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1. WO2020104401 - LUFTFÜHRUNG AN EINEM KÜCHENGERÄT

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Luftführung an einem Küchengerät

Die Erfindung betrifft ein Küchengerät. Insbesondere betrifft die Erfindung die Führung eines Luftstroms durch ein Küchengerät.

Ein Küchengerät umfasst ein Gehäuse und eine darin angebrachte Funktionskomponen te. Die Funktionskomponente kann im Betrieb Abwärme generieren, die abgeführt werden soll. Dazu kann ein Strom von Luft aus einer Umgebung angesaugt und an die Kompo nente geführt werden, um dort Wärme aufzunehmen und aus dem Gehäuse herauszu transportieren.

Allerdings kann das Küchengerät einer Atmosphäre ausgesetzt sein, die Feuchtigkeit, Fett oder andere Verunreinigungen umfasst, die durch die Luft ins Gehäuse transportiert wer den können. Eine Oberfläche der Funktionskomponente kann beschädigt werden oder es können so viele Fremdkörper daran abgelagert werden, dass ein Wärmeaustausch beein trächtigt ist.

US 7 232 225 schlägt vor, eine Fließrichtung von Kühlluft durch ein Gerät bei Bedarf um zukehren, indem ein Lüfter mechanisch gewendet wird. US 6 561 655 B2 betrifft die Ver wendung eines flexiblen Ansaugkanals, um einen Ansaugbereich für Kühlluft für ein Gerät wählen zu können. DE 10 2016 206 320 A1 zeigt eine Dunstabzugshaube mit einem drehbaren Luftleitelement.

Eine der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht in der Angabe ei nes verbesserten Küchengeräts, das eine variable Führung von Kühlluft erlaubt. Die Er findung löst diese Aufgabe mittels der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche. Unter ansprüche geben bevorzugte Ausführungsformen wieder.

Ein Küchengerät umfasst ein Gehäuse, das einen Einlassbereich und einen Funktionsbe reich umschließt; und einen Luftkanal zur Führung von Luft vom Einlassbereich in den Funktionsbereich und von dort in einen Außenbereich. Der Einlassbereich weist mehrere Einlassöffnungen für Luft vom Außenbereich auf und die Einlassöffnungen sind zum Ein lassen von Luft aus verschiedenen Richtungen oder an verschiedenen Stellen eingerich tet. Ferner ist ein Leitelement vorgesehen, um Luft selektiv von der ersten und/oder von der zweiten Einlassöffnung in den Einlassbereich zu leiten.

Dadurch kann die Luftführung durch das Gehäuse verbessert einem individuellen Anwen dungsfall angepasst werden. Das Leitelement kann so verstellt werden, dass die Luft von derjenigen Einlassöffnung angesaugt wird, die weniger mit Feuchtigkeit, Fett oder Fremd körpern belastet ist. Ein Filter für die eintretende Luft kann entfallen. Das Küchengerät kann verbessert insbesondere im Bereich eines Kochfeldes oder einer Kochstelle einge setzt werden. Auch das Ansaugen warmer Luft aus dem Bereich der Kochstelle kann ver hindert werden. Ein Wartungsaufwand des Küchengeräts kann verringert und eine Le bensdauer verlängert sein. Insgesamt kann das Küchengerät zuverlässiger betrieben werden.

Bevorzugt umfasst das Küchengerät eine im Funktionsbereich angeordnete elektrische Baugruppe mit einem Kühlelement, wobei der Luftkanal derart geführt ist, dass ein Luft strom durch den Luftkanal an dem Kühlelement entlangführt. Das Kühlelement kann die Oberfläche eines sich im Betrieb erwärmenden Bauelements umfassen, beispielsweise eines Mikroprozessors, eines Verstärkers oder einer Lampe. Das Kühlelement kann je doch auch speziell zum Kühlen bzw. Verteilen von Wärme eines sich im Betrieb erwär menden Elements umfassen. Beispielsweise kann das Kühlelement einen Kühlkörper oder ein Ende eines Wärmerohrs („heat pipe“) umfassen.

