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1. WO2020011763 - VARIABLE VERPACKUNGSMASCHINE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Variable Verpackungsmaschine

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von

Produkten, umfassend eine erste Sektion, eine zweite Sektion und eine dritte Sektion.

In den letzten Jahren wurde, insbesondere im amerikanischen Markt, eine Entwicklung beobachtet, dass zu verpackendes Produkt, welches bislang in eine zumindest an einer Seite offene Verpackung eingeführt wurde, zunehmend auf einen flachen Zuschnitt einer entsprechenden Verpackung aufgebracht wird, bevor der Zuschnitt aufgerichtet wird.

Bei der Anschaffung einer entsprechenden Verpackungsmaschine musste bislang daher vorab festgelegt werden, welches der beiden oben erwähnten Verpackungskonzepte verfolgt werden soll. Bei einem Wechsel des

Verpackungskonzepts musste eine neue Verpackungsmaschine angeschafft werden oder eine bestehende Verpackungsmaschine mit großem Aufwand umgerüstet werden.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verpackungsmaschine bereitzustellen, welche in der Lage ist, beide Verpackungskonzepte mit nur geringem oder sogar überhaupt keinem Umrüstaufwand realisieren zu können.

In einem ersten Aspekt wird diese Aufgabe durch eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Produkten gelöst, umfassend eine erste Sektion, eine zweite Sektion und eine dritte Sektion, wobei die erste Sektion umfasst: eine Zuschnitt-Fördereinheit, welche dazu eingerichtet ist, einen flachen Zuschnitt einer Verpackung an einer vorbestimmten Position in der ersten Sektion bereitzustellen, eine Produkt-Fördereinheit, welche dazu eingerichtet ist, zu verpackendes Produkt aus einem Produktzulauf in

Richtung der zweiten Sektion zu fördern, eine Transfereinheit, welche dazu eingerichtet ist, ein zu verpackendes Produkt von der Produkt-Fördereinheit auf einen jeweiligen an der vorbestimmten Position bereitgestellten flachen Zuschnitt zu verlagern, und eine Aufrichteinheit, welche dazu eingerichtet ist, einen jeweiligen flachen Zuschnitt zumindest teilweise aufzurichten, wobei die zweite Sektion umfasst: eine Verpackung-Fördereinheit, welche dazu eingerichtet ist, einen jeweiligen aus der ersten Sektion bereitgestellten und zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitt durch die zweite Sektion hindurch an die dritte Sektion zu liefern, und eine Bestückungseinheit, welche dazu eingerichtet ist, zu verpackendes Produkt in einem jeweiligen aus der ersten Sektion bereitgestellten und zumindest teilweise

aufgerichteten Zuschnitt anzuordnen, wobei die dritte Sektion umfasst: eine Verschlusseinheit, welche dazu eingerichtet ist, einen jeweiligen

bereitgestellten und zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitt an seinen offenen Seiten zu verschließen.

Die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine ist daher sowohl dazu eingerichtet, Produkte gemäß dem einen Verpackungskonzept zu verpacken, indem ein Verpackungszuschnitt um zu verpackendes Produkt herum aufgerichtet wird, als auch Produkte gemäß dem anderen Verpackungskonzept zu verpacken, indem zu verpackendes Produkt in eine bereits gebildete, das heißt aufgerichtete, Verpackung eingeführt wird. Je nachdem, welches Verpackungskonzept umgesetzt werden soll, kommt die

T ransfereinheit oder die Bestückungseinheit zum Einsatz.

Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass der Begriff„aufrichten“ umfasst, dass ein jeweiliger Zuschnitt, beispielsweise entlang vorgegebener Falzlinien, gefaltet und/oder geknickt und/oder gebogen wird, um aus dem flachen Zuschnitt zumindest einen Teil der zu verpackendes Produkt umgebenden finalen Verpackung zu bilden. Für den Fall, dass der Zuschnitt einen

Abschnitt umfasst, welcher an der finalen Verpackung einen Deckel bildet, so kann die Aufrichteinheit dazu eingerichtet sein, alle vorgesehenen

Umformungsschritte an dem flachen Zuschnitt durchzuführen, mit Ausnahme eines Umformens des Deckelabschnitts relativ zu dem restlichen Zuschnitt, so dass ein aufgerichteter Zuschnitt gebildet wird, welcher zumindest an einer Seite offen ist. Im Gegensatz zu dem flachen Zuschnitt, welcher sich im Wesentlichen entlang einer einzigen Ebene erstreckt, erstrecken sich an dem zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitt unterschiedliche Abschnitte entlang unterschiedlicher Ebenen. Im Folgenden soll der Begriff

