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1. WO2020114838 - INSTANDHALTUNGSSYSTEM UND VERFAHREN ZUR INSTANDHALTUNG EINES GLEISES

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

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Instandhaltungssystem und Verfahren zur Instandhaltung eines Gleises

Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung DE 10 2018 220 837.9 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.

Die Erfindung betrifft ein Instandhaltungssystem zur Instandhaltung eines Gleises mit einer La devorrichtung und mehreren Portal-Hubeinrichtungen. Die Erfindung betrifft ferner eine Lade vorrichtung sowie eine Portal-Hubeinrichtung für ein derartiges Instandhaltungssystem. Die Er findung betrifft ferner ein Verfahren zur Instandhaltung eines Gleises.

Die Instandhaltung von Gleisen ist erforderlich, um einen sicheren und zuverlässigen Schienen verkehr zu gewährleisten. Bei Instandhaltungsarbeiten müssen einerseits eine hohe Zuverlässig keit und eine hohe Sicherheit gewährleistet sein, so dass es während und nach den Instandhal tungsarbeiten nicht zu Unfällen kommt. Andererseits herrscht bei Instandhaltungsarbeiten ein hoher Zeitdruck, da der Schienenverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden soll. Instandhal tungsarbeiten sind beispielsweise der Austausch von Gleisbauteilen, wie beispielsweise von Schienenbauteilen oder Weichenbauteilen.

Aus der US 3,868,029 A ist eine Ladevorrichtung zum Beladen und Entladen eines Flachwagens mit Containern bekannt. Die Ladevorrichtung ist mittels eines Grundgestells an einem Drehteller des Flachwagens befestigt. An dem Grundgestell sind verschwenkbare Arme befestigt, die mit tels Halteseilen einen Container zum Beladen des Flachwagens anheben können.

Aus dem Katalog„Produktprogramm“ der Schilling Gerätebau e.K. (URL:

https://www.schilling-fn.de/fileadmin/benutzerdaten/schilling-fh-de/pdf/datenblaetter/katalog_schilling.pdf) sind Portal-Hubeinrichtungen bekannt, die zum Ver lagern auf ebenen Flächen lenkbare Transportrollen mit Feststellbremsen aufweisen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ladevorrichtung für ein Instandhaltungssystem zu schaffen, die einfach, schnell und sicher ein Abladen und Aufladen sowie einen Transport von Portal-Hubeinrichtungen ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch eine Ladevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Das Grundgestell dient zum Befestigen der Ladevorrichtung an einem Schienenfahrzeug. Das Grundgestell erstreckt sich in einer Längsrichtung und in einer Querrichtung, die senkrecht zuei nander verlaufen. Ist die Ladevorrichtung an einem Schienenfahrzeug befestigt, so verläuft die Längsrichtung im Wesentlichen parallel zu einer Fahrrichtung des Schienenfahrzeugs bzw. zu einer Schienenlängsrichtung von Schienen, wohingegen die Querrichtung im Wesentlichen senk recht zu der Fahrrichtung bzw. der Schienenlängsrichtung verläuft. Das mindestens eine Füh rungselement dient zum Lagern von Portal-Hubeinrichtungen und zum geführten Verschieben der Portal-Hubeinrichtungen in der Längsrichtung relativ zu dem Grundgestell. Das mindestens eine Führungselement ist an dem Grundgestell angeordnet. Das mindestens eine Führungsele ment verläuft insbesondere in der Längsrichtung. Vorzugsweise weist die Ladevorrichtung min destens zwei Führelemente auf. Die mindestens zwei Führungselemente sind insbesondere in der Querrichtung beabstandet zueinander angeordnet und verlaufen in der Längsrichtung. Die Portal-Hubeinrichtungen dienen zur Handhabung von Gleisbauteilen, insbesondere von Schienenbautei len und/oder Weichenbauteilen. Die Portal-Hubeinrichtungen werden auch als Gantries bezeich net. Die Portal-Hubeinrichtungen werden vor der Durchführung von Instandhaltungsarbeiten von der Ladevorrichtung abgeladen und nach Beendigung der Instandhaltungsarbeiten auf die Lade vorrichtung aufgeladen. Hierzu dient die Greifeinrichtung. Die Greifeinrichtung ist in der Längs richtung endseitig an dem Grundgestell angeordnet, so dass die Portal-Hubeinrichtungen sukzes sive endseitig von dem Schienenfahrzeug abgeladen werden können. Die Greifeinrichtung greift eine Portal-Hubeinrichtung und lädt diese durch Verschwenken um die Schwenkachse von der Ladevorrichtung bzw. dem Schienenfahrzeug ab. Anschließend kann eine weitere Portal-Hubeinrichtung manuell und/oder automatisch mittels des mindestens einen Führungselements zu der Greifeinrichtung verschoben werden. Die Greifeinrichtung greift anschließend diese Por-tal-Hubeinrichtung und lädt diese durch Verschwenken um die Schwenkachse ab. Das Aufladen erfolgt in umgekehrter Weise. Die Greifeinrichtung ist vorzugsweise endseitig an dem mindes tens einen Führungselement und/oder zwischen den mindestens zwei Führungselementen ange ordnet. Die Greifeinrichtung ist insbesondere an dem Grundgestell befestigt. Die Schwenkachse verläuft insbesondere in einer horizontalen Richtung, insbesondere parallel zu der Querrichtung

Die Ladevorrichtung ermöglicht ein einfaches, schnelles und sicheres sukzessives Abladen und Aufladen der Portal-Hubeinrichtungen. Beim Abladen werden die Portal-Hubeinrichtungen suk- zessive mittels des mindestens einen Führungselements der Greifeinrichtung zugeführt und die Portal-Hubeinrichtungen mittels der Greifeinrichtung gegriffen und durch Verschwenken abge laden. Beim Aufladen werden die Portal-Hubeinrichtungen sukzessive mittels der Greifeinrich tung gegriffen und durch Verschwenken derart auf das mindestens eine Führungselement aufge-laden, dass die Portal-Hubeinrichtungen von der Greifeinrichtung weg verlagert werden können. Die Ladevorrichtung bildet einen Bestandteil des Instandhaltungssystems.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 2 gewährleistet ein einfaches und schnelles Abladen und Aufladen. Dadurch, dass die Schwenkachse parallel zu der Querrichtung verläuft, können die Portal-Hubeinrichtungen ausschließlich durch Verschwenken um die Schwenkachse von dem Grundgestell abgeladen bzw. auf das Grundgestell aufgeladen werden. Vorzugsweise bildet die Greifeinrichtung ausschließlich mindestens eine parallel zu der Querrichtung verlaufende Schwenkachse aus, also keine parallel zu der Längsrichtung und/oder parallel zu einer vertikalen Richtung verlaufende Schwenkachse aus.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 3 gewährleistet ein einfaches, schnelles und sicheres Abla den und Aufladen. Dadurch, dass die Greifeinrichtung in der Längsrichtung linear verlagerbar ist, ist ein kollisionsfreies Abladen und Aufladen gewährleistet. Beim Abladen wird die Greifein richtung beispielsweise vor dem Verschwenken von der am nähesten angeordneten Portal-Hubeinrichtung linear weg verlagert, so dass das Verschwenken der Greifeinrichtung sowie der gegriffenen Portal-Hubeinrichtung ungestört erfolgen kann. Entsprechend ist die Greifeinrich tung beim Aufladen beispielsweise derart linear verlagert, dass die jeweilige Portal-Hubeinrichtung ungehindert aufgeladen werden kann. Während des Abladens und des Aufladens kann die Greifeinrichtung in der Längsrichtung in gewünschter Weise positioniert werden, so dass die jeweilige Portal-Hubeinrichtung beim Abladen exakt positioniert werden kann und die Greifeinrichtung beim Aufladen exakt zu der aufzuladenden Portal-Hubeinrichtung positioniert werden kann. Die Greifeinrichtung ist beispielsweise hydraulisch, pneumatisch oder elektrome chanisch linear verlagerbar.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 4 gewährleistet ein einfaches, schnelles und sicheres Abla den und Aufladen. Durch die mindestens zwei entlang der Schwenkachse beabstandeten Greif-arme wird die jeweilige Portal-Hubeinrichtung beim Abladen und Aufladen sicher gegriffen, so dass das Verschwenken einfach und schnell erfolgen kann. Die mindestens zwei Greifarme wer den vorzugsweise synchron um die Schwenkachse verschwenkt.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 5 gewährleistet ein einfaches, schnelles und sicheres Abla den und Aufladen. Die Greifeinrichtung umfasst mindestens einen Greifarm, der um die

