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1. WO2020114764 - VORRICHTUNG, VERFAHREN UND COMPUTERPROGRAMM ZUR VERARBEITUNG EINES SPRECH-FUNKSIGNALS

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Vorrichtung (100) zur Verarbeitung eines Sprech-Funksignals (110) mit folgenden Merkmalen:

einer Transkriptionseinheit (120), die ausgebildet ist, um das Sprech-Funksignal (110) in ein Textsignal (112) umzuwandeln;

einer Objektermittlungseinheit (130), die ausgebildet ist, um ein Objekt (200), von dem das Sprech-Funksignal (110) stammt, zu bestimmen;

einer Objektlokalisationseinheit (140), die ausgebildet ist, um eine Positionsinformation (142) des Objekts (200), von dem das Sprech-Funksignal (110) stammt, zu bestimmen;

einer Ausgabeeinheit (150), die ausgebildet ist, um das Textsignal (112) dem Objekt (200) zuzuordnen und bereitzustellen; und

wobei die Objektermittlungseinheit (130) ausgebildet ist, um für zumindest ein Objekt (200), dessen Position (210) zumindest teilweise mit der bestimmten Positionsinformation (142) übereinstimmt, eine Erkennungswahrscheinlichkeit (135, 135i bis 1353) zu bestimmen, und

wobei die Objektermittlungseinheit (130) ausgebildet ist, um

das Objekt (200) mit der höchsten Erkennungswahrscheinlichkeit (135, 135i bis 1353) als das Objekt (200), von dem das Sprech-Funksignal (110) stammt, zu bestimmen oder

bei einer sehr ähnlichen Erkennungswahrscheinlichkeit, alle Objekte mit der ähnlichen Erkennungswahrscheinlichkeit als das Objekt zu bestimmen.

2. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 1 , wobei die Objektlokalisationseinheit (140) ausgebildet ist, um als Positionsinformation (142) ein Gebiet (220) zu bestimmen, in dem das Objekt (200) mit einer Wahrscheinlichkeit angeordnet ist, und

wobei die Objektlokalisationseinheit (140) zumindest eine Lokalisationsvorrichtung aufweist oder ausgebildet ist, um mit der zumindest einen Lokalisationsvorrichtung zu kommunizieren, um eine Quelle des Sprech-Funksignals als das Gebiet (220) zu bestimmen.

3. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 2, wobei die Lokalisationsvorrichtung zumindest einen Funkpeiler (144i bis 144n) umfasst.

4. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Objektlokalisationseinheit (140) ferner ausgebildet ist, um Positionsdaten (142bi bis 142bs) von Objekten (200) zu empfangen.

5. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 4, wobei die Objektlokalisationseinheit (140) einen AIS-Empfänger (147), einen ADS-B-Empfänger (146), eine Radaranlage und/oder einen allgemeinen Positionsdaten Empfänger (148) aufweist oder ausgebildet ist, um mit demselben zu kommunizieren, um die Positionsdaten (142bi bis 142b5) zu empfangen, und

wobei die Positionsdaten (142bi bis 142bs) eine GPS-Position, eine Route, eine Geschwindigkeit und/oder eine Höhe, bezogen zu einem Meeresspiegel, aufweisen.

6. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Objektermittlungseinheit (130) einen AIS-Empfänger (147), einen ADS-B-Empfänger (146) und/oder einen allgemeinen Objektidentifikations-Empfänger aufweist oder ausgebildet ist, um mit demselben zu kommunizieren, um Objektidentifikationsdaten (132) zumindest eines Objekts (200) zu erhalten, dessen Position (210) zumindest teilweise mit der durch die Objektlokalisationseinheit (140) bestimmten Positionsinformation (142) übereinstimmt.

7. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 6, wobei die Objektidentifikationsdaten (132) eine Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes (MMSI), einen Objektnamen, ein Ziel des Objekts (200), eine Ladung des Objekts (200) und/oder eine Größe des Objekts (200) aufweist.

8. Vorrichtung (100) gemäß Anspruch 1 , wobei die Erkennungswahrscheinlichkeit (135, 135i bis 1353) einen Grad einer Übereinstimmung der bestimmten Positionsinformation (142) mit einer tatsächlichen Position (210) eines Objekts (200) definiert und/oder

wobei die Objektermittlungseinheit (130) ausgebildet ist, um die Erkennungswahrscheinlichkeit (135, 135i bis 1353) basierend auf Wahrscheinlichkeiten einer korrekten Positionsinformation (142) der Objektlokalisationseinheit (140) zu bestimmen.

9. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Objektermittlungseinheit (130) ausgebildet ist, um mit der Transkriptionseinheit (120) zu kommunizieren, um aus dem Textsignal (112) Objektidentifikationsdaten (132) des Ob jekts (200) zu ermitteln.

10. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Transkriptionseinheit (120) ausgebildet ist, um aus dem Sprech-Funksignal (110) einen Sprach- muster-Code (122) zu extrahieren und der Objektermittlungseinheit (130) bereitzustellen,

wobei die Objektermittlungseinheit (130) ausgebildet ist, um basierend auf dem Sprachmuster-Code (122) das Objekt (200), von dem das Sprech-Funksignal (1 10) stammt, zu bestimmen.

11. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Transkriptionseinheit (120) ausgebildet ist, um ein neuronales Netzwerk zu nutzen, um das Sprech-Funksignal (110) in ein Textsignal (112) umzuwandeln.

12. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 , wobei die Vorrichtung (100) ausgebildet ist, um zumindest zwei Sprech-Funksignale (1 10) gleichzeitig und/oder zeitversetzt zu verarbeiten und

wobei die Ausgabeeinheit (150) ausgebildet ist, um zumindest zwei Textsignale (1 12) der zumindest zwei Sprech-Funksignale (1 10) dem jeweiligen Objekt (200) zuzuordnen und zeitlich sortiert über eine Benutzeroberfläche (155) der Vorrichtung (100) bereitzustellen und/oder in einer Datenbank abzuspeichern.

13. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Ausgabeeinheit (150) ausgebildet ist, um sowohl das Textsignal (1 12), ein zugeordnetes Objekt (200), eine Position (210) des Objekts (200) als auch einen Eingangszeitpunkt des Sprechfunk-Signals über eine Benutzeroberfläche (155) der Vorrichtung (100) bereitzustellen und/oder in einer Datenbank abzuspeichern.

14. Vorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Objekt (200) ein Schiff, ein Flugzeug oder ein Fahrzeug bildet.

15. Verfahren (1000) zur Verarbeitung eines Sprech-Funksignals, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

Umwandlung (1100) des Sprech-Funksignals in ein Textsignal mittels einer Transkriptionseinheit;

Bestimmung (1200) eines Objekts, von dem das Sprech-Funksignal stammt, mittels einer Objektermittlungseinheit;

Bestimmung (1300) einer Positionsinformation des Objekts, von dem das Sprech- Funksignal stammt, mittels einer Objektlokalisationseinheit; und

Zuordnung (1400) des Textsignals zu dem Objekt und Bereitstellung (1500) des dem Objekt zugeordneten Textsignals mittels einer Ausgabeeinheit;

wobei die Bestimmung (1200) des Objekts eine

Bestimmung einer Erkennungswahrscheinlichkeit für zumindest ein Objekt, dessen Position zumindest teilweise mit der bestimmten Positionsinformation übereinstimmt und

eine Bestimmung des Objekts mit der höchsten Erkennungswahrscheinlichkeit als das Objekt, von dem das Sprech-Funksignal stammt, aufweist.

16. Computerprogramm mit einem Programmcode zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 15, wenn das Programm auf einem Computer abläuft.