In Bearbeitung

Bitte warten ...

Einstellungen

Einstellungen

Gehe zu Anmeldung

1. WO2020109228 - VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINES ANZEIGESYSTEMS MIT EINER ANZEIGEVORRICHTUNG UNTER BERÜCKSICHTIGUNG EINES INTERESSENSPROFILS EINES BENUTZERS, SOWIE ANZEIGESYSTEM

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Verfahren zum Betreiben eines Anzeigesystems mit einer Anzeigevorrich tung unter Berücksichtigung eines Interessensprofils eines Benutzers, sowie

Anzeigesystem

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Anzeigesystems eines Kraftfahrzeugs, wobei das Anzeigesystem eine Anzeigevorrichtung aufweist, und die Anzeigevorrichtung an einer Außenseite des Kraftfahr-zeugs und für einen kraftfahrzeugexternen Benutzer betrachtbar angeordnet ist, wobei eine optische Information auf der Anzeigevorrichtung angezeigt wird, und durch Kommunikation mit einem mobilen Endgerät mit der Anzei gevorrichtung der Inhalt der optischen Information mittels einer elektroni schen Recheneinrichtung der Anzeigevorrichtung bestimmt wird. Ferner betrifft die Erfindung ein Anzeigesystem.

Aus dem Stand der Technik sind bereits Verfahren bekannt, bei welchen Anzeigevorrichtungen, welche an einer Außenseite des Kraftfahrzeugs an geordnet sind, betrieben werden können. Diese Anzeigevorrichtungen kön-nen dann wiederum von allen Personen außerhalb des Kraftfahrzeugs be trachtet werden.

Beispielsweise offenbart die DE 10 2016 000 765 A1 ein Fahrzeug mit einer Werbeanzeigeeinrichtung. Das Fahrzeug weist eine Positionserfassungsein-heit zum Erfassen einer Position des Fahrzeugs und eine Kommunikations einheit zum Empfangen von Werbedaten von einer externen Servereinheit auf. Die Werbeanzeigeeinrichtung ist dazu ausgeführt, einem anderen Ver kehrsteilnehmer Werbung anzuzeigen, wobei die angezeigte Werbung von der Position des Fahrzeugs abhängt.

Ferner offenbart die DE 10 2015 118 772 A1 eine rekonfigurierbare Nach-richtübermittlungsbaugruppe für ein Fahrzeug, welche eine bistabile Anzeige mit niedrigem Energieverbrauch beinhaltet, die am Fahrzeug befestigt ist, um ein Bild, einen Text oder ein Video anzuzeigen. Ein Prozessor und ein Spei chergerät sind mit der Anzeige verbunden. Ein Zeichengeber, der Sende empfänger für Wi-Fi, Bluetooth und NFC beinhaltet, ist mit der Anzeige ver bunden, um mit dem tragbaren elektronischen Gerät zu kommunizieren. Ein Schnittstellengerät, das eine Kamera und einen Touchscreen beinhaltet, die beide auf dem Fahrzeug angeordnet sind, ist ebenfalls mit der Anzeige und dem Prozessor verbunden, um mit einem primären Benutzer und einem sekundären Benutzer zu interagieren und um die Bilder, Texte und Videos aufzuzeichnen. Das Schnittstellengerät steht mit dem Zeichengeber in Wirk verbindung, um mit einem primären Benutzer und einem sekundären Benut zer zu interagieren.