„aufgerichtet“ bzw.„zumindest teilweise aufgerichtet“ bedeuten, dass ein Zuschnitt, welcher keinen Deckelabschnitt umfasst, vollständig zu einer durch einen jeweiligen Zuschnitt definierten Verpackung ausgebildet worden ist, und dass ein Zuschnitt, welcher einen Deckelabschnitt umfasst, mit Ausnahme des Schließens des Deckelabschnitts, vollständig zu einer durch einen jeweiligen Zuschnitt definierten Verpackung ausgebildet worden ist.

Zu verpackendes Produkt kann durch die Produkt-Fördereinheit in einer Verpackungskonfiguration angeordnet werden oder kann der

Produktfördereinheit und/oder der Bestückungseinheit bereits in einer Verpackungskonfiguration bereitgestellt sein.

Im Ergebnis kann unter Verwendung der erfindungsgemäßen

Verpackungsmaschine zumindest chargenweise entschieden werden, ob zu verpackendes Produkt durch die Transfereinheit oder durch die

Bestückungseinheit mit einem jeweiligen Zuschnitt in Kontakt gebracht werden soll.

Insbesondere können die erste Sektion, die zweite Sektion und die dritte Sektion derart in Reihe angeordnet sein, dass die zweite Sektion zwischen der ersten und der dritten Sektion angeordnet ist.

Die Verschlusseinheit kann ferner dazu eingerichtet sein, einen jeweiligen bereitgestellten und zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitt an seinen offenen Seiten durch Falten eines jeweiligen Produkt umgebenden

Zuschnitts oder unter Verwendung eines von dem Produkt umgebenden Zuschnitt separaten Deckels zu verschließen. Insbesondere für den Fall, dass der Zuschnitt einen Deckelabschnitt umfasst, kann für das Falten des Deckelabschnitts relativ zu dem restlichen Zuschnitt eine vorbestimmte Falzlinie vorgesehen sein, entlang welcher der Deckelabschnitt relativ zu dem restlichen Zuschnitt gefaltet werden kann. Ein von einem jeweiligen Zuschnitt separat ausgebildeter Deckel kann der Verschlusseinheit beispielsweise derart bereitgestellt sein, dass er zu einer offenen Seite des aufgerichteten Zuschnitts passt, beispielsweise die offene Seite des aufgerichteten Zuschnitts umgreift, so dass eine jeweilige Verpackung durch Anordnen eines Deckels an der offenen Seite der Verpackung geschlossen werden kann. Hierzu kann die Verschlusseinheit eine Greifvorrichtung, beispielsweise in Form eines Roboterarms, umfassen.

Der Verschlusseinheit kann eine Deckelzuführeinheit zugeordnet sein, welche dazu eingerichtet ist, einen flachen Deckelzuschnitt an die

Verschlusseinheit bereitzustellen und die Verschlusseinheit kann ferner dazu eingerichtet sein, den bereitgestellten Deckelzuschnitt zu falten. Dazu kann die Verschlusseinheit eine Falteinheit umfassen, welche ähnlich zu der

Aufrichteinheit der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine sein kann. Je nach Art des Deckelzuschnitts und dessen Zusammenwirken mit dem aufgerichteten Zuschnitt, kann die Verschlusseinheit dazu eingerichtet sein, den Deckelzuschnitt zu einem Deckel zu falten, bevor dieser mit dem aufgerichteten Zuschnitt in Kontakt gebracht wird, oder kann dazu

eingerichtet sein, den Deckelzuschnitt zuerst mit dem aufgerichteten

Zuschnitt in Kontakt zu bringen und diesen anschließend zu dem finalen Deckel zu falten. Natürlich ist auch eine Kombination davon denkbar.

