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1. WO2020114980 - VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM STUMPFSCHWEIßEN VON WERKSTÜCKEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Bezeichnu ng : Vorrichtung und Verfahren zum Stumpfschweißen von Werkstücken

Beschreibung

Die Erfi ndung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zu m

Stumpfschweißen von Werkstücken nach den Oberbegriffen des

Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 7.

Es ist gattungsgemäß bekannt, Werkstücke, insbesondere die Enden von Drähten, Strängen oder Profilen mittels entsprechender Stumpfschwei ß-Vorrichtungen zu verbinden. Die Verbindung der Werkstücke erfolgt dann durch ei n, vorzugsweise automatisches, Stumpfschweißen, so dass ei n Werkstück gewünschter Länge entsteht.

Bei den bekannten Vorrichtungen werden die Enden von beispielsweise Drähten stirnseitig anei nandergeschweißt. Die Vorrichtu ng weist hierzu in der Regel zwei gegeneinander verfahrbare Klemmbacken auf, in welche die Drahtenden ei ngespannt werden. Sodann werden die Klemmbacken mit den Drahtenden aufei nander zubewegt und der Schwei ßvorgang wird eingeleitet. Bei m Verschweißen wi rd dann das Material der Drahtenden gestaucht und es bilden sich an der Schwei ß- bzw. Nahtstelle Grate. Diese Grate können beispielsweise mittels einer hobelartigen Vorrichtung entfernt werden.

Bei dem zu schweißenden Material handelt es sich oft u m Betonrippen-Stähle, aber auch andere Materialqualitäten kön nen so verbunden werden, wie hoch kohlenstoffhaltige oder legierte Stähle sowie nicht eisenhaltige Werkstoffe, wie Kupfer, Alumi nium oder deren Legierungen.

Je nach Qualitäten sind verschiedene Glühoptionen möglich, einschließlich programmierbarer Mikroprozessor-Steuerung des Schweiß-und Glühvorgangs, oder natürlich auch regelbare I nfrarot-Pyrometer.

Ebenfalls bekannt si nd sogenannte Doppelstauch-Stumpfschweiß-Vorrichtungen mit Entgratautomatik. Durch das doppelte Stauchen entsteht eine exzellente Schweißqualität. Nahezu alles erwärmte, flüssig gewordene Material wird aus der Verbindung herausgepresst. Auf diese Weise entsteht eine Schweißung extrem hoher Festigkeit. Die i n den Ablauf integrierte Entgratautomatik liefert durchmessergleiche

Schweißstellen i m Vergleich zum Originalmaterial. Zudem ist das Risiko von Drahtbrüchen durch übermäßiges Entgraten nahezu unterbunden. Mit anderen Worten bilden wiederholgenaue, exakt reproduzierbare, durchmessergleiche Schweißverbindungen höchster Qualität auch bei schwierigem Material ei ne solide Grundlage fü r die weiteren

Produktionsabläufe.

Ferner ist aus der DE 21 43 91 7 A1 ei ne Widerstands-Stumpfschwei ßmaschi ne zum Schweißen von Seilen unter Verwendung eines die Seilenden umgreifenden Keramikrohres bekan nt, wobei zwischen Spannvorrichtungen für die zu verschweißenden Seilenden ei ne das ei nteilige oder geteilte Keramikrohr bei m Schweißen unverrückbar umfassende Flalterung angeordnet ist.

Aus der D E 29 34 423 A1 ist ein Verfahren zum elektrischen

Stumpfschweißen von metallischen Leitern i n Form von Drähten oder Strängen bekannt, wobei die zu verbindenden Enden der metallischen Leiter mit Endquerschnitt stumpfgeschweißt werden und die

Verbindungsstelle des strumpfgeschweißten Leiters bei erhöhter

Temperatur aufgestaucht wird. Anschließend wird der vergrößerte

Querschnitt der Stauchzone durch Kaltverformen auf den Endquerschnitt reduziert.

Auch aus der DE 28 39 537 A1 ist eine Vorrichtung zum Zuführen und automatischen Stumpfschwei ßen von Eisendrähten bekannt, wobei mit Anschlägen versehene Stütz- und Führungsorgane für den Vorschub der Eisendrähte paarweise angeordnet si nd. Greifmittel halten die Enden der Eisendrähte und ermöglichen die nachfolgende Bewegung der i n den Spannbacken der Vorrichtung blockierten Eisendrähte. Ferner sind Mittel zum Ausstößen des verschweißten Eisendrahtes vorgesehen.

