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1. WO2020011565 - VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON RFID TRANSPONDERN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Patentansprüche

1. Vorrichtung (2000) zur Herstellung von RFID-Transpondern, aufweisend

- eine Drahtfördervorrichtung (202a, 202b, 204, 206) mit zumindest zwei Drahtfördereinheiten (402a, 402b), die dazu angeordnet und ausgebildet sind, zumindest zwei Antennendrähte (200a, 200b) in einer Förderrichtung (F) zu fördern, wobei

die Drahtfördereinheiten (402a, 402b) weiter dazu angeordnet und ausgebildet sind, im Zusammenwirken die zumindest zwei Antennendrähte (200a, 200b) zueinander zumindest abschnittsweise parallel in einem Winkel zur Förderrichtung (F) zu spannen, sodass die abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte (200a, 200b) eine Materialspannung in einem Winkel zur Förderrichtung (F) aufweisen; und

- zumindest eine Bestückungsvorrichtung (304), die dazu angeordnet und ausgebildet ist, einen Transponderchip (10; 20) zwischen den in einem Winkel zur Förderrichtung (F) gespannten Antennendrähten (200a, 200b) anzuordnen.

2. Vorrichtung nach dem vorangegangenen Anspruch, wobei

die Drahtfördereinheiten (402a, 402b) gemeinsam einen Innenraum umformen, und/oder

ein Abstand der Drahtfördereinheiten (402a, 402b) zueinander veränderbar ist, und/oder

die Drahtfördereinheiten (402a, 402b) als in der Förderrichtung (F) umlaufende Fördervorrichtungen, insbesondere als in der Förderrichtung (F) umlaufende Förderbänder oder als in der Förderrichtung (F) umlaufende Förderketten, ausgestaltet sind, und/oder

die Drahtfördereinheiten (402a, 402b) eine Vielzahl von Antennendrahtaufnehmern (404) und/oder eine Vielzahl von Antennendrahtaufnehmerpaaren aufweisen, und/oder die Antennendrahtaufnehmer (404) und/oder die Antennendrahtaufnehmerpaare jeweils in einem regelmäßigen Abstand zueinander an den Drahtfördereinheiten (402a,

402b) angeordnet sind, und/oder

die Antennendrahtaufnehmer (404) und/oder die Antennendrahtaufnehmerpaare jeweils dazu angeordnet und ausgebildet sind, jeweils mit einem Antennendraht (200a,

200b) in Anlage gebracht zu werden, wobei der Antennendraht eine Materialspannung aufweist, und/oder

die Antennendrahtaufnehmer (404) und/oder die Antennendrahtaufnehmerpaare dazu angeordnet und ausgebildet sind, jeweils im Zusammenwirken einen Abschnitt der Antennendrähte (200a, 200b) zu spannen, sodass der Abschnitt der Antennendrähte (200a, 200b) jeweils eine Materialspannung aufweist.

3. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei

die Drahtfördervorrichtung (202a, 202b, 204, 206) eine oder mehrere Bereitstellungsrollen (202a, 202b) und/oder eine oder mehrere Umlenkrollen (204) und/oder eine Aufnahmerolle (206) aufweist.

4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, weiter aufweisend

- eine Verlegevorrichtung, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, die zumindest zwei Antennendrähte (200a, 200b) jeweils mit einem Antennendrahtaufnehmer (404) einer Drahtfördereinheit (402a, 402b) und/oder mit einem Antennendrahtaufnehmerpaar einer Drahtfördereinheit (402a, 402b) in Anlage zu bringen, sodass die Antennendrähte (200a, 200b) zwischen zwei jeweils voneinander beabstandeten Antennendrahtaufnehmern (404) oder Antennendrahtaufnehmerpaaren eine Materialspannung aufweisen.

5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, weiter aufweisend

- eine, insbesondere zumindest teilweise konvexe, Gleitfläche, wobei die Drahtfördereinheiten (402a, 402b) ferner dazu angeordnet und ausgebildet sind, die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte (200a, 200b) zumindest abschnittsweise über die Gleitfläche (102) zu fördern und die Antennendrähte (200a, 200b) im Zusammenwirken mit der Gleitfläche (102) zu spannen, sodass die Antennendrähte (200a, 200b) eine Materialspannung in einem Winkel zur Förderrichtung (F) aufweisen.

6. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, weiter aufweisend

- zumindest eine Unterlagenfördervorrichtung (104, 106, 108), die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine Verarbeitungsunterlage (100), insbesondere ein Silikonpapier, in der Förderrichtung (F) zwischen der Gleitfläche (102) und den Antennendrähten (200a, 200b) zu fördern, und/oder wobei

die Unterlagenfördervorrichtung (104, 106, 108) eine Unterlagenbereitstellungsrolle (104) und/oder eine oder mehrere Umlenkrollen (106) und/oder eine Unterlagenaufnahmerolle aufweist, und/oder

die Unterlagenfördervorrichtung (104, 106, 108) ferner dazu angeordnet und ausgebildet ist, die Verarbeitungsunterlage (100) im Zusammenwirken mit der Gleitfläche (102) zu spannen, sodass die Verarbeitungsunterlage (100) eine Materialspannung in der Förderrich-tung (F) aufweist, und/oder wobei

die Unterlagenfördervorrichtung (104, 106, 108) die Verarbeitungsunterlage (100) und die Drahtfördervorrichtung (202a, 202b, 204, 206) mit den Drahtfördereinheiten (402a, 402b) die Antennendrähte (200a, 200b) jeweils mit derselben Fördergeschwindigkeit fördern, und/oder wobei

die Unterlagenfördervorrichtung (104, 106, 108) die Verarbeitungsunterlage (100) und die Drahtfördervorrichtung (202a, 202b, 204, 206) mit den Drahtfördereinheiten (402a, 402b) die Antennendrähte (200a, 200b) jeweils taktweise fördern, und/oder wobei

die Unterlagenfördervorrichtung (104, 106, 108) mit den Drahtfördereinheiten (402a, 402b) ferner dazu angeordnet und ausgebildet ist, die Verarbeitungsunterlage (100) in zumindest abschnittsweise Anlage mit der Gleitfläche (102) anzuordnen und die Verarbeitungsunterlage (100) mit einer Gleitreibung über die Gleitfläche (102) zu fördern, und/oder wobei die Drahtfördervorrichtung (202a, 202b, 204, 206) mit den Drahtfördereinheiten (402a, 402b) dazu angeordnet und ausgebildet ist, die Antennendrähte (200a, 200b) zumin-dest abschnittsweise in Anlage mit der Gleitfläche (102) anzuordnen und die Antennendrähte (200a, 200b) mit einer Gleitreibung über die Gleitfläche (102) zu fördern, oder wobei

die Drahtfördervorrichtung (202a, 202b, 204, 206) mit den Drahtfördereinheiten (402a, 402b) dazu angeordnet und ausgebildet ist, die Antennendrähte (200a, 200b) zumindest abschnittsweise in Anlage mit der Verarbeitungsunterlage (100) anzuordnen.

7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei

die Bestückungsvorrichtung (304) dazu angeordnet und ausgebildet ist, einen Abstand (Dl) der zumindest abschnittsweise zueinander parallel geförderten Antennendrähte (200a, 200b) temporär lokal zu verändern, sodass die Antennendrähte (200a, 200b) im Bereich der Bestückungsvorrichtung (304) temporär einen Bestückungsabstand (D2) zueinander aufweisen, der größer ist als der Abstand (Dl) der zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte (200a, 200b) außerhalb des Bereichs der

Bestückungsvorrichtung (304), und/oder wobei

die Bestückungsvorrichtung (304) ein oder mehrere Abstandsveränderungselement/e, insbesondere Abstandsstifte (304b), aufweist, die

i) parallel zu einer Flächennormalen einer durch die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte (200a, 200b) verlaufenden Ebene absenkbar und anhebbar sind, wobei die Abstandsveränderungselemente in einem abgesenkten Zustand zwischen den geförderten Antennendrähten (200a, 200b) angeordnet sind und in einem angehobenen Zustand nicht zwischen den Antennendrähten (200a, 200b) angeordnet sind, und/oder die ii) jeweils in einer Richtung (R) und in einer der Richtung entgegengesetzten Gegenrichtung (R') beweglich sind, wobei die Richtung (R) und die Gegenrichtung (R1) jeweils parallel zur Förderrichtung (F) und orthogonal zur Flächennormalen der durch die zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte (200a, 200b) verlaufenden Ebene sind.

8. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, ferner aufweisend

- einen Flussmitteispender (302) der dazu angeordnet und ausgebildet ist, jeweils ein Flussmittel (30a, 30b) auf die Antennendrähte (200a, 200b) aufzutragen; und/oder

- eine Lötvorrichtung, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, jeweils ein Lot auf die Antennendrähte (200a, 200b) und/oder auf einen Transponderchip (10; 20) aufzubringen und die Antennendrähte (200a, 200b) mit einem zwischen ihnen angeordneten Transponder-chip (10; 20) zu verlöten; und/oder

- eine Verbindungsvorrichtung (306), die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine elektrisch leitende Verbindung (201) zwischen den Antennendrähten (200a, 200b) herzustellen; und/oder

- eine Isolationsvorrichtung (308) die dazu angeordnet und ausgebildet ist, zumindest einen Teil der Antennendrähte (200a, 200b) und/oder zumindest einen Teil der elektrisch leitenden Verbindung (201) mit einem Isolationsmaterial (32) zu umgeben; und/oder

- eine Trennvorrichtung (310), insbesondere eine Laser-Trennvorrichtung, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, zumindest einen Teil der Antennendrähte (200a, 200b) und/oder zumindest einen Teil des Isolationsmaterials (32) zu durchtrennen; und/oder

- eine Versiegelungsvorrichtung (312), die dazu angeordnet und ausgebildet ist, eine Versiegelung (36) zumindest auf einen Teil des Transponderchips (10; 20) und/oder zumindest einen Teil des Isolationsmaterials (32) und oder zumindest einen Teil der Antennendrähte (200a, 200b) aufzutragen; und/oder

- eine Inspektionsvorrichtung (314), die dazu angeordnet und ausgebildet ist, Eigenschafts- und/oder Positionierungsfehler eines Transponderchips (10; 20) und/oder einer Transponderanordnung zu ermitteln; und/oder

- eine Vereinzelungsvorrichtung, die dazu angeordnet und ausgebildet ist, die Antennendrähte (200a, 200b) und/oder das Isolationsmaterial (32) jeweils zu durchtrennen, so-dass jeweils eine vereinzelte Transponderanordnung mit zumindest einem Transponderchip (10; 20) und zumindest einer Antennenanordnung, insbesondere einer Schleifenantenne, entsteht, wobei

die Antennenanordnung, insbesondere die Schleifenantenne, der Transponderanordnung einen Abschnitt der durchtrennten Antennendrähte (200a, 200b) und/oder der elektrisch leitenden Verbindung (201) umfasst.

9. Verfahren zur Herstellung von RFID-Transpondern, aufweisend die Schritte:

- Bereitstellen von zumindest zwei Antennendrähten (200a, 200b), die von einer Drahtfördervorrichtung (202a, 202b, 204, 206) mit zumindest zwei Drahtfördereinheiten (402a, 402b) in einer Förderrichtung (F) gefördert werden, wobei

die Drahtfördereinheiten (402a, 402b) dazu angeordnet und ausgebildet sind, im Zusammenwirken die Antennendrähte (200a, 200b) zueinander zumindest abschnittsweise

parallel und in einem Winkel zur Förderrichtung (F) zu spannen, sodass die abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte (200a, 200b) eine Materialspannung in einem Winkel zur Förderrichtung (F) aufweisen; und

- Anordnen (S2) eines Transponderchips (10; 20) zwischen den zueinander zumindest abschnittsweise parallelen und in einem Winkel zur Förderrichtung (F) gespannten Antennendrähten (200a, 200b).

10. Verfahren nach dem vorangegangenen Anspruch, ferner aufweisend zumindest einen der Schritte:

- Aufträgen (Sl) eines Flussmittelauftrags (30) auf die Antennendrähte (200a, 200b); und/oder

- Aufbringen eines Lots auf die Antennendrähte (200a, 200b) und/oder auf einen Transponderchip (10; 20) und Verlöten der zumindest abschnittsweise zueinander parallelen Antennendrähte (200a, 200b) mit einem zwischen den Antennendrähten (200a, 200b) angeordneten Transponderchip (10; 20); und/oder

- Herstellen (S4) zumindest einer elektrisch leitenden Verbindung (201) zwischen den zumindest zwei Antennendrähten (200a, 200b); und/oder

- Umgeben (S5) zumindest eines Teils der Antennendrähte (200a, 200b) und/oder zumindest eines Teils der elektrisch leitenden Verbindung (201) mit einem Isolationsmaterial (32); und/oder

- Durchtrennen (S6) zumindest eines Teils der Antennendrähte (200a, 200b) und/oder zumindest eines Teils des Isolationsmaterials (32); und/oder

- Aufträgen (S8) einer Versiegelung (36) zumindest auf einen Teil des Transponderchips (10; 20) und/oder auf das Isolationsmaterial (32) und/oder auf die Antennendrähte (200a, 200b); und/oder

- Ermitteln (S9) von Eigenschafts- und/oder Positionierungsfehlern eines Transponderchips (10; 20) und/oder einer Transponderanordnung.