Die Bestückungseinheit kann eine Greifvorrichtung umfassen, welche dazu eingerichtet ist, zu verpackendes Produkt anzuheben, um es in einen jeweiligen zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitt einzuführen. Dabei kann auch die Greifvorrichtung der Bestückungseinheit einen Roboterarm umfassen, wie dies mit Bezug auf die Verschlusseinheit bereits erwähnt worden ist. Insbesondere kann die Greifvorrichtung der Bestückungseinheit dazu eingerichtet sein, zu verpackendes Produkt in einer vertikalen Richtung, das heißt von oben, in einen zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitt einzuführen. Dabei kann die Greifvorrichtung zu verpackendes Produkt von einer oder mehreren Positionen entnehmen, um es in einem jeweiligen zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitt zusammenzuführen.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung, kann die Verpackung-Fördereinheit dazu eingerichtet sein, einen jeweiligen, insbesondere Produkt enthaltenden, Zuschnitt kontinuierlich durch die zweite Sektion hindurch zu fördern und/oder einen jeweiligen zumindest teilweise aufgerichteten

Zuschnitt in einer gemäß einem Bestückungsvorgang der Bestückungs-einheit getakteten Weise durch die zweite Sektion hindurch zu fördern.

Natürlich kann die Verpackung-Fördereinheit mehrere Abschnitte umfassen, in welchen ein jeweiliger zumindest teilweise aufgerichteter Zuschnitt entlang einer voneinander unterschiedlichen Vorderrichtung verlagert wird, beispielsweise unter Verwendung eines so genannten Kartonüberschiebers. Demgemäß kann auch ein erster Abschnitt der Verpackung-Fördereinheit dazu eingerichtet sein, einen jeweiligen Zuschnitt kontinuierlich zu fördern, wohingegen ein zweiter Abschnitt der Verpackung-Fördereinheit dazu eingerichtet sein kann, einen jeweiligen Zuschnitt in einer getakteten Weise zu fördern.

Insbesondere in dem Fall, in welchem die Transfereinheit bereits Produkt auf den Zuschnitt verlagert hat, kann ein Produkt enthaltender Zuschnitt beispielsweise kontinuierlich an der Bestückungseinheit vorbei und zu der Verschlusseinheit gefördert werden.

Insbesondere in dem Fall, in welchem die Transfereinheit kein Produkt auf einen jeweiligen Zuschnitt verlagert hat, kann die Bestückungseinheit dazu eingerichtet sein, zu verpackendes Produkt in mehrere, insbesondere drei, zumindest teilweise aufgerichtete Zuschnitte gleichzeitig einzuführen.

Demgemäß kann die Verpackung-Fördereinheit dazu eingerichtet sein, je nach Auslegung der Bestückungseinheit, eine entsprechende Anzahl von zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitten gleichzeitig an die

Bestückungseinheit bereitzustellen.

Vorteilhafterweise kann die Produkt-Fördereinheit als eine Fächersammler-Einheit ausgebildet sein. Auf diese Weise kann die Produkt-Fördereinheit in einer beliebigen Konfiguration bereitgestelltes Produkt zu einer

Verpackungskonfiguration konfigurieren bzw. kommissionieren, so dass derart konfiguriertes bzw. kommissioniertes Produkt von der Transfereinheit auf einen jeweiligen Zuschnitt und/oder durch die Produkt-Fördereinheit an die Bestückungseinheit verlagert werden kann.

Die Zuschnitt-Fördereinheit kann dazu eingerichtet sein, einen jeweiligen flachen Zuschnitt in einer ersten, insbesondere auf die zweite Sektion zu gerichteten, Förderrichtung zu fördern. Die Zuschnitt-Fördereinheit kann dabei ein Magazin umfassen, aus welchem der Zuschnitt-Fördereinheit flache Zuschnitte bereitgestellt werden. Das Magazin kann beispielsweise als von der Verpackungsmaschine lösbarer Wagen ausgebildet sein. In dem Fall, in dem die erste, zweite und dritte Sektion in Reihe angeordnet sind, kann auch das Magazin der flachen Zuschnitte entlang dieser Reihe angeordnet sein, so dass beispielsweise die erste Sektion zwischen dem Magazin und der zweiten Sektion angeordnet ist.

Die Produkt-Fördereinheit kann dazu eingerichtet sein, zu verpackendes Produkt in einer zweiten, insbesondere zu einer ersten Förderrichtung der Zuschnitt-Fördereinheit im Wesentlichen orthogonalen, Förderrichtung zu fördern. Auf diese Weise kann eine kompakte Bauform der ersten Sektion erreicht werden. Insbesondere bei einer im Wesentlichen orthogonalen Anordnung der ersten Förderrichtung zu der zweiten Förderrichtung können die Zuschnitt-Fördereinheit und die Produkt-Fördereinheit ohne gegenseitige Beeinträchtigung betrieben werden und daher dazu eingerichtet sein, einen jeweiligen flachen Zuschnitt an der entsprechenden vorbestimmten Position und zu verpackendes Produkt auf diesem flachen Zuschnitt in sehr kurzer zeitlicher Abfolge bereitzustellen.