Die Einlassöffnungen sind bevorzugt dazu eingerichtet, die Luft aus verschiedenen Rich tungen oder an verschiedenen Stellen des Gehäuses parallel zu einer Ebene einzulassen. Die Ebene kann insbesondere parallel zu einer üblichen Arbeitsebene liegen, beispiels weise zu einer Auflagefläche für Kochgeschirr an einem Herd, einer Oberfläche einer Ar beitsplatte oder einem Fußboden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform lie gen die Einlassöffnungen einander am Küchengerät gegenüber. Das Küchengerät kann insbesondere zur Anbringung an einer Unterseite eines Ober- oder Hängeschranks einge richtet sein. Die Einlassöffnungen können Luft insbesondere seitlich einlassen, wenn ein Benutzer vor dem Küchengerät steht. Ein Auslass für Luft aus dem Gehäuse kann dabei in einer vom Benutzer abgewandten Richtung erfolgen. Andere Richtungen sind auch möglich. Insbesondere kann eine Position einer Einlassöffnung entlang einer Begrenzung des Küchengeräts mittels des Leitelements variiert werden. In der oben genannten Aus führungsform, in welcher Luft seitlich angesaugt wird, können beispielsweise die Tiefe und/oder der Abstand der Einlassöffnung von einer dem Benutzer zugewandten Vorder seite oder einer vom Benutzer abgewandten Hinterseite variabel gestaltet sein.

In einer Ausführungsform umfasst das Leitelement eine einstückig am Gehäuse ausgebil dete Blende, die wenigstens eine der Einlassöffnungen verschließt. Dabei weist die Blen de eine Sollbruchstelle zum restlichen Gehäuse auf. Die Blende kann insbesondere bei einer Montage oder vor einer Inbetriebnahme des Küchengeräts aus dem Gehäuse ge brochen werden, um die zugeordnete Einlassöffnung freizugeben. Im Bereich einer Ein lassöffnung, die verschlossen bleiben soll, kann eine zugeordnete Blende am Gehäuse belassen werden. Dadurch kann eine kostengünstige Variabilität erzeugt werden, die eine wenigstens einmalige Anpassung des Küchengeräts an eine bevorzugte Einsaugrichtung für Luft ermöglichen kann.

In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Leitelement eine Blende, wobei das Ge häuse im Bereich des Einlassbereichs dazu eingerichtet ist, die Blende an verschiedenen Stellen des Gehäuses aufzunehmen oder zu halten, um selektiv eine der Einlassöffnun gen partiell oder vollständig zu verschließen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass nicht versehentlich sämtliche Einlassöffnungen verschlossen bleiben, wenn das Küchen gerät montiert oder in Betrieb genommen wird. Ein Querschnitt der freigegebenen Ein lassöffnungen kann in dieser Ausführungsform vorbestimmt sein.

Es ist weiterhin bevorzugt, dass ein Übergang vom Einlassbereich zum Funktionsbereich senkrecht zu beiden Richtungen der Einlassöffnungen verläuft. Insbesondere kann der Übergang in vertikaler Richtung verlaufen, wenn die Einlassöffnungen in horizontaler Richtung verlaufen. Der Teil des Luftkanals, der durch den Funktionsbereich verläuft, kann dabei unabhängig von dem Leitelement unveränderlich ausgeführt sein. Das Führen von Luft zwischen den Einlassöffnungen und dem Übergang kann leichter gestaltet wer den.

Das Leitelement kann eine bewegliche Blende umfassen, die dazu eingerichtet ist, einen Durchlass zwischen dem Einlassbereich und dem Funktionsbereich in einen ersten und einen zweiten Teildurchlass aufzuteilen. Dabei führt der erste Teildurchlass nur zur ersten Einlassöffnung und der zweite Teildurchlass nur zur zweiten Einlassöffnung. Ein Verhält nis von Querschnitten der Teildurchlässe ist dabei von einer Stellung der Blende abhän gig. So kann nicht nur die gesamte eingesaugte Luft alternativ von der ersten oder der zweiten Einlassöffnung bezogen werden, sondern es sind auch praktisch beliebige Mi schungsverhältnisse von Luft von den beiden Einlassöffnungen realisierbar.

