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1. WO2020011565 - VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON RFID TRANSPONDERN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von RFID Transpondern

Beschreibung

Hintergrund

Hier werden eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von elektronischen Vorrich-tungen beschrieben. Insbesondere werden eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von RFID-Transpondern (= Radio Frequency Identification Transponder) beschrieben.

Solche RFID-Transponder werden zum Beispiel für Etiketten, zum Beispiel Price-Tags, oder Wert- und Sicherheitsdokumente verwendet. Auch die Integration von RFID-Transpondern in Kleidungsstücke, Handtaschen, Uhren oder Gebrauchsgegenstände ist möglich, zum Beispiel um einen elektronisch auslesbaren Herkunfts- bzw. Echtheitsnachweis in diese Gegenstände zu integrieren.

Ein RFID-Transponder, hat im Wesentlichen einen Halbieiterchip und eine zum Beispiel als Schleifenantenne ausgestaltete RFID-Antenne. Die Antenne ermöglicht einen berührungslosen Datenzugriff, d.h. ein berührungsloses, automatisiertes Einschreiben bzw. Codieren und/oder Auslesen von (Personalisierungs- oder Herkunfts-)Daten in den/aus dem Halb-leiterchip des Transponders.

Stand der Technik

Es sind bereits unterschiedliche Vorrichtungen zur Fertigung von RFID-Transpondern bekannt. Zum Beispiel sind Vorrichtungen bekannt, die Antennendrähte, welche zum Beispiel von Drahtspulen abgerollt werden, an verschiedenen Bearbeitungsstationen vorbeiführen. Während des Vorbeiführens werden die Antennendrähte in der Regel unter einer Materialspannung gehalten, da sich nur straff gespannte Drähte mit der erforderlichen Fertigungsgenauigkeit ausrichten lassen und nur solche straff gespannten Drähte während der

Bearbeitung die erforderliche Positionsbeständigkeit aufweisen. Die Bearbeitungsstationen, zum Beispiel Bestückungs-, Löt,- oder Versiegelungsstationen fertigen hierbei sukzessive eine quasi-endlose Folge von RFID-Transpondern, welche durch ein anschließendes Durchtrennen der Antennendrähte voneinander getrennt und anschließend weiterverarbeitet werden kön-nen.

Ein Nachteil hierbei ist jedoch, dass in der Regel eine Vielzahl von einzelnen Bearbeitungsstationen nötig ist, sodass die Antennendrähte - sollen diese nacheinander an den Bearbei-

tungsstationen vorbeigeführt werden - üblicherweise über eine Distanz von mehreren Metern gespannt werden müssen. Gleichzeitig ist jedoch die maximale auf die Antennendrähte, welche naturgemäß einen beschränkten Durchmesser aufweisen, ausübbare Spannkraft begrenzt, da sonst die Antennendrähte während der Herstellung reißen würden. Somit ist die maximale Distanz, über die die Antennendrähte aufgespannt werden können ohne zu reißen und gleichzeitig die erforderliche Ausrichtungsgenauigkeit und Positionsbeständigkeit für eine Transponderfertigung aufweisen, begrenzt.

Da zudem jede Bearbeitungsstation eine bestimmte räumliche Breite bzw. Länge entlang der gespannten Drähte aufweist, ist die maximale Anzahl der Fertigungsstationen - und somit auch der Fertigungsschritte - durch die maximale auf die Antennendrähte der RFID-Transponder ausübbare Spannkraft begrenzt.

Technisches Problem

Es besteht somit weiter Bedarf an einer verbesserten Vorrichtung und an einem verbesserten Verfahren zur Fertigung von RFID-Transpondern, weiche insbesondere die Anordnung einer Vielzahl von einzelnen Bearbeitungsstationen entlang eines Förderweges ermöglichen.

Lösung

Das technische Problem wird jeweils durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind durch die abhängigen Ansprüche definiert.

Nach einem ersten Aspekt werden eine Vorrichtung und ein Verfahren mit einer Gleitfläche vorgeschlagen.

Eine Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern weist zumindest eine Gleitfläche und eine Drahtfördervorrichtung auf, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, zumindest zwei Antennendrähte in einer Förderrichtung zu fördern, wobei die Antennendrähte hierbei zumindest abschnittsweise zueinander parallel angeordnet sind. Zumindest eine Bestü-ckungsvorrichtung ist dazu angeordnet und ausgebildet, einen Transponderchip zwischen den parallel angeordneten Antennendrähten anzuordnen bzw. zu platzieren.

Insbesondere kann die Bestückungsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet sein, einen Transponderchip zwischen den parallel angeordneten Antennendrähten derart anzuord-nen/zu positionieren, dass eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Antennendräh- ten und dem Transponderchip, insbesondere mit Anschlusskontakten des Transponderchips, hergestellt wird.

Die Drahtfördervorrichtung ist ferner dazu angeordnet und ausgebildet, die Antennendrähte zumindest abschnittsweise über die Gleitfläche hinweg zu fördern und die Antennendrähte im Zusammenwirken mit der Gleitfläche zu spannen, sodass die Antennendrähte eine Materialspannung längs der Förderrichtung aufweisen.

Ein Spannen eines Antennendrahtes im Sinne der Erfindung bezeichnet hierbei das Ausüben einer Kraft und/oder das Hervorrufen bzw. Bewirken einer Materialspannung längs der Län-genrichtung bzw. Dochtlinie eines Antennendrahtes. Mit anderen Worten ist ein Antennendraht dann gespannt, wenn eine Kraft parallel zu seiner Längenausdehnung wirkt, sodass eine Materialspannung in dem Antennendraht besteht, welche zumindest nicht vollständig durch eine Deformation des Antennendrahts ausgeglichen werden kann, und der Antennendraht in der Richtung der wirkenden Kraft ausgerichtet ist.

Ein Vorteil dieser Vorrichtung ist es, das die Distanz, über die ein Antennendraht gespannt und an verschiedenen Bearbeitungsstationen vorbei gefördert werden kann, gegenüber bekannten Vorrichtungen vergrößert ist, ohne das hierzu eine von einer Drahtfördervorrich-tung auf den Antennendraht ausgeübte Spannkraft erhöht werden müsste. Die Gleitfläche, über die der Antennendraht gefördert wird, ermöglicht es, die Antennendrähte über eine vergrößerte Distanz straff gespannt zu halten und/oder zu fördern, ohne dass hierbei auf einen einzelnen Abschnitt der Antennendrähte eine Kraft wirkt, die dessen Zerstörung bewirken würde.

Die Gleitfläche kann zumindest teilweise konvex geformt sein, wobei die konvexe Krümmung zumindest im Wesentlichen in Richtung der Förderrichtung ausgeformt ist. Zumindest ein der den Antennendrähten zugewandter Teil der Gleitfläche kann mit einer Beschichtung, zum Beispiel mit einer Polytetrafluorethylenbeschichtung, ausgebildet sein.

Ferner kann die Vorrichtung zumindest eine Unterlagenfördervorrichtung aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine Verarbeitungsunterlage, insbesondere ein Silikonpapier, in der Förderrichtung über die Gleitfläche zu fördern.

Ein Vorteil hierbei ist, dass die Antennendrähte nicht unmittelbar in Anlage mit der Gleitflä-che sondern auf der Verarbeitungsunterlage gefördert werden können. Hierdurch wird zum Beispiel eine Verschmutzung der Gleitfläche während der Fertigung der RFID-Transponder vermieden.

Die Unterlagenfördervorrichtung kann ferner dazu angeordnet und ausgebildet sein, die Verarbeitungsunterlage im Zusammenwirken mit der Gleitfläche zu spannen.

Ein Spannen der Verarbeitungsunterlage im Sinne der Erfindung bezeichnet hierbei das Ausüben einer Kraft und/oder das Hervorrufen bzw. Bewirken einer Materialspannung längs der Längenrichtung einer insbesondere streifenförmigen Verarbeitungsunterlage, welche insbesondere ein Silikonpapier sein kann. Mit anderen Worten ist eine Verarbeitungsunterla-ge dann gespannt, wenn eine Kraft parallel zu ihrer Längenausdehnung wirkt, sodass eine Materialspannung in der Verarbeitungsunterlage besteht, welche zumindest nicht vollständig durch eine Deformation der Verarbeitungsunterlage ausgeglichen werden kann, und die Verarbeitungsunterlage in der Richtung der wirkenden Kraft ausgerichtet ist.

Weiter kann die Unterlagenfördervorrichtung die Verarbeitungsunterlage in derselben För-dergeschwindigkeit fördern, in der die Drahtfördervorrichtung die Antennendrähte fördert, sodass zwischen der Verarbeitungsunterlage und den Antennendrähten keine Relativbewegung und/oder Relativgeschwindigkeit auftritt.

Ein Vorteil hierbei ist, dass keine oder nur wenig Reibung zwischen den Antennendrähten und der Verarbeitungsunterlage auftritt, sodass einem ungewollten/unbeabsichtigten Verschieben und/oder einer ungewollten/ unbeabsichtigten Positionsveränderung der Antennen-drähte aufgrund einer Reibung der Antennendrähte auf der Gleitunterlage entgegengewirkt werden kann.

Die Unterlagenfördervorrichtung kann die Verarbeitungsunterlage taktweise fördern. Ebenso kann die Drahtfördervorrichtung die Antennendrähte taktweise fördern. Ein Vorteil hierbei ist, dass die Antennendrähte und/oder die Verarbeitungsunterlage während einer Fertigung bzw. Bearbeitung durch eine Fertigungsstation, zum Beispiel während der Anordnung eines Transponderchips durch eine Bestückungsvorrichtung, in einer Ruhelage sind. Mit anderen Worten ermöglicht ein taktweises Fördern der Antennendrähte und/oder der Verarbeitungs-Unterlage, dass die Antennendrähte und/oder die Verarbeitungsunterlage während einer Fertigung bzw. Bearbeitung durch eine Fertigungsstation keine Relativbewegung und/oder Relativgeschwindigkeit in der Förderrichtung zu der jeweiligen Fertigungsstation aufweisen.

Die Unterlagenfördervorrichtung kann zudem dazu angeordnet und ausgebildet sein, die Verarbeitungsunterlage in Anlage mit der Gleitfläche anzuordnen und die Verarbeitungsun-terlage mit einer Gleitreibung über die Gleitfläche zu fördern.

Die Drahtfördervorrichtung kann dazu angeordnet und ausgebildet sein, die Antennendrähte zumindest abschnittsweise in Anlage mit der Gleitfläche anzuordnen und die Antennendrähte mit einer Gleitreibung über die Gleitfläche zu fördern.

Alternativ kann die Drahtfördervorrichtung dazu ausgebildet und angeordnet sein, die Anten nendrähte zumindest abschnittsweise in Anlage mit der Verarbeitungsunterlage anzuordnen.

In einer Variante kann die Drahtfördervorrichtung eine oder mehrere Bereitstellungsrollen und/oder eine oder mehrere Umlenkrollen und/oder eine Aufnahmerolle aufweisen.

Ferner kann die Unterlagenfördervorrichtung eine Unterlagenbereitstellungsrolle und/oder eine oder mehrere Umlenkrollen und/oder eine Unterlagenaufnahmerolle aufweisen.

Ein Vorteil hierbei ist, dass die Antennendrähte und/oder die Gleitunterlage jeweils als quasi-endlose Fertigungsmaterialien bereitgestellt werden können, sodass die Effizienz einer Fertigung von großen Stückzahlen von RFID-Transpondern befördert wird.

Die Gleitfläche kann sich über mindestens 25%, insbesondere über mindestens 50%, des Förderweges der Antennendrähte ausdehnen, sodass die Antennendrähte über mindestens 25%, insbesondere über mindestens 50%, des gesamten Förderweges - von der/den Bereit-stellungsrolle/n bis hin zur Aufnahmerolle - in Anlage mit der Gleitfläche oder in Anlage mit einer über die Gleitfläche geförderten Verarbeitungsunterlage angeordnet sind.

In einer Variante kann die Bestückungsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebiidet sein, einen Abstand der zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte temporär lokal zu verändern, sodass die Antennendrähte im Bereich der Bestückungsvorrichtung temporär einen Bestückungsabstand zueinander aufweisen, der größer ist als der Abstand der Antennendrähte außerhalb des Bereichs der Bestückungsvorrichtung. Hierdurch können insbesondere in einem Querschnitt T-förmige Transponderchips und/oder Transponderchips mit einer seitlichen Vertiefung zur Aufnahme von Antennendrähten zwischen den parallelen Antennendrähten angeordnet werden.