Der Produktzulauf kann dazu eingerichtet sein, zu verpackendes Produkt an die Produkt-Fördereinheit in einer dritten, insbesondere zu einer ersten Förderrichtung der Zuschnitt-Fördereinheit im Wesentlichen parallelen, Förderrichtung zu fördern. Auch dies kann weiter dazu beitragen, eine Bauform der ersten Sektion kompakt zu gestalten. So kann beispielsweise ein Magazin mit zu verpackendem Produkt neben dem Magazin der flachen Zuschnitte, das heißt an derselben Seite der ersten Sektion, angeordnet sein. Die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine kann daher so in einem entsprechenden Produktionsumfeld so angeordnet sein, dass zumindest die erste Sektion, vorteilhafterweise die gesamte Verpackungsmaschine, lediglich von dieser Seite her zugänglich ist.

Die Deckelzuführeinheit kann dazu eingerichtet sein, einen jeweiligen flachen Deckelzuschnitt in einer vierten, insbesondere zu einer zweiten

Förderrichtung der Produkt-Fördereinheit im Wesentlichen parallelen, vorteilhafterweise entgegengesetzten, Förderrichtung zu fördern. Unter der Annahme, dass Produkt enthaltende Verpackungen, welche noch nicht verschlossen sind, in die dritte Sektion entlang einer Richtung eintreten, welche zu der ersten Förderrichtung im Wesentlichen parallel ist, so kann eine orthogonalen Anordnung der vierten Förderrichtung zu der ersten Förderrichtung, das heißt eine parallele Anordnung der vierten

Förderrichtung zu der zweiten Förderrichtung, eine Länge einer

entsprechenden Verpackungsmaschine verkürzen. Da die flachen

Deckelzuschnitte bzw. die schon fertigen Deckel der dritten Sektion ebenfalls über ein von der Verpackungsmaschine lösbares Magazin bereitgestellt werden können, kann es vorteilhaft sein, dass die Verpackungsmaschine

auch an der Seite der dritten Sektion zugänglich ist, an welcher das Magazin der Deckelzuschnitte bzw. der Deckel angeordnet ist.

Der Bestückungseinheit kann eine Sammeleinheit zugeordnet sein, welche dazu eingerichtet ist, zu verpackendes Produkt an die Bestückungseinheit bereitzustellen. Die Bestückungseinheit, welche insbesondere eine

Greifvorrichtung umfasst, kann dann zu verpackendes Produkt der

Sammeleinheit entnehmen und dieses in jeweilige leere Verpackungen verlagern. Wie bereits erwähnt, kann der Sammeleinheit zu verpackendes Produkt bereits in einer Verpackungskonfiguration bereitgestellt werden oder kann von der Bestückungseinheit in diese Verpackungskonfiguration gebracht werden.

Die Produkt-Fördereinheit kann als eine Durchlaufeinheit ausgebildet sein, welche dazu eingerichtet ist, zu verpackendes Produkt von dem

Produktzulauf zu der Sammeleinheit zu fördern. Für den Fall, dass die Produkt-Fördereinheit als eine Fächersammler-Einheit ausgebildet ist, kann die Fächersammler-Einheit beispielsweise kontinuierlich im Sinne einer Durchlaufeinheit betrieben werden, um Produkt von dem Produktzulauf an die Sammeleinheit bereitzustellen. Die Fächersammler-Einheit kann dabei zu verpackendes Produkt in eine Verpackungskonfiguration bringen. Die Produkt-Fördereinheit kann aber auch als ein Förderband ausgebildet sein, welches Produkt direkt von dem Produktzulauf zu der Sammeleinheit verlagert.