Dies kann beispielsweise vorteilhaft sein, wenn im Bereich der ersten Einlassöffnung tro ckene, aber warme Luft und im Bereich der zweiten Einlassöffnung kalte, aber feuchte oder fettige Luft angesaugt werden kann. Durch Wahl eines geeigneten Mischungsver hältnisses kann insgesamt ausreichend kühle und ausreichend trockene Luft in den Funk tionsbereich geführt werden. Die verschiedenen Luftströme können insbesondere im Ein lassbereich zusammengeführt und miteinander vermischt oder verwirbelt werden.

Es ist weiterhin bevorzugt, dass die Blende in verschiedenen Stellungen jeweils radial auf eine vorbestimmte Achse ausgerichtet ist. Die Aufteilung des Durchlasses in Teildurchläs se kann dadurch verbessert feinfühlig erfolgen. Ein Mischungsverhältnis von Luft, die durch die verschiedenen Einlassöffnungen tritt, kann genauer definiert werden.

Es ist außerdem bevorzugt, dass der Durchlass die Form eines Kreissegments aufweist. Das Kreissegment kann einen Mittelpunkt umfassen, durch den die genannte Achse ver läuft. Ein Querschnitt des Durchlasses kann dadurch maximiert sein.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist im Bereich des Durchlasses ein Fil terelement angeordnet, das im Luftkanal zwischen dem Einlassbereich und dem Funkti onsbereich liegt. In anderen Ausführungsformen kann das Filterelement auch an einer anderen Stelle am Gehäuse oder im Luftkanal angeordnet sein. Das Filterelement ist be vorzugt flach ausgeführt, beispielsweise in Form einer Filtermatte oder eines Vliesfilters. In einer weiter bevorzugten Ausführungsform kann das Filterelement für einen Benutzer des Küchengeräts austauschbar sein. Optional können auch mehrere Filterelemente ver wendet werden, beispielsweise ein Fettfilter und ein Geruchsfilter. Ein Fettfilter kann als Labyrinthfilter und ein Geruchsfilter als Aktivkohlefilter ausgeführt sein.

Das Küchengerät kann ferner ein Gebläse zur Förderung eines Luftstroms vom Einlass bereich in den Funktionsbereich und von dort in einen Außenbereich umfassen. Das Ge bläse kann alternativ einen Axial- oder Radiallüfter umfassen. Bevorzugt liegt das Geblä se stromabwärts einer Baugruppe, die mittels der im Küchengerät geführten Luft gekühlt werden soll.

In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Küchengerät eine Auslassöffnung für Luft zwischen dem Funktionsbereich und einem Außenbereich. Die Auslassöffnung ist bevor-

zugt dazu eingerichtet, Luft in einer Richtung aus dem Gehäuse zu entlassen, die parallel zu einer Ebene verläuft, in der Luft in das Gehäuse eingelassen wird. Insbesondere ist bevorzugt, dass die Luft in horizontaler Richtung ein- und austritt. Zwischen einer Einlass richtung und einer Auslassrichtung kann trotzdem ein rechter oder stumpfer Winkel einge schlossen sein.

Die Erfindung wird nun unter Bezug auf die beiliegenden Figuren genauer beschrieben, in denen:

Figur 1 ein beispielhaftes Küchengerät;

Figur 2 ein Küchengerät in einer weiteren Ausführungsform;

Figur 3 ein Küchengerät in noch einer weiteren Ausführungsform; und

Figur 4 das Küchengerät von Figur 3 in einer anderen Ansicht

darstellt.

Figur 1 zeigt ein exemplarisches Küchengerät 100, das bevorzugt zur Anbringung an der Unterseite einer horizontalen Fläche eingerichtet ist. Die horizontale Fläche kann bei spielsweise die Unterseite eines Oberschranks 105 umfassen. Unter dem Küchengerät 100 kann sich eine bevorzugt horizontale Oberfläche erstrecken, die beispielsweise eine Arbeitsplatte 110 oder ein Kochfeld umfassen kann. Das Küchengerät 100 kann insbe sondere eine berührungslose Interaktionseinheit umfassen, die dazu eingerichtet ist, mit tels eines Projektors ein Bild auf eine Fläche zu projizieren und/oder mittels einer Tiefen kamera eine Geste im Bereich des Küchengeräts 100 zu erfassen. Ein weiteres Küchen gerät, beispielsweise ein Kochfeld, ein Herd, ein Geschirrspüler, ein elektronisches Koch buch, ein Backofen oder eine andere steuerbare Vorrichtung kann in Abhängigkeit einer erfassten Geste gesteuert werden. Dabei kann die Geste insbesondere im Kontext mit einem projizierten Bild interpretiert werden.

