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1. WO2020011614 - LICHTQUELLE FÜR HOLOGRAPHIEBASIERTE LEUCHTENEINRICHTUNG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Beschreibung

Lichtquelle für holographiebasierte Leuchteneinrichtung

Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Beleuchtungstechnik und betrifft insbesondere eine Lichtquelle zur Rekonstruktion eines Hologramms, eine holographische Leuchteneinrichtung für ein Fahrzeug, ein Verfahren zur Rekonstruktion eines Hologramms und die Verwendung einer solchen Lichtquelle zur Erzeugung einer holographischen Projektion.

In der Beleuchtungstechnik, insbesondere für Fahrzeuge, werden zunehmend holographische Systeme zum Erzeugen einer Beleuchtung eingesetzt. So können etwa Frontscheinwerfer eines Fahrzeugs ein Umfeld des Fahrzeugs ausleuchten oder Rückscheinwerfer eines Fahrzeugs durch ihr Leuchten ein solche Fahrzeug, insbesondere im Dunkeln, für andere

Verkehrsteilnehmer sichtbar machen, wodurch die Fahrsicherheit erhöht werden kann. Auch können Fahrtrichtungsanzeiger oder Bremsleuchten eines Fahrzeugs auf eine etwaige

Geschwindigkeitsänderung oder Richtungsänderung des Fahrzeugs hinweisen.

Durch den Einsatz von holographischen Systemen kann der Raumbedarf solcher

Leuchteneinrichtungen gegenüber katadioptrischen Systemen reduziert werden. Hierdurch werden einem Designer weitere Gestaltungsfreiheiten bei der Anordnung solcher

Leuchteneinrichtungen ermöglicht. Außerdem lassen sich mit einem holographischen System, insbesondere einer holographischen Leuchteneinrichtung, Hologramme rekonstruieren, die auf einem holographischen Bildträger aufgezeichnet wurden. Auf diese Weise lässt sich etwa eine vorbestimmte und insbesondere gegenüber katadioptrischen Systemen komplexere

Beleuchtung erzielen - etwa eine bestimmte und/oder detailreiche Lichtsignatur bei der Ausleuchtung durch einen Frontscheinwerfer - oder ein leuchtendes Objekt darstellen, welches nicht an die physischen Ausmaße der Leuchteneinrichtung selbst gebunden ist, - wie etwa scheinbar außerhalb der Leuchteneinrichtung und/oder des Fahrzeugs erscheinende

Bremslichter oder Rückleuchten oder Fahrtrichtungsanzeiger, die darüber hinaus auch charakteristische Leuchtsignaturen wie Rechtecke, Dreiecke, Stoppzeichen oder Pfeile im dreidimensionalen Raum darstellen können.

Üblicherweise werden in der Holographie zur Rekonstruktion von Hologrammen Lasersysteme eingesetzt. Diese ermöglichen eine hohe Lichtintensität und eine besonders scharfe

Rekonstruktion von Hologrammen aufgrund ihrer geringen spektralen Breite. Umgekehrt führt eine große spektrale Breite einer Lichtquelle - d.h. eine große volle Halbwertsbreite des Spektrum des von der der Lichtquelle erzeugten Lichts - dazu, dass aufgrund von spektraler Dispersion ein Hologramm nur noch unscharf, wenn überhaupt, rekonstruierbar ist. Manche Hologrammtypen ermöglichen aber auch eine Rekonstruktion mit einem Licht, welches ein breites Spektrum aufweist, oder sogar mit Weißlicht. Allerdings sind solche Hologramme bezüglich ihrer Lichtausbeute weniger effizient oder zeigen einen Regenbogeneffekt, bei welchem das rekonstruierte Hologramm je nach Betrachtungswinkel unterschiedliche Farben aufweist.

Es besteht Bedarf, die Rekonstruktion von Hologrammen zu vereinfachen und dabei insbesondere eine einfache, kostengünstig herstellbare und/oder energieeffiziente Beleuchtung eines holographischen Bildträgers zur Rekonstruktion eines Hologramms zu ermöglichen.

Die Erfindung erfüllt diesen Bedarf jeweils durch eine Lichtquelle zur Rekonstruktion eines Hologramms, durch eine holographische Leuchteneinrichtung für ein Fahrzeug, durch ein Verfahren zum Erzeugen von Licht zur Rekonstruktion eines Hologramms sowie durch die Verwendung einer solchen Lichtquelle je gemäß der Lehre eines der Hauptansprüche.

Vorteilhafte Ausführungsformen, Weiterbildungen und Varianten der vorliegenden Erfindung sind insbesondere Gegenstand der Unteransprüche.

Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft eine Lichtquelle zur Rekonstruktion eines Hologramms. Die Lichtquelle weist eine Leuchtdiode und wenigstens einen holographischen Kerbfilter auf. Dabei sind die Leuchtdiode und der wenigstens eine Kerbfilter so angeordnet, dass ein von der Leuchtdiode emittiertes Licht mit einem Einfallswinkel auf den Kerbfilter trifft. Zudem weist der wenigstens eine holographische Kerbfilter für den Einfallswinkel ein Sperrband auf, welches mit dem Spektrum des Lichts der Leuchtdiode derart überlappt, dass das Licht nach Filterung durch den wenigstens einen Kerbfilter zumindest im Wesentlichen nur noch spektrale Anteile auf einer Seite des Sperrbands aufweist. Außerdem ist das Verhältnis der vollen Halbwertsbreite des Spektrums des von der Leuchtdiode emittierten Lichts zur vollen Halbwertsbreite des

Sperrbands kleiner als acht, vorzugsweise kleiner als drei und weiter bevorzugt kleiner als eins.

