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1. WO2020011473 - DIAGNOSEFÄHIGE ANSCHLUSSVORRICHTUNG EINER ENTLÜFTUNGSVORRICHTUNG FÜR EINE BRENNKRAFTMASCHINE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Diagnosefähige Anschlussvorrichtung einer Entlüftungsvorrichtung für eine Brennkraftmaschine

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Entlüftungsvorrichtung für eine Brennkraftmaschine mit einer ersten Anschlussvorrichtung zum direkten o-der indirekten Anschluss an ein Kurbelgehäuse, einer zweiten Anschluss vorrichtung zum Anschluss an ein den Zuluftstrom führendes Bauteil sowie einer Entlüftungsleitung, die die erste Anschlussvorrichtung mit der zweiten Anschlussvorrichtung verbindet.

Derartige Entlüftungsvorrichtungen sind im Stand der Technik bereits be kannt und werden beispielsweise bei Brennkraftmaschinen eingesetzt. Der artige Brennkraftmaschinen kommen beispielsweise in Kraftfahrzeugen, Ar beitsmaschinen, Luftfahrzeugen oder ähnlichen kolbengetriebenen Anwen-düngen zum Einsatz. Bei kolbengetriebenen Brennkraftmaschinen ist es er forderlich, Gas, welches beim Verbrennungsvorgang entsteht und sich auf grund von Undichtheiten am Kolben in einem Kurbelgehäuse sammelt, über eine Entlüftungsvorrichtung in den Ansaugbereich der Brennkraftmaschi nen abzuleiten. Dieses häufig auch als„Blow-by-Gas“ bzw. Verbrennungs-gas bezeichnete Gas muss aus dem Kurbelgehäuse des Motors herausge leitet werden, um einen Druckaufbau im Kurbelgehäuse zu vermeiden. Hier bei ist es nicht möglich, das unbehandelte Gas direkt in die Umgebung ab zugeben. Vielmehr muss das Gas aus dem Kurbelgehäuse des Motors her ausgeleitet werden, um eine gezielte Nachbehandlung zu erfahren.

Eine derartige Nachbehandlung ist häufig so ausgestaltet, dass das aus dem Kurbelgehäuse abgeleitete Verbrennungsgas einer erneuten Verbren nung im Brennraum zugeführt wird. Dazu ist es üblich, das Gas über eine Entlüftungsvorrichtung abzuleiten. Im Fall einer aufgeladenen Brennkraft maschine sind üblicherweise mehrere Entlüftungsvorrichtungen erforder lich, um sowohl im nicht aufgeladenen Motorbetriebszustand, in welchen Unterdrück zwischen Drosselklappe und Brennraum herrscht, als auch im aufgeladenen Motorbetriebszustand, in welchen Überdruck zwischen Dros selklappe und Brennraum herrscht, eine Entlüftung des Kurbelgehäuses si cherzustellen. Die Entlüftungsvorrichtung für den nicht aufgeladenen Mo torbetriebszustand leitet das Verbrennungsgas zwischen Drosselklappe und Brennraum in den Zuluftstrom ein. Die Entlüftungsvorrichtung für den aufgeladenen Motorbetriebszustand leitet das Verbrennungsgas vor dem Verdichter in den Zuluftstrom ein. Die zu diesen Entlüftungsvorrichtungen gehörigen Entlüftungsleitungen sind dazu durch eine erste Anschlussvor richtung leitungstechnisch direkt oder indirekt mit dem Kurbelgehäuse und mit einer zweiten Anschlussvorrichtung leitungstechnisch mit einem den Zu-luftstrom führenden Bauteil (auch Zuluftstromführung genannt) verbunden, um das Verbrennungsgas zu den Zuluftstrom führenden Bauteil zu leiten, wo es in einen Zuluftstrom der Brennkraftmaschine eingeleitet und mit die sem vermischt wird.

