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1. WO2020104600 - ANORDNUNG EINES PRIMÄREN BEGRENZUNGSELEMENTS UND EINES SEKUNDÄREN BEGRENZUNGSELEMENTS FÜR EIN SCHLEUSENSYSTEM, VERWENDUNG EINER SOLCHEN ANORDNUNG SOWIE PRIMÄRE BEGRENZUNGSELEMENTE UND/ODER SEKUNDÄRE BEGRENZUNGSELEMENTE FÜR EINE SOLCHE ANORDNUNG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Anordnung eines primären Begrenzungselements und eines sekundären Begrenzungselements für ein Schleusensystem, Verwendung einer solchen Anordnung sowie primäre Begrenzungselemente und/oder sekundäre Begrenzungselemente für eine solche Anordnung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung eines primären Begrenzungs elements und eines sekundären Begrenzungselements für ein Schleusensystem, eine Verwendung einer solchen Anordnung und ein primäres Begrenzungsele-ment und/oder ein sekundäres Begrenzungselement für eine solche Anordnung.

Aus dem Stand der Technik sind hinlänglich Schleusensysteme bekannt, die im Zutrittsbereich eines Veranstaltungsgeländes dazu genutzt werden, Besuchern kontrolliert den Zutritt auf ein Veranstaltungsgelände zu gewähren. Typischer-weise sind dabei mehrere Zugangspassagen in einer Reihe nebeneinander ange ordnet und in einem Eingangsbereich der jeweiligen Zugangspassage widmet sich jeweils ein Ordner bzw. eine Sicherheitskraft der individuellen Kontrolle der Besu cher.

Dabei ist es insbesondere wünschenswert, möglichst viele einzelne Zugangspas sagen bereitzustellen, die jeweils die individuelle Kontrolle der einzelnen Besucher zulässt. Dabei sollen die Zugangspassagen mit Vorteil so dimensioniert sein, dass sich Besucher nicht am Sicherheitspersonal vorbeidrängen können. Begrenzt wird allerdings die Anzahl der potentiellen Zugangspassagen durch Sicherheitsbestim-mungen, denen zur Folge eine ausreichend breite Passage zur Flucht im Notfall bereitgestellt werden muss. Zugangspassagen eignen sich aufgrund ihrer Breite oft nicht als Fluchtwege.

Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung von Be grenzungselementen bereitzustellen, mit der eine möglichst hohe Anzahl an Zu gangspassagen realisiert werden kann, unter Berücksichtigung etwaiger Sicher heitsbestimmungen für den Fluchtfall.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Anordnung eines primären Begrenzungsele ments und eines sekundären Begrenzungselements für ein Schleusensystem ge mäß Anspruch 1 , eine Verwendung der Anordnung gemäß Anspruch 10 und ein primäres und/oder sekundäres Begrenzungselement gemäß Anspruch 11. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen so wie der Beschreibung und den beigefügten Figuren.

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung min destens eines primären Begrenzungselements und mindestens eines sekundären Begrenzungselements für ein Schleusensystem, insbesondere im Zugangsbereich eines Veranstaltungsgeländes, vorgesehen, wobei mindestens das primäre Be grenzungselement ein formstabiles, sich in Zugangsrichtung längserstreckendes primäres Führungselement und/oder das sekundäre Begrenzungselement ein formstabiles, sich in Zugangsrichtung längserstreckendes sekundäres Führungs element umfasst, wobei das primäre Begrenzungselement zwischen einem Be triebszustand und einem Stauzustand reversibel überführbar ist, wobei im Be triebszustand zwischen dem primären Begrenzungselement und dem sekundären Begrenzungselement eine in Zugangsrichtung erstreckende Passage ausgebildet ist und wobei zur Aufweitung der Passage im Stauzustand mindestens das pri märe Begrenzungselement, insbesondere das gesamte primäre Begrenzungsele ment, verstaut ist.

Gegenüber dem Stand der Technik ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass sich mindestens das primäre Begrenzungselement im Stauzustand verstauen lässt, wodurch eine Breite der Passage, entlang der die Besucher das Veranstaltungs gelände verlassen können, vergrößert werden kann. Dadurch kann zum Beispiel durch die Einnahme des Stauzustands des primären Begrenzungselements im Falle einer geregelten Entfluchtung eines Veranstaltungsgeländes die erforderli che Fluchtwegbreite hergestellt werden. Auch das normale Verlassen des Veran staltungsgeländes wird dadurch in vorteilhafter Weise signifikant verbessert bzw. erleichtert. Vorzugsweise wird das primäre Begrenzungselement als Ganzes in den Stauzustand überführt, ohne dass dessen Dimensionierung, beispielsweise durch ein Falten oder Aufrollen, zur Einnahme des Stauzustands geändert wird.

Im Betriebszustand ist das primäre Begrenzungselement mit Vorteil derart ausge staltet, dass sich eine Passage, insbesondere eine Zugangspassage, ausbildet, die geeignet ist die Besucher individuell zu kontrollieren. Eine Passage kann ein Durchgang sein, durch den Personen (beispielsweise Besucher) hindurchtreten können. Insbesondere kann eine Passage eine Längserstreckung in der Zugangs richtung aufweisen. Insbesondere kann die Passage eine Länge zwischen 0,6 m und 5 m oder zwischen 1 m und 3 m, bevorzugt zwischen 1 ,1 m und 2,5 m und besonders bevorzugt zwischen 1 ,1 m und 1 ,5 m aufweisen. Mit anderen Worten kann eine Passage eine Länge aufweisen, so dass 2 bis 3 Personen, insbeson dere hintereinander, darin stehen können. Vorzugsweise weist die Passage im Be triebszustand eine senkrecht zur Zugangsrichtung verlaufende Breite von ca.

45 cm bis 90 cm, bevorzugt von ca. 60 cm bis 90 cm auf. Es ist auch vorstellbar, dass zumindest eine Passage ausgelegt ist für einen behindertengerechten Zu stand und eine Breite von 1 ,00 m, 1 ,20 m oder 1 ,50 m aufweist. Durch diese Pas sage müssen die Besucher in der Zugangsrichtung hindurchschreiten, um vom Außenbereich eines Veranstaltungsgeländes in einen Innenbereich des Veranstal tungsgeländes zu gelangen. Ferner kann eine Breite des Schleusensystems und eine Breite einer darin vorgesehenen Passage ein Verhältnis aufweisen, das zwi schen 2 und 2,5 bevorzugt zwischen 2,1 und 2,3 liegt. Das Schleusensystem weist vorzugsweise eine Höhe von 80 cm bis 120 cm auf. Das sekundäre Begrenzungs element kann eine Höhe von 1 ,50 m bis 2,50 m, vorzugsweise von 1 ,90 m bis 2,30 m, weiter bevorzugt von ca. 2,20 m aufweisen. Das primäre Begrenzungsele ment kann eine Höhe von 40 cm bis 150 cm aufweisen, vorzugsweise von 60 cm bis 120 cm.