Die DE 1 1 30 541 A1 betrifft ein Verfahren u nd ei ne Vorrichtung zum stirnseitigen Widerstands-Abbrenn-Stumpfschweißen von Bandenden u nd anschließendem Bearbeiten der Nahtstelle durch schrittweises

Transportieren des Bandes in stationäre Bearbeitungsstationen.

Nachteilig bei bekannten Vorrichtungen zum Stumpfschwei ßen von

Werkstücken, beispielsweise von Drähten, Strängen oder Profilen ist, dass beim Entgraten des verschweißten G rats an der Schweißstelle bei unterschiedlichen geometrischen G rößen in der Fügeebene oder im

Wesentlichen parallel zu dieser, beispielsweise den Drahtdurch messern bzw. Profil höhen der zu verbi ndenden Drähte bzw. Profile

Beschädigungen am Werkstück sowie am Entgratwerkzeug auftreten können. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn das

Entgratwerkzeug von der Seite her auf den Grat an der Schweißstelle einwi rkt, die den klei neren Drahtdurchmesser aufweist. Denn beim

Entgraten wird die Entgratöffnung entsprechend des Drahtdurchmessers eingestellt. Für den Fall, dass sich das Entgratwerkzeug von der Seite mit dem kleineren Drahtdurchmesser der zu entgratenden Schwei ßstelle nähert, ist also die Entgratöffnu ng gegenüber dem Draht mit dem

größeren Du rchmesser zu gering ei ngestellt. Folglich kommt es zu

Beschädigungen dieses Drahtes mit größerem Durchmesser sowie auch des Entgratwerkzeugs selbst, da die voreingestellte Öffnung nicht korrekt eingestellt ist. Auch können ungewünschte Gratreste an der Schweißstelle zurück bleiben.

In der Regel wird bei bekannten Vorrichtungen der an der Schweißstelle entstehende Grat beim Zusammenfügen stets von rechts entfernt wird.

Aus diesem Grund ist die rechte Klemmbacke der Vorrichtung beweglich ausgestaltet, um den auf der rechten Seite der Vorrichtung eingelegten Draht beim Schweißvorgang nachzuführen. Die Klemmbacke mit dem Draht auf der linken Seite ist feststehend. Da es für den Bediener der Vorrichtung, der die Drähte einlegt, mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist, welcher der Drähte möglicherweise einen geringfügig größeren oder kleineren Drahtdurchmesser aufweist, kommt es häufig vor, dass das Entgratwerkzeug von der Seite her auf die zu entgratende Schweißstelle einwirkt, welche den kleineren Drahtdurchmesser aufweist. Dadurch kommt es dann zu den oben beschriebenen Beschädigungen am

Werkstück und am Werkzeug.

Ausgehend von den zuvor beschriebenen Nachteilen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung und ein Verfahren zum

Stumpfschweißen bereitzustellen, die diese Nachteile vermeidet.

Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Stumpfschweißvorrichtung nach Anspruch 1 und mit einem Verfahren zum Stumpfschweißen nach

Anspruch 7.

Darstellung der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Stumpfschweißvorrichtung zum

Stumpfschweißen, insbesondere zum Doppelstauch-

Widerstandspressstu mpfschweißen von Werkstücken, insbesondere von Drähten, Strängen und Profilen, umfassend erste und zweite Klemmmittel zur Aufnah me der zu fügenden Enden der Werkstücke, wobei wenigstens ein Klem mmittel zwischen einer Ausgangsposition und einer

Schweißposition verschiebbar ist, u nd wenigstens ein Entgratwerkzeug zum Entgraten der verschwei ßten Werkstückenden

Jedem dieser Klemmmittel ist ein festzuspannendes Werkstück,

beispielsweise ei n Draht zugeordnet. Die Klemmmittel si nd gegeneinander zwischen der Ruheposition u nd der Schwei ßposition, beispielsweise mittels ei nes Antriebes verfahrbar, so dass die eingespannten

Werkstückenden aufei nander zubewegt werden können, bis diese

Zusammenstößen. Nachdem die Werkstückenden in den jeweiligen

Randbereichen durch den Schweißstrom erhitzt worden sind, werden die Klemmmittel erneut gegenei nander verfah ren, wobei sich die Drahtenden verbinden und sich um die Schwei ßnaht bzw. Verbindungsstelle herum ein Grat bildet. Dieser Grat ist mittels der Entgratwerkzeuge zu entfernen.