Mit anderen Worten ist die Bestückungsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet, den Abstand zwischen den zumindest zwei Antennendrähten in einem vorbestimmten Bereich bzw. Drahtabschnitt vorübergehend zu vergrößern, sodass das Anordnen eines Transponderchips zwischen den Antennendrähten ermöglicht oder zumindest erleichtert wird. Anschließend, nach dem Positionieren des Transponderchips in einem von den Antennendrähten umgebenen Zwischenraum, kann die Bestückungsvorrichtung den Abstand zwischen den

Antennendrähten wieder auf den ursprünglichen Abstand reduzieren, sodass die Antennen-drähte vorzugsweise jeweils in Anlage mit dem zwischen ihnen positionierten Transponder-chip angeordnet sind.

Weiter kann die Bestückungsvorrichtung ein oder mehrere Abstandsveränderungselement/e, insbesondere Abstandsstifte, aufweisen, die jeweils in einer Richtung und in einer der Rich-tung entgegengesetzten Gegenrichtung beweglich sind, wobei die Richtung und die Gegenrichtung jeweils winklig, insbesondere orthogonal, zur Förderrichtung und orthogonal zur Flächennormalen einer durch die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Anten-nendrähte verlaufenden Ebene verlaufen.

Ferner können die Abstandsveränderungselemente parallel zu einer Flächennormalen einer durch die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte verlaufenden Ebene absenkbar und anhebbar sein, wobei die Abstandsveränderungselemente in einem abgesenkten Zustand zwischen den Antennendrähten angeordnet sind und in einem ange-hobenen Zustand nicht zwischen den geförderten Antennendrähten angeordnet sind.

Mit anderen Worten kann die Bestückungsvorrichtung Abstandsstifte, insbesondere Paare von Abstandsstiften aufweisen, die aus einer Ruheposition in einen Bereich zwischen die Antennendrähte hinein abgesenkt werden können und anschließend durch eine Bewegung winklig zur Förderrichtung der Drähte in Anlage mit den Drähten gebracht werden können. Weiter können die Abstandsstifte durch eine weitere Bewegung winklig zur Förderrichtung die Position der Antennendrähte, welche sich nun in Anlage mit den Abstandsstiften befinden, so verändern, dass sich ein Abstand der Antennendrähte zueinander, zumindest in einem Bereich der Abstandsstifte, erhöht. Hierbei kann sich die Materialspannung der Antennendrähte ebenfalls temporär erhöhen. Nachdem der Transponderchip durch die Bestückungsvorrichtung zwischen den Antennendrähten positioniert/angeordnet ist, können sich die Abstandsstifte entgegen der Bewegung zur Vergrößerung des Abstands zurückbewegen, sodass sich der Abstand der Antennendrähte wieder verringert. Sobald sich die Abstandsstifte wieder zwischen den Antennendrähten befinden und/oder sich nicht weiter in Anlage mit den Antennendrähten befinden, können die Abstandsstifte wieder in die Ruheposition hinein angehoben werden bzw. aus dem Bereich zwischen den Antennendrähten entfernt werden, sodass ein Förderweg in der Förderrichtung für die Antennendrähte und den zwischen ihnen angeordneten Transponderchip freigegeben bzw. nicht behindert ist.

In einer Variante kann die Bestückungsvorrichtung weiter, alternativ oder ergänzend zu den Abstandsstiften, in einem Querschnitt dreieckförmige, zumindest abschnittsweise elliptische oder zumindest abschnittsweise trapezförmige Abstandsveränderungselemente in einen

Bereich zwischen den zumindest abschnittsweise zueinander parallel angeordneten Antennendrähte einbringen, wobei die in einem Querschnitt dreieckförmigen, zumindest ab-schnittsweise elliptischen oder zumindest abschnittsweise trapezförmigen

Abstandsveränderungselemente bereits durch das Absenken in den Bereich zwischen die Antennendrähte zunächst in Anlage mit diesen gelangen und durch ein weiteres Absenken einen Abstand der Antennendrähte zueinander temporär lokal vergrößern. Ein Anheben der in einem Querschnitt dreieckförmigen, zumindest abschnittsweise elliptischen oder zumindest abschnittsweise trapezförmigen Abstandsveränderungselemente beendet die temporäre Vergrößerung des Abstands der Antennendrähte.

Der Fachmann versteht hierbei, dass die Anzahl der Abstandsveränderungselemente im Grundsatz frei gewählt werden kann und dass bereits ein einziges Abstandsveränderungs-element im Grundsatz ausreichend ist, um einen Abstand der Antennendrähte zueinander temporär zu verändern. Ferner versteht der Fachmann, dass ein Absenken und ein Anheben im Sinne der Erfindung zwei zueinander entgegengesetzte Bewegungsrichtungen bezeich-nen, jedoch keine Position der Bestückungsvorrichtung oder Teile der Bestückungsvorrichtung in Relation zu den geförderten Antennendrähten festlegen. Insbesondere kann sich eine Ruhelage der Abstandsveränderungselemente sowohl oberhalb als auch unterhalb der geförderten Antennendrähte befinden, sodass ein Absenken stets eine Bewegung der Abstandsveränderungselemente in den Bereich zwischen den Antennendrähten hinein bezeichnet und ein Anheben stets eine Bewegung aus dem Bereich zwischen den Antennendrähten heraus bezeichnet.

In einer Weiterbildung kann die Bestückungsvorrichtung ferner Unterstützungselemente, insbesondere Unterstützungsstifte, aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet sind, einen temporär lokal vergrößerten Abstand der Antennendrähte räumlich zumindest teilweise zu begrenzen. Insbesondere können die Unterstützungselemente jeweils an einer dem Bereich zwischen den Antennendrähten abgewandten (Außen-)Seite der Antennendrähte angeordnet sein. Ferner können die Unterstützungselemente von den jeweiligen Antennendrähten zumindest soweit beabstandet sein, dass ein Förderweg in der Förderrichtung für die Anten-nendrähte und den zwischen ihnen angeordneten Transponderchip freigegeben bzw. nicht behindert ist. In einer Weiterbildung können die Unterstützungselemente zudem in einer Richtung in einem Winkel zur Förderrichtung und in einer hierzu korrespondierenden Gegenrichtung beweglich sein. Zudem können auch die Unterstützungselemente absenkbar und/oder anhebbar sein, zum Beispiel um einen Förderweg freizugeben.

Ein Vorteil hierbei ist, dass eine Beeinträchtigung weiterer Bearbeitungsstationen bzw. Bearbeitungsschritte durch den von der Bestückungsvorrichtung temporär veränderten Abstand der Antennendrähte reduziert werden kann.

Weiter kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern einen Flussmittelspen der aufweisen der dazu angeordnet und ausgebildet ist, jeweils einen Flussmittelauftrag, der ein Verlöten der Antennendrähte mit einem Transponderchip erleichtert, auf die Antennen-drähte aufzutragen.

Ferner kann eine Lötvorrichtung, dazu angeordnet und ausgebildet sein, jeweils ein Lot auf die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte und/oder auf einen Transponderchip bzw. auf einen Teil eines Transponderchips aufzubringen und die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte mit einem zwischen ihnen angeordne-ten Transponderchip zu verlöten; insbesondere kann die Lötvorrichtung gemeinsam bzw. als gemeinsame Baugruppe mit der Bestückungsvorrichtung ausgebildet sein.

Eine Verbindungsvorrichtung kann dazu angeordnet und ausgebildet sein, eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Antennendrähten herzustellen. Hierzu kann zum Beispiel eine elektrisch leitende Verbindung durch einen elektrisch leitenden Materialauftrag, welcher zum Beispiel eine Silberverbindung oder eine silberhaltige Verbindungssubstanz sein kann, zwischen den zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähten hergestellt werden. Optional kann die Verbindungsvorrichtung weiter eine Vorrichtung zur Trocknung/Antrocknung eines aufgebrachten Materialauftrags aufweisen, zum Beispiel eine Heißlufttrocknungsvorrichtung. Alternativ können die Antennendrähte zum Beispiel auch miteinander verlötet werden oder es kann ein elektrisch leitendes Verbindungselement zwischen die Antennendrähte angeordnet und mit diesen elektrisch leitend verbunden, insbesondere verlötet werden.

Weiter kann eine Isolationsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet sein, zumindest einen Teil der Antennendrähte und/oder zumindest einen Teil der elektrisch leitenden Ver-bindung mit einem Isolationsmaterial zu umgeben. Dieses kann zum Beispiel durch einen dielektrischen Materialauftrag, insbesondere durch eine Isolationslackierung, geschehen. In einer Weiterbildung kann die Isolationsvorrichtung zudem eine UV-Bestrahlungsvorrichtung umfassen, die dazu angeordnet ist, einen durch die Isolationsvorrichtung aufgebrachten Materialauftrag, insbesondere eine Isolationslackierung, mittels UV-Licht anzutrocknen und/oder auszuhärten.

Eine Trennvorrichtung, insbesondere eine Laser-Trennvorrichtung kann dazu angeordnet und ausgebildet sein, zumindest einen der Antennendrähte und/oder zumindest einen Teil des Isolationsmaterials zu durchtrennen/perforieren/unterbrechen. Hierdurch kann eine Länge einer Antenne einer zu fertigenden Transponderanordnung eingestellt bzw. hergestellt wer-den. Insbesondere können offene bzw. nicht zu einer Schleife geformte Enden einer Antenne gleichlang oder unterschiedlich lang hergestellt werden.

Zusätzlich kann eine Versiegelungsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet sein, eine Versiegelung zumindest auf einen Teil des Transponderchips und/oder auf das Isolationsmaterial und/oder auf die Antennendrähte aufzutragen. Die Versiegelung kann insbesondere ein mittels UV-Licht aushärtbarer Materialauftrag sein. Hierzu kann auch die Versiegelungsvorrichtung eine UV-Bestrahlungsvorrichtung umfassen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, einen durch die Versiegelungsvorrichtung aufgebrachten Materialauftrag mittels UV-Licht anzutrocknen und/oder auszuhärten.

Weiter kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern eine Inspektionsvorrichtung umfassen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, Eigenschafts- und/oder Positionierungsfehler eines Transponderchips und/oder einer Transponderanordnung zu ermitteln.

Eine Transponderanordnung bezeichnet hierbei eine Anordnung umfassend einen Transponderchip und zumindest jeweils einen Abschnitt von zumindest zwei Antennendrähten und/oder eine Verbindung und/oder ein Isolationsmaterial und/oder eine Versiegelung. Die Inspektionsvorrichtung kann zum Beispiel optisch erfassende Sensoren, insbesondere eine Kameraanordnung, aufweisen, die dazu geeignet ist Lage- bzw. Positionierungsfehler einer Transponderanordnung und/oder eines Teils der Transponderanordnung zu ermitteln und/oder optisch erkennbare Eigenschaftsfehler der Transponderanordnung und/oder eines Teils der Transponderanordnung zu ermitteln. In einer Weiterbildung kann die Inspektionsvorrichtung auch eine Vorrichtung zum Auslesen von RFID-Transpondern umfassen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine Transponderanordnung/einen RFID-Transponder auf Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Ferner kann die Inspektionsvorrichtung eine Schreibvorrichtung aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine Transponderanordnung/einen RFID-Transponder zu Codieren bzw. Daten an eine Transponderanordnung/einen RFID-Transponder zu übertragen. Optional kann die Schreibvorrichtung gemeinsam mit der Vorrichtung zum Codieren und/oder Auslesen von RFID-Transpondern ausgebildet sein.

In einer Variante kann die Transponderanordnung weiter eine Vereinzelungsvorrichtung aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, die Antennendrähte und/oder das Isolationsmaterial jeweils zu durchtrennen, sodass jeweils eine vereinzelte Transponderanordnung mit zumindest einem Transponderchip und zumindest einer Antennenanordnung,

insbesondere einer Schleifenantenne, entsteht/hergestellt wird, wobei die Antennenanord-nung der Transponderanordnung zumindest einen Abschnitt der durchtrennten Antennendrähte und/oder der elektrisch leitenden Verbindung umfasst.

