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1. WO2020115082 - STROMFÜHRUNGSANORDNUNG, BETONBAUTEIL, VERFAHREN UND VERWENDUNG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]
"Stromführungsanordnung, Betonbauteil, Verfahren und Verwendung"

Die Erfindung betrifft eine Stromführungsanordnung, ein Betonbauteil, zugehörige Verfahren sowie eine zugehörige Verwendung.

Stromführungsanordnungen werden häufig in Anwendungen verwendet, in welchen es auf eine zuverlässige elektrisch leitende Verbindung bei hoher Stromtragfähigkeit ankommt. Sollte eine Stromführungsanordnung bereits während der Montage fehlerhaft montiert worden sein oder aufgrund einer Fehlfunktion den elektrischen Kontakt nicht mehr zuverlässig bereitstellen können, so kann dies zu erheblichen Problemen führen. In dem Anwendungsbeispiel eines Erdungsverbinders kann ein solcher Fehler auch lange Zeit unerkannt bleiben, wobei erst im Fall eines kritischen Zustands wie beispielsweise eines Kurzschlusses bemerkt wird, dass die gewünschte Stromtragfähigkeit gar nicht zur Verfügung steht.

Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Stromführungsanordnung bereitzustellen, welche im Vergleich zu bekannten Ausführungen alternativ ausgeführt ist. Es ist des Weiteren eine Aufgabe der Erfindung, ein Betonbauteil mit einer solchen Stromführungsanordnung sowie zugehörige Verfahren und eine zugehörige Verwendung bereitzustellen.

Dies wird erfindungsgemäß durch eine Stromführungsanordnung, ein Betonbauteil, Verfahren und eine Verwendung gemäß den jeweiligen Hauptansprüchen erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungen können beispielsweise den jeweiligen Unteransprüchen entnommen werden.

Die Erfindung betrifft eine Stromführungsanordnung. Die Stromführungsanordnung weist einen Stromleiter, ein Verbindungselement, eine Anzahl von Schrauben sowie ein Kabel auf. Die Schrauben sind an dem Verbindungselement befestigt und mit diesem elektrisch leitend verbunden. Mindestens eine Schraube dringt an ihrem dem Stromleiter zugewandten Ende unter Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen Schraube und Stromleiter in den Stromleiter ein. Das Kabel ist zum elektrischen Anschluss des Verbindungselements elektrisch leitend am Verbindungselement befestigt.

Mittels der erfindungsgemäßen Stromführungsanordnung kann eine besonders zuverlässige und dauerhafte elektrisch leitende Verbindung zwischen Stromleiter und Verbindungselement sowie dem daran befestigten Kabel hergestellt werden. Durch das Eindringen der Schraube in den Stromleiter wird eine Lösung oder Beschädigung der elektrischen Verbindung verhindert. Außerdem ist eine solche Verbindung leicht herstellbar und zuverlässig kontrollierbar.

Durch die beschriebene Ausbildung wird insbesondere sichergestellt, dass von dem Stromleiter zu dem Verbindungselement und weiter zu dem Kabel eine elektrisch leitende Verbindung hergestellt wird. Dies erfolgt typischerweise über die bereits erwähnten Schrauben.

Das Verbindungselement kann insbesondere als in sich stabiles Element ausgeführt sein. Es kann beispielsweise eine Länge, Höhe und/oder Breite von mehr als 5 cm, mehr als 10 cm oder mehr als 20 cm aufweisen. Bevorzugt ist es aus einem elektrisch leitfähigen Material ausgebildet, so dass es selbst für eine elektrische Leitfähigkeit zwischen Kabel und Stromleiter sorgt. Das Verbindungselement kann insbesondere dazu ausgebildet sein, die Schrauben selbst in Position zu halten und eine durch den Kontakt mit dem Stromleiter bewirkte Gegenkraft aufzunehmen.

Die Stromführungsanordnung kann bevorzugt ein Stromführungselement aufweisen. Der Stromleiter kann mit dem Stromführungselement elektrisch leitend verbunden sein. Der Stromleiter kann auch Bestandteil des Stromführungselements sein. Unter einem Stromführungselement kann insbesondere ein leitfähiges Element verstanden werden, welches für den Fall eines Kontakts mit einem spannungsführenden Leiter diesen insbesondere gegen Erde kurzschließt. Derartige Stromführungselemente können beispielsweise in der Nähe spannungsführender Fahrdrähte von Schienenfahrzeugen verwendet werden. Aufgrund des hohen Leistungsbedarfs von Schienenfahrzeugen, beispielsweise Zügen, führen derartige Fahrdrähte typischerweise sehr hohe Spannungen von mehreren kV. Für den Fall, dass ein solcher Fahrdraht reist, können die nach wie vor anliegenden hohen Spannungen zu einer schnellen und energiereichen Bewegung des dann losen Endes des Fahrdrahts führen, wodurch beispielsweise neben einer Bahnstrecke liegende Bauwerke beschädigt werden können oder Personen in Gefahr geraten können. Deshalb ist es in einem solchen fall wichtig, eine möglichst schnelle Erdung mit hoher Stromtragfähigkeit vorzusehen, auf welche der Fahrdraht möglichst schnell trifft. Dann wird aufgrund des kurzzeitig hohen Stroms eine Sicherung ausgelöst und der entsprechende Streckenabschnitt somit spannungslos geschaltet. Dadurch besteht keine Gefährdung mehr und das lose Ende des Fahrdrahts kommt zur Ruhe.

Stromführungselemente können beispielsweise in Bauwerke eingelassen sein oder auf Bauwerken angebracht sein und für den eben beschriebenen Fall die notwendige Stromtragfähigkeit für eine Erdung bereitstellen. Sie können beispielsweise in der Nähe von Fahrdrähten oder anderen elektrischen Elementen, welche eine hohe Spannung führen, angeordnet sein, so dass sie im Falle eines Bruchs des Fahrdrahts oder einer anderen Fehlfunktion möglichst schnell getroffen werden und zum Auslösen einer Sicherung führen. Dabei kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass das Stromführungselement innerhalb eines Betonkörpers angeordnet ist und ein auftreffender Fahrdraht zunächst einen Teil des Betons wegschlägt, bevor er auf das Stromführungselement trifft.

Es sei erwähnt, dass ein Stromführungselement nicht zwingend dafür vorgesehen sein muss, eine Erdung herbeizuführen. Es kann sich auch um ein Element handeln, welches in anderen Situationen eine hohe Stromtragfähigkeit bereitstellt.

Das Stromführungselement ist nicht mit einem Erder zu verwechseln, welcher den tatsächlichen Kontakt zu einem Erdreich hersteilen kann. Ein solcher Erder kann beispielsweise am Kabel angeschlossen sein und kann auch als Bestandteil der Stromführungsanordnung angesehen werden. Dadurch kann der Erder in bevorzugter Weise mit dem Stromführungselement verbunden werden. Insbesondere ermöglicht die hierin beschriebene Ausführung einer Stromführungsanordnung eine besonders vorteilhafte Verbindung eines Stromführungselements mit einem Erder, da mittels der bereits beschriebenen Schrauben eine besonders einfache und leicht überprüfbare elektrische Verbindung ausgebildet werden kann.

Das Stromführungselement kann beispielsweise eine Betonstahlmatte, eine Stahlplatte und/oder ein als Betonrippenstahl ausgebildeter Stromleiter sein. Es kann auch ein Erdungsgitter, eine Erdungsplatte oder ein Erdungsstab sein. Derartige Elemente können insbesondere dafür vorgesehen sein, über einen gewissen Bereich oder eine gewisse Fläche eine Erdung bereitzustellen, so dass das jeweilige Stromführungselement beispielsweise zügig von einem losen, unter Spannung stehenden Ende eines zerrissenen Fahrdrahts getroffen wird. Die Stromführungselemente können jedoch auch für andere Aufgaben eingesetzt werden. Eine Betonstahlmatte kann beispielsweise ein Drahtgitter aus verschweißten Stäben insbesondere aus Betonstahl sein.

Das Stromführungselement kann bzw. die Stromführungselemente können insbesondere aus Stahl, Baustahl, Betonstahl oder Betonrippenstahl ausgebildet sein. Dadurch kann eine Kombination aus hoher Festigkeit und guter Stromleitfähigkeit erreicht werden. Ein Stromführungselement kann beispielsweise auch lasttragende Aufgaben mit übernehmen. Es sei jedoch erwähnt, dass auch andere Materialien für ein Stromführungselement verwendet werden können.

Der Stromleiter, welcher wie weiter oben beschrieben mit dem Stromführungselement elektrisch leitend verbunden ist, kann beispielsweise einstückig mit dem Stromführungselement und/oder aus dem gleichen Material wie das Stromführungselement ausgebildet sein. Dies ermöglicht eine besonders stabile Verbindung und eine einfache Herstellung. Der Stromleiter kann jedoch auch aus einem anderen Material ausgebildet sein. Er kann beispielsweise mit dem Stromführungselement verschweißt oder verlötet sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung weist das Verbindungselement in einem Endbereich eine Verjüngung auf, wo das Verbindungselement insbesondere auf das Kabel aufgepresst sein kann. Beispielsweise kann ein Bereich vorgesehen sein, in welchen das Kabel eingeschoben wird, wobei bevorzugt zumindest ein Teil des eingeschobenen Bereichs außenseitig unisoliert ist. Der Bereich kann dann beispielsweise geklemmt oder gecrimpt werden, so dass das Kabel dauerhaft am Verbindungselement gehalten wird. Dabei kann auch eine unmittelbare elektrische Verbindung ausgebildet werden. Außerdem kann sich der Bereich dabei verjüngen, so dass eine Verjüngung ausgebildet wird. Es sei jedoch verstanden, dass auch andere Techniken verwendet werden können, um das Kabel am Verbindungselement zu befestigen, beispielsweise Verpressen, Verkleben, Schweißen oder Löten. Auch dabei kann insbesondere ein freigelegter Bereich des Kabels verwendet werden. -

Das Kabel kann insbesondere biegeweich und/oder flexibel ausgeführt sein. Dies ermöglicht einen besonders einfachen Anschluss von Elementen wie beispielsweise Erdern oder Erdungsverbindern am Kabel, da das Kabel frei verlegt werden kann und beispielsweise über längere Strecken und/oder um andere Elemente herum führen kann. Alternativ kann jedoch auch ein starres Kabel verwendet werden, oder das Kabel kann abschnittsweise starr oder flexibel sein.