Die vorliegende Erfindung schafft eine Anordnung für ein Schleusensystem, insbe sondere für eine Personenschleuse, die bidirektional nutzbar ist und die, wenn sie als Fluchtweg genutzt wird, einen minimalen Verlust an Fluchtwegbreite bereit stellt. Dabei bedeutet bidirektional, dass sowohl eine Funktion einer Vereinze lungsanlage bzw. einer Personenschleuse in Zutrittsrichtung als auch eine Funk tion als Rettungsweg in Austrittsrichtung erfüllt ist. Darüber hinaus ist die Anord nung für das Schleusensystem so ausgestaltet, dass keine scharfen Kanten daran vorhanden sind. Somit wird auch bei großem Personenandrang sichergestellt, dass niemand verletzt wird.

Durch die Nutzung eines formstabilen, primären bzw. sekundären Führungsele ments ist in vorteilhafter Weise sichergestellt, dass sich im Kontrollbereich, insbe sondere im Falle eines Gedränges in der anströmenden Besuchermenge, die pri mären und/oder sekundären Begrenzungselemente nicht verformen lassen, son dern weiterhin zur Trennung der einzelnen, nebeneinander angeordneten Passa gen dienen und sich Besucher so nicht unkontrolliert am Ordner vorbeidrängeln können. Beispielsweise sind das primäre bzw. das sekundäre Führungselement als Stangen bzw. als Flolme bzw. als Geländer ausgeformt, die die jeweiligen Passagen an den beiden Seiten begrenzen. Unter einer Passage im Betriebszu stand wird insbesondere vom Fachmann ein Korridor verstanden, dessen in Zu gangsrichtung bemessene Länge größer ist als dessen in senkrecht zur Zugangs richtung bemessene Breite. Alternativ kann die Länge in Zugangsrichtung der Pas sage auch gleich der senkrecht zur Zugangsrichtung bemessene Breite. Beispiels weise kann die Passage 60 cm Breit und 60 cm lang sein. Vorzugsweise handelt es sich bei dem primären Begrenzungselement und dem zweiten Begrenzungsele ment um ein bügelartiges bzw. U-förmiges Element, bei dem von dem stangenar tig bzw. holmartig, primäre bzw. sekundäre Führungselementpfosten abstehen, insbesondere senkrecht abstehen. Bevorzugt sind die Pfosten an den Enden des primären bzw. sekundären Führungselements ausgebildet zur Realisierung der bügelartigen Form des primären bzw. des sekundären Begrenzungselements. Vorzugsweise sind das primäre und/oder das sekundäre Begrenzungselement als

Hohlkörper ausgebildet oder nur das zu verstauende primäre Begrenzungsele ment ist als Hohlkörper ausgestaltet, wodurch das Gewicht des zu verstauenden primären Begrenzungselements in vorteilhafter Weise reduziert werden kann.

Vorzugsweise erstreckt sich das primäre Führungselement und/oder das sekun däre Führungselement entlang der Zugangsrichtung über eine Länge zwischen 1 m und 3 m, bevorzugt zwischen 1 ,1 und 2,5 m und besonders bevorzugt zwischen 1 ,1 und 1 ,5 und weist eine senkrecht bzw. quer zur Zugangsrichtung bemessene Quererstreckung zwischen 3 cm bis 20 cm, vorzugsweise zwischen 3 cm und 8 cm, weiter vorzugsweise von etwa 5 cm auf.

Vorzugsweise ist die Anordnung bzw. das aus der Anordnung gebildete Schleu sensystem einer weiteren Kontrollvorrichtung entlang der Zugangsrichtung vorge lagert. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass die weitere Kontrollvorrichtung eine im Durchschnitt geringere Abfertigungszeit vorweisen kann als das Schleu sensystem. Beispielsweise wird an der weiteren Kontrollvorrichtung nur die Zu gangsberechtigung, beispielsweise ein Ticket, kontrolliert, während die Besucher im Schleusensystem dahingehend kontrolliert werden, ob sie einen Gegenstand mit sich führen, der auf dem Veranstaltungsgelände verboten ist. Ferner können auch mehrere der erfindungsgemäßen Anordnungen gestaffelt angeordnet wer den. Dabei können die einzelnen Anordnungen bzw. das aus der Anordnung gebil dete Schleusensystem durch produktzugehörige Zaunelemente miteinander ver bunden sein. Beispielsweise können Zaunelemente eine Höhe von ca. 220 cm und ein Maschenmaß von ungefähr 25 mm x 200 mm oder 25 mm x 25 mm oder 50 mm x 50 mm aufweisen. Ferner kann die Anordnung für ein Schleusensystem ein Absperrelement wie beispielsweise einen Verschluss oder Querriegel aufwei sen, so dass bei einem Vorsehen von mehreren Schleusensystemen, einzelne Schleusensysteme bei Nichtgebrauch verschlossen werden können. Somit kann noch aktiver auf einen veränderlichen Personenandrang reagiert werden und ein unbewachtes Verschließen von nicht genutzten Schleusensystemen sichergestellt werden.

Weiterhin ist es bevorzugt vorgesehen, dass sich das sekundäre Begrenzungsele-ment vom primären Begrenzungselement dahingehend unterscheidet, dass das sekundäre Begrenzungselement fest im Boden verankert ist und positionsfest, d. h. in seiner Ausrichtung und Lage, dauerhaft bzw. lebenslang unverändert bleibt, während das primäre Begrenzungselement mobil ausgestaltet ist, d. h. das pri märe Begrenzungselement lässt sich beispielsweise vom Boden lösen bzw. durch eine Translationsbewegung derart versetzen, dass es in die gewünschte Staustel lung überführen lässt. Es wird noch einmal betont, dass selbst bei dieser beispiel haften Ausführungsform, bei der allein das zweite sekundäre Begrenzungselement im Boden fest verankert ist, das primäre Begrenzungselement mobil bliebt, d. h. es lässt sich vom Boden lösen.