Ein Verfahren zur Herstellung von RFID-Transpondern weist die folgenden Schritte auf:

- Bereitstellen von zumindest zwei Antennendrähten, die von einer Drahtfördervor-richtung zumindest abschnittsweise zueinander parallel in einer Förderrichtung über eine Gleitfläche gefördert werden, wobei die Antennendrähte von der Drahtfördervorrichtung im Zusammenwirken mit der Gleitfläche gespannt werden, sodass die Antennendrähte eine Materialspannung längs der Förderrichtung aufweisen;

- Anordnen eines Transponderchips zwischen die zumindest abschnittsweise zueinan-der parallel in der Förderrichtung geförderten Antennendrähte.

Optional kann das Verfahren zudem einen oder mehrere der folgenden Schritte aufweisen:

- Aufträgen eines Flussmittelauftrags auf die Antennendrähte; und/oder

- Aufbringen eines Lots auf die Antennendrähte und/oder auf einen Transponderchip und Verlöten der zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte mit einem zwischen den Antennendrähten angeordneten Transponderchip; und/oder

- Herstellen zumindest einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen den zumindest zwei Antennendrähten; und/oder

- Umgeben zumindest eines Teils der Antennendrähte und/oder zumindest eines Teils der elektrisch leitenden Verbindung mit einem Isolationsmaterial; und/oder

- Durchtrennen zumindest eines Teils der Antennendrähte und/oder zumindest eines Teils des Isolationsmaterials; und/oder

- Aufträgen einer Versiegelung zumindest auf einen Teil des Transponderchips und/oder auf das Isolationsmaterial und/oder auf die Antennendrähte; und/oder

- Ermitteln von Eigenschafts- und/oder Positionierungsfehlern eines Transponderchips und/oder einer Transponderanordnung.

Nach einem zweiten Aspekt werden eine Vorrichtung und ein Verfahren mit winklig zur För-derrichtung aufgespannten Antennendrähten vorgeschlagen.

Eine Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern weist eine Drahtfördervorrichtung mit zumindest zwei Drahtfördereinheiten auf, die dazu angeordnet und ausgebildet sind, zumindest zwei Antennendrähte in einer Förderrichtung zu fördern. Die Drahtfördereinheiten sind weiter dazu angeordnet und ausgebildet, im Zusammenwirken die zumindest zwei An-tennendrähte zueinander zumindest abschnittsweise parallel in einem Winkel, insbesondere in einem Winkel von im Wesentlichen 90°, zur Förderrichtung zu spannen, sodass die ab- schnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte eine Materialspannung in einem Winkel, insbesondere in einem Winkel von im Wesentlichen 90°, zur Förderrichtung aufweisen. Zumindest eine Bestückungsvorrichtung ist dazu angeordnet und ausgebildet, einen Transpon-derchip zwischen den in einem Winkel, insbesondere in einem Winkel von im Wesentlichen 90°, zur Förderrichtung gespannten Antennendrähten bzw. Antennendrahtabschnitten anzu-ordnen.

Die Drahtfördereinheiten können insbesondere dazu angeordnet und ausgebildet sein, die zumindest zwei Antennendrähte derart aufzunehmen und/oder zu fördern, dass eine Vielzahl von einzelnen Abschnitten der Antennendrähte jeweils zueinander parallel und in einem Winkel, insbesondere in einem Winkel von im Wesentlichen 90°, zur Förderrichtung ge-spannt/aufgespannt sind. Hierbei können insbesondere jeweils ein Abschnitt eines ersten der zumindest zwei Antennendrähte und ein Abschnitt eines zweiten der zumindest zwei Antennendrähte benachbart und zumindest abschnittsweise parallel zueinander angeordnet/ gespannt/aufgespannt sein.

Mit anderen Worten kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern zumindest zwei Antennendrähte in einer Förderrichtung fördern, wobei jeweils eine Vielzahl einzelner Abschnitte der geförderten Drähte jeweils parallel zueinander und gleichzeitig in einem Win-kel zur Förderrichtung angeordnet ist.

Ein Spannen eines Antennendrahtes im Sinne der Erfindung bezeichnet hierbei das Ausüben einer Kraft und/oder das Hervorrufen bzw. Bewirken einer Materialspannung längs der Län-genrichtung bzw. Dochtlinie zumindest eines Abschnitts eines Antennendrahtes. Mit anderen Worten ist ein Abschnitt eines Antennendrahtes dann gespannt, wenn eine Kraft parallel zu seiner Längenausdehnung wirkt, sodass eine Materialspannung in dem Antennendrahtabschnitt besteht, welche zumindest nicht vollständig durch eine Deformation des Antennendrahts ausgeglichen werden kann, und der Antennendrahtabschnitt in der Richtung der wirkenden Kraft ausgerichtet ist.

Ein Vorteil dieser Vorrichtung ist es, dass zumindest ein Paar von Antennendrähten jeweils Abschnittsweise gespannt/aufgespannt und an verschiedenen Bearbeitungsstationen vorbei gefördert werden kann, wobei der jeweils gespannte Abschnitt deutlich kleiner sein kann als eine Länge des (Gesamt-)Förderwegs. Somit ist lediglich eine begrenzte Spannkraft zum spannen der Antennendrähte notwendig, welche zudem nicht von der Länge des Förderwegs der Vorrichtung abhängig ist. Hierdurch lässt sich - zumindest theoretisch - ein Förderweg beliebiger Länge und mit beliebig vielen Bearbeitungsstationen bzw. Bearbeitungsschritten implementieren, ohne dass hierzu die Spannkraft, welche auf die Abschnitte des Antennendrahtes auszuüben ist, erhöht werden müsste.

Die Drahtfördereinheiten können gemeinsam einen Innenraum umformen. Insbesondere können die Antennendrähte bzw. die in einem Winkel zur Förderrichtung gespannten Abschnitte der Antennendrähte den durch die Drahtfördereinheiten umformten Innenraum überspannen/queren.

Ein Abstand der Drahtfördereinheiten zueinander kann veränderbar sein. Hierdurch kann eine Position der Drahtfördereinheiten justiert werden und/oder eine auf die in einem Winkel zur Förderrichtung gespannten Abschnitte der Antennendrähte ausgeübte Spannkraft hervorgerufen und/oder eingestellt werden.

Die Drahtfördereinheiten können zum Beispiel als in der Förderrichtung umlaufende, insbesondere quasi-endlose, Fördervorrichtungen, insbesondere als in der Förderrichtung umlaufende Förderbänder oder als in der Förderrichtung umlaufende Förderketten, ausgestaltet sein.

In einer Variante können die Drahtfördereinheiten eine Vielzahl von Antennendrahtaufnehmern und/oder eine Vielzahl von Antennendrahtaufnehmerpaaren aufweisen. Die Antennendrahtaufnehmer können Haken, Ösen, Stifte, Rollen und/oder Umlenkelemente umfassen. Insbesondere können die Antennendrahtaufnehmer in einem Winkel von 90° zur Förderrichtung und in einem Winkel von 90° zu den abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähten von den Drahtfördereinheiten, zum Beispiel von einer Förderkette, abstehen.

Die Antennendrahtaufnehmer und/oder die Antennendrahtaufnehmerpaare können jeweils in einem regelmäßigen Abstand zueinander an den Drahtfördereinheiten angeordnet sein.

Ferner können die Antennendrahtaufnehmer und/oder die Antennendrahtaufnehmerpaare jeweils dazu angeordnet und ausgebildet sein, jeweils mit einem Antennendraht in Anlage gebracht zu werden, wobei der Antennendraht eine Materialspannung aufweist, und/oder die Antennendrahtaufnehmer und/oder die Antennendrahtaufnehmerpaare können dazu angeordnet und ausgebildet sein, jeweils im Zusammenwirken einen Abschnitt der Antennendrähte, welcher zwischen den Antennendrahtaufnehmern/ Antennendrahtaufnehmerpaaren angeordnet ist, zu spannen, sodass der Abschnitt der Antennendrähte jeweils eine Materialspannung aufweist.

In einer Variante kann die Drahtfördervorrichtung eine oder mehrere Bereitstellungsroilen und/oder eine oder mehrere Umlenkrollen und/oder eine Aufnahmerolle aufweisen.

In einer Variante kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern eine Verlege-vorrichtung aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, die zumindest zwei Anten nendrähte jeweils mit einem Antennendrahtaufnehmer einer Drahtfördereinheit und/oder mit einem Antennendrahtaufnehmerpaar einer Drahtfördereinheit in Anlage zu brin-gen/anzuordnen, sodass die Antennendrähte zwischen zwei jeweils voneinander beabstande-ten Antennendrahtaufnehmern oder Antennendrahtaufnehmerpaaren eine Materialspannung aufweisen.

Die Verlegevorrichtung kann hierzu insbesondere zumindest zwei Verlegearme aufweisen, die jeweils dazu angeordnet und ausgebildet sind, jeweils einen der zumindest zwei Anten-nendrähte, die zum Beispiel von einer Bereitsteliungsrolie als quasi-endloser Antennendraht abgerollt werden, aufzunehmen und jeweils abwechselnd mit jeweils einem Aufnehmer einer ersten und einer zweiten Drahtfördervorrichtung in Anlage zu bringen/anzuordnen, wobei der angeordnete bzw. in Anlage gebrachte Antennendraht hierbei zwischen den Aufnehmern gespannt ist, sodass der zwischen den Aufnehmern angeordnete Abschnitt des jeweiligen Antennendrahtes eine Materialspannung in einem Winkel, insbesondere in einem Winkel von im Wesentlichen 90°, zur Förderrichtung aufweist.

Weiter kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern auch zumindest eine Ablösevorrichtung umfassen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, zumindest einen von den zumindest zwei Drahtfördereinheiten geförderten Antennendraht von den Drahtfördereinheiten bzw. von den Aufnehmern der Drahtfördereinheiten abzulösen.

In einer Weiterbildung kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern zudem eine, insbesondere zumindest teilweise konvexe, Gleitfläche aufweisen, wobei die Drahtfördereinheiten ferner dazu angeordnet und ausgebildet sind, die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte zumindest abschnittsweise über die Gleitfläche hinweg zu fördern und die Antennendrähte im Zusammenwirken mit der Gleitfläche zu spannen, sodass die Antennendrähte eine Materialspannung in einem Winkel, insbesondere in einem Winkel von im Wesentlichen 90°, zur Förderrichtung aufweisen.

Ein Vorteil der Gleitfläche ist es, dass eine Spannung der Antennendrähte bzw. der einzelnen Abschnitte der Antennendrähte jeweils befördert wird, wobei eine auf die Antennendrähte bzw. die einzelnen Abschnitte der Antennendrähte ausgeübte Spannkraft reduziert werden kann.

Weiter kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern zumindest eine Unter-lagenfördervorrichtung aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine Verarbei-tungsunterlage, insbesondere ein Silikonpapier, in der Förderrichtung über die Gleitfläche zu fördern. Die Unterlagenfördervorrichtung kann eine Unterlagenbereitstellungsrolle und/oder eine oder mehrere Umlenkrollen und/oder eine Unterlagenaufnahmerolle aufweisen.

Ein Vorteil hierbei ist, dass die Antennendrähte nicht unmittelbar in Anlage mit der Gleitflä-che sondern auf der Verarbeitungsunterlage gefördert werden können. Hierdurch wird zum Beispiel eine Verschmutzung der Gleitfläche während der Fertigung der RFID-Transponder vermieden.

Die Unterlagenfördervorrichtung kann ferner dazu angeordnet und ausgebildet sein, die Verarbeitungsunterlage im Zusammenwirken mit der Gleitfläche zu spannen, sodass die Verarbeitungsunterlage eine Materialspannung in der Förderrichtung aufweist.

Ein Spannen der Verarbeitungsunterlage im Sinne der Erfindung bezeichnet hierbei das Ausüben einer Kraft und/oder das Hervorrufen bzw. Bewirken einer Materialspannung längs der Längenrichtung einer insbesondere streifenförmigen Verarbeitungsunterlage, welche insbesondere ein Silikonpapier sein kann. Mit anderen Worten ist eine Verarbeitungsunterla-ge dann gespannt, wenn eine Kraft parallel zu ihrer Längenausdehnung wirkt, sodass eine Materialspannung in der Verarbeitungsunterlage besteht, welche zumindest nicht vollständig durch eine Deformation der Verarbeitungsunterlage ausgeglichen werden kann, und die Verarbeitungsunterlage in der Richtung der wirkenden Kraft ausgerichtet ist.

