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1. WO2020109358 - THERMISCH VERNETZBARE ZUSAMMENSETZUNG ZUR VERWENDUNG ALS BINDEMITTEL IM BINDER-JETTING-VERFAHREN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Ansprüche

1. Verwendung einer flüssigen Zusammensetzung, enthaltend

- ein oder mehrere Monomere für die Herstellung eines Polyesters,

Polyamids oder Polyesteramids, wobei zumindest ein Monomer mindestens trifunktional ist,

ein Lösungsmittel,

als Bindemittel bei der additiven Fertigung durch Binder-Jetting.

2. Verwendung nach Anspruch 1, wobei die Herstellung des Polyesters,

Polyamids oder Polyesteramids durch Polykondensation erfolgt.

3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das zumindest trifünktionale Monomer eine Verbindung ist, die mindestens drei funktionelle Gruppen A1,

A2 und A3 aufweist, wobei die funktionellen Gruppen A1, A2 und A3 unabhängig voneinander eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine Carbonsäuregruppe oder ein Salz dieser Carbonsäuregruppe, eine

Carbonsäureestergruppe oder eine Carbonsäurehalogenidgruppe sind und die funktionellen Gruppen A1, A2 und A3 gleich oder verschieden sein können; oder wobei zwei der funktionellen Gruppen A'-A3 zusammen eine

Carbonsäureanhydridgruppe oder eine cyclische Ethergruppe, insbesondere eine Epoxidgruppe, bilden und die dritte funktionelle Gruppe eine

Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine Carbonsäuregruppe oder ein Salz dieser Carbonsäuregruppe, eine Carbonsäureestergruppe oder eine

Carbonsäurehalogenidgruppe ist.

4. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das zumindest trifünktionale Monomer ein Polyol, das mindestens 3 Hydroxylgruppen aufweist; eine aromatische Trihydroxyverbindung; ein Polyamin, das

mindestens 3 Amingruppen aufweist; eine Hydroxycarbonsäure, wobei in der Summe die Anzahl der Hydroxygruppen und der Carbonsäuregruppen mindestens 3 beträgt; eine Aminosäure, wobei in der Summe die Anzahl der Aminogruppen und der Carbonsäuregruppen mindestens 3 beträgt; eine Hydro xy- Aminosäure; eine Polycarbonsäue, die mindestens 3

Carbonsäuregruppen enthält; oder ein Gemisch aus mindestens zwei der vorstehend genannten Verbindungen ist.

5. Verwendung nach einem der vorstehendenAnsprüche, wobei die flüssige

Zusammensetzung als zumindest trifünktionale Monomere

(a) ein Polyol, das mindestens 3 Hydroxygruppen aufweist, und/oder ein Polyamin, das mindestens 3 Amingruppen aufweist; und

(b) mindestens eine der folgenden Verbindungen:

(bl) eine Hydroxycarbonsäure, wobei in der Summe die Anzahl der Hydroxygruppen und der Carbonsäuregruppen mindestens 3, bevorzugter 3-4 beträgt,

(b2) eine Aminosäure, wobei in der Summe die Anzahl der

Aminogruppen und der Carbonsäuregruppen mindestens 3, bevorzugter 3-4 beträgt,

(b3) eine Hydroxy- Aminosäure,

(b4) eine Polycarbonsäure, die mindestens 3, bevorzugter 3-4

Carbonsäuregruppen enthält oder ein Anhydrid dieser

Polycarbonsäure

enthält.

6. Verwendung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die flüssige

Zusammensetzung ein oder mehrere bifünktionale Monomere enthält.

7 Verwendung nach Anspruch 6, wobei das bifunktionale Monomer eine der folgenden Verbindungen (i)-(iii) oder ein Gemisch aus mindestens zwei dieser Verbindungen ist:

(i) eine Verbindung, die eine funktionelle Gruppe A und eine

funktionelle Gruppe B aufweist, wobei

die funktionelle Gruppe A eine Aminogruppe oder eine Hydroxygruppe ist und

die funktionelle Gruppe B eine Carbonsäuregruppe oder ein Salz dieser Carbonsäuregruppe, eine Carbonsäureestergruppe oder eine Carbonsäurehalogenidgruppe ist.

(ii) eine Verbindung, die eine funktionelle Gruppe A und eine

funktionelle Gruppe A‘ aufweist, wobei die funktionellen Gruppen A und A‘ unabhängig voneinander eine Carbonsäuregruppe oder ein Salz dieser Carbonsäuregruppe, eine Carbonsäureestergruppe oder eine Carbonsäurehalogenidgruppe sind und die funktionellen Gruppen A und A‘ gleich oder verschieden sein können, oder wobei die funktionellen Gruppen A und A‘ zusammen eine

Carbonsäureanhydridgruppe bilden;

(iii) eine Verbindung, die eine funktionelle Gruppe B und eine funktionelle Gruppe B‘ aufweist, wobei die funktionellen Gruppen B und B‘ unabhängig voneinander eine Hydroxylgruppe oder Aminogruppe sind und die funktionellen Gruppen B und B‘ gleich oder verschieden sein können, oder wobei die funktionellen Gruppen B und B‘ zusammen eine cyclische Ethergruppe bilden.

8. Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers durch Binder-Jetting, wobei (i) eine Pulverschicht auf einer Bauplattform oder einer zuvor aufgebrachten Pulverschicht aufgebracht wird,

(ii) definierte Bereiche der in Schritt (i) aufgebrachten Pulverschicht mit der flüssigen Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1-7 bedruckt werden,

(iii) eine weitere Pulverschicht auf der in Schritt (ii) bedruckten

Pulverschicht aufgebracht und in definierten Bereichen mit der flüssigen

Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1-7 bedruckt wird,

(iv) gegebenenfalls weitere für die Herstellung des Formkörpers erforderliche Pulverschichten aufgebracht und jeweils in definierten

Bereichen mit der flüssigen Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1-7 bedruckt werden,

(v) die aufgedruckte Zusammensetzung thermisch behandelt wird, so dass ein Polyester, ein Polyamid oder ein Polyesteramid ausgebildet und ein Formkörper erhalten wird, wobei in dem Formkörper das Pulver durch den Polyester, das Polyamid oder den Polyesteramid verbunden ist.

9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Pulver ein Metallpulver, ein

keramisches Pulver, ein Quarzsandpulver oder ein Kunststoffpulver oder ein Gemisch aus mindestens zwei dieser Pulver ist.

10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die thermische Behandlung in

Schritt (iv) bei einer Temperatur von mindestens 130°C erfolgt.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8-10, wobei nach Schritt (v) noch eine oder mehrere thermische Behandlungsschritte durchgeführt werden, um den Polyester, das Polyamid oder den Polyesteramid durch thermische Zersetzung aus dem Formkörper zu entfernen und das Pulver zu versintem.

12. Formkörper, enthaltend

ein Pulver und

einen Polyester, ein Polyamid oder ein Polyesteramid, der bzw. das das Pulver verbindet und der bzw. das durch eine Polymerisation eines oder mehrerer zumindest trifunktionaler Monomere und optional eines oder mehrerer bifunktionaler Monomere gemäß einem der Ansprüche 1-7 erhalten wird.