grund- prinzip aus, mit der zweiten Stelleinrichtung eine Kompo nente vorzusehen, die konstruktiv von der ersten Stellein richtung getrennt ist, und die funktional die vertikale Ab wärtsbewegung des Läuferblocks bewirkt. Hierdurch ist es im Gegensatz zum Stand der Technik möglich, die Speichervor richtung auch dauerhaft mechanisch zuverlässig zu betrei ben. Für die verfahrensmäßige Erfindung gelten die gleichen Überlegungen .

Die Führungsstange kann als Zahnstange ausgebildet sein, um der vertikalen Bewegung des Läuferblocks sicheren Halt zu geben. In einer Weiterbildung der Erfindung kann die Füh rungsstange Komponenten aus Stahl und/oder Stahlbeton auf weisen und/oder aus Stahl und/oder Stahlbeton gefertigt sein. Beispielsweise kann die Führungsstange eine Säule aus Stahl und/oder Stahlbeton aufweisen, an der insbesondere die Zahnstange angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Läufer block als fester Massekörper ausgebildet, der insbesondere Komponenten aus Zement und/oder Stahl und/oder Stahlbeton aufweisen und/oder zylinderförmig und/oder rechteckig sein kann. Alternativ dazu kann der Läuferblock sowohl feste als auch flüssige Komponenten aufweisen und insbesondere mit Schüttgut, insbesondere Sand gefüllt sein. Die maximale Hubhöhe des Läuferblocks innerhalb der Speichervorrichtung beträgt vorzugsweise 40 m. Zur einfachen mechanischen An steuerung können die erste Stelleinrichtung und/oder die zweite Stelleinrichtung Übersetzungen, wie beispielsweise Zahnräder und/oder Schneckenräder, aufweisen.

Die zweite Stelleinrichtung weist vorzugsweise mindestens eine Gewindestange mit einem Gewinde auf, die mit dem Läu ferblock in Eingriff steht und diesen durchgreift. Zur Ver besserung der mechanischen Verbindung kann das Gewinde der Gewindestange mit einem Innengewinde des Läuferblocks in Eingriff stehen. Besonders vorzugsweise ist die Steigung des Gewindes der Gewindestange derart ausgestaltet, dass eine selbstständige Bewegung des Läuferblocks unterbunden ist .

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind mindestens zwei Gewindestangen vorgesehen, die mittels ei ner gemeinsamen Steuereinheit insbesondere synchron ansteu erbar sind. Insbesondere können genau 2, 4, 6, 8 oder 10 Gewindestangen ausgebildet sein. Die gemeinsame Steuerein heit kann derart ausgebildet sein, dass mindestens zwei Ge windestangen gegenläufig zueinander ansteuerbar sind. Min destens eine Gewindestange kann in einem äußeren Randbe reich des Läuferblocks angeordnet sein, der im Sinne der Erfindung jener Bereich des Läuferblocks ist, der näher zum Rand der Grundfläche des Läuferblocks als zu dessen Mitte angeordnet ist. Bei einer zylindrischen Ausgestaltung des Läuferblocks kann die mindestens eine Gewindestande ins besondere im radial äußeren Randbereich des Läuferblocks angeordnet sein. Im Sinne der Erfindung bezeichnet eine axiale Richtung eine Richtung parallel zu einer Höhenachse des Läuferblocks; eine radiale Richtung steht senkrecht zur axialen Richtung. Besonders vorzugsweise sind sämtliche Ge windestangen im äußeren Randbereich des Läuferblocks ange ordnet .