Weiter kann die Unterlagenfördervorrichtung die Verarbeitungsunterlage in derselben Fördergeschwindigkeit fördern, in der die Drahtfördervorrichtung bzw. die Drahtfördereinheiten die Antennendrähte fördern, sodass zwischen der Verarbeitungsunterlage und den Antennendrähten keine Relativbewegung/Relativgeschwindigkeit auftritt.

Ein Vorteil hierbei ist, dass keine oder nur wenig Reibung zwischen den Antennendrähten und der Verarbeitungsunterlage auftritt, sodass einem ungewollten/unbeabsichtigten Ver-schieben und/oder einer ungewollten/unbeabsichtigten Positionsveränderung der Antennendrähte aufgrund einer Reibung der Antennendrähte auf der Gleitunterlage entgegengewirkt werden kann.

Die Unterlagenfördervorrichtung kann die Verarbeitungsunterlage taktweise fördern. Ebenso können die Drahtfördervorrichtung bzw. die Drahtfördereinheiten die Antennendrähte takt- weise fördern. Ein Vorteil hierbei ist, dass sich die Antennendrähte und/oder die Verarbeitungsunterlage während einer Fertigung bzw. Bearbeitung durch eine Fertigungsstation, zum Beispiel während der Anordnung eines Transponderchips durch eine Bestückungsvorrichtung, in einer Ruhelage befinden. Mit anderen Worten ermöglicht ein taktweises Fördern der Antennendrähte und/oder der Verarbeitungsunterlage, dass die Antennendrähte und/oder die Verarbeitungsunterlage während einer Fertigung bzw. Bearbeitung durch eine Fertigungssta-tion keine Relativbewegung/Relativgeschwindigkeit in der Förderrichtung zu der jeweiligen Fertigungsstation aufweisen.

Die Unterlagenfördervorrichtung kann zudem dazu angeordnet und ausgebildet sein, die Verarbeitungsunterlage in Anlage mit der Gleitfläche anzuordnen und die Verarbeitungsun-terlage mit einer Gleitreibung über die Gleitfläche zu fördern.

Die Drahtfördervorrichtung bzw. die Drahtfördereinheiten können dazu angeordnet und ausgebildet sein, die Antennendrähte zumindest abschnittsweise in Anlage mit der Gleitfläche anzuordnen und die Antennendrähte mit einer Gleitreibung über die Gleitfläche zu fördern.

Alternativ können die Drahtfördervorrichtung bzw. die Drahtfördereinheiten dazu ausgebildet und angeordnet sein, die Antennendrähte zumindest abschnittsweise in Anlage mit der Verarbeitungsunterlage anzuordnen.

Ferner kann die Unterlagenfördervorrichtung eine Unterlagenbereitstellungsrolle und/oder eine oder mehrere Umlenkrollen und/oder eine Unterlagenaufnahmerolle aufweisen.

Ein Vorteil hierbei ist, dass die Gleitunterlage als quasi-endloses Fertigungsmaterial bereitgestellt werden kann, sodass die Effizienz einer Fertigung von großen Stückzahlen von RFID-Transpondern befördert wird.

In einer Variante kann die Bestückungsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet sein, einen Abstand von zueinander parallelen Antennendrahtabschnitten temporär lokal zu verändern, sodass die Antennendrahtabschnitte im Bereich der Bestückungsvorrichtung temporär einen Bestückungsabstand zueinander aufweisen, der größer ist als der Abstand der Antennendrahtabschnitte außerhalb des Bereichs der Bestückungsvorrichtung. Hierdurch können insbesondere in einem Querschnitt T-förmige Transponderchips und/oder Transponderchips mit einer seitlichen Vertiefung zur Aufnahme von Antennendrähten zwischen den parallelen Antennendrahtabschnitten angeordnet werden.

Mit anderen Worten ist die Bestückungsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet, den Abstand zwischen den zwei Antennendrähten in einem vorbestimmten Bereich bzw. Drahtabschnitt vorübergehend zu vergrößern, sodass das Anordnen eines Transponderchips zwischen den Antennendrähten ermöglicht oder zumindest erleichtert wird. Anschließend, nach dem Positionieren des Transponderchips in einem von den Antennendrahtabschnitten umgebenen Zwischenraum, kann die Bestückungsvorrichtung den Abstand zwischen den Antennendrahtabschnitten wieder auf den ursprünglichen Abstand reduzieren, sodass die

Antennendrahtabschnitte vorzugsweise jeweils in Anlage mit dem zwischen ihnen positionierten Transponderchip angeordnet sind.

Weiter kann die Bestückungsvorrichtung ein oder mehrere Abstandsveränderungselement/e, insbesondere Abstandsstifte, aufweisen, die jeweils in einer Richtung und in einer der Richtung entgegengesetzten Gegenrichtung beweglich sind, wobei die Richtung und die Gegenrichtung zum Beispiel parallel zu Förderrichtung und orthogonal zur Flächennormalen einer durch die zumindest parallelen Antennendrahtabschnitte verlaufenden Ebene verlaufen.

Ferner können die Abstandsveränderungselemente parallel zu einer Flächennormalen einer durch die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte verlaufenden Ebene absenkbar und anhebbar sein, wobei die Abstandsveränderungselemente in einem abgesenkten Zustand zwischen den geförderten Antennendrahtabschnitten angeordnet sind und in einem angehobenen Zustand nicht zwischen den geförderten Antennendrahtabschnitten angeordnet sind.

Mit anderen Worten kann die Bestückungsvorrichtung Abstandsstifte, insbesondere Paare von Abstandsstiften aufweisen, die aus einer Ruheposition in einen Bereich zwischen die zueinander parallelen Antennendrahtabschnitte hinein abgesenkt werden können und anschließend, durch eine Bewegung parallel zur Förderrichtung der Antennendrahtabschnitte, in Anlage mit den Antennendrahtabschnitten gebracht werden können. Weiter können die Abstandsstifte durch eine weitere Bewegung parallel zur Förderrichtung die Position der Antennendrahtabschnitte, welche sich nun in Anlage mit den Abstandsstiften befinden, so verändern, dass sich ein Abstand der Antennendrahtabschnitte zueinander, zumindest in einem Bereich der Abstandsstifte, erhöht. Hierbei kann sich die Materialspannung der Antennendrahtabschnitte ebenfalls temporär erhöhen. Nachdem der Transponderchip durch die Bestückungsvorrichtung zwischen den Antennendrahtabschnitten positioniert/angeordnet ist, können sich die Abstandsstifte entgegen der Bewegung zur Vergrößerung des Abstands zurückbewegen, sodass sich der Abstand der Antennendrahtabschnitte wieder verringert. Sobald sich die Abstandsstifte wieder zwischen den Antennendrahtabschnitten befinden und/oder sich nicht weiter in Anlage mit den Antennendrahtabschnitten befinden, können die Abstandsstifte wieder in die Ruheposition hinein angehoben werden bzw. aus dem Bereich zwischen den Antennendrahtabschnitten entfernt werden, sodass ein Förderweg in der För-derrichtung für die Antennendrahtabschnitte und den zwischen ihnen angeordneten Transponderchip freigegeben bzw. nicht behindert ist.

In einer Variante kann die Bestückungsvorrichtung weiter, alternativ oder ergänzend zu den Abstandsstiften, in einem Querschnitt dreieckförmige, zumindest abschnittsweise elliptische oder zumindest abschnittsweise trapezförmige Abstandsveränderungselemente in einen Bereich zwischen den parallel angeordneten Antennendrahtabschnitten einbringen, wobei die in einem Querschnitt dreieckförmigen, zumindest abschnittsweise elliptischen oder zumindest abschnittsweisen trapezförmige Abstandsveränderungselemente bereits durch das Absenken in den Bereich zwischen die Antennendrahtabschnitte zunächst in Anlage mit diesen gelangen und durch ein weiteres Absenken einen Abstand der Antennendrahtabschnitte zueinander temporär lokal vergrößern. Ein Anheben der in einem Querschnitt dreieckförmigen, zumindest abschnittsweise elliptischen oder zumindest abschnittsweise trapezförmigen Abstandsveränderungselemente beendet die temporäre Vergrößerung des Abstands der Anten-nendrahtabschnitte.

Der Fachmann versteht hierbei, dass die Anzahl der Abstandsveränderungselemente im Grundsatz frei gewählt werden kann und dass bereits ein einziges Abstandsveränderungselement im Grundsatz ausreichend ist, um einen Abstand der Antennendrähte zueinander temporär zu verändern. Ferner versteht der Fachmann, dass ein Absenken und ein Anheben im Sinne der Erfindung zwei zueinander entgegengesetzte Bewegungsrichtungen bezeichnen, jedoch keine Position der Bestückungsvorrichtung oder Teile der Bestückungsvorrich-tung in Relation zu den geförderten Antennendrähten festlegen. Insbesondere kann sich eine Ruhelage der Abstandsveränderungselemente sowohl oberhalb als auch unterhalb der geförderten Antennendrähte befinden, sodass ein Absenken stets eine Bewegung der Abstandsveränderungselemente in den Bereich zwischen den Antennendrahtabschnitten hinein bezeichnet und ein Anheben stets eine Bewegung aus dem Bereich zwischen den Antennen-drahtabschnitten heraus bezeichnet.

In einer Weiterbildung kann die Bestückungsvorrichtung ferner Unterstützungselemente, insbesondere Unterstützungsstifte, aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet sind, einen temporär lokal vergrößerten Abstand der Antennendrahtabschnitte räumlich zumindest teilweise zu begrenzen. Insbesondere können die Unterstützungselemente jeweils an einer dem Bereich zwischen den Antennendrahtabschnitten abgewandten (Außen-)Seite der Antennendrahtabschnitte angeordnet sein. In einer Weiterbildung können die Unterstützungselemente zudem in einer Richtung in einem Winkel zur Förderrichtung und in einer hierzu korrespondierenden Gegenrichtung beweglich sein. Zudem können auch die Unterstützungselemente absenkbar und/oder anhebbar sein, zum Beispiel um einen Förderweg freizugeben.

Ein Vorteil hierbei ist, dass einem unbeabsichtigten Lösen der Antennendrähte von den Aufnehmern der Drahtfördereinheiten aufgrund einer Veränderung des Abstandes der zueinander geförderten Antennendrahtabschnitte bzw. Aufgrund einer Veränderung der Positionierung der Antennendrahtabschnitte entgegengewirkt wird.

Weiter kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern einen Flussmittelspen der aufweisen der dazu angeordnet und ausgebildet ist, jeweils einen Flussmittelauftrag, der ein Verlöten der Antennendrähte mit einem Transponderchip erleichtert, auf die Antennendrähte aufzutragen.

Ferner kann eine Lötvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet sein, jeweils ein Lot auf die zueinander parallelen Antennendrahtabschnitte und/oder auf einen Transponderchip bzw. auf einen Teil eines Transponderchips aufzubringen und die zueinander parallelen Antennendrahtabschnitte mit einem zwischen ihnen angeordneten Transponderchip zu verlöten; insbesondere kann die Lötvorrichtung gemeinsam bzw. als gemeinsame baugruppe mit der Bestückungsvorrichtung ausgebildet sein.

Eine Verbindungsvorrichtung kann dazu angeordnet und ausgebildet sein, eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Antennendrähten herzustellen. Hierzu kann zum Beispiel eine elektrisch leitende Verbindung durch einen elektrisch leitenden Materialauftrag, welcher zum Beispiel eine Silberverbindung oder eine silberhaltige Verbindungssubstanz sein kann, zwischen den zueinander parallelen Antennendrahtabschnitten hergestellt werden. Alternativ können die Antennendrähte zum Beispiel auch miteinander verlötet werden oder es kann ein elektrisch leitendes Verbindungselement zwischen den parallelen Antennendrahtabschnitten angeordnet und mit diesen elektrisch leitend verbunden, insbesondere verlötet werden.