Erfi ndungsgemäß ist wenigstens ein Sensor zur Bestimmung der

geometrischen Größen der zu fügenden Werkstücke, insbesondere des Durchmessers, der Breite oder der Höhe, in der Fügeebene oder im

Wesentlichen parallel zu dieser vorgesehen, wobei eine Steuereinrichtu ng die Bewegung der Klemmmittel und/oder des Entgratwerkzeugs i n

Abhängigkeit der geometrischen Größe steuert.

Die Klemmmittel oder die Entgratwerkzeuge können mittels

Steuereinrichtung derart angesteuert werden, dass der bereits

verschwei ßte Draht in Abhängigkeit von den geometrischen Größen von der li nken bzw. rechten Seite der Schweißstelle entgratet wird.

I nsbesondere soll der Draht von der Seite mit der größeren geometrischen Größen, i nsbesondere mit dem größeren Drahtdurchmesser, entgratet werden. Dadu rch wird dann ei ne Beschädigung sowohl des Drahtes als auch des Entgratwerkzeuges weitestgehend vermieden.

Gemäß einer ersten vorteil haften Weiterbildung der Erfi ndung ist der wenigstens eine Sensor als Wegmesssensor ausgebildet.

Mit ei nem Wegmesssensor wi rd der Weg zwischen einem Objekt, beispielsweise dem Klemmmittel und einer Referenzposition,

beispielsweise an ei ner ortsfesten Stelle der Vorrichtung gemessen. Wegmesssensoren können zusätzlich zur Wegmessung für die

Dimensionsmessung zur Besti mmung der Höhe, Dicke und Breite ei nes Werkstücks verwendet werden. Je nach Anforderungsbereich können die Messungen mithilfe von Licht oder magnetischen Feldern bzw.

Schallwellen oder in di rektem Kontakt mit dem Werkstück durchgeführt werden. Auf diese Weise ist eine einfach durchzufü hrende und genaue Messung einer geometrischen Größe des Werkstücks möglich.

I nsbesondere kann ausgehend von der gemessenen Größe eine geometrische G röße des Werkstücks, beispielsweise der Durch messer eines Drahtes, hi nreichend exakt besti mmt und an die Steuerei nrichtung übermittelt werden .

Der Sensor kann an ei ner Aufnahme für die Klemmmittel an der

Vorrichtung angeordnet sein, insbesondere seitlich oben an einem sogenannten Backenträger.

I n ei ner weiteren vorteilhaften Ausgestaltu ng der Erfi ndung ist

vorgesehen, dass jeweils ei n Entgratwerkzeug an einem Klemmmittel angeordnet und zusammen mit dem Klemmmittel bewegbar ist. Auf diese Weise kann das Entgratwerkzeug gemeinsam mit dem Klemmmittel bewegt werden, so dass keine zusätzlichen Antriebe fü r die Bewegung des Entgratwerkzeugs, insbesondere parallel zum Werkstück notwendig sind.

Es kann also vorgesehen sein, dass das Entgratwerkzeug abhängig vom Klemmmittel i n Bewegungsrichtung des Klemmmittels verfahrbar ist.

Denkbar ist alternativ aber auch, dass das Entgratwerkzeug unabhängig vom Klemmmittel in Bewegu ngsrichtung des Klemmmittels verfahrbar ist. Hierdurch entstehen mehr Freiheitsgrade für die Bewegung des

Entgratwerkzeugs.

I nsbesondere zum Nachstellen des Entgratwerkzeugs, insbesondere ei nes am Entgratwerkzeug angeordneten Entgratmessers, sieht eine weitere vorteil hafte Ausgestaltung der Erfi ndung vor, dass das Entgratwerkzeug einstellbar an einem, gegebenenfalls mit dem Klemmmittel verbundenen, Halter aufgenommen ist. Auf diese Weise kann das Entgratwerkzeug nachgestellt werden, wenn es beispielsweise Abnutzungen aufweist, die dazu beitragen würden, dass die für das Entgraten benötigten