In einem zweiten Aspekt stellt die Erfindung ein Verfahren zum Verpacken von Produkten bereit, insbesondere unter Verwendung einer

erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine, welches eine erste und eine zweite Betriebsweise umfasst, wobei das Verfahren gemäß der ersten Betriebsweise die folgenden Schritte umfasst:

Bereitstellen eines flachen Zuschnitts einer Verpackung an einer ersten vorbestimmten Position,

Bereitstellen von zu verpackendem Produkt an einer zweiten vorbestimmten Position,

Verlagern des Produkts aus der ersten vorbestimmten Position auf einen jeweiligen flachen Zuschnitt,

Aufrichten des flachen Zuschnitts zu einer zumindest noch teilweise offenen Verpackung, welche Produkt umfasst,

Verlagern der zumindest noch teilweise offenen Verpackung aus der ersten vorbestimmten Position an eine dritte vorbestimmte Position,

Verschließen der Verpackung,

wobei das Verfahren gemäß der zweiten Betriebsweise die folgenden Schritte umfasst:

Bereitstellen eines flachen Zuschnitts einer Verpackung an der ersten vorbestimmten Position,

Bereitstellen von zu verpackendem Produkt an einer vierten vorbestimmten Position,

Aufrichten des flachen Zuschnitts zu einer zumindest noch teilweise offenen Verpackung, welche insbesondere frei von zu verpackendem Produkt ist, Verlagern der zumindest noch teilweise offenen Verpackung aus der ersten vorbestimmten Position an eine fünfte vorbestimmte Position,

Verlagern von Produkt aus der vierten vorbestimmten Position in die zumindest noch teilweise offene Verpackung, welche an der fünften vorbestimmten Position bereitgestellt ist,

Verlagern der zumindest noch teilweise offenen Verpackung aus der fünften vorbestimmten Position an die dritte vorbestimmte Position,

Verschließen der Verpackung.

Es sei bereits an dieser Stelle erwähnt, dass sämtliche mit Bezug auf die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine beschriebenen Merkmale, Funktionen und Vorteile auch auf das erfindungsgemäße Verfahren

Anwendung finden, und umgekehrt.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher sowohl dazu geeigent, Produkte gemäß dem einen Verpackungskonzept zu verpacken, indem ein

Verpackungszuschnitt um zu verpackendes Produkt herum aufgerichtet wird, als auch Produkte gemäß dem anderen Verpackungskonzept zu verpacken, indem zu verpackendes Produkt in eine bereits gebildete, das heißt aufgerichtete, Verpackung eingeführt wird. Je nachdem, welches

Verpackungskonzept umgesetzt werden soll, wird die erste Betriebsweise oder die zweite Betriebsweise durchgeführt.

Die Verpackung kann an ihren offenen Seiten durch Falten des Produkt umgebenden Zuschnitts oder unter Verwendung eines von dem Produkt umgebenden Zuschnitt separaten Deckels verschlossen werden. Je nach Ausbildung eines eine Verpackung bildenden Zuschnitts, wird ein

laschenartiger Deckelabschnitt des Zuschnitts am Ende des

erfindungsgemäßen Verfahrens relativ zu der restlichen Verpackung umgeformt, um die Verpackung zu schließen, oder die Verpackung wird durch einen Deckel verschlossen, welcher entweder bereits vollständig ausgebildet, beispielsweise aufgerichtet, mit der Verpackung in Verbindung gebracht wird oder erst in Verbindung mit der Verpackung fertig ausgebildet wird.

Das Bereitstellen von Produkt an der vierten vorbestimmten Position kann eine Verlagerung von Produkt entlang eines Pfads umfassen, welcher die zweite vorbestimmte Position umfasst. So kann zu verpackendes Produkt aus einem Produktzulauf über die zweite vorbestimmte Position, aus welcher gemäß der ersten Betriebsweise Produkt auf den flachen Zuschnitt verlagert wird, hinweg direkt in die vierte vorbestimmte Position verlagert werden, aus welcher zu verpackendes Produkt gemäß der zweiten Betriebsweise in eine entsprechende Verpackung, das heißt einen aufgerichteten, aber zumindest noch teilweise offenen, Zuschnitt, verlagert wird.

Im Folgenden wird eine beispielhafte Ausführungsform einer

erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine mit Bezug auf die begleitende

Zeichnung im Detail erläutert werden, in welcher:

Figur 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine zeigt.

In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Verpackungsmaschine allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die erfindungsgemäße

Verpackungsmaschine 10 ist in eine erste Sektion 12, eine zweite Sektion 14 und eine dritte Sektion 16 unterteilt.