Im Sinne der Erfindung ist unter einem„holographischen Kerbfilter“ zumindest ein optisches Element zu verstehen, in welchem ein Hologramm aufgezeichnet ist, das Licht in einem bestimmten Spektralbereich - dem sogenannten Sperrband - je nach Ausbildungsweise nicht reflektiert oder nicht hindurchlässt und auf diese Weise vom übrigen Licht herausfiltert, sodass das gefilterte Licht - also insbesondere das Licht nach Filterung durch den Kerbfilter— zumindest im Wesentlichen keine spektralen Anteile, die im Sperrband liegen, mehr aufweist. Üblicherweise kann ein solcher holographischer Kerbfilter gefertigt werden, indem in einem holographischen Bildträger oder einer Schicht aus holographischem Material ein Hologramm einer reflektierenden Fläche mit einer bestimmten Lichtwellenlänge aufgenommen wird. Auf diese Weise reflektiert das in dem holographischen Bildträger bzw. der Schicht aus

holographischen Material aufgenommene Hologramm die Wellenlänge, mit welcher das Hologramm aufgenommen worden ist,- und abhängig von der spektralen Breite des Lichts bei der Aufnahme auch umliegende Wellenlängen - und wirkt so bei einer

T ransmissionsanordnung als Sperrfilter für diese Wellenlänge, während Licht mit anderen Wellenlängen nahezu ohne Reflexion hindurch gelangt.

Ein Vorteil der Leuchtdiode kann insbesondere darin liegen, dass eine Leuchtdiode gegenüber einem Laser geringere Sicherheitsanforderungen hat, wodurch eine Lichtquelle mit Leuchtdiode einfacher herzustellen und zu verwenden ist. Auch lassen sich auf diese vorteilhafte Weise das Auftreten von sogenannten„Specklemustern“ - also Lichtpunkten aufgrund von

Interferenzphänomenen bei Beleuchtung einer Fläche mit einem Laser - vermeiden. Ein Vorteil des holographischen Kerbfilters kann insbesondere darin liegen, dass mit diesem besonders effizient und/oder mit geringem Raumbedarf bestimmte unerwünschte spektrale Anteile im von der Leuchtdiode emittierten Licht herausgefiltert werden können, wodurch eine hohe

Lichtausbeute erzielt werden kann. Durch die vorteilhafte Filterung des von der Leuchtdiode emittierten Lichts lässt sich das Spektrum des Lichts nach Filterung so anpassen, also die Lage des Spektrums und dessen volle Halbwertsbreite so einstellen, dass eine für die jeweilige Anwendung ausreichende Schärfe - insbesondere Tiefenschärfe - eines mit diesem gefilterten Licht rekonstruierten Hologramms ermöglicht wird. So erfordern etwa Hologramme für

Fahrtrichtungsanzeiger, Rückscheinwerfer oder Bremslichter eine Tiefenschärfe zwischen 1 cm und 100 cm, vorzugsweise zwischen 2 cm und 50 cm und weiter bevorzugt zwischen 5 cm und 10 cm, während für Frontscheinwerfer eine Tiefenschärfe von wenigstens 5 m, vorzugsweise wenigstens 10 m und weiter bevorzugt 30 m erforderlich sein kann. Dabei kann insbesondere für eine Erhöhung der Tiefenschärfe die volle Halbwertsbreite des Spektrums des Lichts nach seiner Filterung reduziert werden. Auch lässt sich die Lichteffizienz bzw. Lichtausbeute der Lichtquelle insbesondere dadurch steigern, dass eine Leuchtdiode gewählt wird, welche ein Licht emittiert, dessen volle Halbwertsbreite weniger als die achtfache volle Halbwertsbreite des Sperrbands ist, wobei eine kleinere volle Halbwertsbreite des Sperrbands besonders effiziente holographische Kerbfilter ermöglichen kann und/oder eine kleinere volle Halbwertsbreite des Spektrums des von der Leuchtdiode emittierten Lichts eine geringere Filterung erforderlich

macht, sodass nur ein kleinerer Teil des emittierten Lichts gefiltert werden muss und die Effizienz steigt. Durch die Filterung des Lichts, sodass dessen verbleibenden spektralen Anteile zumindest im Wesentlichen nur noch auf einer Seite des Sperrbands liegen, lassen sich Doppelbilder im rekonstruierten Hologramm, welche ansonsten aufgrund von spektraler Dispersion durch spektrale Anteile des Lichts auf einerseits der einen und andererseits der anderen Seite des Sperrbands auftreten könnten.

In einigen Ausführungsformen ist die Leuchtdiode eingerichtet und/oder weist die Lichtquelle eine solche Leuchtdiode auf, dass deren emittiertes Licht ein Spektrum mit einer vollen

Halbwertsbreite aufweist, die kleiner als 50 nm, vorzugsweise kleiner als 25 nm und weiter bevorzugt kleiner als 15 nm ist. Ein Vorteil dieser Halbwertsbreiten kann insbesondere darin liegen, dass nur noch ein begrenzter Anteil im Spektrum - insbesondere weniger als die Hälfte des gesamten emittierten Lichts bezüglich seiner Lichtenergie- herausgefiltert werden muss, um mit diesem gefilterten Licht eine Rekonstruktion des Hologramms zu ermöglichen.

In einigen Ausführungsformen ist die Kohärenzlänge der Leuchtdiode kleiner als 26 pm, vorzugweise kleiner als 13 pm, vorzugsweise kleiner als 5 pm und weiter bevorzugt kleiner als 2,6 pm. Gemäß einiger Varianten können die Kohärenzlänge (CL) und die volle Halbwertsbreite (FWHM) im Wesentlichen folgende Wertepaare aufweisen:

- FWHM: 50 nm, CL: 2,6 pm;

- FWHM: 25 nm, CL: 5 pm;

- FWHM: 10 nm, CL: 13 pm; und

- FWHM: 5 nm, CL: 26 pm.

Entsprechend ist in einigen Ausführungsformen die volle Halbwertsbreite des Spektrums des von der Leuchtdiode emittierten Lichts größer als 5 nm oder 10 nm und/oder das Sperrband derart ausgebildet, dass das Spektrum des gefilterten Lichts eine volle Halbwertsbreite zwischen 2 nm und 10 nm, vorzugsweise zwischen 3 nm und 5 nm, wodurch sich insbesondere Specklemuster vermeiden sowie eine scharfe Rekonstruktion des Hologramms erzielen lässt.

In einigen Ausführungsformen ist die Leuchtdiode kein Laser. Dabei ist im Sinne der Erfindung unter einer„Leuchtdiode“ zumindest ein lichtemittierendes Halbleiter-Bauelement zu verstehen, dessen elektrische Eigenschaften einer Diode entsprechen, wobei diese bei Stromfluss in Durchlassrichtung Licht emittiert. Als Halbleitermaterial zum Ausbilden eines pn-Übergangs weisen einiger solcher Leuchtdioden einen direkten Halbleiter auf. Dabei können solche Leuchtdioden etwa wie unter

https://de.wikipedia.Org/w/index. php?title=Leuchtdiode&oldid=178868182

beschrieben ausgebildet sein.

