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1. WO2020114798 - VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER WÄSSRIGEN POLYMERDISPERSION AUS VINYLAROMATISCHER VERBINDUNG UND KONJUGIERTEM ALIPHATISCHEN DIEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Polymerdispersion durch radikalisch initi ierte wässrige Emulsionspolymerisation, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem wässrigen Medium

(a) 40 bis 75 Gew. -Teile mindestens einer vinylaromatischen Verbindung und

(b) 24,9 bis 59,9 Gew.-Teile mindestens eines konjugierten aliphatischen Diens

(c) 0,1 bis 10 Gew.-Teile mindestens eines Säuregruppen enthaltenden Mono mers und

(d) 0 bis 20 Gew.-Teile mindestens eines sonstigen monoethylenisch ungesät tigten Monomers,

wobei sich die Mengen der Monomeren (a) bis (d) auf 100 Gew.-Teile aufsummieren,

nach einem Monomerzulaufverfahren in Gegenwart mindestens eines anorganischen Peroxids sowie mindestens eines organischen Peroxids polymerisiert mit der Maß gabe, dass

- die kontinuierliche Dosierung des anorganischen Peroxids zeitgleich mit der konti nuierlichen Dosierung der vinylaromatischen Verbindung startet,

- die Dosierung des organischen Peroxids zu einem Zeitpunkt gestartet wird, zu dem bereits mindestens 5 % und höchstens 20 % der vinylaromatischen Verbindung in einem kontinuierlichen Mengenstrom unter Polymerisationsbedingungen zudosiert sind und

- gegebenenfalls eine Teilmenge anorganische Peroxids vorgelegt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vinylaromatische Ver bindung Styrol und/oder Methylstyrol und das konjugierte aliphatische Dien 1,3-Buta- dien und/oder Isopren ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass während des Mo nomerzulaufs kein Reduktionsmittel anwesend ist, welches mit den organischen oder anorganischen Peroxiden ein Red/Ox-Initiatorsystem bilden kann.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das anor ganische Peroxid ausgewählt wird unter Wasserstoffperoxid und Ammonium- oder Al kalimetallsalze von Peroxodisulfaten und das organische Peroxide ausgewählt wird unter Alkylhydroperoxiden und Arylhydroperoxiden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polymerisation in einem wässrigen Polymerisationsgemisch initiiert, das bis zu 5 % der vinylaromatischen Verbindung und kein aliphatisches Dien enthält.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man bei einer Temperatur im Bereich von > 80° C bis < 105° C polymerisiert.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man 15 bis 60 Gew. -Teile einer abgebauten Stärke auf 100 Gew. -Teile der Monomeren ein setzt.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polymerisation in Gegenwart einer wässrigen Dispersion von feinteiligem Polystyrol mit einem mittleren Teilchendurchmesser von 20 bis 40 nm durchführt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass während der Polymerisation kein Kettenübertragungsmittel ausgewählt unter aliphatische und/oder araliphatische Halogenverbindungen, organische Thioverbindungen und sub stituierte Thiole eingesetzt wird.

10. Wässrige Polymerdispersion erhältlich durch radikalisch initiierte Emulsionspolymeri sation gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9.

11. Verwendung der wässrigen Polymerdispersion nach Anspruch 10 als Bindemittel, Kleb stoff, Schlichtemittel für Fasern, zur Herstellung von Überzügen oder zur Herstellung von Papierstreichmassen.

12. Papierstreichmasse enthaltend (i) anorganische Pigmente und (ii) eine wässrige Poly merdispersion nach Anspruch 10 sowie gegebenenfalls weitere Hilfsstoffe.

13. Papierstreichmasse nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisate der wässrigen Polymerdispersion in einer Menge von 1 bis 50 Gew. -Teilen, bezogen auf die Gesamtmenge an Pigmenten, eingesetzt werden und dass die Pigmente in einer Menge von 80 bis 95 Gewichtsteilen, bezogen auf den Ge samtfeststoffgehalt, enthalten sind und ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Calciumsulfat, Calciumaluminatsulfat, Bariumsulfat, Magnesiumcarbonat, Calci umcarbonat, Kieselsäuren, Aluminiumoxide, Aluminiumhydrat, Silikaten, Titandioxid, Zinkoxid, Kaolin, Tonerde, Talkum und Siliziumdioxid und dass die Papierstreichmasse zusätzlich mindestens einen Hilfsstoff enthält, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Verdickern, weiteren polymeren Bindemitteln, Co-Bindemitteln, optischen Aufhel lern, Füllstoffen, Verlaufshilfsmitteln, Dispergatoren, Tensiden, Gleitmitteln, Neutrali sationsmitteln, Entschäumern, Entlüftungsmitteln, Konservierungsmitteln und Farb stoffen.

14. Mit einer Papierstreichmasse gemäß einem der beiden vorhergehenden Ansprüche be schichtetes Papier oder Karton.

15. Verfahren zum Streichen von Papier oder Karton, wobei

- eine wässrige Polymerdispersion nach einem der Ansprüche 9 bis 10 zur Verfügung gestellt wird; und

mit der wässrigen Polymerdispersion, mindestens einem Pigment und optionalen weiteren Hilfsstoffen eine Papierstreichmasse hergestellt wird; und

und die Papierstreichmasse auf mindestens eine Oberfläche von Papier oder Kar ton aufgebracht wird.