Die zweite Stelleinrichtung ist auf mindestens einem Wälz lager drehbar gelagert, insbesondere ist jede Gewindestange auf mindestens einem Drehlager drehbar gelagert. Das Wälz lager vermindert Reibungskräfte bei der Betätigung der zweiten Stelleinrichtung und verbessert die Effizienz der erfindungsgemäßen Speichervorrichtung. Vorzugsweise ist die zweite Stelleinrichtung, insbesondere die mindestens eine Gewindestange, mittels mindestens eines Wälzlagers, insbe sondere mittels mindestens einer KugelumlaufSpindel mit dem Läuferblock verbunden, um die Bewegungseffizienz des Läu ferblocks zu verbessern. Die KugelumlaufSpindel ist ein Wälzschraubtrieb mit Kugeln als Wälzkörper und dient als Umsetzung der Drehbewegung der Gewindestange in die verti kale Längsbewegung des Läuferblocks. Die Kugeln der Kuge lumlaufspindel sind vorzugsweise mindestens teilweise zwi schen dem Innengewinde des Läuferblocks und dem Außengewin de der Gewindestange in Laufrillen angeordnet und können sich über mindestens einen Rückführkanal der Kugelumlauf spindel in einem geschlossenem Kreislauf bewegen.

Die zweite Stelleinrichtung kann derart ausgestaltet sein, dass die vertikale Aufwärtsbewegung des Läuferblocks durch die zweite Stelleinrichtung zusätzlich antreibbar ist. Auf diese Weise kann die zweite Stelleinrichtung die vertikale Aufwärtsbewegung des Läuferblocks, bei der zugeführte elektrische Energie schließlich in potenzielle Energie des Läuferblocks gespeichert werden soll, zusätzlich zur ersten Stelleinrichtung mechanisch antreiben. Hierzu kann die zweite Stelleinrichtung einen Teil der mechanischen Last des Läuferblocks übernehmen, so dass dessen Last auf die erste Stelleinrichtung reduziert ist.

Die vertikalen Geschwindigkeiten des Läuferblocks bei des sen Aufwärts- und/oder Abwärtsbewegungen können veränder lich sein. Im Generatorbetrieb des Motorgenerators ist die Rate, mit der Energie als potenzielle Energie des Läu ferblocks gespeichert wird, abhängig von der vertikalen Aufwärtsgeschwindigkeit des Läuferblocks. Ebenso ist beim Motorbetrieb des Motorgenerators die Rate, mit der Energie als elektrische Energie umgewandelt und dadurch verfügbar wird, abhängig von der vertikalen Abwärtsgeschwindigkeit des Läuferblocks. Durch veränderliche vertikale Geschwin digkeiten des Läuferblocks können daher auch die Raten ver änderlich sein, mit denen Energie gespeichert und/oder ab gerufen wird. Ein ähnlicher Vorteil wird erhalten, wenn die vertikalen Beschleunigungen des Läuferblocks bei dessen Aufwärts- und/oder Abwärtsbewegungen veränderlich sind. Insbesondere eine variable Abwärtsbeschleunigung ist des halb relevant, da im Stand der Technik stets nur die kon stante Erdbeschleunigung von 9,81 m/s2 verwendet wurde.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sehen vor, dass im Generatorbetrieb des Motorgenerators die vertikale Auf wärtsgeschwindigkeit des Läuferblocks zwischen 5 und 15 m/h beträgt. In einem Beispiel kann der Läuferblock einen Maxi malhub von 40 m bei einer mittleren Geschwindigkeit von 10 m/h innerhalb von 4 h zurücklegen. Für die vertikale Ab wärtsbewegung des Läuferblocks, bei der der Motorgenerator im Generatorbetrieb arbeitet, kann der Läuferblock vertika le Abwärtsgeschwindigkeiten zwischen 1 m/h und 3 m/h errei chen. In einem Beispiel benötigt der Läuferblock für den Maximalhub von 40 m bei einer mittleren Geschwindigkeit von 2 m/h 20 h.