In einigen Ausführungsformen ist die Leuchtdiode eine Halbleiterleuchtdiode mit einen

Halbleitermaterial aus Galliumnitrid.

In einigen Ausführungsformen weist die Lichtquelle einen Lichtaustritt auf, welcher derart angeordnet ist, dass das vom wenigstens einen Kerbfilter gefilterte Licht durch den Lichtaustritt als gefiltertes Licht zur Rekonstruktion des Hologramms austritt. Dabei besteht das gefilterte Licht aus jenem Anteil des von der Leuchtdiode emittierten Lichts, welcher nicht durch den durch den wenigstens einen Kerbfilter herausgefiltert wurde.

In einigen Ausführungsformen ist der wenigstens eine holographische Kerbfilter als

Transmissionshologramm oder als Reflexionshologramm ausgebildet.

In einigen Ausführungsformen weist die Lichtquelle einen weiteren holographischen Kerbfilter auf. Dabei sind die Leuchtdiode und der weitere Kerbfilter so angeordnet, dass das von der Leuchtdiode emittierte Licht mit einem weiteren Einfallswinkel auf den weiteren Kerbfilter trifft. Hierbei kann in einer Variante das Licht zunächst auf den wenigstens einen holographischen Kerbfilter treffen und nach Filterung durch den wenigstens einen holographischen Kerbfilter auf den weiteren holographischen Kerbfilter mit dem weiteren Einfallswinkel auftreffen. In einer anderen Variante kann, umgekehrt, das Licht zunächst auf den weiteren holographischen Kerbfilter und dann auf den wenigstens einen holographischen Kerbfilter treffen. Auch kann in einigen Varianten der Einfallswinkel bezüglich des wenigstens einen Kerbfilters und der weitere Einfallswinkel bezüglich des weiteren Kerbfilters gleich sein und/oder das Licht zumindest im Wesentlichen zugleich auf beide Kerbfilter treffen. Für den weiteren Einfallswinkel weist der weitere holographische Kerbfilter ein Sperrband auf, wobei ein Teil des Spektrums des von der Leuchtdiode emittierten Lichts zwischen dem Sperrband des wenigstens einen Kerbfilters und dem Sperrband des weiteren Kerbfilters liegt. Ein Vorteil der Filterung des emittierten Lichts durch beide Kerbfilter - also den wenigstens einen holographischen Kerbfilter und den weiteren holographischen Kerbfilter - kann insbesondere darin liegen, dass das Spektrum des Lichts von beiden Seiten des Spektrums gefiltert werden kann, wodurch eine besonders geringe volle Halbwertsbreite des gefilterten Lichts erzielt werden kann und eine besonders scharfe

Rekonstruktion des Hologramms ermöglicht wird.

Bei einigen Ausführungsformen, bei welchen die Lichtquelle einen weiteren holographischen Kerbfilter aufweist, liegt ein Teil des Spektrums des von der Leuchtdiode emittierten Lichts, welcher das Maximum des Spektrums aufweist, zwischen dem Sperrband des wenigstens einen Kerbfilters und dem Sperrband des weiteren Kerbfilters. Auf diese vorteilhafte Weise wird der Anteil des Spektrums des Lichts mit dem Maximum nicht herausgefiltert, sodass sich eine hohe Lichtausbeute und/oder hohe Energieeffizienz ergibt.

Bei einigen Ausführungsformen, bei welchen die Lichtquelle einen weiteren holographischen Kerbfilter aufweist, sind der wenigstens eine Kerbfilter und der weitere Kerbfilter in einer Schicht aus holographischem Material ausgebildet. Dabei kann in einigen Varianten die Schicht aus holographischem Material ein Teil eines holographischen Bildträgers sein. Auf diese vorteilhafte Weise lassen sich die beiden optischen Funktionen, d.h. das Filtern des Sperrbands des wenigstens einen holographischen Kerbfilters und das Filtern des Sperrbands des weiteren holographischen Kerbfilters in einem holographischen Element integrieren, wodurch eine hohe Energieeffizienz bzw. Lichtausbeute und/oder ein geringer Raumbedarf erzielbar ist.

In einigen Ausführungsformen ist der wenigstens eine holographische Kerbfilter und/oder ist ein weiterer Kerbfilter als Volumenhologramm ausgebildet. Ein Vorteil der Ausbildung eines Kerbfilters als Volumenhologramm kann insbesondere darin liegen, dass ein solcher besonders präzise hergestellt werden kann und/oder eine besonders exakte Filterung ermöglicht, bei welcher die Lage und/oder die volle Halbwertsbreite des Sperrbands besonders genau eingestellt, d.h. insbesondere in einem holographischen Bildträger aufgezeichnet werden können. Auch lassen sich mit einem als Volumenhologramm ausgebildeten Kerbfilter besonders steile Flanken an den Seiten des Sperrbands erzielen. Um insbesondere die Filterwirkung im Sperrband, die Transmittanz außerhalb des Sperrbands und/oder die volle Halbwertsbreite des Sperrbands eines als Volumenhologramm ausgebildeten holographischen Kerbfilters anzupassen, kann in einigen vorteilhaften Varianten die Dicke einer Schicht aus

holographischem Material, in welchem das Volumenhologramm aufgezeichnet ist, angepasst werden. Hierzu kann insbesondere die Dicke erhöht werden, um eine stärkere Filterwirkung -das heißt eine geringere Transmittanz im Sperrband - und/oder eine kleinere volle

Halbwertsbreite und/oder steilere Flanken bei dem Sperrband zu erzielen. Umgekehrt kann insbesondere die Dicke reduziert werden, um die Transmittanz außerhalb des Sperrbands zu erhöhen, einen Akzeptanzwinkel des Kerbfilters - etwa um ein Verdrehen des Kerbfilters gegenüber der Lichtquelle oder die Verwendung einer Lichtquelle mit divergenten Lichtstrahlen, bei einem holographischen Kerbfilter, welcher mit planarem Licht aufgezeichnet worden ist, zu ermöglichen - zu vergrößern und/oder die volle Halbwertsbreite des Sperrbands zu verbreitern.

