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1. WO2020011411 - LADESYSTEM ZUM LADEN VON ENERGIESPEICHERN VON ELEKTROFAHRZEUGEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Ladesystem zum Laden von Energiespeichern von Elektrofahrzeugen

Die Erfindung betrifft ein Ladesystem zum Laden von Energiespeichern von Elektrofahrzeugen für eine Parkfläche mit mehreren Stellplätzen, wobei das Ladesystem ein Transportmittelstreckennetz aufweist, wobei das Transportmittelstreckennetz mindestens einen Hauptstreckenabschnitt und mindestens einen mit dem Hauptstreckenabschnitt verbundenen Parkstreckenabschnitt umfasst, welcher den Stellplätzen zugeordnet ist, wobei mindestens zwei bewegbare mobile Ladestationen zum Aufladen und/oder Entladen des Energiespeichers des Elektrofahrzeugs vorgesehen sind, welche auf dem Transportmittelstreckennetz bewegbar angeordnet sind und auf dem Parkstreckenabschnitt oder auf dem Hauptstreckenabschnitt zum Aufladen und/oder Entladen des Energiespeichers des Elektrofahrzeugs geparkt werden.

Aus dem Stand der Technik ist ein Ladesystem zum Laden von Energiespeichern von

Elektrofahrzeugen für ein Parkhaus mit Parkflächen für Kraftfahrzeuge bekannt. Das Ladesystem umfasst ein als Transportmittelstreckennetz ausgebildetes Schienensystem auf denen mobile Ladestationen bewegbar angeordnet sind, welche zum Laden von Energiespeichern eines als Kraftfahrzeugs ausgebildeten Elektrofahrzeugs ausgebildet sind. Das Schienensystem, welches an einer Decke angeordnet ist, befindet sich über den Parkflächen. Wenn ein Elektrofahrzeug auf einer Parkfläche parkt, bewegt sich die mobile Ladestationen zu der entsprechenden Parkfläche. Bei einem Einsatz von mehreren mobilen Ladestationen auf dem Schienensystem kann es Vorkommen, dass diese sich gegenseitig auf dem Schienensystem behindern könnten, wenn deren Fahrwege sich kreuzen. Dadurch wird die Flexibilität des bekannten Ladesystems extrem eingeschränkt, weil beispielsweise eine sich gerade im Einsatz befindliche mobile Ladestation den Weg zu einer anderen Parkfläche versperrt, wo mittels einer anderen mobilen Ladestationen ein weiteres Elektrofahrzeug, insbesondere dessen Energiespeicher aufgeladen werden könnte.

Daher ist es die Aufgabe der Erfindung, ein flexibles Ladesystem für ein Parkfläche bereitzustellen, bei welchem alle auf der Parkfläche geparkten Elektrofahrzeuge, insbesondere dessen jeweilige Energiespeicher unabhängig von der Anzahl verwendeter mobiler Ladestationen gleichzeitig aufladbar sind.

Die Aufgabe wird gelöst durch den Patentanspruch 1, insbesondere durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1. Dabei ist vorgesehen, dass das Transportmittelstreckennetz einen zur Kollisionsverhinderung der mobilen Ladestationen vorgesehenen Ausweichstreckenabschnitt aufweist, welcher mit dem Parkstreckenabschnitt und/oder dem Hauptstreckenabschnitt verbunden ist. Durch die erfindungsgemäße Lösung wird sichergestellt, dass die mobilen Ladestationen immer zu dem jeweiligen Elektrofahrzeug bewegbar sind, dessen Energiespeicher aufgeladen werden muss.