Vorzugsweise ist die erste Stelleinrichtung mit der zweiten Stelleinrichtung synchronisierbar mittels einer gemeinsamen Steuereinheit, die mit der ersten Stelleinrichtung und mit der zweiten Stelleinrichtung verbunden ist. Im Sinne der Erfindung kann damit insbesondere vorgesehen sein, dass die vertikale Aufwärtsbewegung des Läuferblocks im Motorbetrieb des Motorgenerators von der ersten Stelleinrichtung und von der zweiten Stelleinrichtung antreibbar ist, wobei die zweite Stelleinrichtung mindestens teilweise gleichläufig und/oder gegenläufig zur ersten Stelleinrichtung drehbar ist. Dabei sind insbesondere die Drehbewegungen der ersten Stelleinrichtung und der zweiten Stelleeinrichtung derart aufeinander abgestimmt, dass ein gleichmäßiger Antrieb des Läuferblocks erfolgt. Die Verbindung der gemeinsamen Steu ereinheit mit der ersten Stelleinrichtung und der zweiten Stelleinrichtung kann kabelgebunden und/oder kabellos aus gestaltet sein, in letzterem Fall insbesondere mittels Funk, Bluetooth oder WLAN.

Besonders vorzugsweise ist die die Führungsstange in einem Mittelbereich des Läuferblocks angeordnet und durchgreift den Läuferblock. Im Sinne der Erfindung bezeichnet Mittel bereich des Läuferblocks jenen Bereich des Läuferblocks in und um dessen Mitte. Bei einem zylindrischen Läuferblock ist der Mittelbereich der radial zentrierte Bereich des Läuferblocks. Insbesondere sind 2, 4, 6, 8 oder 10 Füh rungsstangen im Mittelbereich des Läuferblocks angeordnet, so dass sich die radialen Kräfte auf die Führungsstangen, die bei den Vertikalbewegungen des Läuferblocks auftreten, gegenseitig kompensieren. Dies erhöht die mechanische Sta bilität der erfindungsgemäßen Speichervorrichtung, insbe sondere bei der vertikalen Aufwärtsbewegung des Läufer blocks im Motorbetrieb des Motorgenerators.

Die erste Stelleinrichtung kann innerhalb des Läuferblocks angeordnet sein, um die erste Stelleinrichtung vor mechani schen Beschädigungen zu schützen. Es kann vorgesehen sein, dass ein Abstand di der ersten Stelleinrichtung von der Führungsstange veränderbar ist. Aufgrund mechanischer Ab nutzungen kann die Verbindung der ersten Stelleinrichtung mit der Führungsstange derart beeinträchtigt sein, so dass eine ideale Übertragung der Kräfte zur Bewirkung der verti kalen Aufwärtsbewegung des Läuferblocks nicht mehr ge währleistet ist. Indem der Abstand di veränderlich ist, können Reibungsverluste vermindert und die Effizienz der erfindungsgemäßen Speichervorrichtung gesteigert werden. Zu diesem Zweck kann mindestens eine Komponente der ersten Stelleinrichtung auf einem Linearschlitten angeordnet und auf diesem in Richtung der Führungsstange beweglich sein, um einen idealen Wert für den Abstand di einzuhalten bzw. wiederherzustellen. Insbesondere kann der Motorgenerator mit dem Linearschlitten verbunden sein.

Vorzugsweise ist eine Regeleinrichtung vorgesehen, mittels der der Abstand di zwischen der ersten Stelleinrichtung und der Führungsstange auf einem vordefinierten Wer haltbar ist, um mechanische Abnutzungserscheinungen zu kompensie ren. Die Regeleinrichtung kann optische Komponenten, insbe sondere eine Laserkomponente und/oder Fotodioden aufweisen, so dass präzise optische Verfahren zur Abstandsbestimmung und/oder -regelung genutzt werden können.

Um die Menge der gespeicherten potenziellen Energie pro zu rückgelegten Meter des Läuferbocks zu erhöhen, kann zwi schen dem Läuferblock und einer oberen Abdeckung der Spei chervorrichtung mindestens ein Dämpfungselement angeordnet sein, so dass der Läuferblock mit einer Kraftkomponente vertikal nach unten beaufschlagbar ist. Dadurch erhöht sich der Widerstand, der kraftmäßig bei der vertikalen Auf wärtsbewegung des Läuferblocks zu überwinden ist, so dass sich in gleichem Zuge die potenzielle Energie erhöht, die pro zurückgelegten Meter des Läuferblocks gewonnen wird.