Im Sinne der Erfindung versteht es sich, dass - soweit technisch nicht ausgeschlossen -anstelle von divergentem Licht bzw. divergenten Lichtstrahlen auch konvergentes Licht bzw. konvergente Lichtstrahlen eingesetzt werden können.

In einigen Ausführungsformen ist zur Rekonstruktion des Hologramms eine volle

Halbwertsbreite des Spektrums des gefilterten Lichts von 5 nm oder weniger erforderlich, während für andere Anwendungen 10 nm, 15 nm oder mehr als 20 nm ausreichend sein können. Dies kann insbesondere von der Komplexität und/oder der erforderlichen Schärfe bei der Rekonstruktion des Hologramms abhängen sowie von der gewählten Wellenlänge. So können etwa für einen Frontscheinwerfer eine größere Schärfe und damit eine geringere volle Halbwertsbreite als bei einem Rückscheinwerfer, Bremslicht oder Fahrrichtungsanzeiger erforderlich sein.

Bei einigen Ausführungsformen, bei welchen der wenigstens eine holographische Kerbfilter als Volumenhologramm ausgebildet ist, ist der wenigstens eine holographische Kerbfilter drehbar relativ zur Leuchtdiode gelagert. Durch ein relatives Verdrehen ist der Einfallswinkel, mit dem von der Leuchtdiode emittiertes Licht auf den Kerbfilter trifft, veränderbar, sodass das

Sperrband des Kerbfilters verschoben wird. Auf diese vorteilhafte Weise lassen sich bei einem als Volumenhologramm ausgebildeten holographischen Kerbfilter dessen Sperrband verschieben und so seine Filterwirkung anpassen. Ein Vorteil dieser Anpassung kann insbesondere darin liegen, dass der gefilterte gegenüber dem nicht gefilterten Anteil des Spektrums des emittierten Lichts für die jeweilige Anwendung und/oder innerhalb der

Anwendung für bestimmte Fälle angepasst werden kann. So kann etwa beim Wechsel der Leuchtdiode der Lichtquelle das Filtern an das jeweilige Spektrum der Leuchtdiode angepasst werden. Auch lässt sich die Lichtintensität des rekonstruierten Hologramms durch eine geringere Filterung und damit mehr Lichtanteile über einen größeren spektralen Bereich erhöhen, wobei die Schärfe des rekonstruierten Hologramms reduziert wird - oder umgekehrt die (Tiefen-) Schärfe durch eine geringere spektrale Breite und damit Lichtintensität erhöhen.

Bei einigen Ausführungsformen, bei welchen der wenigstens eine holographische Kerbfilter drehbar relativ zur Leuchtdiode gelagert ist, weist die Lichtquelle einen weiteren

holographischen Kerbfilter auf, welcher in einem weiteren holographischen Bildträger aufgezeichnet ist. Auf diese vorteilhafte Weise lässt sich die Filterwirkung des wenigstens einen holographischen Kerbfilters durch ein relatives Verdrehen unabhängig von der Filterwirkung des weiteren holographischen Kerbfilters verändern. Auch kann in einigen vorteilhaften Varianten der weitere Kerbfilter drehbar gelagert sein, sodass auch dessen Filterwirkung veränderbar ist.

Auf diese vorteilhafte Weise lässt sich eine oder lassen sich beide Seiten des Spektrums des gefilterten Lichts anwendungsspezifisch einstellen.

Ein Vorteil einer Einsteilbarkeit der Filterwirkung des Kerbfilters oder eines weiteren Kerbfilters kann insbesondere auch darin liegen, dass eine solche Lichtquelle mit einstellbarer

Filterwirkung zumindest im Wesentlichen einheitlich für unterschiedliche Wellenlängen und/oder für unterschiedliche Leuchtdioden hergestellt werden kann, wodurch die Herstellung effizienter und/oder kostengünstiger durchgeführt werden kann.

In einigen Ausführungsformen weist die Lichtquelle weiterhin eine Sensoreinrichtung zur Erfassung der Lichtintensität des emittierten Lichts nach Filterung auf. Zudem weist die

Lichtquelle eine Regelungseinrichtung auf, die eingerichtet ist, einen Wert für die Lichtintensität mittels der Sensoreinrichtung zu bestimmen und basierend darauf die Leuchtdiode so zu steuern, dass ihre (Licht-) Leistung zum Erreichen eines vorbestimmten Zielwerts für die Lichtintensität eingestellt wird. Auf diese vorteilhafte Weise lässt sich ein bestimmter Zielwert für die Lichtintensität erreichen, wobei Abweichungen etwa aufgrund von

Herstellungsschwankungen bei der Leuchtdiode oder aufgrund von einer Alterung der

Leuchtdiode oder aufgrund einer veränderten Filterung des emittierten Lichts durch die

Regelungseinrichtung - zumindest im Rahmen der Betriebsparameter der Leuchtdiode -ausgeglichen werden können. Hierdurch wird eine gleichmäßige und/oder gleichbleibende Ausleuchtung - etwa durch einen Frontscheinwerfer mit einer solchen Lichtquelle - oder eine gleichmäßige Beleuchtung - etwa eines Fahrzeugs mit einem Rückscheinwerfer, einer

Bremsleuchte oder einem Fahrtrichtungsanzeiger mit einer solchen Lichtquelle - ermöglicht. Auch kann ein Vorteil davon darin liegen, dass die Herstellung vereinfacht und/oder Fehler bei der Herstellung vermieden werden können, da herstellungsbedingte Schwankungen bei den Komponenten der Lichtquelle durch die Regelungseinrichtung ausgeglichen werden können. Auch kann ein Vorteil der Erfassung in der Lichtintensität nach der Filterung darin liegen, dass auch Schwankungen bei der Filterung und/oder im Spektrum des emittierten Lichts bei der Regelung der Lichtintensität berücksichtigt werden können.

Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine holographische Leuchteneinrichtung für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, wobei die Leuchteneinrichtung einen

holographischen Bildträger zum Erzeugen einer Leuchtfunktion der Leuchteneinrichtung und eine Lichtquelle zum Beleuchten des holographischen Bildträgers aufweist. Dabei ist die Lichtquelle gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung ausgebildet.

