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1. WO2020103969 - VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG VON SCHMIERSTOFFEIGENSCHAFTEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Verfahren zum Bestimmen der Eignung eines Schmierstoffes, insbesondere eines Schmierfetts, zur Vermeidung von False-Brinelling-Schäden in einem Lager, folgende Schritte umfassend:

- erstes Konditionieren eines Rheometers mit den Teilschritten:

a) Temperieren (5, 6) des Rheometers auf eine erste Temperatur, b) Setzen (7) eines ersten Nullpunkts nach Ablauf einer vorgegebenen ersten Temperierzeit des Rheometers,

- Befüllen (08) des Rheometers mit einer Schmierstoffprobe,

- Deformieren (09) der Schmierstoffprobe und Ermitteln einer ersten

Schubspannung aus der Scherdeformation der Schmierstoffprobe bei der ersten Temperatur, unter Bezug auf den ersten Nullpunkt des Messsystems,

- zweites Konditionieren des Rheometers mit den Teilschritten:

c) Temperieren (10, 11 ) des Rheometers auf eine zweite Temperatur, d) Setzen (12) eines zweiten Nullpunkts nach Ablauf einer vorgegebenen zweiten Temperierzeit des Rheometers,

- erneutes Befüllen (13) des Rheometers mit einer Schmierstoffprobe,

- Deformieren (14) der Schmierstoffprobe und Ermitteln einer zweiten

Schubspannung aus der Scherdeformation der Schmierstoffprobe bei der zweiten Temperatur unter Bezug auf den zweiten Nullpunkt des

Messsystems,

- Klassifizieren (15, 16) des Schmierstoffes als geeignet oder nicht geeignet zur Vermeidung von False-Brinelling-Schäden in Abhängigkeit von der ermittelten ersten Schubspannung und der ermittelten zweiten

Schubspannung.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei die erste Temperatur bei -30°C und die

zweite Temperatur bei +25°C gewählt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Anti-False-Brinelling-Eigenschaft des Schmierstoffes in einem ersten Bereich (1 ) bis zu einer ersten Schubspannung bis 1000 Pa und bis zu einer zweiten Schubspannung bis 100 Pa als„sehr gut“ klassifiziert wird, in einem zweiten Beriech (2) bis zu einer ersten Schubspannung bis 1750 Pa und bis zu einer zweiten Schubspannung bis 275 Pa als„gut“ klassifiziert wird, in einem dritten Bereich (3) bis zu einer ersten Schubspannung bis 2500 Pa und bis zu einer zweiten Schubspannung bis 375 Pa als„bedingt tauglich“ klassifiziert wird, und in einem vierten Bereich (4) über einer ersten Schubspannung von 2500 Pa und über einer zweiten

Schubspannung von 375 Pa als„schlecht“ klassifiziert wird.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei zur Verbesserung des

statistischen Fehlers für jeden Messwert jeweils zwei Messungen durchgeführt werden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das erste und zweite

Konditionieren des Rheometers jeweils bei geleertem Rheometer ausgeführt wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Teilschritt des

Temperierens des Rheometers auf die erste Temperatur und die zweite

Temperatur mit Hilfe einer Peltierplatte und einer Abdeckhaube erfolgt.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Schritt des

Deformierens (09; 14) der Schmierstoffprobe als ein Amplituden-Sweep erfolgt, bei dem

o die Scherdeformation mit einer konstanten Frequenz von 10 rad / s

verändert wird und

o die Scherdeformation von 0,01 % auf 1000% verändert wird, wobei die Maximalamplitude innerhalb von 10 Punkten jeweils um den Faktor Zehn vergrößert wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Teilschritt des

Temperierens des Rheometers mit einer vorgegebenen Heizrate über eine vorgegebene Dauer erfolgt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Schritt des Ermittelns der Schubspannung aus der Deformation durch Umrechnen einer

Scherdeformation g in eine Scherrate dy/dt und Ermitteln des

Schubspannungswertes aus der Scherrate erfolgt.