Das Dämpfungselement kann mechanische Komponenten, wie bei- spielsweise Federkomponenten, pneumatische Komponenten und/oder hydraulische Komponenten aufweisen.

Vorzugsweise weist die Speichervorrichtung eine obere und/oder eine untere Abdeckung auf, wobei die obere Abde ckung insbesondere den Läuferblock, die Führungsstange, die erste Stelleinrichtung und die zweite Stelleinrichtung überdeckt. Die Führungsstangen können mit der oberen und/oder unteren Abdeckung verbunden und insbesondere an diesen drehbar gelagert sein, vorzugsweise mittels Kugella gern. Die mindestens eine Gewindestange kann mittels min destens eines Wälzlagers, insbesondere mittels eines Kugel lagers, an der oberen und/oder unteren Abdeckung der Spei chervorrichtung gelagert sein, um Reibungskräfte bei der Drehbewegung der Gewindestange zu verringern. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Speichervorrichtung eine Energie kapazität zwischen 0,5 MWh und 10 GWh aufweist, insbesonde re eine Energiekapazität zwischen 2 MWh und 1 GWh.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann dadurch weitergebildet sein, dass ein Abstand di der ersten Stelleinrichtung zur Führungsstange auf einem vordefinierten Wert gehalten wird, um Beeinträchtigungen der Wirkungsweise aufgrund mechani scher Abnutzungen auszugleichen.

Das Verfahren kann vorsehen, dass durch ein benutzerdefi niertes Signal zwischen dem Motorbetrieb und dem Generator betrieb des Motorgenerators umgeschaltet wird. Das benut zerdefinierte Signal kann dabei von einem Benutzer unmit telbar eingegeben oder mittelbar mittels einer separaten Steuerungseinheit ausgegeben werden.

Vorzugsweise sieht das Verfahren vor, dass die Aufwärts-und/oder die Abwärtsgeschwindigkeit des Läuferblocks gere gelt werden, insbesondere innerhalb eines benutzerdefi nierten Intervalls für die vertikalen Aufwärts- und/oder Abwärtsgeschwindigkeiten des Läuferblocks.

Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Ansprü chen und der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Einzelnen erläutert werden. Dabei zeigen:

Fig. 1. eine schematische Seitenansicht auf eine erfin

dungsgemäße Speichervorrichtung in einer ersten Ausgestaltung;

Fig. 2. eine erste Stelleinrichtung der Speichervorrichtung gemäß Fig. 1 in einer vergrößerten Ansicht;

Fig. 3. einen Schnitt durch die Schnittebene A-A einer

zweiten Ausgestaltung der Speichervorrichtung;

Fig. 4. einen Schnitt durch die die Schnittebene B-B der

Speichervorrichtung aus Fig. 3 und

Fig. 5. eine dritte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen

Speichervorrichtung in einer schematischen Seiten ansicht .

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Speichervorrichtung 10 in einer schematischen Seitenansicht. Die Speichervorrich tung 10 ist nach oben durch eine obere Abdeckung 11, nach unten durch eine untere Abdeckung 12 und seitlich durch seitliche Abdeckungen 13 begrenzt. Die Abdeckungen 11, 12, 13 umgeben einen Innenraum 14 der Speichervorrichtung 10.

Innerhalb des Innenraums 14 sind horizontal zentriert zwei vertikal ausgerichtete Führungsstangen 15 benachbart zuei nander angeordnet, wobei im gezeigten Ausführungsbeispiel die Führungsstangen 15 als Zahnstangen 16 ausgebildet sind. Die Zahnstangen 16 sind jeweils fest mit der oberen Abde ckung 11 und mit der unteren Abdeckung 12 verbunden und weisen an ihrer jeweiligen Außenseite ein nicht dargestell tes Zahnprofil auf.