Die bereits vorausgehend genannten möglichen Vorteile, Ausführungsformen oder Varianten des ersten Aspekts der Erfindung gelten entsprechend auch für die erfindungsgemäße holographische Leuchteneinrichtung.

In einigen Ausführungsformen sind in dem holographischen Bildträger zum Erzeugen einer Leuchtfunktion eines oder mehrere Hologramme aufgezeichnet.

In einigen Ausführungsformen ist der holographische Bildträger zum Erzeugen einer

Leuchtfunktion auswechselbar, wodurch insbesondere verschiedene Leuchtsignaturen rekonstruierbar sind.

In einigen Ausführungsformen ist der holographische Bildträger zum Erzeugen einer

Leuchtfunktion integral mit der Leuchtdiode, dem Kerbfilter oder einem Gehäuse der

Leuchteneinrichtung verbunden, wodurch sich insbesondere eine besonders präzise Optik erzielen und/oder die Robustheit - insbesondere Witterungsbeständigkeit - der

Leuchteneinrichtung erhöhen lässt.

In einigen Ausführungsformen sind weist der holographischen Bildträger zum Erzeugen einer Leuchtfunktion eines oder mehrere Hologramme mit einer oder mehreren charakteristischen Leuchtsignaturen auf. Auf diese vorteilhafte Weise lässt sich die Umgebung der

Leuchteneinrichtung mit den charakteristischen Leuchtsignaturen beleuchten, mit diesen bei einem Fahrzeug bestimmte Fahrzustände anzeigen und/oder der Wiedererkennungswert erhöhen.

Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von Licht zur

Rekonstruktion eines Hologramms. Im Verfahren wird Licht emittiert und das emittierte Licht auf wenigstens einen holographischen Kerbfilter geleitet, sodass das emittierte Licht in einem Einfallswinkel auf den Kerbfilter auftrifft. Zudem wird das emittierte Licht mittels des wenigstens einen holographischen Kerbfilters gefiltert. Dabei weist der wenigstens eine holographische Kerbfilter für den Einfallswinkel ein Sperrband auf, welches mit dem Spektrum des emittierten Lichts derart überlappt, dass das Licht nach Filterung durch den Kerbfilter zumindest im

Wesentlichen nur noch spektrale Anteile auf einer Seite des Sperrbands aufweist. Schließlich ist das Verhältnis der vollen Halbwertsbreite des Spektrums des emittierten Lichts zur vollen Halbwertsbreite des Sperrbands kleiner als acht, vorzugsweise kleiner als drei und weiter bevorzugt kleiner als eins.

Die bereits vorausgehend genannten möglichen Vorteile, Ausführungsformen oder Varianten der vorhergehenden Aspekte der Erfindung gelten entsprechend auch für das

erfindungsgemäße Verfahren zum Erzeugen von Licht zur Rekonstruktion eines Hologramms.

Ein vierter Aspekt der Erfindung betrifft die Verwendung einer Lichtquelle gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung oder die Verwendung von einem Verfahren gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung zur Erzeugung einer holographischen Projektion mit einer holographischen

Leuchteneinrichtung für ein Fahrzeug. Dabei kann das Fahrzeug insbesondere ein

Kraftfahrzeug wie etwa ein Personenkraftwagen, ein Zug, ein Flugzeug oder ein Motorrad sein. Auch kann in einigen Varianten die holographische Projektion eine charakteristische

Leuchtsignatur aufweisen und so insbesondere diese Leuchtsignatur auf eine Oberfläche in der Umgebung des Fahrzeugs oder in den dreidimensionalen Raum in der Umgebung des

Fahrzeugs projizieren.

Die bereits vorausgehend genannten möglichen Vorteile, Ausführungsformen oder Varianten der vorhergehenden Aspekte der Erfindung gelten entsprechend auch für die

erfindungsgemäße Verwendung.

In einigen Ausführungsformen kann die holographische Leuchteneinrichtung gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung ausgebildet sein.

Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich aus der

nachfolgenden detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen und/oder aus den

Figuren.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren anhand vorteilhafter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Gleiche Elemente oder Bauteile der

Ausführungsbeispiele werden im Wesentlichen durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet, falls dies nicht anders beschrieben wird oder sich nicht anders aus dem Kontext ergibt.

Hierzu zeigen, teilweise schematisiert:

Fig. 1 eine Lichtquelle zur Rekonstruktion eines Hologramms nach einer

Ausführungsform;

Fig. 2 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Erzeugen von Licht zur Rekonstruktion eines Hologramms nach einer Ausführungsform;

Fig. 3A bis Fig. 3D Graphen zur Veranschaulichung von Eigenschaften und

Funktionsweisen einer Lichtquelle nach einer Ausführungsform; und

Fig. 4 eine holographische Leuchteneinrichtung nach einer Ausführungsform.

Die Figuren sind schematische Darstellungen verschiedener Ausführungsformen und/oder Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung. In den Figuren dargestellte Elemente und/oder Bauteile sind nicht notwendiger Weise maßstabsgetreu dargestellt. Vielmehr sind die verschiedenen in den Figuren dargestellten Elemente und/oder Bauteile derart wiedergegeben, dass ihre Funktion und/oder ihr Zweck dem Fachmann verständlich werden.

In den Figuren dargestellte Verbindungen und Kopplungen zwischen den funktionellen

Einheiten und Elementen können auch als indirekte Verbindungen oder Kopplungen

implementiert werden. Insbesondere können Datenverbindungen drahtgebunden oder drahtlos, also insbesondere als Funkverbindungen ausgebildet sein. Auch können bestimmte

Verbindungen, etwa elektrische Verbindungen, etwa zur Energieversorgung, der

Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt werden. Weiterhin können optische Verbindungen -etwa zwischen optischen Elementen -, welche insbesondere als gerader Lichtstrahl dargestellt werden können, auch in einigen Varianten mittels einem Lichtleiter und/oder durch optische Elemente wie Spiegel zum Umlenken von Lichtstrahlen implementiert werden, wobei solche Verbindungen der Übersichtlichkeit halber nicht notwendigerweise dargestellt sind.

In Fig. 1 ist eine Lichtquelle 10 zur Rekonstruktion eines Hologramms nach einer

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schematisch, insbesondere als Querschnitt dargestellt.