Nachteilig am Stand der Technik ist, dass jedoch den kraftfahrzeugexternen Personen, welche nicht interessiert an der Anzeige der optischen Information auf der Anzeigevorrichtung sind, dennoch die optische Information angezeigt bekommen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren sowie ein Anzeige system zu schaffen, mittels welchem verbessert eine optische Information für einen Benutzer bereitgestellt werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren sowie ein Anzeigesystem gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungs formen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ein Aspekt der Erfindung betrifft Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Anzeigesystems eines Kraftfahrzeugs, wobei das Anzeige system eine Anzeigevorrichtung aufweist, und die Anzeigevorrichtung an einer Außenseite des Kraftfahrzeugs und für einen kraftfahrzeugexternen Benutzer betrachtbar angeordnet ist, wobei eine optische Information auf der Anzeigevorrichtung angezeigt wird, und durch Kommunikation mit einem

mobilen Endgerät mit der Anzeigevorrichtung der Inhalt der optischen Infor mation mittels einer elektronischen Recheneinrichtung der Anzeigevorrich tung bestimmt wird.

Es ist vorgesehen, dass mittels des mobilen Endgeräts auf Basis einer Be nutzung des mobilen Endgeräts durch den Benutzer ein den Benutzer cha rakterisierendes Interessensprofil des Benutzers erstellt wird und das Inte ressensprofil an die elektronische Recheneinrichtung übertragen wird und in Abhängigkeit des Interessensprofils des Benutzers die optische Information für den Benutzer bestimmt wird und auf der Anzeigevorrichtung angezeigt wird.

Dadurch ist es ermöglicht, dass individuell für den Benutzer angepasst die optische Information auf der Anzeigevorrichtung angezeigt werden kann. Dadurch ist eine individuelle Anzeige einer optischen Information für den Benutzer ermöglicht. Dadurch ist ein verbesserter Betrieb der Anzeigevor richtung ermöglicht.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass mittels des mobilen Endgeräts auf Basis einer Nutzung des mobilen Endgeräts das charakterisierende Interes sensprofil erstellt wird. Beispielsweise kann durch Käufe im Internet mittels des mobilen Endgeräts die Nutzung ausgewertet werden und das entspre chende Interessensprofil erstellt werden. Sollte sich beispielsweise heraus steilen, dass der Benutzer gerne grillt, so kann dem Benutzer als optische Information entsprechend eine Werbung von Grillgut angezeigt werden. Insbesondere wird dem Benutzer die optische Information erst dann ange zeigt, wenn sich der Benutzer in der Umgebung des Kraftfahrzeugs befindet. Insbesondere ist die vorbestimmte Umgebung durch eine Entfernung zum Kraftfahrzeug, mit anderen Worten einem Abstand zum Kraftfahrzeug, be-stimmt. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass lediglich Benutzer, wel che sich in einem Umkreis von zehn Metern um das Kraftfahrzeug befinden, mit dem entsprechenden Interessensprofil die optische Information angezeigt bekommen.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass das mobile Endgerät automatisch das den Benutzer charakterisierenden Interessensprofil an das Kraftfahr zeug, insbesondere an die elektronische Recheneinrichtung der Anzeigevor richtung, übermittelt. Somit kann ohne ein aktives Zutun des Benutzers das Interessensprofil an die elektronische Recheneinrichtung übermittelt werden. Dadurch kann einfach und dennoch zuverlässig die optische Information auf der Außenseite des Kraftfahrzeugs, insbesondere auf der Anzeigevorrich tung angezeigt werden. Insbesondere erfolgt im Vorhinein eine grundsätzli che Erlaubnis des Benutzers entsprechend die optische Information ange zeigt zu bekommen und das Interessensprofil zu erstellen.

Als optische Information kann beispielsweise ein Bild oder ein Video ange sehen werden. Insbesondere handelt es sich bei der optischen Information um Werbung.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass in Abhängigkeit des Interessen sprofils die optische Information, beispielsweise ein Bild, an den Benutzer angepasst wird. Mit anderen Worten kann vorgesehen sein, sollte beispiels weise von einer Supermarktkette eine optische Information angezeigt wer den, so kann ein vorbestimmtes Produkt in Abhängigkeit des Interessenspro fils des Benutzers auf der Anzeigevorrichtung angezeigt werden. Sollte bei spielsweise der Benutzer ein Griller sein, so kann entsprechendes Grillgut auf der Anzeigevorrichtung des Supermarkts angezeigt werden. Sollte es sich beispielsweise um einen Jugendlichen handeln, so kann die optische Information des Supermarkts ein Videospiel betreffen. Somit kann individuell an den Benutzer angepasst die optische Information auf der Anzeigevorrich tung des Kraftfahrzeugs angezeigt werden.

