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1. WO2020114963 - MITTELS 3D-DRUCK FUNKTIONALISIERTE FOLIENFLÄCHEN ZUR AUSRÜSTUNG VON WERKSTÜCKOBERFLÄCHEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Verfahren zur Funktionalisierung einer Werkstückoberfläche (410),

dadurch gekennzeichnet, dass

das Verfahren mindestens die folgenden Schritte umfasst:

a) Bereitstellen eines Werkstücks (400);

b) Bereitstellen einer Folie (100) mit mindestens zwei Folienseiten (110);

c) Funktionalisierung mindestens einer Folienseite (110) durch ortsselektives Aufbringen einer Funktionalisierungszusammensetzung (200) umfassend ein polymeres Material mittels eines 3D-Druckverfahrens in einer oder mehreren Schichten auf mindestens einen Teil der mindestens einen Folienseite (110);

d) Ausbildung eines Stoff- oder Formschlusses zwischen mindestens einem Teil der Werkstückoberfläche (410) und der in Schritt c) funktionalisierten Folie (100) durch Kontaktieren der Folie mit mindestens einem Teil der Werkstückoberfläche (410), wobei der Stoff- oder Formschluss zur Werkstückoberfläche (410) mit einer funktionalisierten Folienseite (110) erfolgt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Wärmeformbeständigkeitstemperatur (HDT) gemessen nach DIN EN ISO 75-1 bis 3 Verfahren B der gedruckten Funktionalisierungszusammensetzung > 5°C und < 200°C höher liegt als die Wärmeformbeständigkeitstemperatur der Folie.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Folie zur Funktionalisierung in Schritt c) plan ausgerichtet ist.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Folie vor der Funktionalisierung in

Schritt c) über eine Form gespannt wird, wobei die Formoberfläche eine Spiegelsymmetrie zur Werkstückoberfläche aufweist.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schichtdicke der abgelegten Funktionalisierungszusammensetzung größer als die Schichtdicke der Folie ist.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Folie durch einen thermischen

Verfahrensschritt während oder vor der Funktionalisierung im Schritt c) auf eine Temperatur T bezogen auf die Glasübergangstemperatur der Folie (Tg) temperiert wird, die in einem Bereich von 5°C unterhalb Tg bis 200°C oberhalb Tg liegt.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das 3D-Druckverfahren in Schritt c) ausgewählt ist aus FFF-, Inkjetting- oder SLS-Verfahren.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das polymere Material der Funktionalisierungszusammensetzung ausgesucht ist aus der Gruppe beststehend aus Polyurethan, Polycarbonat, Polyester, Polyamid, Polyetherimid, Polyetherketon, Polyimid, Polyoxymethylen, Polysilikon, Thermoplastischen Elastomeren, Polyurethan, Polyacrylat enthaltende Thermosetmaterialien oder Mischungen daraus.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in Schritt d) der Stoff- oder Formschluss zwischen Werkstückoberfläche und funktionalisierter Folie über einen Thermoverformungsschritt erfolgt.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die funktionalisierte Folie vor oder während des Thermoverformungsschrittes auf eine Temperatur von > 5°C oberhalb ihrer Wärmeformbeständigkeitstemperatur (HDT) aufgeheizt wird.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei entweder die funktionalisierte Folienseite und / oder die Werkstückoberfläche vor dem Schritt d) zumindest teilweise an der

Kontaktstelle zwischen Folie und Werkstück mit einer Haftschicht versehen wird.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Funktionalisierungszusammensetzung neben dem polymeren Material noch Funktionalisierungszusätze ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus leifähigen Materialien, Farbstoffen, Pigmenten, Füllstoffen, Fasern oder Mischungen aus mindestens zwei hiervon enthält.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Funktionalisierung der Folie in Schritt c) das Aufdrucken von Befestigungsmitteln auf die Folie umfasst.

14. Werkstück mit einer funktionalisierten Oberfläche, hergestellt nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1-13.

15. Werkstück nach Anspruch 14, wobei das Werkstück ein Interieurbauteil eines Fahrzeuges ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Flugzeugen, Schienenfahrzeugen, Kraftfahrzeugen ist.