Durch den Ausweichstreckenabschnitt wird ausgeschlossen, dass zwei mobile Ladestationen kollidieren und sich gegenseitig behindern können. Folglich wird auch die Sicherheit des erfindungsgemäßen Ladesystems in vorteilhafter Weise verbessert, weil verhindert werden kann, dass bei einer Kollision zweier mobilen Ladestation Bauteile der mobilen Ladestationen auf die Parkflächen, insbesondere auf die Kraftfahrzeuge, vorzugsweise Elektrofahrzeuge fallen. Im Ergebnis wird durch die erfindungsgemäße Lösung ein Ladesystem bereitgestellt, welches mehrere

Elektrofahrzeuge, insbesondere dessen Energiespeicher gleichzeitig aufladen und/oder entladen kann. Ferner kann vorgesehen sein, dass der Hauptstreckenabschnitt als Parkstreckenabschnitt ausgebildet ist, um die Flexibilität des Ladesystems zum Laden der Energiespeicher des

Elektrofahrzeugs zu verbessern.

Nach einer bevorzugten Ausführung des Ladesystems kann vorgesehen sein, dass eine

Steuerungsvorrichtung und/oder eine zentrale Steuerungsvorrichtung zum Steuern der mobilen Ladestationen vorgesehen ist, wobei das Transportmittelstreckennetz mindestens eine durch die Steuerungsvorrichtung und/oder die zentrale Steuerungsvorrichtung ansteuerbare

Streckenwechselvorrichtung umfasst, welche in Abhängigkeit des Fahrwegs der mobilen

Ladestationen angesteuert wird. Die Steuerungsvorrichtung und/oder die zentrale

Steuerungsvorrichtung kann dazu ausgebildet sein, die mobilen Ladestationen zu dem

entsprechenden Stellplatz der Parkfläche zu führen, wenn ein Benutzer des Elektrofahrzeugs, welches aufgeladen werden muss, sich bei dem Ladesystem beispielsweise durch ein

Computerprogramm, welches vorzugsweise auf einem mobilen Telefon gespeichert ist, anmeldet. Des Weiteren kann zusätzlich oder alternativ durch eine dem Ladesystem zugeordnete zentrale Steuerungsvorrichtung die Streckenwechselvorrichtung gesteuert werden, wenn die mobile Ladestation sicher zu dem entsprechenden Stellplatz bewegt werden soll.

Die Steuerungsvorrichtung kann in der mobilen Ladestation angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Steuerungsvorrichtung beispielsweise in einem Schaltschrank angeordnet sein, oder in einem Computer, der entfernt von dem Ladesystem angeordnet ist. In diesem Fall könnten der Computer und das Ladesystem jeweils eine Kommunikationsschnittstelle aufweisen, die miteinander kommunizieren, um die mobilen Ladestationen und/oder um die

Streckenwechselvorrichtung zu steuern. Die mobilen Ladestationen könnten jeweils eine

Kommunikationsschnittstelle aufweisen, um mit dem Computer Daten auszutauschen.

Das Ladesystem kann sehr sicher und kompakt ausgebildet werden, wenn die

Streckenwechselvorrichtung mit dem Ausweichstreckenabschnitt verbunden ist. Das Ladesystem kann sehr komplex und flexibel ausgestaltet werden, wenn der Ausweichstreckenabschnitt über die Streckenwechselvorrichtung mit dem Hauptstreckenabschnitt und/oder dem Parkstreckenabschnitt verbunden ist. Sehr einfach und unkompliziert ist der konstruktive Aufbau des Ladesystems, wenn der Ausweichstreckenabschnitt als Bypassstrecke ausgebildet ist. Dabei kann die Bypassstrecke als Sackgasse ausgebildet sein oder auch als Umgehungsstrecke.