Eigenschaften des Entgratwerkzeugs, beispielsweise die Klingenschärfe des Entgratmessers, nicht mehr ausreichend si nd.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltu ng der Erfindung weist jedes Klemmmittel jeweils zwei axial verstellbare Klemmbacken auf, zwischen denen das Werkstück einklemmbar ist. Zwischen diesen

Klemmbacken wird jeweils ein Draht, i nsbesondere das Ende ei nes

Drahtes, ei ngespannt und zusammen mit dem Klemmmittel verfahren , so dass die ei ngespannten Drahtenden aneinanderstoßen u nd schließlich miteinander verschwei ßt werden können . Vorteilhafterweise können die Klemmmittel, insbesondere die Klemmbacken zusätzlich auch zur

Stromführung dienen , das hei ßt, der für den Schweißvorgang benötigte Strom kann mittels der Klemmbacken in die zu fügenden Werkstücke eingeleitet werden.

Um das Einlegen der Werkstücke in die Vorrichtung zu erleichtern, kann ein Anschlag zum Anordnen und zum Ausrichten wenigstens eines der Werkstücke in der Vorrichtung vorgesehen sei n. I nsoweit kann das erste Werkstück zunächst in die Vorrichtung eingelegt und gegen den Anschlag ausgerichtet werden. Auf diese Weise ist das Werkstück dann exakt in der Vorrichtung positioniert. Anschließend kann der Anschlag entfernt, beispielsweise zurückgezogen werden, so dass er nicht mehr in Kontakt mit dem Werkstück steht. Schließlich kann das weitere zu fügende

Werkstück in die Vorrichtung eingelegt werden, wobei das bereits in der Vorrichtung eingelegte Werkstück als Anschlag zum Einlegen und

Anordnen dienen kann.

Nach einem eigenständigen Gedanken der Erfi ndung ist ein Verfah ren zum Stumpfschweißen, vorzugsweise zum Doppelstauch-Widerstandspressstu mpfschweißen von Werkstücken, insbesondere von Drähten, Strängen und Profilen, i nsbesondere mit einer

Stumpfschwei ßvorrichtung, gekennzeich net durch folgende Schritte:

a) Einlegen der mitei nander zu verbindenden Werkstücke i n ei ne

Stumpfschweißvorrichtung,

b) Verbri ngen der zu verbindenden Enden der Werkstücke an die

Schwei ßstelle,

c) Besti mmung wenigstens einer geometrischen Größe der

Werkstücke, insbesondere des Durchmessers, der Breite oder der Höhe, in der Fügeebene oder im Wesentlichen parallel zu dieser vor dem Stumpfschwei ßen,

d) Stumpfschweißen der Endquerschnitte der zu verbi ndenden Enden der Werkstücke,

e) Aufstauchen der Schwei ßstelle des stumpfgeschwei ßten

Werkstückes bei erhöhter Temperatur zur Herbeiführung einer wesentlichen Querschnittsvergrößerung,

f) Reduzierung des vergrößerten Querschnitts auf einen vorgegebenen Endquersch nitt des Werkstücks mittels eines Entgratwerkzeugs und g) Ansteuern wenigstens ei nes der Entgratwerkzeuge i n Abhängigkeit von den geometrischen G rößen der mitei nander zu fügenden

Werkstücke.

Gemäß ei ner ersten vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kommt bei u nterschiedlichen geometrischen G rößen der miteinander zu verbindenden Werkstücke das Entgratwerkzeug zum

Ei nsatz, das dem Werkstück mit der größeren geometrischen Größe zugeordnet ist. Darüber hinaus wi rd die Entgrathöhe bzw. die

Entgratöffnung auf diese größere geometrische Größe, beispielsweise den größeren Durchmesser eines Drahtes, eingestellt. Es kommt also das der größeren geometrischen G röße zugeordnete Entgratwerkzeug mit der entsprechend korrekt eingestellten Entgratöffnung zum Einsatz. Auf diese Weise können Beschädigungen des Entgratwerkzeugs oder des Drahtes weitestgehend vermieden werden.

Für den Fall, dass es keinen signifikanten U nterschied der relevanten geometrischen Größen der zu fügenden Werkstücke gibt, weist die

Steuerung standardmäßig eines der Entgratwerkzeug zum Entgraten an, beispielsweise stets die rechte Seite. Denn diese Seite ist bei den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen zum Entgraten

vorgesehen, also den Bedienern der Vorrichtungen bekannt.

Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden

Beschreibung ei nes Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombi nation den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch u nabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.

Dabei zeigen zum Teil schematisch :

Figur 1 die Stumpfschwei ßvorrichtu ng mit zwei Klemmmitteln ohne ei ngelegte Werkstücke,

Figur 2 die Vorrichtung gemäß Figu r 1 mit ei ngelegten

Werkstücken, wobei das Werkstück mit vergleichsweise größerem Durchmesser sich auf der rechten Seite der Vorrichtung befi ndet,

Figur 3 die Vorrichtung gemäß Figur 2, wobei das Werkstück mit vergleichsweise größerem Durchmesser sich auf der linken Seite der Vorrichtung befi ndet,

Figur 4 die Vorrichtung gemäß Figur 2 in einer Detailansicht,

Figur 5 Verfahrensschritte a) bis j) zum Stumpfschwei ßen von

Werkstücken in einer ersten Anordnung und

Figur 6 Verfahrensschritte a) bis j) zum Stumpfschwei ßen von

Werkstücken in einer zweiten Anordnung.

Gleiche oder gleichwirkende Bauteile werden i n den nachfolgend dargestellten Figuren der Zeichnu ng anhand ei ner Ausführungsform mit

Bezugszeichen versehen, u m die Lesbarkeit zu verbessern.

Figur 1 zeigt ei n Stumpfschweißvorrichtung 1 0 ohne eingelegte

Werkstücke 3, 4. Als Werkstücke 3, 4 für die Du rchführung des

erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 gemäß der Figuren 2 bis 6 dienen beispielsweise Drahtleiter 3, 4 bzw. Drähte. Diese werden beispielsweise von einem Vorratscoil abgezogen und den hydraulisch oder pneumatisch relativ zueinander axial

verstellbaren Klemmbacken 15, 16, 17, 18 eines ersten und eines zweiten Klemmmittels 1, 2, die auch der Stromzuführung dienen können, zugeführt.

Jedem dieser Klemm mittel 1 , 2 mit den Klemmbacken 15, 16, 17, 18 ist ein Draht 3, 4, insbesondere ein Draht- bzw. Werkstückende 13, 14 zugeordnet, welches mittels der Klemmmittel 1 , 2 festgespannt wird. Die Klemmmittel 1, 2 sind gegeneinander zwischen der Ruheposition und der Schweißposition, beispielsweise mittels eines Antriebes 9, verfahrbar, so dass die eingespannten Drahtenden 13, 14 horizontal aufeinander zubewegt werden können, bis die Drahtenden 13, 14 Zusammenstößen. Natürlich kann es in einer nicht gezeigten Ausführungsform alternativ vorgesehen sein, dass die Klemmmittel 1, 2 derart ausgerichtet

angeordnet sind, dass diese in vertikaler Richtung verfahrbar sind.

Mit Hilfe der Klemmbacken 15, 16, 17, 18 erfolgt in an sich bekannter Weise (DE-OS 2541 022) das Stumpfschweißen der zuvor sauber geschnittenen miteinander zu verbindenden Drahtenden 13, 14 der Drähte 3, 4. Der beim Schweißen entstehende Schweißgrat 21 wird ebenfalls in an sich bekannter Weise (DE-OS 2541 022) durch die

Relativverschiebung der Klemmbacken 15, 16, 17, 18 mit daran

angeordneten Entgratwerkzeugen 5, 6 entfernt.

Nach dem Stumpfschweißen erfolgt die Aufstauchung der Verbindungs-bzw. Schweißstelle 11 bei erhöhter Temperatur von beispielsweise wenigstens 450° C zur Herbeiführung einer um beispielsweise wenigstens 40 % betragenden Querschnittsvergrößerung.

Der für den Schweißvorgang notwendige Schweißstrom kann mittels der an den Klemmmittel n 1 , 2 jeweils angeordneten Klemmbacken 1 5, 1 6, 1 7, 1 8 in den Draht 3, 4 eingeleitet werden.

Nachdem die Drahtenden 1 3, 14 in den Randbereichen durch den

Schwei ßstrom erhitzt worden sind, werden die Klemmmittel 1 ,2 erneut gegeneinander verfahren, wobei sich die Drahtenden 1 3, 14 verbinden und sich um die Schwei ßnaht bzw. Verbindungsstelle 1 1 herum ein

Schwei ßgrat 21 bildet. Die einzelnen Verfahrensschritte werden i n den Fig. 5 und 6 ausführlich beschrieben.