Hintergrund der Erfindung ist es beispielsweise, dass Personen, die ein Fahrzeug fahren, was beispielsweise ein Eigentümer des Kraftfahrzeugs sein kann oder auch bei geteilten Fahrzeugen, Werbung oder sonstige Informati onen an der Außenseite des Kraftfahrzeugs zeigen möchte. Der Eigentümer des Kraftfahrzeugs kann beispielsweise bei einem Carsharing Citycar den Inhalt, den er zeigen will, beispielsweise ein Bild oder Video, an das Fahr- zeug schicken. Dieser Inhalt wird im Stand gezeigt und wenn es gesetzlich zugelassen ist, kann dies ebenfalls während der Fahrt des Kraftfahrzeugs durchgeführt werden. Weiterhin beispielhaft kann der Insasse beziehungs weise Gast eines Taxis eine entsprechende optische Information von diesem zur Anzeige bereitstellen.

Durch die Bereitstellung einer an den Benutzer angepassten optischen In formation kann die Trefferquote zum Werben bei dem Benutzer erhöht wer den, da diese individuell auf den Benutzer angepasst wird.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Benutzer des mobilen Endgeräts darauf aufmerksam gemacht werden, wenn das Kraftfahrzeug eine für sie interessante optische Information bereitstellt. Beispielsweise kann hierzu ein Signal zum Vibrieren des mobilen Endgeräts vom mobilen Endgeräts erzeugt werden. Hierzu kann von der elektronischen Recheneinrichtung ein entspre chende Vibrationssignal an das mobile Endgerät übertragen werden. Ferner kann ein automatisierter Anruf an das mobile Endgerät getätigt werden, wo bei dann mittels des Anrufs dem Benutzer mitgeteilt werden kann, wo sich die relevante Anzeigevorrichtung befindet, beispielsweise links oder rechts von dem Benutzer.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass zur Kommunikation des mobilen Endgeräts mit der elektronischen Recheneinrichtung ein mobiles Netzwerk, beispielsweise ein GSM- oder UMTS-Netzwerk genutzt werden kann. Ferner kann auch mittels eines lokalen Netzwerks, beispielsweise mittels Bluetooth oder W-LAN zwischen dem mobilen Endgerät und der elektronischen Re cheneinrichtung kommuniziert werden.

Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass eine Vielzahl von unterschiedlichen optischen Informationen auf der Anzeigevorrichtung angezeigt werden kön nen, wobei die elektronische Recheneinrichtung in Abhängigkeit des emp fangenen Interessensprofil entscheidet, welche optische Information aus der Vielzahl der optischen Information ausgewählt wird und angezeigt wird.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass zum Erzeugen des Interessen sprofil ein Kaufverhalten des Benutzers und/oder ein Hobby und/oder ein Musikgeschmack des Benutzers ausgewertet wird. Insbesondere handelt es sich bei dem Interessensprofil um ein auf Basis in der Vergangenheit getätig-ter, den Benutzer charakterisierenden Handlungen erzeugtes Profil des Be nutzers, mittels welchem ein zukünftiges Verhalten oder ein zukünftiges Kaufinteresse des Nutzers bestimmt werden kann. Beispielsweise kann anhand des Interessensprofils ermittelt werden, dass der Benutzer gerne Konzerte besucht und auch welche Konzerte er gerne besucht. Auf Basis dessen kann ein entsprechende optische Information betreffend ein zukünfti ges Konzert für den Benutzer angezeigt werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform wird mittels der elektroni schen Recheneinrichtung dein Inhalt der optischen Information mit dem Inte-ressensprofil abgeglichen und bei keiner Übereinstimmung des Interessen sprofils mit dem Inhalt, wird die optische Information auf der Anzeigevorrich tung ausgeblendet. Mit anderen Worten kann der Inhalt der optischen Infor mation mittels der elektronischen Recheneinrichtung ausgeblendet werden. Insbesondere wird dann das Interessensprofil mit dem Inhalt der optischen Information verglichen. Sollte es zu keiner Übereinstimmung kommen, so wird verhindert, dass dem Benutzer die optische Information angezeigt wer den kann. Somit kann dem Benutzer individuell die Information angezeigt beziehungsweise ausgeblendet werden. Sollte beispielsweise festgestellt werden, dass es sich bei dem Benutzer um eine vegane Person handelt, und die optische Information Grillgut betrifft, so kann durch den Abgleich verhin dert werden, dass der veganen Person die optische Information des Grillguts angezeigt wird. Dadurch kann eine für den Benutzer individuell angepasste optische Information bereitgestellt werden. Mit anderen Worten ist die opti sche Information nur sichtbar für den Benutzer, wenn das Interessensprofil auch der entsprechenden optischen Information entspricht.

Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn bei keiner Übereinstim mung eine neutrale optische Information, welche unabhängig vom Interes sensprofil ist, angezeigt wird. Bei einer neutralen optischen Information kann es sich beispielsweise um eine Darstellung einer einzelnen Farbe handeln, welche keine tatsächliche optische Information enthält. Beispielsweise kann als optische Information auf der Anzeigevorrichtung dann die Anzeigevorrich tung derart angesteuert werden, dass die Anzeigevorrichtung die Farbe des Kraftfahrzeugs darstellt. Mit anderen Worten wird in Abhängigkeit des Inte ressensprofils eine neutrale optische Information angezeigt. Insbesondere ist es dadurch ermöglicht, dass dem Benutzer, welcher keine optische Informa tion haben möchte, auch nicht die optische Information angezeigt wird.

Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn eine Vielzahl von Inte ressensprofilen von einer Vielzahl von Benutzern, für welche die Anzeigevor richtung betrachtbar ist, von jeweiligen mobilen Endgeräten der Benutzer an die elektronischen Recheneinrichtung übertragen wird und die optische In formation in Abhängigkeit der Vielzahl der Interessensprofile auf der Anzei gevorrichtung angezeigt wird. Mit anderen Worten kann eine Vielzahl von Interessensprofilen von der elektronischen Recheneinrichtung empfangen werden. Insbesondere ist es ermöglicht, dass dann die Vielzahl der Interes sensprofile von der elektronischen Recheneinrichtung ausgewertet wird. Insbesondere kann dann bestimmt werden, welche optische Information eine Übereinstimmung mit allen Interessensprofilen aufweist. Insbesondere wird dann genau diese optische Information, welche die Übereinstimmung mit allen Interessensprofilen aufweist, an der Anzeigevorrichtung angezeigt. Ebenfalls möglich ist, dass beispielsweise ein Schwellwert überschritten sein muss, um die optische Information anzuzeigen. Beispielsweise kann hierzu vorgesehen sein, dass bei einer Übereinstimmung der Vielzahl von Interes sensprofilen mit der optischen Information von 60% die optische Information angezeigt wird. Dadurch kann auch für eine Vielzahl von Benutzern individu ell die optische Information auf dem Kraftfahrzeug angezeigt werden.

