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1. WO2020114838 - INSTANDHALTUNGSSYSTEM UND VERFAHREN ZUR INSTANDHALTUNG EINES GLEISES

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Ladevorrichtung für ein Instandhaltungssystem mit

- einem sich in einer Längsrichtung (x) und in einer Querrichtung (y) erstreckenden

Grundgestell (9) zum Befestigen an einem Schienenfahrzeug (1),

gekennzeichnet durch

- mindestens ein an dem Grundgestell (9) angeordnetes Führungselement (13) zum Lagern von Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf,) und zum Verschieben der Portal- Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) in der Längsrichtung (x) relativ zu dem Grundgestell (9),

- eine Greifeinrichtung (16) zum Abladen und Aufladen der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis PÖ),

— die in der Längsrichtung (x) endseitig an dem Grundgestell (9) angeordnet ist, und

— die eine Schwenkachse (23) ausbildet.

2. Ladevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet

dass die Schwenkachse (23) parallel zu der Querrichtung (y) verläuft.

3. Ladevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

dass die Greifeinrichtung (16) in der Längsrichtung (x) linear verlagerbar an dem Grundge stell (9) angeordnet ist.

4. Ladevorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die Greifeinrichtung (16) mindestens zwei entlang der Schwenkachse (23) beabstande- te Greifarme (19) umfasst.

5. Ladevorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die Greifeinrichtung (16) mindestens einen Greifarm (19) umfasst, der jeweils einen Arm (24) mit einem um eine Greifer- Schwenkachse (26) schwenkbar daran angeordneten Greifer (25, 25‘) aufweist.

6. Ladevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,

dass die Greifeinrichtung (16) mindestens einen Positionshalter (20) zum Halten des jewei ligen Greifers (25, 25‘) in einer Sollposition während des Verschwenkens des zugehörigen Arm (24) umfasst.

7. Ladevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,

dass der jeweilige Greifer (25, 25‘) ein Basiselement (29) und zwei verlagerbar daran ange ordnete Greifelemente (30) umfasst.

8. Ladevorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Greifer (25, 25‘) mindestens eine Kontaktrolle (32) und/oder ein Gleit polster (34) zum Verschieben einer gegriffenen Portal-Hubeinrichtung (Pi bis Pf,) umfasst.

9. Ladevorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das mindestens eine Führungselement (13) als Führungsschiene ausgebildet ist.

10. Ladevorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass an dem Grundgestell (9) mehrere Arretiereinheiten (Li bis Le , Li‘ bis Lf,‘ ) zum separa ten Arretieren der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) relativ zu dem Grundgestell (9) ange ordnet sind.

11. Ladevorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass an dem Grundgestell (9) mindestens eine Sicherungseinheit (S, S‘) zum gemeinsamen Sichern der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) relativ zu dem Grundgestell (9) angeordnet ist.

12. Ladevorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Grundgestell (9) zwei Aufnahmen (12) für eine Hub-Gabel ausbildet, die sich in der Querrichtung (y) erstrecken und in der Längsrichtung (x) beabstandet voneinander ange ordnet sind.

13. Portal-Hubeinrichtung für ein Instandhaltungssystem umfassend

- einen Querträger (42) mit

— einem Basisträger (45) und

— mindestens einem relativ zu dem Basisträger (45) verlagerbaren Verlängerungsträger (46, 46‘),

- zwei Stützen (43, 43‘) zum Abstützen des Querträgers (42),

— die an dem Querträger (42) angeordnet sind und

die relativ zueinander verlagerbar sind,

- ein Hubaggregat (44) zum Handhaben von Gleisbauteilen (Gi, G2),

— das an dem Querträger (42) angeordnet ist,

— das zwischen den Stützen (43, 43‘) angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass an der jeweiligen Stütze (43, 43‘) um Drehachsen (79) drehbar mindestens zwei Trans portrollen (78) zum Verlagern der Portal-Hubeinrichtung (Pi bis Pf,) auf mindestens einem Führungselement (13) einer Ladevorrichtung (8) angeordnet sind, und

dass mindestens eine der Stützen (43, 43‘) mindestens eine Transportrolle (78) mit einer Bremse (76) umfasst, die als Totmann-Bremse ausgebildet ist.

14. Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet

dass der mindestens eine Verlängerungsträger (46, 46‘) endseitig und verschwenkbar an dem Basisträger (45) angeordnet ist.

15. Portal-Hubeinrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen dem Basisträger (45) und dem mindestens einen Verlängerungsträger (46,

46‘) ein jeweiliges Unterstützungselement (50) angeordnet ist.

16. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die zwei Stützen (43, 43‘) höhenverstellbar sind.

17. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die zwei Stützen (43, 43‘) jeweils einen Stützkörper (56) und an dem Stützkörper (56) verlagerbar angeordnete Standfüße (57) umfassen.

18. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die zwei Stützen (43, 43‘) jeweils einen Stützkörper (56) und eine an dem Stützkörper (56) verlagerbar angeordnete Querträgeraufnahme (59) umfassen.

19. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass die zwei Stützen (43, 43‘) jeweils einen Stützkörper (56) und eine Querträgeraufnahme (59) umfassen, wobei die Querträgeraufnahme (59) mittels einer Spindel (58) relativ zu dem Stützkörper (56) verlagerbar ist und die Spindel (58) insbesondere schwimmend an dem Stützkörper (56) gelagert ist.

20. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens eine der Stützen (43, 43‘) eine Querträgeraufhahme (59) mit einem ersten Aufnahmeteil (67) und einem zweiten Aufnahmeteil (68) umfasst, die relativ zueinander verlagerbar sind.

21. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens eine der Stützen (43, 43‘) eine Querträgeraufhahme (59) mit mindestens einem daran angeordneten Verlagerungshilfselement (71) zum Verlagern an dem Querträger (42) umfasst.

22. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass der Querträger (42) mindestens eine Arretiereinheit (51) zum Arretieren des mindes tens einen Verlängerungsträgers (46, 46‘) relativ zu dem Basisträger (45) umfasst.

23. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens eine der Stützen (43, 43‘) eine Arretiereinheit (87) zum Arretieren des mindestens einen Verlängerungsträgers (46, 46‘) umfasst.

24. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens eine der Stützen (43, 43‘) eine Arretiereinheit (72) zum Arretieren der Stüt ze (43, 43‘) relativ zu dem Querträger (42) umfasst.

25. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Hubaggregat (44) ein Hubelement (89) und einen elektrischen Antriebsmotor (90) zum Betreiben des Hubelements (89) umfasst.

26. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Hubaggregat (44) an dem Querträger (42) verlagerbar ist, insbesondere mittels ei nes Antriebs (93).

27. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Hubaggregat (44) einen Akkumulator (94) zur Versorgung mindestens eines elektrischen Antriebsmotors (90) mit elektrischer Energie umfasst.

28. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Hubaggregat (44) mindestens eine auf Zug vorgespannte elektrische Leitung (97) umfasst.

29. Portal-Hubeinrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, gekennzeichnet

durch einen elektrischen Anschluss (98) zum Anschließen einer externen elektrischen Lei tung (99).

30. Instandhaltungssystem zur Durchführung von Gleisbauarbeiten umfassend

- eine Ladevorrichtung (8) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12,

- mehrere Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf,) nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 29.

31. Schienenfahrzeug zur Durchführung von Gleisbauarbeiten mit einem Instandhaltungssystem (7) nach Anspruch 30.

32. Verfahren zur Instandhaltung eines Gleises mit den Schritten:

- Bereitstellen eines Schienenfahrzeugs (1) nach Anspruch 31 , wobei die Ladevorrichtung (8) mit mehreren sich in einem Transportzustand befindlichen Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) bestückt ist,

- Abladen der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) mittels der Greifeinrichtung (16),

- Überführen der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) von dem Transportzustand in einen Betriebszustand,

- Ersetzen eines ersten Gleisbauteils (Gi) durch ein zweites Gleisbauteil (G2) mittels der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf),

- Überführen der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) von dem Betriebszustand in den Transportzustand, und

- Aufladen der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) mittels der Greifeinrichtung (16).

33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,

dass das Abladen und/oder Aufladen derart erfolgt, dass die jeweilige Portal-Hubeinrichtung (Pi bis Pf,) auf dem mindestens einen Führungselement (13) verlagert wird und mittels der Greifeinrichtung (16) gegriffen und um die Schwenkachse (23) verschwenkt wird.

34. Verfahren nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet,

dass zwischen dem Abladen von zwei Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) das Schienen fahrzeug (1) auf dem Gleis (6) verfahren wird.

35. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Ersetzen derart erfolgt,

dass das zweite Gleisbauteil (G2) auf dem Gleis (6) antransportiert und mittels der Portal- Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) abgeladen wird,

dass mittels der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) das erste Gleisbauteil (Gi) demontiert und das zweite Gleisbauteil (G2) montiert wird,

dass das erste Gleisbauteil (Gi) mittels der Portal-Hubeinrichtungen (Pi bis Pf) aufgeladen und auf dem Gleis (6) abtransportiert wird.

36. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass Schienenbauteile und/oder Weichenbauteile als Gleisbauteile (Gi, G2) ersetzt werden.

37. Verfahren nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Ersetzen in einem Tunnel (100) erfolgt.