Das Kabel kann entlang eines überwiegenden Teilbereichs eine isolierende Hülle aufweisen. Damit kann ein innenliegender Stromleiter geschützt werden und ein unerwünschter Stromfluss kann unterbunden werden. Das Kabel kann auch in einem oder mehreren Teilbereichen keine isolierende Hülle aufweisen. In derartigen Teilbereichen kann beispielsweise ein Stromleiter ohne Isolierung vorhanden sein, bzw. es kann ein Stromleiter blank vorhanden sein. Dies ermöglicht eine vorteilhafte elektrische Kontaktierung, insbesondere zur Verbindung mit dem Verbindungselement oder einem Anschlusselement.

Die Stromführungsanordnung kann insbesondere ein elektrisches Anschlusselement aufweisen, welches gegenüberliegend zum Verbindungselement am Kabel angeschlossen ist. Dieses Anschlusselement kann beispielsweise dafür vorgesehen sein, das Kabel mit weiteren stromführenden Teilen zu verbinden, beispielsweise mit einem Erder, welcher an das Anschlusselement angeschlossen werden kann. Beispielsweise kann es sich bei einem Anschlusselement um ein Element handeln, welches während der

Herstellung eines Betonbauteils oder eines anderen Elements an einer Schalung angeordnet ist und somit auch nach einem Betoniervorgang von außen elektrisch kontaktierbar ist.

Das elektrische Anschlusselement kann beispielsweise als Tellerpresshülse mit einem Teller, oder als Anschweißlasche mit einem flachen Ende, oder als Kabelschuh mit einer Öse, oder als Blockverbinder ausgebildet sein. Dadurch kann eine einfache Verbindung mit anderen Stromleitern erreicht werden.

Ein Anschlusselement kann auch dazu ausgebildet sein oder dazu verwendet werden, mehrere Kabel bzw. mehrere Stromleiter miteinander zu verbinden. Dadurch kann eine elektrische Verbindung beispielsweise zwischen mehreren Stromleitern hergestellt werden, wodurch sie beispielsweise gemeinsam geerdet werden können. Beispielsweise können hierzu mehrere Anschlusselemente in Form von Schweißlaschen zusammengeschweißt werden. Dabei können beispielsweise zwei, drei oder mehr Kabel miteinander verbunden werden.

Die Stromführungsanordnung kann bevorzugt eine Stromtragfähigkeit von mindestens 20.000 Ampere oder von mindestens 40.000 Ampere haben. Dies kann insbesondere für Erdungszwecke, beispielsweise im Bahnbereich, vorteilhaft sein. Unter einer Stromtragfähigkeit kann insbesondere ein Strom verstanden werden, welcher in einer Zeitspanne von 0,1 Sekunden bis eine Sekunde fließen kann und dabei eine durch den Strom verursachte Temperaturerhöhung unter 260 K bleibt. Typische Stromtragfähigkeiten können beispielsweise zwischen 25 kA und 45 kA liegen.

Bevorzugt weist die Stromführungsanordnung einen Widerstand zwischen Stromleiter und Kabel von weniger als 50 Mikroohm oder weniger als 200 Mikroohm auf. Die Stromführungsanordnung kann auch einen Widerstand zwischen 1 Mikroohm und 50 Mikroohm aufweisen. Derartige Werte eignen sich insbesondere für Erdungszwecke, beispielsweise im Bahnbereich, und können zu der bereits erwähnten vorteilhaften Stromtragfähigkeit führen.

Bevorzugt ist ein End- oder Mittenanschlag als Positionskontrolle für die aufzunehmenden Stromleiter in einer Bohrung des Verbindungselements zwischen oder hinter den Längsenden angeordnet. Dadurch kann eine vorteilhafte Kontrolle des Einschubs des Stromleiters erreicht werden.

Die Stromführungsanordnung kann mindestens eine Schraube aufweisen, welche eine Sollbruchstelle aufweist, durch welche die Schraube ein definiertes Bruchdrehmoment aufweist und nach einem Bruch nicht mehr lösbar ist. Dies erlaubt eine besonders einfache Kontrolle einer Befestigung. Die Schraube kann normal angezogen werden, bricht jedoch bei einem definierten Bruchdrehmoment auseinander.

Beispielsweise kann dabei ein Kopf der Schraube abreißen bzw. abbrechen, wenn sich die Sollbruchstelle zwischen dem Kopf und dem Rest der Schraube befindet.

Vorzugsweise dringt jede Schraube an ihrem dem Stromleiter zugewandten Ende unter Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen Schraube und Stromleiter in den Stromleiter ein. Es kann jedoch auch nur ein Teil der Schrauben so verarbeitet sein, dass sie tatsächlich in den Stromleiter eindringen.

Bezüglich der Anzahl der Schrauben kann eine beliebige Anzahl verwendet werden, beispielsweise eine Schraube, zwei Schrauben, drei Schrauben oder auch mehr als drei Schrauben.

Der Stromleiter kann beispielsweise als ein Stab oder Kabel oder auch als Litze ausgeführt sein. Beispielsweise kann er einen kompakten Querschnitt haben. Der Querschnitt kann beispielsweise rund sein, er kann jedoch auch abgeflacht oder auch nahezu oder ganz eckig, viereckig oder mehreckig ausgeführt sein. Der Stromleiter ist vorzugsweise aus leitendem Metall oder aus einer leitenden Metalllegierung. Unter einer leitenden Ausführung sei hier insbesondere eine elektrisch leitende Ausführung verstanden.

Vorzugsweise dringen die in den Stromleiter eindringenden Schrauben durch eine Oberflächenschicht des Stromleiters in ein Kernmaterial des Stromleiters ein. Dies kann insbesondere der Tatsache Rechnung tragen, dass Stromleiter zumindest teilweise herstellungsbedingt mit einer Oxid- oder Zunderschicht an der Oberfläche ausgeliefert werden. Derartige Schichten weisen einen gegenüber reinem Metall deutlich schlechteren elektrischen Widerstand auf. Demgemäß kann es vorteilhaft sein, derartige Schichten zu durchdringen und im Kern des Materials eine elektrisch widerstandsarme Verbindung zu ermöglichen. Die jeweilige Schicht kann dabei jedoch gleichzeitig auch nützlich sein, da sie den Stromleiter nach außen passiviert und gegen unerwünschte Kontakte schützt.

Bevorzugt weisen die Schrauben an ihren dem Stromleiter zugewandten Enden einen sich zum Stromleiter hin verjüngenden Abschnitt auf. Damit kann die jeweilige Schraube in vorteilhafter Weise in den Stromleiter eindringen, wobei lokal eine erhöhte Kraft aufgebracht werden kann. Damit kann beispielsweise eine jeweils außenliegende Schicht auf dem Stromleiter durchbrochen werden.

Ein weiterer denkbarer Anwendungsbereich liegt bei Reparaturarbeiten an Hochstromleitungen, wie beispielsweise an Elektromobilen, Solarfarmen oder Ladestationen, die durch irgendwelche Störungen, Unfälle oder Einwirkungen beschädigt sind und lokal teilweise ersetzt werden müssen. Hier bieten sich solche vorgefertigten und ohne große Hilfsmittel einsetzbaren Stromführungsanordnungen an, die auf verbleibende Stromleiter aufgebracht werden können und die durch beispielsweise Abreißschrauben

definiert in den Stromleiter eindringen und ausreichende elektrische Leitfähigkeit aufweisen und nicht mehr entfernbar sind. Somit ist die Reparatur selbstkontrollierend und irreversibel ohne Hilfsmittel. Dazu sind Stromführungsanordnungen denkbar, die eine oder zwei Verbindungselemente aufweisen und nach Anbringen stromisolierend umhüllt werden, beispielsweise durch Kunststoffüberzüge, Kunststoffhüllen, Schrumpfschläuche oder ähnliche Hilfsmittel.

Die sich zum Stromleiter hin verjüngenden Abschnitte können beispielsweise kegelförmig, spitz, kegelstumpfartig oder pyramidenförmig ausgeführt sein. Derartige Ausführungen haben sich für typische Anwendungen bewährt. Die sich verjüngenden Abschnitte können dabei bei allen verwendeten Schrauben gleich sein, sie können jedoch auch unterschiedlich ausgeführt sein.

Bevorzugt sind die Schrauben in einer jeweiligen Querbohrung des Verbindungselements mit zu einem Außengewinde der Schraube komplementärem Innengewinde aufgenommen. Dadurch kann eine vorteilhafte Befestigung der Schrauben an dem Verbindungselement erreicht werden. Die Schrauben haben dabei typischerweise eine Längsrichtung, welche quer zum Stromleiter ausgerichtet ist. Dementsprechend werden sie typischerweise auch in einer Richtung quer zum Stromleiter bzw. zu einer Längsrichtung des Stromleiters eingeschraubt.

Gemäß einer Ausführung sind alle Querbohrungen entlang einer Linie, welche parallel zu einer Längsachse des Verbindungselements verläuft, angeordnet.

Gemäß einer Ausführung sind ein Teil der Querbohrungen entlang einer Linie, welche parallel zur Längsachse verläuft, angeordnet, und ein Teil der Querbohrungen ist umfangsmäßig versetzt dazu angeordnet. Mittels dieser Ausführung können die Querbohrungen an unterschiedlichen radialen Positionen vorgesehen werden, was beispielsweise für bestimmte Montagesituationen vorteilhaft sein kann.

Der Stromleiter kann beispielsweise ein Stab, ein Stahlstab, ein Baustahlstab, ein Betonrippenstahlstab, ein Kabel oder eine Litze sein. Derartige Ausführungen haben sich für typische Anwendungszwecke bewährt.