Weiterhin kann es in bestimmten Ländern erforderlich sein, mittels einer Di agnoseeinrichtung, auch bekannt als On-Board-Diagnose (OBD), die an eine Diagnoseschnittstelle angeschlossen ist, zu kontrollieren, ob die Ent lüftungsvorrichtung korrekt arbeitet. Das Fahrzeug muss dazu über eine Selbstdiagnoseeinrichtung verfügen, mit der die ordnungsgemäße Funktion der Entlüftungsvorrichtung für die Brennkraftmaschine und damit die ord nungsgemäße Rückführung der im Kurbelgehäuse gesammelten Gase in die Zuluftstromführung der Brennkraftmaschine überwacht werden kann. Eine entsprechende Vorrichtung zur Durchführung dieser Diagnose mittels Überwachung des Unterdruckes in einer Entlüftungsvorrichtung ist aus der DE 102016201 589 B3 bekannt. Mittels dieser kann der komplette leitungs technisch verbundene Raum überwacht werden. Im Fall einer aufgeladenen Brennkraftmaschine müssen die Entlüftungsvorrichtungen mit Rückschlag ventilen ausgestattet werden, um eine Leitung des Zuluftstroms über die Entlüftungsvorrichtung zu verhindern. Der mittels Überwachung des Unter druckes diagnostizierbare Raum endet an diesen Rückschlagventilen, da sich der Unterdrück nur bis zu diesen fortsetzt. Um die Diagnose einer Ent lüftungsvorrichtung bis hin zu dem Zuluftstrom führenden Bauteil zu ermög lichen, ist es daher erforderlich sicherzustellen, dass sich das Rückschlag-ventil an dem Zuluftstrom führenden Bauteil befindet.

Weiterhin bekannt ist, dass die aus dem Kurbelgehäuse abzuleitenden Gase einen teilweise hohen Feuchtigkeitsanteil aufweisen. Daher kann es je nach Umgebungstemperatur und Motorbetriebszustand erforderlich sein, eine Entlüftungsvorrichtung zu beheizen, um beispielsweise im Winter wäh rend einer Kaltstartphase ein Einfrieren, insbesondere der Anschlussvor richtung an dem Zuluftstrom führenden Bauteil, zu verhindern. Besonders gefährdet bezüglich Einfrieren sind etwaige in der Entlüftungsvorrichtung enthaltene Rückschlagventile. Befindet sich das Rückschlagventil wie oben beschrieben an dem Zuluftstrom führenden Bauteil, muss entsprechend an dieser Stelle eine Beheizung erfolgen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, hierfür eine möglichst einfache und zuverlässige Lösung anzugeben und insbesondere eine Anschlussvor-richtung anzugeben, die möglichst einfach an unterschiedliche Anforderun gen adaptiert und im Fahrzeug verbaut werden kann.

Diese Aufgaben werden mit einer Anschlussvorrichtung gemäß dem Merk mal des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängig formulierten Patentansprüchen angege ben. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den abhängig formulierten Pa tentansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger technologisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Aus-gestaltungen der Erfindung definieren.

Darüber hinaus werden die in den Patentansprüchen angegebenen Merk male in der Beschreibung näher präzisiert und erläutert, wobei weitere be vorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt werden.

Hier beschrieben werden soll eine Anschlussvorrichtung zum Anschluss ei ner Entlüftungsleitung an eine Zuluftstromführung einer Verbrennungsraft maschine, wobei die Anschlussvorrichtung ein Rückschlagventil zum Ver hindern einer Strömung von der Zuluftstromführung in die Entlüftungslei tung aufweist, wobei die Anschlussvorrichtung weiter mindestens eine Boh-rung aufweist, die stromaufwärts des Rückschlagventils angeordnet ist und einen Innenraum der Anschlussvorrichtung mit einer Umgebung der An schlussvorrichtung verbindet.

Die Anschlussvorrichtung ist wie beschrieben zum Anschluss einer Entlüf-tungsleitung an eine Zuluftstromführung geeignet. Die Zuluft Stromführung ist eine Zuleitung, mit welcher Luft (insbesondere Reinluft) den Brennräu men einer Verbrennungskraftmaschine zugeführt wird. Die Anschlussvor richtung ist eine Art Stecker, welcher das Ende der Entlüftungsleitung bildet und welcher in eine entsprechende Aufnahme bzw. in ein entsprechendes Gegenstück an der Zuluftstromführung eingesetzt werden kann. Ein sol ches Gegenstück für die Anschlussvorrichtung wird im Folgenden auch als Zuluftströmungführungsanschluss bezeichnet.

Der Begriff Innenraum beschreibt ein Innenleben der Anschlussvorrichtung, in welches die Entlüftungsleitung einmündet und welches von dem durch die Entlüftungsleitung strömenden Gas durchströmt wird. Der Begriff Um gebung bezeichnet einen äußeren (außen von einer Außenfläche der An-Schlussvorrichtung angeordneten) Bereich.