Schwenkachse verschwenkbar ist. Der mindestens eine Greifarm umfasst jeweils einen Arm, der mit einem ersten Ende um die Schwenkachse verschwenkbar an dem Grundgestell angeordnet ist und mit einem zweiten Ende verschwenkbar mit einem Greifer verbunden ist. Der jeweilige Greifer ist an dem zugehörigen Arm um eine Greifer-Schwenkachse verschwenkbar. Die Grei fer- Schwenkachse verläuft insbesondere parallel zu der Schwenkachse. Vorzugsweise weist die Greifeinrichtung mehrere Greifarme auf, die wie oben beschrieben ausgebildet sind. Durch den jeweiligen verschwenkbaren Greifer wird gewährleistet, dass eine Portal-Hubeinrichtung beim Abladen und beim Aufladen durch Verschwenken um die Schwenkachse im Wesentlichen in einer gewünschten Sollposition verbleibt, indem der jeweilige Greifer in umgekehrter Richtung um die Greifer-Schwenkachse verschwenkt wird.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 6 gewährleistet ein einfaches, schnelles und sicheres Abla den und Aufladen. Der mindestens eine Positionshalter gewährleistet, dass der jeweilige Greifer während des Verschwenkens des zugehörigen Arms um die Schwenkachse in einer gewünschten Sollposition verbleibt. Der mindestens eine Positionshalter ist an dem Greifer und verschwenk-bar an dem Grundgestell, so dass in Abhängigkeit der Verschwenkposition des Arms der jewei lige Greifer mittels des mindestens einen Positionshalters derart um die Greifer-Schwenkachse verschwenkt wird, dass die gewünschte Sollposition gehalten wird. Vorzugsweise ist die Sollpo sition eine Verschwenkposition des jeweiligen Greifers, in der die jeweilige Portal-Hubeinrichtung zum Abladen und/oder Aufladen gegriffen wird.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 7 gewährleistet ein einfaches, schnelles und sicheres Auf laden und Abladen. Das Basiselement stellt eine Auflagefläche für die Portal-Hubeinrichtungen bereit. Eine auf dem Basiselement aufliegende Portal-Hubeinrichtung wird durch Verlagern der Greifelemente sicher gehalten. Das Basiselement ist vorzugsweise um eine Greifer-Schwenkachse verschwenkbar an einem Arm des jeweiligen Greifarms angeordnet. Die Grei felemente sind insbesondere um eine jeweilige Greifelement- Schwenkachse verschwenkbar an dem Basiselement angeordnet. Die Greifelement-Schwenkachsen verlaufen insbesondere parallel zu der Schwenkachse und/oder zu der Greifer-Schwenkachse. Der mindestens eine Positionshal ter ist vorzugsweise an dem Basiselement angeordnet. An den Greifelementen ist vorzugsweise mindestens eine Kontaktrolle und/oder mindestens ein Gleitpolster zum manuellen und/oder au tomatischen Verschieben einer gegriffenen Portal- Hubeinrichtung in der Querrichtung angeord net.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 8 gewährleistet ein einfaches, schnelles und sicheres Abla den und Aufladen. Durch die mindestens eine Kontaktrolle und/oder das mindestens eine Gleit polster wird ein manuelles und/oder automatisches Verschieben einer gegriffenen Portal-Hubeinrichtung in der Querrichtung ermöglicht, so dass die Portal-Hubeinrichtung in der Quer richtung in gewünschter Weise positionierbar ist. Die mindestens eine Kontaktrolle und/oder das mindestens eine Gleitpolster ist vorzugsweise an einem Greifelement des Greifers angeordnet. Insbesondere weist der jeweilige Greifer zwei Greifelemente auf, die jeweils mindestens eine Kontaktrolle und/oder mindestens ein Gleitpolster aufweisen. Die mindestens eine Kontaktrolle ist um eine jeweilige Drehachse drehbar. Die Drehachse verläuft insbesondere senkrecht zu der Querrichtung, so dass bei einem manuellen und/oder automatischen Verschieben einer Portal-Hubeinrichtung in der Querrichtung die mindestens eine Kontaktrolle um die Drehachse gedreht wird und gleichzeitig ein Verschieben und Halten der Portal-Hubeinrichtung möglich ist. Die mindestens eine Kontaktrolle liegt gegen eine gegriffene Portal-Hubeinrichtung an.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 9 gewährleistet ein einfaches, schnelles und sicheres Abla den und Aufladen. Dadurch, dass das mindestens eine Führungselement als Führungsschiene ausgebildet ist, können die Portal-Hubeinrichtungen einfach, schnell und sicher in der Längsrich tung manuell und/oder automatisch verschoben werden. Vorzugsweise verlaufen mindestens zwei Führungsschienen parallel zueinander in der Längsrichtung und sind in der Querrichtung zueinander beabstandet. Die Greifeinrichtung ist vorzugsweise endseitig zwischen den Füh rungsschienen angeordnet. Die Führungsschienen sind insbesondere an dem Grundgestell befes tigt.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 10 gewährleistet einen einfachen und sicheren Transport. Durch die Arretiereinheiten können auf den mindestens zwei Führungselementen angeordnete

Portal-Hubeinrichtungen separat bzw. individuell relativ zu dem Grundgestell arretiert werden. Beim Abladen wird die mindestens eine Arretiereinheit, die der abzuladenden Portal-Hubeinrichtung zugeordnet ist, gelöst, so dass die abzuladende Portal-Hubeinrichtung auf den mindestens zwei Führungselementen zu der Greifeinrichtung verlagerbar ist. Die den weiteren Portal-Hubeinrichtungen zugeordneten Arretiereinheiten bleiben beim Abladen zunächst arre tiert. Entsprechend werden beim Aufladen die aufgeladenen Portal-Hubeinrichtungen mittels der Arretiereinheiten arretiert, so dass sich diese nicht selbsttätig entlang der mindestens zwei Füh rungselemente verlagern können. Die Arretiereinheiten sind individuell betätigbar.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 11 gewährleistet einen einfachen und sicheren Transport. Auf dem Grundgestell angeordnete Portal-Hubeinrichtungen können mittels der mindestens ei nen Sicherungseinheit gemeinsam gegen ein selbsttätiges Verlagern gesichert werden. Vorzugs weise ist die mindestens eine Sicherungseinheit derart ausgebildet, dass Arretiereinheiten zum separaten Arretieren der Portal-Hubeinrichtungen gemeinsam gegen ein selbsttätiges Lösen gesi chert werden.

Eine Ladevorrichtung nach Anspruch 12 gewährleistet eine schnelle Betriebsbereitschaft und einen einfachen und schnellen Transport. Die zwei Aufnahmen dienen zur Aufnahme einer Hub-Gabel eines Gabelstaplers, so dass die Ladevorrichtung mittels des Gabelstaplers in einfacher und schneller Weise auf ein Schienenfahrzeug gehoben und dort befestigt werden kann. Die Aufnahmen sind beidseitig eines Schwerpunkts der Ladevorrichtung angeordnet. Vorzugsweise sind die Aufnahmen in der Längsrichtung betrachtet symmetrisch zu dem Schwerpunkt angeord net.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, eine Portal-Hubeinrichtung für ein Instandhal tungssystem zu schaffen, die einfach, schnell und sicher mittels einer Ladevorrichtung abzula den, aufzuladen und zu transportieren ist und die einfach, schnell und sicher von einem Trans portzustand in einen Betriebszustand zu überführen ist.

Diese Aufgabe wird durch eine Portal-Hubeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst. Die Portal-Hubeinrichtung dient zur Handhabung von Gleisbauteilen, insbesondere von Schienenbauteilen und/oder Weichenbauteilen. Die Portal-Hubeinrichtung wird auch als Gantry bezeichnet. Die Portal-Hubeinrichtung wird zur Durchführung von Instandhaltungsarbeiten mit tels einer Ladevorrichtung antransportiert, abgeladen und nach Beendigung der Instandhaltungs arbeiten wieder aufgeladen und abtransportiert. Hierzu wird die Portal-Hubeinrichtung von ei nem kompakten Transportzustand in einen gewünschten Betriebszustand überführt und anschlie ßend wieder von dem Betriebszustand in den Transportzustand. Dadurch, dass der Querträger einen Basisträger und mindestens einen Verlängerungsträger umfasst, der relativ zu dem Basis träger verlagerbar ist, kann der Querträger durch Verlagern des mindestens einen Verlängerungs trägers von dem Transportzustand in den Betriebszustand überführt werden und umgekehrt. Vor zugsweise weist der Querträger zwei Verlängerungsträger auf, die beidseitig des Basisträgers angeordnet und relativ zu dem Basisträger verlagerbar sind. Die Stützen sind relativ zueinander verlagerbar, so dass in dem Transportzustand die Stützen an dem Basisträger angeordnet sind und der mindestens eine Verlängerungsträger verlagert ist. Vorzugsweise sind die Stützen relativ zu dem Querträger verlagerbar. In dem Betriebszustand ist mindestens eine der Stützen an dem mindestens einen Verlängerungsträger angeordnet. Im Betriebszustand sind die Stützen somit beidseitig eines Gleises angeordnet, so dass der Querträger das Gleis überspannt. Demgegenüber ist die Portal-Hubeinrichtung in dem Transportzustand derart kompakt, dass diese mittels der Ladevorrichtung an- bzw. abtransportiert werden kann. Mittels der Ladevorrichtung kann die Portal-Hubeinrichtung einfach, schnell und sicher an dem Basisträger gegriffen und von einem Schienenfahrzeug abgeladen bzw. auf ein Schienenfahrzeug aufgeladen werden. Durch Verla gern des mindestens einen Verlängerungsträgers und mindestens einer der Stützen kann die Por-tal-Hubeinrichtung einfach und schnell von dem Transportzustand in den Betriebszustand über führt werden und umgekehrt. Das zwischen den Stützen und an dem Querträger angeordnete Hubaggregat dient zum Handhaben von Gleisbauteilen.

Durch die Transportrollen kann die Portal-Hubeinrichtung auf mindestens einem Führungsele ment bzw. mindestens einer Führungsschiene der Ladevorrichtung einfach, schnell und sicher manuell und/oder automatisch verlagert werden. Die mindestens zwei Transportrollen sind um Drehachsen drehbar an der jeweiligen Stütze angeordnet. Die mindestens zwei Transportrollen sind derart an der jeweiligen Stütze angeordnet, dass die Drehachsen voneinander beabstandet sind und parallel zueinander verlaufen. Die Transportrollen sind vorzugsweise selbstzentrierend ausgebildet.