Ebenfalls vorteilhaft ist, wenn mittels eines statischen Algorithmus der elekt ronischen Recheneinrichtung bestimmt wird, welchen Inhalt die optische Information zeigt. Insbesondere ist es dadurch der elektronischen Rechen einrichtung ermöglicht, die Interessensprofile entsprechend statistisch aus zuwerten. Insbesondere erst bei einer Überschreitung eines Schwellwerts bei der Auswertung mittels des statistischen Algorithmus wird die optische In formation angezeigt. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Inte ressensprofil zu mindestens 60% mit dem Inhalt der optischen Information übereinstimmen muss, so dass die optische Information angezeigt wird. Dadurch kann einfach und dennoch zuverlässig die optische Information auf der Anzeigevorrichtung angezeigt werden.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform wird die optische Information zusätzlich in Abhängigkeit eines Nutzers des Kraftfahrzeugs, welcher sich kraftfahrzeugintern befindet, bestimmt und/oder angezeigt. Bei dem Nutzer des Kraftfahrzeugs kann es sich um einen Fahrer des Kraftfahr zeugs oder um einen Insassen des Kraftfahrzeugs handeln. Insbesondere lediglich, wenn der Nutzer die Anzeige der optischen Information möchte, kann die optische Information angezeigt werden. Mit anderen Worten wird in Abhängigkeit des Interessensprofils des Benutzers und in Abhängigkeit des Nutzers des Kraftfahrzeugs die optische Information an der Anzeigevorrich tung angezeigt. Ferner kann von dem Insassen eine Vielzahl von optischen Informationen bereitgestellt werden, und in Abhängigkeit des Interessenpro fils mittels der elektronischen Recheneinrichtung eine optische Information aus der Vielzahl der optischen Informationen des Insassen ausgewählt wer den. Beispielsweise kann durch ein Einschalten beziehungsweise Ausschal ten der Anzeigevorrichtung der Nutzer des Kraftfahrzeugs die optische An zeige und damit die Anzeige der optischen Information bestimmen.

Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die optische Information nur dann auf der Anzeigevorrichtung angezeigt wird, wenn bestimmt wird, dass sich zumindest ein Benutzer mit einem Interessensprofil in einer vorbestimm ten Umgebung des Kraftfahrzeugs befindet. Mit anderen Worten ist die opti sche Information nur dann angezeigt, wenn ein Benutzer mit einem entspre-chenden mobilen Endgerät sich in der vorbestimmten Umgebung, mit ande ren Worten in der Nähe des Kraftfahrzeugs befindet, und mittels des mobilen Endgeräts ein entsprechendes Interessensprofil des Benutzers erstellt wur de. Dadurch kann verhindert werden, dass unnötig die optische Information auf der Anzeigevorrichtung angezeigt wird, obwohl sich kein Benutzer mit einem Interessensprofil in der Nähe befindet. Insbesondere kann dadurch elektrische Energie im Kraftfahrzeug eingespart werden. Des Weiteren kön nen Benutzer ohne entsprechendes mobiles Endgerät nicht die optische Information angezeigt bekommen.

Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn mittels einer Positionser fassungseinrichtung des mobilen Endgeräts eine Position des Benutzers erfasst wird und in Abhängigkeit der Position entschieden wird, ob sich der Benutzer in der vorbestimmten Umgebung befindet. Beispielsweise kann das mobile Endgerät eine Positionserfassungseinrichtung aufweisen, mittels welcher zuverlässig die Position des Benutzers erfasst werden kann. Diese Positionserfassungseinrichtung kann auch als globales Positionierungssys tem (GPS - Global Positioning System) oder allgemein als ein Satelliten gestütztes Positionierungssystem bezeichnet werden. Insbesondere kann dadurch zuverlässig festgestellt werden, ob sich der Benutzer in der vorbe stimmten Umgebung, beispielsweise in einem Umkreis von zehn Meter um das Kraftfahrzeug herum, befindet, wodurch dann erst die optische Informa tion angezeigt wird. Dadurch ist es ermöglicht, dass elektrische Energie eingespart werden kann, da lediglich wenn sich ein Benutzer in der Umge-bung des Kraftfahrzeugs befindet, die optische Information auch auf der Anzeigevorrichtung angezeigt wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform wird das mobile Endgerät als intelligentes Mobiltelefon und/oder als intelligente Uhr bereitgestellt. Ins-besondere das intelligente Mobiltelefon beziehungsweise die intelligente Uhr sind bereits weit verbreitete mobile Endgeräte. Insbesondere kann somit ohne einen Zukauf eines weiteren mobilen Endgeräts ein Benutzer bereits mittels des Interessensprofils charakterisiert werden. Dadurch kann einfach und dennoch zuverlässig das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Anzeigesystem zum Anzeigen einer optischen Information auf einer Anzeigevorrichtung eines Kraftfahr zeugs. Das Anzeigesystem weist zumindest die Anzeigevorrichtung mit einer