Die vorliegende Anschlussvorrichtung löst die beschriebenen Aufgaben dadurch, dass diese mittels der in DE102016201589B3 Methodik diagnos tizierbare Schnittstelle ausgebildet ist. Hierzu wird der zur Entlüftungslei-tung gehörige Teil der Anschlussvorrichtung mit einem oder mehreren Durchbrüchen (den genannten Bohrungen) versehen, wodurch eine defi nierte Leckage hervorgerufen wird, welche diagnostiziert werden kann. Durch diese Leckage kann festgestellt werden, dass die Anschlussvorrich tung nicht ordnungsgemäß in der zum Luftströmungsanschluss befestigt ist. Bevorzugt sind die Anschlussvorrichtung und der Zuluftstromführungsan schluss so ausgebildet, dass die Bohrung verschlossen ist, wenn die An schlussvorrichtung ordnungsgemäß an dem zum Luftströmungsnschluss befestigt ist. Die Bohrung bildet also eine definierte Leckagestelle. Diese Leckagestelle kann nur verschlossen werden, indem die Entlüftungsleitung am entsprechenden Gegenstück (dem zum Luftströmungführungsan schluss) der jeweiligen Anschlussvorrichtung gefügt wird.

Somit ist sichergestellt, dass eine etwaige Trennung der Anschlussvorrich tung erkannt wird, sodass nachgewiesen werden kann, dass sich die Ent-lüftungsleitung am entsprechenden Gegenstück der jeweiligen Anschluss vorrichtung befindet. Ganz besonders vorteilhaft an der vorliegenden Erfin dung ist daher, dass es möglich ist, ein Rückschlagventil in die Entlüftungs leitung zu integrieren anstatt in ein den Zuluftstrom führendes Bauteil. Wei- terhin vorteilhaft ist, dass somit auch die Beheizung der Anschlussvorrich tung und des Rückschlagventils Bestandteil der Entlüftungsleitung sein kann. Varianten der Entlüftungsvorrichtung mit/ohne Rückschlagventil bzw. mit/ohne Beheizung lassen sich somit rein über die Entlüftungsleitung dar-stellen und haben keinen Einfluss auf das Gegenstück der jeweiligen An schlussvorrichtung.

Die Anschlussvorrichtung und die Entlüftungsleitung bilden bevorzugt zu sammen eine Art Entlüftungsvorrichtung, die dazu dient beispielsweise ein Kurbelgehäuse einer Verbrennungskraftmaschine oder auch einen Tank zu entlüften. Bevorzugt umfasst die Entlüftungsvorrichtung auch noch eine sich an einem der Anschlussvorrichtung gegenüberliegenden weiteren Ende der Entlüftungsleitung befindliche weitere Anschlussvorrichtung. Diese weitere Anschlussvorrichtung dient dazu die Entlüftungsleitung der Entlüftungsvorrichtung an das beschriebene Kurbelgehäuse oder an den beschriebenen Tank anzuschließen.

Die Entlüftungsvorrichtung von der ersten Anschlussvorrichtung bis zu der zweiten Anschlussvorrichtung bildet bevorzugt eine Baugruppe. Beim Ein-bau der Entlüftungsvorrichtung müssen die erste Anschlussvorrichtung, die zweite Anschlussvorrichtung bzw. die Entlüftungsvorrichtung nicht mitei nander montiert werden, sondern werden vormontiert zur Verfügung ge stellt. In bevorzugten Ausführungsvarianten ist eine Zerstörungsfreidemon tage der Entlüftungsvorrichtung nicht möglich, beispielsweise weil die Ent-lüftungsleitung und die Anschlussvorrichtungen miteinander vergossen o-der verklebt sind.

Mit der Integration der Schnittstelle in die Entlüftungsleitung wird zudem die Endmontage vereinfacht, da keine weiteren Tätigkeiten zum Zusammenfü gen von Schnittstelle und Entlüftungsleitung mehr erforderlich sind. Die Fehleranfälligkeit im Rahmen der Montage und auch die Komplexität der Warenlogistik werden hierdurch erheblich reduziert. Ferner kann eine Adap tion der Entlüftungsleitung erfolgen, indem lediglich der in die Entlüftungs leitung integrierte Abschnitt der Schnittstelle angepasst wird. Integriert be deutet in diesem Zusammenhang, dass die Schnittstelle räumlich zumin dest zum überwiegenden Teil innerhalb der Entlüftungsleitung angeordnet und von dieser umschlossen ist.