Allgemein sei erwähnt, dass der Stromleiter beispielsweise einen kompakten, runden oder auch abgeflachten oder nahezu oder ganz eckigen, beispielsweise viereckigen oder mehreckigen, Querschnitt aufweisen kann. Der Stromleiter kann beispielsweise aus leitendem Metall oder aus einer leitenden Metalllegierung ausgebildet sein.

Der Stromleiter kann beispielsweise eine Anzahl von Vorsprüngen aufweisen. Dies kann beispielsweise einer Ausbildung als Betonrippenstab entsprechen.

Das Verbindungselement ist gemäß einer alternativen Ausführung dazu ausgebildet, sowohl an einem ersten Längsende wie auch an einem zweiten Längsende einen jeweiligen Stromleiter aufzunehmen, und weist weiter beispielsweise an mindestens einem der beiden Längsenden jeweilige Querbohrungen zum Eindrehen der Schrauben auf. Es kann auch an beiden Längsenden jeweilige Querbohrungen zum Eindrehen der Schrauben aufweisen. Dadurch kann das Verbindungselement dazu ausgebildet sein, zwei Stromleiter miteinander zu verbinden und dabei die bereits eingangs erwähnten Vorteile zu erreichen.

Das Verbindungselement kann insbesondere als Doppelverbinder ausgebildet sein. Dies kann beispielsweise auf die eben beschriebene Art und Weise, also durch Ausbildung zur Aufnahme von zwei Stromleitern an jeweiligen Längsenden, erfolgen.

Bevorzugt ist ein End- oder Mittenanschlag als Positionskontrolle für die aufzunehmenden Stromleiter in einer Bohrung des Verbindungselements zwischen oder hinter den Längsenden angeordnet. Dadurch kann erreicht werden, dass die jeweiligen Stromleiter nur bis zum jeweiligen End- oder Mittenanschlag geschoben werden können und auf diese Weise auch überprüft werden kann, ob sie ausreichend weit, also beispielsweise bis zum Anschlag, eingeschoben wurden.

Beispielsweise kann hier eine tief eingeschraubte Schraube als Anschlag benutzt werden. In diesem Fall kann ein Kopf der Schraube beispielsweise daran verbleiben, was einer optischen Kontrolle dient. Es kann in diesem Fall jedoch sein, dass Leiter eventuell nicht ganz anliegen. Ebenso ist es möglich, einen jeweiligen Stromleiter positionsrichtig einzustecken und dann Schrauben einzudrehen, beispielsweise als End- oder Mittenanschlag. Die letzte Schraube ohne Kontakt kann dann beispielsweise tiefer eingedreht werden, wobei beispielsweise ein Kopf der Schraube abreißen kann. Hierauf wird weiter unten noch näher eingegangen werden. Ein Stumpen dieser Schraube sitzt dann optisch tiefer als die anderen und somit kann die Position zuverlässig kontrolliert werden.

Das Verbindungselement kann gemäß einer alternativen Ausführung beispielsweise als Tellerverbinder bzw. Tellerpresshülse ausgebildet sein. Hierzu kann beispielsweise endseitig ein Teller angebracht sein, insbesondere gegenüberliegend zu einer Aufnahme für den Stromleiter. Eine solche Ausbildung als Tellerverbinder kann beispielsweise vorteilhaft sein zum Anschließen von Kabelschuhen, wobei beispielsweise ein Verbindungsrohr des Tellerverbinders mit einer Innengewindebohrung versehen sein kann. Dieses Verbindungsrohr kann beispielsweise identisch zu demjenigen sein, welches den jeweiligen Stromleiter aufnimmt.

Zur Ausbildung als Tellerverbinder kann das Verbindungselement beispielsweise an einem Längsende eine quer zur Längsachse des Verbindungselements liegende Scheibe aufweisen. An dieser können beispielsweise andere Objekte wie Kabelschuhe angebracht werden.

Das Verbindungselement kann gemäß einer alternativen Ausführung auch als Blockverbinder ausgebildet sein. Zur Ausbildung als Blockverbinder kann das Verbindungselement an einem Längsende einen Abschnitt mit im Vergleich zum Rest des Verbindungselements größerem Durchmesser aufweisen. Zur Ausbildung als Blockverbinder kann das Verbindungselement beispielsweise einen angeformten verbreiterten, beispielsweise stirnseitig zylindrischen oder anders massiv geformten Block aufweisen. Dieser kann beispielsweise eine Bohrung und ein Innengewinde aufweisen. Damit kann er eine ausreichend große Auflagefläche für einen Kabelschuh bieten. Dem kann sich nach hinten ein Verbinder anschließen. An einem zum Block bzw. zum Abschnitt mit größerem Durchmesser gegenüberliegenden Längsende kann beispielsweise eine Aufnahme für den Stromleiter vorgesehen sein. Dort können auch Bohrungen für die Schrauben vorgesehen sein. An dem massiven Block bzw. an dem Abschnitt mit größerem Durchmesser können auch beispielsweise Stromleiter aus Stahl angeschweißt werden.

Das Verbindungselement kann beispielsweise in einem Ende einen starren Stromleiter aufnehmen und an einem anderen Ende ein Kabel aufnehmen, das in einem weiteren Verbindungselement wie einer Tellerpresshülse mit einem Teller oder einer Anschweißlasche mit einem flachen Ende oder Kabelschuh mit einer Öse oder einem weiteren Pressverbinder oder Blockverbinder mündet. Dadurch kann eine in zahlreichen Situationen vorteilhafte Anschlusslösung erreicht werden, bei welcher beispielsweise ein Anschluss des Stromleiters mithilfe des Verbindungselements und des Kabels erfolgt, welcher durch das Kabel von dem Stromleiter deutlich beabstandet und auch flexibel angeordnet werden kann.

Das Verbindungselement kann gemäß einer alternativen Ausführung beispielsweise eine Anschweißlasche aufweisen. Mittels einer solchen Anschweißlasche können unterschiedlichste Elemente wie beispielsweise Kabel oder auch andere elektrische Verbindungsmittel in einfacher und flexibler Weise angeschweißt werden.

Das Verbindungselement kann gemäß einer alternativen Ausführung beispielsweise einen Kabelschuh mit darin ausgebildeter Öse aufweisen. Der Kabelschuh kann auch ohne darin ausgebildete Öse ausgeführt sein. Mittels eines solchen Kabelschuhs kann beispielsweise ein Kabel oder eine Litze einfach angeschlossen werden und somit kann eine elektrische Verbindung zum Stromleiter hergestellt werden.

Das Verbindungselement kann an einem Längsende an einem Kabel angeschlossen sein. Damit kann eine unmittelbare elektrische Verbindung zu dem Kabel hergestellt werden.

Das Kabel kann an seinem dem Verbindungselement gegenüberliegenden Längsende in einer Hülse aufgenommen sein. Mit dieser Hülse kann das Kabel wiederum mit anderen Komponenten elektrisch verbunden werden.

Das Kabel kann auch an seinem dem Verbindungselement gegenüberliegenden Ende mit einer Anschweißlasche verbunden sein. Diese kann insbesondere flächig ausgebildet sein. An einer solchen Anschweißlasche können beispielsweise andere elektrische Komponenten angeschweißt werden und dadurch in einfacher und flexibler Weise elektrisch verbunden werden.

Das Kabel kann an seinem dem Verbindungselement gegenüberliegenden Längsende mit einem Kabelschuh verbunden sein. In diesem kann insbesondere eine Öse ausgebildet sein. Mittels eines solchen Kabelschuhs kann eine direkte elektrische Verbindung zu einem Kabel oder einer Litze hergestellt werden.

Das Kabel kann an seinem dem Verbindungselement gegenüberliegenden Längsende mit einem weiteren Verbindungselement verbunden sein. Dadurch kann eine Verbindung zwischen zwei Verbindungselementen hergestellt werden. Jedes Verbindungselement ist dabei typischerweise dazu ausgebildet, mit einem jeweiligen Stromleiter elektrisch verbunden zu werden. Durch die eben beschriebene Ausführung mit einem Kabel, welches zwei Verbindungselemente elektrisch verbindet, kann auf diese Weise auch eine Verbindung zwischen den beiden Stromleitern hergestellt werden.

Das Verbindungselement kann gemäß einer alternativen Ausführung an einem Längsende gegenüberliegend zum Stromleiter mit einem weiteren Stromleiter verbunden sein. Beispielsweise kann das Verbindungselement hierzu wie weiter oben bereits beschrieben als Doppelverbinder ausgebildet sein. Mit einer solchen Ausführung kann eine elektrische Verbindung zwischen zwei Stromleitern mittels des Verbindungselements hergestellt werden, ohne dass dafür, abgesehen von den Schrauben, weitere Komponenten benötigt werden.

Die Stromführungsanordnung kann beispielsweise ein Erdungsverbinder sein. Ein solcher kann beispielsweise in einer Erdungsverbindung verwendet werden, welche typischerweise dazu dient, ein definiertes Potential als Masse bereitzustellen und beispielsweise im Fall eines Kurzschlusses oder einer anderen Fehlfunktion kurzzeitig eine hohe Stromstärke abzuleiten.

Die Stromführungsanordnung kann beispielsweise eine Hochstromverbindung ausbilden. Unter einer solchen Hochstromverbindung wird insbesondere eine Verbindung verstanden, welche dazu in der Lage

ist, hohe elektrische Ströme für kurze Zeit oder auch für längere Zeit aufzunehmen, ohne dabei eine übermäßige Wärmeentwicklung zu zeigen, insbesondere ohne sich dabei wärmebedingt zu verformen.

Die Stromführungsanordnung kann beispielsweise eine Stromtragfähigkeit von mindestens 20.000 A haben. Weiter bevorzugt hat die Stromführungsanordnung eine Stromtragfähigkeit von mindestens 40.000 A. Derartige Stromtragfähigkeiten haben sich für typische Anwendungen als vorteilhaft erwiesen.

Unter einer Stromtragfähigkeit kann insbesondere ein Strom verstanden werden, welcher in einem Zeitraum von 0,1 s bis 1 s fließen kann und wobei dabei eine durch den Strom verursachte Temperaturerhöhung unter 260 K bleibt. Typische Stromstärken können dabei beispielsweise zwischen 25.000 A und 45.000 A liegen.