Vorzugsweise ist die Anordnung für ein Schleusensystem (d.h. insbesondere für eine Personenschleuse) auf- und abbaubar. Mit anderen Worten kann das aus der Anordnung gebildete Schleusensystem demontierbar ausgestaltet sein, so dass es insbesondere an verschiedenen Orten eingesetzt und genutzt werden kann. Dabei kann das Schleusensystem von einem aufgebauten Zustand (d.h. insbeson dere einem Betriebszustand) in einen Transportzustand (zusammengelegter Zu stand) überführt werden. Im Transportzustand kann das Schleusensystem dann vorteilhaft transportierbar sein. Alternativ kann das aus der Anordnung gebildete Schleusensystem auch immobil d.h. dauerhaft an einem Ort vorgesehen sein.

Bei einer weiteren Ausführungsform kann die Anordnung für ein Schleusensystem (d.h. insbesondere für eine Personenschleuse) bzw. das aus der Anordnung gebil dete Schleusensystem einen Niveauausgleich mittels an der Anordnung vorgese hener Einstellelemente bereitstellen. Insbesondere können diese Einstellelemente in einem Randbereich der Anordnung und/oder des Schleusensystems vorgese hen sein und individuell verstellt werden. So kann vorteilhaft ein Niveauunter schied von dem Untergrund, auf dem die Anordnung steht, von bis zu ungefähr 4% ausgeglichen werden. Beispielsweise können die Einstellelemente verstellbare Füße sein.

Die vorliegende Erfindung stellt also eine Anordnung für ein Schleusensystem bzw. ein aus der Anordnung gebildetes Schleusensystem bereit, bei dem die zur Verfügung stehende Fluchtwegbreite fast vollständig als Zugang, insbesondere als Zugang mit Kontrollschleuse, genutzt werden kann. Dies wird erreicht, indem das primäre Begrenzungselement im Stauzustand so angeordnet ist, dass es keine Sperre bildet, sondern in Längsrichtung so verstaut ist, dass eine aufgeweitete Passage freigegeben ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass das primäre und/oder sekundäre Begrenzungselement einen Schnelllösemechanismus zum Lösen des primären und/oder sekundären Begrenzungselements von einem Be festigungselement, in dem das primäre und/oder sekundäre Begrenzungselement im Betriebszustand befestigt ist, aufweist. Durch die Nutzung eines Schnelllöse mechanismus kann ein Ordner in vorteilhafter Weise das primäre Begrenzungs element schnell aus seiner Befestigung lösen und entsprechend verstauen.

Beispielsweise umfasst der Schnelllösemechanismus einen Bowdenzug oder Ähn liches, der es gestattet, dass der Schnelllösemechanismus im oberen Drittel des primären und/oder sekundären Begrenzungselements einen Aktuator aufweist, mit dem sich die Befestigung an dem dem Boden zugewandten Ende des Pfostens lö sen lässt. Ein wesentlicher Vorteil des Schnelllösemechanismus ist das schnelle und einfache Lösen des primären und/oder sekundären Begrenzungselements, wodurch beispielswiese in einer Notfallsituation durch einen Ordner schnell und einfach der Stauzustand veranlasst bzw. bewirkt werden kann. Dadurch muss der Ordner bzw. das Sicherheitspersonal nicht erst am Boden die Befestigung des pri mären und/oder sekundären Befestigungselementes lösen, sondern kann bequem und schnell die Lösung des primären und/oder sekundären Begrenzungselements von dem entsprechenden Befestigungselement initiieren. Denkbar ist auch, dass der Aktuator auf halber Höhe des Pfostens angeordnet ist. Es ist auch vorstellbar, dass die Anordnung ein Erkennungssystem umfasst, das diejenigen erkennt, die zum Lösen des Begrenzungselements vom Befestigungselement berechtigt sind. Beispielsweise handelt es sich um ein elektronisches Erkennungssystem, bei dem ein Ordner und/oder eine Sicherheitsperson mit einem entsprechenden Identifikati onselement, beispielsweise einem RFID-Chip, einen Aktuator innerhalb des Be grenzungselements zum Lösen des Begrenzungselements vom Befestigungsele ment initiiert, wenn das entsprechende Identifikationselement in die Detektions reichweite eines entsprechenden, in das primäre und/oder sekundäre Begren zungselement eingelassenen Sensors des Erkennungssystems gerät.

Es ist auch vorstellbar, dass der Schnelllösemechanismus über eine Auslösevor richtung (beispielsweise einen Panikbeschlag) von einer flüchtenden Person (d.h. auch von einer Person, die kein Order oder dergleichen ist) ausgelöst werden kann. Dabei kann die Auslösevorrichtung ähnlich einer Fluchttür (d.h. ähnlich einer Funktion der Fluchttür und/oder ähnlich einer Ausgestaltung eines Beschlags der Fluchttür) ausgestaltet sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vor gesehen, dass im Stauzustand das primäre Begrenzungselement am sekundären Begrenzungselement aufgehangen oder im Boden versenkt ist. Dabei ist es vor stellbar, dass beispielsweise das primäre Führungselement mittels eines scheren bühnenartigen Systems zwischen dem Betriebszustand und dem Stauzustand überführbar ist. Dadurch lässt sich beispielsweise das primäre Begrenzungsele ment vollständig im Boden versenken und die Passage wird für den Fluchtzustand aufgeweitet. Die Besucher können dann beim Verlassen des Veranstaltungsgelän des über das erste Begrenzungselement schreiten. Denkbar ist auch ein senk rechtes Versenken der Stützkonstruktion des Begrenzungselements.