Besonders vorteilhaft ist, wenn eine erste Fleizeinrichtung in der An schlussvorrichtung integriert ist.

Außerdem vorteilhaft ist, wenn die erste Fleizeinrichtung als elektrisches Fleizelement ausgebildet ist.

Wie weiter oben bereits beschrieben wurde dient eine Fleizung regelmäßig dazu das Rückschlagventil in der Anschlussvorrichtung zu beheizen, um eine Vereisung des Rückschlagventils auch in diesbezüglich unvorteilhaf ten Betriebsphasen der Verbandsmaschine zu vermeiden

Darüber hinaus vorteilhaft ist, wenn das Rückschlagventil unmittelbar stromabwärts einer Bohrung angeordnet ist.

Auch vorteilhaft ist, wenn an einer Außenfläche der Anschlussvorrichtung wenigstens ein Dichtmittel angeordnet ist, welches die Bohrung abdichtet, wenn die erste Anschlussvorrichtung an einem Zuluftstromführungsan schluss an einer Zuluftstromführung angeschlossen ist.

Ein solches Dichtmittel korrespondiert insbesondere mit einem Abdichtbe reich an einem Reinluftleitungsanschluss.

Ein solches Dichtmittel kann beispielsweise aus am Außenumfang ange-ordneten Nuten und O-Ringen oder Dichtlippen bestehen, welche an dem Absichtsbereich am Zuluftstromführungsanschluss anlegen, um einen dich ten Verschluss der Bohrung zu bilden und in einem Mündungsbereich der Entlüftungsleitung an der ersten Schnittstelle angeordnet sind. Hierdurch wird es möglich, die diagnosefähige Schnittstelle fluiddicht in die Entlüf-tungsleitung zu integrieren. Das Dichtsystem kann dabei beispielsweise so ausgelegt sein, dass es nachträglich zusammen mit der diagnosefähigen Schnittstelle in besonders einfacher Weise in die Entlüftungsleitung einge steckt wird. Die Nuten können beispielsweise bei der Herstellung der Ent lüftungsleitung direkt mit umspritzt werden.

Bevorzugt sind an der Anschlussvorrichtung (an einer äußeren Umfangsflä che) zwei umlaufende O-Ringe vorgesehen, welche innerhalb des Reinluft leitungsanschlusses abdichten. Zwischen den beiden O-Ringen sind bevor zugt umlaufend mehrere Bohrungen angeordnet. Es können beispielsweise umlaufend 2,4 oder sechs Bohrungen angeordnet sein.

Hier auch beschrieben werden soll eine Zuluftstromführung für eine Brennkraftmaschine aufweisend einen Zuluftstromführungsanschluss für eine Anschlussvorrichtung mit einer Entlüftungsleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Die Zuluftstromführung mit dem Zuluftstromführungsanschluss ist dazu eingerichtet mit der Entlüftungsvorrichtung bzw. der Anschlussvorrichtung für die Entlüftungsvorrichtung zusammen zu wirken, um eine sichere und gasdichte Einleitung von Gas aus der Entlüftungsvorrichtung in die Zuluft stromführung zu ermöglichen.

Vorteilhaft ist, wenn an dem Zuluftstromführungsanschluss ein Abdichtbe reich vorgesehen ist mit welchem die mindestens eine Bohrung an der An-Schlussvorrichtung abgedichtet wird.

Dieser abgedichtete Bereich kann beispielsweise als eine zylindrische In nenfläche des Reinluftleitungsanschlusses ausgebildet sein, an welcher mindestens ein O-Ring der ersten Anschlussvorrichtung zur Abdichtung an-liegt.

Durch die Abdichtung bzw. den Abdichtbereich wird gewährleistet, dass die Bohrung den Innenraum nicht mehr mit der Umgebung verbindet. Sobald die Anschlussvorrichtung an den Zuluftstromführungsanschluss korrekt an-geschlossen ist, sind die Umgebung und der Innenraum voneinander ge trennt bzw. nicht mehr verbunden.

Außerdem vorteilhaft ist, wenn der Zuluftstromführungsanschluss mindes tens einen Anschlag für ein Rückschlagventil aufweist, wobei das Rück-schlagventil in der ersten Anschlussvorrichtung vorgesehen ist.