Die Bremse ist als Totmann-Bremse ausgebildet. Die Bremse muss zum Verlagern der Portal-Hubeinrichtung auf der Ladevorrichtung manuell gelöst und in der Lösestellung gehalten wer den. Wird die Bremse von einer Bedienperson nicht in der Lösestellung gehalten, so verlagert sich die Bremse selbsttätig wieder in eine Bremsstellung. Hierzu weist die Bremse beispielswei se ein Federelement auf, das in der Lösestellung von der Bedienperson vorgespannt wird.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 14 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überführen von dem Transportzustand in den Betriebszustand. Der mindestens eine Verlän gerungsträger ist um eine Schwenkachse verschwenkbar an dem Basisträger angeordnet. Die Schwenkachse ist an einer den Stützen zugewandten Seite des Basisträgers ausgebildet, so dass der mindestens eine Verlängerungsträger in dem Transportzustand in Richtung der Stützen ver-schwenkt ist. In dem Betriebszustand sind der Basisträger und der mindestens eine Verlänge rungsträger entlang einer Geraden angeordnet. Der mindestens eine Verlängerungsträger wird im Transportzustand vorzugsweise mittels einer Arretiereinheit automatisch arretiert. Die Arretie reinheit ist beispielsweise als mittels eines Federelements vorgespannter Arretierbolzen ausge bildet, der den Basisträger und den mindestens einen Verlängerungsträger arretiert. Vorzugswei se weist der Querträger zwei Verlängerungsträger auf, die in der beschriebenen Weise beidseitig des Basisträgers angeordnet sind.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 15 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überführen von dem Transportzustand in den Betriebszustand. Die Verlagerung des mindes tens einen Verlängerungsträgers relativ zu dem Basisträger wird durch das Unterstützungsele ment unterstützt bzw. verzögert. Hierdurch wird eine Bedienperson beim manuellen Verlagern entlastet. Wird der mindestens eine Verlängerungsträger entgegen der Schwerkraftrichtung ver lagert, so unterstützt das Unterstützungselement das Verlagern, wohingegen das Unterstützungs element das Verlagern verzögert, wenn der mindestens eine Verlängerungsträger in der Schwer kraftrichtung verlagert wird. Das Unterstützungselement ist insbesondere eine Kolben-Zylinder-Einheit und/oder ein Federelement. Die Kolben-Zylinder-Einheit ist beispielsweise als Gasdämp fer ausgebildet. Das Unterstützungselement ist an dem Basisträger und einem zugehörigen Ver längerungsträger angeordnet. Vorzugsweise weist die Portal-Hubeinrichtung zwei Verlänge rungsträger auf, die beidseitig des Basisträgers verschwenkbar angeordnet sind, wobei jedem Verlängerungsträger ein Unterstützungselement zugeordnet ist.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 16 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überfuhren von dem Transportzustand in den Betriebszustand. In dem Transportzustand sind die Stützen in der Höhe kompakt verstellt. Im Betriebszustand können die Stützen so höhenver stellt werden, dass der Querträger in einer gewünschten Höhe angeordnet ist.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 17 ermöglicht ein einfaches, schnelles und sicheres Abladen und Aufladen sowie ein Überführen von dem Transportzustand in den Betriebszustand. Die Standfüße können in einfacher und schneller Weise relativ zu dem zugehörigen Stützkörper verlagert werden, so dass eine Höheneinstellung der Stützen möglich ist. Da die Standfüße im Vergleich zu dem Stützkörper ein geringes Gewicht haben, kann eine Bedienperson die Standfü ße einfach, schnell und sicher verlagern. Vorzugsweise sind an dem Stützkörper mindestens zwei Transportrollen zum Verlagern der Portal-Hubeinrichtung auf der Ladevorrichtung angeordnet. Vorzugsweise sind die Standfüße derart verlagerbar, dass in dem Transportzustand die mindes tens zwei Transportrollen von den Standfüßen nicht überragt werden, so dass ein Verlagern der Portal-Hubeinrichtung auf der Ladevorrichtung durch die Standfüße nicht beeinträchtigt wird.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 18 ermöglicht ein einfaches, schnelles und sicheres Überführen von der Transportstellung in die Betriebsstellung. Durch die relativ zu dem Stütz körper verlagerbare Querträgeraufnahme kann in einfacher Weise eine Höheneinstellung des Querträgers durchgeführt werden. Mittels der Querträgeraufnahme ist die jeweilige Stütze an dem Querträger angeordnet. Vorzugsweise ist die jeweilige Querträgeraufnahme mittels einer Spindel an dem zugehörigen Stützkörper angeordnet. Die Spindel wandelt eine Drehbewegung in eine Linearbewegung, durch die die Querträgeraufnahme verlagert wird. Die Drehbewegung kann von einer Bedienperson mittels eines drehangetriebenen Werkzeugs oder manuell durchge führt werden.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 19 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überführen von der Transportstellung in die Betriebsstellung. Die Spindel wandelt eine Drehbewegung in eine Linearbewegung, durch die die Querträgeraufnahme verlagerbar ist. Hierzu weist die Spindel insbesondere eine Gewindestange und ein zugehöriges Gewinderohr auf. Das Gewinderohr ist insbesondere drehfest und linear verlagerbar an dem Stützkörper ange- ordnet und mit der Querträgeraufnahme verbunden. Die Gewindestange ist insbesondere drehbar an dem Stützkörper gelagert. Die Gewindestange ist vorzugsweise mit einem Getriebe, insbe sondere einem Winkelgetriebe, gekoppelt. Hierdurch kann die Gewindestange einfach, schnell und mit geringem Kraftaufwand von einer Bedienperson drehangetrieben werden. Vorzugsweise weist das Getriebe bzw. Winkelgetriebe einen Werkzeuganschluss auf, so dass eine Bedienper son zum Antreiben ein drehangetriebenes Werkzeug verwenden kann. Vorzugsweise ist die Spindel schwimmend an dem Stützkörper gelagert, so dass auf den Querträger im Betrieb wir kende Belastungen die Spindel nicht beschädigen. Die schwimmende Lagerung erfolgt bei spielsweise mittels mindestens eines Federelements.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 20 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überführen von dem Transportzustand in den Betriebszustand. Mittels der Querträgerauf nahme ist die jeweilige Stütze an dem Querträger angeordnet. Durch die zueinander verlagerba ren Aufnahmeteile kann die Querträgeraufhahme an dem Querträger geklemmt und wieder ge löst werden. Die Aufhahmeteile sind insbesondere linear zueinander geführt. In einem gelösten Zustand sind die Aufhahmeteile voneinander weg verlagert, so dass die Querträgeraufhahme und somit die Stütze relativ zu dem Querträger verlagerbar ist. Dies ermöglicht ein Überführen von dem Transportzustand in den Betriebszustand und umgekehrt. In dem Betriebszustand muss die jeweilige Stütze fest an dem Querträger angeordnet werden. Hierzu wird die Querträgeraufhah me an dem Querträger geklemmt. Zum Klemmen werden die Aufnahmeteile aufeinander zu ver lagert und in der Klemmposition arretiert. Vorzugsweise ist mindestens eines der Aufnahmeteile im Querschnitt U-förmig ausgebildet. Die Aufnahmeteile sind insbesondere mittels Führungs elementen linear geführt. Die Führungselemente sind an mindestens einem der Aufnahmeteile angeordnet und in einer jeweiligen Führungsausnehmung geführt, die in dem jeweils anderen Aufnahmeteil ausgebildet ist.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 21 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überführen von der Transportstellung in die Betriebsstellung. Das mindestens eine Verlage rungshilfselement ist beispielsweise als Verlagerungsrolle und/oder als Gleitelement ausgebildet. In einem gelösten Zustand der Querträgeraufnahme ist diese mittels des mindestens einen Verla gerungshilfselement in einfacher Weise an dem Querträger verlagerbar. Hierzu liegt das mindes tens eine Verlagerungshilfselement gegen den Querträger an und reduziert die zum Verlagern zu überwindende Reibung. Das mindestens eine Verlagerungshilfselement ist beispielsweise an mindestens einem Aufnahmeteil der Querträgeraufnahme angeordnet.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 22 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überführen von der Transportstellung in die Betriebsstellung. Mittels der mindestens einen Arretiereinheit wird der mindestens eine Verlängerungsträger in der Betriebsstellung relativ zu dem Basisträger arretiert, so dass der Basisträger und der mindestens eine Verlängerungsträger entlang einer Geraden angeordnet und fixiert sind. Die mindestens eine Arretiereinheit umfasst beispielsweise einen Arretierbolzen, der mittels eines Federelements vorgespannt ist und beim Verlagern des mindestens einen Verlängerungsträgers selbsttätig in eine Arretieröffhung einras tet. Zum Überführen der Portal-Hubeinrichtung von dem Betriebszustand in den Transportzu stand muss die Arretiereinheit manuell gelöst werden, beispielsweise indem der Arretierbolzen gegen das vorgespannte Federelement aus der Arretieröffnung verlagert wird.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 23 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Abladen und Aufladen. In dem Transportzustand wird der jeweilige Verlängerungsträger mittels einer Arretiereinheit an der zugehörigen Stütze gesichert, so dass der jeweilige Verlänge rungsträger nicht selbsttätig verlagerbar ist. Die Arretiereinheit ist insbesondere an einem Halter befestigt, der an der Stütze angeordnet ist. Der Halter ist vorzugsweise verschwenkbar an der Stütze befestigt. Der jeweilige Verlängerungsträger ist insbesondere verschwenkbar an dem Ba sisträger angeordnet und in der Transportstellung in Richtung der nächstliegenden Stütze ver-schwenkt und an dieser mittels der Arretiereinheit gesichert. Zum Überführen des jeweiligen Verlängerungsträgers in die Betriebsstellung wird die Arretiereinheit gelöst.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 24 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überführen von der Transportstellung in die Betriebsstellung. In dem Transportzustand sind die Stützen an dem Basisträger angeordnet. Zum Erreichen des Betriebszustands wird der min destens eine Verlängerungsträger relativ zu dem Basisträger verlagert, so dass der mindestens eine Verlängerungsträger und der Basisträger entlang einer Geraden angeordnet sind. Anschlie ßend wird mindestens eine der Stützen von dem Basisträger zu dem mindestens einen Verlänge rungsträger verlagert. Hierzu ist die Arretiereinheit gelöst. Ist die jeweilige Stütze an dem zuge hörigen Verlängerungsträger angeordnet, so wird die Arretiereinheit arretiert, so dass die jewei- lige Stütze an dem zugehörigen Verlängerungsträger fixiert ist. Vorzugsweise ist die Arretierein heit an einer Querträgeraufhahme der zugehörigen Stütze angeordnet. Die Arretiereinheit um fasst insbesondere mindestens zwei Spannhebelverschlüsse. Die Querträgeraufhahme umfasst insbesondere zwei Aufhahmeteile, die relativ zueinander linear geführt und verlagerbar sind, so dass die Querträgeraufnahme an dem zugehörigen Verlängerungsträger geklemmt werden kann. Die Arretiereinheit fixiert insbesondere die Aufnahmeteile in dem geklemmten Zustand.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 25 ermöglicht eine einfache Handhabung von Gleis bauteilen und somit eine schnelle Durchführung von Instandhaltungsarbeiten. Das Hubelement ist beispielsweise als Kettenhubzug ausgebildet.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 26 ermöglicht eine einfache Handhabung von Gleis bauteilen und somit eine schnelle Durchführung von Instandhaltungsarbeiten. Der Antrieb ist beispielsweise hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch ausgebildet. Vorzugsweise ist das Hubaggregat mittels eines elektrischen Antriebsmotors an dem Querträger verfahrbar. Hierdurch können Gleisbauteile einfach und schnell quer zu dem Gleis positioniert werden.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 27 gewährleistet ein einfaches, schnelles und siche res Überführen von dem Transportzustand in den Betriebszustand. Dadurch, dass das Hubaggre gat einen Akkumulator umfasst, der einen elektrischen Antriebsmotor zum Betreiben eines Hu belements und/oder einen elektrischen Antriebsmotor zum Verfahren des Hubaggregats an dem Querträger mit elektrischer Energie versorgt, muss keine separate Versorgungsleitung an das Hubaggregat angeschlossen werden. Die Portal-Hubeinrichtung ist somit nach dem Verlagern des mindestens einen Verlängerungsträgers und dem Verlagern der mindestens einen Stütze und einer etwaigen Höheneinstellung sofort in dem Betriebszustand. Der Akkumulator ist vorzugs weise auswechselbar an der Portal-Hubeinrichtung angeordnet.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 28 gewährleistet einen einfachen, sicheren und zu verlässigen Betrieb. Das Hubaggregat umfasst vorzugsweise eine auf Zug vorgespannte Trom mel, von der die mindestens eine elektrische Leitung, insbesondere eine elektrische Versor gungsleitung und/oder eine elektrische Steuerleitung, durch Verlagern des Hubaggregats auto matisch abgewickelt bzw. auf die Trommel automatisch aufgewickelt wird. Dadurch, dass die

mindestens eine elektrische Leitung ständig auf Zug vorgespannt ist, wird das Verlagern des Hubaggregats nicht beeinträchtigt.