Weiter kann eine Isolationsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet sein, zumindest einen Teil der Antennendrähte und/oder zumindest einen Teil der elektrisch leitenden Verbindung mit einem Isolationsmaterial zu umgeben. Dieses kann zum Beispiel durch einen dielektrischen Materialauftrag, insbesondere durch eine Isolationslackierung, geschehen. In einer Weiterbildung kann die Isolationsvorrichtung zudem eine UV-Bestrahlungsvorrichtung umfassen, die dazu angeordnet ist, einen durch die Isolationsvorrichtung aufgebrachten Materialauftrag, insbesondere eine Isolationslackierung, mittels UV-Licht anzutrocknen und/oder auszuhärten.

Eine Trennvorrichtung, insbesondere eine Laser-Trennvorrichtung kann dazu angeordnet und ausgebildet sein, zumindest einen der Antennendrähte und/oder zumindest einen Teil des Isolationsmaterials zu durchtrennen/perforieren/unterbrechen. Hierdurch kann eine Länge einer Antenne einer zu fertigenden Transponderanordnung eingestellt bzw, hergestellt wer-den. Insbesondere können offene bzw. nicht zu einer Schleife geformte Enden einer Antenne gleichlang oder unterschiedlich lang hergestellt werden.

Zusätzlich kann eine Versiegelungsvorrichtung dazu angeordnet und ausgebildet sein, eine Versiegelung zumindest auf einen Teil des Transponderchips und/oder auf das Isolationsma-terial und/oder auf die Antennendrähte aufzutragen. Die Versiegelung kann insbesondere ein mittels UV-Licht aushärtbarer Materialauftrag sein. Hierzu kann auch die Versiegelungsvor-richtung eine UV-Bestrahlungsvorrichtung umfassen, die dazu angeordnet ist, einen durch die Versiegelungsvorrichtung aufgebrachten Materialauftrag mittels UV-Licht anzutrocknen und/oder auszuhärten.

Weiter kann die Vorrichtung zur Herstellung von RFID-Transpondern eine Inspektionsvorrich-tung umfassen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, Eigenschafts- und/oder Positionie-rungsfehler eines Transponderchips und/oder einer Transponderanordnung zu ermitteln.

Eine Transponderanordnung bezeichnet hierbei eine Anordnung umfassend einen Transpon-derchip und zumindest jeweils einen Abschnitt von zumindest zwei Antennendrähten und/oder eine elektrisch leitende Verbindung und/oder ein Isolationsmaterial und/oder eine Versiegelung. Die Inspektionsvorrichtung kann zum Beispiel optisch erfassende Sensoren, insbesondere eine Kameraanordnung, aufweisen, die dazu geeignet ist Lage- bzw. Positionierungsfehler einer Transponderanordnung und/oder eines Teils der Transponderanordnung zu ermitteln und/oder optisch erkennbare Eigenschaftsfehler der Transponderanordnung und/oder eines Teils der Transponderanordnung zu ermitteln. In einer Weiterbildung kann die Inspektionsvorrichtung auch eine Vorrichtung Auslesen von RFID-Transpondern umfas-sen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine Transponderanordnung/einen RFID-Transponder auf Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Ferner kann die Inspektionsvorrichtung eine Schreibvorrichtung aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine Transpon-deranordnung/einen RFID-Transponder zu Codieren bzw. Daten an eine Transponderanordnung/einen RFID-Transponder zu übertragen. Optional kann die Schreibvorrichtung gemeinsam mit der Vorrichtung zum Codieren und/oder Auslesen von RFID-Transpondern ausgebildet sein.

In einer Variante kann die Transponderanordnung weiter eine Vereinzelungsvorrichtung aufweisen, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, die Antennendrähte und/oder das Isolationsmaterial jeweils zu durchtrennen, sodass jeweils eine vereinzelte Transponderanord- nung mit zumindest einem Transponderchip und zumindest einer Antennenanordnung, insbesondere einer Schleifenantenne, entsteht/hergestellt wird, wobei die Antennenanordnung der Transponderanordnung zumindest einen Abschnitt der durchtrennten Antennendrähte und/oder der elektrisch leitenden Verbindung umfasst.

Ein Verfahren zur Herstellung von RFID-Transpondern weist die folgenden Schritte auf:

- Bereitstellen von zumindest zwei Antennendrähten, die von einer Drahtfördervor-richtung mit zumindest zwei Drahtfördereinheiten in einer Förderrichtung gefördert werden, wobei die Drahtfördereinheiten dazu angeordnet und ausgebildet sind, im Zusammenwirken die Antennendrähte zueinander zumindest abschnittsweise parallel und in einem Winkel zur Förderrichtung zu spannen/aufzuspannen, sodass die abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte eine Materialspannung in einem Winkel zur Förderrichtung aufweisen; und

- Anordnen eines Transponderchips zwischen den zueinander zumindest abschnittsweise parallelen und in einem Winkel zur Förderrichtung gespannten Antennendrähten.

Optional kann das Verfahren zudem einen oder mehrere der folgenden Schritte aufweisen:

- Aufträgen eines Flussmittelauftrags auf die Antennendrähte; und/oder

- Aufbringen eines Lots auf die Antennendrähte und/oder auf einen Transponderchip und Verlöten der zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte mit einem zwischen den Antennendrähten angeordneten Transponderchip; und/oder

- Herstellen zumindest einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen den zumindest zwei Antennendrähten; und/oder

- Umgeben zumindest eines Teils der Antennendrähte und/oder zumindest eines Teils der elektrisch leitenden Verbindung mit einem Isolationsmaterial; und/oder

- Durchtrennen zumindest eines Teils der Antennendrähte und/oder zumindest eines Teils des Isolationsmaterials; und/oder

- Aufträgen einer Versiegelung zumindest auf einen Teil des Transponderchips und/oder auf das Isolationsmaterial und/oder auf die Antennendrähte; und/oder

- Ermitteln von Eigenschafts- und/oder Positionierungsfehlern eines Transponderchips und/oder einer Transponderanordnung.

Es ist für den Fachmann ersichtlich, dass die zuvor beschriebenen Aspekte und Merkmale beliebig kombiniert werden können.

Kurzbeschreibunq der Figuren

Weitere Merkmale, Eigenschaften, Vorteile und mögliche Abwandlungen werden für einen Fachmann anhand der nachstehenden Beschreibung deutlich, in der auf die beigefügten

Zeichnungen Bezug genommen ist. Dabei zeigen alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den hier offenbarten Gegenstand.

Die Abmessungen und Proportionen der in den Figuren gezeigten Vorrichtungen und Komponenten sind nicht maßstäblich.

Fig. la - lc zeigen schematisch Beispiele für Transponderchips, die für eine Handhabung mit den offenbarten Vorrichtungen geeignet sind und eine schematische Darstellung einer Transponderanordnung, die mit den offenbarten Vorrichtungen hergestellt werden kann.

Fig. 2 zeigt schematisch ein Beispiel für eine Vorrichtung zur Herstellung von RFID- Transpondern mit einer Gleitfläche.

Fig. 3 zeigt schematisch ein Beispiel für eine Positionierung eines Transponderchips zwischen zwei zueinander parallel geförderten Antennendrähten mit einer Bestückungseinrichtung.

Fig. 4 zeigt schematisch ein Beispiel für einzelne Schritte einer Herstellung einer

Transponderanordnung mit einer Vorrichtung wie in Fig. 2 gezeigt.

Fig. 5 zeigt schematisch ein Beispiel für eine Vorrichtung zur Herstellung von RFID- Transpondern mit winklig zur Förderrichtung gespannten Antennendrähten.

Fig. 6 zeigt schematisch ein Beispiel für eine Positionierung eines Transponderchips zwischen zwei zueinander parallel geförderten Antennendrähten mit einer Bestückungseinrichtung.

Fig. 7 zeigt schematisch ein Beispiel für einzelne Schritte einer Herstellung einer

Transponderanordnung mit einer Vorrichtung wie in Fig. 5 gezeigt.

Fig. 8 zeigt schematisch ein Beispiel für einzelne Schritte einer Herstellung einer

Transponderanordnung.

Detaillierte Beschreibung der Figuren

Vergleichbare bzw. gleiche und gleichwirkende Komponenten und Merkmale sind in den Figuren jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen. Teilweise ist in den Figuren aus Übersichtsgründen auch auf Bezugszeichen einzelner Merkmale und Komponenten verzichtet worden, wobei diese Merkmale und Komponenten in anderen Figuren bereits mit Bezugszei-chen versehen sind. Die Komponenten und Merkmale, die in Bezug auf die weiteren Figuren nicht erneut beschrieben sind, ähneln in ihrer Ausbildung und Funktion den entsprechenden Komponenten und Merkmalen gemäß den anderen Figuren.

Fig. la und 1b zeigen jeweils Beispiele für Transponderchips 10; 20, welche sich für eine Handhabung mit den offenbarten Vorrichtungen eignen, in einer Querschnittsansicht. Die gezeigten Transponderchips 10; 20 sind jedoch nur Beispiele zum verbesserten Verständnis der offenbarten Vorrichtungen, welche sich selbstverständlich ebenso auch für die Handhabung anderer, hier nicht gezeigter elektronischer Bauteile eignen.

Fig. la zeigt ein Beispiel für einen Transponderchip 10 mit im Wesentlichen quaderförmigen Außenelementen 12, 16, welche ein ebenfalls im Wesentlichen quaderförmiges Innenelement 14 teilweise umgeben. Die Außenelemente 12, 16 bilden gemeinsam mit dem Innenelement 14 jeweils eine seitliche Vertiefung an zwei einander gegenüberliegenden Seitenflächen des Transponderchips 10 aus, welche jeweils zur Aufnahme bzw. zur Anordnung von Antennendrähten 200a, 200b geeignet sind. Hierzu weist der schematisch gezeigte Transponderchip 10 im Bereich der seitlichen Vertiefungen jeweils elektrische Kontakte 18a, 18b für eine Transponderantenne auf. Die Kontakte 18a, 18b sind hierbei jeweils so angeordnet, dass sie jeweils in den seitlichen Vertiefungen anzuordnende Antennendrähte 200a, 200b elektrisch leitend kontaktieren.

Fig. lb zeigt schematisch einen alternativen Transponderchip 20. Der Transponderchip 20 hat ebenfalls ein im Wesentlichen quaderförmiges Außenelement 22 und ein im Wesentlichen quaderförmiges Innenelement 24. Abweichend von dem in Fig. la schematisch gezeigten Beispiel hat der Transponderchip 20 jedoch ein pyramidenstumpfförmiges Außenelement 26, welches abgeschrägte Außenflächen aufweist, die eine Positionierung des Transponderchips 20 zwischen zwei parallele Antennendrähte 200a, 200b erleichtern.

Analog zu dem in Fig. la gezeigten Beispiel weist auch der Transponderchip 20 seitliche Vertiefungen an zwei einander gegenüberliegenden Seitenflächen auf, die jeweils dazu geeignet sind, die Antennendrähte 200a, 200b aufzunehmen. Ferner hat der Transponderchip 20 die elektrischen Kontakte 28a, 28b, die jeweils so angeordnet sind, dass sie jeweils in den seitlichen Vertiefungen anzuordnende Antennendrähte 200a, 200b elektrisch leitend kontaktieren.

Die gezeigten seitlichen Vertiefungen sind jedoch ausdrücklich nicht notwendig, damit sich ein Transponderchip für eine Handhabung durch die im Folgenden beschriebenen Vorrichtungen eignet. Ebenso können - zum Beispiel - auch T-förmige elektronische Bauteile, insbesondere T-förmige Transponderchips, zwischen den Antennendrähten positioniert werden.

Fig. lc zeigt schematisch vereinfacht eine Transponderanordnung 11, wie sie von den im Folgenden beschriebenen Vorrichtungen hergestellt werden kann. Die Transponderanord nung 11 umfasst einen Transponderchip 10, der zwischen zwei Antennendrähten 200a, 200b angeordnet ist, wobei die Antennendrähte 200a, 200b jeweils die elektrischen Kontakte 18a, 18b (in Fig. lc nicht gezeigt, siehe Fig. la) des Transponderchips 10 kontaktieren. Die An-tennendrähte 200a, 200b sind mit einer elektrisch leitenden Verbindung 201 zu einer Schleifenantenne verbunden. Ferner sind die Enden der Antennendrähte 200a, 200b, welche auf der der Schleifenantenne abgewandten Seite des Transponderchips 10 angeordnet sind, ungleich bzw. ungleich lang ausgebildet.

Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung 1000 zur Herstellung von RFID-Transpondern.

Hierbei wird ein erster Antennendraht 200a von einer ersten Bereitstellungsrolle 202a als quasi-endloser Antennendraht bereitgestellt und taktweise über die Umlenkrollen 204 zu einer Aufnahmerolle 206 gefördert. Parallel zu dem ersten Antennendraht 200a wird ein zweiter Antennendraht 200b von einer zweiten Bereitstellungsrolle 202b als quasi-endloser Antennendraht bereitgestellt und taktweise über die Umlenkrollen 204 zu einer Aufnahmerolle 206 gefördert. Die taktweise geförderten Antennendrähte 200a, 200b sind hierbei zueinander parallel angeordnet und werden von den Umlenk- und Aufnahmerollen zueinander parallel gefördert. Mit anderen Worten sind die Antennendrähte 200a, 200b zueinander geometrisch parallel angeordnet und werden jeweils gleichzeitig taktweise von den Bereitstellungsrollen 202a, 202b zu der Aufnahmerolle 206 gefördert.

Ferner zeigt die Fig. 2 schematisch eine konvexe Gleitfläche 102. Die Gleitfläche 102 ist im gezeigten Beispiel mit Polytetrafluorethylen beschichtet. Die Gleitfläche 102 ist die den An-tennendrähten 200a, 200b zugewandte Oberfläche eines in der Fig. 2 lediglich schematisch angedeuteten Körpers unterhalb des Förderwegs der Antennendrähte 200a, 200b.

Die zueinander parallel angeordneten Antennendrähte 200a, 200b werden von den Bereit-stellungs-, Umlenk- und Aufnahmerollen jeweils zueinander zeitlich und geometrisch parallel über die Gleitfläche 102 hinweg in der Förderrichtung F gefördert.

Weiter umfasst die in Fig. 2 gezeigte Vorrichtung eine Unterlagenbereitstellungsrolle 104, die Unterlagenumlenkrollen 106 und eine Unterlagenaufnahmerolle 108. Die Unterlagenbereit-stellungsrolle 104, die Unterlagenumlenkrollen 106 und die Unterlagenaufnahmerolle 108 fördern gemeinsam ein streifenförmiges quasi-endloses Silikonpapier 100 in der Förderrich-tung F über die Gleitfläche 102.

Die Förderung des Silikonpapiers geschieht analog zur Förderung der Antennendrähte 200a, 200b taktweise. Weiter wird das streifenförmige quasi-endlose Silikonpapier in der gleichen Geschwindigkeit in der Förderrichtung F über die Gleitfläche 102 gefördert wie die Antennendrähte 200a, 200b, sodass im Bereich der Gleitfläche 102 keine oder nahezu keine Relativbewegung und/oder Relativgeschwindigkeit zwischen den Antennendrähten 200a, 200b und dem streifenförmigen Silikonpapier 100 auftritt.

Das Silikonpapier 100 wird von der Unterlagenbereitstellungsrolle 104, den Unterlagenumlenkrollen 106 und der Unterlagenaufnahmerolle 108 mit einer Materialspannung und in Anlage mit der Gleitfläche 102 gefördert. Die konvexe Gleitfläche 102 verlängert einen Förderweg des Silikonpapiers 100 zwischen den Umlenkrollen 106 und bewirkt somit im Zusammenwirken mit der Unterlagenbereitstellungsrolle 104, den Unterlagenumlenkrollen 106 und der Unterlagenaufnahmerolle 108 die Materialspannung des Silikonpapiers 100. Im Bereich der Gleitfläche 102 ist die Materialspannung des Silikonpapiers im Wesentlichen in Richtung der Förderrichtung F gerichtet.

Die Materialspannung des Silikonpapiers 100 stellt einerseits sicher, dass das Silikonpapier 100 stets in Anlage mit der Gleitfläche 102 gefördert wird und bewirkt zum anderen, das ein unbeabsichtigtes Verrutschen oder Falten des Silikonpapiers 100 während der Verarbeitung unterbunden oder zumindest erschwert wird.

Weiter sind in dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel die Bereitstellungsrollen 202a, 202b, die Umlenkrollen 204 und die gemeinsame Aufnahmerolle 206 dazu angeordnet und ausgebildet, die taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b in Anlage mit dem Silikonpapier 100 und mit einer Materialspannung zu fördern. Die Materialspannung der Antennendrähte 200a, 200b wird hierbei durch ein Zusammenwirken der Bereitstellungsrollen 202a, 202b, der Umlenkrollen 204, der gemeinsamen Aufnahmerolle 206 und der konvexen/gekrümmten Gleitfläche 102 mit dem auf der Gleitfläche 102 geförderten Silikonpapier 100 hervorgerufen/bewirkt.

Beispielsweise können entlang des Förderwegs der Antennendrähte 200a, 200b zwischen den Bereitstellungsrollen 202a, 202b und der Aufnahmerolle 206 vier Umlenkrollen(-paare)

204 angeordnet sein, wobei zwei Umlenkrollen(-paare) 204 der Gleitfläche 102 zugeordnet sein können.

Die konvexe Gleitfläche 102 mit dem auf ihr geförderten Silikonpapier verlängert einen Förderweg der Antennendrähte 200a, 200b zwischen den Umlenkrollen 106 und bewirkt somit im Zusammenwirken mit den Bereitstellungsrollen 202a, 202b, den Umlenkrollen 204 und der gemeinsamen Aufnahmerolle 206 die Materialspannung der Antennendrähte 200a, 200b. Im Bereich der Gleitfläche 102 ist die Materialspannung der Antennendrähte 200a, 200b im Wesentlichen in Richtung der Förderrichtung F gerichtet.

Die Materialspannung der Antennendrähte 200a, 200b ermöglicht deren präzises und geradliniges Ausrichten für eine Verarbeitung und wirkt einem unbeabsichtigten Verrutschen der Antennendrähte 200a, 200b während der Verarbeitung entgegen.

Ein Vorteil der konvexen Gleitfläche ist es, dass eine Materialspannung der Antennendrähte 200a, 200b über eine längere Distanz und/oder mit einer geringeren ausgeübten Spannkraft erreicht werden kann, als dieses mit frei gespannten Drähten möglich wäre. Zudem wird ein Einfluss der Schwerkraft auf die gespannten Drähte vermindert und eine qualitative Verteilung der Materialspannung in den Antennendrähten wird verbessert. Ferner wird ein unerwünschtes Verdrehen oder Verdrillen der Antennendrähte verhindert oder zumindest erschwert.

Die gezeigte Vorrichtung 1000 umfasst weiter einen Flussmittelspender 302, wenigstens eine Bestückungsvorrichtung 304 mit integrierter Lötvorrichtung zur Anordnung von Transponderchips, eine Verbindungsvorrichtung 306 zur elektrischen Kontaktierung der parallel geförderten Antennendrähte 200a und 200b und eine Isolationsvorrichtung 308 zum Aufträgen einer Isolationslackierung auf die Antennendrähte 200a und 200b. Zudem umfasst die Vorrichtung 1000 weiter eine Laser-Trennvorrichtung 310, welche dazu angeordnet und ausgebildet ist, einen der Antennendrähte 200a, 200b mit einem Laser zu durchtrennen, und eine Versiegelungsvorrichtung 312, welche eine Schutzversiegelung auf den Transponderchip, der zwischen den Antennendrähten angeordnet wurde, aufzutragen.

Eine Inspektionsvorrichtung 314 überprüft mit optischen und elektronischen Sensoren bzw. Auslesevorrichtungen, ob die gefertigten Transponderanordnungen vorbestimmten Qualitätsanforderungen entsprechen.

Die Bearbeitungsvorrichtungen 306 bis 310 sind oberhalb der über die Gleitfläche 102 geförderten Antennendrähte 200a, 200b und dem geförderten Silikonpapier 100 bzw. oberhalb

der Gleitfläche 102 angeordnet. Das parallel mit den Antennendrähten 200a, 200b geförderte Silikonpapier 100 kann somit ein verschmutzen der Gleitfläche 102, zum Beispiel durch den von der Isolationsvorrichtung 308 abgegeben Isolationslack verhindern.

Der Flussmittelspender 302, die Bestückungsvorrichtung 304 und die Inspektionsvorrichtung 314 sind nicht oberhalb der Gleitfläche 102 angeordnet.

In anderen Ausführungsformen (nicht gezeigt) können zusätzliche Bearbeitungsstationen oberhalb bzw. im Bereich der taktweise parallel geförderten Antennendrähte angeordnet sein. Zumindest ein Teil der Bearbeitungsstationen kann oberhalb der Gleitfläche angeordnet sein und zumindest ein Teil der Bearbeitungsstationen kann oberhalb der geförderten Antennendrähte, jedoch abseits der Gleitfläche, angeordnet sein.

Im gezeigten Beispiel werden die durch die Bearbeitungsstationen 302 bis 314 hergestellten Transponderanordnungen als quasi-endlose Folge von Transponderanordnungen auf die Aufnahmerolle 206 aufgerollt. In einer alternativen Ausführungsform (nicht gezeigt) können die hergestellten Transponderanordnungen zudem in einem weiteren Bearbeitungsschritt durch ein Durchtrennen der Antennendrähte 200a, 200b vereinzelt werden, sodass einzelne Transponderanordnungen, wie zum Beispiel in Fig. lc gezeigt, entstehen.

Fig. 3 zeigt schematisch die Anordnung eines Transponderchips 10 zwischen den Antennendrähten 200a, 200b durch die Bestückungsvorrichtung 304. Fig. 3 zeigt die zueinander parallel geförderten Antennendrähte in einer Draufsicht bzw. in einer im Vergleich zu Fig. 2 um 90° gedrehten Perspektive.

In einem ersten Schritt (A) werden vier Abstandsstifte 304b aus einer Ruhelage oberhalb der taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b in den Bereich zwischen die Antennendrähte 200a, 200b hinein abgesenkt. Die Abstandsstifte 304b sind im gezeigten Beispiel jeweils paarweise angeordnet bzw. symmetrisch zu den Antennendrähten 200a, 200b angeordnet. Mit anderen Worten kann beschrieben werden, dass die vier Abstandsstifte 304b im Bereich zwischen den Antennendrähten 200a, 200b gemeinsam die Eckpunkte eines Rechtecks definieren, wobei die Antennendrähte 200a, 200b jeweils parallel zu zwei Seiten des Rechtecks verlaufen.

Weiter werden im in Fig. 3 gezeigten Beispiel vier Unterstützungsstifte 304a aus einer Ruhelage oberhalb der taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b in den Bereich außerhalb des von den Antennendrähten 200a, 200b umformten Innenraums abgesenkt. Die Unterstützungsstifte 304a sind im gezeigten Beispiel ebenfalls jeweils paarweise angeordnet bzw. symmetrisch zu den Antennendrähten 200a, 200b angeordnet. Mit anderen Worten kann beschrieben werden, dass die vier Unterstützungsstifte 304a gemeinsam die Eckpunkte eines Rechtecks definieren, wobei die Antennendrähte 200a, 200b jeweils parallel zu zwei Seiten des Rechtecks verlaufen.

Nachdem die Unterstützungsstifte 304a und die Abstandsstifte 304b abgesenkt sind, werden die Abstandsstifte 304b jeweils in einer Richtung R sowie in einer Gegenrichtung R' bewegt. Die Richtung R und die Gegenrichtung R' verlaufen hierbei, in einer Draufsicht auf die paral lelen Antennendrähte 200a, 200b, jeweils orthogonal zur Förderrichtung F der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung.

Die parallelen Antennendrähte 200a, 200b werden von der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung in einem Abstand Dl zueinander parallel gefördert. Fig. 3 zeigt, dass die Bestückungsvorrich-tung 304 in einem zweiten Schritt (B) den Abstand der Antennendrähte 200a, 200b temporär und lokal bis zu einem Bestückungsabstand D2 erhöht, indem die Abstandsstifte 304b jeweils in einer Richtung R sowie in einer Gegenrichtung R' bewegt werden. Die Unterstützungsstifte 304a bewirken hierbei, dass die Vergrößerung des Abstands der Antennendrähte 200a, 200b zueinander im Wesentlichen lokal begrenzt ist, sodass die Bearbeitungsvorgänge an anderen Bearbeitungsstationen nicht beeinträchtigt werden.