Die Stromführungsanordnung kann beispielsweise einen Widerstand von weniger als 50 mW oder weniger als 200 mW aufweisen. Derartige Widerstände haben sich für typische Anwendungen als vorteilhaft erwiesen. Für besonders widerstandssensible Anwendungen kann auch ein Widerstand zwischen 1 mW und 50 mW vorgesehen sein. Es hat sich gezeigt, dass durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Stromführungsanordnung auch bei robuster und gegen hohe Stromstärken resistenter Ausführung derartig niedrigere Widerstände erreichbar sind.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführung sind die Schrauben Abreißschrauben. Dies kann für alle Schrauben oder auch nur für einen Teil der verwendeten Schrauben gelten. Die Schrauben können auch Gewindeteile von Abreißschrauben nach Abreißen eines jeweiligen Kopfes sein. Derartige Gewindeteile können auch als Stummel bezeichnet werden. Die Schrauben können somit insbesondere Stummel von Abreißschrauben sein. Dies kann insbesondere bedeuten, dass während eines Herstellungsverfahrens die Schrauben zunächst einen Kopf hatten, welcher jedoch während des Herstellungsverfahrens abgerissen ist.

Durch die Verwendung von Abreißschrauben kann insbesondere sichergestellt werden, dass diese bis zu einem bestimmten Drehmoment eingedreht werden und bei Erreichen eines bestimmten Drehmoments der jeweilige Kopf abreißt.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Betonbauteil. Das Betonbauteil weist einen Betonkörper auf. Es weist eine Stromführungsanordnung wie weiter oben mit Bezug auf ein Stromführungselement beschrieben auf. Das Stromführungselement der Stromführungsanordnung ist ganz oder teilweise in dem Betonkörper beinhaltet. Dadurch kann beispielsweise vorgesehen sein, dass für den Fall eines Auftreffens eines unter Spannung stehenden Fahrdrahts eine schnelle Erdung erfolgt, wie weiter oben beschrieben.

Das Kabel kann insbesondere aus dem Betonkörper herausführen. Es kann auch im Inneren des Betonkörpers eingebettet zur Oberfläche des Betonkörpers geführt sein und/oder mit einem in dem Betonkörper eingelassenen, von außerhalb des Betonkörpers zugänglichen elektrischen Anschlusselement verbunden sein. Damit kann in vorteilhafter Weise eine Erdung oder ein sonstiger elektrischer Anschluss ermöglicht werden. Bezüglich möglicher Anschlusselemente sei beispielsweise auf die obige Beschreibung verwiesen.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Ausbilden einer Stromführungsanordnung mit einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Stromleiter und mindestens einem Kabel, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

Einführen des Stromleiters in ein Verbindungselement, an welchem das Kabel zum elektrischen Anschluss des Verbindungselements befestigt ist oder befestigt wird,

Eindrehen einer Anzahl von Schrauben in eine Anzahl von Querbohrungen, welche in dem

Verbindungselement ausgebildet sind, wobei eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einer jeweiligen Schraube und dem Verbindungselement ausgebildet wird,

Drehen jeder der Schrauben, so dass mindestens eine der Schrauben den Stromleiter kontaktiert und unter Eindringen in den Stromleiter eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Stromleiter und Schraube ausbildet.

Bezüglich der genannten Komponenten kann auf alle hierin beschriebenen Ausführungen zurückgegriffen werden. Mittels eines eben beschriebenen Verfahrens kann in vorteilhafter Weise eine Stromführungsanordnung, insbesondere zu den bereits beschriebenen Verwendungen, hergestellt werden.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Herstellen eines Betonbauteils, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

Bereitstellen eines Stromführungselements, welches einen Stromleiter aufweist,

Ausbilden einer Stromführungsanordnung mittels eines hierin beschriebenen Verfahrens unter Verwendung des Stromleiters des Stromführungselements,

Umgießen des Stromführungselements mit Beton, so dass das Stromführungselement der Stromführungsanordnung ganz oder teilweise in dem Beton beinhaltet ist.

Bezüglich der genannten Komponenten kann auf alle hierin beschriebenen Ausführungen zurückgegriffen werden. Mittels eines eben beschriebenen Verfahrens kann in vorteilhafter Weise ein Betonbauteil, insbesondere zu den bereits beschriebenen Verwendungen, hergestellt werden. Insbesondere kann somit ein Stromführungselement, beispielsweise eine Betonstahlmatte, in besonders einfacher Weise angeschlossen werden.

Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Verwendung einer Anzahl von Schrauben zur Ausbildung einer Stromführungsanordnung zwischen einem Stromleiter und einem Kabel, welches an einem Verbindungselement befestigt ist. Dies hat sich, wie bereits mit Bezug auf Stromführungsanordnung und Verfahren erwähnt, als besonders einfache und zuverlässige Vorgehensweise erwiesen.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Ausbilden einer Strombrücke mit einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Stromleiter und mindestens einem Verbindungselement. Das Verfahren weist folgende Schritte auf:

Einführen des Stromleiters in das Verbindungselement,

Eindrehen einer Anzahl von Schrauben in eine Anzahl von Querbohrungen, welche in dem Verbindungselement ausgebildet sind, wobei eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einer jeweiligen Schraube und dem Verbindungselement ausgebildet wird,

Drehen jeder der Schrauben, so dass mindestens eine der Schrauben den Stromleiter kontaktiert und unter Eindringen in den Stromleiter eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Stromleiter und Schraube ausbildet.

Mittels eines erfindungsgemäßen Verfahrens kann in vorteilhafter Weise eine elektrisch leitende Verbindung durch eine Strombrücke hergestellt werden. Die Schrauben können dabei typischerweise so weit eingeschraubt werden, dass sie wie weiter oben bereits beschrieben in den Stromleiter eindringen und dadurch eine zuverlässige und dauerhafte Verbindung hersteilen. Durch das Eindringen wird auch eine flächige Verbindung erreicht, welche weniger korrosionsanfällig ist.

Bevorzugt kontaktiert jede Schraube den Stromleiter und bildet unter Eindringen in den Stromleiter eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Stromleiter und Schraube aus. Alternativ kann jedoch auch nur ein Teil der verwendeten Schrauben den Stromleiter kontaktieren und dabei eine elektrische Verbindung ausbilden.

Bevorzugt weist mindestens eine, bevorzugt jede Schraube an ihrem dem Stromleiter zugewandten Ende einen sich zum Stromleiter hin verjüngenden Abschnitt auf. Dadurch kann wie weiter oben bereits erläutert ein punktueller Druck aufgebaut werden, welcher beispielsweise das Durchdringen einer außenliegenden Schicht des Stromleiters erleichtern kann.

Ein sich verjüngender Abschnitt kann dabei zwar grundsätzlich verformt werden, wobei es insbesondere bei Vorhandensein einer nicht stromleitenden Schicht auf dem Stromleiter besonders darauf ankommt, die Oberfläche bzw. die Schicht des Stromleiters zu durchdringen und spitz im Inneren dort elektrisch ohne wesentlichen Widerstand leitend zu verbinden. Daher wird sich die Schraube bzw. deren Spitze oder sich verjüngender Abschnitt typischerweise nur wenig deformieren.

Bevorzugt weist das Verfahren vor dem Einführen des Stromleiters in das Verbindungselement das Eindrehen einer Positionsschraube durch eine Querbohrung in dem Verbindungselement auf. Bevorzugt wird dabei der Stromleiter so weit in das Verbindungselement eingeschoben, bis er an die Positionsschraube angrenzt.

Bevorzugt wird aufgrund einer unterschiedlich tiefen Einschraubbarkeit der Schrauben eine nachträgliche Positionskontrolle des Stromleiters im Verbindungselement ermöglicht. Beispielsweise können Schrauben verwendet werden, welche gleich lang sind bzw. deren jeweilige Stummel nach abgerissenem Kopf gleich lang sind. Die unterschiedlich tiefe Einschraubbarkeit kann dann beispielsweise durch eine Höhenvariation im Stromleiter sichergestellt werden. Alternativ können beispielsweise auch unterschiedlich lange Schrauben bzw. Schrauben mit unterschiedlich langen Stummeln verwendet werden.

Bevorzugt wird durch die unterschiedlich weit herausstehenden Reste bzw. Stummel der abgerissenen Schrauben eine nachträgliche Positionskontrolle des Stromleiters im Verbindungselement ermöglicht. Beispielsweise kann es sich bei den erwähnten Positionskontrollen um die bereits weiter oben erwähnten End- oder Mittelanschläge handeln. Auf die obigen Ausführungen sei diesbezüglich verwiesen. Vorteilhaft ist dabei insbesondere, dass durch einen einfachen Blick erkannt werden kann, ob der Stromleiter richtig eingeführt wurde und ob er in seiner richtigen Position ist.

Durch das Eindringen wird bevorzugt eine möglichst widerstandsarme elektrische Verbindung ausgebildet. Hierzu sei beispielsweise auf die weiter oben bereits gegebenen Ausführungen zur Stromtragfähigkeit und zum Widerstand verwiesen. Insbesondere kann eine möglichst widerstandsarme elektrische Verbindung ausgebildet werden, wenn eine isolierende Schicht auf dem Stromleiter, sofern eine solche vorhanden ist, von der jeweiligen Schraube durchstoßen wird und dann das Innere des Stromleiters kontaktiert wird.

Die Schrauben werden bevorzugt zum Eindringen bis zu einem vorbestimmten Drehmoment gedreht. Dadurch kann ein gewisses Eindringen sichergestellt werden, gleichzeitig jedoch eine Überbeanspruchung des Materials verhindert werden.

Das vorbestimmte Drehmoment kann bevorzugt bei einer jeweiligen Schraube dadurch eingestellt werden, dass die jeweilige Schraube einen Kopf aufweist, welcher mit dem Rest der Schraube derart verbunden ist, dass er bei Erreichen des vorbestimmten Drehmoments abreißt. Dadurch kann in einfacher Weise vorgegeben werden, bis zu welchem Drehmoment die jeweilige Schraube eingedreht werden soll.

