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1. WO2020114956 - AUFFANGVORRICHTUNG FÜR SPÜLMEDIEN EINES ZERSTÄUBERS

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

ANSPRÜCHE

1. Auffangvorrichtung zum Auffangen von fluiden Medien, insbesondere Spülmittel und Lack resten, die beim Spülen eines Zerstäubers in einer Lackieranlage anfallen, mit

a) einem Auffangbehälter (1),

b) einer Einführöffnung (8), insbesondere an der Oberseite des Auffangbehälters (1), zum Ein führen des Zerstäubers in den Auffangbehälter (1), und

c) einer seitlichen Behälterwandung (2), die den Auffangbehälter (1) außen begrenzt und für Lack im Wesentlichen undurchlässig ist, um einen Lackaustritt aus dem Auffangbehälter (1) zu verhindern, wobei die seitliche Behälterwandung (2) des Auffangbehälters (1) mindes tens teilweise luftdurchlässig ist, damit feuchte Luft aus dem Innenraum des Auffangbehäl ters (1) nach außen entweichen kann, und

d) einem Ablauf (9), um den Lack und/oder Spülmittel aus dem Auffangbehälter (1) abzufüh ren,

dadurch gekennzeichnet,

e) dass der Lackfilter (10) auch im Strömungsweg in den Ablauf (9) angeordnet ist, so dass beim Strömen in den Ablauf (9) der Lackfilter (10) passiert werden muss.

2. Auffangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Behälter wandung (2) des Auffangbehälters (1) zahlreiche Luftaustrittsöffnungen (3-6) aufweist, wobei die feuchte Luft aus dem Innenraum des Auffangbehälters (1) durch die Luftaustrittsöffnungen (3-6) nach außen entweichen kann.

3. Auffangvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,

a) dass die Luftaustrittsöffnungen (3-6) zusammen eine bestimmten Gesamtquerschnitt ha ben,

b) dass die Behälterwandung (2) eine bestimmte Wandfläche aufweist,

c) dass der Gesamtquerschnitt der Luftaustrittsöffnungen (3-6) mindestens 5%, 10% oder 20% der gesamten Wandfläche der Behälterwandung (2) beträgt.

4. Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,

a) dass der Querschnitt der einzelnen Luftaustrittsöffnungen (3-6) entlang der Einführrichtung variiert, insbesondere von einem großen Querschnitt nahe der Einführöffnung (8) über ei nen minimalen Querschnitt im Mittelbereich zu einem größeren Querschnitt in Bodennähe, und/oder

b) dass der Querschnitt der einzelnen Luftaustrittsöffnungen (3-6) in Umfangsrichtung ein heitlich ist.

5. Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

a) dass die Luftaustrittsöffnungen (3-6) einen bestimmten Strömungswiderstand bilden und dadurch die Austrittsgeschwindigkeit der durch die Luftaustrittsöffnungen (3-6) ausströ menden Luft verringern, und

b) dass die Austrittsgeschwindigkeit der durch die Luftaustrittsöffnungen (3-6) aus dem Auf fangbehälter (1) ausströmenden Luft kleiner ist als 5m/s, 4m/s, 3m/s, 2m/s, 1m/s, insbe sondere im Bereich von 0,05m/s-2m/s, insbesondere im Wesentlichen 0,5m/s.

6. Auffangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälterwandung (2) einen flächigen Lackfilter (10) aufweist, insbesondere an der Innen seite der Behälterwandung (2), wobei der Lackfilter (10) den Lack zurückhält und dadurch verhin dert, dass der Lack aus dem Auffangbehälter (1) nach außen austritt.

7. Auffangvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,

a) dass der Lackfilter (10) mindestens eine Filtermatte (10) aufweist, welche die Behälterwan dung (2) bedeckt, insbesondere an der Innenseite der Behälterwandung (2), und/oder b) dass der Lackfilter (10) die Luftaustrittsöffnungen (3-6) vollständig bedeckt, und/oder c) dass der Lackfilter (10) auswechselbar ist, und/oder

d) dass der Lackfilter (10) den Lack mit einem bestimmten quantitativen Aufnahmevermögen aufnehmen kann, wobei das quantitative Aufnahmevermögen des Lackfilters (10) größer ist als die bei einem Spülvorgang anfallende Lackmenge, insbesondere um den Faktor 2, 3, 4, 5, 10 oder 20, und/oder

e) dass sich der Lackfilter (10) über die komplette seitliche und untere Behälterwandung (2) erstreckt.

8. Auffangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

o

a) dass der Auffangbehälter (1) eine bestimmte maximale Eintauchtiefe aufweist, bis zu der der Zerstäuber durch die Einführöffnung (8) in den Auffangbehälter (1) eingeführt werden kann,

b) dass der Zerstäuber zwischen Glockenteller und Lenkluftring ein Unterdruckgebiet auf weist, und

c) dass die maximale Eintauchtiefe so groß ist, dass sich das Unterdruckgebiet des Zerstäubers bei einem Spülvorgang innerhalb des Auffangbehälters (1) befindet.

9. Auffangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, a) dass die Einführöffnung (8) des Auffangbehälters (1) einen bestimmten Innendurchmesser aufweist,

b) dass der Zerstäuber ein Zerstäubergehäuse mit einem bestimmten stirnseitigen Außen durchmesser aufweist,

c) dass der Innendurchmesser der Einführöffnung (8) des Auffangbehälters (1) größer ist als der stirnseitige Außendurchmesser des Zerstäubergehäuses, damit Umgebungsluft von au ßen in den Auffangbehälter (1) zu dem Unterdruckgebiet einströmen kann, und d) dass der Innendurchmesser der Einführöffnung (8) des Auffangbehälters (1) größer ist als 150%, 200%, 250% oder 300% des stirnseitigen Außendurchmessers des Zerstäubergehäu ses.

10. Auffangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, a) dass bei einem Spülvorgang eine bestimmte Spülluftmenge anfällt, insbesondere aus Lenkluftdüsen des Zerstäubers und aus einströmender Umgebungsluft,

b) dass der Auffangbehälter (1) ein bestimmtes Innenvolumen aufweist,

c) dass das Innenvolumen des Auffangbehälters (1) mindestens 1/3 und/oder höchstens das Doppelte der Spülluftmenge beträgt, insbesondere im Wesentlichen 2/3 der Spülluft menge,

d) dass der Auffangbehälter (1) einen bestimmten Durchmesser und eine bestimmte Höhe aufweist, wobei der Durchmesser vorzugsweise im Wesentlichen gleich der Höhe ist.

11. Auffangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangbehälter (1) an seiner Oberseite durch einen Deckel (7) abgeschlossen ist, der von außen betrachtet eben, konkav oder konvex geformt ist.

12. Betriebsverfahren für eine Auffangvorrichtung zum Auffangen von fluiden Medien, insbe sondere Spülmittel und Lackreste, die beim Spülen eines Zerstäubers in einer Lackieranlage anfal len, mit den folgenden Schritten:

a) Einführen des Zerstäubers in die Auffangvorrichtung, und

b) Spülen des Zerstäubers innerhalb der Auffangvorrichtung, wobei die zu aufzufangenden fluiden Medien anfallen,

dadurch gekennzeichnet,

c) dass die Auffangvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.

13. Betriebsverfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,

a) dass beim Spülen Luft durch die Behälterwandung (2) aus dem Auffangbehälter (1) austritt, insbesondere durch die Luftaustrittsöffnungen (3-6) in der Behälterwandung (2), und b) dass beim Spülen der Lack in der Behälterwandung (2) zurückgehalten wird, insbesondere in dem Lackfilter (10) der Behälterwandung (2).

14. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, a) dass bei einem Spülvorgang in dem Auffangbehälter (1) Lack anfällt, der zu einem Großteil von dem Lackfilter (10) aufgefangen wird, während der restliche Lack über einen Ablauf (9) aus dem Auffangbehälter (1) abgeführt wird,

b) dass der Lackfilter (10) vorzugsweise ausgewechselt wird, wenn er mit dem aufgefangenen Lack zugesetzt ist.

15. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, a) dass der Zerstäuber zwischen Glockenteller und Lenkluftring ein Unterdruckgebiet auf weist,

b) dass der Zerstäuber bei einem Spülvorgang so weit in den Auffangbehälter (1) eingeführt wird, dass sich das Unterdruckgebiet des Zerstäubers innerhalb des Auffangbehälters (1) befindet, und/oder

c) dass bei einem Spülvorgang Umgebungsluft von außen durch den Ringspalt zwischen dem Zerstäuber und der Einführöffnung (8) des Auffangbehälters (1) in den Auffangbehälter (1) in das Unterdruckgebiet des Zerstäubers einströmt.

16. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, a) dass der Zerstäuber eine elektrostatische Beschichtungsmittelaufladung aufweist, b) dass der Zerstäuber von einem Lackierroboter in den Auffangbehälter (1) eingeführt wird, c) dass der Lackierroboter von einer Robotersteuerung gesteuert wird, und

d) dass die Robotersteuerung bei eingeschalteter Beschichtungsmittelaufladung einen Sperr raum um den Auffangbehälter (1) definiert, so dass der Zerstäuber bei eingeschalteter Be schichtungsmittelaufladung nicht in den Auffangbehälter (1) eingeführt werden kann, um einen Funkenüberschlag zu verhindern.

17. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, a) dass der Zerstäuber in der Auffangvorrichtung mit einem Spülmittel gespült wird, und/oder b) dass der Zerstäuber im Lackierbetrieb einen Einkomponentenlack oder einen Zweikompo nentenlack appliziert und in der Auffangvorrichtung innen und außen von dem Einkompo nentenlack bzw. dem Zweikomponentenlack gereinigt wird.