Weiter zeigt Fig. 3, dass die Bestückungsvorrichtung 304 in einem dritten Schritt (C) einen Transponderchip 10 zwischen den Antennendrähten im Bereich des temporär erhöhten Bestückungsabstands D2 anordnet. Das Anordnen des Transponderchips 10, welcher an zwei einander gegenüberliegenden und den Antennendrähten 200a, 200b jeweils zugewandten Seitenflächen Vertiefungen zur Aufnahme der Antennendrähte 200a, 200b aufweist, kann zum Beispiel mit einem Vakuumgreifer (nicht gezeigt) oder einer anderen Vorrichtung zur Flandhabung von Transponderchips geschehen. Nachdem der Transponderchip 10 zwischen den Antennendrähten 200a, 200b positioniert ist, werden die Abstandsstifte 304b jeweils entgegen der Richtung, in der sie zur temporären Veränderung des Abstandes der Anten-nendrähte bewegt wurden, zurückbewegt, bis in einem vierten Schritt (D) die Antennendrähte 200a, 200b in Anlage mit den Vertiefungen des Transponderchips angeordnet sind. Die Bestückungsvorrichtung hebt nun die Unterstützungsstifte 304a und die Abstandsstifte 304b an, bis diese wieder in der Ruhelage oberhalb der taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b positioniert sind, sodass ein Förderweg entlang der Förderrichtung F für die parallelen Antennendrähte 200a, 200b und den zwischen ihnen angeordneten Transponderchip 10 freigegeben ist. Anschließend werden die parallelen Antennendrähte 200a, 200b und der zwischen ihnen angeordnete Transponderchip 10 entlang der Förderrichtung F gefördert.

Der Vakuumgreifer kann zum Beispiel Teil einer "Pick- & Place" Einrichtung sein, die den Chip an einem Abholort, zum Beispiel von einem bereitgestellten Wafer, aufnimmt und zwischen den Antennendrähten platziert.

Fig. 4 zeigt schematisch eine schrittweise Fertigung einer Transponderanordnung mit einer Vorrichtung nach Fig. 2. Gleichzeitig verdeutlicht Fig. 4, dass sich bei einer Vorrichtung nach Fig. 2 jeweils Transponderanordnungen unterschiedlicher Fertigungsstadien an den quasiendlos bereitgestellten parallelen Antennendrähten 200a, 200b befinden können. Die in unterschiedlichen Fertigungsstadien befindlichen Transponderanordnungen werden jeweils taktweise von einer Fertigungsstation zu einer weiteren Fertigungsstation gefördert, wobei jede Fertigungsstation zumindest einen Bearbeitungsvorgang ausführt.

In einem ersten Schritt S1 wird jeweils ein Flussmittel 30a, 30b durch den Flussmittelspender 302 auf die taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b aufgetragen.

In einem zweiten Schritt S2 wird, wie zu Fig. 3 ausführlich beschrieben, ein Transponderchip 10 zwischen den zueinander parallelen Antennendrähten 200a, 200b angeordnet. Ferner wird der Transponderchip 10 mit den Antennendrähten 200a, 200b verlötet, sodass eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Antennendrähten 200a, 200b und den Kontakten 18a, 18b des Transponderchips 10 (nicht in Fig. 4 gezeigt, siehe Fig. 1) hergestellt ist.

In einem dritten Schritte S3 werden die parallelen Antennendrähte 200a, 200b weiter takt-weise entlang der Förderrichtung F gefördert, bis die Antennendrähte 200a, 200b und der mit ihnen verlötete Transponderchip 10 in Anlage mit dem Silikonpapier 100 angeordnet sind, welches taktweise und mit der gleichen Fördergeschwindigkeit wie die Antennendrähte 200a, 200b über die Gleitfläche 102 gefördert wird.

In einem vierten Schritt S4 wird durch die Verbindungsvorrichtung 306 eine elektrisch leitende Verbindung 201 zwischen den parallel geförderten Antennendrähten 200a, 200b hergestellt.

In einem fünften Schritt S5 wird durch die Isolationsvorrichtung 308 eine elektrische Isolierung 32 bzw. ein Dielektrikum auf einen Teil der geförderten Antennendrähte 200a, 200b und auf einen Teil des Transponderchips 10 aufgebracht. Das Silikonpapier 100 verhindert hierbei, dass die aufgebrachte Isolierung 32 die Gleitunterlage 102 verunreinigt. Die Isolierung 32 wird mittels UV-Licht angetrocknet bzw. ausgehärtet.

In einem optionalen sechsten Schritt S6 wird einer der geförderten Antennendrähte 200a und ein Teil der aufgebrachten Isolierung 34 von einer Laser-Trennvorrichtung 310 durchtrennt. Hierdurch entsteht eine Ausnehmung/Auslassung 34 in der Isolierung und in einem der Antennendrähte 200a. Hierdurch kann eine Transponderanordnung mit ungleichartig ausgestalteten Antennenenden hergestellt werden.

In einem siebten Schritt S7 werden die parallelen Antennendrähte 200a, 200b weiter taktweise entlang der Förderrichtung F gefördert, bis die Antennendrähte 200a, 200b und der mit ihnen verlötete Transponderchip 10 nicht mehr in Anlage mit dem Silikonpapier 100 angeordnet sind.

In einem achten Schritt S8 wird durch die Versiegelungsvorrichtung 312 eine Versiegelung 36 auf den Transponderchip 10 und auf einen Teil der Isolierung 34 aufgetragen. Die Versiegelung 36 wird ebenfalls mittels UV-Licht angetrocknet bzw. ausgehärtet.

In einem neunten Schritt S9 wird die Funktionsfähigkeit der gefertigten Transponderanordnung mit einer Inspektionsvorrichtung 314 überprüft.

Fig. 5 zeigt eine Vorrichtung 2000 zur Herstellung von RFID-Transpondern.

Die Vorrichtung 200 weist zwei Bereitstellungsrollen 202a, 202b auf, die jeweils einen quasiendlosen Antennendraht 200a, 200b bereitstellen. Die bereitgestellten quasi-endlosen Antennendrähte 200a, 200b werden jeweils von einer Verlegeeinrichtung (nicht gezeigt) mit je einem Verlegearm (nicht gezeigt) für jeden der zwei bereitgestellten Antennendrähte 200a, 200b zwischen den in Fig. 5 gezeigten Drahtfördereinheiten 402a, 402b aufgespannt.

Hierzu werden die Antennendrähte 200a, 200b von den Verlegearmen der Verlegeeinrichtung jeweils in einer Draufsicht U-förmig (siehe auch die folgenden Fig. 7 und 8) und unter einer Materialspannung um die paarweise angeordneten Antennendrahtaufnehmer 404 angeordnet, sodass sich insgesamt eine mäanderförmige Anordnung der Antennendrähte 200a, 200b an bzw. zwischen den Drahtfördereinheiten 402a, 402b ergibt. Die Antennendrahtaufnehmer 404 sind im gezeigten Beispiel an den Drahtfördereinheiten 402a, 402b, welche im konkreten Beispiel als in der Förderrichtung F (bzw. im Uhrzeigersinn) umlaufende Förderketten ausgestaltet sind, befestigte L-förmige Aufnahmehaken. Die Antennendrahtaufnehmer 404 stehen von den Drahtfördereinheiten 402a, 402b (bzw. den umlaufenden Förderketten) radial ab und sind jeweils paarweise in regelmäßigen Abständen derart an den Drahtfördereinheiten 402a, 402b bzw. den umlaufenden Förderketten angeordnet, dass die

bereitgestellten Antennendrähte 200a, 200b jeweils parallel zueinander einen Innenraum zwischen den Drahtfördereinheiten 402a, 402b überspannen.

Die Drahtfördereinheiten 402a, 402b bzw. die umlaufenden Förderketten fördern die ge spannten/aufgespannten bzw. die unter einer Materialspannung U-förmig um die paarweise angeordneten Antennendrahtaufnehmer 404 angeordneten Antennendrähte 200a, 200b taktweise in der Förderrichtung F.

Die gespannten bzw. unter einer Materialspannung angeordneten Antennendrähte 200a, 200b sind hierbei zueinander zumindest abschnittsweise parallel und in einem Winkel, zum Beispiel in einem Winkel von ca. 90°, zur Förderrichtung F angeord-net/gespannt/aufgespannt.

Weiter können die Drahtfördereinheiten 402a, 402b bzw. die umlaufenden Förderketten einen automatisch oder manuell veränderbaren Abstand zueinander aufweisen. Hierdurch kann eine Länge der in einem Winkel zur Förderrichtung F angeordne-ten/gespannten/aufgespannten Antennendrahtabschnitte eingestellt und/oder justiert wer-den und/oder eine Materialspannung der Antennendrahtabschnitte erhöht oder verringert werden.

Oberhalb der in der Förderrichtung F geförderten zueinander parallelen Antennendrahtabschnitte befinden sich die Bearbeitungsstationen 302 bis 312. Im Einzelnen zeigt die Fig. 5 schematisch einen Flussmittelspender 302, eine Bestückungsvorrichtung 304 mit integrierter Lötvorrichtung zur Anordnung von Transponderchips, eine Verbindungsvorrichtung 306 zur elektrischen Kontaktierung der geförderten Antennendrähte 200a und 200b und eine Isolationsvorrichtung 308 zum Aufträgen einer Isolationslackierung auf die Antennendrähte 200a und 200b. Zudem umfasst die Vorrichtung 2000 weiter eine Laser-Trennvorrichtung 310, welche dazu angeordnet und ausgebildet ist, einen der Antennendrähte 200a, 200b mit einem Laser zu durchtrennen, und eine Versiegelungsvorrichtung 312, welche eine Schutzversiegelung auf den Transponderchip, der zwischen den Antennendrähten angeordnet wurde, aufzutragen. Die Funktionen der einzelnen Bearbeitungsstationen wird im Zusam-menhang mit den folgenden Figuren näher erläutert.

Nachdem die unter einer Materialspannung an/auf den Drahtfördereinheiten 402a, 402b angeordneten Antennendrähte 200a, 200b in der Förderrichtung F an der letzten vorgesehenen Bearbeitungsstation (im gezeigten Beispiel die Versiegelungsvorrichtung 312) vorbeige-fördert wurden, werden die Antennendrähte 200a, 200b mit den gefertigten

Transponderanordnungen im gezeigten Beispiel von einer Abnehmereinrichtung (nicht ge- zeigt) von den Drahtfördereinheiten 402a, 402b gelöst und an einer Inspektionsvorrichtung 314 vorbei über eine Umlenkrolle 204 zu einer gemeinsamen Aufnahmerolle 206 gefördert. Die Abnehmereinrichtung ist hierbei optional und ausdrücklich nicht in allen Ausführungsfor-men notwendig. Insbesondere können die Drahtfördereinheiten 402a ,402b und/oder Aufnehmer 404 der Drahtfördereinheiten 402a ,402b derart ausgestaltet sein, dass diese die Antennendrähte 200a, 200b an einer vorbestimmten (Förder-)Position freigeben.

Die Inspektionsvorrichtung 314 überprüft mit optischen und elektronischen Sensoren bzw. Auslesevorrichtungen, ob die gefertigten Transponderanordnungen vorbestimmten Qualitätsanforderungen entsprechen.

Fig. 6 zeigt schematisch die Anordnung eines Transponderchips 10 zwischen den Antennendrähten 200a, 200b durch die Bestückungsvorrichtung 304. Fig. 6 zeigt die abschnittsweise zueinander parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b in einer Draufsicht bzw. in einer im Vergleich zu Fig. 5 um 90° gedrehten Perspektive.

In einem ersten Schritt (A) werden vier Abstandsstifte 304b aus einer Ruhelage oberhalb der taktweise geförderten parallelen Antennendrähte 200a, 200b bzw. parallelen Antennendraht-abschnitte in den Bereich zwischen die Antennendrähte 200a, 200b bzw. parallelen Antennendrahtabschnitte hinein abgesenkt. Die Abstandsstifte 304b sind im gezeigten Beispiel jeweils paarweise angeordnet bzw. symmetrisch zu den Antennendrähten 200a, 200b angeordnet. Mit anderen Worten kann beschrieben werden, dass die vier Abstandsstifte 304b im Bereich zwischen den Antennendrähten 200a, 200b gemeinsam die Eckpunkte eines Rechtecks definieren, wobei die Antennendrähte 200a, 200b jeweils parallel zu zwei Seiten des Rechtecks verlaufen.

