In Bearbeitung

Bitte warten ...

Einstellungen

Einstellungen

Gehe zu Anmeldung

1. WO2020108791 - SYSTEM UND VERFAHREN ZUM EINSTELLEN EINES VORSPANNKRAFTWERTES BEI EINEM SYSTEM, AUFWEISEND EINE WELLE, EIN GEHÄUSETEIL UND ZWEI LAGER SOWIE EIN FIXIERUNGSELEMENT

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche:

1. Verfahren zum Einstellen eines Vorspannkraftwertes bei einem System,

das eine Welle, ein Gehäuseteil und zwei Lager sowie ein Fixierelement, insbesondere eine Wellenmutter, aufweist,

wobei ein erstes Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist und ein zweites Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist,

wobei die Welle drehbar gelagert ist mittels des ersten und zweiten Lagers,

wobei mittels des Fixierelements die Welle axial positionierbar ist relativ zum Innenring des zweiten Lagers,

insbesondere wobei die Drehachse der Welle die axiale Richtung ist,

insbesondere wobei in axialer Richtung das Fixierelement auf der vom ersten Lager abgewandten Seite des zweiten Lagers angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

in einem ersten Verfahrensschritt bei losem Fixierelement eine axial gerichtete Kraft

auf den Innenring des ersten Lagers eingebracht wird

oder auf diejenige Stirnseite der Welle eingebracht wird, welche auf der vom zweiten Lager abgewandten, insbesondere auf der von dem Fixierelement abgewandten, Seite des ersten Lagers angeordnet ist,

oder auf diejenige Komponente eingebracht wird, die den Innenring des ersten Lagers aufnimmt,

insbesondere wobei also das Fixierelement das zweite Lager nicht berührt und/oder keine wesentliche Kraft in das zweite Lager einleitet,

insbesondere wobei der Betrag der Kraft dem Vorspannkraftwert gleicht,

wobei im ersten Verfahrensschritt die durch die eingebrachte Kraft bewirkte, in axialer Richtung bestimmte Relativposition, insbesondere Verschiebungswert,

entweder zwischen dem Gehäuseteil und dem Innenring des ersten Lagers bestimmt wird

- oder zwischen dem Gehäuseteil und der Stirnseite der Welle bestimmt wird

oder zwischen dem Innenring und Außenring des ersten Lagers bestimmt wird, oder zwischen den Komponenten, die den Innenring und den Außenring des ersten Lagers aufnehmen, insbesondere zwischen dem Gehäuse und der Welle bestimmt wird,

wobei in einem zweiten Verfahrensschritt die axiale Kraft nicht eingebracht wird, insbesondere also das Einbringen der axialen Kraft beendet wird,

wobei mittels des Fixierelements die bestimmte Relativposition eingestellt wird, insbesondere also das Fixierelement derart betätigt oder eingestellt wird, dass die bestimmte Relativposition eingestellt ist.

2. Verfahren zum Einstellen eines Vorspannkraftwertes bei einem System,

das eine Welle, ein Gehäuseteil und zwei Lager sowie ein Fixierelement, insbesondere eine Wellenmutter, aufweist,

wobei ein erstes Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist und ein zweites Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist,

wobei die Welle drehbar gelagert ist mittels des ersten und zweiten Lagers,

wobei mittels des Fixierelements die Welle axial positionierbar ist relativ zum Innenring des zweiten Lagers,

insbesondere wobei die Drehachse der Welle die axiale Richtung ist,

insbesondere wobei in axialer Richtung das Fixierelement auf der vom ersten Lager abgewandten Seite des zweiten Lagers angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

in einem ersten Verfahrensschritt die Abhängigkeit einer axial gerichteten Verschiebung der Welle von einer auf die Welle axial gerichteten Kraft, insbesondere als Kennlinie, bestimmt wird,

wobei die Kraft an der von dem Fixierelement, abgewandten oder weitest entfernten Stirnseite der Welle eingebracht wird, insbesondere auf der von dem Fixierelement abgewandten Seite des ersten Lagers eingebracht wird, und das Fixierelement lose angeordnet ist, insbesondere also das zweite Lager nicht berührt und/oder keine wesentliche Kraft in das zweite Lager einleitet,

wobei in einem zeitlich nach dem ersten Verfahrensschritt nachfolgenden zweiten

Verfahrensschritt

gemäß der im ersten Verfahrensschritt bestimmten Abhängigkeit, insbesondere also gemäß der Kennlinie, ein Verschiebungswert, insbesondere Relativposition, bestimmt wird, welcher von einer Kraft erzeugt wird, die dem Vorspannkraftwert gleicht, und mittels des Fixierelements der bestimmte Verschiebungswert eingestellt wird, insbesondere bei Ausführung des