Insbesondere kann dies auch bereits durch den Hersteller der Schraube bzw. des Stromverbinders vorgegeben werden, so dass Fehlerquellen wie beispielsweise falsch eingestellte oder falsch verwendete Drehmomentschlüssel verhindert werden.

Der abreißbare Kopf kann mit dem Rest der Schraube über eine Sollbruchstelle verbunden sein. Dadurch kann beispielsweise das bereits erwähnte Drehmoment, bei welchem der abreißbare Kopf abreißt, vorgegeben werden. Bei einer Sollbruchstelle kann es sich beispielsweise um eine Stelle mit lokal kleinerem Radius handeln.

Die Schrauben sind bevorzugt als Abreißschrauben ausgebildet. Dadurch kann beispielsweise die bereits erwähnte Einsteilbarkeit des maximalen Drehmoments in einfacher Weise erreicht werden.

Bevorzugt sind die Schrauben dazu ausgebildet, bis zu einem vorgegebenen Drehmoment gedreht zu werden und dann unter Abreißen eines jeweiligen Kopfs der Schraube mit ihrem Gewindeabschnitt in dem Verbindungselement zu verbleiben. Dadurch kann beispielsweise die weiter oben bereits erwähnte Drehmomentbegrenzung in vorteilhafter Weise realisiert werden.

Die Abreißschrauben können beispielsweise eine unlösbare, nicht manipulierbare, optisch wahrnehmbare, und/oder kontrollierbare elektrisch leitende Verbindung sicherstellen. Insbesondere kann mit einem einfachen Blick überprüft werden, ob die Köpfe abgerissen sind. In diesem Fall kann dann mit hoher Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Schrauben mit dem benötigten bzw. gewünschten Drehmoment eingedreht wurden und somit auch in gewünschter Weise eine elektrisch leitende Verbindung hergestellt haben.

Alternativ sei erwähnt, dass das vorbestimmte Drehmoment auch mittels eines Drehmomentschlüssels eingestellt werden kann.

Mit dem vorbestimmten Drehmoment ist bevorzugt eine Eindringtiefe der Schraube in den Stromleiter korreliert. Dadurch kann eine definierte elektrische Verbindung hergestellt werden.

Bevorzugt wird mittels des Verfahrens eine Stromführungsanordnung ausgebildet. Hierbei kann es sich insbesondere um eine Stromführungsanordnung gemäß der Erfindung handeln. Dabei kann auf alle hierin beschriebenen Ausführungen und Varianten zurückgegriffen werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführung werden unter Zuhilfenahme und Kombination mehrerer der Elemente der erfindungsgemäßen Stromführungsanordnung Teilstrombrücken in einem Arbeitsschritt vor der Endmontage so vorkonfektioniert, dass die Verbindung von mehr als zwei Stromleitern durch Verbindungselemente mit Abreißschrauben alleine vorgenommen werden kann. Dadurch kann der Arbeitsablauf auf einer Baustelle erheblich vereinfacht und sicherer ausgeführt werden.

Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Verwendung einer Anzahl von Schrauben zur Ausbildung einer Stromführungsanordnung zwischen einem Stromleiter und einem Verbindungselement, insbesondere nach einer erfindungsgemäßen Stromführungsanordnung. Hierbei kann auf alle hierin beschriebenen Ausführungen und Varianten zurückgegriffen werden.

Es sei erwähnt, dass in der eben gegebenen Beschreibung einige alternative Ausführungsformen von Verbindungselementen genannt sind. Dabei handelt es sich insbesondere um solche, welche nicht oder zumindest nicht zwingend direkt an einem Kabel angeschlossen sind. Derartige Ausführungen können im Rahmen von alternativen Ausführungen einer Stromführungsanordnung verwendet werden.

In diesem Zusammenhang wird insbesondere darauf hingewiesen, dass alle im Bezug auf die Vorrichtung beschriebenen Merkmale und Eigenschaften aber auch Verfahrensweisen sinngemäß auch bezüglich der Formulierung des erfindungsgemäßen Verfahrens übertragbar und im Sinne der Erfindung einsetzbar und als mitoffenbart gelten. Gleiches gilt auch in umgekehrter Richtung, das bedeutet, nur im Bezug auf das Verfahren genannte, bauliche also vorrichtungsgemäße Merkmale können auch im Rahmen der Vorrichtungsansprüche berücksichtigt und beansprucht werden und zählen ebenfalls zur Offenbarung.

In der Zeichnung ist die Erfindung insbesondere in Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 : eine Stromführungsanordnung,

Fig. 2: einen Querschnitt durch eine Stromführungsanordnung,

Fig. 3: eine Stromführungsanordnung während eines Herstellungsverfahrens,

Fig. 4: eine alternative Ausführung einer Stromführungsanordnung,

Fig. 5: einen Querschnitt durch eine Stromführungsanordnung gemäß einer alternativen Ausführung,

Fig. 6: ein Verbindungselement,

Fig. 7: ein Verbindungselement als Doppelverbinder,

Fig. 8: ein Verbindungselement als Tellerverbinder,

Fig. 9: ein Verbindungselement als Blockverbinder,

Fig. 10: eine Stromführungsanordnung,

Fig. 1 1 : eine Stromführungsanordnung gemäß einer alternativen Ausführung,

Fig. 12: eine Stromführungsanordnung gemäß einer nochmals alternativen Ausführung,

Fig. 13: eine Stromführungsanordnung gemäß einer nochmals alternativen Ausführung,

Fig. 14: einen Doppelverbinder,

Fig. 15: einen weiteren Doppelverbinder,

Fig. 16: einen Blockverbinder,

Fig. 17: den Blockverbinder von Fig. 16 in einer anderen Ansicht,

Fig. 18: einen Tellerverbinder,

Fig. 19: einen Doppelverbinder,

Fig. 20: einen Stromleiter,

Fig. 21 : ein Kabel,

Fig. 22: einen Kabelschuh,

Fig. 23: eine Anschweißlasche,

Fig. 24: einen Tellerverbinder,

Fig. 25: eine Anordnung aus mehreren Stromführungsanordnungen, welche miteinander verbunden sind, Fig. 26: drei Stromführungsanordnungen, welche miteinander verbunden sind,

Fig. 27: ein Betonbauteil.

Fig. 1 zeigt einen Teil einer Stromführungsanordnung 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Die Stromführungsanordnung 10 weist einen Stromleiter 20 auf. Dieser ist als Betonrippenstab ausgebildet und trägt deshalb an seiner Außenseite eine Mehrzahl von Vorsprüngen 22. Der Stromleiter kann beispielsweise aus Stahl, Kupfer, Aluminium, Messing, Zink oder einer Legierung aus oder mit diesen Komponenten ausgebildet sein. Der Stromleiter 20 ist außerdem mit einer nicht separat dargestellten Oxidschicht überzogen, welche an der Oberfläche einen erhöhten elektrischen Widerstand als im Inneren des Stromleiters 20 bildet.

Die Stromführungsanordnung 10 weist ein Verbindungselement 30 auf. In diesem ist der Stromleiter 20 wie gezeigt aufgenommen. In dem Verbindungselement 30 sind eine Anzahl von Querbohrungen 32 ausgebildet, welche vorliegend entlang einer längs zum Stromleiter 20 verlaufenden Linie angeordnet sind.

In jede der Querbohrungen 32 ist eine jeweilige Schraube 40 eingesetzt. Hierzu weisen die Schrauben 40 bzw. die Bohrungen 32 zueinander komplementäre Außen- bzw. Innengewinde auf, welche nicht separat dargestellt sind.

Jede Schraube 40 weist einen jeweiligen konisch bzw. spitz zulaufenden Abschnitt 42 auf. Wird die jeweilige Schraube 40 in Richtung des Stromleiters 20 eingedreht, kann mittels des konisch zulaufenden Abschnitts 42 die bereits erwähnte Oxidschicht des Stromleiters 20 durchbrochen werden. Dadurch kann eine besonders vorteilhafte elektrische Verbindung direkt zwischen der Schraube 40 und dem Stromleiter 20 bzw. dem Inneren des Stromleiters 20 erreicht werden.

Jede Schraube 40 weist einen jeweiligen Kopf 46 auf, in welchem ein jeweiliges Innenprofil 48 ausgebildet ist. Mittels des Innenprofils 48 ist die jeweilige Schraube 40 in bekannter Weise drehbar, beispielsweise mittels eines Inbusschlüssels. Vorliegend ist ein Innensechskantprofil vorgesehen, es kann aber auch ein anderes Innenprofil oder alternativ auch ein Außenprofil verwendet werden.

Zwischen dem jeweiligen Kopf 46 und dem Rest der Schraube 40 ist eine jeweilige Sollbruchstelle 44 ausgebildet. Diese Sollbruchstelle 44 ist so konzipiert, dass bei Anwendung eines bestimmten Drehmoments an dem Innenprofil 48 bzw. allgemein gesagt auf den Kopf 46 der Kopf 46 vom Rest der Schraube 40 abreißt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass jede Schraube 40 mit einem durch die Sollbruchstelle 44 vordefinierten Drehmoment eingeschraubt werden kann und bei Erreichen dieses vordefinierten Drehmoments der jeweilige Kopf 46 abreißt. Dieses Drehmoment ist typischerweise so gewählt, dass die Schraube 40 mit ihrem konisch zulaufenden Abschnitt 42 die bereits erwähnte Oxidschicht des Stromleiters 20 durchdringt und somit eine zuverlässige dauerhafte elektrische Verbindung zum Inneren des Stromleiters 20 herstellt. Durch das Abreißen des Kopfs 46 wird zudem erreicht, dass optisch einfach kontrolliert werden kann, ob die Schraube 40 korrekt eingeschraubt wurde, und zudem wird ein unbeabsichtigtes Lösen der Schraube 40 verhindert.

Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Stromführungsanordnung 10 an einer Schraube 40. Dabei ist zu erkennen, dass der Stromleiter 20 nicht ganz mittig in dem Verbindungselement 30 angeordnet ist und durch ein Einschrauben der Schraube 40 leicht gegen eine Seite des Verbindungselements 30 gedrückt werden kann. Dabei kann wie bereits beschrieben eine elektrische Kontaktierung hergestellt werden.