Ein Läuferblock 17 ist im Innenraum 14 der Speichervorrich tung 10 angeordnet und als zylindrischer Massekörper 18 aus Zement ausgebildet. Der Massekörper 18 ist vertikal entlang der Zahnstangen 16 beweglich. Ein Hohlraum 19 innerhalb des Massekörpers 18 wird von den Zahnstangen 16 durchgriffen und weist zwei erste Stelleinrichtungen 20 auf, die jeweils mit den Zahnstangen 16 verbunden sind.

Die erste Stelleinrichtung 20 ist aus Gründen der Über sichtlichkeit in Fig. 2 vergrößert dargestellt und weist einen Motorgenerator 21 auf, der mittels einer Welle 22, einer Übersetzung 23 aus mehreren Zahnrädern 24, 24a mit der Zahnstange 12 verbunden ist, wobei das Zahnrad 24a in Eingriff mit der Zahnstange 12 steht. Die Verbindung der ersten Stelleinrichtung 20 mit der Zahnstange 12 ist derart ausgestaltet, dass der Massekörper 18 entlang der Zahnstan ge 12 vertikal beweglich ist.

Der Motorgenerator 21 weist zwei Betriebsarten auf: In ei nem Motorbetrieb wird dem Motorgenerator 21 über nicht dar gestellte Leitungen elektrische Energie zugeführt, die in der Speichervorrichtung 10 zu speichern ist. Zu diesem Zweck versetzt der Motorgenerator 21 über die Welle 22 und die Übersetzung 23 insbesondere das Zahnrad 24a derart in Rotation, dass sich der Massekörper 18 vertikal entlang der Zahnstange 16 nach oben bewegt. Hierdurch wird die elektri sche Energie zunächst in kinetische Energie des Massekör pers 18 umgewandelt und infolge seiner Auslenkung gegenüber der Schwerkraft als potentielle Energie gespeichert. In ei nem Generatorbetrieb des Motorgenerators 21 wird der Masse körper 18 vertikal nach unten entlang der Zahnstange 16 be wegt, so dass das Zahnrad 24a, die Übersetzung 23 sowie die Welle 22 in umgekehrter Richtung angetrieben werden. Ähn lich zu einem Dynamo wandelt der Motorgenerator 21 diese kinetische Energie in elektrische Energie um, die externen Verbrauchern über die nicht dargestellten Verbindungslei tungen zur Verfügung gestellt werden.

Die Zahnstangen 16 sind gemäß Fig. 1 in Bezug auf den Mas sekörper 18 horizontal zentriert in dessen Mittelbereich 27a angeordnet, so dass sich horizontale Kräfte, die infol ge der vertikalen Bewegungen des Massekörpers 18 auftreten, gegenseitig kompensieren.

In Fig. 1 ist eine zweite Stelleinrichtung 25 mit vier Ge windestangen 26 in einem radialen Außenbereich 27 des zy lindrischen Massekörpers 18 vorgesehen, wobei zwei Gewin destangen 26 in der Perspektive der Fig. 1 im hinteren Be reich angeordnet sind und von den zwei vorderen Gewin destangen 26 verdeckt sind. Die Gewindestangen 26 erstre cken sich in vertikaler Richtung und sind jeweils mittels Drehlagern 28 mit der oberen Abdeckung 11 und mit der unte ren Abdeckung 12 verbunden.

Die Gewindestangen 26 sind jeweils mit einem Außengewinde 29 versehen, das komplementär zu einem Innengewinde 30 des Massekörpers 18 ausgestaltet ist, so dass die Gewindestan gen 26 den Massekörper 18 durchgreifen und mit diesem in Eingriff stehen. Die Steigung des Außengewindes 29 und des darauf abgestimmten Innengewindes 30 ist derart, dass eine selbständige Abwärtsbewegung des Massekörpers 18 vermieden ist .