Die Entgratwerkzeuge 5, 6 werden du rch jeweils an den Klemmmittel 1 , 2 angeordnete Messerträger 22 mit daran angeordneten Entgratmessern 20 gebildet. Die Entgratwerkzeuge 5, 6 werden vorliegend mittels Schrauben an den Klemmmittel n 1 , 2 befestigt. Die Messerträger 22 sind zusammen mit den Klemmmitteln 1 , 2 im Wesentlichen parallel zur Drahtrichtung über die Schwei ßnaht bzw. Verbindungsstelle 1 1 verfahrbar.

Fü r den Fall, dass das Entgratwerkzeug 5, 6, wie i m Stand der Technik, völlig u nabhängig von den geometrischen Größen der Werkstücke 3, 4 stets nur von ei ner Seite her über die Schweißnaht 1 1 bewegt wird, entstehen die Nachteile, welche durch die erfindu ngsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren gelöst werden. Denn bevor das Entgratwerkzeug 5, 6 mittels Steuerei nrichtung 1 9 den Entgratvorgang startet, wi rd durch Sensoren 7, 8 wenigstens ei ne geometrische Größe der zu fügenden Werkstücke 3, 4 i n der Fügeebene oder im Wesentlichen parallel zu dieser bestimmt.

I m vorliegenden Ausführungsbeispiel wi rd der Durch messer der zu fügenden Drähte 3, 4 mittels der Sensoren 7, 8 bestimmt. Denkbar ist aber auch die Besti mmung der Breite oder Höhe in der Fügeebene oder im Wesentlichen parallel zu dieser, insbesondere bei Profilteilen.

Bei den verwendeten Sensoren 7, 8 kann es sich um ein Wegmesssystem handeln , welches eine Wegstrecke potentiometrisch, optisch oder mechanisch, zum Beispiel mittels Seilzug, misst. Auch ist denkbar, einen Weggeber einzusetzen, der aus einem mit einer Reihe feinster Striche versehenen Glasstab besteht, die optisch abgetastet werden.

Mittels dieser Sensoren 7, 8 wird die geometrische Größe der Werkstücke 3, 4 in der Fügeebene oder i m Wesentlichen parallel zu dieser besti mmt. Beispielsweise kann mittels der Sensoren 7, 8 der zum Einspannen der Werkstücke 3, 4 benötigte Abstand der jeweils zugeordneten

Klemmbacken 1 5, 1 6, 1 7, 1 8 gemessen werden, so dass dann aus diesen Daten der Durch messer des jeweiligen Drahtes 3, 4 bestimmt werden kann. Die Genauigkeit dieser Messu ng kann bei etwa 1 /1 0 mm liegen.

Der Sensor 7, 8 ist vorliegend seitlich und oben an einem sogenannten Backenträger, d. h . an einer Aufnahme der Vorrichtung 1 0 für die

Klemmmittel 1 , 2 angeordnet, wie aus den Figuren 1 bis 3 hervorgeht.

I nsbesondere zum Nachstellen des Entgratwerkzeugs 5, 6, beispielsweise des am Entgratwerkzeug 5, 6 angeordneten Entgratmessers 20, ist das Entgratwerkzeug 5, 6 einstellbar an ei nem, gegebenenfalls mit dem Klemmmittel 1 , 2 verbundenen, Halter bzw. Messerträger 22

aufgenom men. Auf diese Weise kann das Entgratwerkzeug 5, 6

nachgestellt werden, wenn es beispielsweise Abnutzungen aufweist, die dazu beitragen würden, dass die für das Entgraten benötigten

Eigenschaften des Entgratwerkzeugs 5, 6, beispielsweise die

Kli ngenschärfe des Entgratmessers 20, nicht mehr ausreichend sind.

Nachfolgend werden die Verfahrensschritte zum Stumpfschwei ßen von Werkstücken 3, 4 anhand der Figuren 5 und 6 erläutert.

Aus Figur 5 a) bis j) gehen die Verfahrensschritte zu m Stumpfschweißen von zwei Drähten 3, 4 hervor, wobei im vorliegenden Ausführungsbeispiel der auf der linken Seite 23 in die Vorrichtung 1 0 eingelegte Draht 3 im Vergleich zum Draht 4, welcher auf der rechten Seite 24 eingelegt wird, einen geringeren Durchmesser aufweist.

