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1. WO2020104052 - VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR BLUTSTILLUNG AN EINER PUNKTIONSSTELLE EINER FISTEL

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Ansprüche

1. Vorrichtung zur Blutstillung an einer Punktionsstelle einer Fistel, wobei die Vorrichtung eine Manschette mit einer oder mehreren mit Fluid gefüllten oder befüllbaren Kammern aufweist, von denen wenigstens eine ausgebildet ist, auf der Punktionsstelle angeordnet zu werden, und wobei die Vorrichtung eine Sensorik aufweist, die ausgebildet ist, den Zustand der Fistel und/oder der Punktionsstelle zu überwachen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckregelungsvorrichtung vorhanden ist, die den Druck in der oder den Kammern der Manschette auf einen bestimmten Sollwert oder in einen bestimmten Sollwertbereich regelt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckregelungsvorrichtung ausgebildet ist, den Druck in der oder den Kammern der Manschette in Abhängigkeit eines oder mehrerer Parameter zu regeln, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Druckreglungsvorrichtung

ausgebildet ist, den Druck in Abhängigkeit eines oder mehrerer von der Sensorik erfasster Messwerte zu regeln.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drucksensor vorhanden ist, der den Druck in der oder den Kammern der Manschette erfasst.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette ein oder mehrere Rippen und/oder sonstige Polster in Längs- und/oder in Querrichtung der Manschette aufweist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen und/oder Polster auf der Innenseite und/oder auf der Außenseite der Manschette angeordnet sind.

7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Rippen oder Polster fluidgefüllt und vorzugsweise luftgefüllt sind und untereinander verbunden oder voneindander getrennt sind.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Versteifungselemente, insbesondere Versteifungsrippen vorhanden sind, die sich Vorzugsweise auf der Außenseite der Manschette befinden.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite der Kammer aus einem härteren und/oder weniger elastischen Material besteht als die Innenseite der Kammer und/oder dass die Kammer aus einem transparenten Material besteht.

10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschette entlang Ihrer Längsrichtung eine konstante oder eine variierende Breite aufweist.

11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens ein Druckregelventil aufweist, das ausgebildet ist, den Druck in der Kammer auf einen bestimmten, vorzugsweise patientenspezifischen Wert zu regeln und/oder dass die Vorrichtung wenigstens ein Rückschlagventil aufweist, das angeordnet ist, das Rückströmen von Fluid aus der Kammer zu verhindern, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass Aktivierungsmittel vorhanden sind, die ausgebildet sind, das Rückschlagventil nur in einem Störfall zu aktivieren.

12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer mit einer Fluidzufuhr in Verbindung steht oder verbindbar ist, mittels derer Fluid, vorzugsweise Luft in die Kammer ein- fühbar ist, wobei vorzugsweise vorgesehen, dass die Fluidzufuhr über ein Ventil verfügt, mittels dessen die Zufuhr und/oder die Abfuhr von Fluid in die Kammer bzw. aus der Kammer unterbunden oder freigegeben werden kann.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhr ein Druckluftreservoir, einen Druckluftspeicher in einem Blutbehandlungsgerät oder eine Pumpe umfasst.

14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik einen Temperatursensor umfasst, der ausgebildet ist, die Temperatur der Fistel zu erfassen, und/oder dass die Sensorik einen optischen Sensor zur Erkennung des Gerinnungszustands an der Punktionsstelle umfasst und/oder dass die Sensorik einen akustischen Sensor und/oder Drucksensor zur Überwachung des Blutflusses in der Fis- tel umfasst und/oder dass die Sensorik einen Feuchtigkeitssensor umfasst und/oder dass die Sensorik ein Körperschallmikrophon oder ein Piezoele- ment zur Erfassung der Pulsschläge umfasst und/oder dass die Sensorik Mittel zur Erfassung des Schwingungsverhaltens der Fistel umfasst.

15. Verfahren zur Blutstillung an einer Punktionsstelle einer Fistel mittels einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren das anlegen der Manschette um den Arm eines Patienten, das Erzeugen eines Drucks in der Kammer der Manschette und die Überwachung des Zustandes der Fistel und/oder der Punktionsstelle umfasst.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in der Kammer auf einen Wert geregelt wird, der patientenspezifisch ist oder von einem oder von mehreren Parametern abhängt.

17. Blutbehandlungsgerät, insbesondere Dialysegerät, wobei das Blutbehandlungsgerät mit einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgeführt ist.