Eine Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 29 gewährleistet einen einfachen, sicheren und zu verlässigen Betrieb. Über den elektrischen Anschluss kann das Hubaggregat auch bei umfangrei chen Instandhaltungsarbeiten zuverlässig mit elektrischer Energie versorgt werden. Hierzu ist beispielsweise eine zentrales Versorgungsmodul am Ort der Instandhaltungsarbeiten, beispiels weise an einem Schienenfahrzeug, angeordnet. Der elektrische Anschluss ist beispielsweise an einer der Stützen angeordnet. Beispielsweise weisen beide Stützen einen elektrischen Anschluss auf. Die Portal-Hubeinrichtung weist insbesondere auch einen elektrischen Anschluss zum An schließen einer Fernbedienung für das Hubaggregat auf.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Instandhaltungssystem zu schaffen, das eine einfache, schnelle und sichere Durchführung von Gleisbauarbeiten ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Instandhaltungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 30 ge löst. Mittels der Ladevorrichtung werden die Portal-Hubeinrichtungen an den Instandhaltungsort transportiert und dort sukzessive mittels der Ladevorrichtung abgeladen, so dass die Portal-Hubeinrichtungen entlang eines Gleisabschnitts positioniert sind. Die Portal-Hubeinrichtungen werden während des Abladens von dem Transportzustand in den Betriebszustand überführt. Mit tels der Portal-Hubeinrichtungen werden die Gleisbauarbeiten durchgeführt. Die Portal-Hubeinrichtungen ermöglichen insbesondere die Handhabung von Gleisbauteilen, beispielsweise von Schienenbauteilen und/oder Weichenbauteilen. Nach Beendigung der Gleisbauarbeiten bzw. Instandhaltungsarbeiten werden die Portal-Hubeinrichtungen mittels der Ladevorrichtung wieder sukzessive aufgeladen. Während des Aufladens werden die Portal-Hubeinrichtungen von dem Betriebszustand in den Transportzustand überführt. Sind die Portal-Hubeinrichtungen wieder auf die Ladevorrichtung aufgeladen, so werden diese abtransportiert. Hinsichtlich der weiteren Vor teile der Ladevorrichtung wird auf die vorangegangenen Ausführungen verwiesen. Entsprechend wird hinsichtlich der weiteren Vorteile der Portal-Hubeinrichtungen auf die vorangegangenen Ausführungen verwiesen.

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Schienenfahrzeug zu schaffen, dass eine einfache, schnelle und sichere Durchführung von Gleisbauarbeiten ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Schienenfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 31 gelöst. Die Vorteile des Schienenfahrzeugs entsprechen den bereits beschriebenen Vorteilen des erfin dungsgemäßen Instandhaltungssystems .

Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das eine einfache, schnelle und sichere Instandhaltung eines Gleises ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 32 gelöst. Die La devorrichtung ist auf dem Schienenfahrzeug befestigt und mit mehreren Portal-Hubeinrichtungen bestückt, die sich in dem Transportzustand befinden. Mittels des Schienenfahrzeugs werden die Portal-Hubeinrichtungen zu dem Instandhaltungsort transportiert. An dem Instandhaltungsort werden die Portal-Hubeinrichtungen sukzessive mittels der Greifeinrichtung abgeladen. Hierzu wird die Greifeinrichtung um die Schwenkachse verschwenkt. Während des Abladens wird die jeweilige Portal-Hubeinrichtung von dem Transportzustand in den Betriebszustand überführt.

Das Überführen umfasst insbesondere folgende Schritte: Lösen einer Arretierung des mindestens einen Verlängerungsträgers in dem Transportzustand, Verlagern des mindestens einen Verlänge rungsträgers relativ zu dem Basisträger, Arretieren des mindestens einen Verlängerungsträgers relativ zu dem Basisträger, Lösen mindestens einer Stütze relativ zu dem Querträger, Verlagern der mindestens einen Stütze an dem Querträger, Arretieren der mindestens einen Stütze relativ zu dem Querträger, Höhenverstellen der Stützen, insbesondere Verlagern von Standfüßen und/oder Verlagern von Querträgeraufnahmen. Mittels der im Betriebszustand befindlichen Por-tal-Hubeinrichtungen wird anschließend ein verschlissenes erstes Gleisbauteil durch ein neues zweites Gleisbauteil ersetzt. Die Handhabung der Gleisbauteile erfolgt mittels der Hubaggregate. Nach Beendigung der Gleisbauarbeiten werden die Portal-Hubeinrichtungen mittels der Grei feinrichtung wieder sukzessive auf die Ladevorrichtung aufgeladen. Während des Aufladens wird die jeweilige Portal-Hubeinrichtung von dem Betriebszustand in den Transportzustand überführt. Das Überführen umfasst insbesondere folgende Schritte: Höhenverstellen der Stützen, insbesondere Verlagern von Standfüßen und/oder von Querträgeraufnahmen, Lösen der Arretie reinheit zum Arretieren mindestens einer Stütze relativ zu dem Querträger, Verlagern der min- destens einen Stütze an dem Querträger, Arretieren der mindestens einen Stütze relativ zu dem Querträger, Lösen der Arretiereinheit zum Arretieren mindestens eines Verlängerungsträgers relativ zu dem Basisträger, Verlagern des mindestens einen Verlängerungsträgers relativ zu dem Basisträger, Arretieren des mindestens einen Verlängerungsträgers an einer zugehörigen Stütze.

Das Bereitstellen erfolgt beispielsweise derart, dass die Ladevorrichtung mit den Portal-Hubeinrichtungen bestückt wird und anschließend die bestückte Ladevorrichtung auf das Schie nenfahrzeug gehoben und dort montiert wird. Alternativ erfolgt das Bereitstellen beispielsweise derart, dass die unbestückte Ladevorrichtung auf das Schienenfahrzeug gehoben und dort mon tiert wird und anschließend die Ladevorrichtung mittels der Greifeinrichtung mit den Portal-Hubeinrichtungen bestückt wird. Die Ladevorrichtung wird insbesondere mittels eines Gabel staplers auf einen Fahrzeugrahmen des Schienenfahrzeugs gehoben. Hierzu greift eine Hub-Gabel des Gabelstaplers in die in dem Grundgestell ausgebildeten Aufnahmen ein. Alternativ kann die bestückte oder unbestückte Ladevorrichtung mittels eines Hallenkrans auf das Schie nenfahrzeug gehoben werden. Hierzu weist die Ladevorrichtung an dem Grundgestell angeord nete Befestigungselemente, beispielsweise Haken auf. Hinsichtlich der weiteren Vorteile der Ladevorrichtung, der Portal-Hubeinrichtungen und des Instandhaltungssystems wird auf die vo rangegangenen Ausführungen verwiesen.

Ein Verfahren nach Anspruch 33 gewährleistet eine einfache, schnelle und sichere Instandhal tung. Zum Abladen werden die mindestens eine Arretiereinheit zum Arretieren der jeweiligen Portal-Hubeinrichtung und gegebenenfalls mindestens eine Sicherungseinheit gelöst. Die Portal-Hubeinrichtung wird anschließend manuell und/oder automatisch entlang des mindestens einen Führungselements zu der Greifeinrichtung verlagert. Die Greifeinrichtung greift die Portal-Hubeinrichtung, insbesondere mittels mindestens eines Greifers, und verschwenkt die Portal-Hubeinrichtung um die Schwenkachse, so dass die Portal-Hubeinrichtung von der Ladevorrich tung bzw. dem Grundgestell abgeladen wird. Ist die Portal-Hubeinrichtung abgeladen und von dem Transportzustand in den Betriebszustand überführt, wird die Greifeinrichtung gelöst und zum Abladen der nachfolgenden Portal-Hubeinrichtung um die Schwenkachse verschwenkt. Zum Aufladen wird die jeweilige Portal-Hubeinrichtung mittels der Greifeinrichtung gegriffen und angehoben. Nachdem die Portal-Hubeinrichtung von dem Betriebszustand in den Transport zustand überführt ist, wird die Greifeinrichtung weiter verschwenkt, so dass die Portal-

Hubeinrichtung auf das Grundgestell bzw. das mindestens eine Führungselement aufgeladen wird. Befindet sich die Portal-Hubeinrichtung auf dem mindestens einen Führungselement, so wird die Greifeinrichtung gelöst und die Portal-Hubeinrichtung manuell und/oder automatisch auf dem mindestens einen Führungselement verlagert. Anschließend wird die in gewünschter Weise verlagerte Portal-Hubeinrichtung mittels mindestens einer Arretiereinheit arretiert und gegebenenfalls mittels mindestens einer Sicherungseinheit für den Abtransport gesichert.

Ein Verfahren nach Anspruch 34 gewährleistet eine einfache, schnelle und sichere Instandhal tung. Dadurch, dass das Schienenfahrzeug jeweils zwischen dem Abladen von zwei Portal-Hubeinrichtungen auf dem Gleis verfahren wird, können die Portal-Hubeinrichtungen in einfa cher Weise entlang eines instand zu haltenden Gleisabschnitts positioniert werden.

Ein Verfahren nach Anspruch 35 gewährleistet eine einfache, schnelle und sichere Instandhal tung. Sind die Portal-Hubeinrichtungen abgeladen und in den Betriebszustand überführt, so kann das verschlissene erste Gleisbauteil durch das neue zweite Gleisbauteil derart ersetzt werden, dass zunächst das zweite Gleisbauteil mittels eines weiteren Schienenfahrzeugs oder mittels mindestens eines Schienenwagens bzw. Trolleys auf dem Gleis antransportiert und mittels der Portal-Hubeinrichtungen abgeladen und an dem Gleis abgelegt wird. Nach dem Antransportieren des zweiten Gleisbauteils kann das erste Gleisbauteil demontiert und mittels der Portal-Hubeinrichtungen ebenfalls an dem Gleis abgelegt werden. Anschließend kann das neue zweite Gleisbauteil mittels der Portal-Hubeinrichtungen montiert werden, so dass das Gleis wieder be fahrbar ist. Das verschlissene erste Gleisbauteil wird mittels der Portal-Hubeinrichtungen auf das weitere Schienenfahrzeug oder den mindestens einen Schienenwagen aufgeladen und anschlie ßend auf dem Gleis abtransportiert.

Ein Verfahren nach Anspruch 36 gewährleistet eine einfache, schnelle und sichere Instandhal tung. Schienenbauteile und/oder Weichenbauteile sind lang und schwer und können zur Instand haltung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren einfach, schnell und sicher ersetzt werden.