In Figur 1 ist links neben der ersten Sektion 12 ein Magazin für Zuschnitte 18 angeordnet, aus welchem der ersten Sektion 12 flache Zuschnitte

bereitgestellt werden, welche von einer Zuschnitt-Fördereinheit 20 aus dem Magazin für Zuschnitte 18 an eine erste vorbestimmte Position 22 verlagert werden. Das Magazin für Zuschnitte 18 ist hier als ein mit der ersten Sektion 12 fest gekoppeltes Magazin ausgebildet, in welches flache Zuschnitte händisch eingelegt werden. Das Magazin für Zuschnitte 18 kann aber ebenso als einen von der ersten Sektion 12 lösbares Magazin ausgebildet sein, welches beispielsweise rollbar ist.

Neben dem Magazin für Zuschnitte 18 ist ein Magazin für zu verpackendes Produkt 24 angeordnet, welches zu verpackendes Produkt an die erste Sektion 12 bereitstellt. Das zu verpackende Produkt wird von einem

Produktzulauf 26 aus dem Magazin für zu verpackendes Produkt 24 an eine zweite vorbestimmte Position 28 verlagert.

An der zweiten vorbestimmten Position 28 ist eine Produkt-Fördereinheit 30 mit dem Produktzulauf 26 verbunden, welche hier als eine Fächersammler-Einheit 31 ausgebildet ist und dazu eingerichtet ist, zu verpackendes Produkt von dem Produktzulauf 26 zu entnehmen und in einer

Verpackungskonfiguration anzuordnen. Der Produkt-Fördereinheit 30 zugeordnet ist an der ersten Sektion 12 eine Transfereinheit (nicht

dargestellt) bereitgestellt, welche dazu eingerichtet ist, zu verpackendes Produkt von der Produkt-Fördereinheit 30 auf einen jeweiligen an der ersten vorbestimmten Position 22 bereitgestellten Zuschnitt zu verlagern. Während die Transfereinheit Produkt von der Produkt-Fördereinheit 30 auf einen jeweiligen bereitgestellten Zuschnitt verlagert, kann sich die Produkt-Fördereinheit 30 in einer Ruhestellung befinden.

In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine 10 ist eine erste Förderrichtung A, entlang welcher ein jeweiliger flacher Zuschnitt aus dem Magazin für Zuschnitte 18 zu der ersten vorbestimmten Position 22 verlagert wird, orthogonal zu einer zweiten Förderrichtung B, entlang welcher die Transfereinheit zu verpackendes Produkt von der Produkt-Fördereinheit 30 auf einen jeweiligen an der ersten vorbestimmten Position 22 bereitgestellten flachen Zuschnitt verlagert.

Entsprechend der Anordnung des Magazins für Zuschnitte 18 und des Magazins für zu verpackendes Produkt 24 ist eine dritte Förderrichtung C, entlang welcher zu verpackendes Produkt aus dem Magazin für zu verpackendes Produkt 24 bis zu der zweiten vorbestimmten Position 28 verlagert wird parallel und gleichgerichtet zu der ersten Förderrichtung A.

Die erste Sektion 12 umfasst ferner eine Aufrichteinheit 32, welche dazu eingerichtet ist, einen jeweiligen an der ersten vorbestimmten Position 22 bereitgestellten flachen Zuschnitt zumindest teilweise, insbesondere vollständig mit Ausnahme eines Deckelabschnitts, falls vorhanden, aufzurichten, das heißt eine Verpackung für zu verpackendes Produkt zu bilden.

Ein jeweiliger zumindest teilweise aufgerichteter und zu verpackendes Produkt enthaltender Zuschnitt kann nun aus der ersten Sektion 12 unter Verwendung einer Verpackung-Fördereinheit 33 durch die zweite Sektion 14 hindurch an eine dritte vorbestimmte Position 34 verlagert werden, welche in der dritten Sektion 16 angeordnet ist. Die dritte Sektion 16 weist an ihrer in Figur 1 oben dargestellten Seite ein Magazin für Deckelzuschnitte 36 auf, welches im Wesentlichen analog zu dem Magazin für Zuschnitte 18 ausgebildet ist, auf welches hiermit ausdrücklich verwiesen sei. Im

Gegensatz zu dem Magazin für Zuschnitte 18 ist das Magazin für

Deckelzuschnitte 36 entweder mit Deckelzuschnitten oder mit bereits fertig gebildeten Deckeln bestückt, welche aus dem Magazin für Deckelzuschnitte 36 unter Verwendung einer Deckelzufuhreinheit 38 an die dritte

vorbestimmte Position 34 bereitgestellt werden. Die Deckelzufuhreinheit 38 verlagert die Deckelzuschnitte bzw. die Deckel entlang einer vierten

Förderrichtung D, welche parallel zu der zweiten Förderrichtung B, aber dieser entgegengesetzt, ist.