Das Küchengerät 100 umfasst ein Gehäuse 1 15, das einen Einlassbereich 120 und einen Funktionsbereich 125 umschließt. Der Einlassbereich 120 kann an allen Seiten durch das Gehäuse 1 15 umschlossen sein; in der dargestellten Ausführungsform ist er an einer Sei te - hier der Oberseite - durch ein Montageelement 135 verschließbar, das an dem Ober schrank 105 angebracht werden kann, bevor das Gehäuse 1 15 am Montageelement 135 angebracht wird. Zwischen dem Montageelement 135 und dem Gehäuse 1 15 kann ein

Verriegelungsmechanismus zum einfachen Anbringen und/oder Entfernen vorgesehen sein. In einer weiteren Ausführungsform kann der Einlassbereich 120 an einer Seite durch ein Element wie den Oberschrank 105 abgeschlossen sein.

Der Einlassbereich 120 weist wenigstens eine erste Einlassöffnung 140 und eine zweite Einlassöffnung 145 auf, die jeweils zum Durchtritt von Luft von einem Außenbereich in den Einlassbereich 120 eingerichtet sind. Richtungen, entlang derer die Luft durch die Einlassöffnungen 140, 145 treten kann, und/oder Positionen der Einlassöffnungen 140, 145 am Gehäuse 115 sind dabei verschieden.

Zwischen dem Einlassbereich 120 und dem Funktionsbereich 125 ist ein Durchlass 150 vorgesehen, der einen Durchtritt von Luft in einer Richtung ermöglicht, die bevorzugt mit einer Richtung von durch eine der Lufteinlässe 140, 145 eintretenden Luft einen Winkel von ca. 90° einschließt. Durch die Einlassöffnungen 140, 145 kann Luft in Richtungen durchtreten, die bevorzugt parallel zu einer Ebene verlaufen. Diese Ebene kann insbe sondere parallel zur Arbeitsplatte 1 10 oder einer Unterseite des Oberschranks 105 verlau fen. Der Durchtritt von Luft durch den Durchlass 150 verläuft dann bevorzugt in einer im Wesentlichen vertikalen Richtung.

Im Funktionsbereich 125 ist bevorzugt eine Funktionskomponente 130 angeordnet, die insbesondere ein Netzteil, eine Kommunikationseinrichtung, eine Verarbeitungseinrich tung, einen Projektor oder eine Kamera, insbesondere eine Tiefenkamera, umfassen kann. Der Projektor kann dazu eingerichtet sein, eine Projektion auf eine Oberfläche, ins besondere der Arbeitsplatte 1 10, zu werfen und die Kamera dazu, eine Interaktion eines Objekts mit der Projektion zu bestimmen. Das Objekt kann insbesondere eine Hand oder einen Finger eines Benutzers umfassen. Der Benutzer kann so flexibel mit dem Küchen gerät 100 interagieren. Die Interaktion kann dazu verwendet werden, das Küchengerät 100 oder ein anderes Haus- oder Küchengerät wie etwa einen Herd, einen Ofen oder ein elektronisches Rezeptbuch, zu steuern. Weitere Anwendungen sind ebenfalls denkbar, beispielsweise Videotelefonie oder eine Steuerung einer Beleuchtung in der Umgebung.

Die Funktionskomponente 130 kann mittels Luft gekühlt werden, die durch einen Luftkanal 155 geführt wird, der eine oder beide Einlassöffnungen 140, 145, den Durchlass 150, ei nen Abschnitt des Funktionsbereichs 125 und/oder eine Auslassöffnung 160 zu einem Außenbereich umfassen kann.