Ein Verfahren nach Anspruch 37 gewährleistet eine einfache, schnelle und sichere Instandhal tung. Instandhaltungsarbeiten in einem Tunnel sind besonders schwierig, da die Instandhaltungs arbeiten in einem äußerst beengten Arbeitsraum durchgeführt werden müssen. Da das Abladen

und/oder das Aufladen der Portal-Hubeinrichtungen mittels der Greifeinrichtung an einem Ende des Schienenfahrzeugs erfolgt und sich die Portal-Hubeinrichtungen beim Abladen und/oder Aufladen in einem kompakten Transportzustand befinden, erfordert das Abladen und/oder das Aufladen nur einen vergleichsweise kleinen Arbeitsraum. Durch das Verlagern des mindestens einen Verlängerungsträger und das Verlagern mindestens einer Stütze an dem Querträger sowie die Höheneinstellung der Stützen können die Portal-Hubeinrichtungen im Betriebszustand in gewünschter Weise an den zur Verfügung stehenden Arbeitsraum angepasst werden. Da die zu ersetzenden Gleisbauteile mittels der Hubaggregate zwischen den Stützen der jeweiligen Portal-Hubeinrichtung gehandhabt werden, ist zum Ersetzen des Gleisbauteils der von den Portal-Hubeinrichtungen eingenommene Arbeitsraum ausreichend.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Schienenfahrzeugs mit einem Instandhaltungs system, das eine Ladevorrichtung und mehrere darauf angeordnete Portal- Hubeinrichtungen umfasst,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Schienenfahrzeugs in Fig. 1 ohne die Portal- Hubeinrichtungen zur Veranschaulichung der Ladevorrichtung,

Fig. 3 eine vergrößerte perspektivische Ansicht einer Greifeinrichtung der Ladevorrich tung in Fig. 2,

Fig. 4 eine schematische Seitenansicht der Greifeinrichtung in Fig. 3 in verschiedenen

Winkelpositionen der Greifarme zur Veranschaulichung der Beibehaltung einer Sollposition während des Verschwenkens,

Fig. 5 eine vergrößerte Seitenansicht eines Greifers gemäß einer

ersten Ausführungsform in einem geschlossenen Zustand,

Fig. 6 eine vergrößerte Seitenansicht des Greifers in Fig. 5 in einem geöffneten Zustand, Fig. 7 eine vergrößerte Seitenansicht eines Greifers gemäß einer

zweiten Ausführungsform in einem geschlossenen Zustand,

Fig. 8 eine vergrößerte Seitenansicht des Greifers in Fig. 7 in einem geöffneten Zustand,

Fig. 9 eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Instandhaltungs

systems in Fig. 1 zur Veranschaulichung einer Arretiereinheit für eine Portal- Hubeinrichtung,

Fig. 10 eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Instandhaltungssystems in Fig. 1 zur

Veranschaulichung einer Sicherungseinheit für die Arretiereinheiten der Portal- Hubeinrichtungen,

Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer Portal-Hubeinrichtung in Fig. 1 in einem

T ransportzustand,

Fig. 12 eine perspektivische Ansicht der Portal-Hubeinrichtung in Fig. 11 in einem Be triebszustand,

Fig. 13 eine perspektivische Ansicht der Portal-Hubeinrichtung in Fig. 11 in einem Zwi schenzustand beim Überführen von dem Transportzustand in den Betriebszustand,

Fig. 14 eine erste perspektivische Ansicht eines Querträgers der Portal-Hubeinrichtung,

Fig. 15 eine zweite perspektivische Ansicht des Querträgers,

Fig. 16 eine perspektivische Ansicht einer Stütze der Portal-Hubeinrichtung in dem Be triebszustand,

Fig. 17 eine vergrößerte perspektivische und teilweise geschnittene Ansicht der Stütze zur

Veranschaulichung einer Spindel,

Fig. 18 eine vergrößerte perspektivische Ansicht der Stütze zur Ver

anschaulichung einer Querträgeraufhahme mit Verlagerungshilfselementen,

Fig. 19 eine vergrößerte perspektivische Ansicht der Stütze zur Veranschaulichung von

Rolleneinheiten der Stütze,

Fig. 20 eine vergrößerte perspektivische Ansicht der Stütze zur Veranschaulichung einer

T otmann-Bremse,

Fig. 21 eine perspektivische Ansicht des Schienenfahrzeugs in Fig. 1 zur Veranschauli chung des Abladens einer Portal-Hubeinrichtung,

Fig. 22 eine perspektivische Ansicht des Schienenfahrzeugs in Fig. 1 zur Veranschauli chung des Überführens der Portal-Hubeinrichtung von dem Transportzustand in den Betriebszustand,

Fig. 23 eine perspektivische Ansicht des Schienenfahrzeugs in Fig. 1 nach dem Abladen aller Portal-Hubeinrichtungen, und

Fig. 24 eine perspektivische Ansicht der Portal-Hubeinrichtungen zur Veranschaulichung von Instandhaltungsarbeiten an einem Gleis.

Fig. 1 zeigt ein Schienenfahrzeug 1 mit einem Fahrzeuggestell 2, an dem in üblicher Weise ein nicht näher dargestellter Fahrantrieb und drehbar gelagerte Achsen mit Rädern angeordnet sind. Das Schienenfahrzeug 1 umfasst eine nicht näher dargestellte Fahrkabine und eine Mannschafts kabine 3, die an dem Fahrzeugrahmen 2 angeordnet sind. An dem Fahrzeugrahmen 2 ist weiter hin ein Versorgungsmodul 4 zur Bereitstellung elektrischer Energie angeordnet. Mittels des Fahrantriebs ist das Schienenfahrzeug 1 auf Schienen 5 eines Gleises 6 verfahrbar.

Das Schienenfahrzeug 1 dient zur Instandhaltung des Gleises 6. Hierzu weist das Schienenfahr zeug 1 ein Instandhaltungssystem 7 auf, das an dem Fahrzeugrahmen 2 lösbar befestigt ist, bei- spielsweise verschraubt ist. Das Instandhaltungssystem 7 dient zur Durchführung von Gleisbau arbeiten bzw. Instandhaltungsarbeiten am Gleis 6 und umfasst eine Ladevorrichtung 8 und meh rere Portal-Hubeinrichtungen P. In Fig. 1 sind beispielhaft sechs Portal-Hubeinrichtungen P dar gestellt, die zur Unterscheidung im Einzelnen Pi bis Pf, bezeichnet sind.

In Fig. 2 ist die Ladevorrichtung 8 ohne die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, veranschaulicht. Die Ladevorrichtung 8 umfasst ein Grundgestell 9, das durch mehrere Längsstreben 10 und meh rere Querstreben 11 gebildet ist, die miteinander verbunden sind. Die Längsstreben 10 verlaufen parallel zu einer Längsrichtung x, wohingegen die Querstreben 11 parallel zu einer Querrichtung y verlaufen. Zwei mittig angeordnete Querstreben 11 bilden Aufnahmen 12 für eine Hub-Gabel eines Gabelstaplers aus. Die Aufnahmen 12 erstrecken sich in der Querrichtung y und sind in der Längsrichtung x voneinander beabstandet. Ein Schwerpunkt der Ladevorrichtung 8, insbesonde re zusammen mit den Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf,, ist in der Längsrichtung x betrachtet zwischen den Aufnahmen 12 angeordnet.

Die Ladevorrichtung 8 umfasst zwei Führungselemente 13, die als Führungsschienen ausgebildet sind. Die Führungselemente 13 dienen zum Lagern der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, und zum Verschieben der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, in der Längsrichtung x relativ zu dem Grundgestell 9. Die Führungselemente 13 verlaufen parallel zu der Längsrichtung x und sind in der Querrichtung y zueinander beabstandet an dem Grundgestell 9 befestigt. Die Führungsele mente 13 erstrecken sich im Wesentlichen von einem ersten Ende 14 des Grundgestells 9, das der Mannschaftskabine 3 zugewandt ist, bis zu einem zweiten Ende 15, das der Mannschaftska bine 3 abgewandt ist.

Die Ladevorrichtung 8 umfasst ferner eine Greifeinrichtung 16, die zum Abladen und Aufladen der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, dient. Die Greifeinrichtung 16 ist in der Längsrichtung x betrachtet an dem zweiten Ende 15 und zwischen den Führungselementen 13 an dem Grundge stell 9 befestigt. Die Greifeinrichtung 16 ist in den Fig. 3 und 4 veranschaulicht.

Die Greifeinrichtung 16 umfasst einen Linearantrieb 17, einen Schwenkantrieb 18 und zwei Greifarme 19 mit zugehörigen Positionshaltem 20. Der Linearantrieb 17 ist an dem Grundgestell 9 befestigt und ermöglicht eine lineare Verlagerung der Greifeinrichtung 16 bzw. der Greifarme 19 parallel zu der Längsrichtung x relativ zu dem Grundgestell 9. Der Linearantrieb 17 ist bei spielsweise hydraulisch oder elektromechanisch ausgebildet. Fig. 3 veranschaulicht eine hydrau lische Ausbildung des Linearantriebs 17. Der Linearantrieb 17 umfasst eine hydraulisch betätig bare Kolben-Zylinder-Einheit 21 und zwei Gleitelemente 22. Die Ko Iben- Zylinder-Einheit 21 ist mittels des Versorgungsmoduls 4 betätigbar. Die Gleitelemente 22 sind an dem Grundgestell 9 befestigt. An den Gleitelementen 22 ist der Schwenkantrieb 18 linear verlagerbar gelagert. Die Kolben-Zylinder-Einheit 21 ist mit dem Grundgestell 9 und dem Schwenkantrieb 18 verbunden. Durch Betätigen der Kolben-Zylinder-Einheit 21 ist der Schwenkantrieb 18 in der Längsrichtung x linear verlagerbar.

Die Greifarme 19 sind in der Querrichtung y beabstandet zueinander an dem Schwenkantrieb 18 befestigt. Mittels des Schwenkantriebs 18 sind die Greifarme 19 um eine Schwenkachse 23 ver-schwenkbar. Die Schwenkachse 23 verläuft parallel zu der Querrichtung y. Die Greifarme 19 sind in einer identischen Winkelstellung an dem Schwenkantrieb 18 befestigt und sind mittels des Schwenkantriebs 18 synchron um die Schwenkachse 23 verschwenkbar.