In Fig. 1 sind die Gewindestangen 26 jeweils über eine Übersetzung 31 mit zwei Zahnrädern 32 mit einer Welle 33 eines Antriebs 34 verbunden, so dass der Antrieb 34 die zu geordnete Gewindestange 26 in Rotation versetzen kann. Die Antriebe 34 sind mit einer gemeinsamen Steuereinheit 35 mittels elektrischer Leitungen 36 verbunden. Die Steuerein heit 35 treibt die Gewindestangen 26 derart synchronisiert an, dass sich sämtliche Gewindestangen 26 mit gleicher Drehgeschwindigkeit bewegen, wobei zur Vermeidung von me chanischen Belastungen infolge großer Drehmomente jeweils zwei Gewindestangen 26 gegenläufig zueinander angetrieben werden .

Die zweite Stelleinrichtung 25 bewirkt die vertikale Ab wärtsbewegung des Massekörpers 18, bei der, wie bereits oben beschrieben, die potentielle Energie des Massekörpers 18 durch den Motorgenerator 21 in dessen Generatorbetrieb in elektrische Energie umgewandelt wird. Im Ausführungsbei spiel der Fig. 1 ist die zweite Stelleinrichtung 25 eben falls dazu ausgebildet, die vertikale Aufwärtsbewegung des Massekörpers 18 infolge der ersten Stelleinrichtung 20 zu unterstützen, indem die Steuereinheit 35 die Gewindestangen 26 in Rotation versetzt, wobei die Bewegung der Gewin destangen 26 insbesondere auf die Bewegung des Zahnrads 24a der ersten Stelleinrichtung 20 abgestimmt ist. Hierzu ist die Steuereinheit 35 über eine nicht dargestellte Verbin dung mit der ersten Stelleinrichtung 20 verbunden.

Zwischen der oberen Abdeckung 11 und einer Oberseite 37 des Massekörpers 18 ist ein Dämpfungselement 38 als Federele ment 38a vorgesehen, wobei das Federelement 38a in Fig. 1 aus Gründen der Übersicht nur auf der rechten Seite des Massekörpers 18 gezeigt ist. Das Federelement 38a beauf schlagt den Massekörper 18 mit einer vertikal nach unten gerichteten Kraft. Mittels des Federelements 38 wird das Maß der gespeicherten potentiellen Energie des Massekörpers 18 pro zurückgelegten Meter vergrößert, da der Massekörper 18 bei seiner vertikalen Aufwärtsbewegung eine größere Kraft überwinden muss.

Der Abstand der ersten Stelleinrichtung 20 zur zugeordneten Zahnstange 16 ist veränderbar. In Fig. 2 ist skizziert, dass der Motorgenerator 21 auf einem Linearschlitten 39 an geordnet ist, der entlang einer Linearführung 40 horizontal in Richtung der Zahnstange 16 bewegbar ist. Infolge me chanischer Abnutzungen kann der Verbindung der ersten Stel leinrichtung 20 mit Zahnstange 16 beeinträchtigt werden, was die Effizienz beim Betrieb der Speichervorrichtung 10 beeinträchtigt. Mittels einer Regeleinrichtung 41 ist bei spielsweise der Abstand di zwischen dem Zahnrad 24 der Übersetzung 23 von der Zahnstange 16 regelbar. Die Re geleinrichtung 41 weist eine in Fig. 2 oben angeordnete La serdiode 42 auf, die einen kollimierten Laserstrahl 43, der in Fig. 2 gestrichelt dargestellt ist, zu einer in Fig. 2 unten angeordneten Fotodiode 44 aussendet, die die Intensi tät des Laserstrahls 43 registriert. In Fig. 2 wird der La serstrahl 43 etwa zur Hälfte vom Zahnrad 24 verdeckt, so dass die Fotodiode 44 die Hälfte der Gesamtintensität des Laserstrahls 43 aufnimmt . Verändert sich der Abstand di des Zahnrades 24 zur Zahnstange 16, verändert sich auch die ge messene Intensität an der Fotodiode 44. Übersteigt die ge messene Intensität ein benutzerdefiniertes Intervall, ver anlasst eine Steuereinrichtung 41a der Regeleinrichtung 41 den Linearschlitten 39 derart zu einer Bewegung entlang der Linearführung 40, dass die gemessene Intensität des Laser strahls 43 an der Fotodiode 44 wieder im benutzerdefinier ten Intervall liegt.