elektronischen Recheneinrichtung und ein mobiles Endgerät auf, welches mit der elektronischen Recheneinrichtung kommuniziert, wobei das Anzeigesys tem zum Durchführen eines Verfahrens nach dem vorhergehenden Aspekt ausgebildet ist. Insbesondere wird das Verfahren mittels des Anzeigesys tems durchgeführt.

Vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Verfahrens sind als vorteilhafte Aus gestaltungsformen des Anzeigesystems anzusehen. Das Anzeigesystem weist dazu gegenständliche Merkmale auf, welche eine Durchführung des Verfahrens oder eine vorteilhafte Ausgestaltungsform davon ermöglichen.

Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der Merkmale der beschrie benen Ausführungsformen.

Im Folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt die Fig. 1 eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform eines Anzeigesystems.

Bei dem im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Bei dem Ausführungsbei spiel stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsform jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden. Daher soll die Offenbarung auch andere als die dargestellten Kombinationen der Merkmale der Ausführungsform umfassen. Des Weiteren ist die be schriebene Ausführungsform auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In der Figur bezeichnen gleiche Bezugszeichen jeweils funktionsgleiche Elemente.

Die Fig. 1 zeigt in einer schematischen Perspektivansicht eine Ausführungs form eines Anzeigesystems 1. Das Anzeigesystem 1 weist eine Anzeigevor richtung 2 auf, welche an einem Kraftfahrzeug 3 angeordnet ist. Die Anzei- gevorrichtung 2 ist an einer Außenseite des Kraftfahrzeugs 3 angeordnet. Das Anzeigesystem 1 weist ferner eine elektronische Recheneinrichtung 4 auf, welche insbesondere als Teil der Anzeigevorrichtung 2 ausgebildet sein kann. Ferner weist das Anzeigesystem 1 ein mobiles Endgerät 5 auf.

Beim Verfahren zum Betreiben des Anzeigesystems 1 mit der Anzeigevor richtung 2 des Kraftfahrzeugs 3 wird eine optische Information 6 auf der an der Außenseite des Kraftfahrzeugs 3 und für einen kraftfahrzeugexternen Benutzers 7 betrachtbare Anzeigevorrichtung 2 angezeigt, wobei durch Kommunikation mit dem mobilen Endgerät 5 des Benutzers 7 mit der Anzei gevorrichtung 2 der Inhalt der optischen Information 6 mittels der elektroni schen Recheneinrichtung 4 der Anzeigevorrichtung 2 bestimmt wird.

Es ist vorgesehen, dass mittels des mobilen Endgeräts 5 auf Basis einer Benutzung des mobilen Endgeräts 5 durch den Benutzer 7 ein den Benutzer 7 charakterisierendes Interessensprofil 8 des Benutzers 7 erstellt wird und das Interessensprofil 8 an die elektronische Recheneinrichtung 4 übertragen wird und in Abhängigkeit des Interessensprofils 8 des Benutzers 7 die opti schen Information 6 für den Benutzer 7 bestimmt wird und auf der Anzeige-Vorrichtung 2 angezeigt wird.