Die Größenverhältnisse des Stromleiters 20 zum Verbindungselement 40 zeigen beispielhaft, wie durch den geringen Spielraum mit einer einzigen Abreißschraubenlinie der Stromleiter 20 im Verbindungselement 40 zentriert und gehalten werden kann.

Fig. 3 zeigt die Stromführungsanordnung 10 mit bereits abgerissenen Köpfen 46 der Schrauben 40. Es verbleiben somit nur noch Stummel der Schrauben 40, wobei die jeweiligen konisch zulaufenden Abschnitte 42 in den Stromleiter 20 eindringen. Dies ist auch in einer vergrößerten Ansicht separat gezeigt. Entsprechend wird in dem Stromleiter 20 eine jeweilige Mulde 24 durch das Eindringen der Schraube 40 ausgebildet, wodurch eine zuverlässige und dauerhafte elektrische Verbindung hergestellt wird.

Ein jeweiliger Kopf 46 der Schrauben 40 kann mittels eines Inbusschlüssels 60 betätigt werden, welcher in das jeweilige Innenprofil 48 eingreift. Es ist dabei nicht erforderlich, einen Drehmomentschlüssel zu verwenden, da die jeweilige Sollbruchstelle 44 für die Anwendung des korrekten Drehmoments sorgt.

Für den Inbusschlüssel 60 kann beispielhaft ein Sechskantschlüssel oder aber auch ein Ratschenschlüssel oder ein elektrischer Schrauber verwendet werden. Dieser kann mit einer Protokollführung (gespeichert oder telemetrisch) ausgestattet sein, um die Vorgänge zu Qualitätssicherungszwecken zu dokumentieren.

Fig. 4 zeigt eine Ausführung einer Stromführungsanordnung 10 mit einem Endanschlag 70. Der Endanschlag 70 besteht in einer zusätzlichen Schraube, welche durch eine Querbohrung 32 des Verbindungselements 30 eingeschraubt wird, und bis zu welcher der Stromleiter 20 in dem Verbindungselement 30 geschoben wird. Dadurch kann eine korrekte Lage des Stromleiters 20 im Verbindungselement 30 sichergestellt werden.

Wie gezeigt ist die als Endanschlag 70 verwendete Schraube weiter in das Verbindungselement 30 eingeschraubt als die anderen Schrauben 40. Der Kopf der als Endanschlag 70 verwendeten Schraube wird typischerweise nicht abgerissen. Wird der Kopf jedoch abgerissen, so liegt der verbleibende Stummel tiefer. Dies kann optisch zur Kontrolle der ordnungsgemäßen Montage verwendet werden.

Fig. 5 zeigt eine Ausführung einer Stromführungsanordnung 10 gemäß einer alternativen Ausführung. Dabei sind nicht alle Querbohrungen 32 entlang einer Linie angeordnet, sondern es sind zumindest zwei Querbohrungen umfangsmäßig voneinander beabstandet. Dadurch kann an unterschiedlichen Stellen des Umfangs ein Einschrauben von Schrauben 40 erfolgen. Wie in Fig. 5 zu sehen ist, wurde dabei eine zusätzliche Schraube 50 an einer zur Schraube 40 umfangsmäßig beabstandeten Position eingeschraubt. Dies kann die Kontaktierung des Stromleiters 20 erleichtern.

Der Stromleiter 20 hat hier im Vergleich zur Ausführung von Fig. 2 einen kleineren Durchmesser. Durch den größeren Spielraum sind hier beispielhaft eine zweireihige winkelversetzte Anordnung von zentrierenden Abreißschrauben sinnvoll, um den Stromleiter 20 zu zentrieren. Insbesondere bei sauberer Zentrierung gelingt das Durchbrechen der Oberfläche des Stromleiters mit den Schraubenspitzen.

Fig. 6 zeigt ein Verbindungselement 30 mit den darin ausgebildeten Querbohrungen 32 und einer Schraube 40 vor dem Einsetzen. Dabei ist zu erkennen, dass gegenüberliegend zu dem Bereich, in welchen der Stromleiter 20 aufgenommen wird, ein Kabel 84 angeschlossen ist. Hierzu ist vorliegend an dem Verbindungselement 30 eine Verjüngung 41 ausgebildet, welche über das Kabel 84 gestülpt ist. Durch Verpressen der Verjüngung 41 auf das Kabel 84 kann eine dauerhafte und zuverlässige Befestigung des

Kabels 84 am Verbindungselement 30 erreicht werden. Dabei kann beispielsweise das komplette Kabel 84 eine leitfähige Oberfläche haben, oder es kann zumindest innerhalb der Verjüngung 41 abisoliert bzw. mit einer elektrisch leitfähigen Oberfläche versehen sein, so dass eine gute elektrische Verbindung vom Verbindungselement 30 zum Kabel 84 ausgebildet wird.

Fig. 7 zeigt eine alternative Ausführung eines Verbindungselements 30, wobei doppelt so viele Querbohrungen 32 vorhanden sind wie bei der Ausführung nach Fig. 6. Dadurch kann eine Doppelverbindung ausgeführt werden, d.h. es kann von beiden Längsenden des Verbindungselements 30 aus ein jeweiliger Stromleiter eingeführt werden und mit jeweils vier Schrauben befestigt werden. Dies ermöglicht eine unmittelbare Verbindung von zwei Stromleitern mittels nur eines Verbindungselements 30 und jeweiliger Schrauben.

Fig. 8 zeigt ein alternatives Verbindungselement 30, welches als Tellerverbinder bzw. Tellerpresshülse ausgeführt ist. Dazu ist eine Scheibe 80 endseitig angeordnet, in welcher wiederum ein Innengewinde 81 ausgebildet ist. Dies erlaubt das Einschrauben oder Anschweißen von weiteren Komponenten wie beispielsweise Kabelschuhen oder anderen Anschlüssen. In der Scheibe 80 sind zwei Nagellöcher ausgebildet, welche beispielsweise zum Anbringen des Verbindungselements 30 an einer Betonschalung verwendet werden können.

Fig. 9 zeigt ein alternatives Verbindungselement 30, welches als Blockverbinder ausgebildet ist. Hierzu weist das Verbindungselement 30 einen Abschnitt 82 mit größerem Durchmesser auf, welcher an einem Längsende angeordnet ist. Darin ist eine Bohrung mit Innengewinde 83 angeordnet. Auch hieran können weitere Komponenten einfach befestigt oder angeschweißt werden.

Fig. 10 zeigt eine Ausführung einer Stromführungsanordnung 10, wobei an dem Verbindungselement 30 ein Kabel 84 angeschlossen ist. An einem gegenüberliegenden Längsende ist an dem Kabel 84 ein Tellerverbinder bzw. eine Tellerpresshülse 90 mit einer Scheibe bzw. einem Teller 92 angeordnet. Somit kann das gleiche Verbindungsprinzip wie bei der Ausführung nach Fig. 8 verwendet werden, wobei aufgrund der Flexibilität des Kabels 84 der Teller 92 flexibler im Raum positioniert werden kann.

Fig. 1 1 zeigt eine im Vergleich zu Fig. 10 dahingehend abgewandelte Ausführung, dass anstelle der Tellerpresshülse 90 eine Anschweißlasche 86 am Kabel 84 angeschlossen ist. Daran können beispielsweise andere Kabel oder sonstige Verbindungskomponenten in einfacher Weise angeschweißt werden.

Fig. 12 zeigt eine nochmals alternative Ausführung, wobei anstelle der Anschweißlasche 46 ein Kabelschuh 88 mit darin ausgebildeter Öse 89 vorhanden ist. Daran kann beispielsweise ein Kabel angeschlossen werden oder es kann eine Verbindungsschraube durch die Öse 89 geführt werden, um eine stromleitende Verbindung herzustellen.

Fig. 13 zeigt eine nochmals alternative Ausführung, wobei an beiden Längsenden des Kabels 84 ein jeweiliges Verbindungselement 30 mit darin aufgenommenem Stromleiter 20 angeordnet ist, wobei die jeweiligen Stromleiter 20 mittels jeweiliger Schrauben 40 befestigt sind. Dadurch können zwei Stromleiter 20 über die Verbindungselemente 30 und das Kabel 84 miteinander elektrisch leitend verbunden werden, wobei das Kabel 84 eine gewisse Flexibilität bereitstellt.

Fig. 14 zeigt eine alternative Ausführung, in welcher an beiden Längsenden eines Verbindungselements 30, welches entsprechend der Ausführung von Fig. 7 ausgebildet ist, ein jeweiliges Kabel 84 mittels jeweiliger Schrauben 40 befestigt ist. Die Schrauben 40 können dabei eine jeweilige eventuelle Außenhülle des Kabels 84 durchdringen und somit eine elektrisch leitende Verbindung über das Verbindungselement 30 zwischen den beiden Kabeln 84 hersteilen.

Fig. 15 zeigt eine alternative Ausführung, in welcher an dem Verbindungselement 30 der Stromführungsanordnung 10 unmittelbar ein weiterer Stromleiter 20 angeschlossen ist, an dessen gegenüberliegendem Längsende wiederum eine Tellerpresshülse 90 mit Teller 92 angeschlossen ist. Dadurch können zwei Stromleiter 20 mittels des Verbindungselements 30 miteinander verbunden werden und eine Funktionalität zum Anschluss weiterer Komponenten durch den Tellerverbinder bzw. die Tellerpresshülse 90 bereitgestellt werden.

Fig. 16 zeigt ein alternatives Verbindungselement 30, welches entsprechend Fig. 9 als Blockverbinder ausgebildet ist, mit darin eingesetztem Stromleiter 30 und Schrauben 40. Fig. 17 zeigt diese Ausführung in einer anderen Ansicht. Somit wird die typische Verwendung des als Blockverbinder ausgebildeten Verbindungselements 30 zur Aufnahme und Befestigung eines Stromleiters 20 gezeigt.

Fig. 18 zeigt das gemäß Fig. 8 als Tellerverbinder ausgeführte Verbindungselement 30 mit darin eingesetztem Stromleiter 20 und Schrauben 40. Fig. 19 zeigt das gemäß Fig. 7 ausgeführte Verbindungselement 30, welches einen Doppelverbinder darstellt, mit zwei darin eingesetzten Stromleitern 20 sowie Schrauben 40 zu deren Befestigung.