Des Weiteren kann es sehr vorteilhaft sein, wenn nach einer bevorzugten Ausführung des

Ladesystems vorgesehen sein kann, dass die Streckenwechselvorrichtung als Weiche ausgebildet ist. Durch die Weiche wird sichergestellt, dass eine der mobilen Ladestationen, beispielsweise auf die Bypassstrecke bewegt werden kann, um eine Kollision mit einer anderen mobilen Ladestation zu verhindern.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführung des Ladesystems kann vorgesehen sein, dass die Streckenwechselvorrichtung als Drehscheibe ausgebildet ist. Mit der Drehscheibe können mehrere Parkstreckenabschnitte und Hauptstreckenabschnitte, die beispielsweise sternförmig oder kreuzförmig auf die Drehscheibe zulaufen, in vorteilhafter Weise miteinander verbunden werden. Somit kann mit einem einzigen konstruktiven Bauteil, wie es vorzugsweise die Drehscheibe ist, ein komplexes Streckennetz des Ladesystems so miteinander verbunden werden, dass mehrere mobile Ladestationen eingesetzt werden können, ohne dass diese sich gegenseitig beim Bewegen behindern.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführung des Ladesystems kann vorgesehen sein, dass das Transportmittelstreckennetz als Schienensystem mit mindestens einer Schiene ausgebildet ist. Ein Schienensystem kann kostengünstig auch im Rahmen einer Nachrüstlösung für den Parkplatz bereitgestellt werden. Dabei kann das Schienensystem, insbesondere die Schienen des

Schienensystems aus Metall ausgebildet werden, vorzugsweise aus rostfreiem Stahl. Das

Schienensystem kann dabei mehrere Schienen umfassen, welche vorzugsweise durch eine kraftschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung miteinander verbunden sind. So kann es sich anbieten, die Schienen beispielsweise miteinander zu verklipsen oder zu verrasten, um die

Montagekosten zu verringern. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Parkfläche in einem Gebäude, insbesondere in einem Parkhaus angeordnet ist und das Transportmittelstreckennetz, insbesondere das Schienensystem am Boden und/oder an einer Decke und/oder an einer Wand des Gebäudes mittels eines Trägersystems befestigt ist. Die Schienen können dabei auf einem Boden und/oder an einer Decke und/oder an einer Wand, insbesondere an der Decke und/oder an einer Wand eines Parkhauses befestigt werden. Wenn Schienen verwendet werden, können diese in Abhängigkeit des Transportmittelstreckennetzes an der Drehscheibe sternförmig oder kreuzförmig zueinander angeordnet sein.

Sehr komfortabel sowohl für den Betreiber, als auch für den Benutzer kann das Ladesystem ausgebildet sein, wenn die mobilen Ladestationen in die Schiene einhängbar sind und die Schiene eine Führungsvorrichtung, insbesondere ein Führungsprofil zum Führen der mobilen Ladestationen aufweist. Durch diese Maßnahme gelingt es, eine oder mehrere mobilen Ladestationen einfach

auszutauschen, wenn diese beispielsweise repariert werden muss. Die Führungsvorrichtung sorgt für eine sichere Aufnahme der mobilen Ladestation in dem Schienensystem.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführung des Ladesystems kann vorgesehen sein, dass das Transportmittelstreckennetz mit Stromversorgungsleitung versehen ist, welche die mobilen

Ladestationen mit Strom versorgt. Aufgrund dieser Maßnahme wird sichergestellt, dass die mobilen Ladestationen stets die Energiespeicher des Elektrofahrzeugs aufladen und/oder entladen können. Dabei können die Stromversorgungsleitungen an dem Schienensystem befestigt werden. Dazu werden Abstandshalteelemente an dem Schienensystem angeordnet, welche zur Aufnahme der Stromversorgungsleitung vorgesehen sind. Die Abstandhalteelemente sind vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet und werden vorzugsweise mit dem Schienensystem verrastet oder verklipst. Ferner kann bei dem Ladesystem vorgesehen sein, dass die mobilen Ladestationen jeweils als autarke Roboter ausgebildet sind und jeweils mit einem eigenen Eigenenergiespeicher versehen sind, welcher zum Aufladen und/oder Entladen mit einer Zentralladestation elektrisch verbindbar ist und zum Aufladen und/oder Entladen des Energiespeichers des Elektrofahrzeugs mit diesem elektrisch verbindbar ist. In diesem Fall kann es von Bedeutung sein, wenn die Steuerungsvorrichtung und/oder die zentrale Steuerungsvorrichtung die Fahrwege der einzelnen mobilen Ladestationen überwacht, um den Verkehr der mobilen Ladestationen untereinander sicher zu gestalten. Der eigene

Energiespeicher jeder mobilen Ladestation ist derart ausgebildet, dass zumindest ein

Elektrofahrzeug, insbesondere dessen Energiespeicher aufgeladen werden kann, ohne dass der eigene Energiespeicher der mobilen Ladestation zwischenzeitlich aufgeladen werden muss.