Das Aufhängen des primären Begrenzungselements am sekundären Begren zungselement lässt sich vorzugsweise manuell durchführen, wodurch auf vorteil hafter Weise auf komplexe motorische Systeme oder Hebevorrichtungen verzich tet werden kann, die ggf. den Witterungsverhältnissen am Veranstaltungsgelände ausgesetzt sind. Der Ordner kann dabei schnell das primäre Begrenzungselement von einem entsprechenden Befestigungselement lösen und am sekundären Be-

grenzungselement aufhängen. Dabei ist es zum Beispiel vorstellbar, dass die se kundären Begrenzungselemente entsprechende Aufnahmen und/oder Aufhänge vorrichtungen aufweisen, z. B. ein Hakenelement, an dem das primäre Begren zungselement im Stauzustand aufgehangen werden kann.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement und/oder das sekundäre Begrenzungselement ein Funktionselement, beispielsweise eine Ablagefläche, ein Klappstuhlelement oder eine Müllbeutelbefestigung, umfasst, das zwischen einem Gebrauchszustand und einem Nicht-Gebrauchszustand überführbar ist und/oder dass das Funktionselement an das primäre Begrenzungselement oder sekundäre Begrenzungselement zumindest im Betriebszustand, insbesondere lösbar, ange bunden ist. Dadurch lässt sich in vorteilhafter Weise das Funktionselement in das primäre Begrenzungselement integrieren, indem es z. B. klappbar oder ver-schwenkbar am primären Begrenzungselement montiert ist. Dadurch lässt sich das Funktionselement durch eine einfache Handbewegung in der Regel zwischen einem Gebrauchszustand und einem Nicht-Gebrauchszustand überführen. Ferner kann das Funktionselement ein, insbesondere festes, Element sein, das eine Breite senkrecht zu der Zugangsrichtung von 40 cm bis 80 cm, vorzugsweise von ungefähr 60 cm aufweist. Im Gebrauchszustand unterstützen die Ablagefläche, das Klappstuhlelement oder die Müllbeutelbefestigung den Ordner bei der Kon trolle der Besucher. Beispielseise kann die Ablagefläche dazu dienen, eine Hand tasche abzustellen, die kontrolliert werden muss. Die Müllbeutelbefestigung dient zur lösbaren Montage eines Müllbeutels, in dem z.B. Leergut, das nicht auf das Veranstaltungsgelände gebracht werden darf, entsorgt werden kann. Es ist auch denkbar, dass ein Klappstuhlelement, insbesondere eine Sitzfläche, schwenkbar am primären Begrenzungselement angeordnet ist. Ein solches Sitzelement kann beispielsweise vom Ordner genutzt werden, um selbst darauf zu sitzen oder z. B. um einen zu kontrollierenden Besucher dort Platz nehmen zu lassen, wenn er des sen Schuhe kontrollieren möchte. Die Integration des Funktionselements in das primäre Begrenzungselement hat insbesondere den Vorteil, dass sich das primäre Begrenzungselement zusammen mit dem Funktionselement verstauen lässt, ohne

dass zusätzliche Verstaumaßnahmen für das Funktionselement getroffen werden müssen. Alternativ ist es auch vorstellbar, dass das Funktionselement für die Ein nahme des Betriebszustands an das primären Begrenzungselement und/oder se kundäre Begrenzungselement angebunden werden, beispielsweise jeweils einge hakt werden bzw. im Betriebszustand aufgelegt werden und für die Überführung in den Stauzustand wieder vom primären Begrenzungselement und dem sekundären Begrenzungselement gelöst werden kann. Bei der Müllbeutelbefestigung handelt es sich vorzugsweise um eine Strebe, die quer zur Zugangsrichtung zwischen ei nem primären Begrenzungselement und einem sekundären Begrenzungselement oder zwischen zwei benachbarten primären Begrenzungselementen verläuft. An der Strebe lassen sich dann entsprechende Müllbeutel befestigen. Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement derart ausge staltet ist, dass Funktionselemente wahlweise austauschbar an dem primären Be grenzungselement montiert werden können. Dadurch lassen sich die primären Be grenzungselemente bedarfsabhängig individuell ausgestalten bzw. anpassen. Bei spielsweise lässt sich eine Ablagefläche gegen eine Müllbeutelbefestigungsvor richtung reversibel austauschen.

Vorzugsweise ist es vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement derart di mensioniert ist, insbesondere hinsichtlich seiner Größe dimensioniert ist, dass das primäre Begrenzungselement auf das sekundäre Begrenzungselement aufsteckbar ist. Durch das Aufstecken des primären Begrenzungselements auf das sekundäre Begrenzungselement wird vermieden, dass das primäre Begrenzungselement seit lich am sekundären Begrenzungselement angeordnet ist und somit die Passage wieder verkleinern würde. Außerdem lässt sich das Aufstecken einfach vom Ordner realisieren.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass im Stauzustand, das primäre Führungselement und das sekundäre Führungselement in einer parallel und/oder quer zur Zugangsrichtung verlaufenden Richtung formschlüssig Zusammenwirken. Dadurch wird die Stabilität der Verbindung zwischen dem primären Begrenzungselement und dem sekundären

Begrenzungselement im Stauzustand signifikant verbessert und es wird verhindert, dass sich z. B. in einer Fluchtsituation versehentlich das primären Begrenzungsele ment vom sekundären Begrenzungselement löst und die Passage blockiert oder sogar Besucher verletzt, die das Veranstaltungsgelände verlassen wollen. Für die formschlüssige Ausbildung ist es vorzugsweise vorgesehen, dass das primäre Füh rungselement an seiner Unterseite und das sekundäre Führungselement an seiner Oberseite eine Profilierung aufweisen, die vorzugsweise komplementär zueinander ausgestaltet sind, so dass das primäre Führungselement und das sekundäre Füh rungselement im Stauzustand in einer parallel und/oder quer zur Zugangsrichtung verlaufenden Richtung formschlüssig Zusammenwirken. Beispielsweise sind das primäre Führungselement und das sekundäre Führungselement an ihren Außensei ten jeweils stufenförmig ausgestalten.

Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement in dem primären Führungselement eine Aussparung, insbesondere in Form eines sich längserstreckenden Schlitzes aufweist, wobei im Stauzustand das sekundäre Füh rungselement des sekundären Begrenzungselements in die Aussparung des pri mären Begrenzungselements eingreift oder das sekundäre Führungselement greift durch die Aussparung durch. Im Falle eines Durchgreifens steht das sekundäre Be grenzungselement im Stauzustand gegenüber dem primären Begrenzungselement in einer vertikalen Richtung vor. Vorzugsweise ist es vorgesehen, dass das sekun däre Begrenzungselement in die Aussparung im sekundären Begrenzungselement derart eingreift, dass an einer Oberseite das primäre Führungselement und das se kundäre Führungselement bündig miteinander abschließen. Ein Vorteil der Ausbil dung dieses Stecksystems ist insbesondere, dass dadurch auf Flaken oder Ähnli ches zum Aufhängen des primären Befestigungselements am sekundären Befesti gungselement verzichtet werden kann, die andernfalls potenziell ein Verletzungsri siko darstellen könnten.