Beispielsweise im Bereich des Durchlasses 150 oder im Bereich der Auslassöffnung 160 kann ein Filterelement 165 vorgesehen sein, das dazu eingerichtet sein kann, Feuchtig keit, Fett oder Fremdkörper aus einem durch den Luftkanal 155 tretenden Luftstrom zu rückzuhalten oder abzuscheiden. Das Filterelement 165 ist bevorzugt flach ausgeführt, beispielsweise als Filtermatte oder Filtervlies. Ferner kann im Luftkanal 155 ein Gebläse 170 vorgesehen sein, um einen vorbestimmten Strom von Luft durch den Luftkanal 155 zu fördern. Das Gebläse 170 ist bevorzugt im Funktionsbereich 125 aufgenommen und liegt weiter bevorzugt stromaufwärts der Funktionskomponente 130.

Es wird vorgeschlagen, im Bereich des Luftkanals 155 ein Leitelement vorzusehen, das dazu eingerichtet ist, Luft selektiv von der ersten und/oder der zweiten Einlassöffnung 140, 145 in den Einlassbereich 120 zu leiten. Die Zuführung von Luft durch eine der Ein lassöffnungen 140, 145 in Richtung des Durchlasses 150 kann dabei teilweise oder voll ständig durch das Leitelement versperrt sein.

Figur 2 zeigt ein Küchengerät 100 in einer weiteren Ausführungsform. Ein Leitelement 205 kann an wenigstens zwei unterschiedlichen Positionen am Gehäuse 115 angebracht wer den. Dabei kann es in einer ersten Position die erste Einlassöffnung 140 ganz oder teil weise verschließen, und in einer zweiten Position die zweite Einlassöffnung 145, ebenfalls ganz oder teilweise. Es können auch weitere Einlassöffnungen 140, 145 vorgesehen sein, von denen eine oder mehrere mittels des dargestellten oder eines zugeordneten Leitele ments 205 verschlossen werden können. Das Leitelement 205 kann in Form einer Blende ausgeführt sein. In der dargestellten Ausführungsform kann das Leitelement 205 von oben in eine dafür vorgesehene Aussparung oder Arretierung am Gehäuse 1 15 einge setzt und dort sicher gehalten werden. Das Leitelement 205 liegt bevorzugt auf einer In nenseite des Gehäuses 115 bzw. des Einlassbereichs 120. Das Leitelement 205 kann verbessert zugänglich sein, wenn das Küchengerät 100 vom Oberschrank 105 oder dem Montageelement 135 abgenommen ist. Das Verstellen des Leitelements 205 von einer Position in eine andere kann ein Entnehmen des Leitelements 205 in vertikaler Richtung, ein Repositionieren und ein vertikales Einsetzen erfordern.

In einer weiteren Ausführungsform kann das Leitelement 205 auch verschiebbar ange ordnet sein, um einen variablen Teil wenigstens einer der Einlassöffnungen 140, 145 ab zudecken oder die Position der Einlassöffnung 140, 145 zu variieren. Die Verschiebbar- keit kann insbesondere parallel zur Arbeitsplatte 1 10 oder der Unterseite des Ober schranks 105 ermöglicht sein. Dabei kann ein stufenloses oder gerastertes Verschieben ermöglicht sein.

Figur 3 zeigt ein Küchengerät 100 in noch einer weiteren Ausführungsform. In einer obe ren Darstellung befindet sich das Leitelement 205 in einer ersten Position und in einer unteren Darstellung in einer zweiten Position. Das Leitelement 205 ist wieder als Blende ausgebildet und kann bezüglich des Gehäuses 115 in unterschiedliche Positionen bewegt werden. Dabei wird der Durchlass 150 zwischen dem Einlassbereich 120 und dem Funk tionsbereich 125 in einen ersten Teildurchlass 305 und einen zweiten Teildurchlass 310 aufgeteilt. Gleichzeitig kann der Einlassbereich 120 in einen ersten Abschnitt 315 und einen zweiten Abschnitt 320 aufgeteilt werden. Der erste Abschnitt 315 stellt eine fluide Verbindung für Luft zwischen der ersten Einlassöffnung 140 und dem ersten Teildurchlass 305 bereit; der zweite Abschnitt 320 eine korrespondierende fluide Verbindung für Luft zwischen der zweiten Einlassöffnung 145 und dem zweiten Teildurchlass 310. Die Ab schnitte 315, 320 sind mittels des Leitelements 205 bevorzugt wenigstens annähernd flu iddicht voneinander getrennt. Eine Position des Leitelements 205 verändert ein Verhältnis von Querschnitten der Teildurchlässe 305 und 310. Außerdem kann ein Verhältnis von Volumina der Abschnitte 315 und 320 in ähnlicher Weise verändert werden. Je weiter das Leitelement 205 in Richtung der ersten Einlassöffnung 140 bewegt wird, desto kleiner sind der erste Teildurchlass 305 und der erste Abschnitt 315 des Einlassbereichs 120, gleich zeitig werden der zweite Teildurchlass 310 und der zweite Abschnitt 320 des Einlassbe reichs 120 vergrößert. Bei Bewegung des Leitelements 205 in entgegengesetzter Rich tung, zur zweiten Einlassöffnung 145, ist der umgekehrte Effekt zu beobachten.