Fixierelements als Wellenmutter

entweder aus dem Verschiebungswert unter Berücksichtigung der Steigung des Gewindes der Wellenmutter ein Drehwinkel bestimmt wird, um den die Wellenmutter dann angezogen wird

oder die Wellenmutter so weit angezogen wird, bis der mittels eines Mittels zur Erfassung der Verschiebung erfasste Wert der Verschiebung, insbesondere

Relativposition, den bestimmten Verschiebungswert erreicht.

3. Verfahren zum Einstellen eines Vorspannkraftwertes bei einem System,

das eine Welle, ein Gehäuseteil und zwei Lager sowie ein Fixierelement, insbesondere eine Wellenmutter, aufweist,

wobei ein erstes Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist und ein zweites Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist,

wobei die Welle drehbar gelagert ist mittels des ersten und zweiten Lagers,

wobei mittels des Fixierelements die Welle axial positionierbar ist relativ zum Innenring des zweiten Lagers,

insbesondere wobei die Drehachse der Welle die axiale Richtung ist,

insbesondere wobei in axialer Richtung das Fixierelement auf der vom ersten Lager abgewandten Seite des zweiten Lagers angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

in einem ersten Verfahrensschritt die Abhängigkeit einer axial gerichteten Verschiebung der Welle von einer in die Welle eingeleiteten, axial gerichteten Kraft, insbesondere als

Kennlinie, bestimmt wird, insbesondere also Kennlinie,

wobei die Kraft an der von dem Fixierelement abgewandten oder am weitesten entfernten Stirnseite der Welle eingebracht wird, insbesondere auf dem vom Fixierelement abgewandten Seite des ersten Lagers eingebracht wird, und das Fixierelement lose angeordnet ist, insbesondere bei Ausführung des Fixierelements als Wellenmutter die Wellenmutter nicht angezogen ist, insbesondere also das zweite Lager nicht berührt und/oder keine wesentliche Kraft in das zweite Lager einleitet,

wobei in einem zeitlich nach dem ersten Verfahrensschritt nachfolgenden zweiten

Verfahrensschritt

gemäß der im ersten Verfahrensschritt bestimmten Abhängigkeit, insbesondere gemäß der Kennlinie, ein Verschiebungswert bestimmt wird, welcher von einer Kraft erzeugt wird, deren Betrag dem Vorspannkraftwert gleicht,

insbesondere bei Ausführung des Fixierelements als Wellenmutter aus dem

Verschiebungswert unter Berücksichtigung der Steigung des Gewindes der

Wellenmutter ein Drehwinkel bestimmt wird oder die Wellenmutter so weit angezogen wird, bis der mittels eines Mittels zur Erfassung der Verschiebung erfasste Wert der Verschiebung, insbesondere Relativposition, den bestimmten Verschiebungswert erreicht,

wobei in zeitlich nach dem zweiten Verfahrensschritt nachfolgenden weiteren

Verfahrensschritten mittels des Fixierungselements die Welle schrittweise relativ zum

Innenring des ersten Lagers verschoben wird, bis

entweder beim jeweils zwischen den weiteren Verfahrensschritten keine, ein zulässiges Maß überschreitende Abhängigkeit der Verschiebung von der in die Welle

eingeleiteten, axial gerichteten Kraft feststellbar ist

oder die mittels des Fixierelements eingestellte Verschiebung den bestimmten

Verschiebungswert um ein anderes zulässiges Maß überschreitet.