Vorzugsweise kann dann das Transportmittelstreckennetz, insbesondere das Schienensystem einfach ausgestaltet werden. Es kann auf eine zusätzliche Verkabelung bei dem Transportmittelstreckennetz verzichtet werden, wenn die mobilen Ladestationen kabellos, insbesondere über WLAN miteinander und/oder mit dem Computer, insbesondere mit einem Zentralrechner kommunizieren können.

Um das Ladesystem noch sicherer ausbilden zu können, kann vorgesehen sein, dass die mobilen Ladestationen jeweils mit mindestens einem Abstandsensor versehen sind, welche bei Erreichen eines vorbestimmten kritischen Abstands zu einer anderen mobilen Ladestation ein Notfallprogramm auslösen, bei welchen mindestens eine der Ladestationen stoppt oder eine Fahrtrichtungsänderung durchführt. Der Abstandssensor kann beispielsweise als kapazitiver Sensor, Lichtsensor oder auch als Bildsensor, insbesondere als Kamera ausgebildet sein. Bei dem kritischen Abstand handelt es sich um einen Abstand zwischen zwei mobilen Ladestationen, bei welchem die beiden mobilen Ladestationen miteinander kollidieren könnten. Der kritische Abstand beträgt dabei vorzugsweise 10 cm bis 30 cm zwischen zwei mobilen Ladestation.

Das Ladesystem kann einen kompakten konstruktiven Aufbau aufweisen, wenn das Transportmittelstreckennetz u-förmig oder streifenförmig ausgebildet ist. Denkbar ist es auch, wenn das Transportmittelstreckennetz als geschlossene Schleife ausgebildet ist.

Der Komfort für den Benutzer eines Elektrofahrzeugs kann erhöht werden, wenn jedem Stellplatz eine Anzeigevorrichtung, insbesondere eine Signalleuchte zugeordnet ist, welche signalisiert, dass der Stellplatz belegt ist und/oder gerade ein Ladevorgang an einem Elektrofahrzeug durchgeführt wird und/oder der Stellplatz zum Aufladen und/oder Entladen des Elektrofahrzeugs zur Verfügung steht. Die Anzeigevorrichtung kann beispielsweise an dem Transportmittelstreckennetz,

insbesondere an dem Schienensystem befestigt werden.

Die Flexibilität des Ladesystems kann weiter verbessert werden, wenn mindestens zwei bewegbare mobile Ladestationen zum Äufladen und/oder Entladen des Energiespeichers des Elektrofahrzeugs vorgesehen sind, welche auf dem Transportmittelstreckennetz bewegbar angeordnet sind und auf dem Ausweichstreckenabschnitt zum Aufladen und/oder Entladen des Energiespeichers des Elektrofahrzeugs geparkt werden ln diesem Fall weist der Ausweichstreckenabschnitt zwei

Funktionen auf, und zwar zum einem kann dieser die Kollision der mindestens zwei Ladestationen verhindern, und zum anderen kann auch direkt an dieser Position im Transportmittelstreckennetz der Energiespeicher des Elektrofahrzeugs entladen und/oder aufgeladen werden.

Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figur näher erläutert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Figur eine besonders bevorzugte Ausführungsvariante der Erfindung zeigt, die Erfindung jedoch nicht darauf beschränkt ist. Die einzige Figur 1 zeigt ein

erfindungsgemäßes Ladesystem.