In einem Ausführungsbeispiel weist die Lichtquelle 10 eine Leuchtdiode 12, einen Kollimator 14 und wenigstens einen holographischen Kerbfilter 22 auf. Auch weist die Lichtquelle 10 in einigen Varianten einen weiteren holographischen Kerbfilter 24 auf. Dabei können in einigen Varianten der wenigstens eine holographische Kerbfilter 22 und/oder der weitere

holographische Kerbfilter 24 als ein Volumenhologramm ausgebildet sein sowie jeweils oder zusammen, wie in Fig. 1 dargestellt, in einer Schicht aus holographischem Material 20 aufgezeichnet sein.

Zur Veranschaulichung sind in Fig. 1 auch Lichtstrahlen dargestellt, welche die Leuchtdiode 12 bei Aktivierung - also Versorgung mit geeigneter elektrischer Energie - emittieren kann sowie die zumindest im Wesentlichen parallelen Lichtstrahlen nach Durchgang durch den Kollimator 14 und das Licht nach Filterung durch die beiden Kerbfilter 22 und 24. In der Darstellung von Fig. 1 sind die beiden Kerbfilter 22, 24 als Reflexionshologramme ausgebildet, sodass diese die spektralen Anteile des Lichts, welche im Sperrband liegen, reflektieren, während sie andere spektrale Anteile hindurchlassen. Dabei trifft das Licht nach dem Kollimator 14 auf die holographischen Kerbfilter 22, 24 in, wie in Fig.1 dargestellt, einem gemeinsamen Einfallswinkel a auf, weicher auch zur Veranschaulichung dargestellt ist. Ein von 90° abweichender

Einfallswinkel a kann vorteilhaft sein, um von den Kerbfiltern zurückreflektiertes Licht, also solche Anteile im Spektralbereich, welche im Sperrband des jeweiligen Kerbfilters liegen, nicht wieder zurück auf die übrige Optik, also insbesondere die Leuchtdiode 12 und/oder den

Kollimator 14, zu lenken.

In einigen Varianten kann der Kollimator 14 als Sammellinse, also als dioptrisches Element ausgebildet sein. Um insbesondere einen kleinen Bauraum zu ermöglichen und/oder eine hohe Lichtausbeute zu erzielen, kann in anderen Varianten der Kollimator 14 auch als konkaver Spiegel, also als katoptrisches Element ausgebildet sein. Weiterhin können einige Varianten keinen Kollimator 14 aufweisen, wobei der holographische Kerbfilter 22 und/oder der weitere holographische Kerbfilter 24 ausgebildet sind, das Licht über einen Bereich von Einfallswinkeln, welcher durch den sogenannten Akzeptanzwinkel des jeweiligen holographischen Filters begrenzt ist, zu filtern. Auch kann der holographische Kerbfilter 22 oder 24 bereits für ein divergentes Licht aufgezeichnet worden sein. Hierzu kann insbesondere ein solcher

holographischer Kerbfilter in einer Schicht mit holographischem Material, welches vor seiner Entwicklung photosensitiv ist, mittels einer Lichtquelle aufgezeichnet werden, deren emittierte Lichtstrahlen so divergieren, dass ihre Divergenz dem späteren Divergieren der Lichtstrahlen der Leuchtdiode 12, insbesondere bei einem vorbestimmten Abstand zwischen der Leuchtdiode 12 und dem jeweiligen holographischen Kerbfilter 22 bzw. 24 entspricht.

In einigen vorteilhaften Varianten kann die Leuchtdiode 12 eine Hochleistungsleuchtdiode sein, welche Licht mit einer hohen Intensität emittiert. Auch kann die Leuchtdiode 12 in einigen Varianten vorteilhaft so ausgebildet sein, dass sie für die Verwendung für ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug geeignet ist, dass sie also insbesondere eine für den

Automobilbau geeignete oder zugelassene Leuchtdiode ist. Insbesondere für den Einsatz in einem Fahrzeug können folgenden Eigenschaften besonders geeignet und vorteilhaft sein:

Zentrale Wellenlänge 642 nm, Spektrale Bandbreite, insbesondere volle Halbwertsbreite 20 nm, Fläche des Chips der Leuchtdiode kleiner als 0,25 mm2; und/oder Leuchtstärke größer als 20 cd. In einigen Varianten davon weist die Leuchtdiode 12 als ein Halbleitermaterial

Galliumnitrid auf. Dieses kann als Dünnfilm also als sog.„ThinGaN“ ausgebildet sein. Eine solche Leuchtdiode kann etwa von Osram als eine Leuchtdiode der Synios-Produktfamilie bezogen werden, wie etwa eine tiefrote Leuchtdiode SYNIOS P2720, KS DMLQ31.23. Ein Emittieren von Licht sowie ein gefiltertes Licht mit einer Wellenlänge größer als 630 nm kann dabei insbesondere den Vorteil haben, dass sich ein damit rekonstruiertes Hologramm gut erkennen lässt und/oder - auch etwa im Dunklen, etwa bei Nacht - nicht oder nur gering blendet oder eine geringe Adaption von Augen eines Betrachters erfordert. Dies kann besonders im Automotive-Bereich vorteilhaft sein, indem etwa ein Fahrer (als Betrachter) auch bei Nacht nicht durch das Hologramm gestört, also insbesondere seine Sehfähigkeit bei Dunkelheit nicht beeinträchtigt wird.

Auch können in einigen Varianten statt einer einzelnen Leuchtdiode 12 mehrere Leuchtdioden verwendet werden, wobei ein entsprechender Kollimator verwendet wird und/oder der holographische Kerbfilter 22 und gegebenenfalls der holographische Kerbfilter 24 so

ausgebildet sind, dass diese für divergierende Lichtstrahlen von mehreren Leuchtdioden geeignet sind.

Auch kann in einigen Varianten die Lichtquelle 10 für mehrere Spektralbereiche bzw. mehrere Wellenlängenbereiche ausgebildet sein, insbesondere um eine Rekonstruktion eines

Hologramms mit mehreren Farben zu ermöglichen. Dazu kann in einigen Varianten für die jeweiligen Spektralbereiche jeweils wenigstens eine Leuchtdiode eingesetzt werden und entsprechend zur Filterung von der jeweiligen Leuchtiode emittierten Lichts die Lichtquelle 10 einen jeweiligen holographischen Kerbfilter aufweisen, wobei diese in einigen Varianten vorteilhaft in einer gemeinsamen holographischen Schicht aufgezeichnet sein können. Für eine dreifarbige Darstellung mit den Farben Rot, Grün und Blau können typischerweise die jeweiligen Wellenlängen der jeweiligen Leuchtdioden jeweils in einem der folgenden Bereiche liegen: 610 bis 680 nm; 500 bis 560 nm; und 410 bis 490 nm.