Der Anschlag für das Rückschlagventil ist ein passives Bauteil, welches problemlos an dem Reinluftleitungsanschluss vorgesehen sein kann und welches dort auch nicht stört, wenn eine Anschlusssvorrichtung ohne ent sprechendes Rückschlagventil an eine baugleiche, reine Luftführung ange-schlossen wird. Der Anschlag ist dann einfach funktionslos.

Darüber hinaus hier beschrieben werden soll ein Kraftfahrzeug mit einer Brennkraftmaschine und einer Entlüftungsleitung mit einer beschriebenen Anschlussvorrrichtung.

Die Bohrung an der Anschlussvorrichtung bildet (bevorzugt zusammen mit einem Drucksensor an der Entlüftungsleitung) eine diagnosefähige Schnitt stelle, welche beispielsweise von einer On-Board Diagnose eines Kraftfahr-zeuges ausgewertet werden kann, um festzustellen ob die Anschlussvor richtung ordnungsgemäß an einem Zuluftstromführungsanschluss befestigt ist.

Die diagnosefähige Schnittstelle wird bevorzugt durch die verschiedenen im Folgenden erläuterten Komponenten gebildet. Die Besonderheit der Vor richtung ist, dass die diagnosefähige Schnittstelle vollständig Bestandteil der Entlüftungsvorrichtung ist. Sie ist insbesondere nur von Komponenten gebildet, die zwischen der ersten Anschlussvorrichtung und der zweiten An schlussvorrichtung an einer Entlüftungsleitung bzw. an einer Entlüftungs-Vorrichtung angeordnet sind. Indem die diagnosefähige Schnittstelle in die Entlüftungsleitung integriert ist, kann zumindest eine erste oder zweite An schlussvorrichtung der Entlüftungsleitung besonders einfach gestaltet wer den. Vor allem müssen Anpassungen an der diagnosefähigen Schnittstelle (nur) an der Entlüftungsvorrichtung vorgenommen werden. Vorzugsweise wird die mit der Zuluftstromführung verbundene erste Anschlussvorrichtung derart gestaltet, dass dort die für die diagnosefähige Schnittstelle besonders relevanten Komponenten angeordnet sind. Dies bedeutet, dass die diagno sefähige Schnittstelle bevorzugt in die erste Anschlussvorrichtung integriert ist. Es ist damit nicht mehr erforderlich, die Diagnoseschnittstelle in der Zu-luftstromführung bzw. in deren Gehäusebauraum bzw. in einem an der Zu luftstromführung angeordneten Reinluftleitungsanschluss für die erste An schlussvorrichtung anzuordnen. Stattdessen kann die Diagnoseschnitt stelle vorteilhaft durch die Gestaltung der Anschlussvorrichtung gebildet sein. Unterschiedliche beim Verbau in einer Brennkraftmaschine benötigte

Varianten der Entlüftungsvorrichtung und insbesondere unterschiedliche Varianten der Zuluftstromführung können dadurch entfallen. Unterschiedli che Varianten der Entlüftungssleitung und der Zuluftstromführung, die ent fallen können sind insbesondere solche mit oder ohne Schnittstellen für OBD-Einrichtungen. Der Zuluftstromführunganschluss für die erste An schlussvorrichtung an der Zuluftstromführung kann stets unverändert bei behalten werden. Variiert wird in diesem Fall lediglich die erste Anschluss vorrichtung, die Bestandteil der Entlüftungsleitung ist, bzw. die mit der Ent lüftungsleitung und nicht mit derZuluftstromführung verbunden ist, Dies ge-schieht, indem dort wahlweise eine adaptierte erste Anschlussvorrichtung vorzusehen ist, die beispielsweise wahlweise mit oder ohne eine diagnose fähige OBD-Schnittstelle ausgeführt sein kann.

Schließlich kann die erfindungsgemäße Entlüftungsvorrichtung vorteilhaft im Zusammenhang mit Brennkraftmaschinen und insbesondere mit solchen Brennkraftmaschinen die in Kraftfahrzeugen zur Anwendung kommen, ver wendet werden. Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nach folgend anhand der Figuren näher erläutert.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Figuren besonders bevorzugte Ausfüh rungsvarianten der Erfindung zeigen, auf diese jedoch nicht beschränkt sind. Die Zeichnungen zeigen:

Figur 1 : schematisch ein Fahrzeug mit einer Brennkraftmaschine, de-ren Entlüftungsvorrichtungen eine erfindungsgemäße Anschlussvorrich tung aufweisen und

Figur 2: eine Teilansicht der beschriebenen Anschlussvorrichtung.