In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Ladesystem 1 zum Laden von Energiespeicher von

Elektrofahrzeugen 2, 3 dargestellt. Das Ladesystem 1 ist für eine Parkfläche 4 mit sechs Stellplätzen PI bis P6 vorgesehen, wobei die Parkfläche 4 in einem Gebäude, insbesondere in einem Parkhaus angeordnet sein kann. Das Ladesystem 1 weist ein Transportmittelstreckennetz 5 auf, weiches hier als Schienensystem mit mindestens einer Schiene ausgebildet ist. Vorzugsweise werden mehrere Schienen verwendet, um die Montage des Transportmittelstreckennetzes 5 zu vereinfachen. Das Transportmittelstreckennetz 5, insbesondere das Schienensystem ist hier an einer Decke des Gebäudes mittels eines nicht näher gezeigten Trägersystems befestigt. Alternativ kann das

Transportmittelstreckennetz 5 auch im oder an einem Boden des Gebäudes befestigt werden. Das Transportmittelstreckennetz 5 umfasst einen hier als geschlossene Schleife ausgebildeten

Hauptstreckenabschnitt 6, welcher hier mit sieben Parkstreckenabschnitten 7a bis 7g verbunden ist, die zumindest teilweise zueinander sternförmig angeordnet sind. Die Parkstreckenabschnitt 7a bis 7g befinden sich in unmittelbarer Nähe der Stellplätze PI bis P6, um die Elektrofahrzeuge 2, 3, insbesondere dessen jeweiligen Energiespeicher zuverlässig und sicher mit mobilen Ladestationen Ml bis M5 aufladen und/oder entladen zu können. Die mobilen Ladestationen Ml bis MS weisen vorzugsweise ein Ladekabel auf, welches manuell oder automatisiert mit dem jeweiligen

Elektrofahrzeug 2, 3 verbunden werden können.

Die Parkstreckenabschnitte 7a bis 7g dienen zum Parken der jeweiligen mobilen Ladestation Ml bis M5, wenn ein Elektrofahrzeug aufgeladen werden soll. Vorzugsweise ist jedem Stellplatz PI bis P6 jeweils mindestens eine Anzeigevorrichtung 8 zugeordnet, welche beispielsweise als Signalleuchte ausgebildet sein kann. Die Anzeigevorrichtung 8 signalisiert, wenn ein Stellplatz PI bis P6 belegt ist und/oder gerade ein Ladevorgang an einem Elektrofahrzeug 2,3 durchgeführt wird, wie es in der Figur 1 gezeigt ist. Die jeweilige Anzeigevorrichtung 8 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel des Ladesystems 1 an dem Schienensystem, insbesondere an einer Schiene befestigt, und zwar im Bereich der Parkstreckenabschnitte 7a bis 7g.

Des Weiteren weist das Transportmittelstreckennetz 5 einen zur Verhinderung der Kollision der mobilen Ladestation Ml bis M5 vorgesehenen Ausweichstreckenabschnitt 9 auf, welcher mit dem Parkstreckenabschnitt 7a bis 7g und/oder dem Hauptstreckenabschnitt 6 verbunden ist. Als