In Fig. 2 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens 40 zum Erzeugen von Licht zur Rekonstruktion eines Hologramms nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt.

In einem Ausführungsbeispiel weist das Verfahren 40 die Verfahrensschritte 46, 47, 48 und 49 auf. Das Verfahren 40 beginnt bei dem Verfahrensstart 42 und endet bei dem Verfahrensende 44.

In einigen Varianten kann zum Ausführen des Verfahrens 40 vorteilhaft eine Lichtquelle zur Rekonstruktion eines Hologramms gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und insbesondere eine Lichtquelle 10 gemäß Fig. 1 verwendet werden.

Im Verfahrensschritt 46 wird Licht emittiert.

Im Verfahrensschritt 47 wird das emittierte Licht auf wenigstens einen holographischen

Kerbfilter geleitet, sodass das emittierte Licht in einem Einfallswinkel auf den Kerbfilter auftrifft.

Im Verfahrensschritt 48 wird das emittierte Licht mittels des wenigstens einen holographischen Kerbfilters gefiltert, wobei der wenigstens eine holographische Kerbfilter für den Einfallswinkel ein Sperrband aufweist, welches mit dem Spektrum des emittierten Lichts derart überlappt, dass das Licht nach Filterung durch den Kerbfilter zumindest im Wesentlichen nur noch spektrale Anteile auf einer Seite des Sperrbands aufweist.

In einigen Varianten kann vorteilhaft im optionalen Verfahrensschritt 49 das bereits durch den wenigstens einen holographischen Kerbfilter gefilterte Licht durch einen weiteren

holographischen Kerbfilter gefiltert werden. Dabei ist der weitere holographische Kerbfilter vorteilhaft so ausgebildet, dass dieser ein Sperrband aufweist, welches auf der anderen Seite des Spektrums des emittierten Lichts liegt, sodass ein Teil des Spektrums des emittierten Lichts zwischen dem Sperrbändern des wenigstens einen Kerbfilters und dem Sperrband des weiteren Kerbfilters liegt.

In Fig. 3A ist zur Veranschaulichung ein Spektrum einer Leuchtdiode einer Lichtquelle nach einer Ausführungsform, insbesondere der Ausführungsform gemäß Fig. 1 skizziert. Dabei ist die Wellenlänge des emittierten Lichts entlang der Abszisse in Nanometern und entlang der Ordinate die Intensität bei der jeweiligen Wellenlänge in willkürlichen Einheiten aufgetragen. Zudem bezeichnet der Begriff„FWHM“ die volle Halbwertsbreite des Spektrums des von der Lichtquelle emittierten Lichts. In einigen vorteilhaften Varianten ist die volle Halbwertsbreite kleiner oder gleich 20 nm, wobei umso weniger durch den holographischen Kerbfilter gefilterten muss, desto kleiner bereits die volle Halbwertsbreite des emittierten Lichts ist, sodass die Lichtausbeute steigt.

In Fig. 3B ist die Filterwirkung eines holographischen Kerbfilters nach einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, insbesondere gemäß Fig. 1 , veranschaulicht. Entlang der Abszisse ist wiederum die Wellenlänge in nm aufgetragen, während nun entlang der Ordinate die Transmittanz des holographischen Kerbfilters in Prozent aufgetragen ist und eine 100-prozentige Transmittanz gekennzeichnet ist. Das Sperrband des holographischen Kerbfilters hat, wie hier veranschaulicht, eine volle Halbwertsbreite von 15 nm, wobei im Sperrband die Transmittanz zumindest im Wesentlichen 0 % beträgt, bei den Flanken des Sperrbands schnell zunimmt und im übrigen Wellenlängenbereich - d.h. außerhalb des Sperrbands - nahe an 100 % Transmittanz liegt. Dabei versteht es sich, dass für eine hohe Lichtausbeute eine möglichst hohe Transmittanz außerhalb des Sperrbands erforderlich ist.

In einigen Varianten kann die volle Halbwertbreite des Kerbfilters auch mehr als 15 nm, etwa 20 nm oder 25 nm, oder weniger als 15 nm, etwa 10 nm oder 5 nm, betragen, wobei die Lage des Sperrbands bezüglich der Wellenlänge und seine volle Halbwertsbreite

anwendungsspezifisch so zu wählen sind, dass ein von der Lichtquelle emittiertes Licht wenigstens auf einer Seite seines Spektrums zumindest im Wesentlichen vollständig gefiltert werden kann und andererseits das verbleibende Lichtspektrum eine verbleibende volle

Halbwertsbreite hat, welche zur Rekonstruktion des jeweiligen Hologramms und insbesondere zur Erzielung der erforderlichen Tiefenschärfe geeignet ist.

In Fig. 3C ist die Filterwirkung eines wenigstens einen holographischen Kerbfilters sowie die Filterwirkung eines weiteren holographischen Kerbfilters gemäß einer Ausführungsform, insbesondere gemäß Fig. 1 dargestellt, wobei die obige Beschreibung zu Fig. 3B entsprechend gilt. Insbesondere sind in Fig. 3C die Transmittanz des wenigstens einen holographischen Kerbfilters als gepunktete Linie und die Transmittanz eines weiteren holographischen Kerbfilters als gestrichelte Linie dargestellt. Wie in Fig. 3C veranschaulicht, sind das Sperrband des wenigstens einen Kerbfilters und das Sperrband des weiteren Kerbfilters voneinander beabstandet, sodass in einem Bereich zwischen den beiden Sperrbändern die Transmittanz nahe bei 100 % liegt.