Fig. 20 zeigt separat einen Stromleiter 20 mit daran ersichtlichen Vorsprüngen 22. Fig. 21 zeigt ein Kabel 84 mit einer stromleitenden Litze 85 sowie einer isolierenden Hülle 87. Dieses Kabel 84 lässt sich

typischerweise flexibel verbiegen und kann bei allen Ausführungen, bei welchen ein Kabel vorgesehen ist, verwendet werden. Beim Einstecken in eine Öffnung zur leitenden Verbindung kann die Hülle 87 partiell entfernt werden. Insbesondere kann die Hülle 87 entlang eines Abschnitts entfernt werden, welcher in die bereits erwähnte Verjüngung 41 gesteckt wird, so dass dort ein möglichst widerstandsarmer elektrischer Kontakt ausgebildet wird.

Fig. 22 zeigt einen Kabelschuh 88 mit Öse 89 separat. Fig. 23 zeigt eine Anschweißlasche 86 separat. Fig. 24 zeigt einen Tellerverbinder bzw. eine Tellerpresshülse 90 mit Teller 92 separat. Die in den Fig. 20 bis 24 gezeigten Komponenten können bei den bereits vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen entsprechend verwendet werden. Insbesondere stellen die in den Fig. 22 bis 24 gezeigten Komponenten elektrische Anschlusselemente dar, welche zum Anschluss des Kabels 84 an weitere Komponenten, beispielsweise einen Erder, verwendet werden können.

Fig. 25 zeigt drei Kabel 84 mit jeweils daran angebrachter Anschweißlasche 86 und gegenüberliegend angebrachtem Verbindungselement 30, wobei die drei Anschweißlaschen 86 wie gezeigt an einer Stelle miteinander verschweißt sind. Dadurch kann eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den drei Kabeln 84 erreicht werden. Somit können auch die daran jeweils befestigten Verbindungselemente 30 und die darin aufgenommenen Stromleiter 20 elektrisch miteinander verbunden werden.

Fig. 26 zeigt eine Ausführung, in welcher zwei Kabel 84 mit jeweils daran angebrachtem Verbindungselement 30 und darin eingestecktem Stromleiter 20 in ein weiteres, gemeinsam verwendetes Verbindungselement 30 eingeführt werden, in welches wiederum auf der gegenüberliegenden Seite ein Stromleiter 20 eingesteckt ist, welcher mit Schrauben 40 befestigt ist. Dadurch kann eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Kabeln 84 und letztlich zwischen den Stromleitern 20 hergestellt werden.

Fig. 27 zeigt rein schematisch ein Betonbauteil 1 . Dieses weist eine elektrische Stromführungsanordnung 10 entsprechend der in Fig. 12 gezeigten Ausführung auf. Das Betonbauteil 1 weist einen Betonkörper 2 auf, welcher hier nur schematisch quaderförmig gezeigt ist. Das Verbindungselement 30 mit den Schrauben 40 sowie der Stromleiter 20 sind vollständig innerhalb des Betonkörpers 2 angeordnet. Das Kabel 84 ist innerhalb des Betonkörpers 2 am Verbindungselement 30 angeschlossen, führt jedoch aus dem Betonkörper 2 heraus. Das gegenüberliegend zum Verbindungselement 30 am Kabel 84 angeordnete Anschlusselement in Form eines Kabelschuhs 88 ist somit außerhalb des Betonkörpers 2 angeordnet.

An dem Stromleiter 20 ist vorliegend ein Stromführungselement 3 in Form eines Stabs aus Betonrippenstahl elektrisch leitend befestigt. Das Stromführungselement 3 ist vollständig innerhalb des Betonkörpers 2 angeordnet.

Durch die gezeigte Ausführung kann der das Stromführungselement 3 bildende Stab von außerhalb des Betonkörpers 2 an dem Kabelschuh 88 angeschlossen werden. Wird der Kabelschuh 88 beispielsweise mit einem Erder verbunden, ist auch das Stromführungselement 3 geerdet. Trifft nun beispielsweise ein unter Hochspannung stehender abgerissener Fahrdraht einer Bahnstrecke mit hoher Geschwindigkeit auf den Betonkörper 2 auf, so beschädigt er den Betonkörper 2 und kommt dadurch mit dem Stromführungselement 3 in elektrischen Kontakt. Dadurch wird der Fahrdraht geerdet, wodurch eine Sicherung ausgelöst wird und den Fahrdraht spannungslos schaltet.

Nachfolgend werden mögliche Merkmale des Vorschlages strukturiert wiedergegeben. Die nachfolgenden strukturiert wiedergegebenen Merkmale können beliebig untereinander kombiniert werden und können in beliebiger Kombination in die Ansprüche der Anmeldung aufgenommen werden. Dem Fachmann ist klar, dass sich die Erfindung bereits aus dem Gegenstand mit den wenigsten Merkmalen ergibt. Insbesondere sind nachfolgend vorteilhafte oder mögliche Ausgestaltungen, nicht jedoch die einzig möglichen Ausgestaltungen der Erfindung wiedergegeben.

Die Erfindung umfasst:

Eine elektrische Stromführungsanordnung, aufweisend

einen Stromleiter (20),

ein Verbindungselement (30),

eine Anzahl von Schrauben (40), und

ein Kabel (84),

wobei die Schrauben (40) an dem Verbindungselement (30) befestigt und mit diesem elektrisch leitend verbunden sind,

wobei mindestens eine Schraube (40) an ihrem dem Stromleiter (20) zugewandten Ende unter Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen Schraube (40) und Stromleiter (20) in den Stromleiter (20) eindringt, und

wobei das Kabel (84) zum elektrischen Anschluss des Verbindungselements (30) elektrisch leitend am Verbindungselement (30) befestigt ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei die Stromführungsanordnung (10) ein Stromführungselement (3) aufweist,

wobei der Stromleiter (20) mit dem Stromführungselement (3) elektrisch leitend verbunden ist oder

Bestandteil des Stromführungselements (3) ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei das Stromführungselement (3) eine Betonstahlmatte, eine Stahlplatte und/oder ein als Betonrippenstahl ausgebildeter Stromleiter ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei das Stromführungselement (3) aus Stahl, Baustahl oder Betonrippenstahl ausgebildet ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei das Verbindungselement (30) in einem Endbereich eine Verjüngung (41 ) aufweist, wo es auf das Kabel (84) aufgepresst ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei das Kabel (84) biegeweich und/oder flexibel ausgeführt ist;

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei das Kabel (84) entlang eines überwiegenden Teilbereichs eine isolierende Hülle (87) aufweist und in einem oder mehreren Teilbereichen keine isolierende Hülle aufweist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei die Stromführungsanordnung (10) ein elektrisches Anschlusselement aufweist, welches gegenüberliegend zum Verbindungselement (30) am Kabel (84) angeschlossen ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei das elektrische Anschlusselement als Tellerpresshülse (90) mit einem Teller (92), oder als Anschweißlasche (86) mit einem flachen Ende, oder als Kabelschuh (88) mit einer Öse (89), oder als Blockverbinder (82) ausgebildet ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei die Stromführungsanordnung (10) eine Stromtragfähigkeit von mindestens 20.000 Ampere oder von mindestens 40.000 Ampere hat.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei die Stromführungsanordnung (10) einen Widerstand zwischen Stromleiter (20) und Kabel (84) von weniger als 50 Mikroohm oder weniger als 200 Mikoohm aufweist,

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei die Stromführungsanordnung (10) einen Widerstand zwischen 1 Mikroohm und 50 Mikroohm aufweist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei ein End- oder Mittenanschlag (70) als Positionskontrolle für die aufzunehmenden Stromleiter (20) in einer Bohrung des Verbindungselements (30) zwischen oder hinter den Längsenden angeordnet ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung,

wobei die Stromführungsanordung (10) mindestens eine Schraube (40) mit einer Sollbruchstelle (44) aufweist, durch welche die Schraube (40) ein definiertes Bruchdrehmoment aufweist und nach einem Bruch nicht mehr lösbar ist.

Ein Betonbauteil, aufweisend

einen Betonkörper (2), und

eine Stromführungsanordnung (10) mit einem Stromführungselement (3) wie vorstehend genannt, wobei das Stromführungselement (3) der Stromführungsanordnung (10) ganz oder teilweise in dem Betonkörper (2) beinhaltet ist.

Das vorstehend genannte Betonbauteil,

wobei das Kabel (84) aus dem Betonkörper (2) herausführt, oder wobei das Kabel (84) im Inneren des Betonkörpers (2) eingebettet zur Oberfläche des Betonkörpers (2) geführt ist und mit einem in dem Betonkörper (2) eingelassenen, von außerhalb des Betonkörpers (2) zugänglichen elektrischen Anschlusselement verbunden ist.

Ein Verfahren zum Ausbilden einer Stromführungsanordnung mit einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Stromleiter und mindestens einem Kabel, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

Einführen des Stromleiters in ein Verbindungselement, an welchem das Kabel zum elektrischen Anschluss des Verbindungselements befestigt ist oder befestigt wird,

Eindrehen einer Anzahl von Schrauben in eine Anzahl von Querbohrungen, welche in dem

Verbindungselement ausgebildet sind, wobei eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einer jeweiligen Schraube und dem Verbindungselement ausgebildet wird,

Drehen jeder der Schrauben, so dass mindestens eine der Schrauben den Stromleiter kontaktiert und unter Eindringen in den Stromleiter eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Stromleiter und Schraube ausbildet.

Ein Verfahren zum Herstellen eines Betonbauteils, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

Bereitstellen eines Stromführungselements, welches einen Stromleiter aufweist,

Ausbilden einer Stromführungsanordnung mittels eines vorstehend genannten Verfahrens unter Verwendung des Stromleiters des Stromführungselements,

Umgießen des Stromführungselements mit Beton, so dass das Stromführungselement der Stromführungsanordnung ganz oder teilweise in dem Beton beinhaltet ist.