4. Verfahren zum Einstellen eines Vorspannkraftwertes bei einem System,

das eine Welle, ein Gehäuseteil und zwei Lager sowie ein Fixierelement, insbesondere eine Wellenmutter, aufweist,

wobei ein erstes Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist und ein zweites Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist,

wobei die Welle drehbar gelagert ist mittels des ersten und zweiten Lagers,

wobei mittels des Fixierelements die Welle axial positionierbar ist relativ zum Innenring des zweiten Lagers,

insbesondere wobei die Drehachse der Welle die axiale Richtung ist,

insbesondere wobei in axialer Richtung das Fixierelement auf der vom ersten Lager abgewandten Seite des zweiten Lagers angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

in einem ersten Verfahrensschritt die Abhängigkeit einer axial gerichteten Verschiebung der Welle von einer in die Welle eingeleiteten, axial gerichteten Kraft, insbesondere als

Kennlinie, bestimmt wird, insbesondere also Kennlinie,

wobei die Kraft an der von dem Fixierelement abgewandten oder am weitesten entfernten Stirnseite der Welle eingebracht wird, insbesondere auf dem vom Fixierelement abgewandten Seite des ersten Lagers eingebracht wird, und das Fixierelement lose angeordnet ist, insbesondere bei Ausführung des Fixierelements als Wellenmutter die Wellenmutter nicht angezogen ist, insbesondere also das zweite Lager nicht berührt und/oder keine wesentliche Kraft in das zweite Lager einleitet,

wobei in einem zeitlich nach dem ersten Verfahrensschritt nachfolgenden zweiten

Verfahrensschritt

gemäß der im ersten Verfahrensschritt bestimmten Abhängigkeit, insbesondere gemäß der Kennlinie, ein Verschiebungswert bestimmt wird, welcher von einer Kraft erzeugt wird, deren Betrag dem Vorspannkraftwert gleicht,

insbesondere bei Ausführung des Fixierelements als Wellenmutter aus dem

Verschiebungswert unter Berücksichtigung der Steigung des Gewindes der Wellenmutter ein Drehwinkel bestimmt wird,

wobei in einem zeitlich nach dem zweiten Verfahrensschritt nachfolgenden dritten

Verfahrensschritt mittels des Fixierelements ein erster, insbesondere echter, Bruchteil des bestimmten Verschiebungswertes eingestellt wird,

insbesondere bei Ausführung des Fixierelements als Wellenmutter die Wellenmutter um einen ersten Bruchteil des bestimmten Drehwinkels, insbesondere um einen Winkelbetrag, weitergedreht wird, insbesondere weiter angezogen wird, wobei der Winkelbetrag kleiner als der Drehwinkel ist,

wobei in einem zeitlich nach dem dritten Verfahrensschritt nachfolgenden vierten

Verfahrensschritt wiederum die Abhängigkeit der axial gerichteten Verschiebung der Welle von der in die Welle eingeleiteten, axial gerichteten Kraft bestimmt wird, insbesondere also Kennlinie,

wobei danach der dritte und vierte Verfahrensschritt so oft wiederholt werden, bis der

Vorspannkraftwert erreicht ist oder bis gemäß der zuletzt bestimmten Abhängigkeit der Vorspannkraftwert mittels des Fixierelements ein letzter kleinerer Bruchteil zur Erreichung des Vorspannkraftwerts ausreicht, insbesondere bis gemäß der zuletzt bestimmten Abhängigkeit der Vorspannkraftwert mittels einer Drehung der Wellenmutter um einen Restwinkel erreichbar ist,

insbesondere wobei der Restwinkel unter Berücksichtigung der Steigung des Gewindes der Wellenmutter einem Rest-Verschiebungswert, insbesondere also gemäß der Kennlinie, entspricht, dem gemäß der zuletzt bestimmten Abhängigkeit ein Kraftwert zugehört, welcher dem Vorspannkraftwert gleicht,

insbesondere wobei die Wellenmutter um den Restwinkel weitergedreht, insbesondere angezogen, wird,

insbesondere wobei der Restwinkel kleiner als der Winkelbetrag ist.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Verschiebung

die Relativposition zwischen Innenring und Außenring ist

oder die Relativposition zwischen der den Innenring des ersten Lagers aufnehmenden Komponente und der den Außenring des ersten Lagers aufnehmenden Komponente ist.

6. System, insbesondere zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

wobei das System eine Welle, ein Gehäuseteil und zwei Lager sowie eine Wellenmutter aufweist,

wobei ein erstes Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist und ein zweites Lager im Gehäuseteil aufgenommen ist,

wobei die Welle drehbar gelagert ist mittels des ersten und zweiten Lagers,

wobei die Welle einen Wellenbund, insbesondere also eine Stufe, aufweist, an welchem der Innenring des ersten Lagers anliegt,

wobei der Außenring des ersten Lagers an einem nach radial innengerichteten Bund des Gehäuseteils anliegt,

wobei der Außenring des zweiten Lagers an dem nach radial innengerichteten Bund des Gehäuseteils anliegt,

wobei der Innenring des zweiten Lagers an der Wellenmutter anliegt, deren Innengewinde auf ein Außengewinde der Welle aufgeschraubt ist.

7. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das erste und das zweite Lager jeweils ein Wälzlager ist, insbesondere ein Kugellager oder ein Schrägrollenlager, insbesondere in O-Anordnung oder in X-Anordnung.

8. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der nach radial innengerichtete Bund des Gehäuseteils axial zwischen dem ersten und dem zweiten Lager angeordnet ist,

wobei die Wellenmutter auf der vom Wellenbund axial abgewandten Seite des zweiten Lagers angeordnet ist,

wobei der Wellenbund auf der von der Wellenmutter axial abgewandten Seite des ersten Lagers angeordnet ist.

9. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Welle als Planetenträger ausgeführt ist, welcher Ausnehmungen zur Aufnahme eines Sonnenrads, von Planetenrädern und von Bolzen zur Lagerung der Planetenräder über zwischengeordnete Lager, insbesondere Nadellager, aufweist,

insbesondere wobei der nach radial innengerichtete Bund des Gehäuseteils eine

Innenverzahnung aufweist, welche im Eingriff mit der Verzahnung der Planetenräder ist.

10. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Quotient a / d im Bereich zwischen 0,1 und 0,4 liegt, wobei a der axiale Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Lager ist und d der Außendurchmesser des ersten Lagers und/oder des zweiten Lagers ist.

1 1. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Quotient w / dj zwischen 0,01 bis 0,04 liegt, wobei w die Wandstärke des Innenrings des ersten Lagers ist und dj der Außendurchmesser dj des Innenrings des ersten Lagers und/oder zweiten Lagers ist,

und/oder dass die radiale Wandstärke der Wellenmutter (9) geringfügig größer ist als die radiale Wandstärke des Innenrings des ersten Lagers und/oder des zweiten Lagers.

12. System nach einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der bezogen auf die Drehachse des Planetenträgers in axialer Richtung überdeckte Bereich der Ausnehmung zur Aufnahme der Planetenräder von dem in axialer Richtung von dem ersten Lager, von dem Bund des Gehäuseteils und von dem zweiten Lager überdeckten Bereich umfasst ist.

13. System, aufweisend eine Welle, ein Gehäuseteil (10) und zwei Lager sowie eine

Wellenmutter (9),

wobei ein erstes Lager (1 ) im Gehäuseteil (10) aufgenommen ist und ein zweites Lager im Gehäuseteil (10) aufgenommen ist,

wobei die Welle drehbar gelagert ist mittels des ersten und zweiten Lagers (1 , 2),

wobei die Welle einen Wellenbund aufweist, an welchem der Innenring des ersten Lagers (1 ) anliegt,

wobei der Außenring des ersten Lagers (1 ) an einem nach radial innengerichteten Bund des Gehäuseteils (10) anliegt,

wobei der Außenring des zweiten Lagers (2) an dem nach radial innengerichteten Bund des Gehäuseteils (10) anliegt,

wobei der Innenring des zweiten Lagers (2) an der Wellenmutter (9) anliegt, deren

Innengewinde auf ein Außengewinde der Welle aufgeschraubt ist,

der nach radial innengerichtete Bund des Gehäuseteils (10) axial zwischen dem ersten und dem zweiten Lager angeordnet ist,

wobei die Wellenmutter (9) auf der vom Wellenbund axial abgewandten Seite des zweiten Lagers (2) angeordnet ist,

wobei die Welle als Planetenträger (3) ausgeführt ist, welcher Ausnehmungen zur Aufnahme eines Sonnenrads, von Planetenrädern und von Bolzen zur Lagerung der Planetenräder über zwischengeordnete Lager, insbesondere Nadellager, aufweist,

wobei der nach radial innengerichtete Bund des Gehäuseteils (10) eine Innenverzahnung aufweist, welche im Eingriff mit der Verzahnung der Planetenräder ist,

wobei der Quotient w / dj zwischen 0,01 bis 0,04 liegt, wobei w die Wandstärke des Innenrings des ersten Lagers (1) ist und d_i der Außendurchmesser dj des Innenrings des ersten Lagers (1) und/oder zweiten Lagers (2) ist,

und wobei die radiale Wandstärke der Wellenmutter (9) geringfügig größer ist als die radiale Wandstärke des Innenrings des ersten Lagers (1) und/oder des zweiten Lagers (2).