Insbesondere ist es vorgesehen, dass die Anordnung ein bodenseitiges Rahmen element aufweist, wobei das Rahmenelement eine erste Strebe und eine parallel zur ersten Strebe verlaufende zweite Strebe aufweist, wobei das primäre Begren zungselement integral mit der ersten Strebe verbunden ist und das sekundäre Be grenzungselement lösbar an der zweiten Strebe befestigbar ist. Dadurch wird in vorteilhafter Weise bereits eine Anordnung bereitgestellt, die sich als Ganzes ein fach in den Zutrittsbereichs eines Veranstaltungsgeländes integrieren oder installie ren lässt, beispielsweise indem die Anordnung in den Boden eingelassen wird, wo bei vorzugsweise das Rahmenelement in den Boden integriert, bspw. einbetoniert, ist. In vorteilhafter Weise lässt sich die Anordnung als Bausatzelement nutzen, um aus mehreren solchen Rahmenelementen eine Schleusensystem bzw. eine Verein zelungsanlage zu realisieren. Dabei versteht der Fachmann unter einer integralen Ausgestaltung des primären Begrenzungselements mit der ersten Strebe insbeson dere, dass das sekundäre Begrenzungselement, beispielsweise stoffschlüssig mit dem Rahmenelement verbunden ist, so dass es sich nicht lösen lässt. Im Gegensatz dazu lässt sich das sekundäre Begrenzungselement des primären Begrenzungs elements vom Rahmenelement lösen, wobei vorzugsweise das primäre Begren zungselement lösbar montiert ist am Rahmenelement, insbesondere an der zweiten Strebe des Rahmenelements. Insbesondere ist es vorgesehen, dass sich das Rah menelement in einer senkrecht zur Zugangsrichtung verlaufenden Richtung über eine Länge erstreckt, die einen Wert zwischen 1 ,5 m und 2 m, vorzugsweise zwi schen 1 ,8 m und 2 m und besonders bevorzugt etwa 1 ,9 m aufweist. Ferner kann der oben beschriebene Niveauausgleich mittels an dem Rahmenelement vorgese hener Einstellelemente bereitgestellt werden.

In einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass das Rahmenelement eine dritte Strebe aufweist, die parallel zur ersten und der zweiten Strebe verläuft, wobei die zweite Strebe zwischen der ersten und der dritten Strebe verläuft und an der dritten Strebe integral ein weiteres sekundäres Begrenzungselements angeord net ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgese hen, dass die Anordnung mindestens einen Klappmechanismus aufweist, mit dem das erste Begrenzungselement und/oder zweite Begrenzungselement versenkbar

ist, insbesondere im Boden versenkbar ist. Beispielsweise handelt es sich bei dem Klappmechanismus um ein scherenbühnenartiges System, mit dem das primäre Führungselement und/oder das sekundäre Führungselement versenkbar ist im Bo den, so dass die das Veranstaltungsgelände verlassenden Besucher, das Veran staltungsgelände über das versenkte primäre und/oder sekundäre Führungsele ment verlassen können. Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, dass der Klapp mechanismus bevorzugt derart gestaltet ist, dass das primäre Führungselement und/oder das sekundäre Führungselement zur Überführung in den Stauzustand bzw. Betriebszustand eine im Wesentlichen vertikale Bewegung durchführt. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass der Klappmechanismus mittels eines motori schen Antriebs automatisch oder manuell zwischen einem eingefahrenen bzw. ver senkten Zustand und einem ausgefahrenen Zustand überführbar ist.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung einer er findungsgemäßen Anordnung im Zutrittsbereich eines Veranstaltungsgeländes. Alle für die Anordnung beschriebenen Merkmale und Vorteile lassen sich analog auf die Verwendung der Anordnung übertragen und andersherum.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein primäres Begren zungselement und/oder ein sekundäres Begrenzungselement für eine erfindungs gemäße Anordnung vorgesehen. Alle für die Anordnung beschriebenen Merkmale und Vorteile lassen sich analog auf das primäre Begrenzungselement und/oder se kundäre Begrenzungselement übertragen oder andersherum.

Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenstands mit Bezug auf die beigefügten Figuren. Einzelne Merkmale der einzelnen Ausführungsform können dabei im Rahmen der Erfindung miteinander kombiniert werden.

Es zeigt:

Fig.1 : eine Anordnung für ein Schleusensystem einer ersten bevorzugten

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig.2: eine Anordnung für ein Schleusensystem gemäß einer zweiten bevor zugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig.3 und 4: ein Schleusensystem aus Anordnungen gemäß einer dritten bevor zugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 5: eine Anordnung für ein Schleusensystem gemäß einer vierten bevor zugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 6: die Anordnung für das Schleusensystem gemäß der vierten bevor zugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer Seiten ansicht,

Fig. 7: eine Anordnung für ein Schleusensystem gemäß einer fünften bevor zugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, und

Fig. 8: die Anordnung für das Schleusensystem gemäß der fünften bevor zugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer Seiten ansicht.

In Figur 1 ist eine Anordnung 1 für ein Schleusensystem gemäß einer ersten be vorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. In dem in Fi gur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist dabei in der oberen Hälfte einer Anord nung 1 in einer Seitenansicht, insbesondere eine Seitenansicht in Blickrichtung ei ner Zugangsrichtung Z, dargestellt und in der unteren Hälfte eine Draufsicht auf die Anordnung 1. Insbesondere befindet sich eine solche Anordnung 1 in einem Schleusensystem bzw. einer Vereinzelungsanlage, die in dem Zutrittsbereich ei nes Veranstaltungsgeländes zu finden ist. Ein solches Schleusensystem dient ins besondere dazu, Besucher, die von einem Außenbereich in einen Innbereich des Veranstaltungsgeländes gelangen wollen, individuell zu kontrollieren. Durch die Anordnung 1 von einem primären Begrenzungselement 10 und einem sekundären Begrenzungselement 20 wird dabei eine Passage 5 gebildet, die jeder Besucher passieren muss, bevor er Zutritt auf das Veranstaltungsgelände erhält. Vorzugs weise sind am primären Begrenzungselement 10 und/oder sekundären Begren zungselement 20 Sicherheitskräfte bzw. Ordner positioniert, die die einzelnen Be sucher kontrollieren, z. B. hinsichtlich einer Zutrittsberechtigung, wie einem Ticket, oder in Hinblick auf Gegenstände, die nicht auf dem Veranstaltungsgelände er wünscht bzw. erlaubt sind. Insbesondere sind in einer senkrecht zu einer Zu gangsrichtung Z verlaufenden Richtung mehrerer Passagen 5 nebeneinander an geordnet.