Eine zweite Ausgestaltung der Speichervorrichtung 10 weist einen rechteckigen Massekörper 18 und somit die gleiche Seitenansicht auf wie die erste Ausgestaltung der Speicher vorrichtung 10 in Fig. 1. Fig. 3 zeigt die zweite Ausge staltung der Speichervorrichtung 10 in einem Schnitt durch die Schnittebene A-A, die in Fig. 1 gestrichelt dargestellt ist, und die vertikal zentriert durch den Massekörper 18 verläuft. Die Speichervorrichtung der Fig. 3 weist eine zum Massekörper 18 zentriert angeordnete Zahnstange 16 und vier Gewindestangen 26 in den Eckbereichen des Massekörpers 18 auf. Vier Hohlräume 19 mit jeweils einer ersten Stellein richtung 20 sind rechteckig in einem mittleren Bereich des Massekörpers 18 angeordnet, wobei die Komponenten der ers ten Stelleinrichtung 20 aus Übersichtsgründen lediglich im Hohlraum 19 unten rechts schematisch dargestellt sind. Die erste Stelleinrichtung 20 der zweiten Ausgestaltung der Speichervorrichtung 20 gemäß Fig. 3 weist im Wesentlichen die gleichen Komponenten auf, wie jene der ersten Ausge staltung der Fig. 1. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 be steht die seitliche Abdeckung 13 aus vier rechteckigen Säu len 45, die die obere Abdeckung 11 gegenüber der unteren Abdeckung 12 abstützen.

Fig. 4 zeigt die zweite Ausgestaltung der Speichervorrich tung 10 der Fig. 3 in einer zweiten Schnittebene B-B, die in Fig. 1 schematisch dargestellt ist, und die vertikal zentriert durch die Übersetzung 31 und das Zahnrad 32 des Antriebs 34 der Gewindestangen 26 verläuft. Aus Fig. 4 geht insbesondere hervor, dass die Übersetzung 31 in Eingriff mit dem Zahnrad 32 steht.

Fig. 5 zeigt eine dritte Ausgestaltung der erfindungsgemä ßen Speichervorrichtung 10, die im Wesentlichen der in Fig. 1 gezeigten Ausgestaltung entspricht. Im Gegensatz zur ers ten Ausgestaltung weist die dritte Ausgestaltung der erfin dungsgemäßen Speichervorrichtung 10 einen Läuferblock 46 mit einer äußeren Hülle 47 aus Stahl auf, die mit Sand 48 als Rieselgut gefüllt ist. Der Läuferblock 46 ist vertikal insbesondere entlang der links gezeigten Zahnstange 26 in bekannter Weise beweglich. Ein an der unteren Abdeckung 12 angeordneter Antrieb 49 treibt ein mit dem Antrieb 49 über eine nicht dargestellte Welle verbundenes Zahnrad 50 an, das mit einer mit der Zahnstange 26 verbundenen Übersetzung 51 in Eingriff steht, um die Zahnstange 26 wie bereits be schrieben in Drehung zu versetzen und insbesondere den Läu ferblock 46 vertikal nach unten zu bewegen. Die Übersetzung 51 ist mittels eines Kugellagers 52 mit Kugeln 53, das in der unteren Abdeckung 12 angeordnet ist, gelagert, um Rei bungskräfte bei den Drehbewegungen der Zahnstange 26 zu mi nimieren. Die Zahnstange 26 ist mittels einer skizziert dargestellten KugelumlaufSpindel 54 mit dem Läuferblock 46 verbunden, um Reibungskräfte bei den vertikalen Bewegungen des Läuferblocks 46 zu reduzieren.