Die Greifarme 19 weisen jeweils einen Arm 24 auf, an dem endseitig ein Greifer 25, 25‘ ange ordnet ist. Die in Fig. 3 dargestellten Greifer 25, 25‘ stellen unterschiedliche Ausführungsformen dar, die nachfolgend noch im Einzelnen beschrieben sind. Die Greifarme 19 können entweder beide den Greifer 25 oder beide den Greifer 25‘ aufweisen oder - wie in Fig. 3 dargestellt - den Greifer 25 und den Greifer 25

Die Greifer 25, 25‘ sind um eine jeweilige Greifer-Schwenkachse 26 verschwenkbar an dem zugehörigen Arm 24 befestigt. Die Greifer- Schwenkachsen 26 verlaufen parallel zu der Quer richtung y und/oder parallel zu der Schwenkachse 23. Die Greifer- Schwenkachsen 26 verlaufen konzentrisch zueinander.

Fig. 4 veranschaulicht die Anordnung und die Funktion der Positionshalter 20 während des Ver-schwenkens der Greifarme 19 um die Schwenkachse 23. Die Greifarme 19 sind beispielhaft in vier verschiedenen Winkelpositionen dargestellt. Die Positionshalter 20 umfassen jeweils zwei schwenkbar miteinander verbundene Positionshalterteile 27, 28. Das jeweilige erste Positionshal terteil 27 ist verschwenkbar an dem Linearantrieb 17 angeordnet, wohingegen das jeweilige

zweite Positionshalterteil 28 fest an dem jeweiligen Greifer 25 bzw. 25‘ angeordnet ist. Die Posi tionshalter 20 sind derart ausgebildet und angeordnet, dass eine Auflagefläche A des jeweiligen Greifers 25 bzw. 25‘ während des Verschwenkens der Arme 24 in einer Sollposition gehalten wird. Die Sollposition ist derart, dass sich die Auflagefläche A im Wesentlichen parallel zu einer Ebene E erstreckt, die durch die Längsrichtung x und die Querrichtung y definiert ist.

Der jeweilige Greifer 25, 25‘ umfasst ein Basiselement 29, an dem gegenüberliegend zwei Grei felemente 30 angeordnet sind. Die Greifelemente 30 sind relativ zu dem Basiselement 29 um eine jeweilige Greifelement-Schwenkachse 31 verschwenkbar. Die Greifelemente 30 sind hyd raulisch betätigbar. Die Greifelement-Schwenkachsen 31 verlaufen parallel zu der Querrichtung y·

In den Fig. 5 und 6 ist der Greifer 25 in einem geschlossenen Zustand und in einem geöffneten Zustand dargestellt. Auf der Auflagefläche A befindet sich eine Portal-Hubeinrichtung, bei spielsweise die Portal-Hubeinrichtung Pi. Die Auflagefläche A ist an einer Oberseite des Basise lements 29 ausgebildet. An dem freien Ende des jeweiligen Greifelements 30 ist eine Kontaktrol le 32 angeordnet, die um eine Drehachse 33 drehbar an dem Greifelement 30 gelagert ist. Die Drehachsen 33 verlaufen im geschlossenen Zustand der Greifelemente 30 parallel zu einer Ver tikalrichtung z. Die Vertikalrichtung z verläuft senkrecht zu der Längsrichtung x und der Quer richtung y. Die Kontaktrollen 32 ermöglichen ein Verlagern einer gegriffenen Portal-Hubeinrichtung, beispielsweise der Portal-Hubeinrichtung Pi in der Querrichtung y.

In den Fig. 7 und 8 ist der Greifer 25‘ in einem geschlossenen Zustand und in einem geöffneten Zustand dargestellt. Der Greifer 25‘ unterscheidet sich von dem Greifer 25 gemäß den Fig. 5 und 6 durch ein Gleitpolster 34, das an dem freien Ende des jeweiligen Greifelements 30 angeordnet ist. Die Gleitpolster 34 weisen eine Antihaftbeschichtung auf. Hierdurch wird ein Verschieben einer Portal-Hubeinrichtung, beispielsweise der Portal-Hubeinrichtung Pi in der Querrichtung y ermöglicht. Hinsichtlich des weiteren Aufbaus und der weiteren Funktionsweise wird auf die Ausführungen zu dem Greifer 25 verwiesen.

An dem Grundgestell 9 sind für jede Portal-Hubeinrichtung Pi bis Pf, zwei zugehörige Arretie reinheiten angeordnet, die im Einzelnen mit Li bis Lf, und Li‘ bis Lf,‘ bezeichnet sind. Die Arre- tiereinheiten Li bis Lf, und Li‘ bis LÖ‘ arretieren die jeweilige Portal-Hubeinrichtung Pi bis Pf, an zwei Seiten. Fig. 9 veranschaulicht die Arretiereinheit Lf, zu der Portal-Hubeinrichtung Pf. Die Arretiereinheiten Li bis Lf, und Li‘ bis Lr,‘ dienen zum individuellen bzw. separaten Arretieren der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, relativ zu dem Grundgestell 9. Die Arretiereinheiten Li bis Lf, und Li‘ bis Lf,‘ umfassen jeweils eine Arretierausnehmung 35, die mittels eines verschwenk-baren Handgriffs 36 über eine Betätigungsmechanik 37 parallel zu der Querrichtung y verlager bar ist. An dem ersten Ende 14 des Grundgestells 9 ist zusätzlich ein Anschlag 38 für die Portal-Hubeinrichtung Pf, angeordnet. Der Anschlag 38 kann mit einer zusätzlichen Arretierausneh mung 35 versehen sein. Die jeweilige Arretierausnehmung 35 greift zur Arretierung in einen zugehörigen und nachfolgend noch beschriebenen Arretierbolzen der jeweiligen Portal-Hubeinrichtung Pi bis Pf, ein. Durch Verschwenken des jeweiligen Handgriffs 36 wird die jewei lige Arretiereinheit Li bis Lf, und Li‘ bis Lf,‘ individuell in einem arretierten Zustand oder einen gelösten Zustand überführt.

Zum Sichern der Arretiereinheiten Li bis Lf, bzw. Lr bis Lf, weist die Ladevorrichtung 8 zwei Sicherungseinheiten S bzw. S‘ auf. Die Sicherungseinheiten S, S‘ sind an dem Grundgestell 9 angeordnet. In Fig. 10 ist die Sicherungseinheit S veranschaulicht. Die Sicherungseinheit S dient zum gemeinsamen Sichern der Arretiereinheiten Li bis Lf, und somit der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf,, wohingegen die Sicherungseinheit S‘ zum gemeinsamen Sichern der Arretiereinheiten Li‘ bis Lf,‘ und somit der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, dient. Die jeweili ge Sicherungseinheit S, S‘ umfasst eine Sicherungsschiene 39, die an dem Grundgestell 9 ange ordnet ist. Die jeweilige Sicherungsschiene 39 ist beispielsweise verschwenkbar an dem Grund gestell 9 angeordnet. In der Sicherungsschiene 39 sind Handgriffaufnahmen 40 ausgebildet, die zur Aufnahme des jeweiligen Handgriffs 36 dienen, wenn dieser die zugehörige Arretiereinheit Li bis Lf, bzw. Li‘ bis Lf,‘ arretiert. Befindet sich die Sicherungsschiene 39 in einem nicht si chernden Zustand, so sind alle Handgriffe 36 verschwenkbar. Befindet sich die Sicherungsschie ne 39 demgegenüber in einem sichernden Zustand, wie dies in Fig. 10 dargestellt ist, so befinden sich alle Handgriffe 36 in den zugehörigen Handgriffaufnahmen 40, so dass die Handgriffe 36 gemeinsam gegen Verschwenken gesichert sind. Die jeweilige Sicherungsschiene 39 kann aus schließlich dann von dem nicht sichernden Zustand in den sichernden Zustand überführt werden, wenn alle Handgriffe 36 der Arretiereinheiten Li bis Lf, bzw. Li‘ bis Lf,‘ in einem Zustand sind, in dem die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, arretiert sind. Die jeweilige Sicherungseinheit S, S‘ umfasst mindestens ein Sicherungselement 41, das die Sicherungsschiene 39 in dem sichernden Zustand fixiert.

Nachfolgend sind die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, im Detail beschrieben. Die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, sind identisch ausgebildet, so dass lediglich eine der Portal-Hubeinrichtungen beschrieben wird, die allgemein mit P bezeichnet wird. In Fig. 11 ist die Por-tal-Hubeinrichtung P in einem Transportzustand veranschaulicht, wohingegen in Fig. 12 die Por-tal-Hubeinrichtung P in einem Betriebszustand veranschaulicht ist. In Fig. 13 ist die Portal-Hubeinrichtung P in einem Zwischenzustand beim Überführen von dem Transportzustand in den Betriebszustand veranschaulicht.

Die Portal-Hubeinrichtung P umfasst einen Querträger 42, zwei Stützen 43, 43‘ zum Abstützen des Querträgers 42 und ein Hubaggregat 44. Das Hubaggregat 44 dient zum Handhaben von Gleisbauteilen Gi, G2 und somit zur Durchführung von Instandhaltungsarbeiten.

Der Querträger 42 umfasst einen Basisträger 45 und zwei Verlängerungsträger 46, 46‘, die ver lagerbar an dem Basisträger 45 angeordnet sind. Der Verlängerungsträger 46 ist an einem ersten unteren Ende des Basisträgers 45 um eine Schwenkachse 47 verschwenkbar angeordnet, wohin gegen der Verlängerungsträger 46‘ an einem zweiten unteren Ende des Basisträgers 45 um eine Schwenkachse 47 verschwenkbar angeordnet ist. Der Querträger 42 ist im Querschnitt H-förmig ausgebildet. Der Basisträger 45 und die Verlängerungsträger 46, 46‘ haben einen einander ent sprechenden Querschnitt. Die Stützen 43, 43‘ sind an dem Querträger 42 angeordnet und relativ zueinander und zu dem Querträger 42 verlagerbar. Zur Begrenzung der Verlagerung bildet der jeweilige Verlängerungsträger 46, 46‘ einen äußeren Anschlag 48 und der Basisträger 45 einen jeweiligen inneren Anschlag 49 aus.

In den Fig. 14 und 15 ist ein Verschwenken des Verlängerungsträgers 46 veranschaulicht. Die Portal-Hubeinrichtung P umfasst für jeden Verlängerungsträger 46, 46‘ ein zugehöriges Unter stützungselement, das als Ko Iben- Zylinder-Einheit 50 ausgebildet ist. Die Kolben-Zylinder-Einheit 50 wirkt zwischen dem jeweiligen Verlängerungsträger 46, 46‘ und dem Basisträger 45. Die jeweilige Kolben-Zylinder-Einheit 50 ist hierzu verschwenkbar an dem jeweiligen Verlänge rungsträger 46, 46‘ und an dem Basisträger 45 befestigt. Zusätzlich umfasst die Portal-

Hubeinrichtung P für jeden Verlängerungsträger 46, 46‘ eine zugehörige Arretiereinheit 51. Die Arretiereinheiten 51 sind an oberen Enden des Basisträgers 45 angeordnet.