Weiterhin ist es vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement 10 ein form stabiles, sich in Zugangsrichtung Z längserstreckendes primäres Führungselement 11 und/oder dass das sekundäre Begrenzungselement 20 ein formstabiles, in Zu gangsrichtung Z längserstreckendes sekundäres Führungselement 21 umfasst.

Die vorzugsweise parallel zueinander verlaufenden primären Führungselemente 11 und sekundären Führungselemente 21 begrenzen seitlich jeweils die Passage 5, die sich entlang der Zugangsrichtung Z längserstreckt. Insbesondere ist es vor gesehen, dass das primäre Begrenzungselement 10 und das sekundäre Begren zungselement 20 in einem Betriebszustand derart angeordnet sind, dass die zwi schen dem primären Begrenzungselement 10 und dem sekundäre Begrenzungs element 20 ausgebildete Passage 5 eine erste Breite B1 aufweist.

Für eine möglichst einfache Kontrolle ist es wünschenswert eine vergleichsweise kleine erste Breite B1 für die Passage 5 im Betriebszustand zu realisieren, um zu vermeiden, dass sich Personen am Sicherheitspersonal vorbeidrängeln. Allerdings ist die minimale Breite der Passage 5 in der Regel durch Sicherheitsbestimmun gen begrenzt, da die Passage, beispielsweise für eine Fluchtsituation ausreichend breit ausgelegt werden muss, um eine sicheres Verlassen des Veranstaltungsge ländes über die Passagen 5 zu ermöglichen. Um eine ausreichende Passagen-

breite für den Fluchtfall bereitstellen zu können, ist es vorgesehen, dass das pri märe Begrenzungselement 10 in einen Stauzustand überführbar ist. Dadurch lässt sich eine senkrecht zur Zugangsrichtung Z bemessene zweite Breite B2 für die Passage bilden, die größer als die erste Breite B1 ist und im Wesentlichen festge legt ist durch einen Abstand zwischen zwei sekundären Begrenzungselementen 20. Hierzu ist es insbesondere vorgesehen, dass das primäre Begrenzungsele ment 10 aus einer Verankerung, insbesondere eine Verankerung am Boden 9, bzw. von einem Befestigungselement lösbar ist. Dabei umfasst die Anordnung 1 aus der Figur 1 in diesem Ausführungsbeispiel ein Rahmenelement 30, an dem im Betriebszustand neben dem primären Begrenzungselement 10 zwei sekundäre Begrenzungselemente 20 befestigt sind. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement 10 in einer quer zur Zugangsrichtung Z verlaufenden Richtung mittig zwischen den zwei sekundären Begrenzungselemen ten 20 angeordnet ist. Weiterhin ist es bevorzugt vorgesehen, dass die sekundä ren Begrenzungselemente 20 integral mit dem Rahmenelement 30 ausgebildet sind, während das primäre Befestigungselement 10 lösbar an einem Befestigungs element am Rahmenelement 30 montiert ist. Das Rahmenelement 30 umfasst bspw. eine erste Strebe 31 , eine zweite Strebe 32 und eine dritte Strebe 33, die vorzugsweise über zwei parallel zueinander verlaufende Querstreben 34 miteinan der verbunden sind. Insbesondere ist es vorgesehen, dass die erste Strebe 31 , die zweite Strebe 32 und die dritte Strebe 33 parallel zueinander, vorzugsweise ent lang der Zugangsrichtung Z, verlaufen. Weiterhin ist es für das in Figur 1 darge stellte Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement 10 zur Überführung in den Stauzustand über ein Schnelllösemechanismus von dem entsprechenden Befestigungselement am Rahmen lösbar ist und dann auf ei nes der sekundären Befestigungselemente 20 aufsteckbar ist. Hierzu ist in das pri märe Befestigungselement 10, insbesondere das primäre Führungselement 11 , in Zugangsrichtung Z länger ausgestaltet als das sekundäre Begrenzungselement 20, insbesondere das sekundäre Führungselement 21. Vorzugsweise ist es vorge sehen, dass das primäre Befestigungselement 10 Pfosten aufweist, die vorzugs weise senkrecht, von dem primären Führungselement 11 abstehen, so dass das primäre Begrenzungselement 11 ein U-förmiges bügelartiges oder geländerartiges Element ausbildet. Gleiches gilt für die sekundären Befestigungselemente 20. Da bei ist es insbesondere vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement 11 insbesondere eine Innenlänge IL zwischen den Pfosten gleich oder größer ist als eine Außenlänge AL zwischen den Pfosten des sekundären Befestigungselements AL. Eine Außenlänge AL unterscheidet sich dabei von einer Innenlänge IL dahin gehend, dass die Außenlänge AL an in Zugangsrichtung Z gesehen außenliegen den Seitenflächen der Pfosten bemessen wird und die Innenlänge IL an in Zu gangsrichtung Z gesehen innenliegenden Seitenflächen der Pfosten bemessen wird. Dadurch ist es möglich, dass im Stauzustand die Pfosten des sekundären Begrenzungselements 20 zwischen den Pfosten des primären Begrenzungsele ments 10 angeordnet sind, wobei die Pfosten des primären Begrenzungselements 10 und des sekundären Begrenzungselements 20 zueinander fluchtend angeord net sind. Vorzugsweise ist es vorgesehen, dass die Innenlänge IL des primären Begrenzungselements 10 und die Außenlänge AL des sekundären Begrenzungs elements derart gestaltet sind, dass das primäre Begrenzungselement 10 passge nau und oder unter Spielanpassung im Stauzustand am sekundären Begren zungselement 20 angeordnet ist.

Bei einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform sind bei dem in Figur 1 dargestellten Schleusensystem zwei Funktionselemente 40 außerhalb der beiden sekundären Begrenzungselemente 20 vorgesehen. Dabei grenzen die beiden Funktionselemente 40 jeweils an eines der beiden sekundären Begrenzungsele mente 20 an. Mit anderen Worten werden zwei Passagen 5 durch das primäre Be grenzungselement 10 voneinander getrennt. Jeweils nach außen hin sind die bei den Passagen 5 durch die sekundären Begrenzungselemente 20 und die zwei Funktionselemente 40 begrenzt. Die Funktionselemente 40 sind jeweils feste Kör per, die einen Staudruck vor der aus der Anordnung 1 gebildeten Schleuse (d.h. in einem Wartebereich) reduzieren können.