ln Figur 1 ist schematisch ein Kraftfahrzeug 1 dargestellt, das von einer Brennkraftmaschine 2 angetrieben wird. Die Brennkraftmaschine 2 ist mit tels eines Kolbens 3 angetrieben, der in einem Verbrennungsraum 4 ge führte Hubbewegungen ausführt. Unterhalb des Kolbens 3 ist ein Kurbelge-häuse 5 angeordnet, das über eine Entlüftungsleitung 6a, 6b entlüftet wird. Die Entlüftungsleitung 6 hat eine Anschlussvorrichtung 10a, 10b und eine weitere Anschlussvorrichtung 11 a 11 b. Die Entlüftungsleitung ist bevorzugt Teil einer Entlüftungsvorrichtung und bildet ein Modul bzw. eine Baugruppe. Die Entlüftungsleitung 6a, 6b ist mit der Anschlussvorrichtung 10a, 10b an einer Zuluftstromführung 7 geführt. Die Ausführungsvariante gemäß Fig. 1 hat zwei Entlüftungsleitungen 6a, 6b. Eine erste Entlüftungsleitung 6a zweigt an dem Kurbelgehäuse 5 mit einer weiteren Anschlussvorrichtung 10a ab und mündet hinter einer Drosselklappe 8 mit einer Anschlussvor richtung 10a in die Zuluftstromführung 7. Eine zweite Entlüftungsleitung 6b zweigt an dem Kurbelgehäuse 5 mit einer weiteren Anschlussvorrichtung 10b ab und mündet vor einem Verdichter V und nach einem Filter F mit einer Anschlussvorrichtung 10b in die Zuluftstromführung 7.

Über die Zuluftstromführung 7 wird angesaugte Umgebungsluft, die über einen Filter F gereinigt und einen Verdichter V verdichtet worden ist, mit einer Strömungsrichtung 9 zum Verbrennungsraum 4 geführt. Die Einmün dung mit der Anschlussvorrichtung 11 a hinter der Drosselstelle 8, gesehen in Strömungsrichtung 9, hat den Vorteil, dass dort in der Regel ein Unter drück herrscht, so dass das aus dem Kurbelgehäuse 5 herausgeleitete Gas durch den Unterdrück in die Reinluftführung 7 gelangen kann. Die Einmün dung mit der Anschlussvorrichtung 11 b zwischen dem Filter F und dem Ver dichter V, gesehen in Strömungsrichtung 9, hat den Vorteil, dass dort in Betriebssituationen ein Unterdrück herrscht, in denen die Brennkraftma schine 2 von dem Verdichter V mit einem Ladedruck beaufschlagt wird.

An den Entlüftungsleitungen 6a, 6b befindet sich bevorzugt jeweils auch ein Drucksensor 13a 13b, mit welchem ein Druck in der Entlüftungsvorrichtung 21 ermittelt werden kann. An den Entlüftungsleitungen 6a, 6b ist jeweils auch ein Tankentlüftungsanschluss 14a, 14b vorgesehen, um eine Tan kentlüftung anzuschließen.