Die jeweilige Arretiereinheit 51 umfasst einen Arretierbolzen 52, der mittels eines Federele ments 53 gegenüber dem Basisträger 45 vorgespannt ist. Der Arretierbolzen 52 wirkt mit einer Arretieröffnung 54 zusammen, die an dem jeweiligen Verlängerungsträger 46, 46‘ ausgebildet ist. Beim Verschwenken betätigt der jeweilige Verlängerungsträger 46, 46‘ mittels einer Schräg fläche 55 den Arretierbolzen 52 und verlagert diesen gegen das Federelement 53 derart, dass der Arretierbolzen 52 bei fluchtender Anordnung mit der Arretieröffhung 54 selbsttätig aufgrund des Federelements 53 in diese einrastet.

Die Stützen 43, 43‘ sind identisch ausgebildet, weshalb die nachfolgenden Ausführungen für die jeweils andere Stütze 43, 43‘ entsprechend gelten.

In Fig. 16 ist die Stütze 43‘ veranschaulicht. Die Stütze 43‘ ist höhenverstellbar ausgebildet. Die Stütze 43‘ umfasst einen Stützkörper 56, Standfüße 57, eine Spindel 58 und eine Querträgerauf nahme 59. Der Stützkörper 56 hat im Wesentlichen die Form eines gleichschenkligen Dreiecks. Der Stützkörper 56 umfasst somit eine Basis 60 und zwei Schenkel 61. Endseitig an der Basis 60 sind die Standfüße 57 an dem Stützkörper 56 befestigt. Die Standfüße 57 sind relativ zu dem Stützkörper 56 verlagerbar. Hierzu sind die Standfüße 57 teleskopartig ausgebildet. Die Standfü ße 57 sind in einer gewünschten Verlagerungsposition arretierbar. Die Arretierung ist wieder lösbar.

Die Spindel 58 dient zum Verlagern und Höheneinstellen der Querträgeraufhahme 59. Die Spin del 58 umfasst eine Gewindestange 62, ein Gewinderohr 63 und ein Winkelgetriebe 64 mit ei nem Werkzeuganschluss 65. Das Winkelgetriebe 64 dient zum Drehantreiben der Gewindestan ge 62 mittels des Werkzeuganschlusses 65. Das Winkelgetriebe 64 ist mittels Federelementen 66 schwimmend an der Basis 60 gelagert. Die Federelemente 66 sind als Tellerfedem ausgebildet. Hierdurch werden Überbelastungen der Spindel 58 vermieden. Die schwimmende Fagerung ist in Fig. 17 veranschaulicht. Das Winkelgetriebe 64 ist mit der Gewindestange 62 gekoppelt. Die Gewindestange 62 ist mit dem Gewinderohr 63 verschraubt. Das Gewinderohr 63 ist drehfest und linear verschiebbar an dem Stützkörper 56 gelagert. Die Spindel 58 wandelt somit eine

Drehbewegung am Werkzeuganschluss 65 in eine Linearbewegung des Gewinderohrs 63. Je nach Drehrichtung wird das Gewinderohr 63 somit höhenverstellt. Das Gewinderohr 63 kann in einer gewünschten Verstellposition arretiert werden. Die Arretierung kann wieder gelöst werden.

Die Querträgeraufnahme 59 ist an dem freien Ende des Gewinderohrs 63 befestigt und somit mittels der Spindel 58 in der Höhe verlagerbar bzw. verstellbar. Die Querträgeraufhahme 59 ist in Fig. 18 veranschaulicht. Die Querträgeraufnahme 59 umfasst ein erstes Aufhahmeteil 67 und ein zweites Aufnahmeteil 68. Das erste Aufnahmeteil 67 ist fest mit dem Gewinderohr 63 ver bunden. Die Aufnahmeteile 67, 68 sind jeweils im Querschnitt U-förmig ausgebildet und be grenzen zusammen eine Durchgangsöffhung 69. Durch die Durchgangsöffhung 69 ist der Quer träger 42 geführt. Der Querträger 42 ist in Fig. 18 lediglich teilweise dargestellt.

Die Aufnahmeteile 67, 68 sind derart unterschiedlich voneinander ausgebildet, dass die Aufnah meteile 67, 68 die Durchgangsöffhung 69 asymmetrisch begrenzen und das zweite Aufnahmeteil 68 einen geringeren Bereich der Durchgangsöffhung 69 begrenzt. Die Aufhahmeteile 67, 68 sind an Führungselementen 70 relativ zueinander verlagerbar. Ein maximal verlagerter Zustand der Aufnahmeteile 67, 68 ist in Fig. 18 veranschaulicht. An dem ersten Aufnahmeteil 67 sind dreh bar gelagerte Verlagerungshilfselemente in Form von Verlagerungsrollen 71 angeordnet, die sich in die Durchgangsöffnung 69 erstrecken. Die Verlagerungsrollen 71 liegen in dem in Fig. 18 dargestellten Zustand der Querträgeraufhahme 59 gegen Faufflächen des im Querschnitt H-förmigen Querträgers 42 an.

An der Querträgeraufnahme 59 ist eine Arretiereinheit 72 zum Arretieren der Stütze 43 relativ zu dem Querträger 42 angeordnet. Die Arretiereinheit 72 ist zum Klemmen der Querträgeraufnah me 59 an dem Querträger 42 ausgebildet. Hierzu umfasst die Arretiereinheit 72 zwei Spannhe belverschlüsse 73, die beidseitig an den Aufhahmeteilen 67, 68 angeordnet sind. Fig. 18 zeigt die Spannhebelverschlüsse 73 in einer geöffneten Stellung, so dass die Aufhahmeteile 67, 68 vonei nander entfernt angeordnet sind und die Querträgeraufnahme 59 den Querträger 42 nicht klemmt. Im geschlossenen Zustand der Spannhebelverschlüsse 73 liegen die Aufnahmeteile 67, 68 fest den Querträger 42 an, so dass der Querträger 42 in der Durchgangsöffhung 69 von den Aufnahmeteilen 67, 68 geklemmt und die Stütze 43 relativ zu dem Querträger 42 arretiert ist.

In den Fig. 19 und 20 sind Rolleneinheiten 74, 75 der Stütze 43 veranschaulicht. Eine erste Rol leneinheit 74 umfasst eine Totmann-Bremse 76, wohingegen die zweite Rolleneinheit 75 ohne Totmann-Bremse ausgebildet ist. Die Rolleneinheiten 74, 75 sind beabstandet zueinander an der Basis 60 befestigt. Die Rolleneinheiten 74, 75 weisen jeweils ein Gehäuse 77 auf, in dem eine Transportrolle 78 drehbar um eine Drehachse 79 gelagert ist. In Fig. 20 ist das Gehäuse 77 zur Veranschaulichung der Transportrolle 78 und der Totmann-Bremse 76 offen dargestellt. Ist die Portal-Hubeinrichtung P auf der Ladevorrichtung 8 angeordnet, so befinden sich die Transport rollen 78 auf den Führungselementen 13. Zum einfacheren Verlagern der Portal-Hubeinrichtung P sind die Transportrollen 78 selbstzentrierend ausgebildet. Die Transportrollen 78 weisen insbe sondere schräg verlaufende Seitenflanken auf. Die Drehachsen 79 verlaufen im Wesentlichen parallel zu dem Basisträger 45.

Die Totmann-Bremse 76 umfasst eine Profilrolle 80 und einen Bremsbolzen 81, der mittels eines Federelements 82 gegen die Profilrolle 80 gedrückt ist und in deren Profilierung eingreift. Der Bremsbolzen 81 ist über eine nicht näher dargestellte Betätigungsmechanik mittels eines Hand griffs 83 gegen die Kraft des Federelements 82 verlagerbar, so dass die Totmann-Bremse 76 bei Betätigung des Handgriffs 83 gelöst wird. Wird der Handgriff 83 nicht betätigt bzw. nicht mehr betätigt, so greift der Bremsbolzen 81 selbsttätig aufgrund der Kraft des Federelements 82 in die Profilrolle 80 ein und blockiert die Transportrolle 78. Die Profilrolle 80 ist relativ zu der Trans portrolle 78 drehfest angeordnet, beispielsweise einteilig mit dieser verbunden.

Der Handgriff 83 ist um eine Schwenkachse 84 verschwenkbar an einem Halter 85 angeordnet. Der Halter 85 ist wiederum um eine Schwenkachse 86 verschwenkbar an dem Stützkörper 56 angeordnet. In dem in Fig. 19 dargestellten Transportzustand der Portal-Hubeinrichtung P dient der Halter 85 zum Befestigen des Verlängerungsträgers 46. Der Verlängerungsträger 46 ist in dem Halter 85 aufgenommen und mittels einer Arretiereinheit 87 in der in Fig. 19 dargestellten Position arretiert und gesichert. In dem Betriebszustand der Portal-Hubeinrichtung P ist der Hal ter 85 um die Schwenkachse 86 verschwenkt und zwischen den Schenkeln 61 aufgenommen. An den Gehäusen 77 ist jeweils ein Arretierbolzen 88 angeordnet. Der Arretierbolzen 88 dient zum Arretieren der Portal-Hubeinrichtung P auf der Ladevorrichtung 8 und wirkt mit einer der Arre tiereinheiten Li bis Le bzw. Li‘ bis Le bzw. deren jeweiliger Arretierausnehmung 35 zusammen.

Das Hubaggregat 44 ist zwischen den Stützen 43, 43‘ an dem Querträger 42 angeordnet. Das Hubaggregat 44 umfasst ein als Kettenhubzug ausgebildetes Hubelement 89 und einen ersten elektrischen Antriebsmotor 90 zum Betreiben des Hubelements 89. Das Hubaggregat 44 umfasst ferner einen Antrieb 91 mit Rollen 92 und einen zweiten elektrischen Antriebsmotor 93, der eine der Rollen 92 drehantreibt. Mittels des Antriebs 91 ist das Hubaggregat 44 entlang des Querträ gers 42 verfahrbar.

Zur Versorgung der elektrischen Antriebsmotoren 90, 93 mit elektrischer Energie umfasst das Hubaggregat 44 einen Akkumulator 94. Der Akkumulator 94 ist auswechselbar. Zusätzlich oder alternativ umfasst das Hubaggregat 44 eine Federleitungstrommel 95 mit einer federangetriebe-nen Trommel 96, auf der mindestens eine elektrische Leitung 97 auf Zug vorgespannt und auf gewickelt ist. Die mindestens eine elektrische Leitung 97 ist insbesondere eine elektrische Ver sorgungsleitung und/oder eine elektrische Steuerleitung. Die mindestens eine elektrische Leitung 97 führt zu mindestens einem Anschluss 98, der an einer der Stützen 43, 43‘, beispielsweise an der Stütze 43 angeordnet ist. Der mindestens eine elektrische Anschluss 98 dient zum Anschlie ßen einer externen elektrischen Leitung 99, beispielsweise einer externen elektrischen Versor gungsleitung oder einer externen elektrischen Steuerleitung. Mittels einer Versorgungsleitung ist beispielsweise der Akkumulator 94 aufladbar.