In Figur 2 ist eine Anordnung 1 gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungs form der vorliegenden Erfindung dargestellt. Dabei zeigt die Figur 2 in der oberen Hälfte eine Anordnung 1 in einer Seitenansicht, deren Blickrichtung quer zur Zu gangsrichtung Z verläuft und die untere Hälfte zeigt eine Draufsicht auf die Anord nung 1. Dabei ist es vorzugsweise vorgesehen, dass im Gegensatz zu dem Aus führungsbeispiel aus Figur 1 das Rahmenelement 30 hier nur eine erste Strebe 31 und eine zweite Strebe 32 aufweist, die über zwei Querstreben 34 miteinander verbunden sind. Weiterhin ist es vorgesehen, dass das sekundäre Führungsele ment 21 an seiner vom Boden 9 abgewandten Seite eine Profilierung aufweist, die vorzugsweise mit einer Profilierung an einer dem Boden 9 zugewandten Unter seite des primären Führungselements 21 im Stauzustand formschlüssig zusam menwirkt, insbesondere formflüssig in eine quer zur Zugangsrichtung Z verlaufen den Richtung. Dadurch kann in vorteilhafter Weise die Stabilität des zusammenge steckten Systems aus primärem Begrenzungselement 10 und sekundärem Be grenzungselement 20 unterstützt werden. Weiterhin ist es vorgesehen, dass das primäre Begrenzungselement 10 Fußelemente 22 aufweist, die an dem Boden 9 zugewandten Enden der Pfosten angeordnet sind. Dabei sind die Fußelemente 22 in dieselbe Richtung abstehend am Pfosten ausgebildet. Vorzugsweise erstrecken sich die Fußelemente 22 entlang der Zugangsrichtung Z.

In den Figuren 3 und 4 ist ein Schleusensystem bzw. eine Vereinzelungsanlage dargestellt, wobei das Schleusensystem aus zwei Anordnungen 1 gebildet ist, die in einer quer zur Zugangsrichtung Z verlaufenden Richtung nebeneinander ange ordnet sind. Dabei ist es insbesondere vorgesehen, dass hier die jeweiligen An ordnungen 1 derart gestaltet sind, dass zwischen den zwei sekundären Begren zungselementen 20 zwei primäre Begrenzungselemente 10 angeordnet sind. In der gewählten Darstellung der Figur 3 handelt es sich um eine Seitenansicht bei einer Blickrichtung entlang der Zugangsrichtung Z. Weiterhin ist es vorgesehen, dass die Passagen 5 jeweils zwischen dem primären Begrenzungselement 10 und dem sekundären Begrenzungselement 20 ausgebildet werden. Im Bereich zwi schen den beiden primären Begrenzungselementen 10 ist insbesondere ein Funk tionselement 40 vorgesehen. Bei dem Funktionselement 40 handelt es sich bei spielsweise um eine Ablagefläche 43 und/oder um eine Müllbeutelbefestigung, an der ein Müllbeutel 41 befestigt werden kann. Dadurch wird zwischen den primären Begrenzungselementen 10 eine Abfertigungseinrichtung realisiert, die ein Ordner bei seiner Kontrolle der Besucher unterstützt. Beispielsweise gestattet die Ablage fläche 43, dass zu kontrollierende Personen ihre Tasche abstellen können und/o der zum Positionieren von gesicherten Gegenständen. In die Müllbeutel lassen sich zudem umgehend z.B. Getränkeflasche bzw. Leergut entsorgen, das auf dem Veranstaltungsgelände nicht erlaubt ist.

In der Figur 4 ist das Schleusensystem aus der Figur 3 noch einmal in einer Drauf sicht dargestellt und es ist zu erkennen, dass die Ablagefläche 43 und der Müll beutel 41 zwischen den primären Begrenzungselementen 10 angeordnet sind. Da bei ist es vorzugsweise vorgesehen, dass z. B. eine Müllbeutelbefestigung an den primären Führungselementen 11 der primären Begrenzungselemente 10 lösbar montierbar ist, z. B. aufsteckbar ist. Gleiches gilt für die Auflagefläche 43. Dadurch lassen sich für die Überführung der primären Begrenzungselemente 10 in den Stauzustand der Müllbeutel 41 bzw. Müllbeutelbefestigung und die Staufläche 43 einfach entfernen, um anschließend das primäre Begrenzungselement 10 auf das sekundäre Begrenzungselement 20 aufzustecken. In einer alternativen und/oder ergänzenden Ausführungsform ist es bevorzugt vorgesehen, dass das Funktions element 40, beispielsweise die Ablagefläche 43 oder die Müllbeutelbefestigung zur Montage eines Müllbeutels 41 am primären Begrenzungselement 10 ausgebildet ist. Insbesondere ist es vorgesehen, dass dann das primäre Begrenzungselement 10 zwischen einem Gebrauchtzustand und einem Nicht-Gebrauchszustand revisi bel überführbar ist, beispielsweise lässt sich die Ablagefläche 43 derart am pri mären Begrenzungselement 10 oder an dem sekundären Begrenzungselement 20 montieren, dass sie zur Überführung in den Gebrauchtzustand schwenkbar bzw. verklappbar ist, so dass man zur Überführung in den Nicht-Gebrauchszustand die Ablagefläche 43 einfach herabklappen oder hochklappen kann, wobei die Ablage fläche 43 in einem Nicht-Gebrauchszustand parallel zu einer Ebene verläuft, ent lang der sich das primäre Führungselement 21 und die Pfosten des primären Be grenzungselements 21 erstrecken. Insbesondere ist es vorgesehen, durch das An einanderreihen von Rahmenelementen 30, wie sie z. B. in Figur 3 und 4 darge stellt sind, sich in das Schleusensystem im bausatzartig zusammensetzt, wobei

im zusammengesetzten Zustand zwei sekundäre Begrenzungselemente 20 in ei ner quer zur Zugangsrichtung Z verlaufenden Richtung nebeneinander angeordnet sind bzw. aneinander angrenzend angeordnet sind.

In Figur 5 ist eine Anordnung 1 gemäß einer vierten bevorzugten Ausführungs form der vorliegenden Erfindung dargestellt. In Figur 5 ist in der oberen Hälfte eine Anordnung 1 in einer Seitenansicht, insbesondere eine Seitenansicht in Blickrich tung einer Zugangsrichtung Z, dargestellt und in der unteren Hälfte eine Draufsicht auf die Anordnung 1. Bei der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform lässt sich das primäre Begrenzungselement 10 und das Führungselement 11 seitlich durch eine Translationsbewegung in den Stauzustand überführen. Der Fußpunkt des Be grenzungselements 10 ist dabei mit einem Tragelement 13, insbesondere einem Tragblech, verbunden, vorzugsweise biegesteif verbunden. Das Tragelement 13 kann auf Lagern 14 in und/oder auf einer Führung 15 gleiten. Das Tragelement 13 liegt derart in und/oder auf der Führung 15, dass es im Wesentlichen ebenen gleich mit dem Bodenaufbau der aus der Anordnung gebildeten Schleuse ist.