Schließlich ist in Fig. 3D die Filterwirkung der beiden Kerbfilter aus Fig. 3C auf das Spektrum der Leuchtdiode aus Fig. 3A veranschaulicht. Hierbei filtert der wenigstens eine holographische Kerbfilter das Spektrum des emittierten Lichts auf der Seite mit niedrigerer Wellenlänge und der weitere holographische Kerbfilter das Spektrum des Lichts auf der Seite mit größerer

Wellenlänge. Auf diese Weise gelangt zumindest im Wesentlichen nur noch Licht aus einem

Spektralbereich durch die beiden miteinander kombinierten holographischen Filter, welches zwischen den beiden Sperrbändern liegt. Hierdurch lässt sich die volle Halbwertsbreite des emittierten Lichts, von den - wie exemplarisch illustriert - ursprünglichen 20 nm auf eine volle Halbwertsbreite - je nach Lage der Sperrbänder - mit weniger als 15 nm, vorzugweise zwischen 5 nm bis 10 nm reduzieren, sodass sich mit dem gefilterten Licht ein Hologramm rekonstruieren lässt.

Fig. 4 zeigt schematisch eine holographische Leuchteneinrichtung 1 nach einer

Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Diese kann für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug ausgebildet sein.

In einem Ausführungsbeispiel weist die holographische Leuchteneinrichtung 1 einen

holographischen Bildträger 2 mit einem dort aufgezeichneten Hologramm zum Erzeugen einer Leuchtfunktion der Leuchteneinrichtung auf sowie eine Lichtquelle 10 zum Beleuchten des holographischen Bildträgers 2 und damit zur Rekonstruktion des im holographischen Bildträger 2 aufgezeichneten Hologramms. Dabei ist die Lichtquelle 10 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ausgebildet und kann insbesondere der Lichtquelle 10 gemäß Fig. 1 entsprechen.

Wie in Fig. 4 dargestellt, weist die Lichtquelle 10 eine holographische Schicht 20 auf, in welcher wenigstens ein holographischer Kerbfilter 22 aufgezeichnet ist. Zudem weist die Lichtquelle 10 eine Drehvorrichtung 28 auf, welche eingerichtet ist, die holographische Schicht 20 und somit auch den wenigstens einen holographischen Kerbfilter 22 relativ zur Leuchtdiode 12 der Lichtquelle 10 zu verdrehen. Auf diese vorteilhafte Weise lässt sich der Einfallswinkel a und somit die Filterwirkung des Kerbfilters 22 verändern und dabei sein Sperrband verschieben.

Das in dem holographischen Bildträger 2 aufgezeichnete Hologramm ist eingerichtet, bei Beleuchtung durch die Lichtquelle 10 eine charakteristische Leuchtsignatur zu erzeugen.

Dadurch kann insbesondere eine holographische Projektion eines zuvor aufgenommenen Objekts erzeugt werden, sodass etwa bei einem Frontscheinwerfer eine charakteristische Form und eine charakteristische Ausleuchtung eines Lichtkegels erzeugt werden kann. Entsprechend können bei Bremslichtern, Fahrtrichtungsanzeigern oder Rücklichtern holographische Objekte, d.h. insbesondere charakteristische Symbole, dargestellt werden.

Zur Veranschaulichung sind in Fig. 4 die Lichtstrahlen, welche von der Leuchtdiode 12 ausgesandt werden, die Lichtstrahlen nach Filterung durch den holographischen Kerbfilter 22 sowie die Lichtstrahlen nach Durchgang durch den holographischen Bildträger 2 dargestellt.

In einigen Varianten trifft das Licht der Leuchtdiode 12 ohne Kollimator auf den holographischen Kerbfilter 22 auf, sodass die Lichtstrahlen divergent sind. Hierbei ist zu beachten, dass solange die jeweiligen Einfallswinkel der Lichtstrahlen im Bereich von Einfallswinkeln liegen, welcher durch den Akzeptanzwinkel des holographischen Kerbfilters 22 begrenz ist, diese dennoch entsprechend mit dem jeweiligen Sperrband gefiltert werden können.

Auch weist in einigen vorteilhaften Varianten und wie in Fig. 4 dargestellt die Lichtquelle 10 eine Regelungseinrichtung 30 und eine Sensoreinrichtung 32 auf. Die Sensoreinrichtung 32 ist eingerichtet, die Lichtintensität des emittierten Lichts nach Filterung durch den Kerbfilter 22 zu erfassen. Die Regelungseinrichtung 30 ist eingerichtet, einen Wert für die Lichtintensität mittels der Sensoreinrichtung 32 zu bestimmen und basierend darauf die Leuchtdiode 12 so zu steuern, dass ihre Leistung zum Erreichen eines vorbestimmten Zielwerts für die Lichtintensität eingestellt wird. Dies kann insbesondere vorteilhaft in Kombination mit dem Verdrehen des holographischen Kerbfilters 22 sein, da dadurch je nach entsprechend veränderter Lage des Sperrbands relativ zum Spektrum des durch die Leuchtdiode 12 emittierten Lichts die

Lichtintensität nach der Filterung durch den Filter 22 variieren kann und durch die

Regelungseinrichtung 32 diese Variation ausgeglichen werden kann.

Auch kann in einigen Varianten der vorbestimmte Zielwert mittels einer weiteren Vorrichtung oder basierend auf einem weiteren Verfahren nach vorbestimmten Kriterien veränderbar sein, sodass die resultierende Lichtintensität nach den vorbestimmten Kriterien veränderbar ist.

Solche vorbestimmte Kriterien können insbesondere der Abstand eines auf das Fahrzeug mit der Leuchteneinrichtung folgende weitere Fahrzeug sein, die Helligkeit einer Umgebung der Leuchteneinrichtung bzw. des Fahrzeugs und/oder eine Verzögerung oder Beschleunigung des Fahrzeugs sein.

Während Ausführungsbeispiele insbesondere unter Bezugnahme auf die Figuren detailliert beschrieben wurden, sei darauf hingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen lediglich um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendung und den Aufbau in keiner Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende Beschreibung ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einem Ausführungsbeispiel gegeben, wobei

diverse Abwandlungen, insbesondere alternative oder zusätzliche Merkmale und/oder Abwandlungen der Funktion und/oder Anordnungen der beschriebenen Bestandteile, nach Wunsch des Fachmanns vorgenommen werden können, ohne dass dabei von dem in den angehängten Ansprüchen jeweils festgelegten Gegenstand sowie seiner rechtlichen Äquivalente abgewichen wird und/oder deren Schutzbereich verlassen wird.