Weiter werden im in Fig. 6 gezeigten Beispiel vier Unterstützungsstifte 304a aus einer Ruhe-lage oberhalb der taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b bzw. parallelen Antennendrahtabschnitte in den Bereich außerhalb des von den Antennendrähten 200a,

200b umformten Innenraums abgesenkt. Die Unterstützungsstifte 304a sind im gezeigten Beispiel ebenfalls jeweils paarweise angeordnet bzw. symmetrisch zu den Antennendrähten 200a, 200b angeordnet. Mit anderen Worten kann beschrieben werden, dass die vier Unterstützungsstifte 304a gemeinsam die Eckpunkte eines Rechtecks definieren, wobei die Antennendrähte 200a, 200b jeweils parallel zu zwei Seiten des Rechtecks verlaufen.

Nachdem die Unterstützungsstifte 304a und die Abstandsstifte 304b abgesenkt sind, werden die Abstandsstifte 304b jeweils in einer Richtung R sowie in einer Gegenrichtung R' bewegt. Die Richtung R und die Gegenrichtung R' verlaufen hierbei, in einer Draufsicht auf die paral- leien Antennendrähte 200a, 200b, jeweils parallel zur Förderrichtung F der in Fig. 5 gezeigten Vorrichtung.

Die parallelen Antennendrähte 200a, 200b bzw. parallelen Antennendrahtabschnitte werden von der in Fig. 6 gezeigten Vorrichtung in einem Abstand Dl zueinander parallel gefördert. Fig. 6 zeigt weiter, dass die Bestückungsvorrichtung 304 in einem zweiten Schritt (B) den Abstand der Antennendrähte 200a, 200b temporär und lokal bis zu einem Bestückungsabstand D2 erhöht, indem die Abstandsstifte 304b jeweils in einer Richtung R sowie in einer Gegenrichtung R' bewegt werden. Die Unterstützungsstifte 304a bewirken hierbei, dass die Vergrößerung des Abstands der Antennendrähte 200a, 200b im Wesentlichen lokal begrenzt wird, sodass sich die Antennendrähte 200a, 200b nicht unbeabsichtigt von den Antennen-drahtaufnehmern 404 lösen.

Weiter zeigt Fig. 6, dass die Bestückungsvorrichtung 304 in einem dritten Schritt (C) einen Transponderchip 10 zwischen den Antennendrähten 200a, 200b im Bereich des temporär erhöhten Bestückungsabstands D2 anordnet. Das Anordnen des Transponderchips 10, wel-cher an zwei einander gegenüberliegenden und den Antennendrähten 200a, 200b jeweils zugewandten Seitenflächen Vertiefungen zur Aufnahme der Antennendrähte 200a, 200b aufweist, kann zum Beispiel mit einem Vakuumgreifer (nicht gezeigt) oder einer anderen Vorrichtung zur Handhabung von Transponderchips geschehen. Nachdem der Transponderchip 10 zwischen den Antennendrähten 200a, 200b positioniert ist, werden die Abstandsstifte 304b jeweils entgegen der Richtung, in der sie zur temporären Veränderung des Abstandes der Antennendrähte bewegt wurden, zurückbewegt, bis in einem vierten Schritt (D) die Antennendrähte 200a, 200b in Anlage mit den Vertiefungen des Transponderchips angeordnet sind. Die Bestückungsvorrichtung hebt nun die Unterstützungsstifte 304a und die Abstandsstifte 304b an, bis diese wieder in der Ruhelage oberhalb der taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b bzw. oberhalb der Antennendrahtabschnitte positio-niert sind, sodass ein Förderweg entlang der Förderrichtung F für die Antennendrähte 200a, 200b bzw. Antennendrahtabschnitte und den zwischen ihnen angeordneten Transponderchip 10 freigegeben ist. Anschließend werden die parallelen Antennendrähte 200a, 200b und der zwischen ihnen angeordnete Transponderchip 10 entlang der Förderrichtung F gefördert.

Fig. 7 zeigt schematisch eine schrittweise Fertigung einer Transponderanordnung mit einer Vorrichtung nach Fig. 5. Gleichzeitig verdeutlicht Fig. 7, dass sich bei einer Vorrichtung nach Fig. 5 jeweils Transponderanordnungen unterschiedlicher Fertigungsstadien an den quasi-endlos bereitgestellten Antennendrähten 200a, 200b bzw. an den zueinander parallelen Antennendrahtabschnitten befinden können. Die in unterschiedlichen Fertigungsstadien befindlichen Transponderanordnungen werden jeweils taktweise von einer Fertigungsstation

zu einer weiteren Fertigungsstation gefördert, wobei jede Fertigungsstation zumindest einen Bearbeitungsvorgang ausführt.

In einem ersten Schritt S1 wird jeweils ein Flussmittel 30a, 30b durch den Flussmittelspender 302 auf die taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b bzw. auf die parallel geförderten Antennendrahtabschnitte aufgetragen.

In einem zweiten Schritt S2 wird, wie zu Fig. 6 ausführlich beschrieben, ein Transponderchip 10 zwischen den zueinander parallelen Antennendrähten 200a, 200b bzw. den zueinander parallelen Antennendrahtabschnitten angeordnet. Ferner wird der Transponderchip 10 mit den Antennendrähten 200a, 200b verlötet, sodass eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Antennendrähten 200a, 200b und den Kontakten 18a, 18b des Transponderchips 10 (nicht in Fig. 7 gezeigt, siehe Fig. 1) hergestellt ist.

In einem vierten Schritt S4 wird durch die Verbindungsvorrichtung 306 eine elektrisch leiten-de Verbindung 201 zwischen den Antennendrähten 200a, 200b hergestellt.

In einem fünften Schritt S5 wird durch die Isolationsvorrichtung 308 eine elektrische Isolierung 32 bzw. ein Dielektrikum auf einen Teil der geförderten Antennendrähte 200a, 200b und auf einen Teil des Transponderchips 10 aufgebracht. Die Isolierung 32 wird mittels UV-Licht angetrocknet bzw. ausgehärtet.

In einem optionalen sechsten Schritt S6 wird einer der geförderten Antennendrähte 200a und ein Teil der aufgebrachten Isolierung 34 von einer Laser-Trennvorrichtung 310 durchtrennt. Hierdurch entsteht eine Ausnehmung/Auslassung 34 in der Isolierung und in einem der Antennendrähte 200a. Hierdurch kann eine Transponderanordnung mit ungleichartig ausgestalteten Antennenenden hergestellt werden.

In einem achten Schritt S8 wird durch die Versiegelungsvorrichtung 312 eine Versiegelung 36 auf den Transponderchip 10 und auf einen Teil der Isolierung 34 aufgetragen. Die Versiegelung 36 wird ebenfalls mittels UV-Licht angetrocknet bzw. ausgehärtet.

In einem neunten Schritt S9 wird die Funktionsfähigkeit der gefertigten Transponderanordnung mit einer Inspektionsvorrichtung 314 überprüft.

Fig. 8 zeigt analog die bereits in Fig. 7 schematisch dargestellten Fertigungsstadien einer Transponderanordnung. Abweichend zu der in den Fig. 5 und 7 dargestellten Fertigungsan-ordnung bzw. Fertigungsvorrichtung 2000 weist die in Fig. 8 dargestellte Fertigungsanord- nung jedoch noch zusätzlich ein Silikonpapier 100 auf, über das die zueinander parallelen Antennendrahtabschnitte der Antennendrähte 200a, 200b geführt werden. Die Antennendrähte 200a, 200b befinden sich vom Fertigungsschritt S3 bis zum Fertigungsschritt S7 in Anlage mit dem Silikonpapier 100.

In einer Weiterbildung kann das Silikonpapier 100, welches als streifenförmiges quasi-endloses Silikonpapier 100 bereitgestellt werden kann, analog zu den Antennendrähten 200a, 200b in der Förderrichtung F gefördert werden, sodass die Antennendrähte 200a,

200b bzw. die in verschiedenen Fertigungsstadien befindlichen Transponderanordnungen keine oder zumindest annähernd keine Relativbewegung/Relativgeschwindigkeit aufweisen. Optional können das Silikonpapier 100 und/oder die Antennendrähte 200a, 200b bzw. die zueinander parallelen Antennendrahtabschnitte über eine in Richtung der Förderrichtung F konvexe und/oder in einer Richtung orthogonal zur Förderrichtung F konvexe Gleitfläche (nicht gezeigt) gefördert werden.

Im Einzelnen zeigt Fig. 8 die folgenden Schritte bzw. Fertigungsstadien der Transpondersta-tionen:

In einem ersten Schritt S1 wird jeweils ein Flussmittel 30a, 30b durch den Flussmittelspender 302 auf die taktweise parallel geförderten Antennendrähte 200a, 200b bzw. auf die parallel geförderten Antennendrahtabschnitte aufgetragen.

In einem zweiten Schritt S2 wird, wie zu Fig. 6 ausführlich beschrieben, ein Transponderchip 10 zwischen den zueinander parallelen Antennendrähten 200a, 200b bzw. den zueinander parallelen Antennendrahtabschnitten angeordnet. Ferner wird der Transponderchip 10 mit den Antennendrähten 200a, 200b verlötet, sodass eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Antennendrähten 200a, 200b und den Kontakten 18a, 18b des Transponderchips 10 (nicht in Fig. 8 gezeigt, siehe Fig. 1) hergestellt ist.

In einem dritten Schritte S3 werden die Antennendrähte 200a, 200b bzw. zueinander parallelen Antennendrahtabschnitte weiter taktweise entlang der Förderrichtung F gefördert, bis die parallelen Antennendrahtabschnitte und der mit ihnen verlötete Transponderchip 10 in Anlage mit dem Silikonpapier 100 angeordnet sind, welches optional taktweise und mit der gleichen Fördergeschwindigkeit wie die Antennendrähte 200a, 200b gefördert wird.

In einem vierten Schritt S4 wird durch die Verbindungsvorrichtung 306 eine elektrisch leitende Verbindung 201 zwischen den Antennendrähten 200a, 200b hergestellt.

In einem fünften Schritt S5 wird durch die Isolationsvorrichtung 308 eine elektrische Isolierung 32 bzw. ein Dielektrikum auf einen Teil der geförderten Antennendrähte 200a, 200b und auf einen Teil des Transponderchips 10 aufgebracht. Die Isolierung 32 wird mittels UV-Licht angetrocknet bzw. ausgehärtet.

In einem optionalen sechsten Schritt S6 wird einer der geförderten Antennendrähte 200a und ein Teil der aufgebrachten Isolierung 34 von einer Laser-Trennvorrichtung 310 durchtrennt. Hierdurch entsteht eine Ausnehmung/Auslassung 34 in der Isolierung und in einem der Antennendrähte 200a. Hierdurch kann eine Transponderanordnung mit ungleichartig ausgestalteten Antennenenden hergestellt werden.

In einem achten Schritt S8 wird durch die Versiegelungsvorrichtung 312 eine Versiegelung 36 auf den Transponderchip 10 und auf einen Teil der Isolierung 34 aufgetragen. Die Versiegelung 36 wird ebenfalls mittels UV-Licht angetrocknet bzw. ausgehärtet.

In einem siebten Schritt S7 werden die Antennendrähte 200a, 200b bzw. zueinander parallelen Antennendrahtabschnitte weiter taktweise entlang der Förderrichtung F gefördert, bis die Antennendrähte 200a, 200b und der mit ihnen verlötete Transponderchip 10 nicht mehr in Anlage mit dem Silikonpapier 100 angeordnet sind.

In einem neunten Schritt S9 wird die Funktionsfähigkeit der gefertigten Transponderanordnung mit einer Inspektionsvorrichtung 314 überprüft.

Es versteht sich, dass die zuvor erläuterten beispielhaften Ausführungsformen nicht abschlie-ßend sind und den hier offenbarten Gegenstand nicht beschränken. Insbesondere ist für den Fachmann ersichtlich, dass er die beschriebenen Merkmale beliebig miteinander kombinieren kann und/oder verschiedene Merkmale weglassen kann, ohne dabei von dem hier offenbarten Gegenstand abzuweichen.