Während es in der Zugangsrichtung betrachtet links offen in der Führung 15 liegt, ist es rechts in einer Tasche 16 im Bodenaufbau aufgenommen. Dabei umgibt die Tasche 16 das Tragelement 13 zumindest teilweise. Wenn das Begrenzungsele ment 10 nun in den Stauzustand verfahren wird, schiebt sich auch das Tragele ment 13 in und/oder auf der Führung 15 unter das sekundäre Begrenzungsele ment 20, gleichzeitig verlagert sich dabei das Tragelement 13, das im Betriebszu stand in der Tasche 16 rechts aufgenommen ist, nun im Stauzustand in den linken Schleusenbereich. Somit ist sichergestellt, dass die Führung 15 immer verschlos sen bzw. abgedeckt ist und kein Hindernis oder keine Stolperfalle für Fußgänger darstellt. Ferner kann somit verhindert werden, dass Gegenstände, Verunreinigun gen oder dergleichen in die Führung gelangen und diese somit blockiert und/oder beschädigt wird. Darüber hinaus ist die Führung 15 in keinem Zustand (d.h. weder im Betriebszustand noch im Fluchtzustand) offen, so dass Personen, die die Schleuse passieren, nicht darüber stolpern können. Pfeile in der Figur 5 deuten die Bewegungsrichtung aus dem Betriebszustand in den Stauzustand an.

In Figur 6 ist im oberen Bereich der Figur ein Schnitt entlang der Zugangsrichtung der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform dargestellt. Die aus der Anordnung 1 gebildete Schleuse weist Anrampungen 45 an beiden Seiten in der Zugangsrich tung Z auf, die einen erhöhten Bodenbereich in dem mittigen Bereich der

Schleuse mit dem umgebenden Bodenniveau verbinden, so dass Personen die Schleuse problemlos und ohne eine große Stufe überwinden zu müssen, betreten können. Somit ist weiterer Bauraum im Bodenbereich der aus der Anordnung 1 gebildeten Schleuse geschaffen. Das Tragelement 13 weist in dem in Figur 6 dar gestellten Schnitt eine im Wesentlichen rechteckige Form auf, so dass es die Füh rung 15 in der Zugangsrichtung nahezu vollständig ausfüllt. Ferner kann das Tra gelement 13 mit dem primären Begrenzungselement 10 eine im Wesentliche T-förmige Form bilden, die an dem Fußpunkt des primären Begrenzungselements 10 in der Zugangsrichtung flanschartig von dem primären Begrenzungselement 10 vorsteht. Das Tragelement 13 ist dabei so in der Führung 15 aufgenommen, dass es im Wesentlichen auf demselben Niveau liegt wie der Boden der aus der Anord nung gebildeten Schleuse. Das Tragelement 13 kann auch integral mit dem pri mären Begrenzungselement 10 ausgebildet sein. Im unteren Bereich der Figur 6 ist ein vergrößerter Ausschnitt des oberen Bereichs aus Figur 5 dargestellt. Bei dem im unteren Bereich der Figur 6 dargestellten Zustand befindet sich das pri märe Begrenzungselement 10 in dem Stauzustand (d.h. in der Zugangsrichtung in der linken Position). Zu erkennen ist, dass die Tasche 16 in diesem Fall leer ist und der in der Zugangsrichtung linke Bereich des Tragelements 13 unter dem se kundären Begrenzungselement 20 und/oder unter dem Funktionselement 40 an geordnet ist. IN diesem Fluchtzustand können flüchtende Personen über die Ta sche 16 und über das Tragelement 13 hinweglaufen. Bei der Führung 15 kann es sich beispielsweise um eine Führungsschiene und/oder ein Führungsprofil han deln.

In Figur 7 ist eine Anordnung 1 gemäß einer fünfte bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Bei der in Figur 7 dargestellten Ausfüh rungsform ist dabei in der oberen Hälfte eine Anordnung 1 in einer Seitenansicht, insbesondere in einer Seitenansicht in Blickrichtung einer Zugangsrichtung Z, dar gestellt und in der unteren Hälfte eine Draufsicht auf die Anordnung 1. Bei der in Figur 7 dargestellte Ausführungsform ist das primäre Begrenzungselement 10 als Teleskoparm ausgebildet und ist mit einem Klappmechanismus an einem Fuß-punkt des primären Begrenzungselements 10 versehen. Damit lässt sich das obere Teil des primären Begrenzungselements 10 zusammen mit dem Führungs element 11 absenken und anschließend das untere Teil des primären Begren zungselements 10 durch seitliches Wegklappen in den Stauzustand überführen. Der Senk- und Klappmechanismus lässt sich händisch oder elektrische durch eine entsprechende Mechanik auslösen. In dem Stauzustand ist dann das primäre Be grenzungselement 10 und das Führungselement 11 in dem Bodenbereich der aus der Anordnung 1 gebildeten Schleuse aufgenommen, so dass personen problem los die Schleuse passieren können.

In Figur 8 ist die fünfte Ausführungsform in einer Seitenansicht quer zu der Zu gangsrichtung Z dargestellt.

Ausführunqsformen der vorliegenden Erfindung können insgesamt oder teilweise miteinander kombiniert werden, um neue Ausführunqsformen zu erlangen. Mit an-deren Worten können einzelne Merkmale von Ausführunqsformen mit Merkmalen von anderen Ausführunqsformen kombiniert werden.

Bezuqszeichen:

1 Anordnung

5 Passage

9 Boden

10 primäres Begrenzungselement

11 primäres Führungselement

13 Tragelement

14 Lager

15 Führung

16 Tasche

20 sekundäres Begrenzungselement

21 sekundäres Führungselement

22 Fußelement

30 Rahmenelement

31 erste Strebe

32 zweite Strebe

33 dritte Strebe

34 Querstrebe

40 Funktionselement

41 Müllbeutel

43 Ablagefläche

45 AnrampungAL Außenlänge IL Innenlänge

Z Zugangsrichtung

B1 erste Breite

B2 zweite Breite