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1. WO2020108693 - VERFAHREN ZUR LAUFENDEN ZUSTANDSÜBERWACHUNG EINES ELEKTROMOTORS

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Verfahren (100) zur laufenden Zustandsüberwachung eines Elektromotors (122), aufweisend

einen Rotor und

einen Stator und

wenigstens zwei Motorphasen (m(1), m(2)) zur Bewirkung einer Drehbewegung des Rotors gegenüber dem Stator, wobei in einem Betriebszustand des Elektromotors der ersten Motorphase (m(1)) ein erster Energieverlust (Pi) und

der zweiten Motorphase (m(2)) ein zweiter Energieverlust (P2) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Temperaturermittlung (102) im Betrieb des Elektromotors erfolgt, indem zunächst

eine erste Temperaturberechnung (104) zur Abschätzung einer Temperatur der ersten Motorphase (m(1)) durchgeführt wird, wobei die erste Temperaturberechnung (104)

eine Energieverlustschätzung (106), bei der wenigstens ein erster Energieverlustwert (108) der ersten Motorphase (m(1)) und

eine Temperaturschätzung (116), bei der eine von dem ersten Energieverlustwert (108) abhängige Temperatur der ersten Motorphase (m(1)) als erster Temperaturwert (114) berechnet wird, einbezieht und anschließend

eine zweite Temperaturberechnung (118) zur Abschätzung einer Temperatur der zweiten Motorphase (m(2)) durchgeführt wird, bei der abhängig von dem ersten Temperaturwert (114) und einer Energieverlustdifferenz (DR2) zwischen dem ersten und zweiten Energieverlust (Pi, P2) eine Temperatur der zweiten Motorphase (m(2)) als zweiter Temperaturwert (120) berechnet wird.

2. Verfahren (100) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte

Motorphase (m(3)) vorhanden ist, der in dem Betriebszustand des Elektromotors ein dritter Energieverlust (P3) zugeordnet ist, wobei bei der zweiten

Temperaturberechnung (118) eine Temperatur an der dritten Motorphase (m(3)) als dritter Temperaturwert abhängig von dem ersten Temperaturwert (114) und einer Energieverlustdifferenz (DR3) zwischen der ersten und dritten Motorphase (m(1), m(3)) berechnet wird.

3. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Energieverlustschätzung (106) einen Leitungsverlust (109) der ersten Motorphase (m(1)) abhängig von einer Messung (110) einer ersten Phasenspannung, eines ersten Phasenstroms und/oder einer Phasenfrequenz jeweils der ersten Motorphase berechnet.

4. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Energieverlustschätzung (106) wenigstens einen

Eisenverlust (112) des Elektromotors wenigstens abhängig von einer Messung (110) einer Drehfrequenz des Rotors berechnet.

5. Verfahren (100) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Energieverlustwert abhängig von dem Leitungsverlust (109) und/oder dem Eisenverlust (112) ist.

6. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass die Temperatur in dem Elektromotor, insbesondere an der ersten Motorphase (m(1)) oder in einem Bereich der ersten Motorphase (m(1)), als Temperaturmesswert durch eine Messung (110) gemessen wird und die erste Temperaturberechnung (104) den Temperaturmesswert bei der Berechnung des ersten Temperaturwerts (114) berücksichtigt.

7. Verfahren (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zur

Durchführung der ersten Temperaturberechnung (104) getroffenen

Berechnungsgrundlagen abhängig von dem ersten Temperaturmesswert angepasst werden.

8. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, dass bei der zweiten Temperaturberechnung (118) der zweite Temperaturwert (120) abhängig von dem ersten Temperaturwert (114) und einer Temperaturdifferenz (D 2) berechnet wird.

9. Verfahren (100) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die

Temperaturdifferenz (D#2) proportional zu der Energieverlustdifferenz (DR2) ist, der Proportionalitätsfaktor ein vorab ermittelter thermischer Widerstand (Rth,2) ist, der zwischen der ersten und zweiten Motorphase (m(1), m(2)) vorliegt.

10. Verfahren (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung des zweiten Temperaturwerts (120) die vorhandenen thermischen Kapazitäten berücksichtigt.