Nachfolgend ist ein Verfahren zur Instandhaltung des Gleises 6 im Detail beschrieben:

Zunächst wird die Ladevorrichtung 8 mit den Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, bestückt. Hierzu ist die Ladevorrichtung 8 zunächst nicht an dem Fahrzeugrahmen 2 montiert. Die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, werden nacheinander, beispielsweise mittels eines Gabelstaplers, mit den jeweiligen Transportrollen 78 auf den Führungselementen 13 angeordnet und mittels der zugehörigen Arretiereinheiten Li bis Lf, und Li‘ bis Lf,‘ arretiert und anschließend mittels der Sicherungseinheiten S und S‘ gesichert. Mittels des Gabelstaplers wird die bestückte Ladevor richtung 8 auf den Fahrzeugrahmen 2 gehoben und dort befestigt. Hierzu greift eine Hub-Gabel des Gabelstaplers in die Aufnahmen 12 ein. Zum Bestücken befinden sich die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, in dem in den Fig. 1 und Fig. 11 veranschaulichten Transportzustand.

Anschließend wird das Schienenfahrzeug 1 mit Bedienpersonen, die sich in der Mannschaftska bine 3 befindet, an den Instandhaltungsort gefahren. Der Instandhaltungsort befindet sich bei spielsweise in einem Tunnel 100. Dies ist in Fig. 1 veranschaulicht.

Am Instandhaltungsort verlassen die Bedienpersonen die Mannschaftskabine 3 um die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, sukzessive von der Ladevorrichtung 8 abzuladen. Hierzu werden zunächst die Sicherungseinheiten S, S‘ gelöst und anschließend die Arretiereinheiten Li und Li‘, so dass die Portal-Hubeinrichtung Pi manuell auf den Führungselementen 13 verfahrbar ist. Hierzu betätigen Bedienpersonen die an den Stützen 43, 43‘ angeordneten Handgriffe 83 zum Lösen der Totmann-Bremsen 76. Anschließend wird die Portal-Hubeinrichtung Pi zu der Grei feinrichtung 16 verfahren, die sich in einer zu der Portal-Hubeinrichtung Pi hin verlagerten Posi tion befindet.

Anschließend wird der Basisträger 45 mittels der Greifer 25, 25‘ gegriffen und die Greifarme 19 mittels des Linearantriebs 17 von der Portal-Hubeinrichtung P2 weg verlagert und mittels des Schwenkantriebs 18 um die Schwenkachse 23 verschwenkt. Das Betätigen der Greifeinrichtung 18 wird von einer Bedienperson beispielsweise über eine Fernsteuerung gesteuert. Das Abladen der Portal-Hubeinrichtung Pi ist in Fig. 21 veranschaulicht. Durch die Positionshalter 20 ver bleibt die Portal-Hubeinrichtung Pi während des Verschwenkens in der ursprünglichen Position bzw. in der gewünschten Sollposition.

Befindet sich die Portal-Hubeinrichtung Pi in einer Verschwenkposition, in der die Portal-Hubeinrichtung Pi sich nicht mehr oberhalb des Schienenfahrzeugs 1 befindet, jedoch noch nicht auf dem Gleis 6 abgestellt ist, so beginnt das Überführen der Portal-Hubeinrichtung Pi von dem Transportzustand in den Betriebszustand. Hierzu werden die Arretiereinheiten 87 gelöst und die Verlängerungsträger 46, 46‘ verschwenkt, bis diese mit dem Basisträger 45 entlang einer Gera den angeordnet und mittels der Arretiereinheiten 51 arretiert sind. Die Halter 85 werden darauf hin um die Schwenkachse 86 zwischen die Schenkel 61 des Stützkörpers 56 verschwenkt.

Anschließend werden die Spannhebelverschlüsse 73 der Stützen 43, 43’ gelöst und die Stützen 43, 43‘ entlang des Querträgers 42 manuell in eine gewünschte Position verlagert, beispielsweise bis zu den äußeren Anschlägen 48. In der gewünschten Position werden die Stützen 43, 43‘ mit- tels der Spannverschlüsse 73 arretiert. Das Überführen ist beispielsweise in Fig. 22 veranschau licht. Die Standfüße 57 werden relativ zu dem Stützkörper 56 verlagert und in eine gewünschte Höhenposition eingestellt und arretiert. Anschließend wird die Portal-Hubeinrichtung Pi mittels der Greifeinrichtung 16 derart auf dem Gleis 6 abgestellt, dass sich die Schienen 5 zwischen den Stützen 43, 43‘ befinden. Die Greifer 25, 25‘ werden gelöst und die Greifarme 19 mittels des Linearantriebs 17 von der Portal-Hubeinrichtung Pi weg verlagert. Mittels eines jeweiligen Werkzeugs können Bedienpersonen an dem jeweiligen Werkzeuganschluss 65 über das Winkel-getriebe 64 und die Spindel 58 den Querträger 42 in einer gewünschten Höhe einstellen.

Die Portal-Hubeinrichtungen P2 bis Pf, werden in der entsprechenden Weise von der Ladevor-richtung 8 abgeladen, wobei das Schienenfahrzeug 1 zwischen dem Abladen von zwei aufeinan derfolgenden Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, jeweils auf dem Gleis 6 verfahren wird. Hier durch werden die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, entlang eines instand zu haltenden Gleisab schnitts des Gleises 6 angeordnet. Dies ist in Fig. 23 veranschaulicht.

Bei der Instandhaltung wird ein verschlissenes erstes Gleisbauteil Gi durch ein neues zweites Gleisbauteil G2 ersetzt. Hierzu wird das zweite Gleisbauteil G2 mittels eines weiteren Schienen fahrzeugs oder mittels mehrerer Schienenwagen bzw. Trolleys auf dem Gleis 6 antransportiert. Das zweite Gleisbauteil G2 ist auf einer Ladefläche des Schienenfahrzeugs bzw. der Schienen wagen befestigt, die unterhalb der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, angeordnet wird, so dass das zweite Gleisbauteil G2 mittels der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, abgeladen werden kann. Zum Abladen des zweiten Gleisbauteils G2 wird dieses an den Hubelementen 89 befestigt und anschließend von der Ladefläche angehoben, so dass das Schienenfahrzeug bzw. die Schienen wagen wieder unterhalb der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, weg verfahren werden kann bzw. können. Anschließend kann das zweite Gleisbauteil G2 in gewünschter Weise zwischen den Schienen 5 oder neben den Schienen 5 abgelegt werden. Dies ist in Fig. 24 veranschaulicht.

Anschließend wird das erste Gleisbauteil Gi demontiert und mittels der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, an eine gewünschte Position verlagert und am Gleis 6 abgelegt. Das zweite Gleisbauteil G2 wird anschließend mittels der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, an die ursprüngliche Position des ersten Gleisbauteils Gi verlagert und montiert. Anschließend wird das erste Gleisbauteil Gi mittels der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, angehoben, so dass mittels des weiteren Schienen- fahrzeugs bzw. der Schienenwagen die Ladefläche unterhalb der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pr, positioniert werden kann. Das erste Gleisbauteil Gi wird anschließend mittels der Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, auf der Ladefläche abgelegt und mittels des Schienenfahrzeugs bzw. der Schienenwagen abtransportiert. Die Gleisbauteile Gi, G2 sind beispielsweise als Schienen bauteile oder Weichenbauteile ausgebildet.

Nach Beendigung der Instandhaltungsarbeiten werden die Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, wieder sukzessive auf die Ladevorrichtung 8 aufgeladen. Hierzu wird das Schienenfahrzeug 1 auf dem Gleis 6 zu der Portal-Hubeinrichtung Pf, verfahren. Zum Aufladen werden die Gewinde rohre 63 zunächst von Bedienpersonen mittels eines jeweiligen Werkzeugs über die Werkzeug anschlüsse 65 eingefahren, so dass der Querträger 42 zu den Standfüßen 57 hin verlagert wird. Anschließend greifen die Greifer 25, 25‘ den Basisträger 45 und heben die Portal-Hubeinrichtung Pf, an. In dem angehobenen Zustand werden die Standfüße 57 eingefahren und arretiert. Anschließend werden die Spannhebelverschlüsse 73 gelöst und die Stützen 43, 43‘ zu dem Basisträger 45 verlagert, bis diese an den inneren Anschlägen 49 anliegen. In diesem Zu stand werden die Stützen 43, 43‘ mittels der Spannhebelverschlüsse 73 arretiert. Die Halter 85 werden um die Schwenkachse 86 verlagert und ausgeklappt. Anschließend werden die Arretie reinheiten 51 gelöst, die Verlängerungsträger 46, 46‘ verschwenkt und mittels der Arretiereinhei ten 87 an dem jeweiligen Halter 85 befestigt. Die Portal-Hubeinrichtung Pf, ist nun in den Trans portzustand überführt und wird mittels der Greifeinrichtung 16 um die Schwenkachse 23 ver-schwenkt und mit den Transportrollen 78 auf die Führungselemente 13 abgestellt.

Nach dem Öffnen der Greifer 25, 25‘ betätigen Bedienpersonen die Handgriffe 83 und lösen die Totmann-Bremsen 76, woraufhin die Portal-Hubeinrichtung Pf, manuell auf den Führungsele menten 13 bis zu den Arretiereinheiten Le, Lf,‘ verlagert wird. Die Portal-Hubeinrichtung Pf, wird anschließend mittels der Arretiereinheiten Le, Lf,‘ arretiert. Die weiteren Portal-Hubeinrichtungen Pi bis P5 bzw. P5 bis Pi werden in entsprechender Weise auf die Ladevorrich tung 8 aufgeladen. Sind alle Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, bzw. Pf, bis Pi aufgeladen, so werden die Arretiereinheiten Li bis Lf, und Li‘ bis Lf,‘ mittels der Sicherungseinheiten S, S‘ gesi chert. Die Ladevorrichtung 8 ist nun wieder mit den Portal-Hubeinrichtungen Pi bis Pf, bestückt und wird mittels des Schienenfahrzeugs 1 abtransportiert.

Das Instandhaltungssystem 7 ermöglicht somit eine einfache, schnelle und sichere Durchführung von Gleisbauarbeiten bzw. Instandhaltungsarbeiten.