Ausweichstreckenabschnitt 9 können auch die Parkstreckenabschnitte 7a bis 7g dienen. Wie man gut in der Figur 1 erkennen kann, ist einer der Ausweichstreckenabschnitt 9 als Bypassstrecke 10 ausgebildet. Wenn zwei mobile Ladestationen sich aufeinander zubewegen, wird mithilfe von Streckenwechselvorrichtungen 11, welche mit dem jeweiligen Ausweichstreckenabschnitt 9 verbunden sind, zumindest eine mobile Ladestation auf einen Ausweichstreckenabschnitt 9 gelenkt. Dazu ist der jeweilige Ausweichstreckenabschnitt 9 über die jeweilige Streckenwechselvorrichtung 10 mit dem Hauptstreckenabschnitt 6 und/oder mit dem Parkstreckenabschnitt 7a bis 7g verbunden. In dem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Ladesystems 1 werden zwei unterschiedliche Typen von Streckenwechselvorrichtungen 11 verwendet. Die kreuzförmig aufeinander zulaufenden Parkstreckenabschnitte 7a, 7c, 7d, 7f bzw. 7b, 7d, 7e, 7g sind mit einer als Drehscheibe 12a bzw. 12b ausgebildeten Streckenwechselvorrichtung 11 miteinander verbunden. Die jeweilige Drehscheibe 12a, 12b kann beispielsweise mit einem elektrischen Motor betrieben werden oder aber auch manuell durch den Benutzer verstellt werden. Die zwei Schienenpaare sind in einem rechten Winkel zueinander vorzugsweise auf der Drehscheibe 12a, 12b angeordnet. Auf dem Hauptstreckenabschnitt 6 ist der Bypass 10 mit zwei als Weichen 13a, 13b ausgebildeten Streckenwechselvorrichtungen 11 verbunden. Des Weiteren ist mit dem Parkstreckenabschnitt 7g ein als Sackgasse 14 ausgebildeter Ausweichstreckenabschnitt 9 über eine Weiche 13c verbunden.

Die mobilen Ladestationen im Ml bis MS sind jeweils als ein autarker Roboter mit einem

vorzugsweise eigenen Energiespeicher ausgebildet, welcher zum Aufladen und/oder Entladen mit

einer nicht näher dargestellten Zentralladestation elektrisch verwendbar ist und zum Aufladen und/oder Entladen des Energiespeichers des Elektrofahrzeugs mit dem Elektrofahrzeug elektrisch verbindbar ist. Dazu kann die jeweilige mobile Ladestation Ml bis M5 mit einem Ladekabel versehen werden, welches automatisiert oder durch den Benutzer mit dem Elektrofahrzeug verbunden wird. Um eine Kollision der mobilen Ladestationen Ml bis MS zu vermeiden, weist jede mobile Ladestation Ml bis M5 mindestens einen Abstandssensor auf, welcher bei Erreichen eines vorbestimmten kritischen Abstands zu einer anderen Ladestation ein Notfallprogramm auslöst, bei welchen mindestens eine der Ladestationen Ml bis M5 stoppt oder eine Fahrtrichtungsänderung durchführt. Dazu kann eine Steuerungsvorrichtung und/oder eine dem Ladesystem 1 zugeordnete zentrale Steuerungsvorrichtung zum Steuern der mobilen Ladestationen Ml bis M5 vorgesehen sein, wobei die Steuerungsvorrichtung und/oder die zentrale Steuerungsvorrichtung auch die

Streckenwechselvorrichtungen 11 in Abhängigkeit des Fahrwegs der mobilen Ladestationen Ml bis M5 steuern kann.

Nachfolgend wird beschrieben wie ein Elektrofahrzeug, beispielsweise das Elektrofahrzeug 2 mithilfe des Ladesystems 1 aufgeladen wird.

Zunächst fährt das Elektrofahrzeug 2 in das Parkhaus, wo sich die Parkfläche 4 befindet. Der Benutzer des Elektrofahrzeugs 2 erkennt anhand der Anzeigevorrichtung 8, welcher Stellplatz unbelegt ist, weil die als Signalleuchte ausgebildete Anzeigevorrichtung 8 ausgeschaltet ist. Die Anzeigevorrichtung 8 könnte durch eine zusätzliche Farbe signalisieren, welche Plätze zum Aufladen und/oder Entladen bevorzugt genutzt werden sollten. Anschließend fährt der Benutzer das Elektrofahrzeug 2 zum Stellplatz P2 und parkt dort sein Elektrofahrzeug 2. Anschließend kann er beispielsweise mittels eines Smartphones mit dem Ladesystem 1 kommunizieren und die Steuerungsvorrichtung und/oder die zentrale Steuerungsvorrichtung sorgt dafür, dass sich die mobile Ladestation Ml zu dem