Ein Mischungsverhältnis von Luft, das durch den Durchlass 150 vom Einlassbereich 120 in den Funktionsbereich 125 tritt, kann durch die Position des Leitelements 205 beein flusst werden. In der oberen Darstellung von Figur 3 wird Luft zu annähernd gleichen Tei len durch die Einlassöffnungen 140 und 145 angesaugt. In der unteren Darstellung wird Luft ausschließlich durch die zweite Einlassöffnung 145 eingesaugt, der wirksame Quer schnitt des ersten Teildurchlasses 305 entspricht hierbei null.

Das Leitelement 205 kann in einer Ausführungsform in unterschiedlichen Positionen pa rallel versetzt werden. Die Positionen können insbesondere bezüglich einer Eintrittsrich tung von Luft durch eine der Einlassöffnungen 140, 145 versetzt sein. In der dargestellten Ausführungsform ist das Leitelement 205 dazu eingerichtet, in unterschiedlichen Positio nen jeweils radial in Richtung einer vorbestimmten Achse 325 zu weisen, die sich bevor zugt in einer vertikalen Richtung erstreckt. Insbesondere kann die Achse 325 senkrecht zur Oberfläche der Arbeitsplatte 1 10 oder einer Unterseite des Oberschranks 105 verlau fen. Ferner kann sich die Achse 325 senkrecht zu einer Ebene erstrecken, zu der parallel Luft durch die Einlassöffnungen 140, 145 tritt. Der Durchlass 150 kann dabei die Form eines Kreissegments, insbesondere bezüglich der Achse 325 aufweisen. Das Leitelement 205 kann um die Achse 325 drehbar oder schwenkbar angeordnet sein. Das Verändern der Position des Leitelements 205 kann ein Abnehmen des Geräts 100 vom Montageele ment 135 oder dem Oberschrank 105 erfordern.

Figur 4 zeigt eine weitere Ansicht des Küchengeräts 100 von Figur 3. Dabei befindet sich das Leitelement 205 in der Position der unteren Darstellung von Figur 3. Es ist zu sehen, dass Luft ausschließlich durch die zweite Einlassöffnung 145 in den Einlassbereich 120 des Gehäuses 115 eintritt.

In der dargestellten Ausführungsform ist eine beispielhafte Skala 405 am Gehäuse 115 angegeben, das zu unterschiedlichen Positionen des Leitelements 205 jeweils ein Mi schungsverhältnis von Luft durch die unterschiedlichen Einlassöffnungen 140, 145 ange ben kann, beispielsweise als Bruch oder in Prozent. Beispielhafte Angaben umfassen: 1/1 ; ! ; 50 % oder 25:75, andere Bezeichnungen oder Schreibweisen sind ebenfalls mög lich. Skalenwerte können jeweils an Positionen angegeben sein, in denen das Leitelement 205 angeordnet werden kann, oder auch in regelmäßigen Abständen zwischen Enden der Skala 405.

Bezugszeichen

100 Küchengerät

105 Oberschrank

110 Arbeitsplatte

115 Gehäuse

120 Einlassbereich

125 Funktionsbereich

130 Funktionskomponente

135 Montageelement

140 erste Einlassöffnung

145 zweite Einlassöffnung

150 Durchlass

155 Luftkanal

160 Auslassöffnung

165 Filterelement

170 Gebläse

205 Leitelement

305 erster Teildurchlass

310 zweiter Teildurchlass

315 erster Abschnitt des Einlassbereichs

320 zweiter Abschnitt des Einlassbereichs

325 Achse

405 Skala