Der dritten vorbestimmten Position 34 ist eine Verschlusseinheit 40 zugeordnet, welche dazu eingerichtet ist, einen jeweiligen Produkt

enthaltenden Zuschnitt zu verschließen. Dabei kann die Verschlusseinheit 40 einen von der Deckelzufuhreinheit 38 bereitgestellten Deckel bzw.

Deckelzuschnitt verwenden, welcher durch die Verschlusseinheit 40 mit dem Produkt enthaltenden Zuschnitt in Verbindung gebracht wird, oder einen Deckelabschnitt des Produkt enthaltenden Zuschnitts relativ zu dem restlichen Zuschnitt umformen, um den Zuschnitt, das heißt die Verpackung, zu verschließen. Wird die Verpackung durch einen Deckelabschnitt des Zuschnitts verschlossen, das heißt es wird kein von dem Zuschnitt separater Deckel verwendet, so kann es denkbar sein, dass die Deckelzufuhreinheit 38 nicht betrieben wird.

Die voranstehend erläuterte Art Produkt dadurch zu verpacken, dass es aus der zweiten vorbestimmten Position 28 auf einen jeweiligen flachen Zuschnitt verlagert wird und anschließend eine entsprechende Verpackung um das zu verpackende Produkt herum gebildet wird, kann als ein erstes Verpackungs-konzept bezeichnet werden.

Gemäß einem zweiten Verpackungskonzept wird ein jeweiliger Zuschnitt

zunächst derart aufgerichtet, dass er zumindest einen Teil einer finalen Verpackung bildet, wobei der zumindest teilweise aufgerichtete Zuschnitt insbesondere verhindert, dass zu verpackendes Produkt durch die

Transfereinheit aus der zweiten vorbestimmten Position 28 in den zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitt verlagert werden kann.

Die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine 10 ist daher ferner dazu eingerichtet, zu verpackendes Produkt aus der zweiten vorbestimmten Position 28 unter Verwendung der Produkt-Fördereinheit 30 an eine vierte vorbestimmte Position 42, welche in der zweiten Sektion 14 angeordnet ist, weiter zu verlagern. Der zweiten vorbestimmten Position 42 ist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel eine Sammeleinheit 44 zugeordnet, an welcher zu verpackendes Produkt gesammelt und bereitgestellt wird.

Der zumindest teilweise aufgerichtete, hier aber noch kein Produkt enthaltende, Zuschnitt wird aus der ersten Sektion 12 in die zweite Sektion 14 verlagert. In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine 10 umfasst die zweite Sektion einen Kartonüberschieber 46, welcher dazu eingerichtet ist, einen oder mehrere jeweilige aus der ersten Sektion 12 bereitgestellte und zumindest teilweise aufgerichtete Zuschnitte entgegen der zweiten Förderrichtung B zu einer fünften vorbestimmten Position 48 zu verlagern. Es ist ebenfalls denkbar, dass ein jeweiliger zumindest teilweise aufgerichteter Zuschnitt aus der ersten Sektion 12 direkt in die fünfte vorbestimmte Position 48 verlagert werden kann, ohne dass der Kartonüberschieber 46 zum Einsatz kommt.

Die zweite Sektion 14 umfasst hierzu ferner eine Bestückungseinheit 50, welche dazu eingerichtet ist, zu verpackendes Produkt von der vierten vorbestimmten Position 42, das heißt von der Sammeleinheit 44, zu entnehmen, zum Beispiel unter Verwendung einer Greifvorrichtung 51 , und es in einen oder mehrere, hier drei, zumindest teilweise aufgerichtete Zuschnitte zu verlagern. Anschließend werden die mit Produkt befüllten und zumindest teilweise aufgerichteten Zuschnitte aus der fünften vorbestimmten Position 48 in die dritte vorbestimmte Position 34 verlagert, an welcher sie, wie oben beschrieben, verschlossen werden.

Zur Realisierung des zweiten Verpackungskonzepts ist es ebenfalls denkbar, dass die Produkt-Fördereinheit 30 als ein Förderband 52 ausgebildet ist, welches zu verpackendes Produkt aus dem Produktzulauf 26 direkt zu der vierten vorbestimmten Position 42, das heißt zu der Sammeleinheit 44, verlagert. Insbesondere kann das Förderband 52 die Fächersammler-Einheit 31 ersetzen.