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1. WO2020104001 - EVAKUIERUNGSSYSTEM, INSBESONDERE FÜR KINDER

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Beschreibung

Evakuierungssystem, insbesondere für Kinder.

Die Erfindung betrifft ein Evakuierungssystem, insbesondere für Kinder.

Als Evakuierung wird das Räumen von Gebieten oder Gebäuden bezeichnet. Meist findet sich der Begriff im Zusammenhang mit Gefahrenstellen wie Katastrophengebieten, zum Beispiel Über schwemmungen, Bränden oder Bombenalarmen. Die Zeit einer Eva kuierung wird als Evakuierungsdauer bezeichnet.

Schematisch kann der Ablauf einer Evakuierung in folgende Phasen eingeteilt werden:

- Entdeckung der Gefahr

- Meldung der Gefahr

- Verständigung der Sicherheitsorganisationen - Feuerwehr - Rettung

- Entscheidung über Evakuierung

- Auslösung eines Alarms

- Reaktion der Personen auf den Alarm

- Bewegung der Personen zu Fuß zu einem Sammelplatz

- Weitertransport der Personen mit Fahrzeugen an einen si cheren Ort .

Damit Evakuierungen im Ernstfall auch geordnet und rasch ab laufen werden, werden beispielsweise in Brandschutzverordnun-gen Regelungen festgelegt, welche beschreiben, was bei einem Alarmierungsfall geschehen soll.

Diese Regelungen haben dann besondere Bedeutung, wenn sie Einrichtungen betreffen, in denen aufgrund erschwerter Evaku-ierungs- und Rettungsbedingungen ein erhöhtes Gefahrenpoten tial für die sich darin aufhaltenden Menschen bei einem Not fall wie beispielsweise einem Brand gegeben ist.

BESTATIGUNGSKOPIE

Dazu gehören Kinderbetreuungseinrichtungen oder aber auch Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime.

In Kinderbetreuungseinrichtungen haben Obsorgeberechtigte, Rechtsträger und ihr Personal, sowie Behörden die Pflicht, Kinder zu schützen, da Selbstschutz noch nicht möglich ist. Dies trifft im Besonderen auf Kinder in Kindergärten zu, die aufgrund ihrer Entwicklung nicht in der Lage sind, Gefahren zu erkennen und einzuschätzen.

In diesen Bereichen ist es daher notwendig jene Sicherheits vorkehrungen zu treffen, die dazu beitragen, Evakuierungen auch dann gesichert und rasch durchzuführen, wenn sich das Betreuungspersonal der Kinderbetreuungseinrichtung nicht auf jedes einzelne Kind konzentrieren kann oder die Kinder in ih rer Spontanität, ihrem Streben nach Selbstständigkeit und Er forschung der Umwelt die erforderliche Vorsicht außer Acht lassen .

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Evakuierung von Personen, insbesondere von Kindern in einem Ernstfall zu ver bessern .

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einem Evakuie rungssystem gemäß Anspruch 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteran sprüchen .

Die Erfindung wird anhand eines in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, welche beispielhaft ein erfindungsgemäßes Evakuierungssystem zeigt

Das in der Figur dargestellte Evakuierungssystem umfasst eine Sicherungsleine, die aus miteinander verbundenen Verbin- dungsleinen 2 besteht. Die Sicherungsleine bildet eine baum artige Struktur mit einem Zentralelement, welches in Längs richtung verläuft und eine vordere Halteschlaufe 1 mit einer hinteren Halteschlaufe 5 verbindet. Von beiden Seiten des Zentralelement verlaufen Verbindungsleinen 2 als Äste zu seitlichen Halteschlaufen 4.

Die Verbindungsleinen 2 sind untereinander und mit den Halte schlaufen 1, 4, 5 mittels Wirbel 3 verbunden.

Wirbel 3 sind Anschlagmittel mit einer axial drehbaren Ver bindung zwischen zwei Anschlagelementen, um die angehängte Last drehbar zu machen.

Im einfachsten Fall besteht ein Wirbel 3 aus zwei Metallrin gen und einem Gelenk.

Die Verbindungsleinen 2 und die Halteschlaufen 1, 4, 5 können direkt mit den Metallringen der Wirbel 3 oder indirekt über Karabiner verbunden sein.

Der Einsatz von Wirbel 3 zur Verbindung der Verbindungsleinen 2 und Halteschlaufen 1, 4,5 verringert die Gefahr des Verhed-derns der Sicherungsleine und erleichtert damit die Handha bung. Es kann dabei auch zweckmäßig sein, jeweils mehrere Wirbel an einer Verbindungsstelle einzufügen, um so die Hand habung der Sicherungsleine weiter zu vereinfachen.

Im Evakuierungsfall werden die vorderen und die hinteren Hal teschlaufen 1,5 an den die Evakuierung leitenden Betreuungs personen und die seitlichen Halteschlaufen 4 an den zu evaku ierenden Personen befestigt. Alternativ können die Halte schlaufen auch als Griffe ausgeführt werden, an denen sich die Personen anhalten.

Damit ist im Evakuierungsfall ein Zusammenhalt der genannten Personen gewährleistet.

Damit auch sichergestellt wird, dass im Ernstfall alle zu rettenden Personen an das System angehängt werden, ist es vorteilhaft, wenn an den seitlichen Halteschlaufen 4 Anhänger 6 mit Informationen zu den evakuierenden Personen befestigt sind .

Damit wird nicht nur jeder Person von vorneherein ein Platz in der Baumstruktur zugewiesen, was im Ernstfall ein Gefühl der Sicherheit gibt, sondern es kann auch auf einfache und zuverlässige Weise überprüft werden, ob die zu evakuierenden Personen vollzählig erfasst wurden.

Dazu ist es auch zweckmäßig, wenn das Evakuierungssystem an einer Sammelstelle des in einem Notfall zu evakuierenden Be reiches in der Weise angeordnet ist, dass die seitlichen Hal teschlaufen 4 frei zugänglich sind.

Dabei kann es sich beispielsweise um eine· Garderobe handeln, an deren Wand das Evakuierungssystem an Haken aufgehängt wird .

Die Anhänger 6 mit Informationen zu den evakuierenden Perso nen können beispielsweise bei Anwendung in Kindergärten oder Schulen kindgerecht gestaltet sein, indem sie mit auch von Kindern einfach zu erfassenden und den Kindern eindeutige zu geordneten Symbolen versehen sind.

Es ist dabei auch zweckmäßig, wenn die Anhänger 6 nur dann am Evakuierungssystem bzw. den Halteschlaufen angebracht werden, wenn sich das Kind tatsächlich in dem Kindergarten befindet.

Dies kann dadurch bewerkstelligt werden, dass das Kind bzw. die Begleitperson den Anhänger mit sich führt und bei Ein tritt in den Kindergarten, z.B. in der Garderobe, wenn sich das Kind umzieht, der Anhänger 6 an einer Halteschlaufe 4 be festigt wird.

Dazu ist es zweckmäßig, wenn das Evakuierungssystem so in der Garderobe angeordnet ist, dass die seitlichen Halteschlaufen 4 an den Garderobehaken befestigt oder in räumlicher Nähe da zu angeordnet sind.

Bezugszeichenliste

1 Vordere Halteschlaufe

2 Verbindungsleine

3 Wirbel

4 seitliche Halteschlaufe

5 Hintere Halteschlaufe

6 Anhänger