Ferner kann insbesondere vorgesehen sein, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung 4 der Inhalt der optischen Information 6 mit dem Interes sensprofil 8 abgeglichen wird und bei keiner Übereinstimmung des Interes-sensprofils 8 mit dem optischen Inhalt, der optische Inhalt auf der Anzeige vorrichtung 2 ausgeblendet wird. Ferner kann vorgesehen sein, dass bei keiner Übereinstimmung eine neutrale optische Information 6, welche unab hängig vom Interessensprofil 8 ist, angezeigt wird.

Ferner kann weiterhin vorgesehen sein, dass eine Vielzahl von Interessen sprofilen 8 von einer Vielzahl von den Benutzern 7, für welche die Anzeige vorrichtung 2 betrachtbar ist, von jeweiligen mobilen Endgeräten 5 der Be nutzer 7 an die elektronische Recheneinrichtung 4 übertragen wird und die optische Information 6 in Abhängigkeit der Vielzahl der Interessensprofile 8 auf der Anzeigevorrichtung 2 angezeigt wird.

Ebenfalls kann insbesondere vorgesehen sein, dass mittels eines statisti-sehen Algorithmus der elektronischen Recheneinrichtung 4 bestimmt wird, welchen Inhalt die optische Information 6 zeigt. Ferner kann vorgesehen sein, dass die optische Information 6 zusätzlich in Abhängigkeit eines Nut zers 9 des Kraftfahrzeugs 3, welcher sich kraftfahrzeugintern befindet, be stimmt und/oder angezeigt wird. Bei dem Nutzer 9 des Kraftfahrzeugs 3 kann es sich um einen Fahrer des Kraftfahrzeugs 3 oder um einen Insassen des Kraftfahrzeugs 3 handeln. Insbesondere lediglich, wenn der Nutzer 9 die Anzeige der optischen Information 6 möchte, kann die optische Information 6 angezeigt werden. Mit anderen Worten wird in Abhängigkeit des Interessen sprofils 8 des Benutzers 7 und in Abhängigkeit des Nutzers 9 des Kraftfahr-zeugs 3 die optische Information 6 an der Anzeigevorrichtung 2 angezeigt. Ferner kann von dem Insassen beziehungsweise Nutzer 9 eine Vielzahl von optischen Informationen 6 bereitgestellt werden, und in Abhängigkeit des Interessenprofils 8 mittels der elektronischen Recheneinrichtung 4 eine opti sche Information 6 aus der Vielzahl der optischen Informationen 6 des Insas-sen ausgewählt werden. Beispielsweise kann durch ein Einschalten bezie hungsweise Ausschalten der Anzeigevorrichtung 2 der Nutzer des Kraftfahr zeugs 3 die optische Anzeige und damit die Anzeige der optischen Informati on 6 bestimmen.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die optische Information 6 nur dann auf der Anzeigevorrichtung 2 angezeigt wird, wenn bestimmt wird, dass sich zumindest ein Benutzer 7 mit dem Interessensprofil 8 in einer vorbe stimmten Umgebung 10 des Kraftfahrzeugs 3 befindet. Mit anderen Worten ist die optische Information 6 nur dann angezeigt, wenn ein Benutzer 7 mit einem entsprechenden mobilen Endgerät 5 sich in der vorbestimmten Um gebung 10, mit anderen Worten in der Nähe des Kraftfahrzeugs 3 befindet, und mittels des mobilen Endgeräts 5 ein entsprechendes Interessensprofil 8 des Benutzers 7 erstellt wurde. Dadurch kann verhindert werden, dass unnö tig die optische Information 6 auf der Anzeigevorrichtung 2 angezeigt wird, obwohl sich kein Benutzer 7 mit einem Interessensprofil 8 in der Nähe befin det. Insbesondere kann dadurch elektrische Energie im Kraftfahrzeug 3 ein gespart werden. Des Weiteren können Benutzer 7 ohne entsprechendes mobiles Endgerät 5 nicht die optische Information 6 angezeigt bekommen.