In Figur 2 ist nun die erste Anschlussvorrichtung 10a, 10b sowie der korres-pondierende Zuluftstromführungsanschluss 15 an der Zuluftstromführung 7 in einer vergrößerten Ansicht dargestellt. Im unteren Bereich ist die Zuluft stromführung 7 mit einem kreisförmigen Querschnitt dargestellt. Die Figur 2 zeigt also einen Schnitt durch die Zuluftstromführung 7. Die Entlüftungslei tung 6a, 6b ist dabei mit der Zuluftstromführung 7 über eine Steckverbin-düng verbunden, wobei diese Steckverbindung von dem Zuluftstromfüh rungsanschluss 15 und der Anschlussvorrichtung 10a, 10b gebildet wird. Die diagnosefähige Schnittstelle 12 umfasst insbesondere mindestens eine Bohrung 16, stromabwärts der Bohrung 16, gesehen in Strömungsrichtung 9, ist ein Rückschlagventil 12a 12b vorgesehen, welches das aus dem Kur-belgehäuse herausströmende Gas in Richtung der Strömungsrichtung 9 durchströmen lässt. In die Gegenrichtung dazu wird jedoch durch das Rück schlagventil 12a, 12b ein Rückströmen von Gas von der Reinluftführung 7 zurück in Richtung des Kurbelgehäuses verhindert. Um eine fluiddichte Ver bindung zwischen dem Zuluftstromführungsanschluss 15 und der Entlüf-tungsleitung 6a, 6b bzw. der Anschlussvorrichtung 10a, 10b zu gewährleis ten, sind Dichtmittel 17 vorgesehen, die vorliegend als O-Ringe ausgeführt sind, welche in Nuten 18 in einer Außenfläche 24 an der Anschlussvorrich tung 10a, 10b angeordnet sind. Diese als O-Ringe ausgeführten Dichtmittel 17 dienen hier nicht nur zur Abdichtung der Anschlussvorrichtung 10a, 10b in dem Zuluftstromführungsanschluss 15. Sie dienen auch zur Abdichtung der mindestens einen Bohrung 16. Bevorzugt ist die mindestens eine Boh rung 15 zwischen zwei Dichtmitteln 17 an der Anschlussvorrichtung 10a, 10b angeordnet. Im Inneren der Anschlussvorrichtung 10a, 10b befindet sich auch eine Heizeinrichtung 19, die zur Erzeugung und/oder zur Vertei lung von Wärme in der Anschlussvorrichtung 10a, 10b dient. An dem Zu luftstromführunganschluss 15 ist hier auch ein Anschlag 20 vorgesehen, an welchem das Rückschlagventil 12a, 12b in der Anschlussvorrichtung 10a, 10b anschlagen kann, wenn dieses mit dem Zuluftstromführungsanschluss 15 verbunden ist. Hierdurch wird ein maximaler Öffnungswinkel des Rück schlagventils 12a, 12b vorgegeben und eine Verformung des Rückschlag ventils 12a, 12b kann so vermieden werden.

Durch den Abdichtbereich 23 wird gewährleistet, dass die Bohrung 16 den Innenraum 21 nicht mehr mit der Umgebung 22 verbindet. Sobald die An schlussvorrichtung 10a, 10b an den Zuluftstromführungsanschluss 15 kor rekt angeschlossen ist, sind die Umgebung 22 und der Innenraum 21 von einander getrennt bzw. nicht mehr verbunden.

Schließlich ist festzustellen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die hier dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist. Es sind vielmehr zahlreiche Abwandlungen der Erfindung im Rahmen der Patentansprüche möglich. Insbesondere können mit der vorliegenden Erfindung unterschied-liehe Varianten mit/ohne Rückschlagventil und/ohne Heizung allein über die Anschlussvorrichtung für Kurbelgehäuse, Entlüftungsleitungen und Tan kentlüftungsleitungen dargestellt werden, sodass das Bauteil der Reinluft führung einheitlich verbleiben kann. Ferner kann die Erfindung sicherstel- len, dass die Entlüftungsvorrichtung mittels der diagnosefähigen Schnitt stelle 12 dahingehend überwacht wird, dass sie ordnungsgemäß verbaut ist und im Betrieb funktionsfähig verbleibt.

Bezugszeichenleiste

1 Kraftfahrzeug

2 Brennkraftmaschine

3 Kolben

4 Brennraum

5 Kurbelgehäuse

6a Entlüftungsleitung einer ersten Entlüftungsvorrichtung

6b Entlüftungsleitung einer zweiten Entlüftungsvorrichtung

7 Zuluftstromführung

8 Drosselklappe

9 Strömungsrichtung

10a Anschlussvorrichtung einer ersten Entlüftungsvorrichtung

10b Anschlussvorrichtung einer zweiten Entlüftungsvorrichtung

11 a weitere Anschlussvorrichtung einer ersten Entlüftungsvorrichtung 11 b weitere Anschlussvorrichtung einer zweiten Entlüftungsvorrichtung 12a Rückschlagventil einer ersten Entlüftungsvorrichtung

12b Rückschlagventil einer zweiten Entlüftungsvorrichtung

13a Drucksensor einer ersten Entlüftungsvorrichtung

13b Drucksensor einer zweiten Entlüftungsvorrichtung

14a Tankentlüftungsanschluss einer ersten Entlüftungsvorrichtung (opti onal)

14b Tankentlüftungsanschluss einer zweiten Entlüftungsvorrichtung (op tional)

15 Zuluftstromführungsanschluss

16 Bohrung

17 Dichtmittel

18 Nuten

19 Heizeinrichtung

20 Anschlag

21 Innenraum

22 Umgebung

23 Abdichtbereich 24 Außenfläche

F Filter

V Verdichter