Parkstreckenabschnitt 7d hinbewegt. Auf dem Weg dorthin kommt der mobilen Ladestation Ml die mobile Ladestation M5 entgegen. Die Steuerungsvorrichtung und/oder die zentrale

Steuerungsvorrichtung teilt der mobilen Ladestation M5 mit, dass diese in die als Sackgasse 14 ausgebildeten Bypassstrecke 9 sich bewegen soll. Dazu wird von der Steuerungsvorrichtung und/oder der zentralen Steuerungsvorrichtung die Weiche 13c derart gestellt, dass die mobile Ladestation M5 dort sicher und zuverlässig hingeführt wird. Danach wird die Weiche 13c wieder zurückgestellt, sodass die mobile Ladestation Ml weiter zum Parkstreckenabschnitt 7d bewegt werden kann. Nach dem Passieren der Weiche 13c bewegt sich die mobile Ladestation Ml auf die Drehscheibe 12b. Danach dreht sich die Drehscheibe 12b einmal um 90° gegen den Uhrzeigersinn. Anschließend fährt die mobile Ladestation Ml auf den Parkstreckenabschnitt 7d und positioniert sich vor dem Elektrofahrzeug 2. Danach kann der Benutzer das mit der mobilen Ladestation Ml verbundene Ladekabel mit dem Elektrofahrzeug 2 verbinden. Alternativ könnte auch die mobile

Ladestation Ml derart ausgebildet sein, dass das Ladekabel automatisiert mit dem Elektrofahrzeug 2 verbunden wird. Nachdem der Ladevorgang beendet ist, wird das Ladekabel von dem

Elektrofahrzeug 2 manuell oder automatisiert entfernt. Die mobile Ladestation Ml verbleibt so lange in ihrer Position, bis diese aufgrund eines neuen Ladevorgangs für ein Elektrofahrzeug angefordert wird oder bis sie sich bewegen muss, um die Bewegung einer anderen mobilen Ladestation nicht zu behindern.

Alternative Ausführungen des Ladesystems 1 sind möglich, so dass die mobilen Ladestationen Ml bis M5 auch in die Schienen einhängbar sind, wobei die Schiene eine Führungsvorrichtung, insbesondere Einführungsprofil zum Führen der mobilen Ladestationen im Ml bis M5 aufweist. Ferner kann das Transportmittelstreckennetz 5 auch mit einer Stromversorgung versehen werden, welche die mobilen Ladestationen Ml bis M5 mit Strom versorgt. Ebenfalls ist es denkbar, dass das

Transportmittelstreckennetz 5 u-förmig oder streifenförmig ausgebildet ist. Denkbar ist es auch, dass die Hauptstreckenabschnitte 6 als Parkstreckenabschnitte ausgebildet sein können.

Ebenfalls ist es denkbar, dass mindestens zwei bewegbare mobile Ladestationen (M1-M5) zum Aufladen und/oder Entladen des Energiespeichers des Elektrofahrzeugs 2, 3 vorgesehen sind, welche auf dem Transportmittelstreckennetz 5 bewegbar angeordnet sind und auf dem

Ausweichstreckenabschnitt 9 zum Aufladen und/oder Entladen des Energiespeichers des

Elektrofahrzeugs geparkt werden.

Ferner könnte die als autarker Roboter ausgebildete Ladestation M1-M5 ihren eigenen

Energiespeicher über ein weiteres Elektrofahrzeug aufladen. Dabei dient dann das weitere

Elektrofahrzeug, insbesondere dessen Energiespeicher als Energiequelle.

Bezugszeichenliste

1 Ladesystems

2 erstes Elektrofahrzeug

3 zweites Elektrofahrzeug

4 Parkfläche

5 Transportmittelstreckennetz

6 Hauptstreckenabschnitt

7a-7g Parkstreckenabschnitt

8 Anzeigevorrichtung

9 Ausweichstreckenabschnitt

10 Bypassstrecke

12a, 12b Drehscheibe

13a-13c Weiche

14 Sackgasse

M1-M5 mobile Ladestation

P1-P6 Stellplätze