Ferner kann vorgesehen sein, dass mittels einer Positionserfassungseinrich tung 11 des mobilen Endgeräts 5 eine Position des Benutzers 7 erfasst wird und in Abhängigkeit der Position entschieden wird, ob sich der Benutzer 7 in der vorbestimmten Umgebung 10 befindet.

Insbesondere ist vorgesehen, dass das mobile Endgerät 5 als intelligentes Mobiltelefon und/oder als intelligente Uhr bereitgestellt wird.

Hintergrund der Erfindung ist insbesondere, dass Nutzer 9, welche das Kraft-fahrzeug 3 fahren, Werbung oder sonstige Informationen als optische Infor mation 6 an der Außenseite des Kraftfahrzeugs 3 zeigen möchten. Der Nut zer 9 kann zum Beispiel bei einem„Carsharing Citycar“ den Inhalt, den der Nutzer 9 zeigen möchte, beispielsweise als Bild oder Video an das Kraftfahr zeug 3 schicken. Dieser Inhalt wird im Stand des Kraftfahrzeugs 3 gezeigt und wenn es gesetzlich zugelassen ist, ebenfalls während der Fahrt des Kraftfahrzeugs 3.

Zusätzlich kann die optische Information 6 nur gezeigt werden, wenn der Benutzer 7 oder die Vielzahl der Benutzer 7, in der Nähe ein Interessenspro-fil 8 haben auf ihrem Handy oder ihrer Smartwatch mit dem Inhalt der opti schen Information 6 übereinstimmt, auf dem Kraftfahrzeug 3 dargestellt wer den. Sollte beispielsweise festgestellt werden, dass das Interessensprofil 8 nicht übereinstimmt, kann die Darstellung ausgeschaltet oder auf etwas Neutrales umgeschaltet werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, wenn sich viele Benutzer 7 in der Umgebung 10 aufhalten, ein statistischer Algo rithmus entscheidet, ob und insbesondere welche optische Information 6 dargestellt wird.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform kann die optische Infor mation 6 immer gezeigt, aber so angepasst werden, dass es dem charakteri sierenden Interessensprofil 8 des Benutzers 7 am besten trifft.

Beispielsweise kann gemäß der Fig. 1 vorgesehen sein, sollte das Interes sensprofil 8 passen, also wenn ein Abgleich zwischen dem Interessensprofil 8 und der optischen Information 6 mittels der elektronischen Recheneinrich tung 4 stattgefunden hat, dass die optischen Information 6 angezeigt wird. Sollte die optische Information 6 nicht zum Interessensprofil 8 passen, so kann die Anzeigevorrichtung 2 eine neutrale optische Information 6 anzeigen beziehungsweise auch ausblenden.

Insbesondere kann die Anzeigevorrichtung 2 nach außen durch den Nutzer 9 gesteuert werden und sichtbar/unsichtbar gemacht werden, je nach Interes-sensprofil 8 der Benutzer 7.

Insbesondere ist es dadurch ermöglicht, dass der Nutzer 9 beziehungsweise der Insasse des Kraftfahrzeugs 3 die Möglichkeit hat, nach außen zu kom munizieren. Insbesondere ist die optische Information 6 nur dann sichtbar, wenn es der Benutzers 7 auch möchte beziehungsweise wenn der Benutzer 7 ein Interesse daran hat. Der Benutzer 7 kann beispielsweise zusätzlich über das mobile Endgerät 5 gewarnt werden, wenn auf der Anzeigevorrich tung 2 des Kraftfahrzeugs 3 eine für den Benutzer 7 interessante optische Information 6 angezeigt wird. Hingegen kann der Benutzer 7, dessen Inte-ressensprofil 8 nicht mit der optischen Information 6 übereinstimmt, entspre chend nicht mit der optischen Information 6 beaufschlagt werden.

Insgesamt zeigt die Erfindung eine Anzeige auf Display an einer Außenseite eines Kraftfahrzeugs 3, welche durch einen Nutzer 9 gesteuert werden und sichtbar/unsichtbar gemacht werden kann.