I m Ei nzelnen laufen beim vorliegenden Stu mpfschweißen der Drähte 3, 4 folgende Schritte ab : Fig. 5 a) Ei nlegen des ersten Drahtes 4 in die

Vorrichtung 1 0, b) Festlegen des Drahtes 4 mittels der Klemmbacken 1 5, 1 6 des ersten Klemmmittels 1 . Anschließend wird gemäß Schritt c) der zweite Draht 3 in die Vorrichtung 1 0 eingelegt u nd im Schritt d) mittels Klemmbacken 1 7, 1 8 festgespannt.

Danach fi ndet gemäß Fig. 5 e) in an sich bekannter Weise der

Schwei ßvorgang statt. Anschließend wird die Schweißstelle i n den

Sch ritten e) bis h) freigegeben , damit der Entgratvorgang stattfinden kann.

Nachdem mittels der Sensoren 7,8 festgestellt wurde, dass im

vorliegenden Ausfü hrungsbeispiel der rechts 24 eingelegte Draht 4 gegenüber dem weiteren Draht 2 den vergleichsweise größeren

Durchmesser aufweist, geben die Sensoren 7, 8 ei n entsprechendes Signal an die Steuereinrichtung 1 9. Sodann wird das der rechten Seite 24 der Vorrichtung 1 0, also der Seite mit dem größeren Drahtdurchmesser, zugeordnete Klemmmittel 2 verfahren, um den Entgratvorgang

auszuführen, wie durch Fig. 5 i) gezeigt wird.

Schließlich geben die Klemm mittel 1 , 2 den verschweißten Draht frei, vgl . Fig. 5 h).

I n ähnlicher Weise läuft das Stumpfschweißen für den Fall ab, dass der Draht 3 mit dem größeren Drahtdurchmesser auf der li nken 23 statt der rechten Seite 24 der Vorrichtung 1 0 ei ngesetzt wird. I nsoweit entsprechen die Verfahrensschritte der Fig. 6 a) bis f) denen der Fig. 5 a) bis f).

Anschließend erfolgt gemäß Figur 6 f) bis i) das Entgraten. Da der Draht 3 mit dem größeren Drahtdurchmesser auf der linken Seite 23 der

Vorrichtu ng 1 0 eingelegt wurde, findet das Entgraten von der linken Seite 23 her statt, wie aus Fig. 6 g) bis i) hervorgeht. Schließlich wi rd auch bei diesem Ausfü hrungsbeispiel der verschweißte Draht 3, 4 freigegeben und kann entnommen werden, vgl . Fig. 6 j).

Natürlich kann es auch Vorkommen, dass die miteinander zu

verschwei ßenden Drähte 3, 4 keine, oder lediglich unbedeutende

Unterschiede hinsichtlich i hrer geometrischen G röße, i nsbesondere des Drahtdurchmessers aufweisen . I n diesem Fall findet das Entgraten stets von der rechten Seite 24 der Vorrichtung stattfinden . Es kann

selbstverständlich auch vorgesehen sein, dass alternativ standardmäßig die linke Seite 23 angesteuert wird.

I n den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 5 und 6 wurde der erste Draht 4 zunächst auf der rechten Seite 24 der Vorrichtung 1 0 eingelegt. I m Si nne der Erfindung ist es aber auch denkbar, dass der erste Draht 3, 4 zunächst auf der li nken Seite 23 der Vorrichtung 1 0 ei ngelegt wi rd. Die Verfahrensschritte gemäß Fig. 5 und 6 würden i n diesem Fall

entsprechend analog ablaufen.

Bezugszeichenliste

1 Erstes Klemmmittel

2 Zweites Klemmmittel

3 Werkstück

4 Werkstück

5 Entgratwerkzeug

6 Entgratwerkzeug

7 Sensor

8 Sensor

9 Antrieb

10 Vorrichtung

11 Schweißstelle

12 Anschlag

13 Werkstückende

14 Werkstückende

15 Klemmbacke

16 Klemmbacke

17 Klemmbacke

18 Klemmbacke

19 Steuereinrichtung

20 Entgratmesser

21 Schweißgrat

22 Messerträger

23 linke Seite

24 rechte Seite