Eine Verwendung einer Anzahl von Schrauben zur Ausbildung einer Stromführungsanordnung zwischen einem Stromleiter und einem Kabel, welches an einem Verbindungselement befestigt ist.

Eine Stromführungsanordnung, aufweisend

einen Stromleiter (20),

ein Verbindungselement (30), und

eine Anzahl von Schrauben (40),

wobei die Schrauben (40) an dem Verbindungselement (30) befestigt und mit diesem elektrisch leitend verbunden sind,

wobei mindestens eine Schraube (40) an ihrem dem Stromleiter (20) zugewandten Ende unter Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen Schraube (40) und Stromleiter (20) in den Stromleiter (20) eindringt.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei jede Schraube (40) an ihrem dem Stromleiter (20) zugewandten Ende unter Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen Schraube (40) und Stromleiter (20) in den Stromleiter (20) eindringt.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die in den Stromleiter (20) eindringenden Schrauben (40) durch eine Oberflächenschicht des Stromleiters (20) in ein Kernmaterial des Stromleiters (20) eindringen.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Schrauben (40) an ihren dem Stromleiter (20) zugewandten Enden einen sich zum Stromleiter (20) hin verjüngenden Abschnitt (42) aufweisen.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die sich zum Stromleiter (20) hin verjüngenden Abschnitte (42) kegelförmig, spitz, kegelstumpfartig oder pyramidenförmig ausgeführt sind.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Schrauben (40) in einer jeweligen Querbohrung (32) des Verbindungselements (30) mit zu einem Außengewinde der Schraube (40) komplementärem Innengewinde aufgenommen sind.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei alle Querbohrungen (32) entlang einer Linie, welche parallel zu einer Längsachse des Verbindungselements (30) verläuft, angeordnet sind.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei ein Teil der Querbohrungen (32) entlang einer Linie, welche parallel zur Längsachse verläuft, angeordnet sind, und ein Teil der Querbohrungen (32) umfangsmäßig versetzt dazu angeordnet sind.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei der Stromleiter (20) ein Stab, Stahlstab, Baustahlstab, Betonrippenstahlstab, Kabel oder eine Litze ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei der Stromleiter (20) aus leitendem Metall oder einer Metalllegierung ausgebildet ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei der Stromleiter (20) rund ist, abgeflacht ist oder auch nahezu oder ganz eckig, viereckig oder mehreckig ausgeführt ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei das Verbindungselement (30) dazu ausgebildet ist, sowohl an einem ersten Längsende wie auch an einem zweiten Längsende einen jeweiligen Stromleiter (20) aufzunehmen und mindestens an einem der beiden Längsenden jeweilige Querbohrungen zum Eindrehen der Schrauben (40) aufweist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei das Verbindungselement (30) als

Doppelverbinder ausgebildet ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei ein End- oder Mittenanschlag (70) als Positionskontrolle für die aufzunehmenden Stromleiter (20) in einer Bohrung des Verbindungselements (30) zwischen oder hinter den Längsenden angeordnet ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei das Verbindungselement (30) als

Tellerverbinder ausgebildet ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei das Verbindungselement (30) zur Ausbildung als Tellerverbinder an einem Längsende eine quer zur Längsachse des Verbindungselements (30) liegende Scheibe (80) aufweist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei das Verbindungselement (30) als Blockverbinder ausgebildet ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei das Verbindungselement (30) zur Ausbildung als Blockverbinder an einem Längsende einen Abschnitt (82) mit im Vergleich zum Rest des Verbindungselements (30) größerem Durchmesser aufweist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei das Verbindungselement (30) in einem Ende einen starren Stromleiter aufnimmt und am anderen Ende ein Kabel (84), das in einem weiteren Verbindungselement wie Tellerpresshülse (90) mit einem Teller (92) oder einer Anschweißlasche (86) mit einem flachen Ende oder Kabelschuh (88) mit einer Öse (89) oder einem weiteren Verbindungselement (30) oder Blockverbinder (82) mündet.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei das Verbindungselement (30) an einem Längsende gegenüberliegend zum Stromleiter (20, 84) mit einem weiteren Stromleiter (20, 84) verbunden ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei der weitere Stromleiter (20, 84) in das Verbindungselement (30) eingepresst ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Stromführungsanordnung (10) ein Erdungsverbinder ist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Stromführungsanordnung (10) eine Hochstromverbindung ausbildet.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Stromführungsanordnung (10) eine Stromtragfähigkeit von mindestens 20.000 Ampere hat.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Stromführungsanordnung eine Stromtragfähigkeit von mindestens 40.000 Ampere hat.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Stromtragfähigkeit einen Strom darstellt, welcher in einer Zeitspanne von 0,1 Sekunden bis eine Sekunde [zwischen 25 kA und 45 kA] fließen kann und dabei eine durch den Strom verursachte Temperaturerhöhung unter 260 K bleibt.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Stromführungsanordnung (10) einen Widerstand von weniger als 50 Mikroohm oder 200 Mikroohm aufweist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Stromführungsanordnung (10) einen Widerstand zwischen 1 Mikroohm und 50 Mikroohm aufweist.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Schrauben (40) Abreißschrauben sind.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Schrauben (40) Gewindeteile von Abreißschrauben nach Abreißen eines jeweiligen Kopfs sind.

Die vorstehend genannte Stromführungsanordnung, wobei die Schrauben (40) Stummel von Abreißschrauben sind.

Ein Verfahren zum Ausbilden einer Strombrücke (10) mit einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen einem Stromleiter und mindestens einem Verbindungselement, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

Einführen des Stromleiters in das Verbindungselement,

Eindrehen einer Anzahl von Schrauben in eine Anzahl von Querbohrungen, welche in dem Verbindungselement ausgebildet sind, wobei eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einer jeweiligen Schraube und dem Verbindungselement ausgebildet wird,

Drehen jeder der Schrauben, so dass mindestens eine der Schrauben den Stromleiter kontaktiert und unter Eindringen in den Stromleiter eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Stromleiter und Schraube ausbildet.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei jede Schraube den Stromleiter kontaktiert und unter Eindringen in den Stromleiter eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Stromleiter und Schraube ausbildet.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei mindestens eine, bevorzugt jede Schraube an ihrem dem Stromleiter zugewandten Ende einen sich zum Stromleiter hin verjüngenden Abschnitt aufweist.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei

das Verfahren vor dem Einführen des Stromleiters in das Verbindungselement das Eindrehen einer Positionsschraube durch eine Querbohrung in dem Verbindungselement aufweist,

wobei der Stromleiter soweit in das Verbindungselement eingeschoben wird, bis er an die Positionsschraube angrenzt.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei

auf Grund einer unterschiedlich tiefen Einschraubbarkeit der Schrauben eine nachträgliche Positionskontrolle des Stromleiters im Verbindungselement ermöglicht wird.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei

durch die unterschiedlich weit herausstehenden Reste der abgerissenen Schrauben eine nachträgliche Positionskontrolle des Stromleiters im Verbindungselement ermöglicht wird.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei mit dem Eindringen eine möglichst widerstandsarme elektrische Verbindung ausgebildet wird.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei die Schrauben zum Eindringen bis zu einem vorbestimmten Drehmoment gedreht werden.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei das vorbestimmte Drehmoment bei einer jeweiligen Schraube dadurch eingestellt wird, dass die jeweilige Schraube einen Kopf aufweist, welcher mit dem Rest der Schraube derart verbunden ist, dass er bei Erreichen des vorbestimmten Drehmoments abreißt.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei der abreißbare Kopf mit dem Rest der Schraube über eine Sollbruchstelle verbunden ist.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei die Schrauben als Abreißschrauben ausgebildet sind.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei die Schrauben dazu ausgebildet sind, bis zu einem vorgegebenem Drehmoment gedreht zu werden und dann unter Abreißen eines jeweiligen Kopfs der Schraube mit ihrem Gewindeabschnitt in dem Verbindungselement zu verbleiben.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei die Abreißschrauben eine unlösbare, nicht manipulierbare, optisch wahrnehmbare, kontrollierbare elektrisch leitende Verbindung sicherstellen.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei mit dem vorbestimmten Drehmoment eine Eindringtiefe der Schraube in den Stromleiter korreliert ist.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei mittels des Verfahrens eine Stromführungsanordnung ausgebildet wird.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei die Stromführungsanordnung wie vorstehend erwähnt ausgebildet ist.

Das vorstehend genannte Verfahren, wobei unter Zuhilfenahme und Kombination mehrerer der vorstehend beschriebenen Elemente Teilstrombrücken in einem Arbeitsschritt vor der Endmontage so vorkonfektioniert werden, dass die Verbindung von mehr als zwei Stromleitern durch Verbindungselemente mit Abreißschrauben alleine vorgenommen werden können.

Eine Verwendung einer Anzahl von Schrauben zur Ausbildung einer Stromführungsanordnung zwischen einem Stromleiter und einem Verbindungselement, insbesondere wie vorstehend erwähnt.

Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.

Sollte sich hier bei näherer Prüfung, insbesondere auch des einschlägigen Standes der Technik, ergeben, dass das eine oder andere Merkmal für das Ziel der Erfindung zwar günstig, nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere im Hauptanspruch, nicht mehr aufweist. Auch eine solche Unterkombination ist von der Offenbarung dieser Anmeldung abgedeckt.

Es ist weiter zu beachten, dass die in den verschiedenen Ausführungsformen beschriebenen und in den Figuren gezeigten Ausgestaltungen und Varianten der Erfindung beliebig untereinander kombinierbar sind. Dabei sind einzelne oder mehrere Merkmale beliebig gegeneinander austauschbar. Diese Merkmalskombinationen sind ebenso mit offenbart.

Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.

Merkmale, die nur in der Beschreibung offenbart wurden oder auch Einzelmerkmale aus Ansprüchen, die eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit als von erfindungswesentlicher Bedeutung zur Abgrenzung vom Stande der Technik in den oder die unabhängigen Anspruch/Ansprüche übernommen werden, und zwar auch dann, wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen erwähnt wurden beziehungsweise im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders günstige Ergebnisse erreichen.